Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Camilla :
Manga Roman
CAT GIRLS Band 1 - Nice to miez you von Claudia Scharf
Ja, ich hätte es schon erwarten können, aber meine Jungs konnten mit dem Buch nichts anfangen - die haben sich die Manga-Sequenzen angeschaut aber nicht mal gelesen ;)
aber dafür hat mir das Buch gefallen, es ist natürlich für eindeutig ein jüngeres Publikum, aber es ist vom Sprachstil sehr treffend, cool finde ich, dass ab und zu ein paar englische Phrasen eingestreut sind, wie "come on" oder, "good morning" etc.
einfache Sätze, die die Zielgruppe mit so 11 bis 12 Jahren schon verstehen kann. Dadurch macht es das ganze abwechslungsreicher und man hat noch mal mehr so ein exotisches Feeling. Die Charaktere sind okay für Erwachsene, es ist halt schon die "Weltanschauung" eines Teenies. Aber es ist alles dabei, der "hot guy", die Zicke, die Stille, die Familie, etc.
die Zeichnungen sind sonst auch noch gut. Mangastil, wovon mir die Männer wie so oft eher zu feminin sind.
Rezensionen von Marie aus E.:
Leichte, anspruchslose Sommerlektüre
The Summer of Broken Rules von K. L. Walther
Die Groß-Famile Fox hat ein riesiges Anwesen (zwar die Farm genannt, aber das trifft es nicht wirklich) auf Martha’s Vineyard und trifft sich dort alljährlich in den Sommermonaten.
Dieses Jahr ist die Familie auch wieder komplett - nach dem Tod von Claire, die mit nur 18 Jahren gestorben ist - das erste Mal.
Insbesondere ihre Schwester Meredith hat daran immer noch schwer zu knabbern und trauert, will aber trotzdem auch vorwärts schauen.
Anfangs habe ich mich schwer getan, in das Buch zu finden. Es gibt unglaublich viele Personen - da auch noch eine Hochzeit gefeiert wird, sind neben der Großfamilie auch noch zahlreiche Hochzeitsgäste auf Martha’s Vineyard. Puh! Da half auch das Personenregister am Anfang nur bedingt weiter.
Das Buch hat jetzt keine wirklich komplexe Handlung, es spiegelt die Sommerfrische aber schön wider - mit einer Lovestory und Trauerbewältigung.
Ich habe mich irgendwann beim Lesen gelangweilt, weil die Charaktere mit Ausnahme der zwei Hauptpersonen alle so blass blieben und mir einfach zu wenig passierte.
Trotzdem fand ich das Buch nicht schlecht - es liest sich schön leicht und ist für einen sonnigen Tag im Liegestuhl durchaus eine Wahl.
Rezensionen von Camilla :
gute unaufregende Story
Nikki King: Verfuchst noch mal! von Mascha Matysiak
Das Buch ist für Selbstleser Mitte/Ende 2. Klasser sehr gut geeignet - also für meinen Sohn, der weder besonders ein motivierter guter Leser ist noch einer, der nur 2 Sätze auf einer Seite braucht. Aber es ist schon sehr schön bildlastig, es hat sich gut an zwei Tagen fertig lesen lassen. Kapitellänge war genau richtig gewählt, sodass man auch gut nur 1 oder 2 Kapitel pro Tag lesen könnte.
Die Sätze sind einfach und keine schweren Wörter.
Die Geschichte ist nett, aber schon recht unspektakulär. Es passiert nicht wirklich viel. Aber es hat ausgereicht um meinen Sohn zum lesen zu motivieren. Es wird definitiv eine Fortsetzung von dem Buch geben und die wird wahrscheinlich ein bisschen aufregender sein. Aber die Hauptcharaktere sind schön gezeichnet, sind liebenswert und lustig. Alles in allem ein gutes Buch. Und auch als Erwachsener Zuhörer ist es nett anzuhören.
Rezensionen von Kapitel60:
Gut, aber ausbaufähig
Tiberius Rex 1: Mein Freund, der Dino von Florian Fuchs
Tiberius Rex – Mein Freund der Dino, ist ein Kinderbuch für junge Leser*innen ab 6 Jahren. Das Buch umfasst ca. 150 Seiten.
Worum geht’s?
Leo, eigentlich Leonie, macht mit ihrer Klasse einen Ausflug ins Museum. Plötzlich vernimmt sie komische Geräusche, denen sie auf den Grund gehen will. Als ihre Klasse schon weg ist, macht sie sich auf die Suche und trifft schon bald auf Tiberius, den alten Museumsdinosaurier.
Cover, Illustrationen und Schreibstil
Das Cover ist sehr ansprechend. Die knalligen Farben passen sehr gut zu diesem Kinderbuch. Die Illustrationen im Inneren sind nicht in Farbe, aber gefallen mir sehr gut. Nur die Anzahl der Bilder ist etwas dürftig. Das hätten ruhig mehr sein dürfen. Die Schrift ist sehr groß – passend für Erstleser*innen. Der Schreibstil ist einfach und die Kapitel sind kurz.
Fazit
Dinos gehen ja bekanntlich immer. Auch dieses Buch greift die Thematik sehr gut auf. Es gibt zwar spannende Elemente, aber die Geschichte hätte etwas raffinierter sein können. Tiberius ist jedenfalls sehr sympathisch und das Thema Freundschaft wird in diesem Buch groß geschrieben. Dennoch vergeben wir nur 4 Sterne, weil der Funke irgendwie nicht ganz übergesprungen ist.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Drama in fünf Akten
Die Insel des Zorns von Alex Michaelides
Der neue Thriller "Die Insel des Zorns" von Alex Michaelidis sprach mich sofort an, da er auf einer griechischen Insel spielt und der Klappentext auf eine ungewöhnliche Geschichte schließen ließ.
Die schöne Schauspielerin Lana war einst ein gefeierter Star, ehe sie sich mit 40 Jahren zur Ruhe setzte.
Sie besitzt eine kleine griechische Insel und lädt ihre Freunde Kate, Agathi und Elliott ein, mit ihr die Ostertage dort zu verbringen. Mit dabei sind auch ihr Mann Jason, Sohn Leo aus einer früheren Ehe sowie der Hausverwalter Nikos, der ständig auf der Insel lebt. Auf der Insel angekommen, stellt sich bald heraus, dass die anfängliche Idylle trügt. Es kommt zu Spannungen und Auseinandersetzungen. Nach einem heftigen Sturm wird eine Leiche aufgefunden ...
Die Besonderheit des Buches ist, dass der Leser durch den zu Beginn noch unbekannten Ich-Erzähler immer wieder direkt angesprochen wird. Die Geschichte, die wie ein Drama in fünf Akten geschrieben ist, startet gemächlich. Es befinden sich sieben Personen auf der wunderschönen Insel, deren Geheimnisse nach und nach enthüllt werden, es gibt mehrere überraschende Wendungen, und auch der Erzähler sorgt für Kehrtwendungen. In dem Thriller geht es um Liebe und Hass, Verschwörungen, Rache und erlittene Traumata. Durch Rückblenden erhalten wir aufschlussreiche Einblicke in die Vergangenheit der Protagonisten.
Das Buch ist in angenehmer Sprache geschrieben und liest sich sehr flüssig. Der Autor beschreibt die Charaktere sehr bildhaft und konzentriert sich dabei ganz besonders auf Lana und Elliot. Mir hat es sehr gut gefallen, wie er auf das "innere Kind" in einem der Protagonisten eingegangen ist, das ist mit viel Empathie erzählt und hat mich sehr berührt.
Trotz mehrerer Wendungen fand ich die Geschichte nicht so spannend, wie ich es mir gewünscht hätte, sie hatte doch einige Längen. Ich mag raffinierte Thriller, die mich mit ihrer Auflösung überraschen. Hier war das leider nicht der Fall, da ich relativ schnell auf der richtigen Fährte war.
Rezensionen von heinoko:
Brillant geschriebene, hochempathische und sorgfältig recherchierte Romanbiografie
Elizabeth II. und die Lieben ihres Lebens von Gabriele Diechler
Die Aufgabe, eine Romanbiographie zu schreiben, stellt eine doppelte Schwierigkeit dar. Zum einen erfordert sie die langwierige und sehr mühevolle Recherchenarbeit, um aus allen verfügbaren Quellen verlässliche biographische Daten und Ereignisse zu sammeln, zu bewerten und als Grundlage zu bewahren.
Und es erfordert das hohe schriftstellerisch-künstlerische Können, aus all den nüchternen Fakten und Tatsachen einen unterhaltsamen Roman zu schaffen mit Spannungsbögen, mit farbig-plastischen Schilderungen und vor allen Dingen mit bei den Lesern auslösenden Emotionen, wodurch die zu beschreibende Person nahbar, fühlbar, kurzum menschlich wird. Diesen mehrfachen Anforderungen ist die Autorin in perfekter Weise gerecht geworden!
Gabriele Diechler lässt uns „die Queen“ von ihrer auf die Regentschaft vorbereitenden Kindheit an, über die Inthronisation bis hin zum Sterbebett begleiten. Wir erleben, wie sie zunehmend hineinwächst in ihre vielfältigen und durch Traditionen vorbestimmten Aufgaben. Wir erleben eine Frau, die geprägt ist von unbedingter Pflichterfüllung, von der Ernsthaftigkeit, mit der sie ihre Aufgaben als Königin wahrnimmt, in aller geforderter politischer Zurückhaltung. Wir bekommen ein Gefühl für die Bedeutung der Queen für ein ganzes Land, nein, sogar für die ganze Welt. Wir erfahren Einiges über politische Zusammenhänge. Und wir begreifen, wie immens bedeutend die Regentschaft von Elizabeth II. als verlässliche Konstante für eine sich zunehmend in Wirrnissen befindliche Welt war und dass ihr Tod von sehr viel größerer Tragweite ist als wir vielleicht denken. Was wir als Leser jedoch auch erleben dürfen, ist die Frau „hinter“ der Queen. Wir erleben sie als Ehefrau, als Mutter, als Großmutter und Urgroßmutter. Wir erleben ihre Gefühle, Liebe, Ängste, Freude und Sorgen hautnah und nachvollziehbar. Sehr geschickt ist der Romanaufbau. Wie eine Klammer umfängt jedes Kapitel die Tage nach Philipps Tod, um sich dann erzählerisch in jeweilige Erinnerungen zu verlieren.
Fazit: Ein sehr berührender, bewegender und dabei auch hochinformativer Roman über eine einmalige Persönlichkeit, brillant und mit viel Empathie geschrieben und unbedingt lesenswert.
Rezensionen von Bücherwurm78:
Schöne Urlaubslektüre
The Summer of Broken Rules von K. L. Walther
Meredith Fox, frischgetrennt von ihrem Freund, kehrt mit ihren Eltern für die Hochzeit ihrer Cousine Sarah zurück nach Martha`s Vineyard. Dort haben sie vor dem Unfalltod ihrer Schwester Claire jeden Sommerurlaub verbracht. Dort gibt es nicht nur das alljährliche Fox-Familienspiel, sondern auch den sehr gut aussehenden Trauzeugen Wit.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Ein richtig schöner Roman rund um Familie, Verlust, Trauer und natürlich um die Liebe. Hauptthema des Buches war die Geschichte um Meredith und Wit, die schnell zueinander finden. Beide Personen kamen bei mir als Leser sehr sympathisch und witzig an. Die Story war gut durchdacht und umgesetzt. Der Roman war sehr flüssig und leicht geschrieben, es gab keine langweiligen Passagen im Text, so dass ich es auch sehr schnell durchgelesen hatte. Beim Lesen hatte man auch immer ein Bild vor Augen von der Location und es fühlte sich an wie Sommerurlaub. Das einzige mit dem ich mich nicht recht anfreunden konnte war das Familienspiel, aber das ist Geschmackssache.
Fazit: Ein schöner leichter Roman fürs Herz.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Interessant
A Man's Job von Edith Anderson
Dieser interessante Roman ist bereits 1956 erstmals erschienen und nun in neuer Übersetzung verlegt worden.
Worum geht’s?
In ihrem Debütroman schildert Edith Anderson (1915-1999) den Arbeitskampf von amerikanischen Bahnangestellten. Es ist eine bedrückende, realistische Geschichte einer Gruppe von Frauen, die während des Zweiten Weltkrieges an der amerikanischen Ostküste die Arbeit der eingerückten Männer übernehmen (müssen).
Die Autorin weiß, worüber sie schreibt, da sie eine von ihnen war. Zwischen 1943 und 1947 hat sie als Schaffnerin bei der Pennsylvania Railroad gearbeitet.
Wenn aktuell über Streiks der Deutschen Bahn gesprochen und gelesen wird, so haben solche Bahnstreiks lange Tradition. Dieses Buch liefert einen Einblick in historische Miseren, in denen es nicht ausschließlich um höhere Gehälter ging, sondern um die systematische Benachteiligung von Frauen und Sexismus als Spielart des Kapitalismus.
Anspruch auf einen regulären Dienstplan hatte die Angestellten erst nach einigen Jahren als Beschäftigte, mit der sogenannten Seniorität. Diese wurden Frauen, nachdem sie von vornherein nur für die Kriegsdauer eingestellt worden waren, vorenthalten. Die mehr als ambivalente Haltung der männlichen Vorgesetzen zeigt sich auch darin, dass sie einerseits behaupteten, Frauen könnten die anstrengende Arbeit körperlich und psychisch nicht bewältigen (Schichten, die bis zu 16 Stunden dauerten, ohne sich waschen zu können, waren keine Seltenheit), andererseits teilten sie ihnen für gewöhnlich die aufreibenden Strecken zu, während sie den Männern die guten Strecken zuschanzten. Dazu kamen die stetige sexuell-aggressiven Sprüche, die die Schaffnerinnen über sich ergehen lassen mussten. Manchmal blieb es nicht bei blöden Anmache.
Selbstbewusste Frauen hat man als gesellschaftliche Bedrohung angesehen hat. Nur vor schwarzen US-Amerikaner hatte man noch mehr Angst, wie das folgende Zitat zeigt:
„Ihr Hirngespinst, dass Horden von Frauen die Bahn übernahmen, wurde von dem weit beängstigerenderen Hirngespinst anstürmender Schwarzer verdrängt.“
Da hat man doch lieber Frauen angestellt, die man nach der Rückkehr der Männer sofort wieder entlassen konnte, denn nur die Seniorität bot so etwas wie einen Schutz vor allzu willkürlichen Kündigungen. Die aber hatte man den Frauen ja verwehrt. Ein wahrer Teufelskreis!
Biografisches zur Autorin:
Edith Anderson (1915-1999) ist als Tochter eines jüdischen Ehepaars in New York City zu Welt gekommen, macht eine Ausbildung zur Lehrerin und tritt 1938 der amerikanischen kommunistischen Partei bei und schreibt für eine kommunistische Tageszeitung. Ein eher ungewöhnlicher Schritt in den USA. Sie setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen, vor allem für die Frauen, ein.
In zweiter Ehe ist sie mit dem deutschen Journalisten Max Schröder (1900-1958) verheiratet, der aus Nazi-Deutschland fliehen musste. Als Max Schröder nach Kriegsende in das besiegt und zerstörte Deutschland zurückkehrt und als Lektor beim Aufbau-Verlag arbeitet, folgt sie ihm nach Ost-Berlin.
Fazit:
Dieses Buch, das einen interessanten Einblick die amerikanische (Arbeits)Welt während des Zweiten Weltkrieges und kurz danach gibt, erhält von mir 5 Sterne.
Rezensionen von Ruth:
Gesellschaftsportrait und Entwicklungsgeschichte
Die Tage des Wals von Elizabeth O'Connor
Die junge englische Autorin Elizabeth O‘ Connor hat bisher Gedichte und Kurzgeschichten veröffentlicht. Ihr erster Roman „ Die Tage des Wals“ wurde als bestes Debut ausgezeichnet.
Schauplatz ist eine fiktive kleine Insel vor der walisischen Küste. Hier lebt die achtzehnjährige Manod mit ihrer sechs Jahre jüngeren Schwester und ihrem Vater, einem Hummerfischer.
Die Mutter ist seit vielen Jahren tot. Mittlerweile wohnen neben dem Pfarrer und dem polnischen Leuchtturmwärter nur noch zwölf Familien auf der Insel. Viele Häuser sind verwaist, zum Teil weil einige junge Männer im letzten Krieg umgekommen sind, aber auch weil viele aufs Festland gezogen sind, in der Hoffnung auf Arbeit und ein leichteres Leben.
Manod erzählt von den letzten vier Monaten des Jahres 1938, die von zwei einschneidenden Ereignissen geprägt waren. Im September strandet ein Wal am Ufer, für manche Inselbewohner ein schlechtes Omen.
Einen Monat später kommen zwei Ethnografen aus Oxford hier an, Edward und Joan. Manod wird bald zur Assistentin der beiden, übersetzt walisische Texte und führt sie herum.
Für die junge Frau sind die zwei Forscher eine Brücke zu der Welt da draußen und eine Chance, von hier wegzukommen. Denn sie träumt von einem anderen Leben, als die Insel bieten kann. Dem traditionellen Los aller Frauen hier möchte sie entkommen. „ Ich hatte Mädchen erlebt, die mit sechzehn heirateten, mit zwanzig mehrere Kinder hatten, mit fünfundzwanzig vom Meer verwitwet wurden, ausgelaugt und verloren.“ Manod ist klug und möchte Lehrerin werden. Aber bisher hält sie die Verantwortung für ihre Schwester noch hier.
Doch Edward und Joan nutzen Manod für ihre Zwecke aus. Am Ende bleibt ihr nur das Vertrauen in die eigene Stärke.
Was beim Lesen sofort auffällt und für den Roman einnimmt, ist die Sprache. Die Autorin findet sehr poetische Bilder für die Natur und die Landschaft , wie z.B. „ Nach dem Sommer kreist die Kälte, stürzt dann herab wie ein Stein.“ Aber auch für die seelische Verfassung der Ich- Erzählerin: „ All meine Entscheidungen kamen mir vor, als versuche ich, einen Fisch zu fangen, den es nicht gab, bis ich ihn fing.“
Dabei beschreibt sie gleichzeitig äußerst realistisch den Arbeitsalltag der Bewohner, die hauptsächlich vom Meer leben.
Mit mal sehr kurzen, dann wieder längeren Kapiteln hat der Roman eine eigenwillige Erzählstruktur. Dazwischen gesetzt sind Berichte der Ethnografen sowie Transkriptionen von Volksmärchen, die man sich hier erzählt, und altem Aberglauben.
Sprache und Erzählstil passen sehr gut zum Schauplatz, spröde, karg und gleichzeitig sehr schön. Auch die Kommunikation zwischen den Menschen ist kurz und knapp und aufs Wesentliche reduziert.
Elizabeth O‘ Connor beschreibt eine Gesellschaft, die zum Untergang verurteilt ist. Es sind nur noch wenige, die hier leben wie Generationen vor ihnen. Sie kennen noch die alten Mythen, sprechen ihre eigene Sprache. Aber bald werden die letzten von ihnen auch fortgegangen sein.
Dabei arbeitet sie sehr gut den Kontrast heraus, der sich aus dem Zusammentreffen zwischen den Engländern und den Inselbewohnern ergibt. Edward und Joan kommen mit dem Wunsch hierher, das archaische Leben zu dokumentieren, doch sie unterliegen ihren eigenen Vorstellungen. Während Joan das Meer romantisch verklärt, weiß Manod, wie gnadenlos und unerbittlich die See sein kann. In ihrer Forschungsarbeit geht es ihnen nicht um Authentizität, sondern um Wirkung und Effekte.
In einer vorangestellten Anmerkung zum Text erwähnt die Autorin einen Dokumentarfilm aus dem Jahr 1934, „ Die Männer von Aran“. Dem Regisseur Robert J. Flaherty wurden sachliche Fehler und inszenierte Szenen vorgeworfen. Möglicherweise ist dieser Roman eine Antwort auf diesen Film. Die Literatur vermag einen authentischen Blick auf dieses vergangene Leben zu werfen.
Gleichzeitig haben wir es hier mit einer klassischen Entwicklungsgeschichte zu tun. Der Leser folgt der jungen Protagonistin in ihrem Bestreben, ihren eigenen Weg zu finden, sich zu emanzipieren.
Der historische Hintergrund wird nur ganz dezent in das Geschehen eingebaut. Man hört im Radio vom Münchner Abkommen, ein Flugblatt kursiert und ein Boot mit jüdischen Kindern auf dem Weg nach Irland wird gesichtet.
Die Autorin lässt manches in der Schwebe, vieles wird nur angedeutet und der Phantasie des Lesers überlassen, das Ende bleibt offen.
„ Die Tage des Wals“ ist ein ruhiger, ein melancholischer und atmosphärischer Roman, der langsam gelesen werden will.
Rezensionen von Buster:
Fesselnd
Im Angesicht der Angst von Saunter Mick
Auch Teil 2 der Kommissar Bartholome Reihe war wieder ein spannungsgeladener, fesselnder Thriller hoher Güte, mit einem aktuellen Thema. Natürlich ist die Geschichte erfunden aber sie behandelt ein aktuelles Thema, das nicht zu unterschätzen ist.
Der Fall beginnt gleich mit einem Selbstmord durch Verbrennung und geht rasant weiter.
Durch die kurzen Kapitel ist ein flüssiges, schnelles Lesen gut möglich und , da ich schnell wissen wollte wie es weiter geht, auch dringend nötig!!
Ich war von Anfang an gefesselt und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich kann es nur wärmstens empfehlen und wenn man Band 1 nicht gelesen hat ist es kein Problem. Könnte nur gut sein das man nach diesem Buch unbedingt Band 1 lesen will. Und ich kann versichern das auch dieses Buch super ist.










