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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Nicole Koppandi:

Großartiges Uni-Setting

Der Fall Miriam Behrmann von Lydia Lewitsch

Die aus Polen stammende Miriam Behrmann, Professorin an der Uni Wien, hat hart dafür gearbeitet, damit sie dort hinkommt, wo sie heute ist – zuerst Princeton und nun Wien. Sie hat richtig Karriere gemacht mit ihrem neuen Institut in Wien.

Ihre Doktorandin Selina Aksoy hat aus Miriams Sicht eine ganz andere Einstellung.

Mit den Aufgaben, die Selina von Miriam erhält, fühlt sie sich schnell überfordert und sogar psychisch missbraucht: sie kann nicht zeitgerecht abgeben und liefern – und beißt sich schon gar nicht richtig durch. Miriam möchte Selina fördern, diese fühlt sich jedoch überfordert und kann damit nichts anfangen.

Plötzlich wird Miriam des psychischen Missbrauchs beschuldigt, der ihre Entlassung zur Folge haben soll.

Der Roman setzt dort ein, wo Miriam zu einem Gespräch mit der Universitätsleitung einbestellt wird. In Rückblenden wird Miriams Leben und Karriereweg erzählt. Es geht hier um ihre Kindheit in Polen, der Weg nach Princeton, ihre Ehe mit dem amerikanischen Professor und wie sie ein großartiges Projekt initiierte und sie so den Ruf nach Wien erhielt.

Ich finde, es wird auf eine sehr kluge Weise gezeigt, wie zwei unterschiedliche Generationen mit Arbeit und Leistung umgehen. Beim Lesen hat man das Gefühl, Miriam wäre nie auf die Idee gekommen, dass sie zu viel verlangt und dafür eventuell auch mit Konsequenzen rechnen muss. Viel eher stellt sich Miriam die Frage, ob Selina eine geeignete Doktorandin ist, wenn sie nicht in hohem Maße leistungsbereit ist.

Ein beeindruckender Roman, der vielschichtig unterschiedliche Sichtweisen aufzeigt und man als Leser*in das Gefühl hat, jede Position hat was für sich – großartig.

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Rezensionen von Ruth:

Ein Teppich aus Bildern und Geschichten

Astrids Vermächtnis - Roman (Schwesterglocken-Trilogie 3) von Lars Mytting

Alle, die wie ich voller Begeisterung die ersten beiden Bände der Schwesternglockentrilogie gelesen haben, erwarteten sehnsüchtig das neue Buch des norwegischen Autors Lars Mytting, mit dem er seine Reihe um die Hekne - Schwestern und ihre Nachkommen beendet hat.
Es beginnt wie immer mit einem Rückblick ins frühe 17.

Jahrhundert, zu jener Zeit, als die beiden Hekne- Schwestern lebten. Dabei wiederholt Mytting nicht nur Bekanntes, sondern fügt dem damaligen Geschehen neue Facetten hinzu. Dieses Mal geraten die Schwestern ins Visier der Kirche, die sie als „ Monstrum“ mit dem Teufel im Bunde wähnen.
Denn das Besondere an den Zwillingstöchtern Halfried und Gunhild war, dass sie an der Hüfte zusammengewachsen waren. Sie zählten zu den besten Weberinnen des ganzen Gudbrandstals und ihr Hauptwerk war jener legendäre Wandteppich, in den Prophezeiungen und das Ende des letzten Gemeindepfarrers hineingewebt wurden.
Dieser Pfarrer Kai Schweigaard tritt in allen drei Bänden auf und wird so zur zentralen Figur der Geschichte. Er kommt im ersten Band als junger fortschrittsgläubiger Pfarrer nach Butangen und verfügt, dass eine neue Kirche gebaut werden soll und lässt die alte Stabkirche von einem deutschen Architekturstudenten abbauen und nach Dresden versetzen. Aber schlimmer noch. Er veranlasst, dass die beiden Glocken, die den Schwestern zu Ehren gegossen wurden, getrennt werden. Dabei sollten sie zusammenbleiben, wie die beiden Schwestern, ansonsten drohe Unheil. Diese Schuld lastet schwer auf Kai Schweigaard.
Mittlerweile, wir sind im Jahr 1936, ist er ein alter Mann, der sich aber immer noch um seine Schäfchen kümmert. Eine besondere Verbindung besteht zum Hekne -Hof und hier vor allem zu Astrid. Sie ist die Enkelin jener Astrid, der großen, aber unerfüllten Liebe des Pfarrers.
Wie ihre Großmutter ist auch die junge Astrid eine selbstbewusste, starke Frau. Sie will genauso wenig wie ihr Bruder das väterliche Erbe antreten. Dabei haben es ihre Eltern mit sehr viel Pioniergeist und harter Arbeit zu einem gewissen Wohlstand gebracht. Doch während ihr Bruder seine künstlerische Begabung entfalten möchte, strebt Astrid eine Ausbildung als Lehrerin an.
Allerdings werden die Pläne der Geschwister durch historische Umwälzungen zunichte gemacht. Im April 1940 marschieren deutsche Truppen in Norwegen ein und besetzen das Land.
Der Krieg kommt damit auch in das abgelegene Gudbrandstal. Und die SS-Organisation „ Deutsches Ahnenerbe“ interessiert sich für den mythischen Wandteppich und die in Butangen verbliebene zweite Glocke.
Astrid, die denselben Kampfgeist hat wie ihre Großmutter, engagiert sich schnell im Widerstand gegen die Besatzungsmacht. Sie setzt ihr Leben und das ihrer Familie aufs Spiel, indem sie Informationen sammelt und weiterleitet. Bis die Nazis ihr auf die Spur kommen. Um sie zu retten, greift der Pfarrer zu drastischen Maßnahmen. Das fällt ihm nicht leicht, verstößt er damit doch gegen seine Glaubensgrundsätze und riskiert nicht nur sein irdisches Leben.
Wieder verwebt Lars Mytting persönliche Schicksale mit historischen Gegebenheiten. Ist es am Anfang noch der Konflikt zwischen Tradition und Moderne, wie auch in den letzten beiden Romanen, so steht hier vor allem die Besatzungszeit und ihre Auswirkungen auf die Bevölkerung im Vordergrund. Mit Härte und Brutalität sorgen sie für eine Stimmung voller Misstrauen und Angst. Der frühere Zusammenhalt im Dorf ist dahin. Die einen schlagen sich auf die Seite der Besatzer, während andere voller Neid auf etwaige Günstlinge schauen. Wer sich auf die Seite des Widerstands stellt, muss sich permanent verstellen, muss auch seine Nächsten belügen, um diese nicht noch mehr in Gefahr zu bringen. Außerdem war niemand sicher, ob kein Verräter in den eigenen Reihen zu finden war. „ Der Krieg währte erst wenige Wochen, und wer im April noch ein Patriot war, war möglicherweise im Mai schon ein Verräter.“
Es gibt auch noch andere, die sich in den Dienst der Nazis stellen. Nicht weil sie deren Ideologie teilen, sondern weil sie vereint mit den Deutschen gegen die Bolschewiken kämpfen.
Lars Mytting hat auch in diesem Roman wieder glaubwürdige und komplexe Charaktere geschaffen. Es sind Menschen, die an den Herausforderungen, die das Leben an sie stellt, wachsen und reifen. „ Eins hat mich der Krieg gelehrt. Schwerter werden im Feuer geschmiedet und im Wasser gehärtet. Helden werden aus gewöhnlichen Menschen geschmiedet und härten tut sie das Unrecht.“ Andere wiederum sind voller Widersprüche, kämpfen mit sich und den Umständen, wie z. B. Tarald, Astrids Zwillingsbruder. Und der Leser lebt und leidet mit ihnen mit.
Doch neben der zeitgeschichtlichen Realität nimmt auch wieder der große Mythos um die Schwesternglocken und dem sagenhaften Wandteppich breiten Raum ein.
All das entfaltet Mytting mit seiner großen Sprachmacht. Bilderreich und detailliert entwirft er Szenen voller Atmosphäre und zieht so den Leser in seinen Bann.
Hat der Roman in der Mitte einige Längen, so gewinnt er gegen Ende hin wieder an Tempo und Spannung. Gekonnt führt der Autor die meisten Fäden am Ende zusammen. Dass hier ein paar Lücken bleiben müssen, ist der Fülle an Personen und Geschehnissen geschuldet.
Lobenswert ist der mehrere Seiten umfassende Überblick über die wichtigsten Figuren, Tiere und Gegenstände, die in allen drei Romanen eine wesentliche Rolle spielen. Ebenso die kurze Zusammenfassung über die historischen Hintergründe der deutschen Besatzung Norwegens; beides am Ende des Buches zu finden.
Auch wenn sich der Roman ohne Vorkenntnisse lesen lässt, empfehle ich die Bücher in ihrer Reihenfolge zu lesen. Erst dann wird man alle Zusammenhänge verstehen und kann völlig in diese Welt eintauchen.
Trotz kleiner Kritikpunkte halte ich „ Astrids Vermächtnis“ für einen würdigen Abschluss der Trilogie; Lars Mytting hat einen gewaltigen Teppich voller Bilder und Geschichten gewebt.

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Rezensionen von nanu?!:

So isst Amerika!

Cook Across America von Gabriele Frankemölle; Petrina Engelke

Die Route 66 müsste jedem ein Begriff sein. Doch wie sieht es entlang dieser legendären Strecke kulinarisch aus? Die "Mutter aller Straßen" ist mehr als 4000 Kilometer lang, durchquert dabei gleich mehrere Staaten und hat nicht nur essenstechnisch einiges zu bieten.
Ein Kochbuch mit Kulturbeilage, so nennen die beiden Autorinnen ihr neustes Werk.

Denn neben den rund 66 Kult-Rezepten gibt es noch eine ganze Reihe an Reportagen mit allerlei Wissenswertem, die es entlang der Route 66 zu entdecken gibt.

Die Rezepte an sich finde ich insgesamt sehr unterschiedlich, was nur logisch ist, da jede Region seine Eigenheiten und Spezialitäten hat.
Mit dabei sind einige Rezepte die ich als Europäerin einfach von einem amerikanischen Kochbuch erwarte: Burger, kleine Corn Dogs, Hot Dogs, Waffeln mit sehr viel Butter und Ahornsirup, Apple Pie wie aus dem Bilderbuch oder auch gefüllte Backkartoffeln, nur um ein paar Beispiele zu nennen.
Aber es finden sich auch aufwändigere Gerichte: Echtes Chili Con Carne (welches mit unserer Version nichts zu tun hat), Lachs mit Pecannüssen, ein Gulasch namens Three Sisters Stew, Barbecued Beans, usw.
Es gibt noch Rezepte für Dressings, für Kuchen und Plätzchen (der Zitronen-Mohn-Kuchen ist mega), für Salate und deftige Fleischgerichte. Abwechslung ist hier reichlich gegeben.

Aufgeteilt sind die Rezepte nach Staaten. Zu jedem Rezept gehört ein tolles Foto und zusätzliche Erläuterungen, die einem das Gericht noch näher bringen.
Die Rezepte sind in praktischen Schritt-für-Schritt-Anleitungen angegeben, sie sind leicht und verständlich geschrieben.
Nur ab und zu gibt es Zutaten, die vielleicht schwer zu bekommen sind, wie das Bisonfleisch für das Buffalo Stew zum Beispiel.
Die meisten Rezepte sind kinderleicht zu bewerkstelligen.

Aber die Rezepte sind ja nur ein Teil des Buches. Da gibt es noch die vielen Interviews und Berichte über das Leben und der Arbeit entlang der Route 66.
Bespickt sind die Seiten auch noch mit allerlei, oft witzigen, mal skurrilen, Anekdoten über die Reise der Autorin über die Route 66.
Lustig auch, dass die beiden sich nicht immer einig sind, was nun in das Buch gehört, und was nicht. Wie das Rezept für ein Sandwich namens Horseshoe, zum Beispiel.
So lieb gemeinte Frotzeleien machen mir die Texte und das gesamte Drumherum noch sympathischer, als sie es sowieso schon sind.

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Rezensionen von Linelovesreading :

Berührende Geschichte

Glow Like Northern Lights von Sarah Stankewitz

Das Buch besticht zunächst durch sein wunderschönes Cover, welches erst gegen Ende der Geschichte einen Zusammenhang zur Handlung bekommt. Auch der Farbschnitt, der nicht über den ganzen Buchschnitt geht, hat eine tiefere Bedeutung, was mir gut gefallen hat.
Die Geschichte an sich ist sehr tiefgründig und berührend.

Man kann sich sehr gut in Lilly hineinversetzen und nachvollziehen, wie es ihr geht. Allgemein sind die Charaktere fast alle sehr sympathisch. Nur die Eltern von Lilly fand ich absolut unsympathisch und es hat mich wahnsinnig gestört, wie sich vor allem die Mutter verhalten hat.
Aron und Elva dagegen mochte ich richtig gern.
Die Autorin beschreibt die Landschaft sehr schön, was mir gut gefallen hat. Auch finde ich es bemerkenswert, dass sie immer genau die richtigen Worte findet, um die doch recht schweren Themen des Buches angemessen zu vermitteln.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, aber das gewisse Etwas hat mir dann doch vor allem gegen Ende der Geschichte gefehlt.

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Rezensionen von manu63:

Alexis Traum

Dreamcatcher | Königreiche der Nacht (Band 1) von Juliane Maibach

Königreiche der Nacht ist der erste Band der Dreamcatcher Reihe der Autorin Juliane Maibach.

Alexis träumt schon lange davon als Dreamcatcher entflohene Träume zu jagen. Doch da sie zur Unterschicht gehört,bleibt ihr dieser Traum verwehrt. Doch dann dringt ein entflohener Traum in ihren Körper ein und sie überlebt dies aus unerklärlichem Grund.

Ihr Leben wird sich dadurch grundlegend ändern.

Die Geschichte beginnt eher langsam und die Charaktere werden nach und nach eingeführt. Erzählt wird aus der Perspektive von Alexis und so darf man als Leser auch an ihrer Gefühlswelt teilnehmen. Leider wird mir da zu oft von Nate und seinem Aussehen geschwärmt. Da hätten mir weniger Wiederholungen besser gefallen. Auch die Freunde von Nate sind ein wenig nervig.

Alexis geht oft unbedacht an Probleme ran und bringt sich dabei selber unnötig in Gefahr. Bei dieser Geschichte sollte man allerdings auch Bedenken, dass sie für Jugendliche ab 15 Jahren empfohlen wird und das die Geschichte daher nach anderen Regeln abläuft als eine Geschichte für Erwachsene.

Der Erzählstil ist flüssig und gut lesbar und der Cliffhanger am Ende der Geschichte wird gut gewählt.

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Rezensionen von yellowdog:

Blowing Rock

Der Friedhofswärter von Ron Rash

Der Friedhofswärter von Ron Rash ist ein ruhiger, sehr amerikanischer Roman und auch sehr eindrucksvoll. Das Buch wird von der ruhigen Sprache und ganz stark von den drei jungen Protagonisten geprägt. Hinzu kommt die Umgebung, den Appalachen, in den fünfziger Jahren.
Jacob ist als Soldat in Korea, während seine Freundin Naomi schwanger ist.

Sein Freund, der gesellschaftliche Außenseiter und Friedhofswärter Blackburn kümmert sich um Naomi.
Jacobs wohlhabende Eltern sind sehr gegen die aus ärmlichen Verhältnisse stammende Naomi und lehnen sie als Verlobte ihres Sohnes ab.
Es gibt anfangs zwei wechselnde Abschnitte, die mit Jacob im Krieg und die zu Hause. Schließlich kehrt Jacob verletzt zurück und wird dann angelogen.
Als Leser ist man nah bei den Figuren.
Rom Rash sorgfältiger Umgang mit Sprache und Figuren sowie Dialogen ist beeindruckend.
Ron Rash ist in den USA offenbar ein sehr anerkannter Autor. Hoffentlich werden in deutscher Übersetzung noch einige seiner Romane folgen.

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Rezensionen von bakerstreetbabe:

Cosy Crime

Der falsche Vogel von C. L. Miller

"Der falsche Vogel" von C. L. Miller verspricht eine humorvolle Kriminalgeschichte mit britischem Flair. Die Hauptcharakterin ist Freya, die gerade mitten in einer unangenehmen Scheidung steckt, als sie notgedrungen in ihre alte Heimatstadt zurückkehren muss. Grund ist der überraschende Tod von Arthur, bei dem sie nicht nur alles über ihren früheren Beruf als Antquitätenfanderin lernte, sondern der auch der beste Freund ihrer Tante Carole war, welche Freya nach dem Tod ihrer Eltern großzog und aufnahm.

Doch die einst enge Beziehung zu Arthur wurde durch dramatische Ereignisse beendet, die auch dazu führten, dass Freya den Job als Fanderin aufgab. Doch nachdem Arthurs Tod immer weniger wie ein Unfall erscheint, ist Freya gezwungen, wieder in die Welt der Antiquitäten einzutauchen und herauszufinden, was passiert ist.

Der Vergleich mit Büchern wie Donnerstagsmordclub und anderen humorvollen britischen Krimireihen hatte mich sofort angesprochen und neugierig auf die Geschichte gemacht. Tatsächlich erleben wir mit Freyas Tante Carole einen amüsanten Charakter, während alle anderen Protagonisten, einschließlich Freya, aus meiner Sicht etwas blass wirkten. Über Freya erfahren wir viel, jedoch habe ich mich ihr dennoch nicht sehr nah gefühlt. Alle anderen Charaktere bergen viele Geheimnisse, weshalb sie erst zum Schluss des Buches, dann aber gehäuft, mehr Tiefe bekommen.

Gut gefallen haben mir die Schauplätze der Geschichte, allen voran ein altes Herrenhaus, in dem ein Großteil der Geschichte spielt. Hier treffen die verschiedenen Charaktere aufeinander und es gilt, herauszufinden, wer von ihnen etwas verbirgt. Da dabei die Zeit begrenzt ist, die Freya und Carole zum ermitteln haben, baut sich schnell Spannung auf. Doch die Puzzleteile, die nach und nach aufgedeckt und zusammengefügt werden, waren aus meiner Sicht oft recht weit hergeholt, bzw. stand die Frage im Raum, warum bestimmte Charaktere so gehandelt haben sollten, wie es beschrieben wird. Bis zum Ende hatte ich gehofft, dass noch ein Aha-Erlebnis kommt und sich alles komplett schlüssig zusammenfügt, aber die finale Erklärung erschient leider immer noch nicht vollkommen logisch und wirkte auch etwas konstruiert.

Daher führte der angenehme Schreibstil, das gemütliche Setting und das interessante Thema zwar gut durch das Buch, aber der Versuch, einen Sinn in das Geschehen zu bringen, riss mich immer wieder aus der Geschichte. Insgesamt würde ich das Buch dennoch als unterhaltsam beschreiben und auch dem bereits stark angedeuteten zweiten Band eine Chance geben, um zu sehen, ob hier die kriminellen Handlungen schlüssiger erscheinen.

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Rezensionen von Lerchie:

Wer ist der Verräter?

Verrat im Norden von Pedro Urvi

König Uthar zieht sich besiegt nach Norghania zurück. Er will seine Armee neu aufstellen. Lasgol und seine Freunde wollen das vierte Ausbildungsjahr schaffen. Sie müssen dazu an gefährlichen Einsätzen teilnehmen und dem König bei einem neuerlichen Krieg helfen. Sie stehen vor einer heiklen Wahl.

Sollen sie den König unterstützen oder entscheiden sie sich für Darthor, was Hochverrat wäre, was sie das Leben kosten könnte. Darthor schließt mit der Allianz des Westens ein Bündnis und wollen ihn angreifen bevor er neu erstarkt ist. Werden sie Uthar die Krone abnehmen können. Oder wird er am Ende triumphieren? Können etwa Lasgol und seine Freunde ihn entlarven? Werden sie es schaffen zu Waldläufern ernannt zu werden?
Meine Meinung
Auch dieses Buch schließ direkt an das vorhergehende an. Es ließ sich sehr gut lesen, denn keine Unklarheiten im Text konnten meinen Lesefluss stören. Lasgol und seine Freunde werden geschunden, wobei der Ausbilder sagt, dass wer ein Waldläufer werden will, entsprechend fit sein muss. Sie agieren riskant, weil sie Lasgol glauben und dieser will Uthar stürzen. Das wissen wir ja bereits aus den Vorgängerbänden. Doch wenn sie mit einem Ausbilder unterwegs sind, müssen sie ihm gehorchen, sonst riskieren sie ihr Leben. Werden sie es schaffen Uthar zu demaskieren? Denn wie wir ja inzwischen wissen ist Uthar nicht Uthar. Doch dazu müssen sie nahe an ihn herankommen. Wird ihnen das gelingen? Ich war sehr gespannt, das Buch hat mich gefesselt und ich konnte fast mit dem Lesen nicht aufhören. Es hat mich in seinen Bann gezogen und ich habe mich auch sehr gut unterhalten gefühlt. Sehr gespannt bin ich auf die Fortsetzung, eben wie es mit Lasgol und seinen Freunden weitergeht. Eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne.

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Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Testleser JAKOB, Tyrolia-Filiale Innsbruck (9 Jahre, Innsbruck)

Die Cobra-Bande und der geheimnisvolle Sprayer (Die Cobra-Bande-Reihe Band 1) von Folko Streese

Testleser JAKOB, Tyrolia-Filiale Innsbruck (9 Jahre, Innsbruck)

Es geht in dem Buch um Bea und ihren Bruder Otto.
Als Beas Handy verschwindet und sie sich auf die Suche begeben, treffen sie auf Cam und gehen gemeinsam auf die Suche.
Als sie den Dieb finden, erzählt der ihnen dass er beauftragt wurde, und eine spannende Suche beginnt.

Ich finde fast jede Zeile sehr spannend und habe das Buch verschlungen.

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Rezensionen von nessabo:

Leider viel zu langatmig mit zwar liebenswerten, aber irgendwie ausdruckslosen Charakteren

Das Fenster zur Welt von Sarah Winman

Ich habe das Buch ab der Hälfte nur noch quer gelesen - und ich kann an einer Hand abzählen, wie oft es mir schon so ergangen ist. Nach den ersten ca. 200 Seiten war ich auch ganz kurz davor, das Buch abzubrechen, weil ich mich so sehr gelangweilt habe, dass ich regelrecht wütend wurde. Die Handlung wurde dann für mich aber zumindest noch etwas interessant, sodass ich es gern beenden wollte.

Das ging für mich aus verschiedenen Gründen aber trotzdem nur noch mit Querlesen.

Zum einen finde ich das Buch sprachlich mehr als anstrengend. Diese poetische Sprache ist einfach gar nicht meins, aber auch abgesehen davon fand ich es schrecklich zu lesen. Gefühlt ewig währende Absätze, in denen die Perspektiven der Figuren ohne Vorwarnung einfach mittendrin wechseln?! Ein Hin und Her zwischen direkter und indirekter Rede - die Variante der englischen Originalausgabe, in der komplett auf direkte Rede verzichtet wurde, stelle ich mir noch furchtbarerer vor. Vielleicht liegt es an der Übersetzung, aber die Dialoge finde ich überwiegend schlecht geschrieben.
Zum anderen sind die Figuren zwar schon wirklich liebenswert, aber irgendwie total flach. Es wird zwar über ihre Gefühle und Gedanken geschrieben, aber es bleibt auf dieser Ebene und erreicht mich emotional einfach gar nicht. In der zweiten Hälfte konnte ich abschnittsweise bei all den Schicksalsschlägen auch mal was fühlen, aber das ist mir bei dem Seitenumfang wirklich zu wenig. Ich mochte wiederum, dass die Figuren über etliche Ecken miteinander verbunden waren. Das war durch den langatmigen Schreibstil, der mich an einem kontinuierlichen Lesen gehindert hat, aber oft schwer zu greifen. Ich musste dann einige Male zurückblättern, um die Verbindung zu verstehen und sowas kann ich gar nicht leiden.

Und dann passiert auch einfach auf so vielen Seiten nichts? Der Klappentext versprach eine besondere Freundschaft, von Evelyn ist dann aber nach der initialen Begegnung einfach 150 Seiten lang nichts mehr zu lesen und auch generell habe ich eine Verbindung zwischen ihr und Ulysses erst ab der Hälfte gespürt. Da haben andere Beziehungen für mein Empfinden mehr Raum eingenommen. Das ist ja an sich auch kein Problem, aber da haben mir Klappentext und Anfang einfach etwas anderes versprochen. Wie sich die beiden jahrelang jeweils knapp verpassen hat mich kurz mitfiebern lassen, aber dann spielte die Freundschaft in meiner Wahrnehmung direkt wieder eine zu kleine Rolle.

Manche haben den Humor positiv erwähnt - so wirklich fühle ich auch den nicht. Einige Situationen sind zwar irgendwie absurd und damit lustig, aber dann kommt wieder eine gähnend langweilige Erzählung, die den Humor für mich zerstört. Ich war einfach überwiegend gelangweilt und phasenweise richtig sauer, weil ich nicht verstehe, wie hier gut 520 Seiten gefüllt werden mussten.

Insgesamt finde ich schon, dass die Geschichte Potenzial hat. Wer eine ausschweifende und poetische Sprache wirklich mag, hat vielleicht auch Freude mit dem Buch. Die Figuren fand ich nur sehr bedingt nahbar und das wiederum wirklich schade, weil auch sie grundlegend sehr interessant sind. Die kunstgeschichtlichen Ausführungen zwischendurch fand ich auch total langwierig, das Thema interessiert mich aber auch einfach nicht. Am Ende hätte ich mir wirklich noch deutlich mehr Hintergrund zu Evelyn gewünscht, denn im Laufe der Geschichte wurden ab und zu weitere Aspekte ihres Lebens angedeutet, die dann keinen Raum mehr bekommen haben.

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