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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :

Mein schlaues Ferienheft Mathematik - 1. Klasse Volksschule von Irma Nowak-Bartel; Elfriede Schwarz

Auch wenn bei uns noch Zeit bis zu den Ferien dir, schau ich immer gerne schon, was meine Kids in den Ferien zu tun bekommen.. Grundsätzlich haben die Kids Ferien und machen nichts. Nur die letzten 2-3 Wochen normal beginnen wir langsam, den Stoff des letzten Jahres zu festigen. Da unser jüngster Zwerg total gerne rechnet, wird ihm dieses Buch sicher Spaß machen.

Es ist farbenfroh gestaltet und bietet sehr unterschiedliche Aufgaben. Zumindest alles, was bisher behandelt wurde in der Schule, wird im Buch auch abgedeckt. Durch die Aufgaben für Tüftler/besonders clevere kommt sich das Kind sicher auch nicht vor wie in der Nachhilfe. Ich finde solche Hefte übrigens auch super für den Restaurantbesuch oder das Flugzeug im Urlaub! Oder Zug fahren - die Zeit vergeht so schneller und ist sinnvoll genutzt. Und glaubt mir, auch wenn sich Kinder sehr leicht tun, kurz vor Schulbeginn wiederholen tut wirklich gut! Es entspannt den Start ins neue Schuljahr!

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Rezensionen von rainbowly:

Cozy

Der falsche Vogel von C. L. Miller

Inhalt
Für Freya Lockwood läuft es gerade alles andere als gut - ihr Ex-Mann drängt auf den Verkauf des Hauses, die Tochter ist weit weg um zu studieren und dann holt sie auch noch die Vergangenheit ein. Ihr alter Mentor Arthur Crockleford wurde tot aufgefunden und ihre Tante Carole glaubt nicht an einen Unfall.

Deshalb reist Freya zurück in ihre alte Heimat, um der Gegenwart zu entfliehen, sich der Vergangenheit zu stellen und den Tod von Arthur zu untersuchen.

Sprache
Ich konnte sehr schnell in die Geschichte eintauchen. Direkt die erste Szene war sehr atmosphärisch geschrieben und hat Spannung aufgebaut.
Mit Freya dann gemeinsam die Hinweise zu entdecken, die Arthur hinterlassen hat, und ihnen zu folgen war sehr fesselnd. Auch immer mehr über Freyas Vergangenheit zu erfahren war spannend. Besonders gut hat mir hier der Einblick in ihre Tätigkeit als Antiquitätenjägerin gefallen und Stück für Stück zu erfahren, was damals in Kairo geschehen ist.

Als wir dann aber auf einem Landgut gelandet sind und verschiedenste Personen zusammen treffen, die alle mit Arthur zu tun hatten, fiel es mir immer schwerer den Hinweisen zu folgen und selbst Schlüsse ziehen zu können. Deshalb kam mir die Auflösung auch recht gestellt vor. Ich konnte die Puzzleteile am Ende leider nicht komplett zusammensetzen.

Charaktere
Freya bedauert vieles, das in ihrem Leben schief gelaufen ist - alles was in Kairo passiert ist, dass sie ihren Traum von der Antiquitätenjagd aufgegeben hat und dass sie sich von ihrem Mann in eine Rolle hat zwängen lassen, die sie nicht wollte. Von der taffen Antiquitätenjägerin ist nicht mehr viel übrig. Doch je mehr sie ermittelt, desto mehr entdeckt sie von ihrem alten Charakter wieder.

Tante Carole ist selbstbewusst und unerschrocken und stets an Freyas Seite.

Außer den beiden Protagonistinnen gibt es noch so einige skurrile Nebencharaktere. Irgendwie sind alle verdächtig und keiner besonders vertrauenswürdig und nur schwer zu durchschauen.

Fazit
Ein gelungener Cozy-Crime.

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Rezensionen von Claudia R:

Reiseerzählungen

Muttl auf Reisen von Irmgard Rosina Bauer

Klappentext / Inhalt:

Mama ist unterwegs ...
- in der Hippie-Szene in Andalusien,
- als Backpackerin auf Bali,
- auf Ahnenbesuch in Siebenbürgen,
- in der Türkei auf eigenen Wegen
- und in Südfrankreich, muss aber zurück, weil einer ihrer Söhne schwer erkrankt.
Irmgard Rosina Bauer alias Muttl - wie ihre vier erwachsenen Kinder sie liebevoll nennen - erzählt in fünf Kurzgeschichten aus fünf Ländern, wie viel Mut es erfordert, sich auf den Prozess des Loslassens einzulassen.

Sie schildert auch die oft recht gegensätzlichen Sichtweisen der Generationen, alltagstauglich und mit einem Augenzwinkern.

Cover:

Die Thematik wird bereits durch das Cover toll umgesetzt. Ein Kleinbus entlang einer Weltkugel verkörpert die Reisethematik. Optisch und auch farblich ist es toll getroffen und schön umgesetzt.

Meinung:

Authentische Reiseerzählungen, die gut unterhalten und den Blick aufs wesentliche im Leben schulen. Nachdem die Kinder groß sind, ist ach das Thema Reisen ein anderes und so begleitet man Muttl auf ihren Reisen durch verschiedene Länder. In fünf Kurzgeschichten erlebt man hier interessantes und auch durchaus tiefgründiges. Geschichten über die ferne, das Loslassen und das Leben an sich.

Inhaltlich möchte ich hier gar nicht zu sehr ins Detail gehen und halte mich mit weiteren Informationen zurück, um nicht zu Spoilern.

Der Schreibstil ist angenehm und gut, sowie flüssig lesbar. man kommt schnell in Charaktere und Handlungen hinein. Es wird aus der Ich-Perspektive erzählt, was es sehr spannend und authentisch macht. So ist man den Charakteren sehr nah und kann sich auch gut mit Muttl identifizieren. Auch die Stimmungen und Atmosphäre kommt spürbar herüber und auch die erlebten Eindrücke. Eine gelungene Mischung aus Biografie bzw. Erlebnissen der Autorin und Reiseberichten, die Lust aufs eigene Reisen machen, aber auch kleine Lebensbotschaften bereit hält.

Die Gliederung und Gestaltung hat mir sehr gut gefallen. Teils sind die Kurzgeschichten in sich weiter strukturiert und gegliedert, was es beim Lesen sehr angenehm macht. Auch die Anfänge sind gut erkennbar und das Zufügen von einigen schwarz-weiß Fotos rundet das Ganze nochmals perfekt ab.

Die Reiseerfahrungen sind bildlich und detailreich beschrieben und man findet toll in Länder, Situationen und Charaktere hinein. Die Schilderungen sind gut gelungen und es lässt sich angenehm lesen und ist dabei sehr unterhaltsam. Manchmal hätte ich mir noch etwas mehr Tiefe gewünscht, aber dann wären vermutlich aus den Kurzgeschichten halbe Romane geworden. Daher wurde hier alles richtig gemacht und eine unterhaltsame Mischung aus Kurz- und Lebensgeschichten erschaffen. Mir hat dies gut gefallen.

Fazit:

Spannende, unterhaltsame und auch teils tiefgründige Reiseerzählungen, die nachdenklich stimmen und Mut machen.

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Rezensionen von Gänseblümchen :

Großartig strukturierter und hilfreicher Reiseführer einer vielfältigen französischen Region

Languedoc-Roussillon Reiseführer Michael Müller Verlag, m. 1 Karte von Ralf Nestmeyer

Mit diesem Reiseführer von Ralf Nestmeyer, erschienen im Michael Müller Verlag, lässt sich die Region Okzitanien wunderbar erkunden. Alles was man zu Languedoc-Roussillon wissen muss, lässt sich nachlesen und wird durch wunderschöne Fotos und hilfreiches Kartenmaterial präsentiert.

Diese französische Mittelmeerregion direkt an der spanischen Grenze, nördlich der Pyrenäen, bietet eine große kulturelle Vielfalt mit mittelalterlichen Orten und abwechslungsreicher Natur.

Den ersten Überblick über Okzitanien erhält man durch eine schöne Karte im Buchumschlag und im ersten Kapitel, das die wichtigen Hintergründe der Region, die kulturellen Highlights und Naturschönheiten hervorhebt.

Nach dieser ersten Orientierung wird die Region in 6 Bereiche unterteilt und abschnittsweise vorgestellt. Durch eine farbliche Abgrenzung seitlich lässt sich das entsprechende Kapitel schnell finden.

Zu jedem Abschnitt oder jeder Stadt werden wichtige Eckpunkte der Geschichte, der Kultur und der Natur in einem Fließtext anschaulich und unterhaltsam präsentiert, sodass bereits das Lesen des Reiseführers für die Reisevorbereitung ein Genuss ist. Im Anschluss werden die Sehenswürdigkeiten übersichtlich und gut beschrieben vorgestellt, inklusive Öffnungszeiten und Eintrittspreisen.

In der Region Languedoc-Roussillon befinden sich sehr viele wichtige Bauwerke, Kirchen, Klöster, Burgen und Museen. Insbesondere aus der Antike sind noch Hinterlassenschaften der Römer zu bestaunen, wie zum Beispiel das Amphitheater von Nimes oder das Unesco-Weltkulturerbe Canal du Midi. Nach Italien lassen sich in Okzitanien noch die meisten römischen Bauten finden und auch viele Städte haben noch mittelalterlichen Einfluss. Besonders hervorzuheben ist vor allem die Stadt Carcassonne, die, wie der Autor wunderbar treffend beschreibt, schöner als jede Filmkulisse ist. Aus diesem Grund wurde hiervon auch Walt Disney inspiriert und das Weltkulturerbe gilt als Europas größte und besterhaltene mittelalterliche Festungsanlage.

Neben Carcassonne bietet die Region Languedoc-Roussillon viele weitere Highlights, welche mit dem Reiseführer entdeckt werden können.

Zusätzlich zu den vielen wichtigen, gebündelten Informationen zu Geschichte, Kultur, Sehenswürdigkeiten und Natur bietet der Reiseführer auch unglaublich viele nützliche Infos zu Hotels, Restaurants, besonderen Einkaufsmöglichkeiten, Wochenmärkten, aber auch zu Nationalparks, Veranstaltungen und Möglichkeiten der sportlichen Betätigung mit zum Beispiel Kanu- und Fahrradverleih.

Alles wirkt von Ralf Nestmeyer sehr gut und vor Ort recherchiert. Was ihm besonders gut gefallen hat, wird durch die Markierung Mein Tipp gekennzeichnet.

Im gesamten Buch sind viele wunderschöne Fotos von Städten und Sehenswürdigkeiten, sowie Detailzeichnungen zu Besonderheiten einiger Kulturstätten und sehr praktische Karten enthalten.

Alle wichtigen allgemeinen Informationen der Region, wie Geografie, Klima, Natur, Wirtschaft, Mobil vor Ort, Brauchtum und weiteres Reisepraktisches, wie auch ein kleines Französisch-Lexikon fürs Restaurant, finden sich im hinteren Teil des Buches und bieten die Möglichkeit genauere Fakten nachzulesen. Der super unterhaltsame Sprachstil des Autors und die Fotos sorgen hierbei dafür, dass der allgemeine Abschnitt keinesfalls trocken ist.

Zusätzlich werden 15 GPS unterstützte Wanderrouten vorgestellt und so gut beschrieben, dass auch Wanderfans vor Ort ihre Freude haben werden.



Ein inhaltlich grandioser Reiseführer mit praktischer Struktur und allen notwendigen Tipps, um die wunderbare Region Languedoc-Roussillon zu erkunden. Es macht großen Spaß diesen inhaltsreichen und super angenehm zu lesenden Reiseführer bei der Reisevorbereitung zur Hand zu nehmen. Schnell wird beim Lesen des Reiseführers klar, dass Languedoc-Roussillon eine Region ist, die auf alle Fälle auf die Bucketlist von Frankreich-Begeisterten gehört.

Eine klare Empfehlung für alle Reisefans, welche den optimalen Reisebegleiter für Okzitanien suchen und großartigen Lesegenuss bei der Reisevorbereitung haben möchten.

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Rezensionen von Ele:

Bretonischer Sommer

Der Sommer, in dem alles begann von Claire Léost


Der Sommer in dem alles begann, von Claire Léost, ‎ Kiepenheuer & Witsch eBook.
Eine bretonische Geschichte die von Vergangenheit und Gegenwart erzählt.
Helene lebt in der Bretagne, sie ist mit Yannick zusammen, ihrem gleichaltrigen Freund. Eines Tages kommt die literaturliebende Lehrerin Marguerite dorthin, um nach ihrer Mutter zu suchen.

Sie wurde als Kind adoptiert, nach einer Vergewaltigung wurde ihre Mutter Odette in dem Glauben gelassen, dass das Baby gestorben ist. Marguerite lebt dort mit ihrem Mann Raymond, ein Schriftsteller mit Schreibblockade. Helene, ihre Lieblingsschülerin, fühlt sich von Raymond angezogen. Helene, Marguerite und Odette – drei Frauen drei Generationen, deren Wege sich in einem kleinen bretonischen Dorf kreuzen - und das Verhängnis beginnt.
Das Buch besteht aus Kapiteln in idealer Leselänge, die mit den auf den Inhalt hindeutenden Überschriften versehen sind. In zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen die Erlebnisse von Odette, in den vierziger Jahren und zum anderen die Geschehnisse in der Bretagne, in der Gegenwart. Die Autorin hat den auktorialen Erzählstil gewählt, der Wechsel der Erzählebenen gelingt reibungslos. Der Leser kann, dem Geschehen jederzeit folgen, auch die Figuren handeln nachvollziehbar, traurige, aber auch heitere Abschnitte sind vorhanden, der Roman ist flüssig zu lesen. Lokalkolorit ist genügend vorhanden, jederzeit ist dem Leser das Setting bewusst, diese Beschreibung ist der Autorin gelungen.
Ich habe mich auf eine nette Sommergeschichte gefreut, die in der Bretagne spielt, eine Lehrerin auf der Suche nach ihrer Mutter und ein befriedigendes Ende. Ich würde vorliegendes Buch am ehesten als Entwicklungsroman bezeichnen. Der Plottwist am Ende hat mich geradezu schockiert. Nachdem alles sehr gemächlich beginnt und die Erzählung ruhig weitergeht, spitzt sich zum Ende hin das Verhängnis dramatisch zu. Der Erzählstrang in der Vergangenheit, der über Odette erzählt, hat mir jedoch am besten gefallen, war spannend. Abschnittsweise ist der Plot sehr düster und tragisch. Und auch das Ende hat mich eher traurig gestimmt.
Nähere Informationen über die Resistance und das Leben der Bretonen in der heutigen Zeit sind dabei m.E. etwas auf der Strecke geblieben, da hätte ich mehr erwartet. Gefühlt zeigt die Autorin auch eine gewisse Distanz zu ihren Figuren. Außer die genauere charakterliche Darstellung von Helene, sind die anderen Figuren etwas blass geblieben, die Innenansichten von Odette, Marguerite, Yannick und auch Raymond hätten mich ebenfalls interessiert. Insgesamt hätten dem Buch wohl einige Seiten mehr sehr gut getan.
Ein Satz hat mich aber dennoch sehr berührt: „Kinder großziehen heißt, sie mit aller Macht zu lieben, damit sie einen irgendwann verlassen.
Eine Empfehlung an Leser, die melancholische Entwicklungsromane mögen. Von mir drei Sterne.

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

Heartsong #1

An Optimist's Guide to Heartbreak von Jennifer Hartmann

An Optimist's Guide to Heartbreak hat mich durch das farbenfrohe Cover und den einladenen Klappentext angesprochen. Ich habe ein seichtes Buch mit ein Liebeswirrwarr und Herzschmerz erwartet - und das im Großen und Ganzen auch bekommen.
Schreibstil und Sprache von Autorin Jennifer Hartmann, übersetzt durch Ulrike Gerstner haben mir sehr gut gefallen.

Es hat sich angenehm und flüssig gelesen, der ab und an eingestreute Humor hat mir ebenso gut gefallen.
Lucy ist eine angenehme Protagonistin, die ich gern begleitet habe. Sie ist facettenreich und ausreichend detailliert beschrieben, so dass ich mir von ihr ein gutes Bild machen konnte. Zu Beginn des Buches wirkte sie jedoch ein kleines bisschen wie eine Stalkerin von Cal... Dieser Eindruck hat sich im Verlauf des Buches jedoch gelegt.
Cal ist als scheinbar durchgehend übellauniger und teils auch übergriffiger Miesepeter als komplettes Gegenteil von Lucy charakterisiert. Mehr über ihn wird vermutlich der zweite Teil der Dilogie enthüllen. Teils ist sein Verhalten jedoch arg problematisch, was hier leider romantisiert wird.
Die grundlegende Handlung hat mir an den ein oder anderen Stellen nicht so sehr zugesagt. Einiges hat sich gekünstelt in die Länge gezogen angefühlt, z.B. die Umstände von Emmas Tod oder auch die "Enthüllung" von Lucys Erkrankung. Ansonsten habe ich mit dem Genre ein allgemeines Problem: vieles ließe sich mit einem offenen und ehrlichen Gespräch viel schneller klären - das künstliche Hin- und Her nervt mich manchmal ein wenig, andererseits gehört es auch dazu...
Insgesamt habe ich Lucy und auch Cal jedoch sehr schnell in mein Herz geschlossen und habe das Buch innerhalb eines Tages ausgelesen - ich konnte es trotz meiner Bemängelung nicht aus der Hand legen und wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht!
Dank des Cliffhangers bin ich nun auf den kommenden Teil gespant.

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Rezensionen von Kwinsu:

100 Seiten mehr...

Was der See birgt von Lenz Koppelstätter

Gianna ist Polizeireporterin bei einer Lokalzeitung am Gardasee. Ihr Leben, das vom Verschwinden ihres Vaters vor einem Jahr und dem Zerwürfnis mit ihrer Mutter geprägt ist, nimmt einen unerwarteten Verlauf, als ein junger Mann tot am See aufgefunden wird: mit Filippo hatte Gianna seinen letzten, lebenden Abend verbracht.

.. Nun setzt sie alles daran, den rätselhaften Mord an ihm aufzuklären...

Lenz Koppelstätter startet mit "Was der See birgt" eine neue Krimireihe um die junge Polizeijournalistin Gianna Pitti. Sein Schreibstil ist unterhaltsam und kurzweilig. Die kurzen Kapitel beschreiben abwechselnd die Erlebnisse von Hauptprotagonistin Gianna, aber auch von deren Chefin Elvira und ihrem Onkel, dem Marchese. Besonders am Anfang führt er die Figuren, als auch die Landschaft rund um den Gardasee ausführlich ein, was einem beides sehr gut näherbringt und gut in die Geschichte starten lässt. Der Fall selbst baut sich nur langsam auf, was aber der Lesefreude keinen Abbruch tut. Vor allem der schrullige Onkel von Gianna hat einen einnehmenden Charakter und interessant ist, dass er mit einer beginnenden Demenz zu kämpfen scheint. Gianna wird als ehrgeizige, interessierte und engagierte Journalistin beschrieben, ihre Vorgesetzte Elvira hat zwar eigene Kapitel, kommt aber in der Beschreibung etwas zu kurz.

So nett der Anfang war und sich der Fall entwickelt, so enttäuschend war für mich der Showdown im letzten Drittel. Hier wird verpackt, was nur hineingestopft werden kann, die Ereignisse und handelnden Personen überschlagen sich, es passiert sehr, sehr viel, einiges, was meines Erachtens einer Erklärung bedürfte, wird nur angedeutet, viel zu schnell werden Erklärungen hin geklatscht. Es ist gar nicht so leicht, den Überblick über alles zu behalten, so vieles passiert. Ja, natürlich wird der Fall aufgeklärt, für meinen Geschmack aber viel zu schnell und viel zu dicht. Hier hätte sich der Autor ruhig 100 Seiten mehr Zeit lassen können, sodass die Story eine ordentliche Abrundung erhalten, die die vielen Facetten der Geschichte in Ruhe aufgelöst hätte.

Mein Fazit: "Was der See birgt" ist ein kurzweilig geschriebener Krimi, der seine Charaktere und die Kulturlandschaft rund um den Gardasee eindrücklich einführt. Das angenehm gemächliche Tempo der ersten zwei Drittel geht aber leider in einem viel zu opulent verpackten Showdown komplett verloren und die Geschichte hätte sich nach meinem Dafürhalten noch 100 Seiten mehr verdient. Lust auf den Gardasee und auch auf eine Fortsetzung macht er trotzdem.

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Rezensionen von S.:

Fantastische Geschichten

Bücher und Barbaren von Travis Baldree

Viv ist eine große Ork. Zwerg Rackam als ihr Befehlshaber ist keineswegs erfreut, als sie im Kampf gegen eine Knochenarmee aus Skeletten verwundet wird. Während der Genesung begegnet sie sehr interessanten Gestalten; weiteren Orks, einer Reptilienfrau, einer Rättin, die eine Buchhandlung führt oder einer verliebten Bäckerzwergin.

Alle wunderbar beschrieben, ihr Äußeres ist gut vorstellbar. Natürlich geht es auch in dieser netten Stadt Murk nur nicht gemütlich zu, ein mysteriöser Fremder taucht auf. Was er wohl für Absichten hat? Eine hübsche Idee ist, dass Fern, die Buchladenrättin, Viv Bücher empfiehlt, aus denen der Leser einige Auszüge kennenlernen kann. Buch im Buch sozusagen. Sehr originell auch der Homunkulus.
Travisˋ Baldrees Schreibstil gefällt mir gut: gewohnt flüssig, lakonisch, abwechslungsreich, spannend und unterhaltsam. Manche Gespräche sind urkomisch, „Wahrlich spektakulär“.
Eindeutige Leseempfehlung!

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

langatmig

Mein Name ist Lilith von Nikki Marmery

Mein Name ist Lilith (Was uns verschwiegen wurde: die rebellische Erzählung des christlichen Mythos) von Autorin Nikki Marmery verspricht eine sehr feministische Erzähung über Lilith, die erste Frau im Garten Eden. Ich habe mich gefreut mehr über Lilith zu erfahren - meine Erwartungen konnten jedoch nicht erfüllt werden, dabei habe ich mir wirklich Mühe gegeben dieses Buch zu mögen.

Schon auf den ersten Seiten hatte ich Schwierigkeiten mit der teils sehr platten Darstellung der Geschlechter: Adam, der böse, streitwillige, dumme Mann; dem Gegenüber Lilith, die weitsichtige, gute und ehrenwerte Frau. Dieses Muster überträgt sich relativ uneingeschränkt auf alle weiteren männlichen und weiblichen Charaktere in diesem Buch. Einzig Samael soll eine Ausnahme darstellen aber auch er ist sehr eindimensional geschildert und zeigt sich zunächst auch nur an Liliths Äußerem interessiert. Diese Eindimensionalität der Charaktere hat mich an diesem Buch am meisten gestört. Denn es fällt dadurch nicht nur schwer eine Beziehung zu den Protagonist:innen aufzubauen, es schmälert in meinen Augen auch ein realistisches Abbild der Menschen und rückt männliche Personen verallgemeinernd in ein extrem schlechtes Licht. Ich hätte mir etwas weniger starres schwarz-weiß-Denken gewünscht.
Darüber hinaus habe ich als Leserin sehr wenig über Lilith selbst erfahren. Sie scheint mehr eine Beobachterin zu sein, beschreibt den Lauf der Dinge über Jahrtausende hinweg. Es ist wenig Raum für ihre Persönlichkeit, dafür umso mehr für die der von ihr begleiteten Personen. An diesem Punkt haben Buchtitel und Klappentext mich in die Irre geführt, denn ich dachte Lilith steht mehr im Fokus der Erzählung. Stattdessen war sie eher eine Berichterstatterin.
Sprache und Schreibstil haben mir am Anfang gefallen, wurde mit Verlauf des Buches jedoch sehr zäh, irgendwie auch nicht ganz stimmig und haben phasenweise auch nicht mehr recht zum Setting des Buches gepasst.
Insgesamt bin ich durchaus enttäuscht, denn der Plot und das Setting haben viel Potenzial, was in meinen Augen durch die viel zu einseitige und stereotype Mann = schlecht, Frau = gut Darstellung extrem gelitten hat.
Auch inhaltlich gab es einige Längen und als nicht bibelfeste Person hatte ich zum Teil arge Probleme dem Plot zu folgen. Da haben mir die historischen Anmerkungen zum Schluss des Buches geholfen, allerdings trübt es das Lesevergnügen eines Romans, wenn ich mir seitenlange historische Erläuterungen durchlesen muss, um die Handlung zu verstehen.
Insgesamt ist Mein Name ist Lilith leider kein Buch gewesen, dass mich mitnehmen konnte und schwächelt meiner Meinung nach durch Langatmigkeit und zu einseitigen Darstellungen.

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Rezensionen von Petra:

Magisch

Bücher und Barbaren von Travis Baldree

Viv muss nach einer Kampfverletzung eine Pause in der verschlafenen Küstenstadt Musk einlegen. Was kann man dort außer Essen nur machen. Die Auswahl ist nicht groß, ein etwas herunter gekommener Trödelladen der nie geöffnet hat und eine ebenso aussehende Buchhandlung. Also lesen, gehört nicht unbedingt zu den Lieblingsbeschäftigungen der Kämpferin.

Die Buchhändlerin Fern weiß aber genau was ihre Kunden lesen wollen oder sollten. Sie empfiehlt Viv Bücher im Gegenzug hilft sie ihr den Laden wieder herzurichten. Eine Freundschaft bahnt sich an. Genau so ergeht es Viv mit der sehr talentierten Bäckerin Maylee.
Die Figuren sind herrlich, Viv ist eine Ork ( sofort hatte ich die Orks aus Herr der Ringe vor Augen ) aber Viv ist dermaßen liebenswert, sie schämt sich sogar als sie wegen ihrer Schmerzen den Feenarzt angegangen ist. Fern ist eine Rätin und Maylee eine Zwergin man stellt sich automatisch die Größenunterschiede vor.
Nicht nur das ist amüsant. Auch was die Bewohner und Gäste des Ortes gern lesen und ihre Reaktionen auf die Bücher brachte mich öfter zum schmunzeln. Natürlich bleibt es nicht bei Essen und Lesen obwohl beides eine Hauptrolle in diesem Buch spielen, es gibt auch noch unheimliche Elemente die für Spannung sorgen. Jede Seite birgt eine Überraschung, es hat unendlich viel Spaß gemacht das Buch zu lesen.

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