Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von cosmea:

Trophäenjagd in Afrika

Trophäe von Gaea Schoeters


Ein Amerikaner mit dem sprechenden Namen Hunter White ist durch Börsen- und Immobilienspekulationen steinreich geworden. Er wurde schon als Junge von seinem Vater und Großvater zum Jagen mitgenommen und hat schon damals seine ersten Tiere erschossen. Jetzt fliegt er wieder einmal nach Afrika, wo er seinen Freund Van Heeren trifft.

Van Heeren hat ihm für eine gewaltige Summe die Lizenz für die Jagd auf ein Spitzmaulnashorn verkauft. Wenn er dieses geschützte Tier tötet, macht er die Big Five voll. Die anderen vier - Löwe, Leopard, Elefant und Wasserbüffel - hat er bereits erlegt und seiner Frau als Trophäen mitgebracht. Zusammen mit Van Heeren und den Fährtenlesern verfolgen sie das ausgewählte Tier. Doch dann kommt alles anders. Wilderer töten das Nashorn, bevor Hunter vor Ort ist. Sein Freund bietet dem enttäuschten und wütenden Hunter die Big Six an. Für 500.000 Dollar kann er einen jungen Afrikaner jagen und töten. Hunter kann diesem Angebot nach kurzem Zögern nicht widerstehen. Er lernt die ausgewählte Beute kennen und nimmt an den vorbereitenden Stammesritualen in der Siedlung der Afrikaner teil. Dann nimmt die Handlung eine dramatische Entwicklung?
Auch wenn man alles andere als ein Fan von Jagen und Töten ist, liest sich der ungewöhnliche Roman sehr spannend. Man stellt sich den mit der Jagd auf Tiere und Menschen verbundenen ethischen Fragen, liest die packenden Beschreibungen von Flora, Fauna und Klima und begreift, dass die Ausbeutung des Kontinents auch in der postkolonialen Zeit nie aufgehört hat. Für Dollars ist alles zu haben: „Die Menschenjagd ist ein Nebenprodukt der Trophäenjagd.“ (S. 93). Mit den Riesensummen, die Van Heeren einnimmt, finanziert er paradoxerweise Artenschutz und bietet der indigenen Bevölkerung Lebensraum sowie medizinische Versorgung und eine Chance auf Bildung.
„Trophäe“ fasziniert und schockiert gleichermaßen und hat zu Recht große Beachtung gefunden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von cosmea

Rezensionen von nil_liest:

Vergessene Frau der wegweisenden Forschung

Das verborgene Genie von Marie Benedict

Die Anwältin aus Pittsburgh Marie Benedict hat großen Respekt vor starken Frauen der Weltgeschichte und hat schon so einigen ein Denkmal gesetzt mit ihren Romanen, wie Frau Einstein und Lady Churchill. Spannend und unterschiedlich sind diese herausragenden Vorbilder. Nun hat sie sich in ihrem fünften Roman „Das verborgene Genie“ (im Original „Her hidden genius“) Rosalind Franklin vorgenommen.

Rosalind Franklin ist eine DER Frauen, die unsere Gegenwart entschieden beeinflusst hat, denn sie hat die Doppelhelixstruktur der DNA entdeckt. Nur leider waren es dann drei Männer die den Nobelpreis absahnten. Umso besser, dass Marie Benedict ihre Geschichte nun als Roman verpackt deutlich macht und ihr posthum damit ein Stück Ehre wiedergibt. Natürlich ist nicht alles so wie im Roman geschehen, natürlich wissen wir nicht genau wie und warum es zu diesem Fallstrick kam. Aber an vielem wird etwas dran sein was hier verarbeitet wurde, denn Marie Benedict ist ein Autorin die sich ihrer Recherche ausgiebige widmet.
Der Roman ist aus Franklins Ich-Perspektive geschrieben und nimmt uns sehr nah mit wie sie angetrieben ist von ihrer Forschung. So weit, dass sie sich selbst leider gesundheitlich gefährdet. In der zweiten Hälfte geht es um den Wettlauf der Publikation und wer den Ruhm einsackt und hier wurden besonders gut die enttäuschenden Momente und die Tiefpunkte wiedergegeben.
Spannend für alle die sich gerne auch mal mit Chemie, Biologie und Physik interessieren. Auch wer keine Ahnung hat im Detail wird Lesespaß haben, denn gut geschrieben ist es. Genauso wunderbar übersetzt von Kristin Lohmann.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nil_liest

Rezensionen von PMelittaM:

Ein wunderbarer Roman

Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte von T. J. Klune

Linus Baker ist Sachbearbeiter bei der Behörde für die Betreuung Magischer Minderjähriger. Sein Leben ist ein tägliches Einerlei, doch seinen Job nimmt er ernst, achtet Paragraphen und Verordnungen. Eines Tages wird er überraschend zum Allerhöchsten Management bestellt, welches eine besondere Aufgabe für ihn hat.

Er soll das Waisenhaus von Arthur Parnassus, auf der Insel Marsyas gelegen, überprüfen. Die Zöglinge dort sind besonders, einer davon könnte sogar der Antichrist sein.

Ich mochte die Geschichte von Anfang an, fühlte mich an diverse britische Autoren wie Terry Pratchett und Douglas Adams erinnert, und daher direkt wohl, auch wenn T. J. Klune kein Brite ist. Auch Linus war mir schnell sympathisch. Doch erst auf Marsyas entfaltet sich die Geschichte wirklich. Arthur Parnassus und Zoe Chapelwhite, die eine besondere Verbindung zur Insel hat und Arthur unterstützt, aber vor allem die Kinder wuchsen mir sehr ans Herz. Sie sind tatsächlich besonders, aber auf eine sehr liebenswerte Art. Auch Luzifer, Lucy genannt, ist in erster Linie ein fast normales sechsjähriges, von Albträumen geplagtes, Kind mit ganz eigenen Ängsten und Wünschen.

Es ist wunderbar mit anzusehen, wie Linus sich verändert, entwickelt, und man selbst fühlt das zusammen mit ihm. Nach und nach stellt sich auch immer mehr heraus, wie die Magischen ausgegrenzt und behandelt werden, weil sie anders sind und man sie fürchtet, ohne sie zu kennen. Das fühlt sich sehr aktuell an, und bringt sicher jeden zum Nachdenken. Natürlich kann es beängstigend sein, wenn Kinder oder auch Erwachsene bestimmte Fähigkeiten haben, die unter Umständen gefährlich werden könnten, doch sicher gibt es bessere Mittel als Ausgrenzung, um damit umzugehen, oder?

Mir gefällt auch der Erzählstil und die Bilder, die Klune hervorruft wie z. B. „Sein Gehirn war zu der Erkenntnis gelangt, dass momentan eine technische Störung vorlag, und strahlte nur noch ein verpixeltes Testbild aus“ (Seite 44). Wie oben schon erwähnt, fühlte ich mich an andere Autoren erinnert, was vor allem auch daran liegt, dass T. J. Klune viel Humor einfließen lässt, Humor, der sich wunderbar in die Geschichte einfügt, und, trotz des eigentlich ernsten Themas, den Roman sehr unterhaltsam macht, ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen. Apropos, „wunderbar“ ist ein Wort, das ich hier am liebsten dauernd benutzen würde, denn so fühlte sich der Roman für mich von vorne bis hinten an. Am liebsten würde ich jetzt selbst nach Marsyas reisen und alle dort besuchen.

Was für ein wunderbarer Roman, herzerwärmend, unterhaltsam, mit einer schönen Botschaft und wunderbaren Charakteren. T. J. Klune hat sich in die Riege meiner Lieblingsautor:innen eingereiht. Unbedingt lesenswert!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von PMelittaM

Rezensionen von Kwinsu:

Kollektives Wachwerden

Und alle so still von Mareike Fallwickl

Elin, Nuri und Ruth führen gänzlich unterschiedliche Leben. Die eine, Elin, ist Influencerin, die Bestätigung durch Follower:innen und Sex sucht, der andere, Nuri, ein junger Mann in prekären Lebensumständen, der kaum zum Schlafen kommt, weil er durch verschiedene, unterbezahlte Jobs seine Existenz sichern muss.

Ruth hingegen ist Pflegekraft und ob der Überlastung des Systems hat sie seit Jahren schon kein Privatleben mehr. Alle hechten durch ihr Leben, bis plötzlich Frauen wahllos beginnen, sich auf die Straße zu legen. Das System beginnt zu bröckeln, rapide und unbarmherzig. Und die drei Protagonist:innen suchen ihren Weg im stillen Aufstand.

Mareike Fallwickls neuer Roman "Und alle so still" wurde, nach dem überwältigen Erfolg des Vorgängers "Die Wut die bleibt", sehnsüchtig von der Lesecommunity, Feminist:innen und Presse gleichzeitig erwartet. Für mich ist es eine Erzählung mit Durchschlagekraft - radikal, atemlos und aufschreiend. Grundsätzlich stehe ich "Hypes" skeptisch gegenüber und nachdem ich von erwähntem Vorgängerroman nicht so angetan (der Gewalt wegen) und die Vorschusslorbeeren enorm waren, machte ich mich mit Skepsis über dieses Leseerlebnis. Die Wucht der Erzählung ereilte mich schon auf den ersten Seiten - die Dichte und Unerträglichkeit der Umstände von den Lebenswelten der Protagonist:innen nahm mir fast den Atem, doch konnte ich kaum zu Lesen aufhören. Die Zeit des Aufstands der Frauen kommt unvermittelt, greift in die Erzählung ein und gibt ihr eine Wendung, die das Erzählte in eine andere, eine kollektivere Richtung lenkt. Schnell stellt sich heraus, dass vieles, fast alles nicht mehr funktioniert, wenn Frauen ihr vermeintliches Soll nicht mehr leisten. Die Gesellschaft kommt zum Erliegen. Des Öfteren musste ich bei der Schilderung des nun auftretenden Ausnahmezustands an "Blackout" denken, wobei ich nicht bezweifle, dass es eine Gesellschaft ohne Frauen wesentlich schlechter träfe als ohne Elektrizität. Immer mehr Frauen schließen sich dem stillen Widerstand an, immer mehr finden sich ein in die sich neu bildende Solidarität unter Frauen (und einiger verbündeter Männer). Natürlich kommt das Erzählte nicht ohne das Aufbegehren der Männer zustande, oft wehren sie sich mit Gewalt gegen die Verweigerung.

Mareike Fallwickl greift vielfältigste, gesellschaftlich relevante Themen auf - allen voran die unbezahlte Care-Arbeit, vorwiegend verrichtet durch Frauen. In einer dystopischen Utopie zeigt sie auf, wohin Ungleichheit, Patriachat, die Geschwindigkeit der Turbogesellschaft - der Kapitalismus - führen - und wie sich stiller Protest dagegen wehren kann. In vielen Besprechungen war zu lesen, dass ihr hier gezeichnetes Bild und die Charaktere unrealistisch seien, keine/r würde so sprechen, keine/r würde so agieren, alles sei vollkommen übertrieben. Natürlich überspitzt sie, verkürzt sie, eskaliert sie. Aber zu was soll Literatur gut sein, wenn sie das nicht darf?

"Und alle so still" ist für mich ein Highlight in dieser Lesesaison und wohl weit darüber hinaus. Der Roman ist rasant, atemberaubend, inspirierend und für viele wohl augenöffnend. Er vermittelt die Hoffnung, dass eine Änderung des Systems möglich ist - wenn wir nur zusammenhalten.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Kwinsu

Rezensionen von Petra:

Fröbel Kindergarten

Die Zeit der Kinder von Lena Riess

In ihrem Roman " Die Zeit der Kinder" stellt die Autorin Lena Riess die zweite Ehefrau Luise, des deutschen Pädagogen und "Erfinder" des Kindergartens ,in den Vordergrund.
Luise, die im Haushalt ihres Schwagers mit ansehen musste, wie die Neffen mit körperlicher Gewalt erzogen wurden und die Kinder in den Verwahranstalten diszipliniert wurden, bewirbt sich bei Friedrich Fröbel als Haushälterin.

Fröbel wollte freie, denkende, selbständige Menschen erziehen. Es gibt zahlreiche Mitstreiter, aber immer wieder werden seine modernen Methoden als gänzlich falsch und gotteslästerlich angesehen.
Luise lässt sich als Kindergärtnerin ausbilden und kämpft auch nach dem Tod ihres Gatten um die Verwirklichung seiner Ideen.

Leider hat die Autorin mit vielen Zeitsprüngen gearbeitet, die den Lesefluss beachtlich gestört haben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra

Rezensionen von lesespitz:

Außerordentliche Aufbereitung des Tabuthemas Fehlgeburt

Mutter ohne Kind von Eva Lindner

Sauer, traurig, zornig, niedergeschmettert, erzürnt, ängstlich - man weiß während des Lesens nicht wohin mit seinen eigenen Gefühlen.

Lindner schafft es auf eine intelligente Weise, das Thema Fehlgeburt auf einer sachlichen Ebenen mit den persönlichen Geschichten betroffener Personen zu verweben.

Der Leser erlebt den Wechsel zwischen zutiefst emotionalen Erzählungen und dann sehr gut recherchierten fachlich aufbereiteten Fakten.

Zugegebenermaßen musste ich mich als Leserin erstmal durch ein paar Startseiten gespickt mit Zahlen und Fakten 'durcharbeiten' bis mich dieses Sachbuch gepackt hat. Der Leser wird zu den Unterschieden zwischen Schwangerschaftsabbruch und Fehlgeburten, zu der politischen Rechtsprechung, zu der zurückgebliebenen medizinischen Forschung wenn es um Frauen geht, zu der Rolle der Väter/Partner, Benachteiligung gleichgeschlechtlicher Paare, etc aufgeklärt. Liest man das Buch, ist man erschrocken über die derzeitige Situation. Lindner schafft es aber noch einen drauf zu setzen indem sie einen Ländervergleich (USA etc) zieht.

Der Leser wird für Themen wie Schwangerschaften, Fehlgeburten, Thema Schwangerschaft an der Arbeit und die Übergriffigkeit von Fragen in die Privatsphäre sensibilisiert. Zudem ein klares Appell an Frauen und Männern für die Selbstbestimmung der Frau und deren Freiheit weiter zu kämpfen um sie zu wahren, weiter auszubauen, wiederzugewinnen.

Das Buch ist eine sehr starke Leseempfehlung. Nicht nur für Sterneneltern, auch für Freundinnen, Partner, werdende Mütter, Mütter, Väter, Eltern, usw.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von lesespitz

Rezensionen von Claudia R:

humorvolle Urban Fantasy

Coralee und die besessene Operndiva von Mira Lindorm

Klappentext / Inhalt:

Madame Lu, die wenig berühmte Operndiva von Bismarck, North Dakota, hat die Nase voll davon, unbekannt zu sein. Da ist es nur logisch, dass sie nach Las Vegas reist, um dort ihre hehre Kunst anzubieten. Theoretisch sollte das ein totaler Reinfall sein, völlig uninteressant für F.

E.U..
Nur dass Madame Lu in Las Vegas plötzlich zum Superstar wird, für den schockverliebte Männer reihenweise Selbstmord begehen. Und damit werden Coralee und ihr Team dringendst auf den Plan gerufen.

Cover:

Das Cover zeigt eine mollige Operndiva, deren Glanz und Charme verspüht wird und optisch ist es wundervoll umgesetzt. Auch ist der Wiedererkennungseffekt zu den anderen Bänden vorhanden und sowohl farblich, wie auch von der Gestaltung ist es toll umgesetzt.

Meinung:

Dies ist bereits die sechste Folge der Coralee Bände und ein weiterer Einsatz der F.E.U.

Um dem Ganzen gut zu folgen, ist es schon sehr von Vorteil die vorherigen Bände zu kennen bzw. Vorkenntnisse zu besitzen, da aber die Fälle in sich geschlossen sind, ist es auch durchaus möglich die Bände unabhängig zu lesen. Mir sind die vorherigen Bände jedoch bekannt und ich habe mich sehr gefreut eine weitere spannende Mission mit Coralee und der F.E.U. zu erleben.

Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht allzu viel verraten und alte mich mit genaueren Details dazu zurück.

Ob Opernfan oder nicht, der Blick auf Opern wird hier neu ausgerichtet und für fesselnde Unterhaltung ist hier auch gesorgt. Ein tolles Buch bzw. eine interessante Geschichte für Zwischendurch mit unterhaltsamer Urban Fantasy, die mich immer wieder in ihren Bann zieht. Humorvolle Unterhaltung, auch wenn es diesmal ein wenig ruhiger in Sachen Sticheleien zugeht und das gewisse i-Tüpfelchen bei mir diesmal gefehlt hat, so konnte auch diese Geschichte begeistern und unterhalten.

Die Geschichte und auch die Storyline ist spannend und skurril und auch mit Witz und Charme wird nicht gespart. Dies erwartet man aber auch bereits, wenn man zu einem Corlaee Band greift, denn diese Reihe hat ihren ganz eigenen Anreiz und Charme.

Die Gestaltung und Gliederung ist gut gelungen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und lassen sich gut lesen. Die Kapitelanfänge sind gut erkennbar und auch die Überschriften sind passend gewählt, ohne dabei zu viel zu verraten.

Coralee ist einfach herrlich und toll zu lesen. Leseempfehlung von meiner Seite, nicht nur für diesen Band, sondern die gesamte Reihe.

Fazit:

Skurril, unterhaltsam und einfach tolle Urban Fantasy mit Humor.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Claudia R

Rezensionen von Linelovesreading :

Leider nichts für mich

i fell in love with hope von Lancali

Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch, wurde aber leider sehr enttäuscht.
Die Handlung verspricht sehr viel Tiefgang und Emotionen. Leider war die Handlung aber recht flach und sehr verwirrend. Immer wieder hatte ich das Gefühl, ich habe etwas überlesen, was dann aber nicht der Fall war.

Der Schreibstil ist für mich sehr schwer lesbar gewesen. Oft war ich dadurch dann ziemlich durcheinander, weil auch die Charaktere so kaum zu unterscheiden waren. Ich habe permanent Personen verwechselt, weil alle Charaktere so ähnlich und irgendwie ohne tiefe waren. Dann haben auch immer wieder die Namen nicht gepasst oder kamen doppelt vor. Der Schreibstil, der poetisch sein sollte, hat das meiner Meinung nach nur noch schlimmer gemacht.
Ich habe das Buch nur zu Ende gelesen, weil ich wissen wollte, wie sich alles auflöst, was ich dann nach vielen Längen auch erfahren habe.
Einzig das wunderschöne Cover konnte mich überzeugen, weil es auch sehr gut zum Buch und zur Geschichte passt.
Insgesamt ein Buch, das man nicht unbedingt gelesen haben muss.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Linelovesreading

Rezensionen von Claudia R:

ausdrucksstark

Biaoren - Die Klingen der Wächter - Band 10 von Xianzhe Xu

Klappentext / Inhalt:

Kurzinhalt Band 10
Eine heissblütige Comicreihe aus China, die die vergangene Zeitepoche der Dynastien der Sui und Tang wiederauferstehen lässt.
Drittes Jahr der Daye-Ära (607 n. Chr.).
Unter der Tyrannei des Kaisers Yang Guang (Yangdi) der Sui-Dynastie lebt die Bevölkerung in tiefster Not.

Der über aussergewöhnliche kämpferische Fähigkeiten verfügende Glücksritter Daoma verdingt sich als Kopfgeldjäger und Geleitschützer in den Wüstengebieten der westlichen Regionen und muss sich gleichzeitig vor den Strafverfolgern des chinesischen Kaiserhofes in Acht nehmen, die auf ihn Jagd machen.
Konfrontiert mit den Provokationen des des Khans der Westtürken, unternimmt der Sui-Kaiser Yang Guang zur Machtdemonstration des Himmelssohnes persönlich eine Visite in den Norden.
Währenddessen hat das Duo aus Diting und Kuizhi es schliesslich geschafft, Daoma und seine Weggefährten einzuholen ….

Cover:

Das Cover ist sehr schön gestaltet und passt zudem sehr gut zu den anderen Covern dieser Reihe. Ein Wiedererkennungseffekt ist hier auf jeden Fall vorhanden. Es steht immer ein anderer Charakter auf dem Cover im Fokus und die Farbwahl ist immer sehr ähnlich gewählt.

Meinung:

Es geht bereits spannend im zehnten Band weiter, mit einer Überraschung, die man so fast nicht erahnt und zu hoffen gewagt hatte. Die Geschichte knüpft nahtlos an die vorherigen Bände an, die man hier auf jeden Fall kennen sollte, da auch die Kapitelnummerierung weitergeführt wird und Vorkenntnisse zwingend vorreden sein sollten für das Verständnis.

Inhaltlich möchte ich hier jedoch nichts weiter verraten, da ich nicht spoilern will und auch nicht zu viel verraten möchte.

Die Geschichte und deren Verlauf ist weiterhin sehr spannend, aber auch politische Intrigen werden hier weitergeführt. Es ist überraschend, wendungsreich und spannend umgesetzt und die Illustrationen sind auch hier wieder sehr ausdrucksstark.

Das Niveau und auch die Spannung ist weiterhin sehr hoch. Es endet mit einem fiesen Cliffhanger, der zugleich die Neugier auf mehr weckt.

Diese Manhua Reihe ist extrem spannend und unterhaltsam und zugleich sehr schön gegliedert und gestaltet. Man wird schnell gefesselt und liest mit großer Neugier den weiteren Verlauf. Ein wundervolle Comicreihe, die begeistert und fesselt.

Fazit:

Spannend und fesselnd vom Verlauf und ausdrucksstark von den Zeichnungen und Illustrationen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Claudia R

Rezensionen von KimVi:

Regt zum Nachdenken und Erinnern an

Und Großvater atmete mit den Wellen von Trude Teige


Im Jahr 1943 wird ein norwegisches Handelsschiff im Indischen Ozean angegriffen. Die Brüder Sverre und Konrad werden dabei getrennt. Sverre wird von den Japanern gefangengenommen und Konrad versucht, sich mit einem Rettungsboot in sichere Gewässer durchzuschlagen, landet dann aber auf Java, und gerät ebenfalls in japanische Gefangenschaft.

Auf Java lernt er Sigrid kennen, die dort als Krankenschwester arbeitet. Konrad hofft, nicht nur Sverre zu finden, sondern sich nach dem Krieg ein Leben mit Sigrid aufzubauen....

Wenn man bereits »Als Großmutter im Regen tanzte« gelesen hat, dann kennt man Konrad bereits. In dieser Fortsetzung erzählt Enkelin Juni nun seine Geschichte. Da die Bände unabhängig voneinander gelesen werden können, ist es nicht zwingend notwendig, vorher »Als Großmutter im Regen tanzte« zu lesen. 

Eindrucksvoll erzählt Trude Teige Konrads Geschichte. Sie schildert die Ereignisse so anschaulich, dass man alles mühelos vor Augen hat und dadurch ganz ins Geschehen eintauchen kann. Die Charaktere wirken authentisch, wodurch man mit ihnen mitfiebert. Hier bekommt man einen Einblick in die Ereignisse, die sich während des Zweiten Weltkriegs auf Java zugetragen haben. 

Die Gefangenen sind den Japanern schutzlos ausgeliefert und müssen jeden Tag ums Überleben kämpfen. In diesen Zeiten lernen sich Konrad und die Krankenschwester Sigrid kennen. Ihr Schicksal verknüpft sich untrennbar miteinander. Man gerät früh in den Sog der Ereignisse und beobachtet fassungslos, wie viel Leid und Entbehrungen die Gefangenen ertragen müssen. Dazwischen gibt es immer wieder Momente voller Menschlichkeit und Hoffnung. 

Ein intensiv erzählter Roman, der zum Nachdenken und Erinnern anregt. 

im Shop ansehen weitere Rezensionen von KimVi