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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Beste Krimiunterhaltung

Die Toten von Mallorca von Klaus Späne

Chefinspektor Pau Ribera darf nun schon zum dritten Mal auf Mallorca ermitteln. Für mich ist es das erste Zusammentreffen mit dem charmant-spröden Ermittler.

Worum geht’s?

Zunächst einmal kommt eine deutsche Radfahrerin bei einem Unfall mit Fahrerflucht ums Leben. An sich kein Fall für die Mordkommission.

Wenig später findet man einen Umweltschützer tot in der Bucht von Palma. Was zuerst wie ein Bootsunfall im Unwetter aussieht, entpuppt sich bald als eiskalter Mord.

Wer hat hier ein Motiv? Die betrogene Ehefrau, eine frühere Freundin von Ribera, der gehörnte Ehemann oder doch jene Geschäftsleute, denen der Umweltschützer ein Dorn im Auge war?

Als dann noch ein ehemaliger Polizist und nunmehriger Privatermittler getötet wird, ist für Ribera klar, hier geht es um mehr, als Ehebruch.

Meine Meinung:

Überall dort, wo es viel Geld zu verdienen gibt, sind unsaubere Machenschaften wie Korruption und Vetternwirtschaft nicht weit. So auch, beinahe müsste man sagen, natürlich, auch auf der spanischen Ferieninsel. Um den vielen Touristen, die jedes Jahr die Insel quasi „heimsuchen“ bei Laune zu halten, müssen die Hotels alle Stückerl spielen und trotz Strand, Swimmingpools anbieten. Die brauchen naturgemäß viel Wasser, genauso wie die gepflegten Gärten und Golfplätze. Wie man weiß, ist auf Grund der heißen Sommer, das Wasser auf der Insel häufig knapp. Grund genug, hier ein florierendes Geschäft mit der Wasserversorgung aufzuziehen.

Der mir bislang unbekannte Autor Klaus Späne hat geschafft, mich mit diesem Mallorca-Krimi aus der Reihe „Sehnsuchtsorte“ des Emons-Verlages in den Bann zu ziehen. Ich kenne zwar die Vorgänger „Mallorca bis in alle Ewigkeit“ und „Kap des Todes“ nicht, trotzdem ist es mit nicht schwer gefallen Ribera und sein Team zu mögen.

Die Handlung ist gut durchdacht und spannend präsentiert. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Meine Lieblingsfigur ist ist Penelope, die sich als zuverlässiges Barometer für die Stimmungen in der Truppe erweist.

Neben den Personen spielt die Insel Mallorca sowie die Kulinarik eine tragende Rolle.

Fazit:

Ein gelungener Mallorca-Krimi, dem ich gerne 5 Sterne gebe.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Gute Krimiunterhaltung

Mordsschnitzel von Ulrike Moshammer

Dieser Krimi ist der zweite, der in Bad Gastein spielt. Für mich ist es das erste Zusammentreffen mit Valerie Thaller, der toughen Besitzerin des Grand Hotels und Hobbyermittlerin.

Die aktuelle Tourismussaison ist gelaufen, daher können Valerie und ihr Mann Victor in wenigen Tagen zu einem wohlverdienten Urlaub aufbrechen.

Zuvor will man noch mit Bernhard Lederer, dem als „Schnitzelwirt“ bekannten und geschätzten Gastronomen, seinen 70. Geburtstag feiern. Doch die große Feier, bei der er seiner Freundin einen Heiratsantrag macht, wird vom unerwarteten Auftritt seiner arroganten nicht eingeladenen Ex-Frau, einem Ungewitter und der Präsentation eines Bauprojektes, das Bad Gasteins Hausberg, den Graukogel, verschandeln wird, überschattet. Am nächsten Morgen ist der Jubilar tot!

Auf Anordnung der Polizei darf niemand abreisen und so müssen die Ex-Frau und die ebenso arroganten erwachsenen Kinder des Toten im Grand Hotel untergebracht werden. Das bringt naturgemäß jede Menge Zores.

Weil Valeries Neugier bekannt ist, beschließt Dorothea Oswald, die ermittelnde Kriminalbeamtin, die Orts- und Menschenkenntnis der Hotelbesitzerin für ihre Zwecke zu nutzen. Valerie muss versprechen, keine eigenen Recherchen anzustellen ...

Meine Meinung:

Der Krimi ist in das Sub-Genre Cozy-Krimi einzuordnen, denn es stehen die Nachforschungen von Valerie und ihrer Freundin Nora im Mittelpunkt. Echte Polizeiarbeit sieht vermutlich anders aus.

Eine wichtige Rolle spielen auch die schöne Landschaft mit dem großen Wasserfall sowie die Sorge der Gasteiner, dass aus das großkotzige Immobilienprojekt der Graukogel in ein gesichtsloses Skigebiet verwandelt wird, von denen es schon genügend in Österreich gibt. Die Gasteiner sind in der Vergangenheit schon mehrmals von Immobilienentwicklern getäuscht worden, die ihnen das Blaue vom Himmel versprochen haben.

Die Charaktere sind eindeutig in Gute und Böse eingeteilt. Daher ist es als Leser recht einfach Sympathiepunkte zu verteilen.

Der Krimi lässt sich leicht und flüssig lesen und eignet sich daher sehr gut als Urlaubslektüre.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Cozy-Krimi aus Bad Gastein 4 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Interessantes Sachbuch

Hausverwaltung im Rampenlicht von Clemens und Bernhard Riha

Clemens und Bernhard Riha betreiben gemeinsam eine Hausverwaltung und erzählen aus ihrem Alltag. Dass das Verwalten von Zinshäusern nicht immer trockene Zahlenspielerei ist, erfährt der interessierte Leser in diesem Buch. Dafür haben sie auch Anekdoten von ihren Kollegen gesammelt, die in sechs Themengruppen zusammengefasst sind:

Vom Glacis zur Ringstraße: die Hausadministration um alten Wien
Mieterschutz und Konzession: die Hausverwaltung nach dem Ersten Weltkrieg
Verdunkelung und Wiederaufbau: Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit
Neubeginn im Neubau: das Wohnungseigentumsgesetz 1948
Punks, Neuverträge, Pinke: das Mietrechtsgesetz 1982
Work-Life-Balance und Dekarbonisierung: die Zukunft der Hausverwaltung

Der Blick hinter die Fassaden ist interessant, denn die Mitarbeiter der Hausverwaltungen bekommen es mit unterschiedlichsten Menschen zu tun.

Da kann schon der eine oder andere Prominente oder eine Unterweltgröße dabei sein. Aus der Vielzahl von Anekdoten haben die beiden Autoren einige herausgepickt, die zum Schmunzeln verführen oder aber auch vereinzelt die Abgründe der Menschen aufzeigen. Der Hausverwalter weiß nie, was ihm der nächste Arbeitstag bringen wird. Daher ist der Job nichts für Leute mit schwachen Nerven.

Sehr interessant ist der Rückblick auf die Geschichte der Hausverwaltungen sowie der - mitunter sorgenvolle - Blick in die Zukunft, denn die Dekarbonisierung wird neue Herausforderungen an Eigentümer, Hausverwaltungen und Mieter stellen.

Zum Abschluss eine persönliche Anmerkung: Lobe deine Hausverwaltung hin und wieder. Meistens arbeiten ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verborgenen, ohne dass die Mieter das mitbekommen. Erst wenn es im Haus Probleme, egal welcher Art, gibt erinnert man sich an sie.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem interessanten Einblick in den Arbeitsalltag einer Hausverwaltung 4 Sterne.

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Rezensionen von Tara:

Cosy Crime mit tollem Setting

Mord und Espresso von Elizabeth Horn

„Mord und Espresso“ ist bereits der 3. Fall für Commissario Angelotti von der Autorin Elizabeth Horn. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann das Buch problemlos ohne Wissen aus den anderen Büchern gelesen werden.

Bei dem Cover bekomme ich direkt Lust auf Urlaub am Gardasee und es passt perfekt zu den beiden vorherigen Bänden der Reihe.

Vorkenntnisse aus diesen ist zwar nicht zwingend notwendig, allerdings ist es durchaus interessant die Entwicklung der Charaktere zu verfolgen. Diese werden gut gezeichnet, so dass ich sie mir direkt vorstellen konnte und ihre lebendigen Dialoge gerne verfolgt habe.

Der Schreibstil liest sich locker und leicht. Ich mag den humorvollen Unterton der Autorin, der trotz Tod und Spannung eine angenehme Urlaubsatmosphäre des mediterranen Limone vermittelt.

Der Fall des toten Anwalts ist spannend und ich habe gerne mitgerätselt.Nebenbei erfahren wir auch wieder so einiges aus Fabios und Carlottas Privatleben.

Natürlich ist auch dieses Mal Rosanna wieder mit dabei. Sie gehört in dieser Reihe zu meinen Lieblingscharakteren und ich freue mich immer über ihr Auftauchen.
Maria Angelotti versorgt die Leser erneut mit kulinarischen Köstlichkeiten und abschließend befindet sich im Buch sogar ein Rezept für ihre „Saltimbocca alla Maria Angelotti“.

Wer Spannung, Humor, den Gardasee und italienisches Flair mag, liegt mit diesem Buch richtig. Ich freue mich jedenfalls schon auf weitere Fälle mit Commissario Fabio Angelotti und seiner Charlotte.

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Rezensionen von Harakiri:

Step by step zur Lösung des Rätsels

COLD CASE - Das letzte Bild von Tina Frennstedt

Auf einer Internetseite taucht ein Foto eines vor längerer Zeit verschwundenen Mädchens auf. Das Mädchen hat Ähnlichkeit mit dem Verschwinden einer jungen Frau, deren Fall Tess Hjalmarsson seit Jahren beschäftigt. Als ein weiteres Foto auftaucht, das dem ersten ähnelt gewinnt die Ermittlung an Brisanz.

Aber so alte Fälle haben es ja immer in sich.
Und genau das reizt mich an Büchern mit Cold Cases: scheinbar unlösbare Fälle werden nach längerer Zeit wieder aufgegriffen und durch minimale neue Hinweise doch noch gelöst. Der vorliegende Fall ist aber auch zu mysteriös und bis zum Schluss hatte ich keine Ahnung, wer denn nun der Täter sein könnte.
Teilweise fand ich das Buch auch sehr heftig geschrieben. Die Szene mit der Frau im Zelt – Gänsehaut pur. So bleibt das Buch nahbar und spannend bis zum Ende. Frennstedt versteht es meisterhaft, die Spannung hoch zu halten, indem sie Rückblicke einstreut, die die Opfer etwas näher beleuchten und die Handlung näher beleuchten. Auch die Szenen mit Kate, die scheinbar erst einmal nichts mit der eigentlichen Story zu tun haben, sind wohldurchdacht platziert und machen beim Lesen neugierig.
Fazit: Frennstedts Krimis sind immer toll, flüssig und anschaulich geschrieben und mitreißend. Der neue Fall hat auf jeden Fall auch Suchtpotential.

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Rezensionen von Schlafmurmel:

packend und fesselnd

Das falsche Blut von Philipp Gravenbach

Der Thriller "Das falsche Blut" von Philipp Gravenbach hat ein sehr auffälliges, ansehnliches Cover. Der schwarze Hintergrund und die knallige rote Schrift sind sehr ausdrucksstark und harmonieren perfekt miteinander, was Kunden dazu verlockt, dieses Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen.

Es verspricht eine Geschichte, die unter die Haut geht – und genau das wird auch geliefert. Das Buch hält, was es verspricht.
Die Handlung dreht sich um die ehemalige Auftragskillerin der türkischen Mafia, Ishikli Caner, die nun für den deutschen Militärischen Abschirmdienst arbeitet und in Paris untergetaucht ist. Sie wird auf den speziellen Fall eines stummen Mädchens angesetzt, dessen Mutter bei einem brutalen Schusswechsel getötet wurde. Dieses Mädchen besitzt ein Wissen, das sie zur Zielscheibe mächtiger Gegenspieler macht und sie zur Flucht zwingt.
Das Buch ist ein faszinierender Thriller, der durch seine fesselnde Handlung überzeugt. Themen wie Korruption, Moral, Schuld, Erlösung und jede Menge Geld werden eindrucksvoll behandelt. Der Thriller wirkt nach und regt zum Nachdenken an. Ich konnte das Buch bzw. meinen Reader nicht aus der Hand legen und war erst zufrieden, als ich es beendet hatte. Es fühlte sich an, als ob mich das Buch in sich hineingezogen hätte. Für mich ist es definitiv eine klare Leseempfehlung für alle, die Spannung pur erleben möchten.

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Großartige Geschichte mit Tiefgang

Das Jahr ohne Sommer von Constanze Neumann

In "Das Jahr ohne Sommer" erzählt Constanze Neumann ihre eigene Geschichte und die ihrer Familie. Die kleine Constanze wächst in den siebziger Jahren in  Leipzig bei ihren Eltern auf. Der Vater ist an einer Musikschule in Dresden tätig, die Mutter ist Geigerin. Als die Kleine drei Jahre alt ist, beschließen die Eltern, mit ihr in den Westen zu fliehen.

Der Fluchtversuch scheitert, die Eltern werden verhaftet, und Constanze kommt  zunächst in ein Kinderheim, bevor sie von den Großeltern mütterlicherseits abgeholt wird. Nach 18 Monaten dürfen die Eltern ohne ihre Tochter nach Westdeutschland ausreisen. Die Kleine ist fast 6 Jahre alt, als auch sie endlich ausreisen und ihre Eltern wiedersehen darf. 
 
Die Jahre vergehen, die Familie ist inwischen nach Aachen umgezogen, wo der Vater eine Beamtenstelle als Direktor einer Musikschule bekommen hat. Die Mutter leidet immer noch unter den Nachwirkungen einer schweren Krankheit aus der Zeit ihrer Inhaftierung und kämpft mit eiserner Disziplin darum, wieder Geige spielen zu können. Der Vater sieht sich mehr und mehr als Westdeutscher, während Constanze sich weder der alten noch der neuen Heimat zugehörig fühlt.
 
Die Geschichte ist in der Ich-Form aus Constanzes Sicht erzählt. Sie ist in ganz wunderbarer und intelligenter Sprache geschrieben und liest sich sehr flüssig. Ruhig und nahezu sachlich beschreibt die Autorin das Zusammenleben eines Kindes mit einer depressiven Mutter und einem optimistischen Vater, der stets bemüht ist, sich in der neuen Heimat anzupassen und hart daran arbeitet, seinen sächsischen Dialekt abzulegen. Für Constanze ist es nicht einfach, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden, sie vermisst ihre in Leipzig verbliebene Großmutter und wird auch nach dem Mauerfall, den sie während eines Austauschjahrs in Michigan erlebt, das Gefühl der Heimatlosigkeit nicht verlieren.

Mir hat das Buch, in dem es um Heimatgefühl, Entwurzelung und Sehnsucht geht und das Constanzes innere Zerrissenheit sehr eindrücklich beschreibt, sehr gut gefallen. Die Autorin zeigt auch die Probleme nach der Wiedervereinigung unseres Landes auf, die Enttäuschungen und die unterschiedlichen Lebensauffassungen. Besonders erwähnen möchte ich das Nachwort der Autorin, in dem sie von ihrer schweren Erkrankung erzählt, gegen die sie viele Jahre später kämpft. Dieser Teil des Buches ging mir neben der Schilderung der Fluchtgeschichte sehr unter die Haut.
Es hat mir sehr gut gefallen, dass die Autorin den Zeitgeist sowie politische und gesellschaftspolitische Ereignisse in ihre Geschichte hat einfließen lassen.

Ich habe das melancholische Buch sehr gern gelesen, es hat mich gleichermaßen gefesselt und zutiefst berührt.
Absolute Leseempfehlung!

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Rezensionen von Jazz:

Familiengeschichten

Der König und der Uhrmacher von Arnaldur Indriðason

In diesem historischen Roman geht es um den Versuch, die FAmileinehre und den Ruf wiederreinzuwaschen und herzustellen.
Jon Sievertsen, Uhrmacher, der eine Uhr des Königs von Dänemark repariert, beginnt sich mit dem König Christian VII. während seiner Arbeit zu unterhalten udn erzählt ihm dabei von seiner FAmiliengeschichte.

Die beiden Handlungssstränge werden kapitelweise wechselnd erzählt. Den Handlungsstrang über die Familie fand ich dabei viel interessanter als die Dialoge zwischen dem König und Jon. Eine große Verbindung oder Gemeinsamkeit in einem Punkt der beiden Geschichten konnte ich nicht erkennen. Das wurde erst am Ende recht knapp erwähnt. Mich hätte daher gefreut, wenn die Geschichte um den König und Jon nur als Rahmenhandlung am Anfang und Ende gesetzt worden wäre und dafür die tragische Familiengeschichte etwas ausgeschmückter erzähl und literarisch mehr in den Vordergrund gerückt wäre.
Man kann den Roman daher bei Interesse an Island und Dänemark gern lesen, aber mich hat es nicht umgehauen.

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Rezensionen von Jazz:

Zu modern

Stolz und Vorurteil - Die Graphic Novel nach Jane Austen von Jane Austen; Claudia Kühn

Stolz und Vorurteil ist mein liebster Klassiker von Jane Austen. Daher war ich sehr interessiert in der Comicadaption. Der hier hat mich allerdings leider enttäuscht.
Es wirkt sehr ähnlich zur filmischen Adaption von 2005. Beispielsweise fehlen hier ebenfalls die weitere Schwester von Mr Bingley sowie ihr Gatte.

Zeichnerisch sind viele Charaktere ebenfalls sehr ähnlich geraten. Inhaltlich ist das alles natürlich sehr gekürzt. Ich hatte durch den Roman keine Verständnisprobleme, aber das kann ich mir bei Leserinnen vorstellen, die das Original nicht gelesen haben. Dafür wirken manche Szenen viel zu sprunghaft. Viele Charaktere werden nicht namentlich genannt, sodass man da als Unwissende überfragt ist.
Mein größter Kritikpunkt ist allerdings die Sprache. Wenn man vom Werk Dialoge kopieren kann, warum verwendet man dann die heutige Sprache?
Den Zauber des späten 19. Jahrhunderts konnte die Graphik Novel so leider in meinen Augen absolut einfangen.
Für Fans ist es sicher ein nettes Buch zur Sammlung, aber eine absolute Empfehlung kann ich nicht aussprechen.

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Rezensionen von PMelittaM:

Hatte mehr erwartet - 2,5 Sterne

Sisi - Kaiserin wider Willen von Allison Pataki

Der Roman erzählt vom Leben der österreichischen Kaiserin Elisabeth, genannt Sisi, von 1853, kurz bevor sie die Braut Kaiser Franz Josephs wird, bis 1867, ihrer Krönung zur Königin von Ungarn. In dieser Zeit hat Sisi kein einfaches Leben, sie heiratet sehr jung, findet sich schwer in die Regeln am Hof in Wien ein und hat Schicksalsschläge zu verkraften.

Ich bin mit den Sissi-Filmen mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm aufgewachsen, und hatte immer schon ein gewisses Interesse an Sisi, die mir immer einmal wieder beim Lesen über „den Weg läuft“. Ein Buch, das sich speziell mit ihr beschäftigt, hatte ich bisher allerdings noch nicht gelesen, dieses sollte mein erstes sein, auch wenn es nicht das einzige ist, das ich im Regal habe.

Ein bisschen gewundert hat mich, dass eine amerikanische Autorin den Roman verfasst hat, ich hätte mir eher eine deutsche oder österreichische vorstellen können. Aber nun, die Recherche ist das ausschlaggebende, und das kann man von überall leisten. Und diese erscheint mir leider etwas fraglich. Parallel zum Lesen des Romans habe ich, wie üblich, selbst ein bisschen recherchiert und zum Beispiel immer wieder gelesen, dass es keine Belege dafür gibt, dass Sisis ältere Schwester Helene zuerst als Braut für den jungen Kaiser vorgesehen war – leider spielt aber das eine große Rolle im Roman, Sisi hat hier deshalb große Schuldgefühle gegenüber Helene.

Zu Beginn konnte ich noch gut mit Sisi mitfühlen, das hat sich allerdings im Laufe des Romans etwas verflüchtigt. Da aus ihrer Sicht erzählt wird, werden andere Charaktere aus dieser Perspektive betrachtet.

Ich hätte mir ein bisschen mehr Hintergründe über die kaiserliche Familie gewünscht. Beim Lesen kann man meinen, dass Franz Joseph ein Einzelkind war, nur einmal wird im Nebensatz einer seiner Brüder erwähnt. Immerhin erfährt man ein bisschen über den historischen Hintergrund jener Zeit, wie die Probleme mit Ungarn.

Sicher, es ist keine Biografie, sondern ein Roman, dennoch erwarte ich, dass sich an den realen Leben der historischen Persönlichkeiten orientiert wird. Hier hatte ich eher das Gefühl, dass, auch wenn ich die bereits oben erwähnten Filme schon lange nicht mehr gesehen habe, der Roman eher auf diesen basiert, die bekanntlich historisch nicht allzu genau sind (noch nicht einmal Sisis Name ist richtig geschrieben).

Leider hat mir der Roman auch keine neuen Erkenntnisse gebracht. Der Roman lässt sich aber zügig lesen, und wer nicht so viel Wert auf die historischen Tatsachen legt, wird möglicherweise gut unterhalten.

Vielleicht habe ich von diesem Roman zu viel erwartet, am Ende habe ich nichts Neues erfahren, aber ein paar altbekannte Klischees gelesen und teilweise an der historischen Akkuratesse gezweifelt, so dass sich mein Lesevergnügen im Rahmen hielt. Ich vergebe 2,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde.

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