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Rezensionen von LEXI:

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Bücher gute Freunde sind, aber andere Leser noch bessere!

Der Club der Bücherfreundinnen von Amy Lynn Green

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Bücher gute Freunde sind, aber andere Leser noch bessere!

„Er drückte die Bände an seine Brust und atmete ihren Duft ein, als wären sie einer seiner Blumensträuße, und einen Augenblick lang verspürte Louise so etwas wie Sehnsucht. Wie es wohl war, Bücher so sehr zu lieben?“

Der verstorbene Luther Cavendish liebte Bücher mehr als alles andere auf dieser Welt.

Er hinterließ seiner Tochter die sogenannte „Cavendish Association Library“, eine Privatbücherei, an der sein ganzes Herz hing. Doch Louise Cavendish interessiert sich nur wenig dafür und möchte die Bücherei schließen. Der Bibliothekar und seine Schwester Avis, die ihn für die Dauer seines Kriegseinsatzes vertritt, sind entsetzt. Als die spontane Idee zur Gründung eines Buchclubs Realität wird, kämpfen Avis und einige Mitstreiter um den Erhalt der Privatbücherei. Die bunt gemischten Mitglieder des neuen Buchclubs entwickeln sich nach und nach zu einer kleinen, eingeschworenen Gemeinschaft, welche die Liebe zum Buch vereint. „Menschen brauchen Geschichten, weil sie unser unbewusstes Bedürfnis nach Liebe, Gerechtigkeit und Neuem stillen.“
Amy Lynn Green siedelt ihre Geschichte im Jahr 1942 an, in zahlreichen Rückblenden erzählt sie darüber hinaus von den Jugendjahren ihrer Protagonistin Louise. Als Schauplatz fungiert eine kleine Küstenstadt in Maine, wo der Krieg bereits allgegenwärtig ist. Die Kriegshandlungen von der anderen Seite des Ozeans erreichen sogar schon die Küste von Derby und stellen die Bewohner vor einige Herausforderungen. Die Autorin verbindet geschickt fiktive Handlungen mit historisch belegten Ereignissen, auf die sie im Anhang des Buches eingeht. In den regelmäßigen Treffen des Buchclubs beschränken sich die Gespräche bald nicht mehr nur auf literarische Themen. Aus Zufallsbekannten werden Freunde, nachdem die oftmals mühsam gewahrten Fassaden aller Beteiligten langsam bröckeln und sie ihr Innerstes offenlegen. Aus anfänglicher Skepsis erwachsen gegenseitiges Verständnis und Wertschätzung. Der Buchclub wird nicht zuletzt durch seine Mitglieder zum Lichtblick für alle Beteiligten, die neben der Liebe zur Welt der Bücher auch der gemeinsame Kampf um das Überleben der Bücherei verbindet.

Die Charakterzeichnung ihrer Akteure ist der Autorin vortrefflich gelungen. Amy Lynn Green ersann facettenreiche Protagonisten und Nebenfiguren, die in hohem Maße authentisch wirken. Ihre Gefühle, Gedanken und Sehnsüchte, aber auch ihre Vergangenheit werden dem Leser im Verlauf der Seiten nahegebracht. Eine zentrale Rolle spielt dabei Louise Cavendish, eine elegante ältere Dame, die umgeben von ihren Dienstboten in „Windward Hall“ lebt. Durch ihre strenge, humorlose Art und ihre steinerne Miene wirkt sie auf andere Menschen einschüchternd. Romantik ist für Louise eine lächerliche Illusion, doch sie hat nicht immer so empfunden. Avis Montgomery sorgt während der Abwesenheit ihres Bruders für einen reibungslosen Ablauf in der Bibliothek. Die junge Frau hegt zunächst keine allzu große Affinität zur Literatur, engagiert sich dennoch leidenschaftlich für die Bibliothek. Avis ist der Ansicht, dass man etwas, das man liebt, nicht kampflos aufgeben darf. Mit Ginny Atkins bringt die Autorin ein echtes Unikum ins Spiel – ein etwas chaotischer, sehr impulsiver und völlig ungekünstelter Wirbelwind, der nicht nur romantische Bücher, sondern auch das köstliche Teegebäck bei den Treffen des Buchclubs schätzt und kein Blatt vor den Mund nimmt. Ginnys Arbeitskollegin Martina Bianchini ist eine junge Mutter aus Boston und leidenschaftliche Leserin, öffnet sich anderen Menschen jedoch nur zögernd. Eine schwere Last aus der Vergangenheit überschattet Martinas Neuanfang in Derby. Ihrer italienischen Mamma verdankt sie einige klugen Ansichten und Lebensweisheiten: „Ich habe von meiner Mutter gelernt, dass Lieben und Geliebtwerden die größten Freuden und das größte Risiko sind. Manchmal beides gleichzeitig.“ Als interessante Nebenfiguren dieses Buches fungieren Avis Montgomerys Ehemann Russell, Louises Köchin Delphie, ein verwundeter Kriegsveteran namens Freddy sowie Martinas Ehemann Patrick.
Das interessante Thema sowie der einnehmende Schreibstil der Autorin machten diesen Roman aus der Feder von Amy Lynn Green zu einem echten Lese-Highlight. Ich genoss es, die Bewohner der fiktiven Küstenstadt im Kampf gegen die Schließung der Bücherei zu begleiten. Durch die Enthüllung der Vergangenheit kommt es zu spannenden Szenen, auf die ich aufgrund etwaiger Spoiler nicht näher eingehen mochte. Nicht zuletzt ist es dem interessanten Plot, den hervorragend gezeichneten Figuren und zahlreichen klugen Einsichten und Lebensweisheiten zu verdanken, dass ich es kaum schaffte, mich von den Seiten dieses Buches zu lösen. „Der Club der Bücherfreundinnen“ hat ganz eindeutig das Potenzial dazu, auch noch nach dem Zuschlagen der letzten Seite nachzuwirken.

Abschließend möchte ich noch auf die wunderschöne optische Aufmachung dieses Buches hinweisen. Die Abbildung von zwei Frauen vor einem lichtdurchfluteten Fenster einer Bibliothek zieht die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich. Eine harmonische Farbgestaltung und die gefällige zentrierte Anordnung von Titel, Autor und Verlag runden das positive Gesamtbild ab. Abgesehen von den bereits erwähnten Anmerkungen der Autorin findet man darüber hinaus am Ende des Buches noch eine Leseliste des Buchclubs mit sämtlichen im Inhalt erwähnten Titeln. Dieser Roman hat mich dermaßen in den Bann gezogen, dass ich mir jene Titel und Autoren, die ich bis dato noch nicht kenne, auf jeden Fall näher ansehen werde.

Ich vergebe begeisterte fünf Sterne und möchte diesen Roman ganz besonders Menschen mit einer Leidenschaft für Bibliotheken, Bücher sowie den regen Austausch darüber ans Herz legen. „Bücher sind dafür da, um Diskussionen auszulösen. Lass es einfach zu!“

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Rezensionen von Nele33:

verworren gut

Der erloschene Traum von Alexander Hartung

"Der erloschene Traum" des Autors Alexander Hartung um den EX-Polizisten Nik Pohl reiht sich gekonnt in die schon erschienen Bände des Autors ein.

Unfassbares geschieht-eine Seniorin ersticht ohne ersichtlichen Grund einen jungen Wirtschaftsprüfer in einem Café. Anstandslos lässt sie sich danach festnehmen, äußert sich allerdings nicht zu der Tat.

Es gibt keinerlei Überschneidungspunkte zwischen Opfer und Täter. Niks Instinkt wird geweckt, als sich herausstellt, dass die Täterin unter falschem Namen agierte. Als dann auch noch der BND ihn auffordert, sich aus den Ermittlungen herauszuhalten, gibt es für Nik, Jon und Balthasar kein Halten mehr. Was sie bei ihren Nachforschungen zutage fördern, lässt auf einen ganz großen Betrug schließen-doch leider verschwinden oder sterben die Zeugen. Geheimdienste, BND und sein ehemaliger Chef, eine spannende Kombination.
Nicht nur Nik begibt sich wieder in unglaubliche Gefahr. Können die drei Freunde mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten noch für Gerechtigkeit sorgen?

Der Story-Plot hat mir gut gefallen, was mich allerdings doch irgendwann massiv nervte, war der massive Alkoholkonsum des Protagonisten. An seine eigenbrötlichere und ungehobelte Art habe ich mich gewöhnt und finde sie zum Gesamtbild passend. Die drei Jon, Balthasar und Nik sind gemeinsam ein tolles und abwechslungsreiches Team, welche der Autor sich auch nach einigen Bänden immer noch weiter entwickeln lässt.
Die Auflösung war schlussendlich stimmig und ich kann den Band allen Nik Pohl Fans empfehlen. Der Band ist auch ohne Vorkenntnisse der Vorgänger Bände gut lesbar.

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Rezensionen von Alais:

Eine sanfte, zarte Erzählung über die vielen Farben des Lebens und der Liebe

Das verborgene Leben der Farben von Laura Imai Messina

Laura Imai Messina hat mit dieser Liebeserzählung ein ganz besonderes Buch geschaffen, das die Freude an der Vielfalt der Farben weckt. Schön zu spüren ist ihre Liebe zur japanischen Kultur, in der die ursprünglich italienische Autorin seit ihrem dreiundzwanzigsten Lebensjahr lebt. Es ist ein stilles, behutsam erzähltes Buch mit ganz viel Gefühl.

Wovon die Autorin erzählt: Mio und Aoi, zwei äußerst sensible Kinder mit Außenseitertendenzen wachsen zu recht unterschiedlichen, aber äußerst sensiblen Erwachsenen heran und begegnen einander ... Die Autorin berührt dabei auch Themen wie Achtsamkeit, Farben und Pflanzen, Werden und Vergehen, Vielfalt und Lebensfreude. Und, und das hat mich besonders fasziniert, beide junge Menschen wuchsen in Familien auf, die durch ihre berufliche Tätigkeit Menschen in entscheidenden Momenten ihres Lebens begleiten.

Zwischen den Kapiteln fügt die Autorin einige Auflistungen und andere Zusatzinformationen ein, die die Erzählung ausstaffieren und oft bereichern, mit denen ich aber nicht immer etwas anfangen konnte, beispielsweise auf Seite 80 mit der Angabe des japanischen Titels des Buches, das Aoi im vorangegangenen Kapitel im Zug las. Als Sprachenfreak habe ich mich zwar sehr über die Angabe auf Japanisch gefreut, in diesem Fall aber eine Übersetzung in Klammern vermisst, da ich leider nur wenige Worte Japanisch spreche. Die Bedeutung anderer japanischer Wörter hingegen erschließt sich gut aus dem Kontext und sie werden zudem in einem hilfreichen Glossar am Ende des Buches erläutert. Darüber hinaus enthält der Anhang Mios Farbnotizbuch mit betörenden Beschreibungen verschiedener Farbtöne. All dies gab mir das Gefühl, dass die Autorin sehr viel Liebe in ihr Buch und seine Ausstattung hat einfließen lassen, und das bescherte mir eine sehr schöne Leseerfahrung, wenn ich mich auch, wie so oft bei Liebesgeschichten, mehr für das Umfeld der beiden Liebenden und ihre individuelle Geschichte als für ihre Beziehung zueinander begeistern konnte.

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Rezensionen von C.P.:

Gelungene Adaption

Stolz und Vorurteil - Die Graphic Novel nach Jane Austen von Jane Austen; Claudia Kühn


Es ist so schön, dass auch der deutsche Buchmarkt inzwischen Graphic Novels sehr verstärkt verlegt und es inzwischen eine ganze Fülle an tollen Werken gibt.
Ob nun eigene Schöpfungen als Graphic Novel wie "Nimona" oder eine Adaption eines publizierten Werkes wie diese Ausgabe von "Stolz und Vorurteil", ich lese Graphic Novel einfach unheimlich gerne.

Die Finesse bei künstlerischen Adaptionen bereits publizierter Werke in Form eines Graphic Novels ist es, so viel Kontext wie möglich aus den Büchern zu übermitteln, so dass die Geschichte auch durch Bilder übermittelt werden kann. Bei der Adaption des Buches "Meine geniale Freundin" von Elena Ferrante zum Beispiel gelang diese Übermittlung nicht gut. Die Zeichnungen reichten nicht aus, um die Geschichte verständlich zu transportieren und ohne das Buch gelesen zu haben, hätte die Handlung keinen Sinn ergeben. Dies ist hier definitiv nicht der Fall. Bild und Text passen harmonisch zusammen, so dass die Handlung von Stolz und Vorurteil wirklich gut vermittelt wird und man als Leser:in des Graphic Novels lückenlos folgen kann.
Ich habe vor Urzeiten das Buch gelesen, doch vor allem Szenen aus dem Film mit Keira Knightley kamen mir immer wieder in Erinnerung. Was vielleicht auch daran liegt, dass bestimmte Szenen des Films derzeit wieder sehr populär auf TikTok und Instagram sind.
Um jede Tochter auseinanderzuhalten, ist ein bisschen Vorerfahrung beziehungsweise erste Berührungspunkte mit dem Originalwerk schon relevant. Ich hätte mir gewünscht, dass eine Übersicht der Figuren zu Beginn der Graphic Novel - zumindest der Bennets - angefügt worden wäre. So wäre es doch etwas einfacher gleich zu Beginn, die Schwestern auseinanderzuhalten, denn außer Jane sehen sich fast alle sehr ähnlich.

Mich hat der Zeichenstil total angesprochen. Ich fand ihn sehr passend zur Geschichte, mit vielen schönen und detailreichen Abbildungen der Landschaft.
Während die eigentliche Handlung eher ruhig gehalten ist, sind die Farben teilweise unheimlich hell und fröhlich gehalten.

Für mich ist es zum einen eine tolle Ergänzung zum Werk von Jane Austen, kann aber durch den eher jugendlichen Stil durchaus auch jüngere Leser:innen ansprechen. Für Jugendliche könnte es so also einen interessanten Einstieg in die Welt der Jane Austen Romane ermöglichen. Für Liebhaber:innen der Bücher ist es mitunter eine schöne Adaption. Ich bin weder das eine, noch das andere, wurde aber unheimlich gut unterhalten und hatte erneut eine tolle, wenn auch kurze, Zeit mit einer Graphic Novel.

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Rezensionen von Gilasbuecherstube :

Eine tolle Fortsetzung

Das Licht der Cambra von Almut Halaski

Cloe ist inzwischen 15 Jahre alt und nachdem sie versprochen hat, sich im Unterricht nicht mehr zurückzunehmen, mach sie schnell große Fortschritte. Jetzt erfährt sie auch alles über die Dämonen und über ihr Schicksal als Cambra.
Wird sie es schaffen die Erwartungen zu erfüllen? Seit ein Dämon versucht hat, sie zu entführen, quälen sie immer wieder die Erinnerungen daran.

Ich habe lange auf die Fortsetzung gewartet und mich sehr gefreut, als Band 3 endlich erschienen ist. Ein bisschen Zeit habe ich gebraucht, um wieder in die Geschichte hineinzufinden. Doch nach einigen Seiten befand ich mich wieder in der Wolkenwelt und das Abenteuer konnte weitergehen.
Der wunderbar lebendige, leichte und sehr flüssige Schreibstil der Autorin machte es mir aber auch nicht schwer.
Leider bin ich viel zu schnell am Ende des Buches angekommen und muss nun wieder warten bis der nächste Teil erscheint.

Auch im dritten Band der Reihe muss Cloe wieder einige Abenteuer bestehen. Alleine ist das kaum zu schaffen, doch ihre Freunde Anna, Felix und Jan sind immer an ihrer Seite und unterstützen sie. Auch Hans und Henry helfen, wo immer sie können.

Cloe habe ich schon in Band 1 ins Herz geschlossen. Man spürt, wie sie im Laufe der Zeit langsam in die Pubertät kommt, die ersten Schmetterlinge fliegen und es kommt zu ersten Eifersüchteleien. Ihre emotionale und soziale Entwicklung ist zu jeder Zeit nachvollziehbar und glaubwürdig.
Auch wenn Cloe sehr talentiert ist und ihr als Cambra alles etwas leichter fällt, lässt sie sich das ihren Freunden gegenüber nicht anmerken. Im Gegenteil. Es ist ihr teilweise sogar unangenehm, dass sie schneller lernt als sie.
Man merkt auch immer wieder, wie der ständige Wechsel zwischen der Wolkenwelt und ihrem Alltag zu Hause ihr zu schaffen macht.

Die Handlung ist wieder gut durchdacht und die Autorin hat die Atmosphäre wunderbar eingefangen. Unvorhersehbare Wendungen und viel Action sorgen wieder dafür, dass es nicht langweilig wird und es keine Längen gibt.
Auch das Worldbuilding und insbesondere die Wolkenwelt sind wieder ausdrucksstark und bildhaft beschrieben.

Wenn Du also Geschichten liebst, in denen eine geheime Organisation, Engel und Dämonen eine Rolle spielen und es Action, Spannung und Magie gibt, dann solltest Du Dir die Reihe unbedingt näher anschauen.
Ich bin gespannt, wann wir erfahren, wie es mit Cloe weitergeht und freue mich auf den nächsten Teil.

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Rezensionen von SalMar:

Intelligent, facettenreich und überraschend spannend

Sorry not sorry von Anika Landsteiner

Anika Landsteiner behandelt in ihrem Buch über weibliche Scham alle Bereiche des Lebens, in denen frau diesem Gefühl begegnen kann: Vom eigenen Körper, über das Single-Dasein, bis hin zu sexueller Gewalt – mit sorgfältig recherchierten Essays, die ins Detail gehen und gleichzeitig doch in gut strukturierten „Häppchen“ gereicht werden.

Die Autorin war mir bereits durch ihre Romane bekannt gewesen und hatte mich damit inhaltlich und durch ihren Schreibstil sehr begeistern können. Vermutlich hätte ich sonst nicht zu diesem Buch gegriffen – Sachbücher lese ich eher selten und auch das Thema hat mich eher abgeschreckt. Will ich mich in meiner kostbaren Lesezeit nicht lieber unterhalten lassen, anstatt mich damit zu beschäftigen, wofür man sich als Frau so alles schämt?

Mein Fazit: Es hat sich unbedingt gelohnt, über meinen Schatten gesprungen zu sein! Anika Landsteiner schreibt so reflektiert und persönlich über die einzelnen Themenbereiche, immer mit viel Raum für unterschiedliche Meinungen, noch dazu mit so vielen offensichtlich gründlich recherchierten Hintergrundinformationen, dass es tatsächlich Spaß macht, sich damit zu beschäftigen.

Ich habe auf jeden Fall viel gelernt, viel über mich selbst nachgedacht und bereits beim Lesen etliche Personen im Kopf gehabt, denen ich das Buch unbedingt weitergeben möchte. Unbedingte und absolute Leseempfehlung!

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Rezensionen von SalMar:

Ein anderer Neuzugang und viele neue Entwicklungen

Die Seelenpferde von Ventusia, Band 3 - Sturmmädchen von Jennifer Benkau

Nun dürfen wir als Leser:innen schon zum dritten Mal nach Ventusia reisen und die bunt gemischte Truppe an Freunden eine Weile begleiten. Neu dabei ist Sophie, die in ihrem Leben bei den Menschen alles andere als glücklich ist und sich schon immer unverstanden fühlte. Ob sie in Ventusia endlich ihr Glück finden und ankommen kann?

Ich hatte mich sehr darauf gefreut, nach Ventusia zurückzukehren und herauszufinden, welche neuen Entwicklungen es dort rund um das angekündigte Rennen gibt und auch Sophie klang nach einer interessanten neuen Figur.

Das ist sie definitiv auch. In gewisser Weise hat sie lange versucht, sich in der Welt und in ihrer Familie einzufinden und die Menschen um sie herum zufriedenzustellen – aber damit ist es nun vorbei. Ihre Rebellion hat gerade angefangen, da führt ihr Weg sie plötzlich nach Ventusia.

In vielerlei Hinsicht unterscheidet sie sich von den Mädchen in den anderen Büchern: Ihr fällt der Abschied ihrer bisherigen Heimat nicht schwer. Sie ist nicht immer sympathisch, eckt auch regelmäßig an, indem sie sagt, was sie denkt. Grundsätzlich fand ich das schön, allerdings haben ihre unterschiedlichen Charakterzüge aus meiner Sicht nicht immer ganz zusammengepasst.

Die Ereignisse in Ventusia überschlagen sich diesmal und es gibt auch eine entscheidende Wendung, die viel verändern wird. Das kam sehr überraschend, aber hat mir richtig gut gefallen, so dass ich jetzt schon gespannt auf die Fortsetzung(en) und die weiteren Entwicklungen bin. In diesem Sinne: Auf jeden Fall wieder empfehlenswert – auch für alle, die nicht unbedingt Pferdemädchen sind.

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Rezensionen von SalMar:

Düsteres Nimmerland

Wendy, Darling - Dunkles Nimmerland (mit gestaltetem Farbschnitt) von A.C. Wise

Die Zeit in Nimmerland liegt lange hinter ihr und mittlerweile ist Wendy eine erwachsene Frau. Doch dann kehrt eines Tages Peter Pan zurück und fliegt mit Wendys Tochter davon – und sie muss alles daran setzen, sie vor Peter zu retten und nach Hause zurückzuholen.

Neuerzählungen und Geschichten rund um Nimmerland und Peter Pan konnten mich schon immer sehr begeistern und von daher war ich wirklich sehr gespannt auf dieses Buch.

Die Leseprobe hatte mir bereits verraten, dass es sich um eine anspruchsvollere Erzählung handelt, was es für mich aber noch interessanter machte.

An der Seite von Wendy bzw. von Jane steigt man in die düstere Seite von Nimmerland und Peter Pan ein. Dabei wird dieses Grauen so ganz allmählich beschrieben, dass man beim Lesen wirklich Gänsehaut bekommt. Dieser Aspekt war wirklich sehr gelungen und auch der Grund, warum ich drangeblieben bin.

Ansonsten hatte die Geschichte jedoch einige Längen bzw. wollte in meinen Augen irgendwie zu viel, als dass es letzten Endes eine runde Sache wurde. Es ist definitiv ein besonderes Buch, das auch im Gedächtnis bleibt, aber mich konnte es leider nicht richtig begeistern.

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Rezensionen von brauneye29:

Hat was

Der falsche Vogel von C. L. Miller

Zum Inhalt:
Als ihr früherer Mentor Arthur plötzlich verstorben ist reist Freya in die alte Heimat. Arthur wurde tot in seinem Antiquitätenladen aufgefunden und Arthur hat scheinbar seinen gewaltsamen Tod vorhergesehen und hat Hinweise auf seinen Mörder hinterlassen. Schlimmer noch, er hat eine Warnung an Freya ausgesprochen, die besagt, dass sie den Tod aufklären müsse, weil sie anderenfalls das nächste Opfer wäre.

Meine Meinung:
Wer britische Krimis mag, die ein wenig langsamer und humorvoller daher kommen, wird das Buch sicher mögen. Ein bisschen fühlt man sich in Jane Marple Romane zurück versetzt, aber das meine ich durchaus positiv. Der Schreibstil ist angenehm und das Buch dadurch flott weg gelesen. Die Protagonisten waren interessant und es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Ich würde auch auf jeden weitere Bücher der Autorin lesen.
Fazit:
Hat was

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Rezensionen von Liliane Schemeth:

Guter Reihenauftakt

Kings of Cypress Pointe - Sweet Revenge von Rachel Jonas und Nikki Thorne

Blue hat es in ihrem Leben nicht leicht. Ihre Mutter ist weg, der Vater hat ein Alkoholproblem, der Bruder hat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen und deshalb kümmert sich Blue alleine um sich und ihre jüngere Schwester Scarlett. Als sie an eine neue Schule wechselt wird sie von West, einem der Golden Boys, in Empfang genommen.

Doch dieser hatte hier keine netten Absichten, da er ein pikantes Foto von ihr auf dem Handy seines Vaters entdeckt hat und seine eigenen Schlüsse gezogen hat. Seine Mission: Blue das Leben zur Hölle machen. Doch Blue ist nicht wie alle anderen Mädchen.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte die abwechselnde Erzählperspektive sehr gerne. Zwischendrin wurde die Geschichte aufgelockert durch Posts von einer unbekannten Tratschtante, das hatte Gossip Girl Vibes. Allerdings habe ich nicht so recht verstanden, was diese Posts zur Geschichte beitragen, da man das meiste als Leser schon wusste bevor es „gepostet“ wurde.

In das Buch bin ich mit einigen Fragen gestartet und mit mindestens doppelt so vielen Fragen das Buch beendet. Es wurden so gut wie keine Fragen beantwortet und man hat immer nur ein paar Häppchen hingeworfen bekommen mit denen man seine eigenen Theorien spinnen konnte. Das macht zwar auch Spaß aber die ein oder andere Frage hätte ich schon gerne beantwortet bekommen.

Blue mochte ich ganz gerne, da sie schlagfertig ist und Wests Aktionen nicht einfach hinnimmt wie es wahrscheinlich alle anderen an ihrer Stelle tun würden. Sie gibt ihm Konter und startet die ebenfalls die in oder andere Aktion um West eins auszuwischen. West dagegen war mir nicht richtig sympathisch. Er ist voreingenommen und kommt nicht auf die Ideen irgendetwas zu hinterfragen.

Das Ende hat mich etwas fassungslos zurückgelassen aber auch sehr neugierig auf den weiteren Band gemacht. Ich bin gespannt wie es weitergehen wird und was Blue noch alles ertragen muss.

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