Kunden em pfehlungen
Rezensionen von _ich.lese_:
Ein spannendes Abenteuer beginnt
Wächter der Magie – Aufbruch nach Artimé (Wächter der Magie 1) von Lisa McMann
Quill ist ein Land in dem alles magische und kreative verboten ist.
Alle dreizehnjäjrigen werden in gewollte und ungewollte eingeteilt. Alex ist ein ungewollter, sein Bruder Aaron ein gewollter. Sie werden getrennt und Alex kommt nach Artimé, ein magischer Ort. Dort werden ungewollte zu gewollten und werden unterrichtet.
Dennoch sind die Zwillinge getrennt und nicht nur das, sie stehen auch auf verschiedenen Seiten...
Ich mochte ja die Leseprobe schon total gerne und habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Total spannend und abenteuerlich. Ein sehr gelungener Auftakt in eine neue Reihe. Ich fand das mit den gewollten und ungewollten Kindern schon anders, sowas hatte ich bisher noch nicht so gelesen. Der Vergleich mit Panem ist allerdings weit hergeholt. Dennoch sehr abenteuerlich, sehr spannend und echt unterhaltsam.
Allerdings würde ich das empfohlene Lesealter etwas hochsetzten, vielleicht auf zwölf. Für sensible LeserInnen ist es schon recht brutal. Mir, als Erwachsene, hat es allerdings sehr gefallen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Interessante Romanbiografie über Gussie Adenauer
Gussie von Christoph Wortberg
Im Mittelpunkt des aktuellen Romans "Gussie" von Christoph Wortberg steht Auguste Zinsser, kurz Gussie genannt, die zweite Ehefrau von Konrad Adenauer.
Die Professorentochter Gussie ist 19 Jahre alt, als sie Konrad Adenauer vorgestellt wird. Sie hat eine Einladung von Emma Adenauer, der Ehefrau Adenauers, zum gemeinsamen Musizieren angenommen.
Fünf Jahre später, Emma ist inzwischen verstorben, heiratet Gussie den 19 Jahre Älteren, der mittlerweile Oberbürgermeister von Köln ist und drei Kinder mit in die Ehe bringt. Ihm zuliebe konvertiert sie zum katholischen Glauben. Aus der Ehe gehen fünf Kinder hervor, das erste Kind stirbt 4 Tage nach der Geburt. Gussie widmet sich hingebungsvoll ihrer großen Familie und engagiert sich auf politischem und sozialem Gebiet. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten verliert Adenauer sein politisches Amt und ist gezwungen, unterzutauchen. Seine Frau wird verhaftet und muss eine folgenschwere Entscheidung treffen.
Auf einer zweiten Erzählebene blickt die inzwischen 52-jährige und dem Tode geweihte Gussie während ihrer letzten Tage auf ihr Leben zurück. Sie erinnert sich an die Zeit, als sie noch bei den Eltern lebte, an ihren liebevollen Vater, der seiner neugierigen und wissbegierigen Tochter alle Fragen beantwortete und immer für sie da war. Er ist ganz anders als ihr ruhiger Ehemann, dessen Schweigen sie so oft zur Verzweiflung bringt und dem es schwerfällt, sein Herz zu öffnen und seine Gefühle zu zeigen.
Das Buch ist in einfacher Sprache geschrieben und liest sich sehr flüssig. Wir lernen Gussie als fröhliches Mädchen kennen, das mit Hingabe Geige spielt, eine gute Schülerin ist und dem ein Studium verwehrt wird, weil es als höhere Tochter für die Ehe bestimmt ist. Gussie gewinnt mit ihrer lieben und lebensfrohen Art sehr schnell die Herzen ihrer Stiefkinder und ist Adenauer eine liebende Ehefrau. Der Autor bringt uns mit viel Empathie nicht nur ihre Persönlichkeit nahe, sondern auch ihre Enttäuschung über das Schweigen ihres Mannes, Kummer, Leid, Schuldgefühle und ihre lebenslange Trauer über den Tod des erstgeborenen Kindes.
Gussies Lebensgeschichte ist sorgfältig recherchiert und spannend erzählt. Auch der politische Hintergrund und die schwierigen Lebensbedingungen während der NS-Zeit sind sehr gut dargestellt.
Die Beschreibung Gussies letzter Lebenstage hat mich leider nicht überzeugt, ich fand sie stellenweise recht unrealistisch und insgesamt zu rührselig dargestellt. Das Buch beruht auf vielen tatsächlichen Begebenheiten, da wundert es mich, dass die allen Kapiteln vorangestellten Briefauszüge nicht Gussies tatsächlicher Korrespondenz entnommen wurden, sondern nur fiktiv sind.
Nicht unerwähnt lassen möchte ich das schöne Cover mit dem Auszug eines Gemäldes, das Helene von der Leyen 1927 im Auftrag Konrad Adenauers von dessen damals 32-jähriger Frau angefertigt hat. Das vollständige Bild ist auf der ersten und der letzten Buchseite dargestellt.
Rezensionen von _ich.lese_:
Sehr emotional
Der Wind kennt meinen Namen von Isabel Allende
Wien, November 1938. Rudolf und Rachel Adler verlieren in einer Nacht alles was sie besitzen. Als Juden ist für sie kein Leben in Österreich mehr möglich. Darum schicken sie ihren Sohn Samuel mit einem Kindertransport ins Ausland und in Sicherheit.
2019, Arizona.
Anita Diaz und ihre Mutter fliehen aus El Salvador.
Die Lebensumstände sind dort untragbar. Aber in Amerika, ihrem Ziel, ist eine neue, strenge Einwanderpolitik. Anita wird von ihrer Mutter getrennt.
Wie gehören die beiden Geschichten zusammen? Was ist der gemeinsame Nenner...
Das ist der Autorin mal wieder ganz wunderbar gelungen. Ich fand das Buch von Beginn an sehr fesselnd, sehr bedrückend und emotional. Ein Buch über Migration, wie Kinder das erleben, was damals wie auch heute noch alles furchtbares auf dem Rücken von Kindern ausgetragen wird. Es hat mich sehr berührt, der Autorin ist es gelungen, eine solche Sogwirkung aufzubauen,dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Emotional hat es mich total gepackt.
Rezensionen von _ich.lese_:
Ein Wohlfühlroman
Die kleine Gärtnerei in den Highlands - Roman (Das Erbe von Applemore 2) von Rachael Lucas
Beth hat sich einen Traum erfüllt und eine Gärtnerei eröffnet. Dann erfährt sie, das nebenan ein Outdoorcamp eröffnet werden soll und sieht ahnt schlimmes.
Jack der Leiter des Camps, versucht nach einem kleinen Unfall gutwetter zu machen, aber das ist nicht so einfach. Als auch noch eine Filmgesellschaft auf sie aufmerksam wird, wird Jack von seiner Vergangenheit eingeholt.
Ich fand das Cover schon so süß, ein richtiges Sommerbuch. Der Klappentext klang auch ganz nett. Und so war die Story auch. Nett zu lesen,sehr unterhaltsam. Es ganz gewisse Spannungen zwischen Beth und Jack, die Chemie stimmte schon gleich. Das Setting ist süß, die Geschichte lässt einen Träumen. Ein richtiges Wohlfühlbuch für entspannte Lesestunden. Nichts besonderes, aber schön zu lesen. Beth als alleinerziehende Mutter von Zwillingen, Jack, der ein Camp für benachteiligte Jugendliche eröffnet, beide sehr sympathisch. Vor allem Jack war sehr geheimnisvoll. Hat Spaß gemacht zu lesen.
Rezensionen von Gaby 2707:
True Crime aus Ost-Berlin
Mord im Milieu von Ralf Romahn
Autor Ralf Romahn begann seine Laufbahn als Streifenpolizist und als Leiter des Dezernats »Leben und Gesundheit« in Berlin-Mitte. Daher weiß der ehemalige Oberstleutnant genau, von was er schreibt. Hier erzählt er uns von 5 spektakulären Fällen, die ihm während seiner Laufbahn begegnet sind.
Gut, der Einbruch in einen Keller einer Kneipe im Prenzlauer Berg bei dem Geschirr und ein Holzkopf gestohlen wurden, scheint erst mal nicht ganz so spannend.
Was sich aber ändert, wenn man erfährt, was dahinter steckt.
In einem Fall aus dem Sommer 1982 geht es um andauernde Anzeigen gegen einen Sportlehrer wegen sexuellen Missbrauchs an Kindern beim Sport, vor allem bei kleinen Mädchen. Hoch brisant und auch heute immer wieder aktuell.
Durch eine zu hohe Stromrechnung, die Fragen aufwirft, kommen die Fahnder einer Geldfälscherbande auf die Spur, die damit richtig viel Kohle gemacht haben.
Den Autokorso mit den verschieden farbigen Fähnchen am Auto finde ich nicht ganz so spannend, aber sehr interessant.
Am meisten hat mich der Mord im Milieu an der jungen Ewa aus Polen berührt. Absolut schockierend was ihr hier angetan wird.
Mir hat das Eintauchen in die polizeiliche Szene der ehemaligen DDR bzw. in Ost-Berlin sehr gut gefallen. Ich fand es sehr interessant bei der Aufbereitung der Fälle dabei sein zu können und einen Blick hinter die Kulissen zu erhaschen.
Die Fälle selbst sind unterhaltend und kurzweilig beschrieben. Und wenn ich bedenke, dass es sich hier um reale Fälle handelt, bekomme ich hier und da Gänsehaut.
Die 5 Fälle aus den 1980 Jahren haben mich gut unterhalten und mir einen kleinen Einblick hinter die Kulissen der damaligen Polizeiarbeit gewährt. Lesenswert!
Rezensionen von brauneye29:
Nimmt etwas die Angst
Mord im Milieu von Ralf Romahn
Zum Inhalt:
Was passiert eigentlich, wenn man mal ins Krankenhaus muss? Denn nicht nur Erwachsene, auch Kinder werden mal krank oder haben Unfälle und sind auf Hilfe im Krankenhaus angewiesen. Doch gerade die kleinen Patienten haben sicherlich noch mehr Angst als Erwachsene und je mehr man von einer Sache weiß umso weniger macht es einem Angst.
Meine Meinung:
Ich hatte hier wieder die Hörbuchversion, in der es natürlich leider keine Illustrationen gibt. Hier wird zunächst ein kompletter Verlauf im Krankenhaus samt Notaufnahme und Operation geschildert und das alle einfach bemüht sind, dem Kranken zu helfen. Auch das der Papa dabei sein durfte, macht alles leichter. Aber es werden auch weitere Themen angeschnitten, wie Geburtshilfe oder auch Krankenhausclowns. Die Hörbuchversion war gut gesprochen, aber so kurz, dass ich dieses Hörbuch vermutlich nicht kaufen würde.
Fazit:
Nimmt etwas die Angst
Rezensionen von Kathie:
Ein neuer toller Band
Emily Meermädchen, Band 4 - Rettung für die Delfine von Liz Kessler
Dies ist bereits der 4. Band der zauberhaften Reihe um Emily Meermädchen für Kinder ab 6 Jahren. Meine Enkelin besitzt alle Bände und auch diesen hat sie wieder verschlungen. In diesem Abenteuer freuen sich Emily, das Meermädchen, und ihre Freunde auf einen Tag im Meer, doch ihre Pläne werden durchkreuzt, weil ihre Hilfe dringend benötigt wird.
Besonders schön finde ich, dass die Unterwasserwelt divers mit Meermädchen und Meerjungen gestaltet ist und dass auch das Thema Tierfang und Tierschutz im Ozean kindgerecht angesprochen wird. Die großflächigen und fantasievollen Bilder in schönen Farben, die kurzen Kapitel, der einfache Text und die passende Schrift machen das Buch einfach und gut verständlich für Erstleser. Auch ungeübte Leser werden durch die ansprechenden Illustrationen motiviert. Trotzdem bleibt die Geschichte spannend und unterhaltsam.
Rezensionen von Anndlich:
Das letzte Sandkorn fällt
Hast du Zeit? von Andreas Winkelmann
Conny Goldmann fühlt sich beobachtet, doch bis auf ihre Arbeitskollegin Michelle nimmt sie keiner ernst, bis ihr etwas grauenvolles passiert. Die polizeilichen Ermittlungen verlaufen ohne Erfolge und immer mehr Menschen aus der Gegend verschwinden spurlos. Ihre Angehörigen machen sich auf die Suche nach Ihnen, bis sie erschreckende Gemeinsamkeiten finden und Lily die letzten Worte des Entführers einfallen: „Hast du Zeit?“.
Hast du Zeit? von Andreas Winkelmann überzeugt mit einem verworrenen Setting, das einen durch die Seiten trägt und ein angespanntes Gefühl hinterlässt. Kurze Kapitel und ein fesselnder Schreibstil können ebenso überzeugen.
Die Geschichte erleben wir aus verschiedenen Perspektiven, die des Täters, der Opfer und derjenigen, die versuchen den Täter zu finden. Obwohl ich Perspektivwechsel mag, waren es mir gegen Ende zu viele ‚neue‘ Perspektiven, die für mich zu viel Oberflächlichkeit erzeugt haben. Ebenso fehlte mir die letzte Erkenntnis, was die Erklärung der Taten anbelangt.
Doch ansonsten konnte mich Hast du Zeit? durch ein spannendes Motiv, interessante Zusammenhänge und die Reflexion über das eigene Betrachten von Zeit beeindrucken und ein kurzweiliges Lesevergnügen erzeugen.
Mein Charakterhighlight war Erik Grotheer, der viele Fehler in seinem Leben gemacht hat und zeigt, dass es nie zu spät ist, um diese wieder auszumerzen, solange der Grundgedanke dahinter ein ehrlicher ist.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Chinas langer Weg in die Moderne
Das neue China von Helwig Schmidt-Glintzer
Der Sinologe Helwig Schmidt-Glintzer hat sein kleines, aber feines Standardwerk über "Das neue China" von 2020 völlig neu bearbeitet. Der Autor stellt die Geschichte Chinas seit dem Untergang des Kaiserreichs ab 1839 (meist) chronologisch dar und geht dabei vor allem auf die politische Situation des Landes ein.
Das Buch ist in sechs Epochen gegliedert:
Das Ende des Kaiserreiches (1839 - 1911)
Die Suche nach einem Neuanfang (1912 - 1927)
Revolutionsmodelle im Widerstreit (1927 - 1937) und antijapanische Einheitsfront (1934 - 1945)
Jahre des Übergangs und das Ende des sowjetischen Vorbilds (1945 - 1960)
Chinas wechselnde Identitäten und die fünfte Modernisierung (ab 1960 ..)
Chinas Aufbruch ins 21. Jahrhundert
Der Autor gibt mit diesem spannenden und kenntnisreichen Buch, einen qualifizierten Überblick über die Geschichte Chinas bis heute.
„Unsere Nation hat eine äußerst lange Geschichte hinter sich, und der Staub der Vergangenheit lastet schwer auf uns. Was wir der Welt beweisen müssen ist nicht, dass das alte China nicht tot ist, sondern das das neue China im Entstehen ist.“ (Li Dazhao 1888-1927).
Wenn sich heute chinesisches Kapital in zahlreiche westliche (bzw. afrikanische) Länder fließt, so könnte dies durchaus als Retourkutsche an die Europäer gesehen werden. Die haben China Ende des 19. Jahrhunderts von europäischen Krediten zum Bau von Infrastrukturprojekten wie Eisenbahn und Hafenanlagen abhängig gemacht. Als Sicherstellung ließen sich die Europäer ein Ausbeutungsmonopole für Rohstoffe einräumen lassen.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Überblick über die chinesische Geschichte ab 1839 eine Leseempfehlung und 5 Sterne.
Rezensionen von Kathie:
Brisante Themen
VIEWS,5 Audio-CD von Marc-Uwe Kling
Das Buch war fesselnd und hochaktuell, da es brisante Themen anspricht. Die Geschichte handelt von der 16-jährigen Lena Palmer, die spurlos verschwindet und drei Tage später in einem brutalen Video wieder auftaucht, das schnell viral geht. BKA-Kommissarin Yasira Saad muss die Täter finden und Lena retten, bevor die eskalierende Gewalt durch Demonstrationen und die rechtsradikale Gruppe "Aktiver Heimatschutz" die Lage außer Kontrolle bringt.
Den Autor Marc-Uwe Kling kannten wir bisher nur von witzigen Kinderbüchern, und ich war gespannt, ob er dem Thriller eine beklemmende Aktualität und Tiefe verleihen kann.
Ich hatte die Hörbuch-Version von „Views“ und war total gepackt; am liebsten hätte ich die 6 Stunden am Stück durchgehört. Besonders gut hat mir die angenehme Stimme des Autors gefallen, der das Buch selbst spricht. Die Geschichte ist schockierend realistisch und sorgt für Gänsehaut, also nichts für Zartbesaitete. Sie bleibt lange im Gedächtnis und regt zum Nachdenken an.
Ein paar Punkte könnten noch verbessert werden, besonders die Auflösung des Falls, die ruhig noch ein paar mehr Seiten vertragen hätte. Insgesamt ist es jedoch ein gutes Krimidebüt, das durch seine Aktualität und tiefgründige Thematik überzeugt.










