Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Tolle Argumente zum Thema Rassismus
Es ist doch nur Haut von Dr. Nina Jablonski; Dr. Holly McGee
Hände in allen möglichen Farben sind auf dem Cover zu sehen. Nach einem Vorwort eines Harvard-Professors stellt sich uns ein Typ namens Epi Dermis vor, er nimmt die unterschiedlichsten Formen und Farben an und Freunde dürfen ihn Haut nennen. Die Haut zeichnet zunächst auf, warum sie für uns so wichtig ist.
Denn wenn sie nicht da wäre, wären wir nur eine Pfütze. Eine interessante Idee! Die Haut ist „das am härtesten arbeitende Organ unseres Körpers.“ Aber die Haut ist auch sehr traurig, weil immer wieder Lügen über sie erzählt werden. Da möchte sie schreien „Es ist doch nur Haut!“ Dann erzählt sie uns die Geschichte der Menschheit von den ersten Urmenschen und seiner Veränderung, bis er so aussieht wie wir. Da geht es um unsere Entstehung in Afrika und der Wanderung gen Norden und der damit verbunden Veränderung der Haut. Immer wieder wird der Titel ausgesprochen und darauf hingewiesen, dass man die Haut, egal welche Farbe sie hat, nicht so wichtig nehmen soll.
Nach dem Glossar gibt es noch einen Anhang „Es ist doch nur Wissenschaft!“ hier wird in einem kompakten Text nochmal alles erklärt, was und die Haus in der kurzen bildreichen Variation erklärt hat.
Im Schlusswort erklären die Autoren, warum ihnen dieses Buch so am Herzen lag. Ich kann nur sagen, da haben Wissenschaftler es geschafft ein wirklich schönes Bilderbuch für Kinder zu schreiben, das verständlich ist und eine Botschaft weitergibt.
Ein überzeugende Buch, das ich mir für Kitas und Schulen als Standard wünsche.
Rezensionen von Daggy:
Für kleine Baggerfans
Wer will fleißige Bagger sehn? von Cornelia Boese
In dem kleinen handlichen Pappbilderbuch gibt es viel zu entdecken, schon auf dem Cover sehen wir einige Bagger. Der erste Bagger fühlt sich etwas einsam und wenn man die Schieber herauszieht, kommen Bagger zwei und drei dazu. Nachdem die drei noch Hilfe brauchen, wird schnell auf fünf aufgestockt.
Nachdem auch die fünf fleißig baggern, tauchen die nächsten zwei auf. „Ich kann die größten Steine schieben! Meint schnaufend Bagger Nummer 7“ Am Ende sind es zehn Bagger, die begeistert in dem entstandenen See baden.
Ein schönes Buch für unsere kleinen Bagger-Fans, zusätzlich kann man noch zählen, was sicher erst etwas für ältere Kinder ist. Aber es schadet sich nicht, die Zahlen schon einmal gehört zu haben.
Rezensionen von Daggy:
Morde auf der beliebten Urlaubsinsel Sylt
Schöner sterben auf Sylt von Tatjana Kruse
Zu Beginn des Buches lernen wir einen Mann namens Garstig kennen und dieser Name ist Programm er ist bekannt dafür, dass er es mit der Entsorgung von Müll nicht ganz so genau nimmt. Als er tot aufgefunden wird, fällt der Verdacht auf eine Gruppe junger Menschen, die sich dem Klimaschutz verschrieben haben.
Ein Mitglied dieser Gruppe ist Pia, deren Schwester Mia sie vor dem Gruppenchef warnt. Fred ist ein ganz ungewöhnlicher Mann, ein blonder Schönling, der vom geerbten Vermögen in einem kleinen Reetdachhaus in Kampen wohnt. Als ihm Mia begegnet, verliebt er sich sofort in sie und unterstützt sie, wo es nur möglich ist. Fred versucht zu klären, wer als Mörder in Frage kommen kann.
Eine humorvolle Geschichte, die durchaus auch viel Spannung und eine unerwartete Lösung beinhaltet. Vieles dreht sich um Namen, wie Garstig oder Frederick Ragnar Mencksen der Fünfte, genannt Fred. Dazu kommen die schrägen Charaktere, so trägt Fred gerne Maßgeschneidertes auch als Badeanzug. Im Laufe der Handlung zieht ein sehr starker Sturm auf, der von Stunde zu Stunde stärker wird.
Humor, Spannung, ungewöhnliche Protagonisten und eine wunderschöne Urlaubsinsel, eine Urlaubslektüre wie ich sie mir wünsche.
Rezensionen von Danislesestube:
Großer Aufmachung und wenig dahinter
Wenn sie lügt von Linus Geschke
Es ist schon wieder etwas her, seit ich einen Thriller gelesen habe. Daher freute ich mich sehr über die beiden Rezensionsexemplare von der Tyrolia Buchhandlung und Netgalley. Linus Geschke sagte mir bislang nichts. Das änderte sich mit „Wenn sie lügt“. Ein Buch, welches in den Medien hochgelobt wird und es auf die Bestsellerliste geschafft hat.
Letzteres war mir erst bekannt, als ich das Buch beendet hatte. Warum ist das wichtig? Weil es im Anschluss so wirken könnte, als würde meine Kritik darauf basieren. Üblicherweise werden derartige Bücher von mir, aus guten Gründen, gemieden. Gut also, dass ich recht neutral an das Lesen herangegangen bin.
Die Handlung findet primär in Waldesroda statt. Dieser Ort, welcher von Wäldern umgeben ist, hat schon einiges gesehen. Aber nichts war bisher so von Bedeutung wie die beiden Morde, welche vor einigen Jahren auf einem Parkplatz passiert sind. Norah war bis zu einem bestimmten Moment mit ihrer Clique unzertrennbar verschmolzen. Bis sie David kennenlernte und sich in ihn verliebte. Wenig später mussten zwei Menschen ihr Leben lassen. Auf seiner Flucht starb er laut Medien. Jahre später erhält seine Ex-Freundin Briefe, welche viele Wörter enthalten, die er damals häufiger benutzt hat. Ab diesem Moment sind sich die verbleibenden Mitglieder der Clique nicht mehr sicher, ob David damals wirklich gestorben ist. Goran, welcher nach dem Vorfall das Weite gesucht hat, reist extra an, um Norah beizustehen. Soweit das Grundgerüst, welches viel Potenzial hätte.
Zuerst das Positive. Norah, Goran und ihre Mutter wurden von allen Charakteren am besten ausgearbeitet. Diese drei haben früher bis heute schon einiges durchgestanden. Dementsprechend verbindet sie ein dickes Band. Dennoch sind erstere kein Paar, sondern nur Freunde. Dann gibt es, neben Charakteren, die vereinzelt auftauchen, noch die restlichen Mitglieder der Clique, welche eher blass daher kommen. Sie erfüllen ihre Rolle, helfen mit ihrem Gedächtnis aus oder geraten schnell in Vergessenheit. Der Fokus der Handlung liegt definitiv auf den zuerst genannten. Grundsätzlich solide. Ein paar Charaktere, eine Handvoll Drohbriefe, ein paar Nebencharaktere, die etwas beisteuern können und ein paar Geheimnisse.
Letztere bilden die Stützstruktur der Handlung. Egal, was früher vorgefallen ist. Es wird ein Geheimnis daraus gemacht. Etwas passiert in der Gegenwart. Erst wird ewig daraus ein Geheimnis gemacht, nur, um merklich später in einem Rückblick die große Enthüllung serviert zu bekommen, worum es ging. Und das immer und immer wieder. Das kann eine Weile gut gehen, aber das zieht sich bis zur Hälfte des Buches durch. Man könnte auch sagen, dass die Handlung immer wieder Stützrädchen montiert bekommen hat, um nicht umzufallen. Denn viel gab es nicht, mit dem man als Leser:in arbeiten konnte.
Ab der besagten Hälfte bekommen wir endlich mehr Informationen, worum es eigentlich wirklich geht. Bis dahin wird nur getuschelt, gemutmaßt, gedroht und aus den Kapiteln von „Er“ etwas „ergänzt“. Die Charaktere entwickeln sich in dieser Zeit kaum weiter. Viele Fragen, was mit z.B. mit Person A von früher passiert ist, was interessant sein könnte, wurde nur kurz angeschnitten, um dann dem alten Trott bis zur Erlösung zu folgen. Zwischendurch turteln Goran und Norah herum, aber viel mehr passiert zwischen ihnen nicht.
Nach ca. 300 Seiten, als mir die Lust langsam verging weiterzulesen, kam die große Enthüllung. Eine Person, welche nichts, aber auch gar nichts, mit der Handlung zu tun hatte, schaffte Abhilfe. Nur um dann mit vollen Karacho in den Endspurt zu starten und das Ende einzuläuten. Am Ende dachte ich mir nur? „Das war es jetzt? Wirklich. Warum wurde ich gute 300 Seiten hingehalten?“
Es mag Leser:innen geben, die diesen Erzählstil mögen, die Bestseller Bewertung kommt ja nicht von irgendwoher, aber meins ist/war es nicht.
Rezensionen von Linelovesreading :
Heftige Themen
Ein Mann zum Vergraben von Alexia Casale
Dieses Buch ist etwas ganz ungewöhnliches, was ich so noch nie gelesen habe. Die Geschichte handelt von häuslicher Gewalt und dem Umgang der betroffenen Frauen damit. Dies wird versucht, humorvoll zu verpacken, was aber nicht so gut gelungen ist. Die Themen werden in der Handlung gut bearbeitet und auch am Ende wird noch gezeigt, dass aus der ganzen Situation gutes entstehen kann.
Die Handlung an sich ist zum Teil sehr langatmig, aber dennoch sehr packend. Ich konnte das Buch phasenweise kaum aus der Hand legen. Stellenweise musste ich aber pausieren, weil mich das Thema sehr beschäftigt hat.
Die Personen sind alle sehr unterschiedlich, haben aber alle ihre gewalttätigen Ehemänner beziehungsweise Väter als gemeinsamen Ausgangspunkt. Die Entwicklung der Protagonistinnen wird eindrücklich geschildert, vor allem Sally und Leila wachsen immer wieder über sich hinaus, vor allem gegen Ende der Geschichte. Auch Ruth wird immer mutiger, was mir gut gefallen hat. Einzig Janey mochte ich nicht so gerne. Sie wirkt immer wieder sehr widersprüchlich und schwankt zwischen Hysterie und schlechter Laune. Da hätte man auch die Belastung durch die kleine ava besser ausarbeiten können. Am Anfang ist dies noch der Fall, wird aber im Laufe der Handlung immer weniger thematisiert und irgendwann gar nicht mehr. Edwina fand ich auch einen sehr interessanten Charakter, der hinter einer schlecht gelaunten Fassade sehr nett sein kann. Sie verbirgt auch eine interessante Überraschung, die aber erst auf den letzten Seiten enthüllt wird.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin schildert die Zweifel und sorgen von Sally und den anderen Frauen sehr eindrücklich. Sie erzählt auch von der Gewalt, die die Frauen erleben mussten, aber auf einer Ebene, die nicht zu detailliert und sehr sensibel ist. Auch wird sehr schön Spannung aufgebaut und gut aufgelöst.
Insgesamt ein Roman, der sich ganz anders entwickelt als man es anhand des Klappentextes vermuten würde. Ich kann das Buch allen empfehlen, die mit dem Thema häusliche Gewalt umgehen können.
Rezensionen von LeserinLu :
Intensiv
Das Lied des Propheten von Paul Lynch
„Das Lied des Propheten“ von Paul Lynch zeichnet ein bedrückendes und intensives Bild von Irland, das sich unter der Gewalt einer zunehmend tyrannischen Regierung befindet. Der Roman begleitet Eilish und ihre Familie durch die alptraumhafte Realität einer kollabierenden Gesellschaft, in der unsichtbare Kräfte das Leben kontrollieren und bedrohen.
Die verzweifelten Versuche von Eilish, ihre Familie zu schützen und zusammenzuhalten, stehen im Mittelpunkt dieses düsteren Romans.
Die Erzählweise von Lynch ist bemerkenswert intensiv und hat mich tief in die beklemmende Atmosphäre des Romans gezogen. Allerdings macht die schwere Thematik das Buch schwer in einem Zug lesbar. Die ständige Konfrontation mit Diktatur, Bürgerkrieg, Flucht und den damit verbundenen Traumata kann erdrückend wirken, daher brauchte ich Pausen zum Durchatmen.
Ein Kritikpunkt von mir betrifft die Ankündigung des Buches: Die Beschreibung als „Porträt einer Familie am Rande der Katastrophe“ ist irreführend. Tatsächlich ist die Katastrophe längst eingetreten, und der Roman befasst sich mit den realen Folgen von Unterdrückung und Gewalt. Die Darstellung der gesellschaftlichen und politischen Zerrüttung geht weit über eine bloße Andeutung einer bevorstehenden Katastrophe hinaus.
Auch die Aussage, das Buch sei ein „Appell, die entstehenden autoritären Regime der Gegenwart zu bekämpfen“, trifft nicht ganz den Kern des Romans. Lynch konzentriert sich mehr auf die Auswirkungen des Bürgerkriegs und weniger auf den Aufstieg der tyrannischen Regierung. Somit bleibt der Aspekt der Warnung und des Appells eher implizit.
Trotz dieser Punkte ist „Prophet Song“ ein bedeutendes Buch, das wichtige Themen der Gegenwart anspricht. Es zwingt, sich mit den düsteren Realitäten von Tyrannei, Krieg, Flucht und sozialem Zerfall auseinanderzusetzen.
Rezensionen von Daggy:
Freunde, die da sind, wenn man sie braucht
Der Waldbuchclub in der Schule von Annie Silvestro
Der Waldbuchclub in der Schule
Annie Silvestro
Tatjana Mai-Wyss
Bohem
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Auf dem Cover sehen wir Josie, Hoppel und die anderen Waldtiere, die gerne in die Bibliothek gehen. Die Tiere sitzen auf den Stufen, essen Donuts und warten, dass die Bibliothek geöffnet wird.
Alle haben dort Dinge gefunden, die sie gerne machen, so bastelt das Stachelschwein und der Waschbär sitzt am Computer. Hoppel und Josie sitzen gemütlich im Sessel und schauen ein Buch an. Josie ist ganz aufgeregt, weil morgen ihr erster Schultag ist. Hoppel möchte sie gerne unterstützen und macht sich am nächsten Tag auch auf den weg zur Schule, unterwegs begegnet er seinen Freunden und alle gehen mit. Allerdings hatten die Tiere nicht damit gerechnet, dass die Schule so groß ist. Deshalb passiert noch eine ganze Menge, bis sie Josie finden und sich vergewissern können, dass sie Freunde gefunden hat. Uns so sitzen am Ende alle zusammen auf einem Klettergerüst in einer „riesigen Umarmung“.
Die Illustrationen sind stimmungsvoll gestaltet und bilden sowohl die Waldtiere als auch die Kinder sehr realistisch ab. So gibt es ein Kind mit Brille und eines sitzt im Rollstuhl.
Er ist einfach schön, Freunde zu haben, die merken, wenn sie für uns da sein müssen und für die Freundschaft das Wichtigste im Leben ist.
Rezensionen von bedard:
Beeindruckender Roman über eine auseinanderdriftende Schwesternbeziehung
Cascadia von Julia Phillips
Sam und Elena sind Schwestern, Ende 20, und leben mit ihrer todkranken, pflegebedürftigen Mutter auf den San Juan Islands im Nordwesten der USA. Als Teenager haben sie gemeinsam davon geträumt, die Insel zu verlassen und irgendwo zusammen ein besseres Leben zu führen. An diesem Traum hält Sam sich fest, wenn sie in anstrengenden Schichten im Bistro auf der Fähre arrogante Touristen bedient.
Elena arbeitet wie sie in der Gastronomie und kümmert sich hauptsächlich um die Pflege der Mutter und um die Verwaltung der immer stärker wachsenden Schuldenberge.
Eines Tages sichtet Sam während ihrer Schicht einen schwimmenden Bären und berichtet Zuhause von der kleinen Sensation, die etwas Abwechslung in den tristen Alltag bringt. Doch dabei bleibt es nicht. Kurz darauf sichten sie das eindrucksvolle Tier direkt vor ihrer Haustür. Während Sam sich durch den Bären bedroht fühlt, sucht Elena die Nähe des Tieres. Erstmals in der Beziehung der Schwestern beginnt Sam, Elenas Handeln in Frage zu stellen und unabhängige Entscheidungen zu treffen.
In leisen, ruhigen Tönen wird die Geschichte einer nur aus Frauen bestehenden kleinen Familie erzählt, die trotz harter Arbeit nie genug Geld verdienen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Während der Corona Pandemie sind die Jobs in der Tourismusbranche weggefallen, Lohnersatzleistungen gab es in den USA ebenso wenig wie eine ausreichende Krankenversicherung. Während Elena angesichts der horrenden Hypotheken- und Arztrechnungen resigniert hat, hat Sam naiv an den Träumen ihrer Jugend festgehalten.
Mich hat dieser Roman nachhaltig beeindruckt, obwohl ich mit der märchenhaften Beziehung zwischen Elena und dem Bären meine Schwierigkeiten habe. Trotzdem haben mich der Schreibstil, die sehr gelungenen Charakterisierungen und vor allem die Beschreibung der Lebensbedingungen überzeugt. Ich kann mir gut vorstellen, dieses Buch irgendwann noch einmal zu lesen.
Rezensionen von nil_liest:
9,000 Meilen mit 9 Jahren bis man die Eltern wiedersieht
Solito von Javier Zamora
Dieses Buch steht kategorisch unter „Sachbuch“. Im englischsprachigen Raum wird es als Memoire, also als non-fiction klassifiziert, aber nicht als Sachbuch. Das passt auch um einiges besser, denn es wird eine Lebensgeschichte erzählt, eine harte und eine zutiefst berührende Geschichte.
Javier Zamora ist als 9jähriger aus El Salvador losgezogen.
9000 Meilen, sein Ziel: La USA, die USA. Er wollte wieder bei seinen Eltern sein, die Jahre zuvor in die USA emigriert sind (sei Vater bereits als er 1 Jahr als war und seine Mutter dann 1995). Die Eltern lebten als „undocumented“, also als illegale Einwanderer in den USA. Eigentlich sollte Javier von jemandem innerhalb von 2 Wochen in die USA gebracht werden, dafür hatte seine Familie viel Geld bezahlt. Leider hat es so gar nicht geklappt und im Grunde hat er es fast alleine mit 6 anderen Personen im dritten Anlauf in der Sonora Wüste über die Grenze geschafft.
Eine wahnsinnige Geschichte, die zwar ein Einzelschicksal erzählt, aber diesen Strom gen Norden ein humanes Gesicht verleiht. Es ist eine ehrliche Geschichte, die so passiert ist und die alle Facetten seiner solchen „Reise“ erzählt. Nicht nur die grausamen Momente und die erniedrigenden Handlungen. Auch die positiven Erlebnisse fließen hier ein. Die Witze, der Zusammenhalt, die Liebe.
Hier wird eine gesamtheitliche Geschichte erzählt, keine journalistische reißerische Story. Ein Leben, eine lange, kräftezerrende Route gen Norden getragen vom Traum die Eltern wiederzusehen um ein Leben in den USA unter prekären Verhältnissen zu starten. Auch das ein Thema. Wie die Realität in den USA ein hartes Bild abgibt im Vergleich zu den schönen Lebenswelten, die Javier aus dem Fernsehen kannte.
Lesenswert, weil es den Horizont erweitert, an die Humanität appelliert und so sehr bereichert.
Rezensionen von Katzenmicha:
Sommer der Verwirrungen
Sommerzauber auf Sylt von Daniela Gesing
Caro und Verena sind beste Freundinnen,während Caro Single ist und von Mann und Familie träumt, steht Verena nach 20 Jahren Ehe vor einem Scherbenhaufen. Ihr Mann Jan hat sie für eine Jüngere verlassen und bekommt mit ihr ein Baby.Verena ist am Boden zerstört und reist gemeinsam mit Rudi, ihrem treuen Hund, zu ihrer Tante nach Sylt.
Verena lernt auf Sylt das Sylter Urgestein Hanno kennen, der ihr dabei hilft, ein neues Selbstbewusstsein aufzubauen,und es gibt Pläne für ihre berufliche Zukunft. Caro plagen derweil andere Sorgen, Ben ihr neuer Nachbar-der sie in den letzten Tagen furchtbar genervt hat mit Krach im Haus. Der steht nun überraschend vor ihrer Tür und bittet sie charmant um ein Date. Und es gibt da noch ihren netten Kollegen Micha an ihrer Schule.Caro ist hin- und hergerissen. Sie glaubt in ihren Kollegen verliebt zu sein -aber irgendwie ist sie sich nicht sicher. Als sie ihn aber mit der jungen Referendarin zusammen sieht ,ist sie eifersüchtig.Sie beschließt sich eine Auszeit zu nehmen und zu ihrer Freundin nach Sylt zu fahren.Die Freundinnen sind verwirrt und müssen sich ihrer Gefühle bewußt werden.
Die Autorin Daniela Gesing hat einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Ich habe mit Verena und Caro mitgefiebert und mitgelitten und eine Auszeit im schönen Sylt verbracht-sehr gerne 5 Sterne.











