Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Hennie :
Nach 32 Jahren Ehe...
Scheidung von Moa Herngren
Nach 32 Jahren Ehe kommt für sie sein heftiges Begehren nach sofortiger Trennung und Scheidung wie der Blitz aus heiterem Himmel. Nach einem kurzen Streit, verläßt er die Wohnung und kommt nicht zurück. Sie ist fassungslos. Bea und Niklas leben in Stockholm mit ihren Zwillingstöchtern im Teenageralter.
Sie haben eine luxuriöse Wohnung und gehen ihren Berufen nach. Alles schien in bester Ordnung zu sein.
Die schwedische Autorin Moa Herngren verfaßte ein Beziehungsdrama in drei Teilen. Ihr ist es meiner Meinung nach sehr gut gelungen, Ursachen für die Konflikte darzustellen. Moa Herngren hat die Situationen wunderbar erzählt, die Stimmungen treffend eingefangen, weitgehend in angenehmer neutraler Bewertung.
Im ersten Teil schreibt sie sehr anschaulich von den Gefühlen Beas, die sie bewegen, nachdem ihr Ehemann Niklas urplötzlich nicht nach Hause kommt. Wir erfahren einiges von den Töchtern, den Schwiegereltern, eben ihre Sicht der Dinge und ich war geneigt sie zu bedauern. Das wendet sich etwas im zweiten Teil, wo Niklas zu Wort kommt. Aus beiden Sichtweisen ergibt sich ein komplexeres Bild. Im dritten Teil bekam ich dann u.a. einen Einblick in die Ehe der Beiden und eine ungefähre Vorstellung für die Beweggründe, warum sie jung heirateten. Eine Menge Raum in ihrem Leben nahm der verstorbene Bruder Beas ein. Selbst bei den Schwiegereltern auf Gotland wird ein regelrechter Kult um Jacob veranstaltet. Wären Bea und Niklas ein Paar geworden, wenn es den Freitod des Bruders nicht gegeben hätte? Diese Frage blieb für mich nach der Lektüre.
Fazit:
Die Geschichte ist authentisch, aber es gab einige Sequenzen, die einer tieferen Betrachtung bedurft hätten.
Das Buch läßt sich gut lesen und ich vergebe gern meine Kauf- und Leseempfehlung.
Bewertung: Vier von fünf Sternen!
Rezensionen von Daggy:
Unsichtbar im Supermarkt
Susie im Supermarkt von Daniel Fehr
Auf dem Cover sehen wir die kleine Susie, wie sie schon in den Supermarkt geht, während Mama noch das Fahrrad abschließt.
Samstags geht Susie immer mit Mama in den Supermarkt, dort arbeitet Mama an der Kasse. Susie fährt mit ihrem Rad über den große Parkplatz auf die eckige Supermarktrückseite zu.
Mamas Chefin möchte nicht, dass Susie mitkommt, deshalb meint Susie „Also bin ich nicht hier. Wie jeden Samstag.“ So sieht man sie ganz still vor der Kasse sitzen, als Mama ihren Arbeitsplatz einnimmt. Sie zwängt sich zwischen zwei Gemüsebehälter und beobachtet die Käufer*innen, Frau Riebel kennt sie, sie kauft immer rote Tomaten. „Ich bin nicht bei den Fischen.“ So beginnt auch die nächste Seite, Herr Wrobel bedient hier. Natürlich ist Susie auch nicht beim Brot. Hier streckt sie ihre Nase hinter einer Wand hervor und sieht Herrn Herrlich, der eine kleine Rente hat. Bei den Saucen ist Susie schlecht zu finden, sie sitz in einer Regal und Robert füllt die Waren auf. So geht es durch alle Abteilungen und am Ende ist Susie die letzte Kundin bei Mama mit ihren Einkäufen und dann geht es bei Laternenschein mit den Rädern heim.
Natürlich ist es ein bisschen traurig, dass Susie am Samstag den ganzen Tag im Supermarkt verbringen muss, ohne gesehen zu werden. Aber ich habe den Eindruck, dass sie das Beste daraus macht und irgendwie ist es auch etwas Besonderes dort seinen Tag zu verbringen. Auf den Bilder ist ein ganze Menge zu sehen und zu entdecken. Zuerst muss man immer nach Susie sehen, aber auch die Menschen, über die sie berichtet muss man zuordnen.
Ein nichtalltägliches Buch über den Alltag in einem Supermarkt, gesehen mit den Augen eines kleinen Mädchens.
Rezensionen von mannuberbord:
Ein Epos
Am Himmel die Flüsse von Elif Shafak
Elif Shafaks neuestes Buch ist eigentlich mehr als nur ein Roman, so viele Geschichten enthält er. Kunstvoll verknüpft sie die Schicksale der drei Hauptfiguren miteinander und spannt einen Bogen von den Anfängen der Geschichte über das 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Das ist so spannend und klug geschrieben, dass man es kaum aus der Hand legen kann.
Überzeugend deckt Shafak historische Zusammenhänge auf, schlägt Brücken über Zeit und Raum hinweg, (er)findet Verbindungen und Motive, ohne dass es je bemüht wird. Erst das Nachwort zeigt, wie viel Recherche und Arbeit dahintersteckt und wieviel von alldem historisch verbürgt ist. Shafak merkt man die Lust am Erzählen an, aber das ist nicht ihr einziges Anliegen. Nach und nach entfaltet der Roman auch eine politische Dimension, die nach dem Lesen umso stärker nachwirkt. Einzig am Ende gibt es Stellen, an denen das Buch vielleicht zu viel will und ein Thema zu viel einbindet. Aber "Am Himmel die Flüsse" ist eben mehr als nur ein Roman: Er ist ein Epos, eine Welt, durch die man sich gerne von der Autorin führen lässt.
Rezensionen von Daggy:
Einfach soooo witzig
Was bin ich? von Susan Batori
Auf dem Cover sehen wir den Elefanten und all die anderen fröhlichen Tiere, die in dem Buch auftauchen. Weil der kleine Löwe Geburtstag hat, hat seine Mama sich ein besonderes Spiel ausgedacht und dazu verbindet sie den Tieren erstmal die Augen.
Dann führt Papa Löwe einen Elefanten am Rüssel zu den Tierkindern.
Zuerst tastet der Löwe an den Elefanten-Beinen und meint, es sie ein Baum. In einer Denkblase sehen wir seine Vorstellung, den Baum abgebildet. Die Giraffe ertastet den Körper und denkt an eine Mauer. Der Rüssel kommt dem Nilpferd wie eine Schlange vor. An einen Fächer denkt das Krokodile bei den Ohren. Ein Seil rät das Zebra, als es den Schwanz anfasst. Die Stoßzähne könnten ein Rohr sein vermutet die Schildkröte. Und jetzt kommt der absolute Gag des Buches, wir sehen ein Tier, dass genauso aussieht, wie die Ratenden es sich vorstellen. Am Ende geht ein lachender Elefant aus dem Bild.
Die Bilder sind riesig und stahlen einfache einen tollen Humor aus. Die Kinder werden sich sicher über diese fantasievolle Figur amüsieren, genau wie ich.
Rezensionen von Daggy:
Tolle Hilfe bei Tod und Trauer
Weltkugel 9: Manchmal muss man Abschied nehmen von Louise Spilsbury
Alle Menschen gehen unterschiedlich mit dem Tod um und dieses sachlich geschriebene Buch erklärt Dinge, die beim Abschied eines geliebten Menschen passieren.
Auf dem Cover sehen wir eine Mischung von Menschen, die uns im Buch begegnen werden. „Was ist der Tod?“ ist eine wichtige Frage, die im ersten Kapitel beantwortet wird.
Der Junge spielt Schach mit einen alten Mann im Garten eines Krankenhauses. Im Text geht es zunächst um alte Menschen, die sterben, es wird aber auch nicht ausgespart, dass auch Junge sterben. Um einen sterbenden alten Mann versammelt sich die trauernde muslemische Familie, der Text bezieht sich auf gläubige Familien. Auf der nächsten Seite geht es um den Glauben der Buddhisten an Widergeburt. Ein Vater hält seinen kleinen Sohn im Arm und ein Pfarrer steht an einem Sarg. Der Text bezieht sich auf Beerdigungen in unserem Kulturkreis, mit Geistlichem oder Trauerredner*in. Danach wird eine Beerdigungsfeier in Ghana beschrieben, hier geht es viel bunter zu. Sarg, Urne, Friedhof sind die Themen des nächsten Textes. In Mexico feiert man alljährlich den „Tag der Toten“. Erinnern und mit der Trauer leben sind noch einmal wichtige Bereiche in diesem Buch.
Mir gefällt es gut, dass in diesem Buch Tod und Trauer so pragmatisch angesprochen werden. Es ist sicher auch interessant, dass der Tod nicht überall so ruhig und dunkel daherkommt und dass die Gläubigen verschiedener Religionen unterschiedlich damit umgehen. Die Bilder zeigen sehr gut die Gefühle der abgebildeten Personen und man kann sich bei Anschauen die Situation der Menschen vorstellen.
Rezensionen von Daggy:
Schönes Weihnachtsbuch
Weihnachten mit Mia und Finn von Sabine Praml
Auf dem Cover sind die beiden Kinder beim Baum schmücken zu sehen. Mia, die eine Kugel in der Hand hält kann man verschieben und dann hängt sie ein Glöckchen in den Tannenbaum. Während Finn die erste Kerze am Adventskranz anzündet, knipst Mia mit Hilfe der Kinder, die das Buch lesen, einen Stern im Fenster an.
Dann werden Plätzchen gebacken und da helfen wir beim Ausrollen. Mit Oma wird gebastelt und ein Engel kann die Flügel bewegen, endlich ist Weihnachten und die heilige Familie ist im Stall zu sehen.
Dieses Pappbilderbuch begleitet durch die Adventszeit mit klaren Bilder und beweglichen Elementen. Der Text reimt sich, ist angenehm vorzulesen und verständlich.
Rezensionen von Lesemama:
Kayla und Simon
Florida Falcons - Play me hard von Kari Tenero
Zum Buch:
Kayla springt in einem Nachtclub für eine Freundin ein. Dort trifft sie auf Simon, den Quaterback der Florida Falcons. Die Nacht bleibt nicht ohne Folgen.
Sieben Jahre später kehrt Kayla zusammen mit ihrer Tochter Zoey zurück in ihre Heimatstadt in Florida und fängt ausgerechnet bei den Falcons einen Job als Grafikerin an.
Ein Wiedersehen mit Simon bleibt unausweichlich.
Meine Meinung:
Sports Romance lese ich zur Zeit ganz gerne und da ist mir die Sportart ziemlich egal, wobei natürlich Football schon was hat.
Die Geschichte beginnt mit dem One-Night-Atand und wechselt schnell sieben Jahre später nach Florida. Simon ist mir eigentlich sehe sympathisch, auch wenn er den Ruf eines Players hat. Zoey, die Tochter der beiden ist zuckersüß.
Alles in allem eine schöne, gut zu lesende STory. Abwechselnd aus Sicht von Kayla und Simon erzählt. An einigen Stellen entdeckte ich kleine zeitliche Fehler, die aber nicht weiter im Ablauf stören, nur mich macht sowas immer ganz wuschig, wenn es nicht aufgeht.
Die letzten ca. fünfzig Seiten haben mich sehr berührt und ich hatte tatsächlich Tränen in den Augen. Eine unterhaltsame, romantische Story mit dem ein oder anderen prickelnden Moment. Habe es gerne gelesen.
Rezensionen von heinoko:
Meisterhaft erzählt mit einem nachdenkenswerten Thema
Hast du Zeit? von Andreas Winkelmann
Diese Frage wird uns allen oftmals gestellt: Hast du Zeit? „Na klar“, sagt man oder „morgen vielleicht“ oder „nee, ich weiß nicht, wo mir der Kopf steht“ usw. Zeit als Thema für einen außerordentlich spannenden Thriller zu wählen, hat durchaus auch etwas Philosophisches, Vieldeutiges.
Auf jeden Fall ist es reizvoll, darüber nachzudenken, was oder wer uns Zeit stiehlt. Können wir uns dagegen wehren? Oder verrinnt sie ganz einfach, egal was wir tun? Können wir Zeit überhaupt „besitzen“? Andreas Winkelmann, für mich einer der aufregendsten Thriller-Autoren, hat einen Protagonisten in Szene gesetzt, der alles daran setzt, genau an den Menschen, die ihm Zeit gestohlen haben, Rache zu üben auf schlimmste Weise. Diese Hauptperson hat sich selbst eine unermesslich große Aufgabe gestellt, denn es finden sich immer neue Zeitdiebe, deren Bestrafung unvermeidbar ist. Doch welch frühe Erlebnisse machen einen durchschnittlichen Menschen zum Serienmörder mit einem überdimensional großen Sendungsbewusstsein, diesen Zeitdieben dieser Welt eine tödliche Lehre zu erteilen?
Vor mehreren Jahren wartet Maren Liefers, eine Bestatterin, auf Kundschaft. Denn ihr Geschäft geht nur schleppend. Bis sie unerwarteten Besuch erhält… Jahre später fühlt sich die Krankenschwester Conny Goldmann angstvoll verfolgt. Der Vater ihrer besten Freundin Lars Erik Grotheer, ehemaliger Polizist, will ihr helfen. Doch Conny ist völlig überraschend tot. Kurze Zeit später wird die Schornsteinfegerin Felicitas Möller entführt und verschwindet spurlos. Deren Partnerin, die Fotografin Lilly Costanzo, versucht gemeinsam mit Grotheer, der seltsamen Serie von Todesfällen und der verschwundenen Felicitas Möller, auf die Spur zu kommen. Denn sie entdecken eine ganze Reihe unaufgeklärter Todesfälle, die nichts, aber auch gar nichts, miteinander zu tun haben.
Als Leser ist man von der ersten Seite an, wie gewohnt bei Winkelmann, gefesselt von der Geschichte, die aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. Besonders faszinierend sind dabei die Sequenzen, in denen man den kruden Gedanken des Täters folgen kann und die im Verlaufe des Buches zunehmend die Persönlichkeit des Täters in seiner Tiefe aufdecken. Lange bleibt dennoch vorherrschend das Gefühl der Verwirrung, weil man trotz vielfältiger Ermittlungsschritte und aufmerksamster Lektüre den roten Faden nicht entdecken kann, der zum Täter führen könnte. Statt dessen gerät man beim Lesen immer wieder in komische Verständnisprobleme, weil der Hund namens Jemand zwar herrlich geschildert wird, aber durch seinen Namen die Lektüre seltsam komisch wird.
Fazit: Ein meisterhaft erzählter, nervenaufreibender Thriller mit einer Prise Humor, der zum Nachdenken über die Zeit animiert.
Rezensionen von Daggy:
Abschiednehmen und erinnern
Beppo wird alt von Burkhard Spinnen
Wenn ein Tier zu unserer Familie gehört hat, wissen wir, wie schwer es uns fällt, von ihnen Abschied zu nehmen. Wir sehen, wie sie altern, wie ihnen Dinge keinen echten Spaß mehr machen und wir wissen, bald kommt der Abschied.
Hund Beppo ist schon 12 Jahre alt und wird am Ende des Buches 13, er hat graue Haare und ein Bäuchlein.
Wie Opa schläft er gerne und das kleine Mädchen mit der blauen Brille ist oft traurig darüber. Im Fotoalbum schaut sie sich mit Mama die Bilder an, als sie geboren wurde, war Benno noch ein Hund in den besten Jahren und sie hat viel mit ihm gespielt. Jetzt hört Beppo schlecht und mag manchmal sogar sein Futter nicht essen. Anhand von Fotos sehen wir Szenen aus der Vergangenheit, als Beppo und das Kind alle zusammen erlebten. Damals hat Beppo gut auf das Mädchen aufgepasst, heute muss sie auf den alten Hund aufpassen. Selbst an der Hunde wiese mag Beppo nur noch zuschauen, so sitzen die beiden dort auf der Bank und die jungen Hunde toben herum. Von der Tierärztin bekommt Beppo eine Medizin, damit er sich besser fühlt, umhüllt von Käse nimmt der die Pillen problemlos. Wie jedes Jahr feiert die Familie gemeinsam mit Beppo an einem See seinen Geburtstag. Früher ist er wild in den See gesprungen, doch schon im letzte Jahr reichte ihm am Ufer zu sitzen.
Das Mädchen zieht am Ende des Buches den Schluss, dass Hunde vielleicht klüger sind als Menschen, „Sie reden nicht über das Altwerden, das Sterben und den Tod. Sie leben einfach und freuen sich auf jeden neuen Tag.“
Dieses Buch vom Erinnern und den Abschied erwarten, finde ich sehr gelungen, denn die Kinder sollten schon auf das Mögliche Sterben ihrer Vierbeiner vorbereitet werden. Der Text wird für viele Dreijährige noch etwas lang sein, die Bilder, besonders die Fotos, erläutern gut, dass Geschehen. Ich tue mich etwas schwer mit den gezeichneten Augen, da liegt eine braune Kugel in einem sehr weißen oval ohne Wimpern, das drückt für mich das Gefühl nicht so richtig aus.
Rezensionen von Daggy:
Illustrationen, die begeistern
Eine Nacht im Ozean von Isabelle Simler
Dieses wundervolle Sachbilderbuch lebt von seinen doppelseitigen Panoramaillustrationen, die mich total fasziniert haben. Schon das Cover zeigt eine Auswahl der Tiere und in der Mitte den Vollmond. So langsam geht die Sonne golden unter und die Basstölpel tauchen zur Jagd unter. Ein hellblaues Auge schaut uns an, bevor der Schnabel untertauchen wird.
Lederschildkröten verlassen den Ozean zur Eiablage, auf einer der letzten Seiten werden wir am Morgen die Kleinen schlüpfen sehen. Der Himmel färbt sich rot und due Delfine jagen gemeinsam. Der Vollmond steht über der glatten See und die Tiere, die das Plankton bilden steigen aus der Tiefe. Die kleinen Tierchen sehen wir hier vergrößert dargestellt, wie winzige Kunstwerke. Aber schon verschwinden sie im Maul des Walhais, des größten Fisches unserer Meere. Papageienfische schützen sich mit einer Blase und Rochen gleiten sanft durch Wasser. Während die anderen schon schwimmen, schaut uns einer, der am Boden liegt mit seinen Glubschaugen an.
Jede Doppelseite hat eine Überschrift „Fächerfische schwimmen um die Wette“ und zwei erklärende Sätze, mehr ist auch nicht nötig, denn die Illustrationen sind einfach traumhaft schön.











