Kunden em pfehlungen
Rezensionen von _Le4_:
Düster
One Dark Window - Die Schatten zwischen uns von Rachel Gillig
Blunder ist ein Ort, der von einem dichten Nebel umgeben ist, der nach Salz riecht. Wer mit diesem Nebel in Berührung kommt, taucht nicht wieder auf, sondern gehört jetzt der Herrin des Waldes. Gelegentlich kommen jedoch Kinder mit dem Nebel in Berührung, die nach einer mysteriösen Infektion verzerrte magische Kräfte besitzen.
Kinder mit dieser Magie werden gejagt, da nur Menschen mit magischen Vorsehungskarten ebenjene nutzen dürfen. Elspeth hatte die Infektion als Kind, konnte der königlichen Garde jedoch entkommen. Ihre Infektion hat ihr einen Nachtmahr beschert, ein Wesen, das in ihrem Kopf haust. Jeden Tag hat sie Angst, dass ihr Geheimnis entdeckt wird.
Beim Versuch, eine Zusammenfassung für dieses Buch zu schreiben, ist mir aufgefallen, wie unheimlich vollgepackt es ist. Trotzdem fand ich es an keiner Stelle zu viel oder überwältigend. Das Buch hat einfach eine ausgezeichnete Storydichte.
Ich mag die Mythen der Welt total gerne, was auch das war, was mir am meisten am Buch gefallen hat. Die Autorin baut eine ganz fantastische, düstere Stimmung auf und man kann sich das nebelverhangene Dorf, in dem eine ständige bedrückende Atmosphäre herrscht, ausgezeichnet vorstellen.
Elspeth hat mir gut gefallen, aber vor allem Ione hatte eine so spannende Entwicklung, dass ich mich die ganze Zeit gefragt habe, wo das noch hinführen wird.
Die Liebesgeschichte ist mir, um ehrlich zu sein, nicht so sonderlich nahe gegangen. Aber gar nicht so wirklich, weil sie schlecht gewesen wäre, sondern weil mich die ganze restliche Welt und die Suche nach den Vorsehungskarten viel mehr interessiert hat.
Den Austausch zwischen Elspeth und dem Nachtmahr fand ich herrlich zu lesen, da er oft witzig, aber durchaus auch mysteriös war.
Das Buch vermag es ausgezeichnet, eine verhängnisvolle Stimmung aufzubauen, was ich ganz hervorragend fand. Nach dem Ende des ersten Band bin ich wahnsinnig gespannt auf den nächsten Teil.
Rezensionen von Ele:
Agathe Heidling
Aus guter Familie. Leidensgeschichte eines Mädchens von Gabriele Reuter
Aus guter Familie, Gesellschaftsroman von Gabriele Reuter, 270 Seiten, erschienen im Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag
Leidensgeschichte eines Mädchens
Agathe ist aus guter Familie, der Roman spielt im „Fin de Siècle“ im ausgehenden 19. Jahrhundert, im Kaiserreich. Wohlbehütet in einem großbürgerlichen Haushalt, stößt die freiheitsliebende Agathe immer wieder an die Grenzen, die für ein „Mädchen aus gutem Hause“ damals schicklich waren.
Weder ihre Sehnsucht nach Freiheit, noch nach Glück erfüllen sich. Ihr Bruder verspielt sogar ihre Mitgift und so steht ihr nicht einmal mehr der Weg für eine späte Vernunftehe offen. Darüber verzweifelt die junge Frau und endet schließlich in einer Heilanstalt.
Das Buch besteht aus 2 Teilen, die in diverse Kapitel eingeteilt sind, welche mit römischen Ziffern überschrieben sind. Der Schreibstil ist flüssig, die Sprache der damaligen Zeit angemessen, nur Orthografie und Zeichensetzung wurden modernisiert. Immer wieder erscheinen Phrasen im Dialekt, die nicht übersetzt wurden. Viele Fremdwörter zum Teil veraltet, die ich nachsehen musste, wurden verwendet.
Die Figuren, besonders die Protagonistin sind gründlich charakterisiert und beschrieben, die Handelnden agieren für mich nicht immer nachvollziehbar, was jedoch der damaligen Zeit, in der der Roman spielt, zuzuschreiben ist, eine Innenansicht ganz besonders von Agatha, wie es in ihr drin aussieht kann absolut überzeugen, das ist eine Stärke des Buches. Das beginnt schon ganz am Anfang bei der Beschreibung der Ergriffenheit, die sie bei ihrer Konfirmation erfasst. Letztendlich tut mir Die Protagonistin leid, erleichtert, dass ich nicht in dieser Zeit leben musste. Der Roman wurde in der Schwellenzeit, in der klassischen Moderne verfasst, Es fand ein gesellschaftlicher Aufbruch statt, der hier gut beschrieben ist, der aber Agathe nicht zu Gute kommt. Zu sehr wird sie fremdbestimmt. Schon bei der Konfirmation werden geschenkte Bücher, die nicht für ein feines Mädchen geeignet sind gegen ihren Willen umgetauscht. Als Kind hat man sie um das Wissen von Schwangerschaft und Geburt belogen. Ihr Debütantinnenball war die reinste Katastrophe. Christlich erzogen, angepasst, von den Eltern klein gehalten. Ihre Freundin Eugenie und ihre Kameradinnen im Pensionat waren anders, freier und schon damals zeichnete sich eine Ausgrenzung ab. Sie galt als verklemmt und frömmlerisch. Das steigert sich immer weiter, dabei nicht ganz unschuldig, ihre sogenannte beste Freundin und spätere Schwägerin Eugenie. Das genaue Gegenteil von Agathe, modern, frech und selbstbewusst, von allen bewundert und angeschwärmt, flirtet und flattert sie sich durchs Leben. In ihrem Schatten Agathe. Irgendwie hatte ich auch das Gefühl, sie genießt es geradezu Agathe zu piesacken und zu quälen. Sie war mir durchgehend unsympathisch.
Einige unglückliche Schwärmereien später, die Agathe zerreißen, zwischen, was sich schickt und vornehmer Zurückhaltung, zeichnet sich ab, dass Agathe wohl ein spätes Mädchen ist. Selbst eine spätere Vernunftehe, bleibt ihr verwehrt. Ihr Bruder hat ihre Mitgift verspielt, da habe ich mich schon gefragt warum seine reichen Schwiegereltern und seine extravagante Frau nicht dafür aufkommen konnten, nein auch da musste Agathe zurückstecken.
Ihre Mutter und den Onkel pflegen auch ihr Vater wollte sie nicht gehen lassen. Als sie am Ende noch eine herbe Enttäuschung erlebt, war das Maß voll. Ich kann sie verstehen. Ich bin nicht ganz sicher ob es sich hier um Melancholie oder Hysterie handelt, Agathes Verhalten lässt beides zu.
Ein Buch, das in einer Zeit spielt die zum Glück vorbei ist. Mich hat es gut unterhalten. Eine Leseempfehlung und 3,5 wo nötig 4 Sterne.
Rezensionen von Claudia R:
Sommerlektüre
Lass den Sommer in dein Herz von Nele Blohm
Klappentext / Inhalt:
Ida Nielsen verwirklicht sich mit ihrem kleinen Laden Nähkomplizin einen großen Kindheitstraum auf Sylt.
Dort verkauft sie verschiedene Stoffe, Garn und Selbstgeschneidertes, vorzugsweise für Babys und Kinder. Nur sie selbst hat noch nicht ihr Glück gefunden. Als Moritz Christiansen auf der Nordseeinsel auftaucht, scheint es Liebe auf den ersten Blick zu sein.
Während Ida ihr Herz in die Waagschale wirft und sich ihre Zukunft mit Moritz in den schillerndsten Farben vorstellt, ist er von einen Tag auf den anderen von der Nordseeinsel verschwunden.
Wird Ida sein Geheimnis lüften können?
Cover:
Das Cover wirkt verspielt, romantisch und sommerlich frisch. Die hellen färben und auch die Elemente bringen Sommerfeeling herüber. Die Charaktere sind als Silhouetten angedeutet. Optisch und auch farblich ist es passend zum Titel sehr schön umgesetzt.
Meinung:
Leichte Sommerlektüre mit Urlaubsfeeling und coolen Charakteren. Es ist bereits der zweite Band nach "Meer Zeit für die Liebe" und kann aber auch durchaus unabhängig voneinander gelesen werden. Auch dieser Band spielt auf der Nordseeinsel Sylt und bringt diese Küstenatmosphäre sehr gut herüber. Insel- und Urlaubsfeeling pur wird hier geboten.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich, wie gewohnt, sehr flüssig und locker lesen. Mr sind bereits einige Bücher der Autorin bekannt und ich mag ihren Schreibstil und auch die Beschreibungen sehr gern. Die Kapitelanfänge sind sehr schön, mit kleinen Möwenornamenten, verziert. Auch die Kapitellänge ist gut gewählt.
Die Geschichte ist liebevoll und einfühlsam umgesetzt und die Emotionen und Gefühle sind gut spürbar. Die Charaktere sind gut durchdacht und Ida war mir schnell sympathisch und ich konnte mich gut in ihre Handlungen und Gedanken hinein versetzen.
Eine wunderschöne, leichte Sommergeschichte, die gut unterhält und ich für Zwischendurch gut geeignet ist.
Fazit:
Leichte Sommerlektüre mit Urlaubsfeeling und coolen Charakteren.
Rezensionen von Lesehamster12:
Ideal für Erstleser
Kola und Hops - Der Kaufhausdieb von Alan MacDonald
Das Ravensburger Buch "Kola & Hops Der Kaufhausdieb" ist ein ganz toll gestaltetes Buch zum ersten Selbstlesen.
Natürlich kann es auch super vorgelesen werden.
Die Seiten sind sehr liebevoll bebildert, so dass die Kleinen beim Vorlesen visuell der Geschichte gut folgen können.
Zum ersten Selbstlesen ist es klasse gemacht, denn pro Seite ist immer nur etwas Text.
So kann man entweder im Wechsel mit dem Kind lesen oder wenn das Kind schon fitter ist, schafft es wahrscheinlich auch ein Kapitel gut alleine.
Die ganze Geschichte ist toll geschrieben, mit wenigen Hauptcharakteren, so dass man dem Gelesenen gut folgen kann.
Zudem ist das Abenteuer kindgerecht, spannend und kurzweilig gehalten, das Cover zeigt direkt die Freude von Kola und einen Hops, der ein wenig in Panik geraten scheint :-)
Die beiden Freunde Kola & Hops erfahren vom neuen Kaufhaus und Kola will dann sofort hin und sich alles anschauen. Bei diesem Ausflug geraten sie in ein aufregendes Abenteuer!
Rezensionen von brauneye29:
Toller Auftakt
Prometheus Highschool 1: Wie man ein Monster zum Leben erweckt von Stuart Wilson
Zum Inhalt:
Athena liebt Experimente, doch sie gehen nicht immer gut. Beim letzten hätte sie fast ihr Zuhause abgefackelt, doch statt einer Strafe erhält sie einen Platz an der Prometheus Highschool, wo gelehrt wird mit Wissenschaft und Magie den Tod zu bezwingen.
Meine Meinung:
Schon das Cover zieht die Blicke an und der Klappentext lässt auf ein spannendes Buch hoffen und die Hoffnung wird nicht enttäuscht.
Ich mochte Athena als Protagonistin, sie ist irgendwie erfrischend und vielschichtig. Die Geschichte wartet mit überraschenden Wendungen auf, hat einen sehr schönen Mix aus fantastischen Momenten, aber auch Humor und Spannung. Schon der Schauplatz, das alte Kreuzfahrtschiff, hat was, aber eben auch, dass die Kinder nicht den üblichen Lehrstoff haben, sondern lernen tote Körper zum Leben zu erwecken, ist besonders und ungewöhnlich. Ich fand das Buch sehr gelungen.
Fazit:
Toller Auftakt
Rezensionen von Wanderpfa.de:
Spannende Eindrücke in die Welt der Berge aus unterschiedlichsten Blickwinkeln
BERG 2024 - Alpenvereinsjahrbuch von Deutscher Alpenverein; Alex Klemmer
Vorwort:
Das Alpenvereinsjahrbuch des Deutschen, Österreichischen und Südtiroler Alpenvereins bietet Jahr für Jahr vertiefte Einblicke in das alpine Geschehen und viel Lesestoff für alle, die die Berge lieben.
Zum Inhalt:
Das Jahrbuch ist nach unterschiedlichen Themen in die Kapitel Bergwelten, BergFokus, BergMenschen, BergSteigen, BergWissen und BergKultur aufgeteilt.
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Nach einem Zitat von Ludwig Ganghofer vor 130 Jahren "Herr, wen Du lieb hast, den lässest Du fallen in dieses Land" lautet der inoffizielle Werbespruch der Region Berchtesgaden.
Der gesamten Region um den Mythos, Naturwunder und Sportplatz Watzmann herum ist der Gebietsschwerpunkt BergWelten gewidmet. Näher beleuchtet wird der stetig wachsenden Zustrom an Erholungsuchenden und Sportbegeisterten Menschen und der Versuch dem Ganzen durch eine Besucherlenkung an Watzmann und Königsee Herr zu werden. Die direkte Konfrontation mit den digitalen Möglichkeiten heutiger Apps und einer fehlenden Planung bzw. Vorbereitung auf Bergtouren, was zum Einen die das Wegnetz betreuenden Alpenvereinssektionen und zum Anderen die Bergwachten mit zunehmenden Einsatzzahlen in Bedrängnis bringt. Ein sehr spannendes Thema.
Die beängstigende Geschwindigkeit und die vielfältigen Folgen des Klimawandels werden ausführlich im Kapitel BergSteigen behandelt. Die Herangehensweise und Auseinandersetzung der unterschiedlichen Generationen mit diesem Thema lehren, dass der weiteste Horizont nicht nur aus Gipfeln besteht. Dieses Bewußtsein ist angekommen, auch wenn ein gewisser Nachholeffekt der Pandemie und des Lockdowns nicht abzuweisen ist. Weitere Themen sind u.a. Nachforschungen zur ersten Besteigung des Ortlers, die Besteigung des Fuji-an und ein Beitrag zum Alpinismus mit Ski.
Im Kapitel "BergMenschen" begegnen wir u.a. Barbara "Babsi" Vigli über den Wolken und Cenzi Ficker-Sild, einer Zeitzeugin mit alpinistischen Erfolgen in politisch aufgewühlten Zeiten um die Jahrhundertwende. Der slowakische Bergsteiger Zoltan Demjan zieht mit einem Rückblick zum Dhaulagirie Bilanz. Daneben gibt es erstaunliche Einblicke in das Leben eines Steinbock-Hirten abseits aller Pfade.
Die Rückkehr der Wölfe in die Alpen und das damit verbundene mögliche Ende der Almen wird im Kapitel "BergWissen" behandelt. Ein weiterer Aspekt ist ein Rückblick auf das Außenlager des KZ Dachau in den Alpen von 1938 - 45.
Die BergKultur erzählt von Aufstieg und Fall der Sektion Krain des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins. Ein Mundart-Rap sieht brennende Schneekanonen in Tirol und eine weitere Kolumne beleuchtet den Comiczeichner und Kaberettisten Eberhard "Erbse" Köpf.
Daneben gibt es noch viele Geschichten und Texte in den unterschiedlichen Themenwelten, die den Rahmen einer kurzen Besprechung deutlich sprengen. Daher bleibt vor dem Kauf bzw. Ausleihen nur noch die Möglichkeit einen digitalen Blick in das Buch zu werfen (siehe unten).
Zum Klappentext:
Zeitschrift Band 148: Große Momente. Spannende Entwicklungen. Weite Ausblicke. Menschen und Themen, die uns bewegen und uns wichtig sind.
Das Jahrbuch BERG bietet mit erstklassigen Beiträgen namhafter Autorinnen und Autoren und großartigen Bildern einen unverzichtbaren Überblick über die wichtigsten Themen aus der Welt der Berge und des Bergsports. "König" Watzmann und sein nicht minder eindrucksvolles Gefolge im Nationalpark Berchtesgaden stehen im Mittelpunkt des BergWelten-Gebietsthemas. Der BergFokus widmet sich der "Alpen-WG" - und der Frage, wie Menschen heute im Gebirge leben und arbeiten.
Fazit:
Auf über 250 prall gefüllten Seiten findet man Historisches und Aktuelles rund um Leben, Arbeiten, Erholung und Sportbetätigung in der gesamten Alpenregion. In bewährter Manier haben die Alpenvereine eine inhaltlich ansprechende Lektüre zusammengestellt und beleuchten durchaus kritische Themen. Das Jahrbuch ist nicht nur etwas für Bergsportler, sondern für alle, denen das Thema "nachhaltiger Umgang mit der Natur" wichtig ist. Das Jahrbuch kann sinnvoll die Stunden füllen, die wir Zuhause verbringen dürfen oder müssen.
Rezensionen von brauneye29:
Besser als der 1. Teil
Signum von John Ajvide Lindqvist
Zum Inhalt:
Kim Ribbing hat den Schockdoktor Martin Rudbeck gekiddnappt und hält ihn in seinem Keller fest. Auch er war Opfer seiner Handlungen und will wissen, was einen Menschen dazu bringt im Dienste der Wissenschaft junge Menschen zu quälen. Die Ex-Polizistin Julia Malmros ermittelt derweil gegen die "Wahren Schweden", einer rechtsextremen Partei und steht plötzlich in einem Gewissenskonflikt.
Meine Meinung:
Beim Vorgängerband Refugium habe ich mich schwer getan, das war in diesen Band eindeutig besser, allerdings fand ich schon, dass das Buch einige Längen hatte, aber das empfindet natürlich jeder anders. Mitunter verliert sich auch der rote Faden im Buch, weil es eben nicht nur eine durchgängige Story gibt. Insgesamt hat mir das Buch besser gefallen als der Vorgänger, aber zum Verständnis dieses Teils sollte man den ersten Teil kennen.
Fazit:
Besser als der 1. Teil
Rezensionen von brauneye29:
Anders als erwartet
Signum von John Ajvide Lindqvist
Zum Inhalt:
Geplant war es nicht, dass ihr Mann tot vor Sally liegt. Sie hat ihn mit der gusseisenen Pfanne erschlagen. Sollte sie jetzt nicht besser die Polizei rufen? Stattdessen gönnt sie sich erstmal ein Stück Kuchen und lässt sich ein Schaumbad ein. Wie werde ich die Leiche los ist jetzt das nächste Problem.
Auch drei weitere Frauen haben das Problem und die vier Frauen gründen eine Art Selbsthilfegruppe.
Meine Meinung:
Was sich eigentlich sowohl vom Klappentext als auch vom Titel eher amüsant liest, entpuppt sich dann doch als ein Buch, dass ein ernstes Thema aufgreift. Natürlich auch mit dem ein oder anderen amüsanten Schwenk, aber es geht halt auch um Misshandlung und warum man dieses Situation nicht einfach verlässt. Die vier Frauen können sich endlich jenseits der Scham darüber austauschen und nebenbei auch noch planen, wie sie die jeweiligen Männer entsorgen.
Fazit:
Anders als erwartet
Rezensionen von Sorko:
Spannender Schwedenkrimi
Refugium von John Ajvide Lindqvist
Eine spannende Geschichte, ein fesselnder Schreibstil und angenehm kurze Kapitel – das hat mir sehr gefallen. Julia und Kim sind grundverschiedene Charaktere, und ich frage mich, ob das auf Dauer gut gehen kann.
Ein brutales Verbrechen am Anfang, was steckt dahinter? Das wollte ich unbedingt wissen, und weitere Geheimnisse warfen ihre Schatten voraus.
Was verbirgt Kim Ribbing? Er scheint unfassbar reich zu sein, was bei seinen Ermittlungen und den Reisen hilfreich ist. Julia ist als erfolgreiche Autorin auch recht wohlhabend. Durch ihren Ex hat sie Verbindungen zur Polizei, was sich ebenfalls als hilfreich erweist. Julia und Kim arbeiten effektiver als die Behörde, das ist nicht ungefährlich, aber sie kommen dem Kern des Verbrechens schnell näher. Kims Figur wirkte auf mich manchmal wie ein Superheld, obwohl er in seiner Kindheit Schlimmes erlebt hatte. Vielleicht ein klein wenig übertrieben, aber trotzdem spannend zu lesen. Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen, ich bin gespannt, wie es im nächsten Band weiter geht...
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Beklemmender Roman
Schatten über Salzburg von Peter Blaikner
„Mischen sie sich da nicht ein!“
Dieser Roman, der auf einer wahren Begebenheit beruht, ist eine beklemmende Schilderung menschlicher Abgründe, die letztlich eskalieren und in einer Katastrophe enden.
Im Jahr 1993 besetzt eine Gruppe Neonazis den seit Jahren teilweise als Kulturzentrum und teilweise leerstehenden und dem Verfall preisgegebene Petersbrunnhof in der Stadt Salzburg.
Harald Schauer, ein Lehrer an einem Gymnasium, lebt mit Frau und Tochter in der Nähe und beobachtet das Treiben mit wachsender Sorge, zumal sich der eine oder andere Schüler sich dem unbekannten Treiben neugierig nähert. Einer davon ist Bernie, der in zerrütteten Familienverhältnissen aufwächst, und der in den jungen Männern, die ihm Halt und Struktur zu geben scheinen, eine neue Familie findet.
Schauer ist ein guter Staatsbürger, der noch an Recht und Ordnung glaubt. Deshalb erstattet er mehrmals Anzeige bei der Polizei als das Treiben im Petersbrunnhof immer lauter wird, die Gruppe weder vor Tätlichkeiten noch vor Beätstigung junger Mädchen und auch vor Sachbeschädigungen nicht zurückschrecken. Die Behörden nehmen ihn jedoch nicht ernst, sondern behandeln ihn als Querulanten und Unruhestifter. Man gibt ihm den „guten Rat“, sich nicht einzumischen. Als dann noch ein eigenartiger Priester die Szene betritt, gerät Schauer vollends den Strudel dubioser Machenschaften, aus dem es kein Entrinnen gibt.
Meine Meinung:
Ich kenne Peter Blaikner schon aus seinem biografischen Roman um die Gangsterbraut Virginia Hill. Doch sind die beiden Bücher nicht miteinander zu vergleichen.
Dieser Roman erzeugt eine Sogwirkung, der man sich kaum entziehen kann. Langsam aber stetig steigt die Spannung, bis es letztlich zur Katastrophe kommt. Dabei sind es nicht unbedingt jene, die diese Spirale der Gewalt in Bewegung setzen, die Verantwortlichen. Die wirklichen Urheber sind erst ganz zum Schluss sichtbar.
„Alles was das Böse braucht, um zu triumphieren, ist das Schweigen der guten Menschen.“ (Jean Ziegler)
Die Gruppe der Besetzer setzt sich aus Veteranen des Jugoslawienkrieges, die in verschiedenen Städten und Dörfer Gräueltaten erlebt und auch verübt haben sowie aus deutschen Neonazis und Berufsprotestierern zusammen. Einige sind alkoholkrank, drogensüchtig oder leiden an kriegsbedingter PTBS. Sie rekrutieren enttäuschte Jugendliche für ihre Zwecke.
Schauer, ist ein desillusionierter Fünfzigjähriger, der langsam an seine Pension denkt, ständig unzufrieden wirkt und auch öfters nörgelt. Er lebt neben seiner Frau her, man kennt sich seit der Schule und hat sich inzwischen wenig zu sagen. Auch mit Larissa, der gemeinsamen Tochter, die gerade in die Volksschule geht, weiß er, der Pädagoge, wenig anzufangen.
Doch was ist von den Behörden zu halten, die Bürger, die Missstände auf- und anzeigen, den vermeintlich guten Rat geben, sich ja nicht einzumischen? Muss da nicht der Verdacht aufkommen, dass hier gemauschelt wird und im Hintergrund Fäden gezogen werden, um eigene Interessen, vielleicht auch gegen den Willen der Bevölkerung durchzusetzen? Kann es sein, dass man die Besetzer nicht nur duldet, sondern auch absichtlich gewähren lässt? Weit weg von Salzburgs Innenstadt, um die Touristen nicht zu verschrecken?
Langsam, aber stetig entwickelt sich eine bedrohliche Grundstimmung zu einem kafkaesken Szenario, die Harald Schauers Umgebung einschließt. Walter, Freund und Nachbar, ist Polizist, macht einige kryptische Andeutungen und steckt Harald, dass er bei der Polizei als Rechtsradikaler gelistet ist. Damit gerät sein Weltbild gehörig ins Wanken.
Im Anhang finden sich Angaben zu den realen Ereignissen von 1993, die diesem Roman teilweise zu Grunde liegen.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem beklemmenden Roman, der Abgründe der Menschen aufzeigt, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.










