Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Elli von Klaus Baumgart
Elli ist ein kleines Gespenst. Ihr Haus wurde abgerissen und jetzt ist sie auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Sie schaut sich in der Geisterbahn um und trifft auf einen Raum, auf dem "Ungeheuer geheim" steht. Dahinter verbirgt sich eine Schar Monster, die die Menschen in der Geisterbahn zum Gruseln bringen möchte.
Ob Elli das schafft?
Wir fanden die Geschichte ganz bezaubernd. Das Buch ist sehr schön illustriert und für Monster wirkt es auch gar nicht gruselig. Uns haben die Monster angesprochen und wie sie Elli aufnehmen. Die gesamte Geschichte ist echt süß und hat eine nette Pointe, die für Kuscheltierfans sicher beruhigend sein kann - denn gerade für kleinere Kinder kann das Kuscheltier doch sehr wichtig sein!
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Love, unconventionally von Lola Joyce
Love, unconventionally erzahält die Geschichte von Claire. Sie ist auf der Suche nach einer neuen Mitbewohnerin und erhält eine Mitbewohnerin, die sehr viel offenener in sexueller Hinsicht ist, als Claire es so ist. Mit ihr lernt sie auch ihren Freundeskreis kennen und somit auch Leon. Leon erzählt ihr immer wieder, er sei Produzent.
Doch was er genau produziert und woher er Sina kennt, kommt nicht zur Sprache bzw. wird verschwiegen, was zu ziemlichen Drama führt.
Die Themen, die angesprochen wurden im Buch, fand ich sehr spannend und es ist auch in gewisserweise eine gewisse Art von Gesellschaftskritik in dem Buch verpackt. Grundsätzlich mag ich so etwas. In diesem Fall jedoch war ich ziemlich enttäuscht von Leon. Die Kritik genau auszuführen, würde ziemlich spoilern. Jedenfalls hätte ich mir von ihm mehr Offenheit erwartet - denn ich bin der Meinung, Akzeptanz gegenüber unterwöhnlichen Lebenskonzepten erhält man em ehesten, wenn man tabuisierte Themen enttabuisiert und ehrlich zueinander ist, vor allem in einer Beziehung. Der Erzähltstil selbst ist jedenfalls gelungen, wenngleich es auch nicht wirklich so komisch ist, wie man es sich vielleicht von einer RomCom erwartet. Stattdessen geht es auch ziemlich viel ums Essen und gute Rezepte, also auf etwas Hunger gefasst machen....
Rezensionen von Anno:
Spielend die Welt entdecken
Mein Sachen suchen Wimmelbuch: Tiere und ihre Kinder von Susanne Gernhäuser
Ich habe dieses Buch einer lieben Freundin geschenkt, weil ich selbst so angetan vom Umfang der Lebensräume und der Kombination aus Sachen-Suchen und Entdeckerklappen war. Und scheinbar stehe ich nicht allein damit da. Mama und Kind sind begeistert und lesen es seither regelmäßig und mit sehr viel Freude.
Doch zurück zum Inhalt des Buches. Dieses ist für Kinder ab 2 Jahren geeignet und enthält übliche Szenen von Bauernhof und Wald, aber auch außergewöhnlichere wie z.B. Nordpol. Wodurch kleine Kinder nicht nur auf vertraute Tieren, wie Kuh und Kalb oder Esel und Fohlen stoßen, sondern auch Tiere kennen lernen, die ihnen bisher nicht oder nur wenig vertraut waren. Jede Seite wird, wie bei Wimmelbüchern oft üblich, mit einem kurzen Text und einigen Suchaufträgen begleitet. Besonders aber wird dieses Buch durch seine zusätzlichen Klappen, welche Tiere verdecken und der Suche noch eine weitere interessante Note verleihen, manchmal eine räumliche Tiefe simulieren (hinter den Stein ist…) oder Tiere in Bewegung zeigen.
Dies ist das erste derart kombinierte Buch, welches ich in Händen hielt und wünschte ich hätte es schon früher entdeckt. Die Idee dazu ist einfach großartig und ich hoffe, dass es noch mehr dieser Bücher gibt und geben wird. Ab jetzt halte ich auf jeden Fall Ausschau.
Rezensionen von Frechdachs:
Eine verschworene Schicksalsgemeinschaft zwischen Leben und Tod
Der Bademeister ohne Himmel von Petra Pellini
Petra Pellini ist wie ihr Hauptprotagonist Hubert in ihrem aktuellen Roman "Der Bademeister ohne Himmel" eine passionierte Meisterin in ihrem Fach, die wohl nicht einfach so vom Himmel gefallen ist.
Pellinis Werk glänzt insbesondere durch sehr feinfühlige Zwischentöne, die man während der Lesezeit einfach so fast nebenbei in sich aufsaugt.
Der Titel wie auch der Klappentext verrät bereits ein klein wenig des Inhalts. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist der 86 Jahre alte und demente Hubert, um den sich zwei Personen ganz besonders in seinem immer mehr verschwindenden Alltag kümmern. Linda und Ewa sind quasi die Sidekicks des ehemaligen passionierten Bademeisters dessen Gedächtnis dann immer mehr nachlässt. Hubert zieht sich dann immer mehr in seine ganz eigene Welt zurück.
Genau diesen spannenden, aufregenden und nicht immer leicht zu verdauenden Mikrokosmos erzählt Petra Pellini wirklich sehr glaubhaft und transportiert auch zig verschiedene Emotionen während dem ganzen Erzählstrang hinweg.
Mit den Handelnden wurde ich persönlich sehr schnell warm und konnte mich auch sehr gut in die verschiedenen Perspektiven hineinversetzen. Ich wähnte mich ganz einfach dicht im Alltag dieses außergewöhnlichen Trios mit dabei.
Jeder hat praktisch sein eigenes Schmerzköfferchen bzw. seinen eigenen Rucksack zu tragen. Die 15-jährige Linda, die lieber heute als morgen von dieser Welt abtreten möchte. Die polnische Pflegerin Ewa, die den dementen Hubert sehr liebevoll umsorgt, aber mit der Zeit auch Heimweh nach Polen und ihrem dort lebenden Freund hat.
Dieses vordergründig vielleicht nicht ganz stimmige Trio wächst dann im Alltag über sich hinaus und durchlebt wirklich viele Höhen und Tiefen. Pellini gibt diesen Charakteren dann unheimlich viel Tiefe, indem man immer mehr von ihren tatsächlichen Lebensumständen erfährt.
Wer sich auf genau dieses Buch einlässt, wird mit einer sehr liebevollen und vor allem tiefgründigen Story belohnt. Sie bietet einen nicht alltäglichen Einblick in die Begleitung eines Demenzkranken, dessen besonderer Gefühlswelt und Emotionen bzw. spiegelt auch sehr glaubhaft die Herausforderungen der pflegenden und begleitenden Personen wieder.
Ich persönlich pflege aktuell auch ein dementes Familienmitglied und mir ging die Handlung dann sehr nahe. Ich schmunzelte, weinte und fieberte einfach die komplette Story mit Hubert und seinen Freunden mit und wurde auch vom Finale nicht enttäuscht, auch wenn es eine echte Überraschung birgt.
Für mich persönlich ist Petra Pellinis Werk bereits jetzt eine echte Buchperle in diesem aktuellen Lesejahr 2024, die ich aus dem Nichtschwimmerbecken mit zahlreichen anderen Exemplaren herausfischen konnte.
Rezensionen von Peachybookdreams :
Aus Fehlern lernen
Lua Luftwurzel - Silberelfen fängt man nicht von Christoph Minnameier
Inhalt: Lua Luftwurzel fliegt eines Tages in die Falle der Hexe Malicia Warzenbuckel. Gefangen in einem Käfig ist sie jedoch nicht allein, auch der kleine Gnom Fobu der eigentlich gar nicht entkommen möchte, ist da. Doch Lua will nicht dressiert werden, sie möchte frei sein, um sich weiter um die Tiere des Waldes zu kümmern.
Wird ihr die Flucht gelingen?
Mir hat Lua Luftwurzel sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist angemessen für die Altersangabe, aber auch humorvoll. Als schnell Leser kommt man recht zügig durch die Geschichte, sodass sich das Buch auch sehr gut zum Vorlesen eignet. Die illustrierten Bilder sind schön, detailliert und passend zur jeweiligen Stelle im Buch gestaltet. Besonders amüsant fand ich die reimenden Hexensprüche, bei denen ich richtig lachen musste und der kleine Stinkmuffel. Lua ist eine tapfere Fee, die nicht nur Mut, sondern am Ende auch Größe beweist. Die Hexe Malicia Warzenbuckel ist nicht die typisch böse Hexe wie man sie sonst aus alten Märchen kennt, beschreiben würde ich sie als moralisch grau, sie ist nicht gut aber auch nicht durchtrieben böse. Von ihrer eigenen Medizin gekostet, lernt auch sie, wie falsch sie über die Intelligenz und das Einfühlungsvermögen der Fabelwesen gelegen hat. Deshalb ein empfehlenswertes Kinderbuch mit einer lehrreichen Message.
Rezensionen von Sheilo:
Wenn die Gefühle einer Achterbahnfahrt gleichen
Alaskan Boss - Liebe hoch zwei von Samanthe Beck
Lilah trägt ein Geheimnis mit sich, dessen Entdeckung zu einem tiefen Riss in der Beziehung zu ihrer Mutter führt. Zum Glück wird sie von ihren Freunden aufgefangen und einer sticht dabei in seiner Fürsorge besonders heraus. Ford unterstützt Lilah wo er nur kann und es erwachen immer mehr Gefühle zwischen den beiden.
"Alaskan Boss – Liebe hoch zwei" ist der dritte Band der wundervollen Buchreihe von Samanthe Beck. Ihr Schreibstil ist sehr mitreißend und gefühlvoll, aber auch an vielen Stellen wahnsinnig amüsant. In diesem Band warten so einige Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Die Autorin lässt uns dabei die Geschichte aus zwei Blickwinkeln erleben, der von Lilah und Ford, wodurch wir einen noch besseren Einblick in das große Gefühlschaos erhalten.
Lilah ist in Captivity aufgewachsen und ist bei allen beliebt. Als ihr Geheimnis ans Licht kommt, wird ihr sofort von allen Seiten Unterstützung angeboten. Sie ist eine wirklich tolle Frau mit sehr großem Herz.
Ford zeigt zwar nach außen hin gerne seine harte Schale, aber eigentlich ist er ein sehr rücksichtsvoller Mann, der schon seit Jahren ein Auge auf Lilah geworfen hat. Aufgrund des Altersunterschiedes hat er sich jedoch immer nur als Freund gesehen. Und dann wartet da noch ein sehr unerwartetes Abenteuer auf Ford, ihr könnt gespannt sein.
Ich liebe dieses Auf und Ab zwischen Ford und Lilah sehr und wie sie beide mit ihren Gefühlen kämpfen. Sie machen so viel zusammen durch und das schafft gemeinsame Erinnerungen. Natürlich dürfen wie in den Vorgängerbänden ein paar spicy Szenen nicht fehlen.
Leider war dies nun schon der letzte Band der wundervollen Buchreihe und es wird keine lustigen Wetten mehr aus dem Stammlokal Goose geben, aber ihr könnt euch in diesem Buch auf eine weitere spannende Wette freuen. Freut euch auf ein Wiedersehen aller Charaktere aus Captivity und auch auf einige neue Gesichter.
Ich liebe die Geschichte von Lilah sehr und kann diese fesselnde Liebesgeschichte sehr empfehlen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine komplexe Familiengeschichte
Das Pfauengemälde von Maria Bidian
Dieser Roman ist das Debüt von Maria Bidian, die sich dazu von ihrer eigenen Familiengeschichte inspirieren hat lassen. Genau wie Protagonistin Ana hat die Autorin einen rumänischen Vater und eine deutsche Mutter und eine große Familie in Rumänien.
Als Ana zwei Jahre nach dem Tod ihres Vaters erfährt, dass die unter der Ceaucescu-Diktatur enteignete Familie einen Teil des ehemaligen Besitzes zurückerhält, reist sie nach Rumänien.
Ihr selbst geht es vordergründig nicht um das Haus, sondern um das sogenannte „Pfauengemälde“, von dem ihr der Vater häufig erzählt hat.
Doch das Vorhaben erweist sich schwieriger als gedacht, denn die Mühlen der rumänischen Bürokratie mahlen mehr als langsam. Obwohl scheinbar alles klar ist, muss Ana allerlei rumänische Dokumente vorweisen, die sie erst beschaffen muss. Sie nützt die Zeit, um ihre weitverzweigte Familie zu besuchen. Sie reist zu Onkeln und Tanten, trifft Cousins und Cousinen. Dabei erfahren sie und wir Leser einiges über das vergangene und das heutige Rumänien sowie die Hoffnungen, die man auf den zukünftigen EU-Beitritt setzt.
Meine Meinung:
Maria Bidian versucht in ihrem Debütroman uns den Umgang mit Trauer, Schuldgefühlen und die Traumata in unseren eigenen Familienbiografien (und was sie mit uns machen), näher zu bringen. Leider gelingt dies in meinen Augen nicht so ganz.
Zum einen wirkt der Roman ein wenig unstrukturiert und zum anderen ist die Geschichte Rumäniens bei den meisten Lesern nicht wirklich präsent. Ja, man weiß, dass der Diktator Nicolae Ceaușescu (1918-1989) und seine Ehefrau Elena das Land systematisch ausgeplündert haben, dass die Geheimpolizei Securitate andersdenkende Menschen gnadenlos verfolgt und getötet hat und dass das Ehepaar am 25. Dezember 1989 standrechtlich erschossen worden ist, pikanterweise durch ein Gesetz, dass Ceaușescu erst kurz zuvor erlassen hat.
Aber sonst weiß man recht wenig über Rumänien vor, während und nach der Diktatur. Das liegt vermutlich auch daran, dass im Nachkriegsdeutschland jeder mit sich selbst beschäftigt war und man - außer in der DDR - dem kommunistischen Land wenig Aufmerksamkeit geschenkt hat. Das muss auch Anas Vater erleben, der von als Gegner des Kommunismus verfolgt worden ist und dem die Flucht in den Westen gelungen ist. Allerdings hat seine Geschichte niemanden interessiert.
Während ihres Aufenthaltes muss Ana erkennen, dass sie mit vielem abschließen kann, „aber zu Ende war es nicht“.
Maria Bidian erzählt in einer bildhaften und schönen Sprache, die sehr gut dem ruhigen und melancholischen Grundton der Familiengeschichte entspricht. Allerdings geht das ein wenig zu Lasten der Spannung.
Fazit:
Dieser Roman ist nicht ganz leicht zu lesen, aber für alle jene, die sich gerne mit komplexen Familiengeschichten auseinandersetzen, ein gelungenes Debüt. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.
Rezensionen von Kwinsu:
Wunderbarer Einblick in die Welt des Schreibens
Tintenspuren von Andrea Hahnfeld
Andrea Hahnfeld hat mit "Tintenspuren" einen Schreibguide der besonderen Art veröffentlicht. Dort gibt sie einen Überblick über das Studium "Biographisches und Kreatives Schreiben" an der Alice Salomon Hochschule in Berlin. In der Einleitung gibt die Autorin Einblicke, weshalb sie sich für das Studium entschieden hat und stellt den Leser:innen ihren Bewerbungstext zur Verfügung.
In jedem Kapitel werden die einzelnen Module des Studiengangs beschrieben - deren Inhalte, Infos zu den Lehrenden und sehr nützliche, weiterführende Literaturtipps zum Thema. Die Inhalte der Module reichen von Kreativem Schreiben, Prosa, Lyrik über Gesundheit & Schreiben, Lebensphilosophie, Lebensphasen, Sprachgeschichte & Soziale Medien bis hin zu Schreibgruppen-Pädagogik, Schreibberatung & Schreibkrisen, dem Szenischen Schreiben, Schreiben als Therapie und Creative Writing. Ebenfalls gibt es ein Modul, bei dem ein Praxisprojekt ausgearbeitet werden muss. Zudem wird ein Blick auf Arbeitsmarktanalysen und Forschungsmethoden geworfen. Als Wahlmodul wählte die Autorin Autofiktion und Nature Writing. Highlight in jedem Kapitel sind eine Auswahl an Texten, die Andrea Hahnfeld während des jeweiligen Moduls erschaffen hat. Oft kommentiert sie den Entstehungsprozess der Texte und lässt uns wissen, wie die Überarbeitung der Texte vonstatten gegangen ist.
Ihre Texte sind oft sehr persönlich und intim und gaben mir den Eindruck, dass ich die Autorin, ihre Persönlichkeit, ihre Geschichte, ihre Zweifel und ihre Entwicklung ein wenig kennenlernen und mitverfolgen durfte. Besonders gefallen hat mir, dass sie ihre Selbstzweifel (die ich von mir selbst gut kenne) oft thematisierte und den Leser:innen wissen lässt, wie sie damit umging bzw. umgeht. Dass es hierbei eine Entwicklung in Richtung mehr Selbstbewusstsein gab, kann man auch anhand ihrer kreativen Texte nachvollziehen. Ihr Geschriebenes ist sehr ehrlich und selbstreflexiv, was das Buch einfach sehr authentisch macht. Ich mochte auch, dass die Autorin eine tiefe Verbindung zu Tieren hat, was man ebenfalls anhand ihrer Geschichten erkennen konnte. Was mir am meisten im Gedächtnis blieb, war ihr mehrfacher Aufruf, sich mit einer ordentlichen Feedbackkultur zu beschäftigen und diese auch umzusetzen. Demnach ist es essentiell, seine Texte mit anderen Schreibenden zu teilen und deren Feedback einzuholen - allerdings auf eine stärkende Art und Weise, welche die positiven Seiten des Geschriebenen hervorhebt und sich von einer Defizitorientierung abwendet.
Da ich mich persönlich schon länger mit dem Gedanken beschäftige, eine Ausbildung in Richtung Kreatives Schreiben zu machen, kam "Tintenspuren" für mich genau zum richtigen Zeitpunkt. Für mich war es irrsinnig motivierend nachzuvollziehen, wie eine solche Ausbildung aussehen kann und was sie einem persönlich bringt, welche Entwicklung man dadurch vollzieht. Auch wenn für mich Berlin aufgrund der großen Distanz eher nicht in Frage kommt, hat es meine Lust auf ein Schreibstudium definitiv gestärkt. Sehr schön fand ich auch, dass die Autorin es geschafft hat, mein Interesse für Biographisches Schreiben zu wecken - ein Themenfeld, was bislang für mich eigentlich überhaupt nicht spannend war. Zusammenfassend kann ich sagen, dass "Tintenspuren" für mich ein sehr motivierender und fesselnder Guide ist, der einen wunderbaren Einblick in die Welt des Schreibens gibt.
Rezensionen von csac:
Hellwach am Leben – Anregungen für ein Leben voll Achtsamkeit, Weisheit und Spiritualität
Hellwach am Leben von Steve Heitzer
In diesem Buch vereint der Autor Steve Heitzer Geschichten, Reflexionen, Gebete und Erfahrungen aus vielen Jahren der Achtsamkeitsarbeit und Meditation. Auch seine intensive Beschäftigung u.a. mit sufistischen und christlichen Mystikern wie Hafis oder Franz von Assisi, mit dem Zenbuddhismus oder Jon Kabat-Zinn fließen in dieses Werk mit ein.
Entstanden ist dadurch ein facettenreiches Buch, das dabei helfen kann, Sinn und Freude für das eigene Leben (wieder) zu finden. Hellwach den gegenwärtigen Augenblick zu erleben kann uns dem Leben näherbringen und führt dabei zwangsläufig auch zu einem bewussteren und innerlich reicheren Umgang mit unseren Mitmenschen. Das ist eine der Kernbotschaften dieses Buches.
Das Buch selbst ist in fünf Teile gegliedert, nämlich dem Ankommen im Jetzt, den Alltagsaugenblicken, dem Widerstand und der Hingabe, den Krisen und Unsicherheiten sowie der Endlichkeit und dem bewussten Leben. Alle Teile beginnen mit wunderschönen, zum Nachdenken anregenden Zitaten. Neben kleineren Erzählungen finden sich zahlreiche Übungen, Sitzmeditationen, Achtsamkeitsübungen oder Atemübungen zur Anregung und Inspiration.
Durch offen formulierte Fragen oder Vorschläge, welche die Leser beantworten können (aber nicht müssen), führt uns der Autor heran an seine ganz persönliche Sinnsuche, lässt dabei aber den Raum offen für die individuelle Reise jedes Lesers.
Fazit: Mir hat das Buch gefallen, hat mich innehalten und in mich spüren lassen, was da noch so alles in mir entstehen will. Womöglich ist das für einige Leser nichts Neues, für mich ist es gut genug ????
Rezensionen von csac:
Die Tiroler Habsburger – Geschichtsbuch mit großem Detailwissen
Die Tiroler Habsburger von Anton Prock
Überall finden sich ihre Spuren in Tirol: Im Stift Hall, am Boznerplatz in Innsbruck, in der Hofkirche der Landeshauptstadt, wenn man die die Festung Ehrenberg oder Schloss Ambras betrachtet oder die Festwochen der Alten Musik in Innsbruck erlebt. Erinnerungen an die einstigen Landesfürsten, die von 1406-1665 über Tirol und Vorarlberg herrschten.
Viel Aufschwung haben sie dem Lande gebracht, etwa Herzog Friedrich, der IV „mit der leeren Tasche“, der seinen Regierungssitz von Meran nach Innsbruck verlegte. Neben dem wirtschaftlichen Aufschwung war es eine Ära der Reformen und des kulturellen Erwachens. Aber auch eine Zeit der Kriege, familiärer Schicksalsschläge, der Streitigkeiten mit den Bischöfen von Brixen und Trient, der Bauernaufstände, Krankheiten und Hungersnöte.
Von all dem berichtet der Kulturhistoriker Anton Prock detailliert und anschaulich. Bedeutende Habsburger Herrscherpersönlichkeiten und ihr Wirken werden ebenso beleuchtet wie politische Schachzüge und Streitigkeiten um Macht und Einfluss auf das Land. Neben beeindruckendem Hintergrundwissen und genauer Recherchearbeit beeindruckt das vorliegende Werk auch durch seine zahlreichen Abbildungen von Denkmälern, Kirchen, Statuen und Gemälden, die von der einstigen Pracht der Habsburger erzählen. Der beigefügte Familienstammbaum sowie eine Zeittafel der Tiroler Habsburger verschaffen einen guten Überblick, auch für den Laien.
Fazit: Ein Buch für alle Geschichts-, und Kulturinteressierten und solche, die es werden wollen!











