Kunden em pfehlungen
Rezensionen von peppi:
Lebensgeschichte
Nur nachts ist es hell von Judith W. Taschler
Mit diesem Roman von Judith W. Taschler habe ich mich sehr schwer getan. Das lag aber nicht daran, dass ich den ersten Roman mit dem Titel " Über Carl reden wir morgen" , der sich bereits um die Familie Brugger dreht, nicht gelesen habe.
In ihrem Buch lässt die Autorin ihre Hauptfigur ihr Leben erzählen.
Anfangs dachte ich , sie spricht mich als Leser an. Das war ein Irrtum. Sie erzählt ihre Lebensgeschichte ihrer Großnichte Christina Brugger. Vielleicht hatte die Autorin auch im Sinn, dass die Großtante einen langen Brief oder ein Tagebuch schreibt.
Es hat mich auch gestört, dass es ein hin und her in den den Zeiten gab. Obwohl ich immer wieder lange Abschnitte durchaus interessant fand, konnte sich dennoch kein richtiger Lesefluss bei mir einstellen.
Alles in allem muss ich sagen, dass der Roman "Nur nachts ist es hell" nicht meinen Erwartungen entsprach.
Rezensionen von Tara:
Fantasievoll und spannend
Im Land der Wundertiere (Bd. 1) von Norah May
„Der Schatz in der Woa-Wüste“ ist der erste Band der Reihe „Im Land der Wundertiere“ von der im Allgäu lebenden Autorin Norah May.
Da Robins Mutter von ihrer Großtanten ein renovierungsbedürftiges Haus geerbt hat, zieht die Familie aus der Großstadt in ein kleines Dorf. Zunächst ist Robin - im Gegensatz zu seiner Mutter - wenig begeistert, das ändert sich als er den riesigen verwilderten Garten entdeckt.
In diesem findet er eine Schatzkarte und damit beginnt für ihn und seinen Gecko Nick ein fantastisches Abenteuer, in dem er zu einem Forschungsteam gehört und die Sprache aller Tiere versteht.
Robin ist ein sympathischer Protagonist und wir hatten unglaublich viel Spaß dabei mit ihm und dem Forschungsteam wilde magische Tiere in Adwentor - dem Land der magischen Tiere - kennenzulernen.
Die Sätze sind kurz und leicht verständlich, so dass sich das Buch gut für Erstleser eignet.
Die Ereignisse werden lebendig geschildert, es kommt schnell Spannung auf und die magischen Tiere, die wir hier kennengelernt haben, sind interessant und machen einfach Spaß.
In dem Buch gibt es zahlreiche Zeichnungen der Illustratoren Katrin Engelking und Michaela Heitmann. Auf ihnen gibt es eine Menge zu entdecken und sie passen perfekt zur Handlung.
Uns hat das magische und fantasievolle Abenteuer gut gefallen und wir hoffen, dass Band zwei nicht zu lange auf sich warten lässt, damit wir schon bald mehr von den magischen Tieren lesen können.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Familie
Arminuta von Donatella Di Pietrantonio
Viel zu lange stand dieser Schatz der italienischen Literatur ungelesen bei mir im Regal.
Unglaublich, diese Geschichte vom Mädchen Arminuta, die als Baby der Kusine der Mutter überlassen wurde. Von ihr wurde sie 13 Jahre lang großgezogen. Als 13jährige wurde sie plötzlich an ihre "richtige" Familie zurückgegeben.
Warum???
Plötzlich ist ihr Leben völlig anders. Behütet aufgewachsen, muss sie nun mit ihren Geschwistern und der allgegenwärtigen Armut klarkommen. Es scheint, als würde niemand von ihr Notiz nehmen.
Ein großartiges Buch über Identität, Geschwisterliebe, Freiheit, Entwicklung und natürlich Familie. Ich habe es verschlungen. Für mich stimmen hier Geschichte und Schreibstil perfekt.
Klare Leseempfehlung
Rezensionen von peedee:
Etwas für die kleinen Swifties
Taylor Swift - Little People, BIG DREAMS (Deutsche Ausgabe) von María Isabel Sánchez Vegara
Taylor Swift wollte schon von klein auf Sängerin werden, und zwar Countrysängerin. Sie überredete ihre Eltern mit 14 Jahren, nach Nashville zu ziehen, weil dies die Stadt der Countrymusik ist. Sie wurde erfolgreich mit Country, wechselte dann zu Popmusik. Heute kommen Tausende von Fans zu ihren Konzerten.
Mit Illustrationen von Borghild Fallberg.
Erster Eindruck: Ein stabiles Hardcover in einer gefälligen Grösse, farbige Illustrationen und Fotos – gefällt mir sehr gut.
Für mich war es das erste Buch aus der Reihe „Little People, Big Dreams“, daher war ich sehr gespannt darauf.
Die Illustrationen sind detailliert und seitenfüllend – es gibt also viel zu entdecken für die kleinen Taylor-Fans. Es sind nur wenige Sätze Text, was ich genau richtig finde für das Zielpublikum. Auf der letzten Doppelseite gibt es dann (für den Vorleser) noch ausführlichere Fakten zu Taylors Lebenslauf.
Die Zeichnungen wirken sehr liebevoll und es macht Spass, sie zu betrachten. Man sieht z.B. die kleine Taylor mit einem Rentiergeweih-Haarreifen vor dem weihnächtlich geschmückten Tannenbaum singen. Unter dem Baum fährt eine kleine Lokomotive herum. Die Eltern und der kleine Bruder sitzen auf dem Sofa. Auf einem Bettchen schläft der Hund der Familie… süss!
Die Schulkollegen von Taylor fanden es gar nicht cool, dass sie Countrysängerin werden wollte. Aber sie verfolgte ihren Traum unbeirrt – wie sich zeigt, wird ihre Ausdauer belohnt. Von mir gibt es 5 Sterne für das schöne Buch.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Obsession
Der Tanzende von Victor Jestin
Arthur fühlt sich nur auf der Tanzfläche so richtig wohl. Hier gibt er alles und fühlt sich vollkommen. Ansonsten kann er mit sich und seiner Umwelt nur wenig anfangen.
Beeindruckend erzählt. Glaubwürdig. Nachvollziehbar.
Leseempfehlung!
Rezensionen von Julia:
Eine Achterbahn der Emotionen
Alles, was ich geben kann - The Last Letter von Rebecca Yarros
Wow, ich habe schon lange kein so gefühlvolles Buch mehr gelesen! Die Kombination der verschiedenen Themen (Militär, Tod, Krebs) ist eigentlich schon Grund genug, um sich eine (oder mehrere) Packungen Taschentücher bereit zu stellen. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen und das trotz der mehr als 500 Seiten.
Aber ich konnte und wollte es einfach nicht aus der Hand legen, da es mich emotional wirklich berührt hat.
Rebecca Yarros hat einen wirklich klasse Schreibstil und die Verbindung zwischen Ella und Beckett ist einfach so gefühlvoll. Trotz der traurigen Themen gibt es aber auch so viele tolle Momente, die man mit den Charakteren feiert, sodass ich ganz oft ein Lächeln im Gesicht hatte. Die Charaktere sind tiefgründig und super ausgearbeitet und man schließt alle eigentlich direkt ins Herz.
Ella, die so viel in ihrem Leben ertragen musste und dennoch nie aufgehört hat zu kämpfen. Und Beckett, der alles versucht, um Ellas Vertrauen zu gewinnen und intuitiv irgendwie immer das Richtige tut. Man fiebert regelrecht mit den beiden mit. Vor allem das Ende des Buches war dann für mich noch einmal die reinstes Achterbahnfahrt der Gefühle.
Ein wirklich emotionales Buch, dass mich auch im Nachhinein noch beschäftigt. Sicherlich eines meiner Highlights in diesem Jahr! Eine absolute Leseempfehlung!
Rezensionen von Anndlich:
Oscars Sicht auf das Leben und die Mathematik!
Pi mal Daumen von Alina Bronsky
Pi mal Daumen von Alina Bronsky ist ein Roman über die 53-jährige Moni Kosinsky und den 16-jährigen Oscar. Die Geschichte erleben wir durchgehend aus der Perspektive des hochbegabten Oscars, dessen Gedankenwelt autistische Züge vermuten lässt.
Mir fällt es extrem schwer Pi mal Daumen zu bewerten, denn im ersten Affekt hätte ich diesem Buch gute 3,5* gegeben.
Ich kann positive Meinungen daher durchaus nachvollziehen, denn der Blick auf die Welt durch Oscars Brille ist ungewöhnlich und dadurch kommt es zwangsläufig zu komischen Szenen.
Nun kommt jedoch mein aber! Aber nachdem das Buch weiterhin präsent in meinem Kopf war, kamen die kritischen Punkte immer stärker zum Vorschein, sodass ich meine erste Bewertung nochmal überdenken musste. Denn es ist mir viel zu klischeehaft und keine Seite bleibt dabei verschont (was wiederum positiv ist). Nur bin ich absolut kein Freund von Klischees und hätte - mit dem entsprechenden Vorwissen - eher nicht zu diesem Buch gegriffen. Wenn man jedoch Klischees bedient, wird es seltsam, wenn Eigenschaften einzelner Figuren diesen nicht mehr entsprechen und entgegen ihrer (überspitzten) Zeichnung agieren. Deswegen wurden es letztendlich die 2,5*.
Am schlimmsten empfand ich jedoch die Zeichnung des Studiums, das fernab der Realität ist und bei dem man sich am Ende fragt, warum Oscar von einem schwierigen Studienfach spricht. Bei dieser Exklusivbetreuung und dem Pensum, das manche Studenten nebenher abliefern können, erscheint es doch eher mit links machbar zu sein.
Der Epilog konnte mich dann leider gar nicht von sich überzeugen.
Positiv empfand ich die Botschaft, dass man nie zu alt ist, um seine Träume und Ziele zu verwirklichen und mit Moni Kosinsky eine - beinahe beängstigende - Powerfrau zum Vorbild bekommt. Außerdem gab es kleinere Szenen, die hoffentlich zum Nachdenken anregen u.a. das Kinder oft dem Entsprechen, was Erwachsene ihnen zutragen, wie Pi mal Daumen an einem traurigen Beispiel zeigt.
Auch wenn ich zwischenzeitlich versucht habe, meinen Kopf während des Lesens aus- und mich nur auf den Humor einzulassen, dann fiel mir das spätestens nach Beenden des Buchs nicht ganz so leicht, weil mir vieles zu unstimmig und dem Humor unterlegen war.
Ich bin mir jedoch sicher, dass viele Spaß an Pi mal Daumen haben, auch ein Grund warum ich im ersten Moment positiver bewerten wollte, weil ich dieses Potenzial sehe, jedoch geht es um mein subjektives Empfinden und nicht darum, wie es bei anderen ankommen könnte. Vielleicht ist es auch von Vorteil, wenn man selbst kein Mathematikstudium hinter sich und dementsprechend kein Bild des Studiums, der Kommilitonen, der generellen Atmosphäre und auch des Studienfachs Mathematik hat. Denn das kam für mich hier absolut nicht rüber! Vielleicht reicht es aber auch, wenn man Lektüre nicht immerzu zerdenkt und einen urkomischen Roman als solchen hinnehmen kann. Ich konnte es leider nicht, wünsche aber jedem viel Spaß, der dies kann und keine Probleme mit einer geballten Packung Klischees hat, denn diesen werdet ihr dann mit absoluter Sicherheit haben!
Rezensionen von jam:
Durchwachsene Liebesgeschichte auf Sylt.
Wetterfest von Jo Berger
Um ihren Geburtstag in Ruhe zu feiern und sich über ihren weiteren beruflichen Weg klar zu werden, reist Sophia spontan nach Sylt. Denn sie, die leidenschaftliche Konditorin, hat keine Lust mehr auf lange Schichten in einer Großbäckerei, wo phantasielose Massenware produziert wird.
Gleich zu Beginn ihres Urlaubes trifft sie auf den Surfer Noah, er und sie erzählen abwechselnd diese Geschichte.
Ich mag unterschiedliche Perspektiven und finde, dass sie oft der Tiefe und dem Verständnis beitragen, das hat mir gut gefallen.
Bei ihren Streifzügen über die Insel landet Sophia in einem entzückenden Buchladen und lernt dort die Inhaberin, Merle kennen. Zwischen all den Büchern findet Sophia ein altes Tagebuch und steckt es spontan ein. Darin steht die wunderbare und sehr traurige Geschichte von Rieke, die sich viel zu jung in einen älteren Mann verliebt hat. Auch wenn ziemlich schnell klar ist, wie das endete und in die Gegenwart reicht, fand ich diesen Handlungsstrang interessant.
Die Geschichte zwischen Noah und Sophia geht auf und ab, auch, weil sie beide ihre Päckchen aus der Vergangenheit mit sich tragen. Noahs Probleme kamen mir etwas zu spät ans Licht und das Prickeln zwischen den beiden war für mich wenig spürbar.
So zauberhaft die Geschichte auf der einen Seite war, so schwer tat ich mir mit den teilweise heftigen Grenzüberschreitungen der Protagonisten. Das Buch zu stehlen/leihen, kann ich, um der Geschichte willen, noch verstehen. Das entdeckte Geheimnis - gegen jedes Versprechen - umgehend auszuplaudern, nicht. Und Sanitäter, die massiv gegen die Schweigepflicht verstoßen, Menschen, deren Verwandtschaftsverhältnis noch nicht 100%ig geklärt ist, die aber dennoch schon mal in den Sachen der Verstorbenen wühlen und aussortieren, puuuh.
Und dann haben wir da auch noch Mila, Sophias Freundin und Arbeitskollegin, die in einer toxischen Beziehung feststeckt und meine - und ich glaube auch Sophias - Nerven oft ganz schön strapazierte. Erst spät wurde mir klar, wofür das Hin und Her gedacht war, aber ich hätte darauf verzichten können.
Somit war es für mich ein durchwachsener Urlaub auf Sylt, der mich dennoch gut unterhalten hat.
Fazit: Durchwachsene Liebesgeschichte auf Sylt.
Rezensionen von Miro:
Ungesagte Worte
Ich komme nicht zurück von Rasha Khayat
Hanna, Zeyna und Cem waren beste Freunde. Sie sind in prekären Verhältnissen aufgewachsen in einer Vorstadt im Ruhrpott. Hanna und Zeyna teilen das Schicksal keine Mütter zu haben und Zeyna und Cem, beide Migranten zu sein. Aber zu dritt sind sie unschlagbar, halten zusammen und geben sich gegenseitig Rückendeckung.
Doch das Leben kommt ihnen irgendwie dazwischen. Zeyna reist durch die Welt als Fotoreporterin und Hanna folgt ihrem Freund in eine Stadt, die sie nicht haben will. Cem geht seinen Weg ganz ruhig und bedacht und bleibt immer da. Er wird zum Bollwerk zwischen den beiden Mädchen, die immer wieder mal in Streit geraten und sich immer wieder schnell versöhnen. Bis es zum ganz großen Clash kommt.
Als Hanna wieder in ihrem Heimatort lebt, weil es ihrer Großmutter sehr schlecht geht, beginnt sie Zeyna ständig zu sehen. Die Vergangenheit wird überpräsent und verfolgt sie an die ungewöhnlichsten Orte. All die ungesagten Worte nehmen ihre Gedankenwelt gefangen und lassen Hanna nicht mehr los. Nach dem Tod der Großmutter vereinsamt sie in deren alter Wohnung und ihr ganzes Leben dreht sich nur noch um die Vergangenheit und den Verlust der besten Freundin. Diese Kluft scheint unüberwindbar. Das Leben hat dieser Freundschaft zu übel mitgespielt.
Hanna trauert dieser Freundschaft nach und vergisst dabei ihr eigenes Leben weiterzuleben. Sie kann die ungesagten Worte nicht tragen. Sie halten sie in der Vergangenheit fest. Zeyna scheint alles abgeschüttelt zu haben. Ihr Leben geht weiter und weist in die Zukunft und das rät sie schlussendlich auch ihrer Freundin.
Ein schönes Buch über den Umgang mit Tragödien und über Freundschaften die bleiben oder gehen.
Eine Leseempfehlung für alle es auch mal etwas poetischer mögen!
Rezensionen von CanYouSeeMe:
3.14159265359
Pi mal Daumen von Alina Bronsky
Nachdem ich schon sehr viel Gutes über die Bücher der Autotin Alina Bronsky gehört und gelesen habe, ist "Pi mal Daumen" das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Zugegebenerweise hat mich das Cover so gar nicht angesprochen: Die Gestaltung empfinde ich als eher nichtssagend, und habe nun auch nach dem Lesen eher keinen richtigen Bezug zum Inhalt herstellen können.
Schade, denn hier wäre sicherlich viel mehr Potenzial.
Der Klappenetxt hat mich dann jedoch vollkommen für sich eingenommen und mir war klar, dass dies ein Buch ist, das ich unbedingt lesen möchte. Der Schreibstil des Buches las sich für mich sehr angenehm, leicht und flüssig. Auch die Sprache passte gut zu Setting und Charakteren.
Die beiden Protagonist:innen Oscar und Moni sind mir innerhalb kürzester Zeit ans Herz gewachsen. Sie sind beide sehr unterschiedliche Charaktere, was die Freundschaft zwischen ihnen umso kostbarer macht. Mit den beiden schafft Autorin Bronsky zwei sehr klischeehafte und dennoch authentische Charaktere, die
mit einander wachsen. Oscar, Überflieger aus Gutem Hause und (auch wenn nie explizit betitelt) autistisch, und Moni, aufopfernd und aus eher prekären Verhältnissen bilden ein sympathisches und humorvolles Gespann.
Zum Schluss mochte ich das Buch gar nicht so recht aus der Hand legen, zwischendurch war es mir ein bisschen zu Mathematik-lastig und ich musste einiges nachschlagen, aber sei es drum... Inshesamt habe ich das Buch sehr gern gelesen!










