Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Eternal-Hope:
Wasser zeigt die Verbindungen zwischen Orten und Zeiten
Am Himmel die Flüsse von Shafak Elif; Grabinger Michaela
"Am Himmel die Flüsse", das neue Buch der britisch-türkischen, international aufgewachsenen und mit vielen Literaturpreisen ausgezeichneten Schriftstellerin Elif Shafak, ist ein ganz besonderes literarisches Werk.
Es geht um die Verbundenheit von allem und allen auf dieser Welt, metaphorisch dargestellt durch das Wasser, das in seinen vielfältigen Formen, ob als Wassertropfen, unterirdischer Fluss oder überwältigende Sturzflut, menschliche Schicksale und Zeiten miteinander verknüpft.
Beginnend mit der Geschichte des Herrschers Assurbanipal im antiken Ninive begleiten wir schließlich den hochbegabten, aber in bitterste Not hineingeborenen Arthur, den "König der Abwasserkanäle und Elendsquartiere", auf seinem Lebensweg in der Zeit der Industrialisierung, genauso wie im Jahr 2014 die 9-jährige Narin auf dem Weg zu ihrer Taufe ins Lalischtal, begleitet von ihrer liebevollen, geschichtenerzählenden Großmutter, sowie eine junge Hydrologin in London im Jahr 2018... und einen Wassertropfen auf seiner Reise durch die Weltregionen und die Jahrtausende.
Was macht für mich ein literarisches Meisterwerk aus?
Erstens die ganz besonders schöne, poetische Sprache: ein Buch, das schon mit seiner Wortwahl ein besonderer Lesegenuss ist und mit treffend gewählten Sprachbildern die Fantasie anregt. Davon findet sich ganz viel in diesem Buch, hier ein paar Beispiele:
"Die Kinder entwurzelter Eltern sind in den Stamm des Erinnerns hineingeboren."
"Arthur weiß inzwischen, dass die Grenzen zwischen Klassen in Wirklichkeit die Grenzen auf einer Landkarte sind. Wenn man in einer reichen und privilegierten Familie zur Welt kommt, erbt man einen Plan, auf dem der weitere Weg vorgezeichnet ist, der Abkürzungen und Nebenwege enthält, und der die üppig grünen Täler, in denen man rasten kann, ebenso nennt wie die schwierigen Stellen, die man besser umgeht. Wer die Welt ohne eine solche Karte betrifft, dem fehlt es an guter Orientierung. Der kommt viel leichter von seinem Weg ab, weil er auf vermeintliche Haine und Gärten zugeht, um schließlich festzustellen, dass er in Sumpf und Moor gelandet ist."
"Endlich habe ich meine Berufung gefunden: Es ist meine Pflicht, das Zerbrochene zusammenzufügen, den Menschen zu helfen, sich an das zu erinnern, was jahrhundertelang vergessen war, und das, was irgendwo auf dem Weg durch jene Zeit verloren gegangen war, wiederzufinden. Ich möchte wie die Themse sein. Ich werde mich um alles Weggeworfene, Beschädigte, Vergessene kümmern."
Mit solchen Sprachbildern ist das Buch voll.
Zweitens die komplexen, gut recherchierten und miteinander verbundenen Themen:
Beim Lesen dieses Buches kann man nebenbei sehr viel lernen. Zwar sind die Figuren fiktiv, doch das, was diese erleben oder ihnen zustößt, beruht überwiegend auf sehr sorgfältig recherchierten historischen Tatsachen (wie die Autorin im Nachwort auch selbst detailliert beschreibt). Dieses Buch hat mir Wissen über so unterschiedliche Gebiete wie das alte Mesopotamien, London zur Zeit der beginnenden Industrialisierung, das Wassergedächtnis, die vergrabenen unterirdischen Flüsse von London, Paris und vielen weiteren Metropolen (auch in Wien gibt es solche), den Völkermord an den Eziden in der Geschichte des osmanischen Reiches sowie durch den IS, Organhandel, die Klimakrise auch als Wasserkrise, die Problematik des Verschleppens von Kunstschätzen in ferne Museen und vieles mehr vermittelt, einfach so nebenbei beim Lesen.
Drittens das Bewusstsein für soziale und kulturelle Unterschiede, Benachteiligungen und Privilegien und wie sie die Möglichkeiten der einzelnen Menschen und ihre Weltsicht prägen. Das Buch zeigt etwa an vielen Beispielen (siehe z.B. das mittlere Zitat oben) auf, wie die eigene soziale Schicht und der eigene kulturelle und familiäre Hintergrund Türen öffnet oder schließt, wie schwierig es sein kann, diesem Hintergrund zu entfliehen und wie wenig Bewusstsein auf Seiten der Privilegierten dafür oft besteht, sowohl historisch als auch in der heutigen Zeit. Damit bietet das Buch viel Stoff zum kritischen Reflektieren und auch für Diskussionen mit anderen und eignet sich dadurch auch besonders gut für gemeinsame Leserunden.
Viertens authentisch gezeichnete, tiefgründige und facettenreiche Figuren und eine spannend erzählte Geschichte. Dieses Buch hat mich gepackt, wie schon länger keines mehr, und als ich die liebevoll gezeichneten Figuren einmal kennen gelernt hatte, war ich sehr schnell emotional tief mit ihnen und ihrem Schicksal verbunden, habe mitgefiebert und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Bis zum Ende, das die verschiedenen Handlungsstränge noch einmal geschickt miteinander verwebt, war das Buch absolut fesselnd.
Es handelt sich hierbei also um ein literarisches Meisterwerk, wie ich schon länger keines mehr gelesen habe. Im Klappentext findet sich die Aussage des Schriftstellers Hanif Kureishi, es handle sich bei Elif Shafak um "eine der besten Schriftstellerinnen der Welt" - dem kann ich absolut zustimmen und werde definitiv noch weitere Bücher von ihr lesen.
Empfehlen kann ich das Buch allen, die sich für wirklich gute Literatur und/oder für die angesprochenen Themen interessieren, dieses Buch ist wirklich ein besonderer Lesegenuss.
Nötig ist allerdings, sich innerlich auch für sehr schwierige Themen menschlicher Grausamkeit zu wappnen: diese hat es in der Geschichte immer wieder gegeben, es gibt sie leider bis heute, und sie kommen auch detailliert im Buch vor.
Das macht beim Lesen gerade deshalb emotional besonders betroffen, weil es aufgrund der gut recherchierten wahren Hintergründe eben nicht möglich ist, sich mit der Vorstellung, es sei nur eine Geschichte, davon zu distanzieren: schreckliche Dinge werden Menschen, Tieren und der Natur durch andere Menschen angetan, bis zum heutigen Tag, und Elif Shafak spricht das klar und mutig an.
Es ist also trotz der schönen, poetischen Sprache und der spannenden Geschichte nicht nur ein reiner Lesegenuss, sondern macht auch sehr nachdenklich und sensibilisiert für das Leid der Welt und für das, was Menschen, Tieren und Natur angetan wird, bis zum heutigen Tage. Damit kann es aber auch aufrütteln, sich im Rahmen der eigenen Möglichkeiten für eine bessere Welt einzusetzen.
Rezensionen von Peachybookdreams :
Xanthia ein Ort voll Sünder
Empire of Sins and Souls 1 - Das verratene Herz von Beril Kehribar
Grausam, brutal und detailliert. Diese Geschichte ist nichts für schwache Nerven.
Schreibstil: Die Autorin hat mich sehr schnell mit ihrem Schreibstil fesseln können. Die ersten Kapitel zeigen die Geschehnisse, weswegen unsere Protagonistin Zoe in Xanthia gelandet ist. Bitte nehmt euch das Vorwort der Autorin zu Herzen.
Sexuelle und körperliche Gewalt werden sehr detailliert und graphisch beschrieben.Ich musste manchmal kurz durchatmen, denn ein paar Szenen sind echt nicht ohne.
Es gibt jedoch einen Kritikpunkt an dem Schreibstil. Auch wenn er spannend war, hatte ich manchmal das Gefühl, dass ein paar Szenen nicht ganz ausgearbeitet waren. Ganz besonders ist mir das bei den zwei Missionen bezüglich der Relikte aufgefallen. Bei dem Ersten musste ich ein paar Mal nachlesen, aber trotzdem kam mir die Stelle nicht logisch vor. Bei der zweiten Aufgabe hat es mich irritiert, dass Zoe, obwohl sie gerade noch an einem anderen Ort war, im nächsten Satz wieder in Alexeis Schloss war. An diesen Stellen war mir das etwas zu sprunghaft oder ich habe einfach nicht ganz verstanden, wie die Relikte funktionieren.
Charaktere: Zoe kümmert sich um ihre kranke Mutter. Für sie erträgt sie all die schrecklichen Nächte und Erfahrungen, die sie durch die Prostitution erfährt.Zoe ist mir sehr nah gegangen, ihre Gedanken und Handlungen fand ich realistisch und nachvollziehbar. Trotz des Traumas muss Zoe weiterkämpfen,um ihre Mutter wieder sehen zu können.Sorgen,Ängste aber auch Hoffnung spielen deshalb eine große Rolle in Zoe’s Entwicklung.
In Xanthia trifft sie nicht nur auf Alexei, der unerwartete Gefühle in ihr auslöst, auch Gesichtern aus ihrem Leben vor dem Tod begegnet sie hier wieder.Es gibt viele Lügen und unausgesprochene Dinge, die für Spannung sorgen. Bei Alexei bin ich noch etwas hin und hergerissen. Er überlässt Zoe die Führung, für welche Schritte sie breit ist. Dennoch mache ich mir Sorgen, denn auch er hat Geheimnis und eine brutale Seite an sich. Ich bin mir sicher, dass Alexeis Beweggründe noch tiefer gehen werden. Die anderen Nebencharaktere sind auch interessant.Sehr gespannt bin ich persönlich auf Nika und darauf, ob ich mit meiner kleinen Vermutung richtigliege.
Das Setting: Ein Blutroter Himmel, eine Welt, deren Natur von dem Blut und dem Leid der Sünder genährt wird. Genau das erwartet euch in Xanthia, dem Ort, an dem die Xathyr Sünder für ihre Verbrechen bestrafen.
Das düstere und luxuriöse Schloss, die rötliche Lichtatmosphäre und der Garten mit Pflanzen, die in Xanthia anders aussehen als gewohnt, haben eine eigene gruselige Schönheit.
Fazit: Die Welt und die Charaktere haben mir sehr gefallen und auch der Plottwist am Ende macht mich neugierig auf den zweiten Band. Die einzige Kritik, die ich habe, ist, dass es ein paar Logiklücken gab, aus denen ich nicht ganz schlau wurde. Deshalb schwanke ich zwischen 3,5-4 Sternen.
Rezensionen von PMelittaM:
Der Weg führt nach Ravenloft
Empire of Sins and Souls 1 - Das verratene Herz von Beril Kehribar
Die Gruppe um Minsk wird beauftragt, einen Tempel zu schützen. Das gelingt nur unzureichend, und am Ende gelangen sie nach Ravenloft, wo sie um ihr Leben kämpfen müssen.
Ravenloft ist eine weitere Dungeons and Dragons-Spielwelt, in der ein düsterer Vampir herrscht. Sie passt wirklich sehr gut zu der Gruppe, der sich ein weiteres Mitglied zugesellt hat.
Am Ende gibt es eine Überraschung, die in den nächsten Band führt.
Die Zeichnungen sind, wie beim Vorgänger, sehr gut gelungen. Die Geschichte ist spannend und unsere Held:innen haben einige Gefahren zu bestehen. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz, dafür sorgen schon Minsk und Boo.
Auch hier gibt es als Bonus Zeichnungen und Skizzen sowie eine Kurzgeschichte.
Die Comicreihe gefällt mir sehr gut, ich freue mich auf den nächsten Band und empfehle sie sehr gerne weiter.
Rezensionen von Sheilo:
Fesselnde Fantasy
Starling House von Alix E. Harrow
Opal ist eine junge Frau, die sich um ihren jüngeren Bruder kümmert, da sie ihre Mutter bei einem Autounfall verloren haben. Sie versucht, durch ihren Job den Lebensunterhalt zu bestreiten, doch das gelingt ihr mehr schlecht als recht. Opal wird jedoch immer wieder auf wundersame Weise von einem einsamen Haus angezogen, obwohl es verfallen und verlassen wirkt.
Doch eines Tages bietet der Eigentümer, Arthur Sterling, ihr einen sehr gut bezahlten Job an. Sie sagt sofort zu, da sie sich eine bessere Zukunft für ihren Bruder erhofft, die sie mit dem Geld finanzieren möchte.
Doch was hat es wirklich mit dem Haus auf sich, was früher einer bekannten Autorin gehört hat, welche die Geschichte "The Underworld" geschrieben hat? Opal kommt immer mehr hinter die Geheimnisse von Sterling House und wird selbst Teil der Geschichte.
"Sterling House" war zwar ganz anders als ich es erwartet habe, aber ich bin begeistert. Nachdem ich am Anfang zunächst etwas Probleme hatte ins Buch zu kommen, hat es mich nach kurzer Zeit richtig gefesselt. Die Spannung hielt dann bis zur letzten Seite an, was mir besonders gut gefallen hat. Die Idee, dass sich im Buch eigentlich verschiedene Geschichten rund um das mysteriöse Haus befinden, finde ich wirklich klasse. Ich liebte die bedrohliche Grundstimmung während des Lesens und ich war zu jeder Zeit auf der Lauer nach dem nächsten Ereignis. Dazu kamen wunderbare Plot-Twists, die viel Abwechslung in die Geschichte gebracht haben.
Das Cover des Buches mit seiner Prägung und abgestimmten Farbgestaltung wirkt sehr edel und der wunderschöne Farbschnitt macht das Buch zu einem richtigen Hingucker.
Opal ist eine tolle Protagonistin, die nie den Kopf in den Sand gesteckt hat und sich liebevoll um ihren Bruder kümmert, auch wenn dieser das als Teenager manchmal nicht ganz so dankend annimmt. Opal achtet auf die Menschen in ihrer Umgebung und wirkt manchmal etwas suspekt, aber sie hat ein richtig großes Herz.
Ich liebe dieses Fantasy-Buch wirklich sehr und konnte die anfänglichen Längen am Anfang der Geschichte später sehr gut nachvollziehen, da die Informationen für die weitere Geschichte benötigt wurden. Wer Fantasy mit bedrohlicher und mysteriöser Grundstimmung mag, sollt hier auf jeden Fall zugreifen.
Rezensionen von PMelittaM:
Auch Band 4 überzeugt wieder mit einem interessanten und spannenden Thema
Mauern und Lügen von Ralf Langroth
August 1961: Ein Anruf warnt Philipp Gerber vor einem Attentat auf General Hiram C. Anderson, der in Kürze in Frankfurt landen wird und Philipp interessante Informationen angekündigt hat.
Die Journalistin Eva Herden ist derweil in Berlin, um bezüglich der immer stärkeren Flüchtlingsströme aus Ostdeutschland zu recherchieren.
Sie erhält das Angebot, eine Baubrigade im Osten der Stadt zu begleiten und trifft dort auf einen ihr allzu bekannten Generalmajor des KGB, der nicht nur eine brisante Information für sie hat, sondern auch eine Bitte an sie.
Der vierte Band der Reihe führt in das Jahr 1961, das für Deutschland eine wohl unvergessliche Veränderung mitbrachte, den Bau der Mauer. Natürlich fließt dies auch in den Roman ein, immerhin beschäftigt sich die Reihe mit brisanten Ereignissen der deutschen Geschichte.
Auch dieses Mal landen Philipp Gerber sowie seine Freundin Eva Herden in einer Reihe gefährlicher Situationen, es gibt mehrere Tote, und einige mehr oder weniger überraschende Erkenntnisse. Gut gefällt mir, dass in jedem Band auch historische Persönlichkeiten auftauchen, neben dem einen oder anderen Politiker auch andere bekannte, die jeweils auch zum Thema passen, wie hier zum Beispiel Billy Wilder, der einen Film in Berlin dreht.
Philipp Gerber mochte ich von Anfang an, Probleme habe ich immer noch mit Eva Herden, die auf mich immer sehr unterkühlt wirkt, ihre Emotionen kann ich nicht recht nachvollziehen. So habe ich zwar auch mit ihr gebangt, aber doch weniger als mit Philipp.
Am Ende steht für mich wie nach jedem Band die Frage, was wohl das Thema des nächsten Bandes sein wird, ich hoffe sehr, die Reihe wird fortgeführt, Themen dürfte es ausreichend geben.
Als Bonus gibt es eine Karte des Berlins der 60er Jahre, ein interessantes Nachwort des Autors, in dem er auf die realen Ereignisse eingeht sowie Literaturtipps gibt und eine Zeittafel.
Band 4 der Reihe hat wieder ein interessantes Thema, ist spannend erzählt und hat mich gut unterhalten. Ich hoffe auf eine Fortsetzung der Reihe, die ich sehr gerne weiterempfehle.
Rezensionen von Lesemama:
War nicht meine Geschichte
Prometheus Highschool 1: Wie man ein Monster zum Leben erweckt von Stuart Wilson
Zum Buch:
Athena ist ein besonderes Mädchen, sie interessiert sich für Wissenschaften und langweilt sich in der normalen Schule.
Als sie in einer Gewitternacht bei einem Versuch fast das Haus abbrennen, kommen zwei Personen zu ihrer Mutter und laden Athena ein sie zu Prometheus Highschool zu begleiten.
Dort angekommen wird es sonderbar.
Meine Meinung:
Mich sprach der Klappentext total an und das Cover gefiel mir auch, bei Kinderbücher kann ich mich normal darauf verlassen. Dieses Mal konnte mich die Geschichte aber nicht überzeugen. Es war schon etwas sonderbar, die ganze Situation auf dem Schiff, Athena Mutter, die ihr Kind einfach da mitfahren ließ, die seltsamen Kreaturen, das Schiff. Es dauerte mir auch zu lange, bis man einigermaßen durchblicken. Ich bin mir daher nicht sicher, ob das Buch von jungen Lersern verstanden wird.
Mich hat die Geschichte jedenfalls nicht überzeugen können, ich hatte irgendwie anderes erwartet.
Rezensionen von Chrissi:
Zurück ins Leben gelebt
P.S. Ich liebe dich von Cecelia Ahern
Inhalt:
Holly verliert ihren Mann Gerry schon in frühen Jahren an einen Gehirntumor. Nach seinem Tod ist Holly am Boden zerstört und weiß nicht wie sie weitermachen soll. Doch Gerry hat ihr Briefe hinterlassen. Als sie diese findet sieht sie einen Lichtblick. Jeden Monat darf sie einen öffnen. Die Briefe sollen sie zurück ins Leben führen.
Sie soll die Aufgaben und Wünsche, die in den Briefen enthalten sind, erfüllen. Schafft sie den Schritt ins Leben zurück?
Meine Meinung:
P.S. Ich Liebe dich ist ein sehr gefühlvoller Roman, der ich super gerne gelesen habe.
Das Cover hat mir richtig gut gefallen und passte auch wunderbar zum Buch.
Der Schreibstil ist schön flüssig und hat mir wirklich gut gefallen.
Obwohl das Thema des Buches nicht leicht ist, schafft es die Autorin das Buch durch etwa lustige Szenen oder auch schöne Geschichten der Vergangenheit aufzulockern. Besonders schön fand ich auch, dass manche Passagen aus der Sicht einer anderen Person erzählt wurden. Man bekommt hier nochmal tolle Einblicke in die Gedanken und Gefühle der anderen Charaktere.
Die Charaktere haben mich durchs ganze Buch begleitet.
Holly begleitet man durch die ganze Trauerphase, erlebt trotzdem auch super lustige Phasen mit ihr. Sie überwindet ihre Ängste und baut sich eine Zukunft auf. Man spürt ihre Eifersucht über das perfekte Leben der anderen. Erlebt aber auch einfach nur Gänsehaut Momente. Sie hat eine unglaubliche Selbstdisziplin, ich glaube ich hätte alle Briefe auf einmal aufgerissen. (;
Gerry war so ein bisschen mein liebster Charakter. Ich fand es super schön, wie er seine Frau aus dem Himmel aus der Trauer raus begleitet, ihr wieder schöne Momente gibt und dies alles vorher schon geplant hat. Ich würde ihn als sehr einfühlsam, liebevoll und selbstlos beschreiben.
Es gibt für mich leider aber auch ein paar Kritikpunkte. Manchmal fand ich den Übergang von traurig zu glücklich etwas abrupt, da hätte es einen etwas schöneren Übergang geben können. Mein zweiter Kritikpunkt ist das Ende, an sich mag ich auch mal ein Ende was nicht normal ausgeht, bei diesem Buch hätte ich mir aber ein klassisches Happy End gewünscht.
Insgesamt ein super emotionales Buch, was mir gut gefallen hat. Es wird zwar nicht mein Lieblingsbuch, trotzdem lohnt es sich es zu lesen.
Vielen Dank an Cecelia Ahern und den Piper Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Die geäußerte Meinung ist meine eigene.
Rezensionen von Daggy:
Was tut ein verloren gegangenes Schmusetier?
Dachs ist weg von Sanna Sofia Vuori
Das kleine Mädchen hat als Schmusetier einen Dachs, er trägt ein rotes offenes Jäckchen und er duftet nach „Sand und Spagetti.“ Als Dachs das Mädchen mit in die Kita nehmen darf, begrüßt er kurz einen Hund und bleibt dann allein im Park zurück. Wir sehen das Mädchen hinter der Mauer verschwinden, sie schaut erschrocken und winkt Dachs zu.
Nun ist Dachs allein unterwegs und er lockt das Mädchen mit Marmeladen-Pfannkuchen. Allein unterwegs findet er so einiges. Zum Beispiel eine alte Dame, die mit Tante bezeichnet wird, auf der Bank. Danach isst er eine Käsestulle und findet auf dem, Spielplatz nur Raben. Er beschaut sich den Verkehr und trifft auf einen ebenfalls verloren gegangenes Kaninchen mit einem Knopfauge. Am Ende finden sich Mädchen und Dachs wieder.
Dieses finnische Bilderbuch erinnert mich von den Illustrationen eine wenig an Carl Larson und es ist zauberhaft die Liebe zwischen Kind und Schmusetier zu beobachten. Der Gedanke, die Geschichte aus Sicht des Dachses, der das Mädchen sucht, zu erzählen gefällt mir sehr gut. Er findet zwar eine Menge, aber nicht das Mädchen, das er verloren hat. Aber am Nachmittag kommt das Kind wieder an der Stelle vorbei und findet den Dachs wieder, später zu Hause spielt sie den Verlust noch einmal nach. Die Dinge, die der Dachs findet, kann man als Leser*in ebenfalls auf den Bilder finden, so kann man Begriffe und Dinge zuordnen lernen.
Rezensionen von Daggy:
Durch die Natur die Trauer überwinden
Der verwunschene Wald von Kengo Kurimoto
Auf dem etwas dunklen Cover sehen wir Poppy mit ihrem Hund Pepper durch den Wald gehen. Poppy geht immer denselben Weg an den Häusern längs Gassi, dabei hört sie Musik mit ihren Kopfhörern. Doch da läuft Pepper ein Tier verfolgend in ein abgesperrtes Gelände. Hier tut sich eine Wald auf und Poppy lernt Rob kennen, der sich hier auskennt und später seinen Lieblingsplatz mit ihr teilt.
So lernt das Mädchen auf die Natur zu achten und sieht plötzlich kleine Vögel oder andere Dinge in der Natur, die ihr vorher nie aufgefallen sind. Begeistert erzählt sie ihrer Mutter davon, doch die liegt nur teilnahmslos auf der Couch. Sie trauert um ihre Mutter, die vor kurzen gestorben ist. Poppy dagegen findet ihr Oma in der Natur wieder und sie grämt sich, dass ihre Mutter sich weigert mitzukommen. Als sie dann eines Abends von Rob abgeholt wird, damit sie den Dachs in der Dämmerung beobachten kann, taucht plötzlich ihre Mutter in der Haustüre auf.
Dieser Comicroman ist mit wundervollen Illustrationen ausgestattet. Die Tier- und Pflanzenwelt ist so schön dargestellt, dass man sofort in den nächsten Wald laufen möchte, um so etwas in natura bestaunen zu können. Kleine Vögel, die man fast zwitschern hören kann und Bäume mit ihren knorrigen Stämmen, die man fast unter den Fingern fühlt.
Das Buch kommt mit ganz wenigen Sätzen aus, die Bilder zeigen aber sehr anschaulich die Trauer von Tochter und Enkelin, und die Neugier Poppys beim Entdecken der Natur.
Rezensionen von Daggy:
Witzig, skurril, hervorragend
Die Band, die keiner kennt von Nadia Budde
So ein Cover gibt es nur bei Nadia Budde, diese skurrilen bunten Figuren erkennt man sofort. Diesmal wird uns eine Band vorgestellt.
Zunächst lernen wir ein türkises Wesen dessen Haar wie Gras aussehen und der zwei gelbe Augen hat, kennen. „Fell im Gesicht/Kennen wir nicht!“ Die mit der grauen Perücke trägt Filzstiefeletten, ist aber auch nicht bekannt.
Ebenso unbekannt ist der mit dem gewürfelten Rock. Auch die mit „Ohren wie Papier“ ist „Niemand von hier!“ Dann sehen wir die vier mit ihren ungewöhnlichen Instrumenten, die sie dann auch spielen. Erstaunlich, wie diese eigenartigen Figuren so etwas wie Musik herüberbringen. Und schon strömen alle hin zur Band und es wird getanzt, bis alle erschöpft sind. Und so wird unsere Band zu einer die man kennt.
Diese kleinen kurzen Sätze, die sich reimen und diese ungewöhnlichen Kreaturen, ergeben wieder eine ganz besonderes Bilderbuch, das ich mit viel Spaß vorlesen werde und das sicher auch die Kinder wieder lieben werden.










