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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:

Eine starke innere Stimme

Sing, wilder Vogel, sing von Jacqueline O'Mahony

Honora ist ein einsames Mädchen, eine einsame Frau, die sich eine Schutzmauer aus Schweigsamkeit aufgebaut hat. Umso eindrucksvoller sind ihre inneren Monologe über Hunger und Not in Irland, die sie schließlich, wie so viele andere damals um 1849, zur Auswanderung nach Amerika zwingen.
Dort wartet keineswegs die goldene Freiheit, sondern Unterdrückung und Ausbeutung.

Da hat der Roman seine Längen, etliche Klischees erfüllen sich: ein ehrlicher Freier befreit sie aus dem Bordell, sie ist keine gute Hausfrau, kann aber besser schießen als ihr Mann, und findet schließlich einen Seelenfreund, einen indigenen Amerikaner. Mit ihm zieht sie davon – in ein besseres Leben? Es wird an ihr liegen.

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Rezensionen von Lesemama:

Spaghetti irren sich nicht

Felina Fingerhut und das verhexte Schwarze Loch von Katja Hemkentokrax

Zum Buch:

Felina Fingerhut möchte so gerne eine Hexe sein, aber egal was sie versucht, es gelingt ihr einfach nicht. Da kommt an einem Freitag, den 13. Ein Paket zu ihr, dass eigentlich an ein ganz anderes Haus geliefert werden sollte. Und dieses Paket enthält ein schwarzes Loch. Total praktisch, wenn man gerne Hexe wäre.

Zumindest solange bis Felinas Eltern darin verschwinden.
Nun braucht Felina dringend Hilfe von einer echten Hexe.


Meine Meinung:

Ich finde das Cover schon total vielversprechend. Es gibt so viel zu gucken, das kann nur gut werden. Das erste Kapitel fand ich auch noch ganz witzig, dann hatte ich für einige Kapitel ein paar Startschwierigkeiten mit Felina, die sich erst mitdem verschwinden ihrer Eltern wieder legten. Denn das quirlige Mädchen ging mit auf die Nerven, ich empfand sie unglaublich fordernd und auch ein wenig unsympathisch, aber zum Glück änderte es sich und nach einem Drittel kam dann meine Lieblingscharaktere Wolke ins Spiel und ab da fand ich das Buch dann spannend, amüsant, voller Wortwitz und einigen Aha-Momenten. Ich hatte richtig Spaß mit der Story. Für Kinder im empfohlenen Lesealter kommt der Spaß bestimmt schon eher, die finden Felina vielleicht frech und witzig.
Trotzdem muss ich sagen, was mich störte, ich bin ja die (Vor)Leserin.
Als Wolke Donnerwetter dann mit ins Boot kam, hat sich die Stroy für mich gewandelt und ich fand es, wie gesagt, sehr unterhaltsam. Abundzu gab es auch passende Illustrationen, so können es sich die lesenden Kinder besser Vorstellen , wie es gemeint ist, sehr passend immer zu Text, es gab ein paar schwarze Seiten, mit hellemText, die zu dem Geschehen passten. An den Kapitelanfängen gab es auch immer eine kleine Zeichnung, alles in allem ist es total liebevoll gemacht. Ob zum Selberlesen oder Vorlesen, mit dem Buch hat man seinen Spaß.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mich enttäuscht

La Louisiane von Julia Malye

Ach, wie hätte dieses Buch ein großartiger historischer Roman über starke Frauen, denen das bisherige Leben übel mitgespielt hat, sein können! Doch leider ist es nicht nur anders als ich erwartet habe, sondern auch noch ziemlich zäh. Es gibt kaum kaum Höhepunkte, der Alltag plätschert sowohl im Paris des Jahres 1720 als auch dann während der Überfahrt nach La Louisiane und dem späteren Leben dort.

Doch von Beginn an:

In der bekannten Irrenanstalt Salpêtrière leben Hunderte, aus verschiedensten Gründen untergebrachte Frauen. Da sind zum Beispiel die freche Waise Charlotte, die verarmte adelige Pétronille, die auf Grund eines entstellenden Muttermals auf dem Heiratsmarkt als unvermittelbar gilt und die Engelmacherin Geneviève, die nur Frauen liebt.

Dann wird beschlossen neunzig dieser Frauen in die französische Kolonie La Louisiane zu verbringen, einerseits, um die Anstalt zu entlasten und andererseits, den durchwegs männlichen Siedlern Ehefrauen zu bescheren, um die Siedlung zu vergrößern. An die ausgewählten Frauen denkt niemand. Die sind in Paris nur lästig.

In der einen oder anderen keimt Hoffnung auf ein besseres Leben auf, die sich - wie man lesen wird - nicht erfüllt. Harte Arbeitsbedingungen, unzureichende Ernährung sowie Krankheiten und Schwangerschaften raffen die Frauen dahin.

Meine Meinung:

Leider wird dieses höchst interessante Thema für meine Empfindung ziemlich spannungslos erzählt. Die Handlung plätschert einfach so dahin. Eigentlich müssten die Frauen bei ihrer Abreise aus Paris und bei ihren Hochzeiten aufgeregt sein. Doch sie wirken abgestumpft und retardiert. Selbst der Piratenüberfall ist nur eine emotionslose Episode. Manches wird auch nur angedeutet. Die eine oder andere ferne Erinnerung wie an blühende Lavendelfelder der Provence episch ausgewälzt.

Die Beschreibung der sehr unterschiedlichen Charaktere kratzt lediglich an der Oberfläche. Hier hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht. Mich hätte noch interessiert nach welchen Kriterien die Ehemänner für die Frauen ausgewählt worden sind. Insgesamt bleibt hier einiges im Verborgenen.

Schade, dass dieses so interessante Thema nicht lebendiger umgesetzt worden ist. Ich hätte mir hier eine fesselnde Siedlergeschichte aus Sicht von Frauen gewünscht.

Fazit:

Der Klappentext verspricht hier mehr, als das Buch dann hält, daher erhält es nur 2 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mich diesmal nicht ganz überzeugt

Seelenglut von Erich Weidinger

Diesmal ist der Krimi auf zwei, mehrere Tausend Kilometer entfernte Erzählstränge aufgeteilt, denn zum einen befinden sich Landpolizist Werner Adler mit seiner Freundin Helena und deren Sohn Alexandros auf der schönen Insel Korfu, um an einer echt griechisch-orthodoxen Taufe teilzunehmen, denn Helena ist Taufpatin des Babys ihrer Cousine Gaia.

Neben kulinarischen Genüssen erlebt Werner ein griechisches Brauchtum, das auch den Gebrauch von Waffen mit scharfer Munition einschließt.

Aber, das ist ja nicht seine Baustelle. Die hat er gleich nach seiner Rückkehr, denn beinahe gleichzeitig brennt es in seiner Heimat am Attersee gleich mehrmals. Dummerweise gerät Petra, eine 17-jährige HTL-Schülerin und Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr in Verdacht, die Brandstifterin zu sein, um gleich ihren Eifer beim Löschen zeigen zu können.

Aber, stimmt das wirklich?

Meine Meinung:

Diesmal hat Autor Erich Weidinger meiner Ansicht nach zu viel gewollt. Für mich waren die beiden Handlungsstränge Griechenland und Feuerteufel genug, da hätte es jenen mit der eigenartigen Touristin nicht unbedingt gebraucht. Ich bin sicher, es gibt genügend Anhänger von allerlei Verschwörungstheorien, die solches interessant finden.

Gut gefallen hat mir die Entwicklung von Alexandros, dem elfjährigen Sohn von Helena, der Werner als Vater und Werner Vater als Großvater einfach adoptiert. Das Geheimnis um Alexandros leiblichen Vater wird auch diesmal nicht gelüftet, zumal Beni, der IT-Nerd, den Werner mit Nachforschungen beauftragt hat, bei einer der Brandstiftungen stirbt. Warum Helena darum so ein Gewese macht, erschließt sich mir nicht. Andererseits ist sie extrem eifersüchtig. Misst sie da mit zweierlei Maß? Oder was steckt dahinter? Hier ist nur zu hoffen, dass Werner Adler nicht unsanft aus seinen Träumen von einer Familie herausgerissen wird.

Fazit:

Diesmal hat mich der Krimi nicht ganz überzeugt, daher nur 3 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine gelungene Fortsetzung

Wiener Enzianmord von Annemarie Mitterhofer

Dieser dritte Krimi rund um die chaotische Chefinspektorin Anna Bernini führt mich von der Leopoldstadt in Wien, die mir bestens bekannt ist, in die eher unbekannten Berge Tirols.

Worum geht’s diesmal?

Anna hat vor kurzem die Enzian-Alm in Tirol geerbet und fühlt sich dort eigentlich recht wohl.

Keine nervigen Kollegen oder Kriminelle, nur Ruhe, Kühe und ein paar Wanderer. Doch dann platzt Miss Biggy in das Idyll und sie findet sich im Kommissariat in der Leopoldsgasse im alten Trott wieder.

Denn während Annas Auszeit in den Bergen ist Trixi Gentian, ein reiches Mitglied der Bussi-Bussi-Gesellschaft, von der Dachterrasse ihres Wohnhauses am Wiener Graben gestürzt oder gestürzt worden. Die Ermittlungen laufen bereits und Anna sieht sich zusätzlich mit einem Controller konfrontiert, der die Abteilung durchleuchten soll. Als altgediente Beamtin weiß sie, dass es hier um Umstrukturierungen, sprich Personalkürzungen gehen wird. Die Frage ist nur, wer steht auf der Abschussliste? Annas Karriere hat in den letzten Jahren ja einiges an Auf und Ab erfahren, so dass sie um ihren Job fürchtet.

Dass sich bei den Ermittlungen Hinweise auf Menschenhandel ergeben, erleichtert die Suche nach Trixis Mörder nicht ebenso wenig, wie die Tatsache, dass das LKA den Fall an sich reißt.

Meine Meinung:

Wie schon in den beiden Vorgängern dauert es eine Weile bis die Krimihandlung so richtig Fahrt aufnimmt.
Auch der ambivalente Seelenzustand der Chefinspektorin, die Pillen unbekannten Inhaltes einwirft, ist wieder Thema. Es schon klar, dass der Job als Chefinspektorin in der Abteilung Leib und Leben fordernd und das Arbeitsklima rau ist, wirft aber ein schlechtes Licht auf die Ermittler. Es ist ja allgemein bekannt, dass der Schichtdienst, die vielen Überstunden und die menschlichen Abgründe, denen Anna & Co täglich begegnen, zu psychischen Belastungen und scheiternden Beziehungen führen. Hier wäre statt eines Controllers psychologische Beratung bzw. gruppendynamische Workshops oder ähnliches besser.

Ein wenig schmunzeln musste ich wieder über Miss Biggy, in der ja mehr steckt, als nur eine Bürokraft.

Der Mordfall selbst überrascht letzten Endes nach mehreren Sackgassen mit einer überraschenden Wendung.

Fazit:

Diesem Krimi, der mich gut unterhalten hat, gebe ich gerne 4 Sterne.

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Rezensionen von BarbaraM:

Ein bezauberndes Buch für die Kleinsten mit tollem Licht-Effekt

Mein Lichter-Klappen-Buch - Ins Bett gehüpft, unter die Decke geschlüpft von Katja Richert

„Mein Lichter-Klappen-Buch: Ins Bett gehüpft, unter die Decke geschlüpft“ von Katja Richert ist 2024 im Verlag Penguin Junior erschienen. Das Pappbilderbuch umfasst 12 Seiten und hat eine Größe von ca. 18 x 18cm.

Auch im Wald ist nun Schlafenszeit und die kleine Schnecke, das Igelkind, das Eichhörnchen, das Fuchsjunge und das Mäusekind schlüpfen ganz schnell unter die Decke und huschen gleich hinüber ins Land der Träume.

Das Buch von Katja Richert hat uns richtig gut gefallen. Wir sehen uns die herrlichen Illustrationen von Sabine Kraushaar gerne an und wir lesen die kleinen Vierzeiler auf jeder Doppelseite besonders gerne abends unter der Bettdecke, denn hier kommt der tolle Lichter-Effekt besonders gut zum Tragen. Ja, das Buch hat eingebaute Lichter, die dann ausgehen, wenn die Tierkinder zugedeckt werden.
Einfach bezaubernd und eine klare Leseempfehlung.

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Rezensionen von Buchchecker :

Atmosphärischer, mystischer Fantasy-Thriller in den goldenen Zwanzigern

Diviners - Aller Anfang ist böse von Libba Bray

In "Diviners" entführt Libba Bray in das pulsierende New York der 1920er Jahre, wo die 17-jährige Evie O’Neill das aufregende Partyleben genießt. Doch die Stadt wird von einer Reihe mysteriöser Ritualmorde erschüttert, und die Polizei steht vor einem Rätsel. Evie, die übernatürliche Fähigkeiten besitzt, wird in die Ermittlungen verwickelt und begibt sich auf eine spannende, aber auch gefährliche Reise.

...

Brays Schreibstil ist bildgewaltig, wenn nicht sogar poetisch. Sie schafft es, die schillernde Atmosphäre der 1920er Jahre lebendig werden zu lassen, während sie gleichzeitig die Schattenseiten dieser Epoche beleuchtet. Die Kontraste zwischen Glanz und Glamour, den unheimlichen, mystischen Vibes und den düsteren Geheimnissen, die in den Schatten lauern, werden eindrucksvoll eingefangen. Die Szenen sind oft ausschweifend und detailreich beschrieben, was das Kopfkino anregt. Allerdings kann der ausschweifende Stil auch zuweilen langatmig wirken, was den Lesefluss etwas hemmt. Die Vielzahl an Handlungssträngen und Charakteren kann verwirren, und es erforderte meine volle Aufmerksamkeit, um der komplexen Handlung zu folgen.

Evie ist eine lebendige Protagonistin. Ihre impulsive Art und ihr Drang, im Mittelpunkt zu stehen, polarisiert. Aber ich mag sie, auch wenn sie oftmals wirklich unüberlegt handelt. Die anderen Charaktere, wie Sam und Jericho, bleiben etwas blass, was die emotionale Tiefe der Geschichte beeinträchtigt. Das ist wirklich schade, da sie durchaus Potenzial bieten.

Die Handlung ist spannend und mystisch, mit vielen unerwarteten Wendungen. Die übernatürlichen Fähigkeiten wecken Neugier und lassen Raum für Spekulationen und die schaurigen Momente sorgen für Gänsehaut und Nervenkitzel. Allerdings bleibt die Romantik, die im Klappentext angedeutet wird, bisher eher im Hintergrund. Am Ende bleiben viele Fragen offen, die hoffentlich in den Folgebänden geklärt werden.

"Diviners" ist ein gelungener Auftakt zu einer vielversprechenden Reihe, die mit ihrer Mischung aus atmosphärischer Erzählweise, gruseligem Fantasy-Mystery und dem Glanz der 1920er Jahre begeistert. Trotz kleinerer Längen, blasser Nebenfiguren und der Komplexität der Handlung bietet das Buch eine spannende Leseerfahrung, die das Kopfkino anregt. Wer sich für gruselige Fantasy und mysteriöse Geschichten interessiert, wird hier auf seine Kosten kommen.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Davon hätte ich gerne mehr

Der Tandler und der Tod von Eva Reichmann

Entrümpler Sebastian Otto Tandler, von seinen Freunden Sebo genannt, bekommt den Auftrag ein Schloss aus dem Jahr 1548 bis auf die Antiquitäten auszuräumen, da es an eine Immobiliengesellschaft verkauft werden soll. Der derzeitige Schlossherr Mariano Zamberk-Tachow ist ein solcher Unsympath und hat vom Tandler schnell den Namen „der Hochgeschissene bzw.

Lord Voldemort“ weg. Bei seinen Arbeiten wird der Tandler von Isis Bruckner, der Gesellschafterin der ehemaligen Besitzerin Adriana man möchte schon sagen, überwacht. In der Garage ziehen mehrere Oldtimer die Blicke auf sich, die an dubiose Bulgaren verkauft werden. Und was sich in einem der Werkzeugschränke befindet, schlägt dem Fass den Boden aus. Als der Tandler, von Haus aus neugierig, auch noch Briefe findet, in denen es um jemanden geht, der Angst hat, und Adriana ermordet wird, ist sein detektivischer Spürsinn geweckt. Nach Einbrüchen in Tandlers Büro, einen Stadl und in seine Wohnung ist er sich sicher, dass hier etwas ganz schön faul ist. Und als er zusammen mit Isis Bruckner und ihrer Mutter Antonia einem lange gehüteten Familiengeheimnis langsam auf die Spur kommt, muss er nicht nur um sein Leben fürchten.

Mir hat die Idee einen Altwarenhändler in Linz, der Landeshauptstadt Oberösterreichs ermitteln zu lassen und die Polizei nur in Ausnahmefällen zu „belästigen“, sehr gut gefallen. Er hat ja auch ein Schar von Freunden um sich herum, die ihm nicht nur beim ausräumen von Wohnungen oder Häusern zur Seite stehen.
Noch bevor die Geschichte beginnt werden die Personen, die hier eine mehr oder weniger wichtige Rolle spielen, aufgeführt und kurz charakterisiert, was mir persönlich sehr gut gefällt. So kann ich bei der Fülle der Menschen, denen ich hier begegne, immer mal wieder spicken, wer wer ist.
Die Geschichte selbst nimmt nur langsam Fahrt auf, hält sich damit auf, wie der Tandler seine Haushaltsauflösungen organisiert, wie er was wo lagert usw. Das hätte ich in dieser Ausführlichkeit nicht gebraucht. Es hat mir aber andererseits einen Einblick in sein Leben und vor allem seine Arbeit gegeben. Ihn, der mit Leib und Seele Altwarenhändler ist, der seinen Beruf mit Leidenschaft ausführt, mochte ich von Anfang an. Auch seine Helfer aus Albanien und Griechenland fand ich schnell sympathisch. Und sogar Isis Bruckner hat sich ganz langsam aber sicher immer weiter in mein Herz geschlichen. Ganz im Gegensatz zum skrupellosen Schlossbesitzer Mariano Zamberk-Tachow ohne Geschmack und seinen bulligen bulgarischen Handlangern. Alle Menschen, die ich hier kennenlerne, sind sehr farbig und lebensecht gezeichnet, haben ihre Ecken und Kanten, und ich konnte sie schnell in mein Kopfkino integrieren.
Es war spannend zu erfahren, wie hier alle Fäden langsam zusammen laufen und sich schlussendlich ein großes Ganzes ergibt, bei dem sich alle meine Fragen geklärt haben.
Autorin Eva Reichmann nimmt mich mit nach Linz, wo ich einige Lokale, Hotels, Wanderwege und auch die Probleme der Stadt kennenlerne. Für der österreichischen Sprache nicht mächtige gibt es am Ende noch ein Glossar mit den hier verwendeten österreichischen Ausdrücken. Die ergeben sich allerdings auch meist aus dem Zusammenhang in der Geschichte selbst.

Eine spannende und interessante Geschichte mit einem ungewöhnlichen „Ermittler“ und skurrilen Figuren, die mich sehr gut unterhalten hat. Ich hoffe bald mehr vom Tandler lesen zu können.

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Rezensionen von Michaela:

Wie wichtig ist Zeit?

Hast du Zeit? von Andreas Winkelmann

Der Titel stellt die Frage nach der Zeit. Hat man Zeit? Stiehlt man Zeit? Welchen Wert hat Zeit? Jeder kennt wohl das Gefühl, dass man keine Zeit hat bzw. dass diese einem gestohlen wird. Andreas Winkelmann verpackt diese Fragestellungen und diese Gefühle in einen packenden Thriller. Der Spannungsbogen ist gekonnt gesetzt und ich habe herrliche Lesestunden mit dem Werk verbracht.

Immer wieder frage ich mich, wer denn nun der Täter sein könnte und welche Verbindungen zwischen den Opfern besteht. Herrn Winkelmann gelingt es hierbei, mich in die Irre zu führen und zwingt mich, neue Überlegungen anzustreben. Der alternde Ermittler Grotheer, der durch die Geschehnisse sein Leben hinterfragt, ist mir durchwegs sympathisch und ich kann mich in ihn hineinversetzen. Auch die junge Fotografin Lilly mit ihrer Energie und den unendlichen Willen, ihre Lebensgefährtin zu finden, ist sehr gut gelungen.
Als Fazit: Gut investierte Zeit!

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Rezensionen von tonton:

Die Tribute von Panem meets Harry Potter

Wächter der Magie - Aufbruch nach Artimé (Wächter der Magie 1) von Lisa McMann

In Quill müssen die dreizehnjährigen Zwillinge Alex und Aaron einen Ritual machen, um zu bestimmen, ob sie "gewollt" oder "ungewollt" sind. Dieses Ritual müssen alle Dreizehnjährigen absolvieren und die Ungewollten, die künstlerisch begabt und somit nutzlos sind, werden von der Gesellschaft entfernt.

Leider für die Zwillinge ist Alex ungewollt, während Aaron gewollt ist.

Unerwartet werden die Ungewollten nach Artimé, einem geheimen magischen Ort, gebracht und unterrichtet. Was als Internat-Geschichte anfängt entwickelt sich zu einem Gut-gegen-Böse, Freiheit-gegen-Diktatur Kampf, wo die Zwillinge auf entgegengesetzten Seiten stehen. 

Die politische Struktur der Welt ist in diesem Buch ein wichtiges Thema. Es wird relativ viel darüber diskutiert, mehr als in den üblichen Jugendromanen des Genres. Manche Stellen fühlen sich also etwas langatmig an, im Kontrast zu den sehr bildhaft beschriebenen Kampfszenen. Auch wenn die Altersempfehlung ab 10 ist, würde ich dieses Buch sehr deutlich als Jugendbuch kategorisieren.

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