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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von ReiShimura:

Für kleine und größere Entdecker

Mein Sachen suchen Lieblingsbuch von Susanne Gernhäuser

Die „Sachen suchen“ Reihe von Ravensburger feiert ihr 20-jähriges Jubiläum und da hat sich der Verlag etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Ein Sonderband mit den schönsten Suchbildern aus zwanzig Jahren. Der Verlag hat sich dabei nicht auf ein bestimmtes Thema beschränkt, sondern hat wirklich quer durch die Reihe die Bilder ausgewählt.

Somit findet man in diesem Buch u.a. Bauernhoftiere, Baumaschinen, aber auch Szenen aus dem Wald.
Es ist nicht verwunderlich, dass es die Sachen suchen Bücher bereits seit 20 Jahren gibt. Die Bücher sind gut durchdacht, liebevoll gestaltet und das Wichtigste überhaupt, es wird einfach nicht langweilig. Bei jedem Mal anschauen entdeckt man hier und da ein neues Detail, welches einmal noch nie aufgefallen ist.
Die Altersempfehlung des Verlages ist mit 2 Jahren angegeben. Je nach Entwicklungsstand des Kindes können die Bücher aber auch schon früher verwendet werden. Mein 1,5-jähriger Sohn ist auf jeden Fall ganz begeistert von dem Buch und hat bereits einige neue Baumaschinen kennengelernt.
Das Buch ist großformatig, etwas größer als DIN A4 und hat recht dicke, stabile Seiten. Die ersten Wutanfälle hat es zum Glück unbeschadet überstanden.
Besonders hervorheben möchte ich, wie großartig ich es finde, dass sich dieses Buch mit den verschiedensten Themen beschäftigt. Normalerweise sind solche Bücher immer auf ein Thema spezialisiert und oft wechseln die Interessen der Kleinen doch relativ häufig. Hier hat man mit einem Buch eine Fülle an Sachen, die man suchen, an Themen, über die man sprechen und Geschichten, die man erfinden kann.
Meiner Meinung steht das Lieblingsbuch im Titel nicht umsonst dort. Denn bei uns zuhause ist das Buch definitiv innerhalb kurzer Zeit zum neuen Lieblingsbuch geworden.

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Rezensionen von Skanus:

Vom Erfolg der Unbeirrbarkeit

Das Echo der Gezeiten von Rebekka Frank

Das Echo der Gezeiten zieht sich durch die Geschichte, wie ein dunkelroter Faden. Gerade die Gezeiten sind es, die schicksalhaft auf die beiden starken Frauen im 17. und im 20. Jahrhundert wirken. Im 20. ist das Echo des 17. noch nicht verhallt.
Beide Frauen haben in ihren Jahrhunderten mit extremen Vorurteilen und nicht vorhandener oder mangelnder Gleichberechtigung zu kämpfen, um sich irgendwie Gehör zu verschaffen und sich einen unabhängigen, selbständigen Platz im Leben zu erobern.

Schon die Probleme, mit denen Tilla 1963 zu kämpfen hat, muten heute altmodisch an, auch wenn sie bis heute nicht vollständig ausgemerzt worden sind. Auch heute noch stoßen Frauen an Grenzen, die von Männern oder der Gesellschaft gesetzt werden.
Mutig kämpfen sie für ihre Ideen und Träume.
Nes Dorn, die Heldin im historischen Teil des Romans, muss allerdings einen sehr viel höheren Preis zahlen, um wenigstens Rache üben zu können. Zu sehr ist sie Aberglauben, Macht, mangelnder Bildung und gesellschaftlichem Druck ausgeliefert. Doch sie steht zu ihren Überzeugungen und lässt sich nicht unterkriegen.
Tilla Puls im 20. Jahrhundert kriegt es mit überholten, gesellschaftlichen Normen zu tun, die es Männern leicht machten, Frauen in die zweite Reihe (oder als ihr Anhängsel ohne Namen) zu drängen. Wollten sie Erfolg haben, mussten sie zäh sein und vor allem aus dem Leitbild der Ehefrau am heimischen Herd ausbrechen. Zu der Zeit war eine Ehe das Ende jedweder Ambitionen einer Frau auf Selbständigkeit oder eigene Entscheidungen.
Insofern ist auch der moderne Teil des Romans heute schon historisch. Die Gleichberechtigung der Frau hat in den letzten 60 Jahren enorme Fortschritte gemacht, die einer Frau im 21. Jahrhundert der westlichen Welt eine Unabhängigkeit ermöglichen, die sie noch nie gehabt hat.
Rebekka Frank schafft es in ihrer Geschichte, gesellschaftlichen Wandel zu beschreiben und weibliche Schicksale darin zu verknüpfen, die dem heutigen Leser vor Augen führen, was alles in Sachen Emanzipation erreicht worden ist. Unter anderem auch, weil es Frauen wie Nes und Tilla gegeben hat.

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Rezensionen von Skanus:

Etwas wunderlich

Neun Tage Wunder von Kristina Moninger

Eine in sich stimmige und von den Charakteren folgerichtig angelegte Liebesgeschichte. Aber dennoch bin ich mit der Geschichte nicht richtig warm geworden. Das mag daran liegen, dass Anni ein gutes Stück jünger ist als ich und ich eine solche Situation anders angehen würde. Das würde schon damit anfangen, dass ich der Meinung bin, man sollte seinem Partner derart wichtige Dinge aus der eigenen Vergangenheit nicht verschweigen.

Liebe verträgt Geheimnisse, aber hier ist eine Differenzierung nötig. Annis Tage mit Lukas haben etwas Magisches und warum sollte man diese Erfahrung nicht mit seinem neuen Lebenspartner teilen?
Nun ist es so, dass Geheimnisse in so vielen Liebesromanen ein wesentlicher Teil des Plots sind und die Basis für Lebenserfahrung des Protagonisten sind. Außerdem erzeugen sie Spannung.
Einige Figuren dieser Geschichte sind meiner Meinung etwas dürr in der Ausprägung geraten, wie z.B. Claire (Ex-Frau des einen männlichen Helden) und Michael (Freund von Annis Freundin).
Lukas selbst bewegt sich fast komplett in einer undurchsichtigen Wolke, er bleibt bis zum Höhepunkt wenig greifbar.
Was mir aber gefallen hat, war die Reaktion von Lukas auf das Verhalten von Anni. Hier hatte ich wirklich das Gefühl es mit realen Menschen zu tun zu haben, konnte die Verhaltensweisen nachvollziehen. Leider muss Anni durch ein Komplott dazu gebracht werden, sich mit Lukas zu treffen. Eigener Antrieb wäre besser gewesen.
Ein lebensnahes Bild auf sich selbst zeigt Anni nach ihrem Treffen mit Lukas. Und daran kann man gut sehen, was zehn Jahre Getrenntsein eben doch ausmachen können.
Insgesamt ein lesenswertes Buch, welches durch frische, witzige Dialoge besticht. Die Selbstreflexion der Protagonisten könnte tiefer gehen, aber das ist vielleicht etwas viel verlangt.

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Rezensionen von Skanus:

Fehlende emotionale Reife

Tage mit Milena von Katrin Burseg

Ein hochaktuelles Thema unserer Zeit wird zum Anlass genommen, die Heldin des Romans in einen Konflikt mit einem Vorfall in ihrer Vergangenheit zu stürzen. Das ist grundsätzlich ein guter Plot. Klimakleber, Letzte Generation und Klimaaktivisten sind ein Thema unserer Zeit und somit etwas, mit dem sich viele identifizieren können.

Der Konflikt der Heldin ist in einem ähnlich brisanten Umfeld angesiedelt, allerdings knapp 40 Jahre früher. Die Hausbesetzerszene in der Hamburger Hafenstraße. Auch das hat viele Gemüter damals erhitzt.
Bindeglied ist eine junge Frau, die sich auf die Straße klebt und unsere Heldin spontan dazu bringt, sich neben sie zu setzen. Das bringt alles ins Rollen.
Die Heldin wird von ihren Erinnerungen in die Vergangenheit gesogen und ein emotional unverarbeiteter Konflikt bricht auf. Das führt dazu, dass sie aus ihrem Alltag ausbricht und zusammen mit der jungen Frau eine Reise antritt, die schließlich zur Konfliktlösung führt.
Das Alltagssituationen zu Schlüsselerlebnissen werden können, kommt vor. Ein Déja vu und die Erinnerungen fließen, gute wie schlechte.
Was mich allerdings daran stört, ist die Heftigkeit, mit der Konflikt aus der Vergangenheit an die Oberfläche drängt. Inzwischen sind fast 40 Jahre ins Land gegangen. Die Heldin geht auf die sechzig zu und da soll etwas, das so lange her ist, derart Wellen schlagen? In den vergangenen 40 Jahren soll es keine Situation gegeben haben, die ebenso als Trigger hätte fungieren können? Und was ist mit der in den Jahren angesammelten Lebenserfahrung?
Es liest sich manchmal, als hätte die Heldin keine emotionale Reife in den 40 Jahren gewonnen. Als wäre es gefühlt gestern gewesen. Das ergibt für mich keinen Sinn. Und auch, dass ihr Ausbruch aus dem Alltag keine Konsequenzen für ihre Ehe hat und ausschließlich auf umfassendes Verständnis stößt, ist verwunderlich. Eine gute Ehe trägt das möglicherweise, aber das zieht Gespräche nach sich. Hierfür hat die Geschichte keinen Raum. Es hätte aber zumindest in die Schlussseiten eingeflochten werden müssen. Der Ehemann wird damit zu einer faden, schwachen Person degradiert. Was zu Beginn der Geschichte so gar nicht der Fall gewesen ist.
Auch die Parallelen zwischen der Freundin der Heldin in der Hafenstraße (Milena) und der jungen Frau in der Gegenwart muten konstruiert an. Das Menschen in gesundheitlichen Extremsituationen extrem handeln können, ist nachvollziehbar. Aber das unsere Heldin in beiden Situationen mit einer kranken Mitstreiterin agiert, ist seltsam.
In diesem Roman habe ich die emotionale Dichte der Helden, die ich aus anderen Romanen der Autorin kenne, vermisst. 40 Jahre sind eine lange Zeit, die viel Einfluss auf den Entwicklungs- und Reifeprozess eines Menschen haben. Die Reaktion der Heldin scheint mir weit überzogen und unglaubwürdig.

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Rezensionen von DoraLupin:

Ein besonderes Hörbuch

All die kleinen Vogelherzen von Victoria Lloyd-Barlow

Der Klappentext hat mich schon sehr neugierig auf dieses Buch gemacht und nach der Beendigung des Hörbuchs kann ich sagen, dass dies eine sehr ungewöhnliche Geschichte darstellt, die mich aber gut unterhalten konnte.

Es geht um Sunday, die mit ihrer sechzehnjährigen Tochter Dolly noch immer in dem Haus lebt, in dem schon sie aufgewachsen ist.

Sie ist anders als die meisten Menschen. An manchen Tagen isst sie ausschließlich weißes Essen und sie hat einen Ratgeber aus den Fünfzigern, der ihr in komplexen sozialen Situationen hilft. Sundays geordnetes Leben gerät jedoch aus den Fugen, als die charismatische Vita mit ihrem Mann nebenan einzieht. Gänzlich von der schillernden Person eingenommen, freunden die beiden Familien sich schnell an, gehen im Haus der anderen ein und aus. Sunday fühlt sich akzeptiert und geliebt wie selten zuvor. Auch Dolly ist zunehmend fasziniert von Vita. Genau hier liegt jedoch das Problem, denn was Sunday nicht ahnt: Unter der makellosen Fassade versteckt sich etwas Dunkles.

Der Schreibstil konnte mich von Anfang an fesseln und in den Bann ziehen und hat mir sehr gut gefallen. Er ist ausserdem so leicht und einfach, dass man sich beim Hörbuch sehr gut auf die Geschichte konzentrieren kann ohne verschachtelte Sätze zu haben. Die Geschichte wird ausschließlich aus Sicht von Sunday erzählt, die Autistin ist und dies lässt den Leser sehr gut in die Gedankenwelt von ihr eintauchen. Auch wenn ich den Blick aus Sicht von Sunday sehr interessant fande, so hatte ich als Hörer doch schnell ein ungutes Gefühl was Vita und ihren Mann in Verbindung mit Sundays Tochter angeht und hätte Sunday oft sehr gerne die Augen geöffnet und das hinterfragt was ihre Tochter und Vita und ihr Mann da tun. Aber durch ihr Wesen ist Sunday oft naiv und begreift leider erst zum Ende hin was eigentlich los ist.

Die Geschichte und ihre Charaktere konnten mich durchaus fesseln, auch wenn ich den Ausgang der Geschichte schon früh geahnt habe und es für mich jetzt nicht die Überraschungen gab und auch die ein-oder andere Passage sich etwas wiederholt hat. Dennoch kann das Buch durch den Schreibstil und die sehr ungewöhnliche Protagonistin Sunday punkten.

Die Sprecherin hat das Hörbuch wirklich super gelesen und die Aussergewöhnliche Sprechart von Vita in den Vordergrund gerückt. Die Charaktere sind dadurch lebendig geworden und man hat der Sprecherin angemerkt, dass sie selber großen Spaß mit dieser Geschichte hatte.

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Rezensionen von Tobias Kallfell:

Pionierarbeit

Leuchten am Meeresgrund von Brad Fox

Von dem Sachbuch „Leuchten am Meeresgrund. Aus dem Logbuch der ersten Tiefsee-Expedition“ hatte ich mir viel versprochen. Es ist ein Buch über die Pionierarbeit von Otis Barton und William Beebe, die mit ihrer Bathysphäre als erste Forscher überhaupt so tief unter die Meeresoberfläche getaucht sind.

Ihr Rekord liegt bei 923 m. Vor den Tauchgängen von Barton und Beebe wusste man nichts darüber, welche Kreaturen sich in der Tiefe des Ozeans verbergen. Beide haben einen völlig neuen Kosmos erschlossen. Ein Kosmos auf der Erde selbst. Ein Kapitel der Menschheitsgeschichte ebenso spannend wie die Mondlandung, wie ich finde. Bei der Lektüre habe ich mich des Öfteren gefragt, wie es sein muss, in einer Tauchkugel so weit in die Tiefe vorzudringen. Und das Buch startet auch vielversprechend.


Im ersten Kapitel sind wir am 11.06.1930 dabei, als die von Otis Barton und William Beebe erbaute Bathysphäre erstmals ins Wasser des Ozeans abtaucht. An Deck des Forschungsschiffs protokolliert Gloria Hollister mit Hilfe eines Notizbuchs die Beobachtungen, die die beiden Männer unter der Wasseroberfläche machen. In 300m Tiefe beobachten sie winzige Garnelen in ihrem natürlichen Lebensraum. Bei ihrem ersten Tauchgang geht es hinunter bis auf 427m. Eingebunden in den Text sind auch Abbildungen, die den Text auflockern. Beebe, Hollister und Barton werden zudem näher porträtiert. Dabei wird die gegenseitige Zuneigung von Beebe und Hollister ebenso deutlich wie die Faszination der drei Forscher für die Tierwelt des Ozeans.



Auch das zweite Kapitel weiß zu überzeugen. Darin streifen wir die Tierwelt, die man außerhalb der Bathysphäre entdeckt hat. Hierbei stechen vor allem die bioluminiszierenden Fische hervor. Auch untersucht Beebe mit Hilfe eines Spektroskops die Veränderung des Lichtspektrums unter Wasser. In diesen Zusammenhang streut der Autor auch einige wissenschaftshistorische Exkurse zum Thema der Erforschung von Licht und Farbe bei. Sehr interessant!



Doch nach diesem vielversprechenden Beginn des Buchs, der mich wirklich für sich eingenommen hat, nimmt die Qualität der Darstellung in meinen Augen stark ab. Nach meinem Eindruck schafft es der Autor nicht, eine stringente Erzählung aus den historischen Begebenheiten zu formen. Vieles bleibt Stückwerk. Teilweise sind die Kapitel recht knapp und zusammenhanglos verfasst. So werden uns z.B. in Kapitel 3 einige biographische Stationen von Beebe erläutert, z.B. seine Begegnung mit Charles Darwin und Theodor Roosevelt. Danach erhalten wir Einblick in einige Tierstudien von Beebe, die er als Biologe noch vor dem ersten Tauchgang mit der Bathysphäre durchgeführt hat etc.



Es handelt sich bei den Kapiteln nach meinem Eindruck um einzelne episodenhafte Ausschnitte, die recht unverbunden nebeneinanderstehen. Zusammenhänge werden nicht immer gut deutlich (z.B. Kap. 10-15). Schade! Dabei fällt auch auf, dass vor allem Beebe mit seinen Leistungen und seiner Biographie in den Vordergrund rückt, Hollister wird nur am Rande einmal erwähnt und der Ingenieur Otis Barton kommt so gut wie nicht vor, obwohl letzterer die Bathysphäre konstruiert hat. Darüber hätte ich auch noch gern mehr erfahren. Auch der Schreibstil schafft Distanz zum Geschehen. Er kommt sehr sachlich, rational, unemotional, nüchtern-protokollartig daher. Wie es sich anfühlt, so tief zu tauchen, und das in einer so kleinen Tauchkugel, das kam mir nicht genug zum Ausdruck. Sehr schade!



Allerdings blitzen zwischendurch auch immer einmal wieder kleine Highlights durch, z.B. wenn auf den ungeheuren Wasserdruck eingegangen wird, der unter der Meeresoberfläche herrscht, oder wenn erläutert wird, wie wenig wir eigentlich noch über die Tiefen der Ozeane wissen. Bislang ist nur ein minimaler Teil dieses fremden Kosmos überhaupt untersucht worden. Und das, obwohl 70% der Erde mit Wasser bedeckt ist, das kilometerweit in die Tiefe reicht. Nach Aussage des Autors sind schätzungsweise 99% des Lebens auf der Erde im Wasser enthalten. Und darüber weiß man noch erstaunlich wenig. Die Tiefsee ist ähnlich wenig erforscht wie fremde Planeten…



Positiv hervorzuheben sind die Abbildungen (insgesamt 70 im ganzen Buch), die teils im Rahmen der Tauchgänge mit der Bathysphäre entstanden sind. U.a. sind einige Farbzeichnungen (insgesamt 31) von Tiefseelebewesen im Buch enthalten. Erstaunlich für mich ist hierbei, dass Leben so weit in der Tiefe unter so ungeheurem Wasserdruck möglich ist und so zahlreich in verschiedenster Ausprägung vertreten ist. Spannend sind in diesem Zusammenhang die Ausführungen in Kapitel 9. Darin wird erläutert, wie die Zeichnungen entstanden sind. Beebe rekonstruiert allein aus dem Gedächtnis, was er gesehen hat und berichtet davon. Aussehen, Form und Farbe wird von einer fachkundigen Zeichnerin festgehalten. Die Skizzen werden dann von Beebe immer wieder ergänzt und korrigiert. Erstaunlich, dass dabei teilweise sehr exakte Tierskizzen entstanden sind, die in späteren Jahren auch bestätigt werden konnten.



Fazit: Das Thema des Buchs ist faszinierend und man stößt zwischendurch auch immer wieder auf Highlights in der Darstellung. Auch die Abbildungen und der Beginn des Werks wissen zu überzeugen. Mehr als 3 Sterne kann ich aber aufgrund der oben genannten Kritikpunkte nicht vergeben.

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Rezensionen von PucKker:

Sally Rooney bleibt sich treu

Intermezzo von Sally Rooney

Das wohl schönste Buchcover des Jahres!
Sally Rooney hat ihrem Stil entsprechend ein außergewöhnliches Buch geschrieben. Ihr bekanntestes Buch „Normal People“ habe ich verschlungen und geliebt. Intermezzo konnte mich allerdings nicht ganz so in seinen Bann ziehen und ich musste mich etwas dazu zwingen es zu lesen.

Wir folgen zwei Brüdern nach dem Tod ihres Vaters durchs Leben. Dem Jüngeren fühlte ich mich gleich verbunden und mich interessierte auch welche Erfahrungen er gemacht hat und machen wird. Beim Älteren war das eher nicht der Fall. Besonders der Schreibstil mit noch abgehackteren Sätzen und Gedankenfluten war für mich hin und wieder anstrengend zu lesen. Dabei fußt das Buch vor allem auf dem allgemeinen Gefühl und nur nebenbei wirklich auf Handlung, so viel passiert eigentlich nicht.

Trotzdem hat mir das Buch gefallen, da Sally Rooney es wieder einmal schafft, Menschen abzubilden. Und zwar Menschen mit all ihren Makeln. Da gehören leider auch misogyne Gedanken und dämliche Männer dazu, denen man durch das Buch folgt. Wer das ist und wieso lasse ich mal offen.

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Rezensionen von Gilasbuecherstube :

Intrigen, Verschwörungen und Machtkämpfe

Fable - Das Geheimnis der Mitternacht (Fable 2) von Adrienne Young

Das Geheimnis der Mitternacht“ ist der zweite und finale Teil der Romantasy-Dilogie. Die Bände schließen nahtlos aneinander an und es ist erforderlich die Bücher der Reihe nach zu lesen.
Fable freut sich auf eine gemeinsame Zukunft mit West, doch dann wird sie ausgerechnet von Zola, einem verfeindetet Händler gefangen genommen und entführt.

Auf seinem Schiff, der Luna, muss sie sich unterordnen und für ihn arbeiten. Fable lässt nichts unversucht, um zu flüchten und zurück zu West und ihrer „Familie“, der Mannschaft der Marigold zu kommen. Aber Zola hat andere Pläne mit ihr. Ihr Weg führt sie nicht zurück nach Ceros, sondern nach Jeval und dann weiter nach Bastian zu Holland, einer mächtigen Händlerin. Fable ahnt nicht, dass schon bald verborgene Familiengeheimnisse ans Tageslicht kommen und ihre Beziehung zu West auf eine harte Probe gestellt wird.
Nachdem Band 1 mich bereits in den Bann gezogen hat, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Der leichte und sehr lebendige Schreibstil machte es mir auch nicht schwer, wieder in die Handlung einzutauchen.
Adrienne Young hat mich wieder mitgenommen auf eine abenteuerliche Reise über das Meer.

Fable ist auch in der Fortsetzung eine starke junge Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und sich überall durchbeißt. Sie entwickelt sich wunderbar weiter und handelt nicht mehr ganz so impulsiv wie im ersten Teil. Im Laufe der Handlung erfahren wir nach und nach mehr über ihre Familie und besonders über ihre Mutter.
Während wir Fable auf der Luna begleiten, bleibt West im zweiten Teil leider lange im Hintergrund. Doch als er dann wieder ins Spiel kommt, lernen wir ihn immer besser kennen und erfahren endlich, warum er ist wie er ist.
Ich fand es etwas schade, dass die Liebesgeschichte der beiden etwas unter der Entfernung litt.
Auch das Found Family Gefühl aus Band 1 ist nicht mehr so spürbar, wie in Band 1, denn die Mannschaft der Mariegold driftet immer mehr auseinander.

Doch es kommen auch neue Charaktere ins Boot.
Clove, den sie als ihren langjährigen Freund und Steuermann ihres Vaters kannte, begegnet zu Fables zu ihrer großen Überraschung auf der Luna. Arbeitet er jetzt etwa für Zola?
Auch die Händlerin Hollander betritt die Bühne und wird für eine große Überraschung sorgen.

Es werden viele Intrigen geschmiedet und es dreht sich alles um politische Interessen, denn nicht nur Fables Vater Saint, sondern auch Zola und Hollander beanspruchen die Handelsmacht über die Meere für sich.

Das Setting ist wieder wunderschön beschrieben und es fiel mir nicht schwer, die Schauplätze vor meinen Augen lebendig werden zu lassen.

Es gibt viele Intrigen, Verschwörungen und Machtkämpfe, aber auch viele Emotionen.
Auch wenn mir Band 1 etwas besser gefallen hat und ich persönlich mich über etwas mehr Romance gefreut hätte, hat mir die Dilogie richtig gut gefallen.
Für den zweiten Teil gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung für diese tolle Dilogie.

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Rezensionen von DoraLupin:

Wilde Reise durchs All

Bastian oder Wie man aus einer Ente eine Rakete baut von Nils Kretschmer

4.5 Sterne

Mein Sohn liebt Bücher über Raumfahrt, Planeten und Galaxien und deshalb wollte ich es unbedingt mit ihm gemeinsam lesen. Wir hatten auch ein paar sehr schöne Lesestunden und es hat viel Spaß gemacht Bastian auf seinem Weg durchs All zu begeleiten!

Darum gehts: Zum Geburtstag wünscht Bastian sich zwei Dinge: ein Teleskop und dass sein Vater seinen Geburtstag nicht vergisst.

Äußern kann er das nicht, denn seit dem Tod seiner Mutter spricht er nicht mehr. Das ersehnte Teleskop bekommt Bastian zwar nicht, dafür fahren sie zur Sternwarte. Dort blickt Bastian in die Tiefen des Weltalls – und findet eine Geschichte. Noch in derselben Nacht zeichnet er sie in sein Skizzenbuch: Sie handelt von dem Jungen Buzz, der sich mit einer selbst gebauten Rakete ins All schießt. Nach einer abenteuerlichen Reise schleudert ihn der Urknall zurück zum Mond und Buzz erkennt, dass der schönste Fleck des Universums schon immer unter seinen Füßen lag: die Erde. Und nicht nur Buzz hat der Ausflug ins Weltall verändert, sondern auch seinen Schöpfer Bastian.

Der Schreibstil war recht kindgerecht und einfach und ältere Kinder dürften damit keine Probleme haben. Die Geschichte wird wirklich lebendig und bildhaft beschrieben und einiges ist auch richtig skurril und sehr fantasievoll gemacht! Anfangs hatten wir ein paar kleine Probleme richtig in die Geschichte reinzufinden, da es einerseits um Bastian geht der sich an seinem Geburtstag auf den Weg zu einer Starnwarte macht und in seiner Fantasy begleitet man noch den Raumfahrer Buzz, der sich aus einer alten Ente eine Rakete baut um damit auf den Mond zu fliegen.

Das Buch sprüht auf jeden Fall von lustigen und skurrilen Ideen und Buzz trifft nicht nur Ausserirdische, sondern noch allerlei andere sonderbare Gestalten auf seinem Weg durchs All. Es war einerseits spannend sein Abenteuer zu begleiten, es war aber manchmal auch humorvoll und vorallem am Ende wurde es noch richtig emotional und actionreich! Es war für uns ein sehr ungewöhnliches Abenteuer durchs All, indem man ganz nebenbei noch etwas über den Urknall und das Weltall lernt, aber nicht immer alles ganz genau nehmen sollte ;)

Begleitet wird die Geschichte von ganz wundervollen Bildern, die perfekt zum Text passen und diesen unterstützen und auflockern. Die Bilder laden zum betrachten ein und fügen sich toll in die Handlung ein!

Fazit: Ein aussergewöhnliches, machmal skurriles, spannendes und auch emotionales Abenteuer durchs All, das uns Spaß gemacht hat. Wirklich ein besonderes Buch.

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Rezensionen von DoraLupin:

Actionreiches Abenteuer mit aussergewöhnlichen Charakteren

Akademie Splitterstern 1: Akademie Splitterstern von Falk Holzapfel

Allein schon das tolle Cover hat meinen achtjährigen Sohn und mich zu diesem Buch hingezogen und deshalb waren wir natürlich auch sehr auf die Geschichte gespannt! Aber alleine schon die tollen Zeichnungen im Buch stellen ein echtes Highlight dar, egal ob es die wunderschön gezeichnete Karte in den Klappen ist, die bunten Bilder von der Welt rund um Splitterstern vor jedem Kapitel, oder die Zeichnung der Akademie ist, mit jedem Bild hat man die Welt der Geschichte noch besser vor seinen Augen.

Wir hatten sehr viel Spaß mit den sympathischen Charakteren, dem spannenden Abenteuern aber auch mit den zauberhaften Zeichnungen.

Inhaltlich geht es um vier ganz unterschiedliche Adepten der Akademie, die durch ein Versehen den Schulleiter in eine Kröte verwandeln und gemeinsam mit einem sprechenden Schädel zu einem Abenteuer aufbrechen müssen um den Leiter wieder zurückverwandeln zu können. Darunter ist der Zauberlehrling Ribisel der ein sehr nervöser Zeitgenosse ist, dem kaum ein Zauberspruch je gelingen mag und der deshalb sogar auf das Level 0 zurückgefallen ist, dann die kleine Barbarin Erika, die sich mutig immer wieder für ihren großen Begleiter, einen Federbären einsetzt, Garek, der etwas einfältig ist und seine Probleme lieber mit Muskelkraft löst und schlussendlich Fenja, die als Schurkin immer wieder mit Vorurteilen zu kämpfen hat.

Der Schreibstil ist mitreißend und spannend zu lesen, vorallem die vielen schönen Bilder lassen einen in die tolle Welt rund um die Akademie eintauchen. Hin- und wieder hätten wir uns ein paar mehr Infos zur Welt und den verschiedenen Wesen gewünscht, aber nach ein paar Seiten sind wir sehr gut in der Geschichte mitgekommen.

Sehr gut haben uns vorallem die tollen Charaktere gefallen die alle sehr unterschiedlich sind und mit ihren Schwächen- und Stärken immer authentisch wirken. Mit gegenseitiger Hilfe und Zusammenhalt wachsen sie als Gruppe immer mehr zusammen und wachsen auch immer wieder über sich selbst hinaus, was sehr schön zu lesen ist. Nach jedem Kapitel gibt es eine Tabelle zu den vier Adepten, in der aufgeschrieben wird wie sich die Punkte und Level nach dem jeweiligen Abschnitt des Abenteuers verändert haben. Eine tolle Idee, die das Abenteuer noch greifbarer macht und wir waren nach jedem Kapitel gespannt was sich verändert hat.

Das Abenteuer ist meist sehr spannend und abenteuerlich geschrieben, aber es gibt auch mal schöne Gespräche zwischen den Charakteren und überraschende Wendungen, die uns sehr viel Spaß gemacht haben!

Fazit: Ein wirklich tolles Abenteuer, mit superschönen Zeichnungen und ungewöhnlichen Charakteren. Gerne empfehlen wir das Buch weiter und sind schon gespannt auf andere spannende Abenteuer rund um die Akademie Splitterstern.

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