Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Harakiri:
der krönende Abschluss
Vergissmeinnicht - Was die Welt zusammenhält von Kerstin Gier
Das berauschende Finale der Vergissmeinnicht-Trilogie
Quinn ist der Auserwählte, der das Sternentor öffnen kann. Allerdings gilt es, noch einige Hindernisse und Aufgaben zu bewältigen und dafür zu sorgen, dass die Prophezeiung, Matilda betreffend, nicht eintritt.
Jede Menge Abenteuer und fantastische Welten erlebt man beim Lesen des finalen Bandes der Trilogie.
Die Gedanken bekommen Flügel und die Fantasie arbeitet auf Hochtouren. Zu viel gibt es zu entdecken: die ganzen Fantasiewesen, fremde Welten und natürlich auch Matilda und Quinn, die beiden Protagonisten.
Die Handlung wechselt wieder ab zwischen den beiden und jedes Kapitel ist spannend und mitreißend. Sei es die Rettung von Miri, die Aufgaben im Sternentor oder die Kirchenreise – Gier erschafft wieder eine besondere Magie, der man sich nicht entziehen kann.
Da der 2. Band ja schon eine Weile her ist, war ich dankbar über die Zusammenfassung von Bax (nach wie vor meine Lieblingsfigur) zu Anfang.
Fazit: ein würdiger Abschluss, der alle Fragen beantwortet und alle losen Stränge verbindet. Romantasy für Jung und Alt.
Rezensionen von nina90:
Winterliche Spannung
Blutbuße von Viveca Sten
Blutbuße ist der mittlerweile dritte Teil der Polarkreis-Reihe von Viveca Sten und auch dieser Teil konnte mich wieder restlos überzeugen.
Die Handlung dreht sich um die Ermittlungen von Hanna, Daniel und deren Kollegen zu dem brutalen Mord an der Immobilienentwicklerin Charlotte. Ihr Plan, ein altes Hotel in der Gegend abreißen zu lassen und ein neues Luxus-Hotel an dem Standort zu errichten, stößt auf viel Gegenwind.
Doch ist der Bau des Hotels Grund für einen Mord oder steckt etwas anderes dahinter? Zwischendurch gibt es Rückblicke in die 70er Jahre, in denen die junge Monika in einem Berghotel arbeitet, wo das Unglück seinen Lauf nahm. Die damaligen Ereignisse wirken sich bis in die Gegenwart aus...
Auch das Privatleben von Hanna und Daniel kommt nicht zu kurz, wobei ich sagen muss, dass diese Krimi-Reihe eine der wenigen ist, in denen ich mit Begeisterung das Privatleben der Ermittler mitverfolge.
Der Spannungsbogen ist durchgehend hoch und die kurzen Kapitel lassen einen nur so durch die Seiten fliegen. Viveca Stens detailreiche Beschreibung der winterlichen Atmosphäre in Schweden und die eiskalte Spannung machen diesen Krimi zur perfekten Lektüre in der kalten Jahreszeit. Auch wenn es noch mindestens ein Jahr dauern wird: ich freue mich schon auf den nächsten Teil!
Rezensionen von nuean:
Düster, dunkel und wahnsinnig spannend
Sweet Nightmare von Tracy Wolff
Ich liebe die Bücher von Tracy Wolff und war sehr gespannt auf die neue Reihe. Das Cover ist ein Traum und der Farbschnitt wunderschön.
Clementine Calder lebt schon von Geburt an auf einer abgelegenen Insel auf der die Calder-Academy ist, da ihre Familie diese Academy betreibt. Dort gehen nicht nur paranormale Straftäter zur Schule, es gibt auch andere Monster dort, mit denen Clementine sich immer wieder herumschlagen muss.
Als ein Sturm die Insel unvorbereitet trifft gerät alles aus den Fugen und die Insel verwandelt sich in einen Albtraum. Ausgerechnet jetzt muss Clementine mit ihrer großen Liebe Jude zusammenarbeiten, der ihr vor Jahren das Herz gebrochen hat.
Von Anfang an war ich mittendrin im Buch und in Clementines Geschichte. Sie ist mutig und stark, aufopferungsvoll und nimmt sich selbst nicht so ernst. Ich mag ihre ironische und sarkastische Art und habe von Beginn an mit ihr mitgefiebert und gelitten. Leider ist das Verhältnis zu ihrer Mutter nicht so prickelnd und Clementine musste schon einige Schicksalsschläge ertragen, trotzdem gibt sie nicht auf und sie hat Freunde, die hinter ihr stehen. Jude konnte ich anfangs nicht richtig einschätzen, aber im Laufe der Handlung und je mehr man über ihn erfährt, desto mehr lernt man ihn zu verstehen und er ist mir sehr ans Herz gewachsen. Auch Jude hat Freunde, die das Buch noch zusätzlich spannend gemacht haben. Sie sind nicht das, was ich so erwartet habe aber jeder einzelne ist ein einzigartiger und wichtiger Charakter.
Die Handlung ist um einiges brutaler und fieser, als ich erwartet habe, es geht schon eher in die Horrorschiene, aber es ist unfassbar spannend und die Seiten fliegen nur so dahin. Der Schreibstil ist sehr bildgewaltig und ich habe mich gefühlt als wäre ich mit auf der Insel. Die gruseligen Monster und auch Schüler konnte ich mir sehr gut vorstellen. Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht und kann es kaum erwarten den nächsten Band in den Händen zu halten.
Fazit: Düster, gruselig und sehr spannender Auftakt der Reihe!
Rezensionen von Claudia R.:
siegreich ...
Fritzis Welt. Gewonnen von Ehmann Simone
Klappentext / Inhalt:
"Fritzi will gerne gewinnen. Am besten sofort. Doch einfach ist das nicht, denn auch die anderen Kinder sind beim Wettlauf schnell unterwegs und malen können sie auch sehr schön. Am Anfang ist Fritzi mächtig sauer deswegen, doch mit der Zeit findet sie heraus, dass es toll ist, zu erkunden, was sie wirklich begeistert und für welche Dinge sie sich gerne anstrengt.
Und siehe da: Nun klappt es auch mit dem Gewinnen."
Das Bilderbuch „Fritzis Welt. Gewonnen“ vermittelt Kindern auf spielerische Weise eine wichtige Botschaft: Unsere Fähigkeiten und Talente sind formbar und entwicklungsfähig! WIR haben es in unserer Hand, uns auf die Suche zu machen nach Dingen, die uns Freude bereiten. Und dann können wir diese üben, um uns zu verbessern. Dabei dürfen wir Fehler machen und um Hilfe bitten. Und wir dürfen uns auch über die Erfolge der anderen freuen. Denn ihr Fortschritt sagt nichts über unseren eigenen aus. Herausforderungen helfen uns, den Umgang mit Fehlern zu erlernen. Bei den einen ist es vielleicht der sportliche Wettkampf. Die anderen erlernen ein Instrument oder eine kreative Technik oder sie sind noch auf der Suche nach einer Sache, die sie immer wieder aufs Neue motiviert. Bei allen diesen Aktivitäten wird es Erfolge und Rückschläge gleichermaßen geben. Alles ist schwer ist, bevor es leicht wird! Wir müssen lernen, an unseren Niederlagen zu wachsen. Dann können wir unser Leben als Weg begreifen, auf dem wir lebenslang mit Freude lernen.
LESEN, LACHEN und spielerisch über wachstumsorientiertes Denken (Growth Mindset) LERNEN!
Cover:
Die Andeutung eines großen Pokals und ein Mädchen in siegreicher Stimmung ist hier erkennbar. Die Nummer eins zu sein, wird hier auf dem Cover deutlich gemacht und auch somit die Thematik sehr gut umgesetzt. In strahlenden und hellen Farben ist das Cover hier sehr schön gestaltet und passt zudem sehr gut zum Titel. Optisch und farblich ist es schön und passend umgesetzt.
Meinung:
Fritzi war mir bereits von anderen Büchern der Reihe "Fritzis Welt" bekannt. Diese können aber sehr gut unabhängig gelesen werden. Vorkenntnisse sind hier nicht notwendig, da jedes Buch eine andere Geschichte und Thematik behandelt. Man kann diese also sehr gut unabhängig und in anderer Reihenfolge lesen.
Fritzi mag Pokale und Urkunden und will unbedingt gewinnen, aber ist der Sieg wirklich das wichtigste? Ein liebevolle und wichtige Botschaft wird hier vermittelt und wunderschön umgesetzt. Denn Gewinnen ist nicht wirklich alles, oder?
Inhaltlich möchte ich hier jedoch noch nicht alles verraten und halte mich daher mit weiteren Details dazu zurück.
Die Einleitung zu Beginn des Buches in Reimform ist bereits toll und richtig gut umgesetzt. Die Geschichte selbst ist locker und cool gestaltet und zudem auch gut verständlich. Kurze Sätze und Texte machen es gut nachvollziehbar und auch die Beschreibungen von Gefühlen und Emotionen in bestimmten Situationen spielen hier sehr gut mit rein.
Die Seiten sind sehr schön und bunt gestaltet und gezeichnet und die Illustrationen sind toll gewählt und geben das Gelesene sehr gut wieder. Die Geschichte ist toll umgesetzt und die Zeichnungen runden das Ganze sehr gut ab.
Es ist nicht wichtig, das man gewinnt, sondern das man Spaß hatte und etwas macht, was man gern tut, das lernt hier auch Fritzi.
Die Botschaft ist wertvoll und wichtig und wirklich toll und gut verständlich umgesetzt. Ein tolles Buch, was viel Freude macht und auch die Gestaltung ist sehr gut gelungen. Sehr liebevoll wurde die Geschichte hier umgesetzt. Auch die Textpassagen haben eine gute Länge und das Bild-Text-Verhältnis ist gut gewählt.
Fazit:
Gewinnen allein ist nicht wichtig, sondern die Freude und Entwicklung, die man dabei hat.
Rezensionen von Daggy:
Zwei Jungs ermitteln gegen einen Taubendieb
Emil, Paul, Yggdrasil und der Taubenklau von Klaus Heimann
Wieder steht der Baum Yggdrasil im Mittelpunkt der Geschichte, diesmal als Treffpunkt, Rückzugsort und Ruhepol für die beiden Jungen. Denn diesmal lernen wird Emil kennen, der von Münster nach Essen zieht und der sich, weil die Eltern das neue Haus renovieren, in den Sommerferien sehr langweilt.
Da fällt ihm ein ungewöhnlicher Schuppen auf und so lernt der den Taubenvatter Wolle und seinen Taubenschlag kennen.
Wolle erzählt ihm viel über seine Lieblinge, das erinnert mich an meinen Onkel Hennes, der mich als Siebenjährige auch mit zu seinen Tauben nahm. Leider gibt es ein Problem, denn es verschwinden Tauben aus dem Schlag. Ist es möglich, dass sich ein Raubtier die Taube geholt hat?
Da trifft Emil auf Paul, den wir schon aus dem ersten Band kennen. Paul verbringt die Ferientage bei seinen Großeltern und er zeigt Emil Yggdrasil, die beeindruckende Esche, die ihn so beeindruckt, dass er sie für den Weltenbaum hält.
Zusammen ermitteln die beiden Jungen gegen den Taubenklau und hier sind ihre detektivischen Fähigkeiten gefragt, denn Wolle ist immer verzweifelter, als noch eine Taube verschwindet.
Ein wenig Wikinger-Mystik liegt in der Luft, denn Yggdrasil wird zum Treffpunkt der Jungen und vielleicht unterstützt diese Esche sie auch bei ihren Unternehmungen, wer weiß? Es ist schön zu sehen, wie die Freundschaft der beiden wächst und sie viel zusammen unternehmen. Spannend wird es, als sie meinen den Taubenklau entlarvt zu haben.
Dank der etwas größeren Schrift, den farbigen Bildern und den Eintragungen in Detektivheft, die in Schreibschrift abgedruckt sind, lesen sich die 140 Seiten (17 Kapitel) sehr gut. Mit den zwei männlichen Protagonisten spricht das Buch sicher viele Jungen an, was nicht bedeutet, dass auch Mädchen die Geschichte gefallen wird.
Rezensionen von sello:
hat mir gut gefallen
Kingdom of Lies von Stacia Stark
Zuerst zum Cover. Dieses hat mir sehr gut gefallen und deswegen habe ich mich auch in erster Linie für das Buch interessiert.
Die Hauptcharaktere waren ebenfalls ein Pluspunkt. Interessant mit einer passenden Dynamik (auch wenn ich mir mehr romance gewünscht hätte ohne diese Gefühlsschwankungen).
Einige Handlungsabschnitte fand ich hin und wieder sehr "hineingeworfen". Arg hat es mich nicht gestört weil ich meistens nicht so sehr darauf achte. Es ist mir nur aufgefallen.
Zwischendurch gab es Stellen die vorhersehbar waren. Aber wenn man das Buch als unterhaltsamen Fantasy-Roman liest und kein Meisterwerk der Literatur erwartet wird man seine Freude daran haben.
Rezensionen von Claudia R.:
Winter-Wohlfühl-Roman
Föhrer Winter von Hanna Paulsen
Klappentext / Inhalt:
Adventszeit mit Baby: Julia bekommt eine Tochter und freut sich auf den Umzug ihrer Patchwork-Familie in ein neues Heim. Doch ihre Schwiegereltern sind gegen das junge Glück.
Ein halbes Jahr nach dem Tod ihres Mannes bringt Julia eine gesunde Tochter zur Welt. Gemeinsam mit ihrem Schwager Krischan, in den sie sich verliebt hat, und Sohn Liam will sie noch vor Weihnachten ein Haus in Wyk beziehen.
Aber die Vorfreude ist getrübt. Krischans Eltern können sich nicht damit abfinden, dass ihr Sohn die Witwe seines Bruders liebt, und haben den Kontakt zu ihm abgebrochen. Gelingt trotzdem eine Versöhnung zum Fest der Liebe?
Finaler Teil der neuen Reihe über Neuanfänge, verbotene Gefühle und die raue Schönheit der Nordseeküste.
Cover:
Ein wunderschönes winterliches Cover, mit einer einsamen und schneebedeckten Hütte, die eine herrliche Atmosphäre ausstrahlt. Das Cover ist sehr schön umgesetzt und die winterliche Küsten Thematik kommt hier auch sehr gut durch das Cover herüber. Optisch und auch farblich ist es sehr schön umgesetzt. Die hervorgehobene türkis glitzernde Schrift passt auch sehr gut hinein.
Meinung:
Es handelt sich hierbei um den vierten Band der Föhrer Romanreihe "Neuanfang an der Nordsee", aber auch ohne Vorkenntnisse kommt man sehr gut hinein. Die Charaktere wirken authentisch und auch das Drumherum ist sehr schön und bildlich beschrieben. Schnell fühlt man sich hier wohl und angekommen.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht zu viel verraten, empfehle einen Blick hinein aber hier sehr gern weiter.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Es wird bildlich und gut vorstellbar beschrieben. In Charaktere und Situationen findet man sich sehr gut hinein. Emotionen und Gefühle sind gut spürbar und es wirkt dabei sehr authentisch und realistisch umgesetzt. Die einzelnen Abschnitte haben eine gute und angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Kapitelanfänge sind gut und deutlich erkennbar. Gliederung und Gestaltung hat mir gut gefallen.
Die Geschichte ist emotionsreich und kurzweilig gestaltet und liest sich sehr angenehm und atmosphärisch. Ein wunderschöne winterliche Geschichte für Zwischendurch.
Fazit:
Atmosphärische winterliche Geschichte, bei der man sich schnell wohlfühlt.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Die Missionarin, die nie in Afrika war
Maria Theresia Ledóchowska von Sabine Veits-Falk; Johannes Hofinger
Verlagstext:
„Maria Theresia Ledóchowska (1863-1922), eine junge Frau polnisch-adeliger Herkunft, kam 1885 als Hofdame von Großherzogin Alice von Toskana in die Stadt Salzburg. Hier fand sie ihre Lebensthemen: den Kampf gegen die Sklaverei und die Mission in Afrika. Beide waren zentrale Motive für die Gründung des nach wie vor aktiven Missionsordens vom heiligen Petrus Claver in Maria Sorg.
Ihre Ideen verbreitete Ledóchowska mit eigenen Druckwerken, der Herausgabe von Zeitschriften und den modernen Medien des beginnenden 20. Jahrhunderts. In der Stadt Salzburg gründete sie ein Afrika-Museum, das „Claverianum“, und prägte damit das Afrika-Bild ihrer Zeit im Spannungsfeld von Mission und Kolonialismus.“
Da ich gerne Biografien über ungewöhnliche Frauen lese, hat mich dieses Buch interessiert. Über die Ordensgründerin Maria Theresia Ledóchowska ist außerhalb der einschlägigen Community wenig bis nichts bekannt. Nun soll mit diesem Buch, das eine wissenschaftliche und kritische Auseinandersetzung mit dieser Frau sein soll, Abhilfe geschaffen werden. Dazu tragen die Erkenntnisse von 12 Autorinnen und Autoren bei, die nun in dieser Biografie zusammengefasst sind.
Auch wenn ich einräume, das Leben der Maria Theresia Ledóchowska im Kontext der Zeit zu betrachten ist, bin ich von Kapitel zu Kapitel zorniger geworden. Von den europäischen Herrschern sowie der katholischen Kirche, ist man ja die Allmachtsfantasien vom „Gottesgnadentum“ etc. mit dem sie sich auf Kosten anderer bereichert haben, gewöhnt.
Leider bekennt sich Ledóchowska ebenfalls zu dieser eifernden Zwangsmission. Nicht immer ist alles gut, was gut gemeint ist. So kauft sie bzw. ihr Orden von Sklavenhändlern verschleppte Kinder frei. Allerdings nicht um sie ihren Familien zurückzugeben, sondern um „gute (katholische) Christen aus ihnen zu machen. Ein einträgliches Geschäft für die Sklavenhändler, die nun nur mehr die Hand aufzuhalten brauchen.
Besonders verstörend sind die Ansichten der Ordensgründerin wie auf Seite 146 ausgeführt:
„Ledóchowska plädiert zunächst für den friedlichen Weg, also die Ausbreitung des Christentums durch die katholischen Missionen. Die Missionare sind Kolonisten, welche die der Arbeit entwöhnten Neger beten und arbeiten lehren und so nach und nach durch freiwillige Arbeiter die Sklaverei ersetzlich machen. Zweitens fordert sie den Ausbau von Eisenbahnen und Telegraphen, damit der Transport nicht durch Sklav:innen sondern auf der Schiene erfolgen könne. Und drittens müsse das Schwert eingesetzt werden, denn in Afrika sei der Kampf zwischen Christentum und Islam entbrannt, zwischen Kreuz und Halbmond. Dieser dürfe nur begonnen werden, wenn eine Niederlage ausgeschlossen werden könne und das bedeute, dass zuerst an den Küsten die Herrschaft der Europäer etabliert werden müsse.“
Und so eine Person wird seitens der Kirche 1975 selig gesprochen?! Dabei kennt sie die Zu- und Umstände vor Ort gar nicht. Maria Theresia Ledóchowska hat mehr oder weniger gemütlich in Salzburg gelebt und hat Afrika Zeit ihres Lebens nicht besucht. sie kennt alles nur vom Hörensagen und von Fotos, die sie für ihre Vortragsreihen benützt. Diese rund 2.000 oft handkolorierten sind im Ordenshaus Maria Sorg in Salzburg gefunden worden.
Der Orden besteht nach wie vor, weshalb das Stadtarchiv Salzburg nun dieses durchaus kritische Buch zu Maria Theresia Ledóchowska herausgebracht hat. Dass die Ordensgründerin der Freiwilligen Feuerwehr Lengfelden (Bergheim) die damals modernste Feuerwehrspritze gespendet hat, kann meiner Ansicht nach nicht über das Leid hinwegtäuschen, das den Familien in Afrika durch die Christianisierung angetan worden ist.
Ja, es ist notwendig den Menschen in Afrika zu helfen, aber mit Rücksichtnahme auf örtliche Gepflogenheiten und ohne sie zu Bittstellern zu degradieren und als Gegenleistung für die Unterstützung, den christlichen Glauben annehmen zu müssen. Auf der Website des Ordens wird um Spenden für Bücher gebeten. Keines der taxativ aufgezählten Werke hilft den Lesern bei der Bewältigung des kargen Alltags, sondern „soll den Glauben stärken“.
Da zwölf Personen Beiträge verfasst haben, wird in jedem Bezug auf ihre adelige Herkunft genommen. Das ist ein bisschen ermüdend zu lesen. Da hätte das Lektorat eventuell steuernd eingreifen können.
Fazit:
Die kritische Auseinandersetzung mit dieser Ordensgründerin ist längst überflüssig, zumal der Orden, wie in dem Buch zu lesen ist, weiter besteht und seine Arbeit im Sinne seiner Gründerin fortführt. 4 Sterne
Rezensionen von Lesemama:
Magie und Monster
Tage einer Hexe von Genoveva Dimova
Zum Buch:
Kosara ist eine Hexe und wird von dem Monster Zmey gejagt. In der Nacht zum neuen Jahr hätte sie fast ihren Hecenschatten beim Kartenspiel verspielt, ohne den haben Hexen keine Magie. Nun wird sie von Zmey verfolgt und hofft, dass sie irgendwie über die Mauer zur Nachbarstadt gelangen kann ,denn dahin können die Monster ihr nicht folgen.
Meine Meinung:
Es beginnt in der Nacht zum neuen Jahr, der Silvesternacht, in der in Chernograd eigentlich niemand feiert, sondern alle nur überleben wollen. Den Punkt Mitternacht gibt es kein Feuerwehr, es kommen die Monster und alle verharren in den sicheren Häusern.
Kosara hat aber ein ganz besonders grausigen Monster als Feind und das kann sie alles kosten, daher versucht sie dem zu entkommen.
Ein Fantasyroman mit Hexen, Monster und vielen unaussprechlichen Namen und Worten, manchmal denke ich, je unaussprechlicher, je lieber wird es von den Autoren gewählt. Der Schreibstil ist ganz gut zu lesen, wenn man sich an die seltsamen Worte gewöhnt hat, die Geschichte ist fantasievoll, teilweise aus ein wenig schaurig und passt gut in die dunkle Jahreszeit. Eine düstere Atmosphäre, aber durchaus spannend und kurzweilig zu lesen.
Ich fand es ganz unterhaltsam und abwechslungsreich.
Rezensionen von Claudia R.:
Geschichte, die nachwirkt
Saoseo von Stephan Büchenbacher
Klappentext / Inhalt:
In einer abgelegenen Laube, in die er sich widerrechtlich einquartiert hat, versucht Andrin, frisch getrennt und arbeitslos, sein Leben neu zu ordnen. Doch wo soll er anfangen? Lieber verliert er sich in Gedanken über den Irrwitz des Seins. Seine Tätigkeit als freiwilliger Telefonseelsorger ist dasEinzige, das ihm noch Halt gibt.
Eines Nachts meldet sich die Clownin Minna bei ihm, die nicht über den Tod ihres Grossvaters hinwegkommt. Die Scham darüber, dass sie ihm beim Suizid assistiert hat, quält sie. Durch intensive Gespräche entsteht eine Verbundenheit zwischen ihnen, die Andrin zunehmend die rote Linie übertreten lässt. Er gerät nicht nur in einen Konflikt mit seinem Berufsethos, sondern verliert sich immer tiefer in einem Zwischenreich von Realität und Imagination. Könnte ihr gemeinsamer Sehnsuchtsort, der malerische Bergsee Saoseo, die entscheidende Wende bringen?
Cover:
Ein ruhender See und ein nebliger Wald im Hintergrund machen die Stimmung und Atmosphäre hier einzigartig und zugleich auch etwas bedrückend. Optisch und farblich interessant umgesetzt.
Meinung:
Tiefgründige und eingehende Geschichte, die nachhallt. Andren versucht sein leben neu zu ordnen und auch Minna hat einige Päckchen zu tragen und kommt über den Tod ihres Grossvaters nicht hinweg.
Inhaltlich möchte ich jedoch nicht ins Detail gehen und halte mich daher mit weiteren Informationen dazu zurück.
Die Charaktere haben sehr viel Tiefe und auch die Situationen zwischen den Zeilen sind bemerkenswert und Themen wie Suizid, Neufindung und Sehnsucht spielen hier mit rein.
Der Schreibstil fiel mir anfangs nicht ganz leicht und ich brauchte ein wenig, um mich hinein zu finden. Auch die Ausdrucksweise ist recht gewählt und macht es einen nicht ganz leicht. Abe mehr und mehr findet man sich in Situationen und Charaktere hinein. Die Betrachtungen sind vielschichtig und auch die Charaktere sehr facettenreich. Schwierige Themen werden hier mit eingebaut und verleihen dem Ganzen an Tiefe und Nachdenklichkeit.
Eine Geschichte, die nachwirkt.
Die Gliederung und Gestaltung fand ich gut. Die Anfänge sind gut erkennbar. Es wird einfach durchnummeriert und die Kapitellängen sind angenehm und gut gewählt, auch wenn diese teils etwas länger ausfallen.
Die Geschichte in sich gibt zum Nachdenken auf und ist interessant umgesetzt. Nicht ganz leicht zu lesen aber in sich interessant umgesetzt.
Fazit:
Tiefgründige und eingehende Geschichte, die nachhallt.











