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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von MarcoL:

Ein ruhiger, gefühlvoller Roman rund um Freundschaft, das Loslassen und die Bewältigung von Trauer.

Das Archiv der Herzschläge von Laura Imai Messina

Shūichi, 40, hatte es nicht leicht in seinem bisherigen Leben. Er lebte zurückgezogen in Tokio als Autor und Illustrator von Kinderbüchern. Er war mit einem Herzfehler zur Welt gekommen, benötigte eine Operation. Diese ließ er aber erst an sich vornehmen, als sein Leben gefestigt, und er verantwortlich für seine kleine Familie war.

Aber vieles ist vergänglich ... In seinem jetzigen Zustand blickte er zurück, strich sich über seine große Narbe an der Brust, verfolgte seinen Herzschlag, und dachte an viele Dinge aus seiner Kindheit. Doch seine Erinnerungen schienen ihn zu betrügen, denn an das was er sich entsann und das was er glaubte zu wissen passte nicht zusammen. Seine Mutter hatte ihm wohl mit viel Erfolg sein Leben schön geredet. Probleme? Gab es nicht, es war doch alles viel anders, leichter, schöner.
Als dann seine Mutter starb zog er in das kleine Haus seiner Kindheit, krempelte um, mistete aus. Sein Leben war eine Maske, hinter der er sich verbarg. Eines Tages entdeckte er einen kleinen Jungen, der jeden Tag in das Haus einstieg, um ein paar belanglose Dinge zu entwenden. Es war Kenta, ein Junge aus der Nachbarschaft, der viel Zeit mit Shūichis Mutter verbrachte, wie er nach und nach erfuhr.
Zwischen Kenta und Shūichi bildete sich eine Freundschaft, eine zart blühende Knospe, die sich dennoch weigerte, ihre volle Blüte zu entfalten. Shūichi erfuhr dabei viel über seine Mutter und auch über sich selbst. Sein Leben, und vor allem seine Einstellung zum Leben änderten sich. Er wachte aus seiner depressionsähnlichen Eingeschlossenheit in sich selbst auf. Er ließ sein Herz wieder Leben, erlaubt ihm einen anderen Rhythmus und auch die Liebe, die er ausgesperrt hatte, um keine Verluste mehr erleiden zu müssen, darf wieder Einzug halten.

S. 158: „Lieben, wiederholte er in seinem Kopf, war ein unerträgliches Risiko.“

S.173: „An jenem Tag kehrte das Bedürfnis zu fühlen zu ihm zurück.“

Die Freundschaft zwischen den beiden wurde inniger, und sie fuhren auf die Insel Teshima zum Archiv der Herzen. Es ist ein Museum, in dem Herzschläge von Menschen aus aller Welt gespeichert sind (gibt es tatsächlich). Und Shūichi machte dort eine unglaubliche Entdeckung …

Die in Japan lebende Italienerin Laura Imai Messina schreibt mit diesem Roman eine sehr gefühlvolle Geschichte. Sie kommt ruhig daher, in Wellen ohne große Aufs- und Abs. Es ist ein sanfter Roman, die Sprachführung könnte man als typisch Japanisch bezeichnen, höflich, ohne die LeserInnen zu sehr emotional kompromittieren zu wollen. Dennoch zieht die Story die Leserschaft in ihren Bann.
Trauer und deren Bewältigung stehen stark im Vordergrund, genauso wie das Leben einem immer wieder neue Chancen bietet. Die Vergangenheit, so einschneidend die Erfahrungen auch waren, muss nicht auf Dauer bestimmender Bestand des Lebens bleiben.

Gerne gebe ich eine Leseempfehlung für diesen gefühlvollen Roman und wunderschön gestaltete Buch.

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Rezensionen von Streiflicht:

Hat mich nicht richtig gepackt

Zwei Federn von Rüdiger und Sonja Lehmann

Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut, weil ich gerade die Geschichte und Geschichten der "Indianer" so spannend finde. In Kombination mit der irischen Hungersnot und einer realen Geschicht eim Hintergrund fand ich das total interessant.

Leider konnte mich das Buch nicht abholen. Schon von den ersten Seiten an hatte ich eine gewisse Distanz zum Gelesenen.

Ich wurde nicht warm mit den Protagonisten, weder im aktuellen Teil, noch in der Vergangenheit. Ich denke, das lag unter anderem auch am Schreibstil, der einfach nicht meins ist.

Ich fand die historischen Ereignisse gut beschrieben, aber man merkte auch den Bruch zur fiktiven Handlung. Die verschiedenen Zeitebenen mag ich eigentlich sehr, aber hier war es manchmal schwer zu erkennen, weil weder die Sprache, noch die Handlungen irgendwie anders waren. Das hat mich ein bisschen verwirrt und gestört. So kam ich nicht richtig in den Fluss.

Die Schicksale und Ereignisse sind gut beschrieben und auch nachvollziehbar. Wer Geschichte mag, wird sich gut unterhalten fühlen.

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Rezensionen von KimVi:

Spannung, Nervenkitzel und Gänsehautmomente!

Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht. von Katie Kento


Die 17-jährige Robyn sitzt aufgrund einer Erkrankung im Rollstuhl. Sie lebt mit ihrer Großtante, die sie rührend umsorgt, im sechsten Stock und kann die Wohnung nicht verlassen, da der Aufzug zu klein für den Rollstuhl ist. Dementsprechend schlecht ist es um ihre sozialen Kontakte bestellt. Doch Robyn ist eine begeisterte True-Crime-Liebhaberin und beschäftigt sich liebend gerne mit alten Fällen.

Zufällig liegt das düstere Hotel Ambrosia genau auf der anderen Straßenseite. Um dieses zwielichtige Etablissement ranken sich einige Gerüchte, da es Schauplatz furchtbarer Verbrechen war. Robyn ist fasziniert von dem Hotel und den Personen, die dort ein- und ausgehen. Sie verbringt Stunden damit, alles mit ihrem Fernglas zu beobachten. Dabei wird sie eines Tages Zeugin einer Entführung. Robyn will dem Mädchen, das kurz zuvor unbeschwert das Hotel betreten hat, unbedingt helfen. Doch wie soll das gehen, wo sie doch die Wohnung nicht verlassen kann? Da spielt ihr der Zufall in die Karten, denn der jugendliche Dieb A.J. bricht versehentlich in die falsche Wohnung ein, trifft dort auf Robyn und wird von ihr erpresst, ihr bei den Ermittlungen zu helfen...

Das düstere Cover, auf dem das zwielichtige Hotel Ambrosia abgebildet ist, stimmt bereits auf die Handlung ein. Dadurch kann man die Faszination, die für die kranke und stark eingeschränkte True-Crime-Liebhaberin Robyn von diesem Hotel ausgeht, glaubhaft nachvollziehen. 

Robyn muss mit ihren Kräften haushalten, da die Krankheit ihren Lebensrhythmus bestimmt. Ihr Sozialleben liegt, bis auf wenige Kontakte zu Chat-Freundinnen, brach. Nur ihre Großtante ist immer für sie da und versucht, Robyns eingeschränktes Leben etwas lebenswerter zu machen. Robyns Hintergrund, ihre Krankheit und die Auswirkungen werden so authentisch vermittelt, dass man sich in ihre Erschöpfungszustände hineinversetzen kann. Robyn wirkt anfangs sehr sympathisch. Allerdings büßt sie beim Umgang mit A.J. ein paar Sympathiepunkte ein, da sie häufig sehr bestimmend auftritt und den jungen Mann einige Male in große Gefahr bringt. Dieses Verhalten mag ihrer fehlenden Sozialkompetenz geschuldet sein, trägt aber dennoch dazu bei, dass man sie distanzierter betrachtet. 

Das geht allerdings nicht zu Lasten der Spannung, denn das Hotel Ambrosia hält einige Geheimnisse bereit und Bewohner und Personal scheinen in finstere Machenschaften verstrickt zu sein. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Aufgelockert wird die Handlung durch Gesprächsprotokolle, Anrufe oder Textnachrichten. Da A.J. Robyn zunächst nur gezwungenermaßen hilft, darf man sich auf witzige Wortgefechte freuen. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und die gruselige Atmosphäre, die das finstere Hotel verströmt, uneingeschränkt genießen. Schon bald weiß man nicht mehr, wem man hier trauen kann oder was man glauben soll. Unerwartete Wendungen geben dem Ganzen einen zusätzlichen Reiz. Hochspannung und Nervenkitzel sind garantiert. 

Ein spannendes und wendungsreiches Buch, das für Nervenkitzel und Gänsehaut sorgt!

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Rezensionen von Laszlo Zoltan:

Sie spielt nicht Golf und hat noch ...

Honey von Victor Lodato

Viktor Lodato beschreibt vorzüglich die Lebensgeschichte einer 82jährigen Lady, die unabhängig, kunstkundig, gepflegt und apart ist. Sie lebt tatsächlich und erlebt so manche skurrile Situationen, ohne dass sie lediglich aufs Ende warten würde. Mir stellte sich die Frage, wehr wohl bei der Gestaltung ihres Lebensbildes den mächtigeren Pinselstrich führte, die Umwelt oder die Veranlagung? Ein fesselnder Roman über ein bizarres Leben im Alter.

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Rezensionen von Jazz:

Rivalen

Pure Promise von Merit Niemeitz

Nachdem ich mich in Band eins in Niemeitz` einzigartigen Schreibstil verliebt habe, wollte ich unbedingt auch Band 2 lesen! Sie kann hervorragend mit Worten malen und umgehen. Ich liebe es! Der ganze Roman hindurch fühlte sich an wie eine Reise ins winterliche London an. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde hervorragend gewählt.

Da bekomme ich direkt Lust nach Abschluss des Romans selbst nach London zu reisen!!

Benedict, der Protagonist ist ein Charakter, der auf den ersten Blick oberflächlich erscheint und nur an Models, Spaß und Partys interessiert ist. Nachdem Marigold ihm aber den Vorschlag mit der Fakebeziehung konfrontiert, er nach kurzer Bedenkzeit einstimmt und wir dadurch auch einen Blick in den Hintergrund werfen können, erkennt man, dass Beau einen absolut fantastischen Humor hat und gleichzeitig aber sehr tiefgründig ist. Das Leben beider scheint auf den ersten Blick nur eitler Sonnenschein, aber hinter der Fassade erkennt man toughe Leben.

Kleine Kritik am Rande: Für mich war das Ende ein bisschen zu sehr in die Länge gezogen. Eine Trennung und Zusammenkunft hätte mir hier ausgereicht. Daher war am Ende, so die letzten 60 Seiten, für mich ein bisschen zäh. Die Luft war schon raus, weil man letztlich ja immer weiß, dass es ein Happy End geben wird. Und insgesamt waren mir beide Charaktere zu stark und polarisierend. Auf lange Sicht sehe ich mehr Zukunft für Emmeline und Charles, da beide einfach viel harmonischer zusammen wirkten als die beiden etwas exzentrisch geratenen Charaktere Mari und Beau.

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Rezensionen von peedee:

Nicht mein Fall

Single All the Way. A Christmas Roadtrip (Weihnachtliche Romance voll intensiver Gefühle) von Stefanie Hasse; Stella Tack

Samantha ist ein Riesen-Weihnachtsfan – sie kann es kaum erwarten, die Abende vor dem elterlichen Kamin in Aspen zu verbringen. Doch dann verletzt sich ihre Schwester, die Eltern wollen Weihnachten ausfallen lassen und ein Schneesturm legt den Verkehr in San Francisco lahm. Ihr Auto verweigert die eisigen Temperaturen und so gibt es nur eine Möglichkeit, doch noch nach Aspen zu kommen: mit den Zwillingsbrüdern Tristan und Nick mitfahren.

Tristan, der Bad Boy, hat ihr vor Jahren das Herz gebrochen…

Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir gestalterisch gut, aber ich mag es nicht, wenn anhand des englischen Titels nicht ersichtlich ist, dass es sich um ein deutsches Buch handelt.

Als ich zu diesem Buch gegriffen habe, war es für mich aufgrund der Inhaltsbeschreibung nicht klar, dass es sich um New-Adult-Buch handelt.

Gegensätzlicher als die Zwillingsbrüder Tristan und Nick könnten Geschwister wohl kaum sein: Tristan, der Bad Boy, und Nick, der Schwiegermutter-Liebling. Und Samantha, die in einer Minute Tristan inbrünstig hasst, nur um in der nächsten Minute seine Attraktivität hervorzuheben und unter seinen Blicken fast dahinzuschmelzen.
Der Roadtrip von San Francisco nach Aspen würde bei perfekten Strassenverhältnissen 17 Stunden dauern. Aber Tristan und sein Bruder haben ganze 5 Tage dazu eingeplant. Wie lange haben sie über Weihnachten/Neujahr Urlaub, wenn sie nur für den Hinweg schon 5 Tage planen? Nun sitzen also drei Personen in Tristans „Baby“, wie er seinen Wagen nennt, davon sind zwei absolute Weihnachtsfans und einer – Tristan – ist der Grinch. Und wenn es 2:1 steht, ist klar, dass Weihnachten das omnipräsente Thema ist.

Für mich war es das erste Buch der beiden Autorinnen, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Sprache war locker-flockig, wohl passend für ein New-Adult-Buch, für mich aber manchmal zu salopp. Zudem war für mich Tristans Wandlung vom spätpubertierenden Bad Boy zum vernünftigen Geschäftsmann – innerhalb von ein paar Tagen! – absolut unrealistisch. Dazu kommen noch die vielen Slapstick-Elemente. Leider war ich nicht begeistert, von mir gibt es nur 2 Sterne.

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Rezensionen von Sina:

Guter Ansatz

Good Energy von Casey Means

In ihrem Sachbuch »Good Energy« geht die Autorin Dr. Casey Means mit umfangreicher Recherche auf das Thema Stoffwechsel und dessen Zusammenhang mit der allgemeinen menschlichen Gesundheit ein.

Verschiedene Erfahrungen mit ihren eigenen Patient*innen haben die Ärztin dazu bewegt, eine holistische Sichtweise auf das Thema Gesundheit zu entwickeln.

Sie erkennt Zusammenhänge zwischen verschiedenen Beschwerden und verknüpft diese miteinander; was vielen Ärzt*innen oftmals schwer fällt, wenn diese die Grenzen ihres eigenen Fachbereiches sprengen.

Insgesamt bietet das Buch viele interessante Ansätze, Einblicke und Erkenntnisse.
Die praktische Anwendbarkeit lässt jedoch zu wünschen übrig, da viele ihrer „Tipps“ nicht im Alltag umsetzbar sind. Darüber hinaus drängt sie die Leser*innen schon fast zu einem Ernährungsstil, welcher bestimmte Nahrungsmittel verteufelt und daher auch bedenklich für Menschen, die bereits Probleme mit Essstörungen hatten, sein könnte.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine gelungene Autobiografie

Freiheit von Angela Merkel; Beate Baumann

Als Österreicherin habe ich Angela Merkel wohl nicht jene Aufmerksamkeit geschenkt, wie ihre deutschen Landsleute. Vor allem ihr Leben bevor sie zur ersten Bundeskanzlerin Deutschlands gewählt worden ist, war mir bislang nur in sehr groben Zügen bekannt. Aufgewachsen als Tochter eines Pfarrers in der DDR, Physikerin und nach der Wende Politikerin der CDU/CSU, oftmals als „Kohls Mädchen“ und wenig später als „Mutti“ tituliert, was für mich nicht sehr wertschätzend klingt.

Deshalb war ich gespannt auf ihre Erinnerungen und wurde nicht enttäuscht.

Das Buch ist in fünf Teile mit zahlreichen Kapiteln gegliedert:

„Ich wurde nicht als Kanzlerin geboren“
Ein demokratischer Aufbruch
Freiheit und Verantwortung
Deutschland dienen (I)
Deutschland dienen (II)

Zusätzlich gibt es zahlreiche Fotos.

Das Buch liest sich gut. Natürlich ist es eine sehr persönliche Geschichte. Trotzdem berichtet Angela Merkel sehr sachlich und ohne große Ressentiments über ihr Leben. Selbst über den Mauerfall erzählt sie ohne große Emotionen oder Pathos. Dass sie, im Nachhinein betrachtet, einiges anders machen hätte sollen, wird auch angedeutet. Aber, es ist wie es ist. Zum Zeitpunkt der Entscheidung, war (vermutlich oft) wenig Spielraum.

Gut gefallen hat mir der leichte Plauderton, den Angela Merkel in ihrer Autobiografie einschlägt. Nicht immer geht sie chronologisch vor. Über ihr Privatleben erzählt sie wenig. Man erfährt nur, was man ohnehin weiß. Privates bleibt privat - das ist ihr gutes Recht, diesen Teil ihres Lebens nicht in der Öffentlichkeit auszubreiten.

Fazit:

Eine gelungene Autobiografie der ersten Bundeskanzlerin Deutschlands, der ich gerne 4 Sterne gebe.

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Rezensionen von Petra Sch.:

überzeugt durch britischen Charme, nicht durch Spannung und/oder einer überraschenden Auflösung

Der Krimidinnermord von Colleen Cambridge

In ihrem dritten Fall vertritt Phyllida Bright ihre Chefin, die Krimischriftstellerin Agatha Christie, bei der sie als Haushälterin arbeitet, bei der Kennenlern-Party der neuen Besitzer des benachbarten Beecham House. Die Einladung dazu ist überraschend: es ist die Ankündigung, dass ein Mord geschehen wird.

(Hier ist wieder die Verbindung zu den Werken von Agatha Christie einfach wundervoll.)
Und genauso kommt es dann auch: bei der Theatervorstellung des Hausherrn Clifton Wokesley mit seiner Frau und vier Bekannten wird Clifton Wokesley seiner Rolle als Leiche mehr als gerecht: er wurde direkt vor der Vorführung erstochen.
Wie gut, dass die passionierte Ermittlerin Phyllida bereits vor Ort ist.

Es war soo schön, wieder alle Angestellten von Mallowan Hall zu treffen - allen voran natürlich Phyllida, die so einen herrlich trockenen Humor hat. Ihre Streitereien mit dem Butler Mr Dobble, die Plänkeleien zwischen ihr und Chauffeur Bradford (und dessen süßer Hündin Myrtle) ist einfach nur humorvoll zu beobachten. Man fühlt sich einfach total wohl.
Die Kombination aus britischem Humor und historischen Ereignissen machen diese Reihe zu einem Leseerlebnis.
Diesmal ist Phyllida ganz erfreut, weil endlich der neue Staubsauger geliefert werden soll, der die Hausmädchen jedoch in helle Aufregung versetzt und Dobble dessen Einzug verhindern will, weil so ein Gerät bestimmt nur alles in Chaos stürzt.

Leider war diesmal der Täter von Anfang an so offensichtlich, nur das Motiv hat sich erst mit der Zeit herausgestellt.
Nur einmal kurzzeitig hatte ich jemand anderes in Verdacht, aber sonst waren nicht einmal die Ablenkungsmanöver wirkungsvoll. Und die erhoffte überraschende Wendung blieb leider aus.
Und Phyllida selbst hat mich diesmal bei ihren Ermittlungen enttäuscht: Sie hat nur in eine Richtung ermittelt; und das Offensichtliche hat sie nicht gesehen.

Den Showdown mit der Autofahrt im Regen, Phyllidas gefährliches Fahrmanöver und den Schusswechsel fand ich dann etwas zu viel.
Trotzdem mag ich einfach das ganze Drumherum, die Atmosphäre, das Geplänkel zwischen Phyllida und Bradford, die süße Myrtle..-einfach alles! :D


Fazit:
3. Teil um Agatha Christies Haushälterin, Phyllida Bright, die diesmal bei einem Krimidinner in einem echten Mord ermittelt. Aufgrund der Offensichtlichkeit des Täters und Phyllidas Scheuklappen 'nur' 4 Sterne.

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Rezensionen von Danislesestube:

Gelungener Science Fiction Roman

Brüder der Finsternis von Jacqueline Mayerhofer

Dieses Buch habe ich auf der vergangenen Vienna Comiccon direkt bei der Autorin gekauft. Wäre es mir in einer Buchhandlung untergekommen, hätte ich es liegen lassen.


Warum? Der Klappentext beschreibt nicht einmal ansatzweise, was sich in diesem Buch auf den knapp 600 Seiten abspielt. Dieser sollte Lust auf die Handlung und die Charaktere machen.

Jedoch liest sich der hier so, als würde man als Leser:in eine x-beliebige Science aufgetischt bekommen.


Wenn ihr also diese Zeilen nehmt und eine ordentliche Schippe drauflegt, kommt ihr dem Endergebnis relativ nahe. Denn von Anfang bis Ende erwartet euch ein umfangreiches Abenteuer einer kleinen Mannschaft, die es in sämtliche Winkel der von der Autorin erschaffenen Welt verschlägt.


Die verschiedenen Planeten werden von zahlreichen verschiedenen Rassen/Wesen bewohnt, mit denen die Charaktere interagieren. Die Vorgeschichte der Mitglieder der Crew des Raumschiffes wird immer mal wieder angerissen und im Verlauf der Haupthandlung weiter ausgeführt. Sogar der scheinbar einfache Androide Leyxor bietet ausreichend Stoff für mindestens eine Kurzgeschichte. Im Fokus steht hauptsächlich die Mission von Connel, ein Charakter, den ich am Anfang nicht sonderlich mochte, der allerdings mit der Zeit sehr über sich hinaus gewachsen ist. Was natürlich auch für seine Mannschaft gilt.


Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Sämtliche Ereignisse, Charakterbeschreibungen und Schlüsselmomente wurden hervorragend beschrieben. Vor allem bei letzteren merkte man direkt, wenn man diese vor der Nase hatte, dass es gleich ordentlich knallt und/oder eine wichtige Enthüllung folgt. Vor allem das Ende profitierte sehr davon. Der Endkampf wurde unglaublich gut in Szene gesetzt. Hier hat die Autorin nicht mit Details gespart.


Dieses Buch eignet sich durch die einfachen Erklärungen, die gut nachvollziehbare Handlung und die gut durchdachten Charaktere für Einsteiger im Science-Fiction-Genre.

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