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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von cosmea:

Geld regiert die Welt

Wir finden Mörder von Richard Osman

Amy Wheeler arbeitet als Personenschützerin bei Maximal Impact Solutions und ist zu Beginn des Romans Bodyguard für die berühmte, sehr reiche Schriftstellerin Rosie d´Antonio, die ins Visier des russischen Chemie-Oligarchen Wassili Karpin geraten ist. Sie leben auf einer kleinen Insel vor der amerikanischen Westküste.

Dann werden innerhalb kurzer Zeit ganz in der Nähe drei Influencer, Kunden von Amys Firma ermordet und Amy versteht, dass sie selbst in größter Gefahr ist. Währenddessen erhält ihr Chef Jeff Nolan bedrohliche Botschaften von einem Unbekannten namens Francois Loubet. Amy und Rosie verlassen die Insel und begeben sich auf eine lange Reise, die sie nach St Lucia, Irland, den New Forst und nach London führt. Amy hat inzwischen ihren Schwiegervater Steve um Hilfe gebeten, einen pensionierten Kommissar, der gelegentlich als Privatdetektiv arbeitet und ansonsten seinen Ruhestand in einem kleinen Ort genießt, vor allem das wöchentliche Pub-Quiz. Steve ermittelt für sie in Dubai, gerät selbst in Lebensgefahr und findet heraus, wer hinter den Auftragsmorden steckt. Es geht um Geldwäsche, wobei riesige Summen von Mittelsmännern um die Welt transportiert werden.
Der Leser hat etwas Mühe, den zahlreichen Handlungselementen und den vielen Spuren zu folgen, vor allem bei der Personenvielfalt den Überblick zu behalten. Die Charakterisierung der wichtigsten Figuren ist gelungen, und es gibt witzige Dialoge und Episoden. Ich finde allerdings den Auftakt dieser neuen Krimireihe von Richard Osman wirr und nicht besonders spannend und längst nicht so gelungen wie die Romane um den Donnerstagsmordclub. Vor allem stört mich die sprachliche Qualität der Übersetzung ganz entschieden: rausspitzen, wepsig, sündteuer, ableugnen, selbe Tasche, Irrsinns-Massel, in der Umgegend, zurzeit, sonst wie erbeuten, Fez haben, eine dermaßene Ehre, auf den Rücken klapsen, usw. usf. Soll das Deutsch sein? Für mich ist das Buch eine Enttäuschung.

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Rezensionen von Sina:

Lesen lernen mit Disneystars

Leselernstars: Disney - Lustige Geschichten von Sarah Dalitz

»Lustige Geschichten mit Stitch und Vaiana« von Sarah Dalitz gehört zur Reihe „Disney Leselernspaß“ aus dem Ravensburger Verlag und wird für Kinder ab 6 Jahren empfohlen.

Das Buch ist aufgeteilt in zwei Geschichten.
In der ersten begleitet Stitch Lilo in am Haustiertag in die Schule, woraufhin der Schulalltag dann Stitch’s tollpatschiger Art etwas aus der Bahn gerät.

Die zweite Geschichte handelt von Vaiana, die ihrem Vater ein besonderes Geschenk zum Geburtstag machen möchte und dabei auf Hindernisse stößt.

Die Geschichten sind beide recht kurzweilig und mit Bildern unterlegt. Die Texte wurden mit ihren kurzen und klaren Formulierungen, sowie der großen Schrift ideal auf Leseanfänger abgestimmt.
Zwischendrin gibt es immer wieder kleine Rätsel und Übungen, dessen Lösungen am Ende des Buches nachgeschlagen werden können.

Insgesamt handelt es sich um ein solides Erstleser-Buch, mit welchem man nicht viel falsch machen kann.

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Rezensionen von cosmea:

Geschehnisse im Dunkeln

Das Haus der Bücher und Schatten von Kai Meyer

Der neue Roman von Kai Meyer spielt auf zwei Zeitebenen, 1913 und 1933. Die Geschichte beginnt mit dem Jahr 1933. Kommissar Cornelius Frey wurde aus dem Polizeidienst entlassen, weil er nach einem Massaker an fünf Nazis nicht – wie gefordert – Kommunisten als Täter lieferte, sondern korrekt ermittelte.

Inzwischen arbeitet er als Nachtwächter im Graphischen Viertel in Leipzig. Eines Abends verhindert er den Selbstmord eines jungen Mädchens, das sich Undine Malatesta nennt, in Wirklichkeit Emilie Abel heißt. Einen Tag später wird sie zusammen mit Freys früherem Kollegen Zirner erschossen aufgefunden. Frey wird wiedereingestellt, soll aber erneut Kommunisten als Täter dingfest machen. Auf die Wahrheit kommt es nicht an.
Auf der zweiten Handlungsebene reist die junge Lektorin Paula mit ihrem Verlobten Jonathan ins Baltikum, um im Auftrag des Verlegers das neueste Manuskript des berühmten Autors Aschenbrand abzuholen, der sich auf dem Landsitz einer reichen Familie einquartiert hat. Im Haus lebt zu der Zeit nur die Haushälterin Rasa. Es sind gefährliche Zeiten, denn man rechnet mit dem baldigen Angriff der Russen.
Der Roman erzählt vor dem historischen Hintergrund von damaligen Verbrechen gegen die Einheimischen im Baltikum und aktuellen Taten im Zusammenhang mit Judenhass, Okkultismus, Verschwörern aller Art und seltsamen Freimaurerlogen, die u.a. junge Mädchen ausbeuten. Auch die ermordete Amelie war in diesem Milieu tätig. Frey geht verschiedenen Spuren nach, gerät selbst in lebensbedrohliche Situationen und kann den Fall schließlich lösen. Dadurch werden für den Leser auch die personellen Verquickungen der geschilderten 20 Jahre auseinanderliegenden Ereignisse deutlich. Der Roman ist überwiegend spannend und klärt den Leser nicht nur über Geschehnisse im Zusammenhang mit den Baltendeutschen in Livland auf, sondern schafft auch wieder gekonnt mit Hilfe seiner besonderen Sprache eine düstere, teilweise mystische Atmosphäre. Mir hat das Buch insgesamt trotz einiger Längen gut gefallen.

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Rezensionen von cosmea:

Der Geschmack von Blut

The Killer Profile von Helen Fields

Midnight Jones ist Datenanalystin bei der Firma Necto Corporation in London. Sie wertet psychometrische Tests aus, mit denen das Verhalten und die Kompetenzen von Bewerbern getestet werden können. Eines Tages stößt sie zum ersten Mal überhaupt auf das Profil K., das Profil eines Serienkillers. Als sie ihre Vorgesetzte darüber informiert, glaubt man ihr nicht und erinnert sie an die Vertraulichkeitsvereinbarung.

Wenn sie mit irgendjemand darüber spricht, verliert sie ihre Existenzgrundlage und die Möglichkeit, sich weiterhin um ihre seit der Geburt psychisch und körperlich behinderte Zwillingschwester Dawn zu kümmern. Ihre Eltern haben die jungen Mädchen vor Jahren sich selbst überlassen und reisen seitdem um die Welt. Dann geschehen in ihrem Viertel innerhalb kurzer Zeit zwei grausame Morde an jungen Frauen und Midnight begreift, dass sie das nächste Opfer sein könnte, weil sie den Täter eventuell identifizieren könnte. Midnight kann sich nun verstecken oder fliehen, entscheidet sich aber dafür, weiter nach dem Mörder zu suchen, um zu verhindern, dass weitere Frauen getötet werden. Irgendwann informiert sie dann doch die Polizei, aber auch hier nimmt man sie nicht ernst, weil sie längst als Verrückte mit Wahnvorstellungen diskreditiert worden ist.
Der Leser verfolgt ihre Suche, bei der sie selbst in Lebensgefahr gerät und sieht die Geschehnisse auch aus der Sicht des Täters. Die Beschreibungen der grausamen Videos, die Teil des Tests waren und nun den Psychopathen zu Nachahmungstaten inspirieren, sowie die Details der beiden Morde sind harte Kost. Mir war das teilweise zu viel des Guten. Überwiegend spannend ist der Thriller jedenfalls.

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Rezensionen von Sina:

Scharfsinnig und feinfühlig

Intermezzo von Sally Rooney

In »Intermezzo«, dem vierten Roman der irischen Autorin Sally Rooney, begleiten wir die Brüder Koubek kurz nach dem Ableben ihres Vaters.
Die zwei jungen Männer könnten kaum unterschiedlicher sein.
Ivan, Anfang 20, ein Schachprofi und etwas unbeholfen im sozialen Umgang mit seinen Mitmenschen.

Peter, Anfang 30, als Anwalt tätig, der bereits einen Schicksalsschlag einstecken musste.

Wer mit den vorherigen Romanen Rooneys bereits vertraut ist, weiß, sie ist DIE Autorin, wenn es um komplexe zwischenmenschliche Beziehungen geht.
Ihre große Stärke liegt darin, ihre Figuren mit individuellen Stärken und Schwächen zu zeichnen und dadurch auch Beziehungen mit all ihren Facetten authentisch darzustellen.
Hierbei stehen besonders die Gefühle und Gedanken der Protagonist*innen im Vordergrund, weniger die Handlung.

Die wechselnden Perspektiven haben in diesem Roman leider nur bedingt für mich funktioniert. Mit dem Wechsel der Perspektive kam auch ein veränderter Schreibstil einher. Dieser sollte vermutlich nur die Unterschiede im Wesen der Brüder unterstreichen, hat mich jedoch anfangs eher irritiert und schlussendlich genervt.
Zudem wäre es auch interessant gewesen, die Dinge aus der Sicht der Frauen zu betrachten.

Ein im Großen und Ganzen gelungenes Buch mit ein paar Makeln, über die einige sicher hinwegsehen können oder sich nicht daran stören. Nicht mein Favorit unter den Rooney-Romanen aber dennoch lesenswert. Daher insgesamt 3,5 Sterne von mir.

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Rezensionen von peedee:

Negative Grundstimmung bis zuletzt

Stille Nacht, mörderische Nacht von Silvia Götschi

Heiligabend auf der Riffelalp. Clothilde Anthamatten liegt tot im Schnee vor ihrem herrschaftlichen Anwesen Winterstern. Alles deutet auf einen Mord hin. Vierundzwanzig Gäste, allesamt Familie, sowie drei Hausangestellte sind auf Winterstern zugegen. Wer hätte ein Motiv, die reiche Clothilde aus dem Weg zu räumen? Enkelin Anna will herausfinden, wer ihrer Oma dies angetan hatte…

Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir sehr gut; es passt gut zum Buchtitel.

Die Erzählung erfolgt in zwei Richtungen (Heiligabend bzw. rückwärts im Dezember) ist interessant, ebenso, dass die Erzählung aus verschiedenen Blickwinkeln erfolgt – die Leser:innen wissen mehr als der Einzelne.

Weihnachten ist die Zeit, in der vielerorts Streit ausbricht, da doch gleichzeitig auf „heile Welt“ und „liebe Familie“ gemacht werden soll. Auf Haus Winterstern ist dies insofern anders, als dass es sich um eine Schar Familienmitglieder handelt, die nervtötend und geldgierig ist. Die Kinder sind rotzfrech. Es wird gejammert, wo es nur geht. Witzig fand ich hingegen, dass die Familie, oktroyiert von Clothilde, gemeinsam Schneemänner baut. Mir gefällt die Vorstellung, so etwas als Tradition zu machen. Obwohl hier wohl niemand Freude daran hat – aber was tut man nicht alles für die Aussicht auf viel Geld?
Anna ist die Ich-Erzählerin des Buches. Selbstverständlich ist auch sie nicht frei vom Verdacht des Mordes.

Dies war für mich das vierte Buch der Autorin. Bisher kannte ich nur die Reihe um Allegra Cadisch („Jakobshorn“, „Mattawald“, „Bärentritt“). Da ich diese Bände jeweils gut bis sehr gut empfand, war ich sehr gespannt auf die vorliegende Geschichte. Ich lese sehr gerne Weihnachtskrimis, auch locked-room-mystery, und ich mag rabenschwarzen Humor. Also müsste dieser Krimi doch absolut passen, oder? Nun ja, leider nicht ganz. Es waren sehr viele Protagonisten (zuvorderst gibt es ein Personenverzeichnis) und gefühlt jeder hätte ein Motiv, die „liebe“ Clothilde zum Schweigen zu bringen. Fast alle Protas sind negativ eingestellt, missgünstig, geldgierig. Diese negative Grundeinstellung hat sich durch den ganzen Krimi gezogen. Ich war daher froh, als das Buch zu Ende war. Von mir gibt es leider nur 2 Sterne.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Einsteiger-Kurs in die Welt des Investierens

Money Mindset. Finanzieller Erfolg beginnt im Kopf von Simon Schöbel

Das Buch finde sinnvoll aufgebaut: es beginnt mit den Basics, gibt ein paar Definitionen und Erklärungen um dann thematisch in die Tiefe unterschiedlicher Möglichkeiten des Geldanlegens einzusteigen. Dabei werden Pros und Kontras beleuchtet, gezielte Beispiele gegeben und dem Leser sogar Tools an die Hand gegeben um sich mit einzelnen Themen selbst weiter zu befassen.

Wer einen spezifischen Anlageplan sucht, wird hier nicht fündig werden. Der Autor zeigt aber Möglichkeiten und Chancen auf, wo es sich lohnt mit dem Investieren zu starten. Was ich spannend fand war, dass auch „exotische Anlagen“ kurz thematisiert wurden. Damit hatte ich mich bisher noch überhaupt nicht beschäftigt und fand es durchaus interessant, da mal einen kurzen Abriss zu bekommen.

Ansonsten handelt das Buch die Klassischen Themen wie Aktien, ETFs, Immobilien und Gold ab und schafft dort einen guten Überblick. Wer sich selbst schon im dem Investieren beschäftigt hat, wird hier nicht viel neues erfahren. Gegen Ende geht es dann noch ein bisschen darum, die eigenen Fähigkeiten und Bedürfnisse zu überdenken und sie entsprechend einzubeziehen. Das war mir dann ein bisschen abschweifend vom Thema, aber das ist ja bekanntlich Geschmacksache und findet sich in fast allen Ratgebern in irgendeiner Form wieder.

Den Bonus im Anhang mit Empfehlungen zu Apps, Tools, Brokern und weiterführender Lektüre fand ich dann nochmal einen guten Bogen geschlagen. Insgesamt für Einsteiger also lesenswert und vor allem gut verständlich aufgearbeitet mit nahbaren Beispielen aus dem täglichen Leben.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Gegen die innere Bedrohung

Fire Study von Maria V. Snyder

Ich habe die bisherigen Bände der Reihe absolut geliebt und war so gespannt auf diesen dritten Band, der gleichzeitig den Abschluss der Reihe darstellt. Ich hatte daher auf ein großes Finale gehofft. Allerdings hat sich dieses Band nicht so recht wie ein Abschluss angefühlt und auch spannungstechnisch konnte es nicht mit den anderen Bänden mithalten.

Zum Inhalt: Yelena hat gerade erst das Ausmaß ihrer magischen Fähigkeiten entdeckt, da muss sie sich bereits der nächsten Prüfung stellen. Denn nicht nur greifen Angst und Misstrauen bezüglich ihrer Gase um sich, eine alte Bedrohung scheint auch zu einem potentiellen Krieg auszuarten, der ihre Heimat bedroht.

Ich muss sagen, dass ich den Einstieg nach den letzten beiden Bänden, die absolut grandios waren, etwas zäh fand. Einfach weil über weite Strecken nicht so richtig was passiert. Es gibt zwar immer noch das Misstrauen rund um Meisterin Roze und den Thronjäger, aber es zieht sich alles ganz schön.

So richtige Spannung kam für mein Empfinden erst im letzten Drittel auf. Schade fand ich auch, dass Magie allgemein, aber vor allem die von Yelena, diesmal gar nicht so zum Tragen kam. Außer zum Heilen, hat sie ihre Kräfte bis zu Ende hin kaum weiterentwickelt, wodurch es da wenig neues zu entdecken gab.

Den neuen Feind, der auf der Bildfläche auftaucht, fand ich an sich schon interessant angelegt, aber auch er kommt nicht so richtig zum Tragen. Auch hier wurde es erst gegen Ende nochmal so richtig spannend.

Da sich die Geschichte aber wieder sehr flüssig und leicht ließt, bin ich trotz der für mich inhaltlichen Schwächen schnell durch das Buch gekommen und habe den Schreibstil selbst und das Setting wieder sehr genossen. Für mich ist dies der schwächste Band der Reihe.

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Traue niemandem

Nachtwald von Tríona Walsh

Ich hatte mich bei diesem Buch tatsächlich eher auf einen Thriller als einen Roman eingestellt, weil das Buch ja auch als solcher ein klassifiziert wurde. Für mich psst dieses Buch aber nicht in das klassische Muster eines Thrillers, dafür war es mir zu ruhig, eher lauernd und unterschwellig brodelnd.

Es hat viel von Familiendrama, eine Tragödie in drei Akten wenn man so will. Liest sich trotzdem gut, aber wer hier atemlose Spannung und Nervenkitzel erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein.

Zum Inhalt: Nachdem Lizzie die letzten Monate, abgeschottet von ihrer Familie in einer Entzugsklinik verbracht hat, wird sie bei ihrer Entlassung plötzlich mit dem neuen Leben Mutter konfrontiert. Die hat spontan geheiratet und die ganze Familie verbringt ein Wochenende in Butler Hall, dem Landsitz von George, dem neuen Mann ihrer Mutter. Doch dann trifft ein ungebetener Gast ein und schnell verwandelt sich die ruhige Abgeschlagenheit in einen Albtraum

Persönlich fand ich die Prämisse, mit der Geschichte startet, etwas seltsam. Gegen Ende wird das ganze Szenario zwar aufgeklärt, aber ich muss sagen, dass mich das Grundkonstrukt, der Glaubenssatz der hinter allem steckte, einfach nicht überzeugt und abgeholt hat.

Die Geschichte lebt eigentlich vom Misstrauen der zwischenmenschlichen Beziehungen, viele Erwachsen, die einander überhaupt nicht kennen auf engstem Raum, alle verhalten sich auffällig, eine angespannte Atmosphäre hat sich gebildet und niemandem ist so recht zu trauen. Soweit, so gut. Dazu kommen Briefe aus der Vergangenheit, die die Familie Geschichte der Butlers in ein unliebsames Licht rücken.

Ich muss sagen, dass hier allgemein viel mit wilden Spekulationen um sich geworfen wird und ausnahmslos eine Art Übersprungreaktionen und naiven Reaktionismus an den Tag legen. Die Handlungsabläzfe wirkten daher auf mich nicht ganz glaubwürdig.

Das Buch liest sich aber locker und kurzweilig, einfach weil viel passiert, wodurch ich mich trotz des für mich eher mangelhaften Plots durchaus unterhalten gefühlt habe. Gegen Ende wirkt es nochmal stark konstruiert und fast ein bisschen ins lächerliche gezogen. Bei mir hast mit diesem Buch einfach nicht gefunkt.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Absolut herrlich

P. S. I Hate You - Auf dem schmalen Grat zwischen Hass und Liebe von Donna Marchetti

Ich war ein bisschen skeptisch was die doppelte POV anbelangte, weil ich das schnell irgendwie langweilig finde. Aber hier hat mir die Umsetzung tatsächlich richtig gut gefallen, weil sich die jeweiligen Perspektiven und Erinnerungen gut ergänzt haben. Bei den herrlich bösen Briefen habe ich teilweise schallend lachen müssen.

Ein Buch, das mit Herz und Humor überzeugt.

Zum Inhalt: Seit der fünften Klasse sind Naomi und Luca Brieffreunde. Und auch wenn ihre Briefe eher an Hassnachrichten grenzten, begleiteten sie die beiden doch durch jegliche Lebensstationen. Doch dann brach der Kontakt vor zwei Jahren plötzlich ab. Als Naomi einen Brief mit einer eher kryptischen Nachricht von Luca an ihrem Arbeitsplatz erhält, beschließt sie, sich auf die Suche nach ihm zu machen.

Neben der Lovestory, die das gesamte Spektrum von cute über heiß bis schräg abdeckt, was ich absolut grandios finde, war auch die Freundschaft zwischen Anne und Naomi für mich ein absoluter Pluspunkt an der Geschichte. Sie war authentisch, absolut hinreißend und etwas, dass sich jeder nur wünschen kann. Finde das so wichtig, dass in Liebesromanen auch bedeutende Frauenbeziehungen ihren Platz haben. Und vor allem die Girls Trips habe ich mit Spaß verfolgt. Und dann der Namensinsider- zum Totlachen.

Dass Naomi so lange auf dem Schlauch steht was ihr Love Interest angeht, fand ich zwar etwas überzogen, aber da das Geplänkel zwischen den beiden einfach so viel Spaß macht, verzeihe ich das gern. Und die Briefe von der Kindheit für zur Gegenwart waren einfach der Knaller. Generell muss ich einfach sagen, dass das Buch die pure Freude ist, ich hab selten so gelacht beim Lesen.

Das Buch ist toll geschrieben und hat mich auch emotional absolut angesprochen. Vor allem mochte ich auch, wie nahbar die Charaktere waren und dass Ben und Anne sich nicht scheuen, ihren Freunden auch mal ehrlich die Meinung zu sagen und damit als Nebencharaktere schön ausgearbeitet waren und ihre Daseinsberechtigung hatten. Gegen Ende wurde es dann nochmal etwas chaotisch und dramatisch, das hätte es für mich jetzt nicht unbedingt gebraucht, da es aber nicht übertrieben war und sich den Schalk bis zum Schluss bewahrt hat, hat das Buch für mich auch einen tollen Abschluss gefunden.

Ein absolut hinreißender, wunderschöner Roman. Klare Leseempfehlung von mir.

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