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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von tuttist:

Psycho Thriller à la Death in Paradis

Die Insel des Zorns von Alex Michaelides

Gewollt anders, zu 60% spannend, Psycho Analyst - Amateur, nicht moralisierend, es lässt sich lesen.

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Rezensionen von Tara:

Ein ruhiger Thriller

Die Insel der Angst von Martin Griffin

„Die Insel der Angst“ ist nach „Zwei Fremde“ der zweite Thriller des in Manchester lebenden Autors Martin Griffin.

Die Dokumentarfilmerin Tess Macfarlane erhält von der Meeresforschungsstiftung Seawild ein Jobangebot. Sie soll mit vier Wissenschaftlern auf die abgelegene Atlantikinsel Navigaceo reisen und dort eine Naturdokumentation über die Population der Mönchsrobben drehen.

Tess ist ein wenig verwundert über das kurzfristige Angebot, fühlt sich aber auch gleichzeitig geschmeichelt.
Angeblich ist die Insel bereits seit über 50 Jahren von niemanden mehr betreten worden. Aber schon kurz nach ihrer Ankunft findet Tess eine Leiche, die einen Hoodie von Seawild trägt.
Was ist hier passiert ? Gibt es innerhalb des Teams einen Mörder ?

Der Schreibstil von Martin Griffin liest sich leicht und angenehm. Es gibt viele detaillierte Informationen, die bei mir für ein lebendiges Kopfkino gesorgt haben. So hatte ich z.B. die Umgebung der Insel direkt vor Augen, was mir sehr gefiel, anderes hätte ich nicht so ausführlich gebraucht, da die Spannung dadurch ein wenig gebremst wurde.

Die gesamte Handlung ist aus der Perspektive von Tess geschrieben. Tess ist kein einfacher Charakter. Zwischendurch gibt es immer wieder Einblicke in ihre Vergangenheit. Bereits im Prolog wird angedeutet, dass sie sich etwas hat zu Schulden kommen lassen. Diese Rückblicke fand ich ausgesprochen interessant, allerdings verzögern sie das Fortschreiten der Haupthandlung. Dadurch dauert es lange, bis hier ein wenig mehr Spannung aufkommt.

Die vier Wissenschaftler, mit denen Tess auf die Insel gereist sind, waren für mich schwierig zu fassen. Jeder von ihnen hatte etwas Geheimnisvolles und ich hatte keine Idee wem ich da trauen konnte.

Insgesamt ist es ein eher ruhiger Thriller, interessant zu lesen aber nicht so mitreißend, wie ich es mir gewünscht hätte.

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Rezensionen von Tara:

Ein ruhiger Thriller

Die Insel der Angst von Martin Griffin

„Die Insel der Angst“ ist nach „Zwei Fremde“ der zweite Thriller des in Manchester lebenden Autors Martin Griffin.
Die Dokumentarfilmerin Tess Macfarlane erhält von der Meeresforschungsstiftung Seawild ein Jobangebot. Sie soll mit vier Wissenschaftlern auf die abgelegene Atlantikinsel Navigaceo reisen und dort eine Naturdokumentation über die Population der Mönchsrobben drehen.

Tess ist ein wenig verwundert über das kurzfristige Angebot, fühlt sich aber auch gleichzeitig geschmeichelt.
Angeblich ist die Insel bereits seit über 50 Jahren von niemanden mehr betreten worden. Aber schon kurz nach ihrer Ankunft findet Tess eine Leiche, die einen Hoodie von Seawild trägt.
Was ist hier passiert ? Gibt es innerhalb des Teams einen Mörder ?
Der Schreibstil von Martin Griffin liest sich leicht und angenehm. Es gibt viele detaillierte Informationen, die bei mir für ein lebendiges Kopfkino gesorgt haben. So hatte ich z.B. die Umgebung der Insel direkt vor Augen, was mir sehr gefiel, anderes hätte ich nicht so ausführlich gebraucht, da die Spannung dadurch ein wenig gebremst wurde.

Die gesamte Handlung ist aus der Perspektive von Tess geschrieben. Tess ist kein einfacher Charakter. Zwischendurch gibt es immer wieder Einblicke in ihre Vergangenheit. Bereits im Prolog wird angedeutet, dass sie sich etwas hat zu Schulden kommen lassen. Diese Rückblicke fand ich ausgesprochen interessant, allerdings verzögern sie das Fortschreiten der Haupthandlung. Dadurch dauert es lange, bis hier ein wenig mehr Spannung aufkommt.

Die vier Wissenschaftler, mit denen Tess auf die Insel gereist sind, waren für mich schwierig zu fassen. Jeder von ihnen hatte etwas Geheimnisvolles und ich hatte keine Idee wem ich da trauen konnte.
Insgesamt ist es ein eher ruhiger Thriller, interessant zu lesen aber nicht so mitreißend, wie ich es mir gewünscht hätte.

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Rezensionen von gerlisch:

Menschliche Abgründe

Blutbuße von Viveca Sten

Im tiefverschneiten Bergdorf Åre wird die Stockholmer Immobilienentwicklerin Charlotte Wretlind brutal ermordet in ihrem Hotelzimmer aufgefunden. Ihr Plan, ein altes verlassenes Hochgebirgshotel in ein Luxusresort zu verwandeln, schein auf Widerstand zu stoßen. Hanna Ahlander und ihr Kollege Daniel Lindskog beginnen sofort zu ermitteln.

Schon die ersten Sätze haben mich in ihren Bann gezogen. Durch mehrere Rückblicke erfahren wir von Geschehnissen aus dem Jahr 1973. Im Laufe der Story offenbaren sich immer mehr Verbindungen zur Gegenwart, doch nichts ist wie es scheint und so einige menschliche Abgründe tun sich auf.
Die Beschreibungen von Land und Leuten sind sehr stimmig und tragen noch zusätzlich zur atmosphärischen Spannung bei.
Gerne habe ich auch über die private Entwicklung von Hanna und Daniel gelesen. Viveca Sten besitzt einfach die Fähigkeit Figuren zu schaffen, die lebendig und greifbar wirken.
Gefallen haben mir die komplexen Ermittlungen der Kommissare und die klaren Dialoge bewirken, dass man sich hautnah dabei fühlt. Trotz der geringen Anzahl an Verdächtigen blieb der Fall konstant spannend und überraschte immer wieder durch unerwartete Wendungen.
„Blutbuße“ ist ein Muss für alle die nordische Krimis lieben.

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Rezensionen von clematis:

Unbeirrt

Das zweite Kind von Marco De Franchi

Ein nackter Zehnjähriger wird verstört am Straßenrand aufgegriffen, nur knapp konnte er seinem Entführer entkommen. Ein weiterer Bub, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht, wird noch vermisst. Valentina Medici vom SCO (Zentraler Operationsdienst der Staatspolizei) soll den Fall rasch klären und zu einem Abschluss bringen, aber das ist gar nicht so einfach, denn sie findet irgendwann Spuren zu Cold Cases, denen sie trotz gegenteiliger Anweisungen unbeirrt folgt.

Spannend beginnt dieser Thriller, der seine Leser mit den zwillingsgleichen verschwundenen Buben rasch in seinen Bann zieht. Dann schließen sich jedoch langwierige Ermittlungen an, die zwar überaus authentisch dargestellt werden – schließlich kann der Autor auf jahrzehntelange eigene Erfahrung zurückgreifen – den Sog hingegen immer wieder schwinden lassen. In der Mitte des Buches scheint alles geklärt zu sein, die Sachlage wird von Valentina jedoch neu eingeschätzt, um den Fall abermals aufzurollen. Auch diese Richtung ist grundsätzlich interessant und bietet einen brisanten Hintergrund, der Weg zur Aufklärung gestaltet sich allerdings steinig und langwierig. Viele Figuren sorgen für Überraschungen und zeigen, wie anspruchsvoll die Tätigkeit der Kommissare ist, für den Leser ist das mitunter verwirrend und langatmig. Auch die Hauptpersonen selbst sind zwar mit Ecken und Kanten ausgestattet, ein lebendiges Profil, das einem dauerhaft im Gedächtnis bleibt, zeigen sie aber eher nicht. Dennoch kreiert De Franchi einen ganz speziellen Fall, der logisch aufgebaut ist und schlussendlich ein passendes Ergebnis präsentiert.

Das zweite Kind entwickelt sich in eine ganz andere Richtung als von mir ursprünglich erwartet, aufwendige Ermittlungen verlangen auch vom Leser Ausdauer und Geduld, wobei die geschilderten Motive und Handlungen durchaus spannend sind. Somit eine Empfehlung für Krimi/Thriller-Freunde, die sich auch von knapp 700 Seiten nicht abschrecken lassen.

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Rezensionen von Pusteblümchen:

12 Anregungen zur Selbstfindung

Ein Ohrensessel, zwölf Fragen und eine Reise zu dir selbst von Tanja Köhler

Eine Frau sucht einen Platz für ihren Ohrensessel und beginnt damit eine Reise zu sich selbst.
Es sind zwölf Fragen, die sie sich hier stellt. Dabei geht es um Klarheit, Stille, Herzöffnung, Selbstvertrauen, Selbstliebe, Ruhe, Selbstbekenntnis, Entscheidungen, Geduld, Reife, Wandlung und Aufbruch.

Diese Themen geben Gedankenanstöße und bringen zum Nachdenken.
Was ist wichtig?
Wie stehe ich zu mir?
Was sind meine Wünsche?
Was tue ich, um mir diese zu erfüllen?
Diese und ganz viele weitere Fragen haben mich zum Nachdenken gebracht.
Es ist ein Buch, das entschleunigt und Ruhe ins Leben bringt.
Man kann es nicht einfach schnell lesen und zur Seite packen, sondern muss sich Zeit nehmen und den Gedanken, die während des Lesens kommen, nachspüren.
Da das Buch durch viele kleine Illustrationen und unterschiedliche Schrifttypen abwechslungsreich gestaltet ist, habe ich mir beim Lesen gerne Zeit und mein Gedanken schweifen gelassen.

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Rezensionen von peedee:

Ein Polizist ist immer im Dienst

Staub im Paradies von Ernst Solèr

Fred Staub, Band 4: Fred Staub, neuernannter Kommandant der Zürcher Kapo, muss in den Urlaub fliegen. Es ist ein Müssen, denn er würde viel lieber zu Hause in Zürich bleiben. Aber nun reist er nach Sri Lanka, um seine Tochter zu besuchen, die dort in einem Forschungsprojekt arbeitet. Vor Staubs Augen wird einer der Schweizer Wissenschaftler erschossen.

Staub beginnt mit dem sri-lankischen Polizisten Verasinghe zu ermitteln. In Zürich wird fast zur gleichen Zeit ein Tamile ermordet, der in Sri Lanka beheimatet war. Die Sachlage präsentiert sich alles andere als klar…

Erster Eindruck: Das Cover mit dem Gecko auf dem Bananenblatt ist aufgrund der Farben sehr auffällig (mich schaudert es nur schon beim Betrachten des Tieres und dem Gedanken an all die exotischen Tiere, die in Sri Lanka auf mich warten würden).

Dies ist Band 4 der Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden.

Für mich war die Bekanntgabe, dass Fred Staub nun effektiv zugesagt hat, Kommandant zu werden, überraschend. Ist dies wirklich der richtige Job für ihn? Karrieretechnisch bestimmt, aber da er nichts mehr als Sitzungen hasst, sehe ich da grosse Schwierigkeiten auf ihn zukommen. Nun denn, vorerst macht er Urlaub. Noch nicht mal richtig akklimatisiert, wird vor den Augen der Familie Staub ein Schweizer Wissenschaftler kaltblütig erschossen. Ein anderer wird schwer verletzt. Staub kann nicht aus seiner Polizistenhaut – er muss mithelfen, den Mörder zu finden.
In Zürich wird ein Tamile tot aufgefunden. Gemäss ersten Ermittlungsergebnissen ist er aus Sri Lanka als Tourist eingereist. Was wollte er in Zürich? Der Fundort ist nicht der Tatort. Wo wurde er umgebracht? Und von wem? Michael Neidhart, der neue Hauptmann der Abteilung, und sein Team ermitteln auf Hochtouren und informieren selbstverständlich auch Staub.

Rebellenkrieg, Zwangsheirat, politischer Aktivismus, Militär, Bestechung, Veruntreuung von Spendengeldern – dies sind nur einige der behandelten Stichworte. Es war ziemlich komplex: Einmal hatte man die Idee, dass es in jene Richtung ginge, aber ein paar Seiten später wurde einem bewusst, dass dies doch nur ein Trugschluss war. Das Buch hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen und ich fühlte mich sehr gut unterhalten; 4 Sterne.

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Rezensionen von Alo:

Perfekte RomCom

Fake Dates and Fireworks von Kyra Groh

Eigentlich gibt es nicht viel zu sagen, außer: lest es! Ok ok, ich präzisiere ein bisschen. ;-)

Die 28-jährige Erzieherin Becca hat seit 10 Jahren einen Deal mit Nils. Sie treffen sich jedes Jahr an Silvester und verbringen Zeit miteinander. Dieses Jahr soll sich alles ändern. Becca lädt Nils in ein Wellnesshotel in den Alpen ein und will ihm ihre Liebe gestehen.

Leider ist dort auch der Onkel eines Kindergartenkindes von Becca, den sie so gar nicht leiden kann und mit Nils läuft es auch nicht wie geplant.

Kyra Grohs Schreibstil ist wie immer sehr angenehm, allerdings ist dieses Buch sehr viel witziger als ihre Bisherigen, die ich gelesen habe. Ich musste so lachen, köstlich! Aber „Fake Dates und Fireworks“ ist wie bei Kyra üblich nicht nur eine RomCom, es ist so viel mehr. Die Handlung ist tief und gibt einem sehr viel Stoff zum Nachdenken. Wir alle in unserer Buddyreadgruppe hätten das Buch gerne unserem jüngeren Ich zum Lesen in die Hand gedrückt. Viele Themen, hätte ich gerne schon mit Anfang 20 gelesen. Und ich schwärme normalerweise nicht für Bookyboyfriends, aber der hier ist eine wandelnde Greenflag, den wünsche ich wirklich jeder Frau. <3

Das Spicelevel fand ich auch äußert angenehm, wenn ich es welchen in Büchern gibt, würde ich mir das immer so wünschen. Die richtige Dosis, zur Handlung passend und zwei Erwachsene.

Fazit: Absolutes Highlight, an dem ich nicht einen Kritikpunkt finde und das ich mit Sicherheit noch öfter lesen werde. 5/5 Sterne

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Rezensionen von Lesebienchen36:

Auftakt der Himmelsstürmer - Dilogie

Herrliche Zeiten - Die Himmelsstürmer von Peter Prange

Nach zahlreichen Veröffentlichungen (wie z.B. „Das Bernstein-Amulett“ oder „Eine Familie in Deutschland“) hat Peter Prange nun sein neustes Werk „Herrliche Zeiten“, dass im Oktober im Fischer Scherz Verlag erschienen ist, vorgelegt. Bei diesem Roman handelt es sich um den ersten Teil der Himmelsstürmer – Dilogie.

Seit der „Traumpalast“ – Dilogie bin ich ein großer Fan des Autors und als ich von seinem neuen Buch erfuhr, wuchs meine Neugierde. Nachdem ich die Leseprobe gelesen habe, wusste ich, dass ich diesen Roman unbedingt lesen muss.

Wer schon das eine oder andere Buch von dem Autor gelesen hat, weiß den flüssigen und leichten Schreibstil des Autors zu schätzen. Bereits ab der ersten Seite fesselte mich der bildhafte Erzählstil und so flogen die knapp 672 Seiten nur so dahin. Zu jedem Zeitpunkt musste ich wissen, wie es mit den drei Hauptdarstellern weitergeht, obwohl sie mich nicht ganz überzeugten. Zwar erschienen sie mir authentisch und lebensnah, aber irgendwie fehlte mir teilweise der Bezug zu ihnen. Fand ich ein wenig schade, denn ich fiebere gerne mit den Personen mit. Meine Lesefreude wurde dadurch aber nicht negativ beeinflusst.

Die Handlung beginnt 1871 in Karlsbach. Der Krieg ist vorbei und es darf wieder gereist werden. Dies nutzt auch die Industriellentochter Vicky Paxton – Stoks aus und fährt in den böhmischen Kurort, wo sie auf zwei junge Männer trifft. Paul Biermann, der in Berlin als Ingenieur arbeitet und den französischen Koch Auguste Escoffier. Die drei freunden sich an und schmieden Pläne. So möchte Vicky den Ärmelkanal untertunneln lassen, um England mit dem Kontinent zu verbinden. Paul träumt davon am Bau des Kurfürstendamm in Berlin mitzuwirken und Auguste möchte mit seinen kulinarischen Speisen ein Meisterkoch werden. Obwohl sie ihre Träume zielstrebig verfolgen, bleibt ihre Freundschaft über Jahre bestehen.

Peter Prange ist bekannt für seine Geschichten, die er immer im 20. Jahrhundert spielen lassen hat, doch mit seinem aktuellen Roman „Herrliche Zeiten“ entführt er seine Leserschaft ins deutsche Kaiserreich. Für mich schreibt der Autor keine Geschichte, nein, er lässt seine Leser in eine Familiengeschichte eintauchen, die durch die politischen Hintergründe sehr spannend wird. Zwar handelt es sich hierbei um einen fiktiven Roman, der aber, dank des Einwebens zahlreicher historischer Ereignisse, sehr authentisch wirkt. Auch einige berühmte Persönlichkeiten finden in dieser Geschichte ihren Platz, so wie einer der Hauptcharaktere Auguste Escoffier (1846-1935). Teile seiner Lebensgeschichte sind in diesem Buch nacherzählt worden. Ich liebe das Zusammenspiel zwischen Roman und gesellschaftlicher / politischer Entwicklung.

Was mich ein wenig gestört hat, war, dass das Personenregister sich am Ende des Buches befand. Ich finde es vorteilhafter, wenn es sich auf den ersten Seiten befinden würde.

Auch wenn es hier und da ein paar Längen gab, so hat mir die (Lese-) Reise sehr gut gefallen und jetzt freue ich mich auf den zweiten Band.

4 von 5 Sternen!

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Rezensionen von rewareni:

Reise in die Vergangenheit

Und immer wieder Blut von Heiko Flemming

David Thomsen, der es gewohnt ist Aufträge anzunehmen, die nicht immer ganz legal sind ist verwundert, als er den Auftrag erhält nach Peru als Tourist getarnt zu fahren um von dort eine Politikerin zum Sitz der UNO nach Genf zu bringen. Für ihn ist es eine besondere Reise in ein unbekanntes Land, wo er schnell merkt, dass sein Auftrag nicht so harmlos ist, wie er zu Beginn erschienen ist.

Schon bald wird er in Intrigen und Machenschaften hineingezogen, wo es auch Tote gibt. Um lebend aus der ganzen Sache heraus zu kommen, muss er auch eine Reise in die Vergangenheit machen, wo es in Guatemala 1992 zu einem furchtbaren Massaker an Dorfbewohnern gekommen ist und er nun Stück für Stück ein Rätsel lösen muss um herauszufinden, wie sein Auftrag mit den damaligen Ereignissen zusammen hängt.
Der Polit-Thriller ,, Und immer wieder Blut“ von Heiko Flemming hat seinen Ausgang in Guatemala 1992, wo ein furchtbares Ereignis der Auslöser für die Geschichte rund um David Thomsen ist. Die Handlung wechselt dabei nicht nur zwischen verschiedenen Zeiten von 1992 bis 2012, sondern auch immer wieder die Orte, wo Dresden, die Heimat von David ist und sowohl Peru, Bolivien und auch die Schweiz Schauplätze von spannenden Handlungen sind. Gerade zu Beginn ist es mir nicht immer leicht gefallen der Handlung zu folgen, da die verschiedenen Handlungsstränge und deren unterschiedlichen Zeitebenen doch etwas verwirrend waren. Mit der Zeit kann man aber dann die unterschiedlichen Protagonisten besser zuordnen und ihre Aktivitäten sind auch leichter zu verstehen.
David Thomsen ist ein sympathischer Charakter, der stets bestrebt ist das richtige zu tun, wo es aber in gewissen Situationen auch für ihn nicht immer leicht ist, wenn man ein Menschenleben bewusst auslöscht um andere dadurch zu schützen oder zu retten. Der Thriller zeigt dabei sehr gut, wie politische Machenschaften und Intrigen auf Kosten anderer eingesetzt werden wenn es um Macht, Reichtum und Ansehen geht.
David zeigt in dem Roman, was Menschlichkeit bedeuten kann und dass man sehr wohl auch für andere, mit denen man im Grunde nichts zu tun hat und deren Probleme nicht die eigenen sind, um Gerechtigkeit, Frieden und Hoffnung kämpfen kann. Es ist sicherlich kein Wohlfühl Roman, da es blutige Kämpfe gibt, Tote und traurige Menschen Schicksale. Dafür bekommt man einen spannenden Roman, der zwar eine fiktive Geschichte erzählt, aber dafür von wahren geschichtlichen Ereignissen inspiriert ist und wo es mit David in einem zweiten Band weiter geht, da er anscheinend noch einen weiteren Auftrag annehmen muss.

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