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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von drachenzahn:

Gelungenes Vorschulheft

Wieso? Weshalb? Warum? aktiv-Heft - Schule von

Wir kennen bereits mehrere aktiv-Hefte dieser Reihe, und auch dieses hier enttäuscht nicht. Die jungen Vorschüler können sich entdeckend und spielerisch dem Thema Schule nähern. Schon allein die Aufmachung hat unsere Tochter sofort angezogen und zum Mitmachen animiert.

Die Kinder können Sticker an passende Stellen kleben, ausmalen, Formen finden, eine Zuckertüte gestalten und erste Schwungübungen probieren.

Zudem gibt es eine Aufgabe zum Zählen. Auf einer Seite befindet sich das Alphabet mit passenden Bildern der entsprechenden Laute. Allerdings wurde dabei nicht berücksichtigt, dass manche Buchstaben mehrere Laute besitzen.

Bastelfreunde erhalten hier mehrere verschiedene Anregungen. So findet man einen Bastelbogen für ein Lesezeichen, einen Miniranzen und eine Girlande sowie eine Beschreibung, wie man einen Getränkekarton zu einem Stiftebecher umfunktionieren könnte.

Mit diesem Heft können sich die jungen Vorschüler völlig zwanglos und mit Spaß dem nächsten großen Schritt, der Schule nähern. Empfehlenswert!

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Fesselnder Roman mit wichtigem Thema

Halbe Leben von Susanne Gregor

In ihrem neuen Roman "Halbe Leben" erzählt Susanne Gregor die Geschichte der österreichischen Familie Steiner und der slowakischen Pflegekraft Paulína. Klara und Paulína befinden sich auf einer Bergwanderung, als das schreckliche Unglück geschieht. Die 38-jährige Klara, die im vierten Monat schwanger ist, stürzt 50 Meter in die Tiefe und stirbt auf dem Transport ins Krankenhaus.

Was ist passiert, wie konnte es zu der Tragödie kommen?

In Rückblicken wird nun nach und nach das Leben von Klara, ihrer Mutter Irene und Paulína aufgeblättert.
Klara ist eine erfolgreiche Architektin, die mit ihrem Mann Konrad und der gemeinsamen Tochter Ada in einem großen Haus lebt. Ihr Alltag ist gut organisiert, Irene unterstützt die kleine Familie regelmäßig. Als sie einen Schlaganfall erleidet, kümmert sich Karla drei Monate lang um ihre vergessliche und zum Pflegefall gewordene Mutter. Von Konrad, der freiberuflich als Fotograf arbeitet, erhält sie dabei wenig Unterstützung. Schon bald stößt sie an ihre Grenzen, und die Familie beschließt, Irene zu sich in ihr Haus zu holen und von einer Pflegekraft betreuen zu lassen. Von nun an kümmert sich die Slowakin Paulína, die bereits ihre eigene Mutter gepflegt hat, um Irene. Sie arbeitet in wechselndem Rhythmus, zwei Wochen ist sie bei der Familie Steiner, danach für zwei Wochen in ihrer Heimat. Während ihrer Abwesenheit wird Irene von Radek betreut, einem Pfleger. Alle sind zufrieden, die Probleme scheinen gelöst.

Das Buch beschreibt sehr eindrucksvoll den Alltag der Familie Steiner und ihrer Pflegekraft, die sehr schnell die Herzen der Familienmitglieder gewinnt und für alle bald unentbehrlich wird. Paulínas Arbeitskraft wird geschätzt und honoriert, doch niemand interessiert sich wirklich für sie als Person, niemand bemerkt, wie sehr sie sich nach ihren beiden Kindern sehnt und welche Sorgen sie sich um ihre bei ihrer Schwiegermutter lebenden Söhne macht.

"Halbe Leben" hat mir sehr gut gefallen, ich mochte die schöne Sprache der Autorin und ihren ruhigen Erzählstil. Die Figuren hat sie bildhaft und authentisch gezeichnet. Das Buch hat mich vom Anfang bis zum Ende gefesselt und begeistert. Ich konnte mich gut in jede der Hauptpersonen hineinversetzen und ihre Handlungsweisen nachvollziehen. Die Geschichte verdeutlicht die Situation der osteuropäischen Pflegekräfte, die ihre Heimat verlassen, um ihre daheim gebliebenen Familien finanziell zu unterstützen, und beschreibt sehr eindrucksvoll die damit verbundenen Probleme und Belastungen.

Meine Lieblingsfigur war Paulína, die ein Leben zwischen zwei Welten führt. Die Autorin lässt uns tief in ihre Gefühls-und Gedankenwelt blicken, und ich konnte ihre innere Zerrissenheit und die Sorge um ihre Söhne, zu denen sie trotz häufiger Telefonate zunehmend den Zugang verliert, sehr gut nachempfinden. Ich mochte aber auch Klara, die sich ständig bemüht, allen Anforderungen gerecht zu werden, die sowohl von ihrer Familie als auch von ihrem Chef an sie gestellt werden. 

Absolute Leseempfehlung für die bewegende und berührende Geschichte, die mich betroffen gemacht hat und noch lange nachwirken wird. 

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Rezensionen von Liddy:

Ein lustiges Duo

Muffin und Tört! 1: Bei den Wikingern von Adam Stower

Katzenfans aufgepasst.
Kater Muffin hatte ein gutes Leben, bis sein Zauberer Tatterich sein letztes und liebstes Törtchen in ein klebriges Kaninchen namens Tört verwandelt hat. Auch die Katzenklappe wurde verwandelt. Diese führt nur noch selten nach draußen, aber ganz oft in neue Abenteuer. Diesmal landen sie bei den Wikingern.

Ich habe mir gewünscht, dass das Buch niemals endet. Es war wirklich zum Totlachen! Auch das Buch ist innovativ gestaltet. Es gibt zum Beispiel eine Seite, die man knicken muss um Muffin zu helfen. Zum Schluss gibt es noch Törts Bonusseiten. Wir können selbst lernen, wie man ihn zeichnet. Muffin hat mein Herz gestohlen. Er ist die lustigste Katze überhaupt und mit Tört zusammen bildet er das perfekte Duo. Eine sehr große Herzensempfehlung! Wir freuen uns schon auf das nächste Abenteuer bei den Rittern.

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Rezensionen von Hennie :

Zeitreise nach Paris mit Hannah und Alex

Die Zeit-Agenten 3. Jagd um den Eiffelturm von S. J. King

Wer sind die Zeitreiseagenten? Das sind acht Kinder, von denen in dieser Geschichte nur zwei in Aktion sind: Hannah und Alex. Die Zeitagenten werden aus dem Jetzt und Hier abberufen, wenn der böse Mora die Abläufe in der Vergangenheit ändern bzw. rückgängig machen will. Er stiehlt über die Jahrhunderte wertvolle Gegenstände, um die Gegenwart zu verändern.

Wenn die Agentenuhr rückwärts läuft, wissen die Kinder, Mora war wieder aktiv und sie reisen an den Ort des Geschehens. Währenddessen bleibt die Zeit in der Gegenwart stillstehen.
Hannah und Alex erhalten einen dringenden Hilferuf aus Paris. Man schreibt das Jahr 1889 und der Architekt Gustave Eiffel baut noch an seinen berühmten Turm, der das Symbol der Weltausstellung in diesem Jahr wird und später zum bekannten Wahrzeichen von Paris, der Hauptstadt Frankreichs. Soll der Turm fertiggebaut werden, müssen die beiden Kinder in die Machenschaften Moras aktiv eingreifen. Ein kleiner Kuckuck namens Tempo dient den jungen Agenten als fliegender Gehilfe.
Die Geschichte wird einfach und kindgerecht erzählt. Dabei bleiben nähere Beschreibungen der Personen und die Beweggründe für die Handlung – das woher, warum wieso... – außen vor. Evtl. erfolgt eine nähere Erklärung in den anderen drei Büchern? Für mich ist dieses Buch das erste. Positiv möchte ich die große Schrift erwähnen. Sie ist gut zu lesen für Leseanfänger.
Ein Glossar dient der Erklärungshilfe. Für jüngere Kinder sind sicher trotz Glossar zusätzliche Erklärungen notwendig.
Fantasie und Realität treffen aufeinander in einfacher Betrachtungsweise. Die Abläufe sind sehr schnell abgehandelt und alles wieder in schönster Ordnung.
Ich bin gespannt, wie die Erzählung meiner Nichte gefällt, die das Buch zum 9. Geburtstag bekam.

Die Zeitagenten – Jagd um den Eiffelturm – ist eine Reise ins Paris vor 136 Jahren, ein Abenteuerbuch, das durch die Zeit führt.
Im Anhang gibt es außer dem kleinen Glossar noch Informationen zum Eiffelturm und zu seinem Erbauer sowie ein kurzes Quiz.
Alle vier Bücher erscheinen am 31.01.2025.

Fazit:
Zeigt, dass auch sehr junge Menschen hilfreich und handlungsfähig sein können, wenn sie selbstbewusst und umsichtig auftreten.
Für Leser ab 7 Jahren

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Rezensionen von Marie aus E.:

Camping-Krimi

Mord im Himmelreich von Andreas Winkelmann

Björn Kupernikus urlaubt mit seinem Uralt-Camper auf dem idyllischen Campingplatz Himmelreich. Doch statt einfach nur ein Käffchen nach dem anderen - frisch gebrüht aus seiner erlesenen Kaffeebohnensammlung - zu genießen muss er gleich einen Hund retten.
Damit nicht genug - das SUP, auf dem der Hund am See ausgesetzt wurde, hat auf der Unterseite eine Leiche verborgen!

Kupernikus lernt die ortsansässige Künstlerin Annabelle kennen und zusammen stürzen sie sich als Hobbykommissare in die Verbrechensaufklärung.

Das ist ein Cosy Camping Crime und dementsprechend gemütlich geht es zu.
Den angekündigten Humor konnte ich für mich nicht so recht finden und die Figuren wie beispielsweise die überdrehte Künstlerin im Dauerfrohsinn und der unfähige Polizist waren mir oft zu viel des Guten.

Wirklich spannend war es auch nicht, aber das muss es in dem Genre auch nicht, das lebt vom Drumherum (finde ich).
Das Campingplatzambiente hat mir auch gut gefallen, den Campingplatz würde ich auch gerne besuchen.

Mein Fazit: hat noch Luft nach oben, für einen Campingurlaub aber eine feine Lektüre.

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Rezensionen von peedee:

Atmosphärisch, düster, bedrückend

Kummersee von Iver Niklas Schwarz

Dreissig Jahre nach dem Tod ihres Bruders im Kummersee kehrt Lena aus beruflichen Gründen in ihre alte Heimat zurück. Als Polizistin ist sie für den Schutz eines Vermesserteams zuständig, das den See als potenzielle Endlagerstätte prüfen soll. Nicht nur Umweltaktivisten sind gegen dieses Projekt, nein, auch die Dorfbewohner revoltieren.

Als bizarre Morde passieren, sind auch die alten Schauergeschichten wieder präsent und Lena fühlt sich erneut wie eine Neunjährige, die im See ihren Bruder verloren hat. Was lauert unter der Wasseroberfläche? Hört dies denn nie auf?

Erster Eindruck: Das Cover wirkt bedrohlich, ebenso der Buchtitel.

Die Geschichte wird auf mehreren Zeitebenen erzählt: Gegenwart sowie ab Ende der 1980er Jahre. Der Wechsel der Zeit ist jeweils gut angegeben.

Die Kinder Tom und Lena haben sich über das Verbot, sich dem Kummersee zu nähern, widersetzt und haben ein Loch im Zaun genutzt, um zum See zu kommen und sodann darin zu schwimmen. Diesen Ausflug hat Tom nicht überlebt! Lena hat Merkwürdiges gesehen, doch keiner glaubt ihr…
Kaum hatte ich den Prolog gelesen, hatte es mich schon gepackt. Nein, natürlich nicht das Böse unter der Wasseroberfläche, sondern die Neugier, wie das alles ausgehen wird. Durch die Beschreibungen fühlte ich mich wie unter einer Smogglocke, die über mir und der ganzen Geschichte übergestülpt war, nur mit dem Bösen, Düsteren, Mysteriösen. Diese Stimmung hielt sich bis zuletzt.
Als das Vermesserteam und die Polizei durch das Dorf zum See fahren, stehen bei jedem Haus die Bewohner draussen – in Trauerkleidung und mit bösen Mienen. Das ergab für mich ein sehr eindrückliches Bild. Ich hätte da die Beine unter die Arme genommen und wäre so schnell wie möglich wieder abgereist. Ich konnte jedoch gut verstehen, dass Lena mit dem Kummersee „noch eine Rechnung offen hatte“. Wie kann ein Kind dieses tragische Ereignis verarbeiten? Wie konnten ihre Eltern nach dem Tod von Tom noch dort wohnen bleiben? Und wieso war dieser See überhaupt so abgeriegelt? Wer oder was sollte geschützt werden?

„Der Kummersee hat die Eigenschaft, die Zeit einzusaugen, durchzukauen und völlig deformiert wieder auszuspucken. Jahre verrinnen gefühlt binnen Stunden. Minuten blähen sich zu Tagen.“

Je weiter die Geschichte fortschritt, desto mehr Fragen hatte ich. Es konnte mir sodann auch fast nicht genügend schnell gehen, die Seiten zu lesen. Ich musste einfach wissen, was da los war! Fazit: Dieser Pageturner – ein Mix aus Thriller, Mystery und History – ist ein absolut gelungenes Debüt; bravo! 5 Sterne.

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Rezensionen von clematis:

1966 - 1967

Die Porzellanmanufaktur - Zerbrechliche Träume von Stefan Maiwald

Einige Zeit ist ins Land gegangen seit Teil 2, der Wirtschaftsaufschwung lässt nach, die Thalmeyer-Schwestern Marie und Sophie stecken mit ihrer Porzellanmanufaktur zudem nach wie vor in einem Zwist mit dem Druckereibesitzer und Bürgermeister Abel Metsch. Der ältere Bruder, Joachim Thalmeyer, ist weiterhin als Agent in der Künstlerszene aktiv und überlässt seine Wohnung in München Maries Tochter Jana, die hier Jura studiert und mit einer Gruppe von gewalttätigen Studenten in Kontakt kommt.

Spannende und interessante Episoden aus den 1960er-Jahren erwarten den neugierigen Leser.

Gleich zu Beginn wird es aufregend in diesem dritten und letzten Band der Thalmeyer-Saga, leistet doch der nunmehrige KFZ-Mechaniker Gustav Beihilfe zum illegalen Grenzübertritt aus der DDR. Hat man diese ersten Schrecksekunden verdaut, geht es um Intrigen und Gerüchte gegen die in fünfter Generation geführte Porzellanmanufaktur. Aber es wäre nicht Stefan Maiwald, beließe er es bei einer Geschichte um feinstes Hartporzellan, nein, diese wird umgeben von vielfältigen anderen Szenen, welche die entsprechende Zeit prägen. Ein nervenaufreibendes Autorennen mit Luca am Steuer eines Fiat Abarth gehört da genauso dazu wie ein Blick in die Künstlerszene mit dem feschen Joachim Fuchsberger oder dem erratischen Klaus Kinsky. Die Rolling Stones bringen das legendäre Album „Paint It Black“ heraus und erste Golfplätze entstehen, während in München eine Gruppe aggressiver Studenten gegen Reichtum und Besitz demonstriert. Derlei abwechslungsreich fließt der kurzweilige Text mit knappen Kapiteln und rasch wechselnden Schauplätzen dahin, die Thalmeyer-Geschwister bekommen wieder einige Prügel vor die Füße geworfen und trachten danach, diese mit Raffinesse und großem Geschick zu überwinden. Wie sie mit neu gegründeten Gewerkschaftsverbänden und schrägen Werbeagenturen umgehen? Das und noch viel mehr verrät Stefan Maiwald auf seine locker-leichte Art, mit der er diesen großartig recherchierten Roman präsentiert.

Ein wahres Lesevergnügen ist (nach den ersten beiden Bänden) auch dieser abschließende Teil der bewegenden Thalmeyer-Saga, welche mit spürbarer Leidenschaft zu Papier gebracht worden ist. Die Porzellanmanufaktur und ihr gesellschaftspolitisches Umfeld sind über all die Jahre von 1947 bis 1967 voller Liebe zum Detail dargestellt und vermitteln auch persönliche Höhen und Tiefen, ohne jedoch in irgendeine Art von Sentimentalität abzudriften, dabei aber sehr wohl den Leser zu berühren. Mir hat die Lektüre viel Vergnügen bereitet, ich empfehle die gesamte Reihe daher von Herzen gerne weiter!

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Rezensionen von gabiliest:

Wo ist denn jetzt die Leiche?

Letztes Glückskeks von Herbert Dutzler

In seinem nunmehr zwölften Altaussee-Krimi hat der bekannte Autor Herbert Dutzler den Gasperlmaier in eine etwas verzwickte Situation gebracht. Soll er sich als Postenkommandant von Altaussee nun auf die Seite der Demonstranten gegen den Massentourismus oder doch auf die Seite derjenigen stellen, die meinen, es wäre gut, wenn Altaussee in China nachgebaut wird.

Denn das soll eine chinesische Delegation herausfinden, die vom Tourismusdirektor- einem Deutschen- von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit und Handwerksbetrieb zu Trachtengeschäft geschleppt wird. Leider versteht nur ein Chinese mit bayrischer Mutter Deutsch, aber es gibt ja eine Dolmetscherin, die jedoch kaum zu übersetzen wagt, was die Männer sprechen, denn es sind vor allem obszöne Bemerkungen über Frauen. Ist das der Grund dafür, dass ein Chinese tot im Hotelpool treibt? Und dass dann auch noch seine Leiche einfach verschwindet?

In seinem neusten Buch hat Herbert Dutzler sich in gewohnt humorvoller Art wieder der Figuren angenommen, die die Fans von Gasperlmaier bereits aus den vorangegangenen Bänden kennen. Gasperlmaier selbst will in der Tourismusdebatte nicht Position beziehen, die Polizei ist für alle da, also bleibt er neutral. Nicht so seine Frau Christine und seine Tochter Kathi samt Ehefrau, die klar gegen den Ausverkauf des schönen Ausseerlandes sind, aber als freie Journalistinnen auch eine gute Story wittern. Denn es gibt eine weitere Leiche.

Also ist Gasperlmaier mit seinem Team bemüht, den Mord aufzuklären. Aber der leitenden Ermittlerin, Frau Dr. Kohlross, macht nicht nur der Fall Sorgen. Und Inspektorin Reitmair- Peschke findet, dass der Gasperlmaier sich ein bisschen zu viel um ihr Wohl sorgt. Neu stößt Gruppeninspektorin Emina Jovanovic zum Team, die nicht nur sehr sportlich ist, sondern es auch versteht, den Leuten Informationen zu entlocken, die diese lieber für sich behalten hätten. Doch Gasperlmaier ist ein guter Ermittler, auch wenn er auf Grund der Umstände des Falles schon die Frühpension erwägt. Denn geändert hat sich der Gasperlmaier nicht: Noch immer eher unentschlossen, in der Familie zurückhaltend, ist er mittlerweile begeisterter Opa, dem das Reisen genauso widerstrebt wie früher, der aber von seiner Frau Christine dazu nachdrücklich vergattert wird. Natürlich gelingt ihm auch die Aufklärung des Falles, doch diesmal hat die Geschichte ein sehr überraschendes Ende, das sicherlich zu Diskussionen in Leserkreisen Anlass geben wird.

In diesem in leichtem, gut lesbaren Stil mit witzigen Passagen und kleinen Sticheleien gegen andere Bundesländer und deutsche Autofahrer geschriebenen Buch werden durchaus ernste Probleme in die Geschichte eingewoben. Der Fluch des Massentourismus, der die Einheimischen nicht nur um ihre Ruhe bringt, sondern auch bewirkt, dass sie sich die Mieten oder Grundstücke in ihren Heimatorten nicht mehr leisten können. Ebenso zeigt sich, dass die Mitglieder des fernöstlichen Kulturkreises ganz andere Vorstellungen von Umweltschutz haben als die Einheimischen. Und natürlich dürfen auch Mauscheleien zwischen Baulöwen und Bürgermeistern, die an der Umwidmung von Grünland in Bauland verdienen, nicht fehlen.

Eindrücklich wird auf die schlechte Arbeitssituation im Tourismus eingegangen, daher täuscht die freundlich winkende Glückskatze auf dem gelungenen Cover ein wenig, jedoch nicht über diesen flott und spannend geschriebenen Krimi mit pointierten Dialogen und oft trockenem Humor, dessen kurzweiliger Erzählstil es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. Auch wenn einige Fäden der Handlung lose bleiben und der Schluss der Geschichte ungewöhnlich und unerwartet ist, kann man als Gasperlmaier-Fan nur empfehlen: Lesen Sie dieses Buch und hoffen Sie mit mir, dass Gasperlmaier seine Idee vom Vorruhestand ganz schnell wieder aufgibt und wir uns auf weitere Altaussee-Krimis freuen dürfen.

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Rezensionen von Camilla :

slow book

Tomke gräbt von Lena Hach

also... ich und mein Sohn (bereits 7 Jahre - also vielleicht auch den Ticken zu alt schon) sind uns nicht sicher was wir von dem Buch halten sollen...

Es ist irgendwie schon cool - weil es so anders ist - nicht so überladen, keine grellen Farben, kein künstlicher Stress, sehr ruhig, sehr kindgerecht, .

.. aber dadurch auch irgendwie... schon fast ein wenig langweilig... weil so gar nichts passiert.

Was wie gesagt in so einer Stressgesellschaft auch mal was positives ist. Also definitiv ein Buch zum runter kommen und mal einen Gang zurück zu schalten.

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Rezensionen von stina23:

Ein modernes Abenteuer

FREI - Bester Sommer (FREI 1) von Sarah Welk

Joshua ist mit seinen 14 Jahren schon ziemlich viel herumgekommen. Berlin, Wien, Neapel, Köln,… neue Schule, neue Wohnung – neue Freunde? Mit dem Finden von neuen Freunden tut sich der Junge schwer. Da er so gewohnt ist, immer wieder umzuziehen, lässt er sich auf andere Jugendliche nicht mehr wirklich ein.

Mit seiner Mutter, die Künstlerin ist und ihren Sohn auf der Suche nach Inspiration immer wieder vor die Tatsache stellt, einen neuen Lebensmittelpunkt zu finden, versteht sich der Teenager gerade nicht so hervorragend. Und jetzt muss er auch noch in einen kleinen Ort in Deutschland ziehen, von dem er noch nie zuvor gehört hat. Dort beginnt jedoch ein Abenteuer für Joshua, das in einer sehr modern geführten Schule beginnt und den Jungen wieder näher an Gleichaltrige heranrücken lässt.
Die Autorin erzählt die Geschichte aus dem Blickwinkel des Teenagers Joshua. Dafür wählt sie eine Sprache, die, zumindest für mich als Erwachsene, dem aktuellen Wortgebrauch von Jugendlichen entspricht. Sie schafft es auch hervorragend, sich auf deren Perspektive einzulassen und somit entsteht eine schön abgerundete, moderne Geschichte.
Ein wunderbarer Beitrag zu dieser Modernität ist auch die Schule, in die Joshua in Rottloch kommt. Sie ist die Traumschule für diejenigen, für die Schule ja da ist – die SchülerInnen selbst, denn sie dürfen demokratisch mitbestimmen, was im Schulalltag umgesetzt wird und wie diese Umsetzung aussieht. In diesem Setting können auch die außergewöhnlichen Projekttage stattfinden, die Joshua und vier seiner neuen MitschülerInnen für mehrere Tage in den Wald führen. Dort finden die jungen Menschen nicht nur neue Freundschaften, sondern auch ein besonderes Abenteuer, das etwas Spannung in die Geschichte bringt. Hauptsächlich geht es jedoch ums Zwischenmenschliche, ums Heranwachsen und um Zugehörigkeit und darum, seinen Platz zu finden.
Das Buch ist angenehm zu lesen und besticht durch Leichtigkeit und gleichzeitig durch Tiefe. Mich hat es emotional schnell in meine Teenagerzeit zurückkatapultiert, da die Autorin es sehr gut schafft, die Vielschichtigkeit des Jugendalters zu transportieren.

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