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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von La Calavera Catrina:

Eine berührende Geschichte über Vergebung und Zusammenhalt

Als der Wald erwachte von Emma Karinsdotter; Martin Widmark

«Als der Wald erwachte» ist ein märchenhaftes Bilderbuch, indem eine alte Eiche von einem denkwürdigen Frühlingsbeginn erzählt, der sich einst im Spinat - so nennen die Waldbewohner ihr Zuhause - zugetragen hat. Die verbitterte kleine Spinatfrau versprüht im Wald gerade wieder ihre schlechte Laune, als unerwartet menschlicher Besuch auftaucht.

Milo begleitet gelangweilt seine Mutter, die begeistert die ersten Frühlingsboten bestaunt. Als Milo jedoch die Spinatfrau entdeckt, steckt er sie heimlich ein.

Ich habe mich direkt in diesen mystisch Stil verliebt, der an verwunschene Reihe voller Feen und Trolle erinnert. Die ganzseitigen Illustrationen sind einfach magisch. Emilia Dziubak erzeugt durch Licht und Dunkelheit gekonnt eine waldige Atmosphäre, die wunderbar zu den Themen des Buches passt. Durch die bildhafte Erzählweise von Emma Karinsdotter harmonieren Bild und Text hervorragend miteinander. Die Buchgestaltung unterstützt das, denn während man auf einer Seite liest, kann man auf der andern Seite die passende Illustration bestaunen. Wie liebevoll Vergebung vermittelt wird, hat sehr mein Herz berührt. Hinter unzufriedenem Verhalten können Geschichten stecken, die von Einsamkeit, Trauer und Verlust erzählen, der wir mit Liebe begegnen können. Die letzten Seiten beendete ich mit einem Lächeln auf den Lippen. Die Botschaft über Freundschaft, Trost und Zusammenhalt wird so einfühlsam von der alten Eiche erzählt, dass die Geschichte ihre Magie nicht verliert und im Gedächtnis bleibt.

Für Kinder ab 4 Jahren geeignet und auch für Erwachsene ein großes Vergnügen, weil es ein Bilderbuch ist, das auf mehreren Ebenen begeistert. Man kann es einfach lesen und sich in die verwunschene Welt träumen. Man kann auch über die Themen sprechen und die Botschaften dahinter verstehen. Es ist ein großartiges Buch zum Vorlesen und sehr empfehlenswert.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Fantastisches Vorlesebuch

Mats und Mathilde 2. Eine abenteuerliche Reise von Christian Wunderlich

Die Vogelscheuche Mathilde und der Schwatz Mats erleben im zweiten und abschließendem Band wieder viele Abenteuer auf ihrer Reise, der dem ersten Teil an überschäumender Kreativität und sprachgewandetem Wortwitz in nichts nachsteht. Mathilde und Mats entwickeln sich als Charaktere weiter und wachsen über sich hinaus.

Es wird herzerwärmend, nicht nur bei den zahlreichen Abschieden ihrer neuen Freunde, sehr lustig, wenn Kamel Dröge quengelnd durch die Wüste läuft und mitreißend spannend, wenn Mathilde in große Gefahr gerät, ohne den Ernst der Lange zu verstehen. «Mats & Mathilde - Eine abenteuerliche Reise» bietet wieder viel Abwechslung, ereignis- und einfallsreiche Kapitel voller kreativer Fantasiewelten, die Wortspiele und Gegensätze feiern und eine verträumte Schreibweise voller Wärme und Weisheiten. Die Illustrationen von Anne Hofmann sind wieder so farbenprächtig und stimmungsvoll - ein absolutes Highlight.

Große Empfehlung für alle, die fantasievolle Geschichten, viel Abwechslung und liebenswerte Charaktere mögen. Der Zusammenhalt und die große Freundschaft zwischen Mats und Mathilde ist unvergesslich und ein Schatz in jedem Buchregal. Macht beim Vorlesen sowohl Kindern als auch Erwachsenen großen Spaß. Ich würde empfehlen, mit dem ersten Band zu beginnen, aber man kann auch mit diesem Buch starten.

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Ganz großes Lesevergnügen für die ganze Familie

Crazy Family (Band 3) - Die Hackebarts greifen an! von Markus Orths

Im mittlerweile dritten Band der «Crazy Family» gehts wieder sehr spaßig und verrückt zu, denn die Hackebarts Familie macht Urlaub in Kenia und erlebt schräge Abenteuer, während die letzten Renovierungsarbeiten am Haus erledigt werden. Es sind alle mit dabei, nur Opa Kuno bleibt zu Hause, denn Klimarettung und mit dem Flugzeug fliegen passt für den rüstigen Aktivisten nicht zusammen.

Während Lulu schon mal Suaheli lernt, treibt Zosch seine Handysucht auf die Spitze. Sein Bruder Mönekemeier feilt an seiner Autobiografie und Brooklyn behält als Älteste immer die Nerven - auch, wenn es um wilde Tiere geht.

Wenn man denkt, schlimmer kann es nicht werden, dann beweisen die Hackebarts das Gegenteil, überraschen das Schicksal mit ulkigen Einfällen und ihren besonderen Talenten. «Die Hackebarts greifen an!» setzt noch mal einen oben drauf und ich flog förmlich durch die Seiten, weil eine Katastrophe die nächste jagt und die turbulente Erzählweise einfach süchtig macht. Auch Horst Klein hat sich selbst übertroffen und verleiht dem Wahnsinn die richtige Untermalung. Das größtes Talent der Hackebarts ist aber ihre positive Lebenshaltung und der unschlagbar familiäre Zusammenhalt. Das und eine Prise Glück sorgen dafür, dass sie alles schon irgendwie schaukeln werden, egal wie groß das Chaos ist. Mit dabei zu sein ist gutes Training für die Lachmuskeln und macht unheimlich Spaß - auch den Erwachsenen. Ich bin erneut begeistert von dem Humor und der klugen Ernsthaftigkeit, die ganz unbehelligt mitschwingt und kann alle Bücher dieser Reihe nur wärmstens empfehlen. Übrigens braucht es keine Vorkenntnisse und man kann einfach mit dem dritten Band einsteigen.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Schonungslose Pageturner

The Twenty von Sam Holland

Detective Chief Inspector Adam Bishop und sein Partner und engster Freund Detective Sergeant Jamie Hoxton werden nachts an einen außergewöhnlich schauderhaften Tatort gerufen. Auf einer Mülldeponie in London haben Obdachlose eine Leiche gefunden. Doch es stellt sich raus, es sind fünf Tote und alle weisen folterhafte Verletzungen auf, zur Verblutung geführt haben.

Als sei das nicht verstörend genug, stehen über allen Leichen römische Ziffern gesprüht. Adams Exfrau Dr. Romilly stellt eine Verbindung zu einer Cold Case Mordserie her, die dreißig Jahre zurückliegt und zu der sie einen besonderen Bezug hat. Jedoch sitzt der damalige Täter eine lebenslängliche Haftstrafe ab und kann es nicht gewesen sein, oder? Adam glaubt nicht an diese Verbindung und ihnen rennt die Zeit davon.
Adam ist zielstrebig, scharfsinnig und fest entschlossen, den Serienkiller zu verhaften. Der zeitliche Druck ist enorm und den spürte ich auch beim Lesen. Die Ereignisse gehen Adam nahe und verlangen alles von ihm ab. Die Arbeit ist sein einziger Lebensinhalt und die gescheiterte Ehe hat er nie überwunden. Sam Holland gibt immer wieder Möglichkeiten zum Durchatmen, wenn sie nahe an den Hauptfiguren und ihren Emotionen bleibt, während die Spannung immer weiter ansteigt. Ihre Schreibweise macht süchtig und die Beschreibungen sind schonungslos bildhaft, was teilweise echt heftig ist. Wer das nicht mag, wird einiges überspringen müssen. Sam Holland spielt gekonnt mit ihrer Leserschaft, legt falsche Fährten und überrascht mit Wendungen, die man nicht kommen sieht. Das miträtseln und an der Nase herum geführt werden, macht richtig Spaß, zudem schlussendlich alles passt und Sinn ergibt.
Erzählt wird aus wechselnden Sichtweisen, durch vereinzelte Rückblicke und einer Tätersicht, kursiv geschrieben und aus der Ich-Perspektive verfasst, die mir Gänsehaut bescherte. Auf verstörende Weise tritt der „leibhaftige Teufel“ auf die Bühne und alle Fans von Serienkillern werden gefesselt sein. Da es manchmal Anspielungen gibt, merkt man, dass es sich um den zweiten Band der Reihe handelt, dessen Auftakt nicht auf Deutsch erschienen ist. Das ist schade, aber man benötigt keine Vorkenntnisse für diesen Thriller.
Empfehlung für alle, die bevorzugt nervenaufreibende Thriller lesen - ihr werdet trotzdem überrascht werden - und die vor Brutalität nicht zurückschrecken.

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Rezensionen von Petra Sch.:

Gute-Nacht-Klappenbuch als Einschlaf-Hilfe

Der kleine Hase Upsala - Ich bin noch gar nicht müde - Ein Gute-Nacht-Klappenbuch von Nico Sternbaum

"Ich bin noch gar nicht müde!" soll kleinen Kindern das Schlafen gehen leichter machen - mit dem kleinen Hasen Upsala.
Zuerst lernt man den Hasenjungen kennen und wie er zu seinem Namen gekommen ist.
Danach geht's auch schon los, denn Upsala kann nicht schlafen und will mal schauen, ob seine Freunde noch wach sind.

Zuerst besucht er den Fuchs, dann gehen sie gemeinsam zur Eule usw, bis alle seine Freunde beisammen sind. Und alle sind noch wach und keiner ist müde!
Deshalb beschließen sie, wieder zum Bau des Hasen zu gehen, um den Ball zu holen. Das hat dann alle so müde gemacht, dass sie eingeschlafen sind.

Diese Geschichte regelmäßig vorzulesen bringt Routine in den schlafen-gehen-Rhythmus und genau diese Regelmäßigkeit ist hilfreich für das Einschlaf-Ritual.
Meine Sorge ist nur, dass Kinder, die nicht einschlafen können, vielleicht dann auf die Idee kommen, selbst auch lieber Ball zu spielen als versuchen einzuschlafen?

Die dicken Papp-Seiten und großen Klappen sind gut geeignet und robust für kleine, motorisch noch nicht so geschulte Kinderhände. Dabei wird gleich die Motorik trainiert.
Der kurze und leicht verständliche Text schult den Spracherwerb und man lernt auch etwas über den Bau verschiedener Waldtiere.
Auf den fünf Doppelseiten mit den bunten Illustrationen gibt es viel zu entdecken - natürlich auch hinter den Klappen (die der Eingang der jeweiligen Tier-Wohnung sind), wo auch immer ein kurzer Text des jeweils besuchten Tieres steht.


Fazit:
Eine kindgerechte Einschlaf-Geschichte mit schönen, illustrierten Bildern und großen Klappen, perfekt für kleine Kinderhände geeignet. Ins Einschlaf-Ritual eingebaut ist es sicher hilfreich, um besser einschlafen zu können.

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Rezensionen von Novalie:

Frustrierend und deprimierend

Der kleine Hase Upsala - Ich bin noch gar nicht müde - Ein Gute-Nacht-Klappenbuch von Nico Sternbaum

Frustrierend und deprimierend
Nico Semsrott war mir schon länger als Satiriker bekannt. Dabei fand ich seinen Humor meist sehr treffend. Als er dann ins EU-Parlament gewählt wurde, war ich zuerst leicht irritiert, allerdings punktete er durch Transparenz, was ich sehr sympathisch fand.
In „Brüssel sehen und sterben“ rechnet er nun mit seiner Zeit im EU-Parlament ab und bleibt dabei immer noch eindeutig ein überzeugter Europäer.

Das Buch ist informativ, spannend und lädt zum Nachdenken und Hinterfragen an. Es ist zeitweise auf eine trockene Art humorvoll, allerdings steht die Wissensvermittlung hier eher im Vordergrund.
Neben dem Fokus auf seine Zeit im EU-Parlament gibt es jedoch auch immer wieder Rückblenden zu anderen Phasen in seinem Leben.
Ein großer Vorteil ist auch, dass es zu Beginn eines Kapitels auch eine Zusammenfassung gibt.
Ich fand das Buch als Hörbuch sehr passend und habe dem Sprecher gerne zugehört. Mit Nico Semsrott verbinde ich natürlich sofort seine depressive, monotone Stimme, die sehr gut zu seinen Programmen passt. Ein Hörbuch mit dieser Stimme hätte ich jedoch wahrscheinlich nicht durchgehalten. Deshalb war ich sehr froh, dass das Hörbuch von einem „normalen“ Hörbuchsprecher eingesprochen wurde.
Das Hörbuch hat mich frustriert und deprimiert. Ich kann es euch sehr empfehlen, wenn ihr euch für Nico Semsrott oder die EU interessiert.

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Rezensionen von Novalie:

Sehr empfehlenswert

Wir finden Mörder (Wir finden Mörder-Serie 1) Wir finden Mörder-Serie von Richard Osman

Sehr empfehlenswert
Die knallharte Personenschützerin Amy sollte eigentlich nur auf die exzentrische Autorin Rosie aufpassen, doch plötzlich hat es jemand auf sie selbst abgesehen. Ihr Schwiegervater, der pensionierte Polizist Steve wird zur Hilfe gerufen. Doch das passt ihm überhaupt nicht in den Kram, da er auf eine Lieferung wartet und eigentlich keine Lust auf Abenteuer hat.

Am Anfang war ich durch die ganzen Namen und Zusammenhänge etwas durcheinander, aber gegen Ende habe ich mich dann doch gut zurechtgefunden und der Fall war packend und spannend.
Amy war eine taffe und kluge Frau, die intelligente Entscheidungen getroffen hat, die ich gut nachvollziehen konnte. Rosie war eine schräge, künstlerische Erscheinung, die einen sehr besonderen Blick auf die Welt hatte. Steve war ein ziemlich klischeehafter Polizist im Ruhestand, der in Kombination mit den starken Frauen für einige unterhaltsame Momente gesorgt hat.
Das Hörbuch war von Anfang an spannend und schräg. Es kommt Schlag auf Schlag und es gibt keinen Moment der Ruhe. Die Geschichte ist sehr unterhaltsam und auf eine leichte Art und Weise packend.

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Rezensionen von PMelittaM:

Vor allem an der Protagonistin hapert es für mich

Tod am Semmering von Beate Maly

Österreich 1922: Für den Apotheker Anton Böck und seine Mieterin Ernestine Kirsch, Lehrerin im Ruhestand, ergibt sich die Gelegenheit, an den Semmering reisen und dort im berühmten Hotel Panhans an einem Tangolehrgang teilnehmen. Nicht lange nach der Ankunft stirbt ein Teilnehmer, der sich vorher schon durch seine Art unbeliebt gemacht hatte.

Leider ist das Hotel mittlerweile durch einen Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten, so dass Ernestine es übernimmt, schon einmal mit den Ermittlungen zu beginnen.

Dies ist der erste Band einer Reihe um Anton und Ernestine, die mittlerweile bereits einige Bände verzeichnet. Vieles erinnerte mich an einen Agatha Christie-Krimi, nicht nur Setting, auch die verschiedenen Charaktere könnten einem dieser Romane entsprungen sein. Ernestine hat zwar eher weniger Ähnlichkeiten mit der Miss Marple aus den Romanen, aber, auch durch ihren Begleiter, mehr mit Margaret Rutherfords Miss Marple-Darstellung.

Mochte ich zunächst Ernestine ganz gern, ging sie mir leider schnell auf die Nerven, ihre überbordende Neugier, die mich sogar einmal regelrecht anekelte, ihr ebenso übertriebener Aktionismus, mit dem sie nicht nur sich selbst in manch peinliche oder gar gefährliche Situationen brachte, sagen mit einfach nicht zu. Ganz anders Anton, der einfach nett ist, unter Ernestines Aktionismus mehr als einmal zu leiden hat, und der gerne isst, wodurch man erfährt, welche Leckereien das Hotel auftischt. Die anderen Charaktere eignen sich fast alle als Täter:innen, so dass man selbst ständig am Rätseln ist. Die Auflösung sagte mir persönlich, obwohl sie nicht unlogisch ist, nicht zu, ich fand sie etwas zu weit hergeholt.

Das Setting, das eingeschneite Luxushotel mit einem überschaubaren Figurenensemble hat mir gut gefallen, zumal das Hotel keine Erfindung der Autorin ist. Die Atmosphäre von Eis, Schnee und Kälte, und des Eingesperrtseins mit jemandem, der mordet, ist gelungen.

Leider hat mich der Roman unterm Strich nicht so überzeugen können, wie ich es mir gewünscht hätte. Das Setting und die Atmosphäre sind gelungen, aber die Protagonistin ging mir schnell auf die Nerven, die Auflösung mochte ich persönlich nicht, so dass ich wahrscheinlich auf weitere Bände dieser Reihe verzichten werde.

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Rezensionen von readpassion9:

Mord in Kalifornien

Dunkle Asche von Jona Thomsen

Das Cover von Jona Thomsens Krimi "Dunkle Asche" zeigt die Ostsee und passt somit perfekt zum Inhalt. Worum geht es?

Ein 30 Jahre alter Fall wird von der Cold Case Unit Kiel neu aufgerollt. Im Badeort Kalifornien wurde im Jahr 1992 eine junge Frau ermordet, ein Fall, der nicht aufgeklärt werden konnte.

Ein vom Mörder gelegtes Feuer zerstörte jegliches Beweismaterial, der Fall wurde zu den Akten gelegt. Gudrun Möller und Judith Engster arbeiten in ihrem ersten gemeinsamen Fall zusammen, da sich ein neuer Zeuge gemeldet hat. Der Mann liegt im Sterben und möchte sein Gewissen erleichtern. Er verdächtigt seine Tochter, den Brand gelegt zu haben.

Die Ermittlungen nehmen ihren Lauf, Gudrun und Judith müssen alle Beteiligten der Clique erneut befragen, dabei ergeben sich immer wieder neue Aspekte. Aus verschiedenen Sichtweisen wird die Story geschildert, so dass eine ganz eigene Dynamik entsteht. Die Ermittlungsarbeit ist gut beschrieben, aber mit den beiden Ermitterinnen bin ich leider nicht warm geworden. Zum Ende hin wird es richtig spannend. Ich hatte keinen Plan wer der Mörder ist, die Auflösung war eine Überraschung für mich.

Fazit: Fesselnder Krimi vor der schönen Ostseekulisse.

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Rezensionen von clematis:

1952 - 1953

Die Porzellanmanufaktur - Zerbrechliche Hoffnung von Stefan Maiwald

Wirtschaftswunder und empfindliche Rückschläge prägen die anfänglichen 1950er-Jahre in der Selber Porzellanmanufaktur der Familie Thalmeyer. Wie die Geschwister Marie, Sophie und Joachim damit umgehen und was sich sonst noch alles tut zu dieser Zeit, erzählt Stefan Maiwald in diesem zweiten Band mit einer Leichtigkeit und Detailgenauigkeit, die ihresgleichen sucht.

Wie bereits im ersten Teil der Trilogie wechseln einander sehr kurze Kapitel mit unterschiedlichsten Szenen ab, sodass nicht nur das familiengeführte Porzellanwerk im Mittelpunkt steht, sondern viele Episoden aus dem Nachkriegsdeutschland Eingang ins Geschehen finden, um die zeitgeschichtliche Einordnung perfekt zu dokumentieren. Seien es Autotypen, Film- und Schauspiellegenden rund um Joachim Thalmeyer, Musiktitel, das italienische Restaurant von Bepi oder Arzneien aus Harrys Apotheke, alle finden Platz in dieser interessanten und ansprechenden Reihe, ja sogar Einblicke ins Gefängnis werden gewährt. Um Ursache und Auswirkung stets plausibel darzustellen, gibt es des Öfteren Rückblenden in vergangene Jahre, sodass die Handlung immer wieder durch allerlei Einschübe unterbrochen, deshalb aber keineswegs gestört wird. Gerade die wenigen Kapitel rund um Thalmeyers selbst sind spannend und emotionsgeladen, obwohl sie mit bemerkenswerter Ruhe ohne jegliche Gefühlsduselei erzählt werden. Stefan Maiwalds Kraft der Worte muss man an dieser Stelle jedenfalls klar hervorheben. So ist es ein Vergnügen, mit dabei zu sein, wenn Gerüchte über die Porzellanmanufaktur gestreut werden und die Familie Wege findet, möglichen Schaden abzuwenden oder wenn ein unerwartetes Testament auftaucht. Die Geschwister Thalmeyer kämpfen an vielerlei Fronten um ihr Familienerbe und ihr persönliches Glück, das ihnen wahrlich nicht von selbst in den Schoß fällt.

Auch Teil zwei überzeugt durch penible Recherche und eine großartige Verquickung unterschiedlichster Themen, sodass ich gleich mit dem letzten Band der Trilogie fortfahren werde. Leseempfehlung!

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