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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Franziska Fiske:

Ein zäher Weg zur Liebe – Leider enttäuschend

Be My Shelter (Erstauflage exklusiv mit Farbschnitt und Character Card) von Lana Rotaru

„Be My Shelter“ von Lana Rotaru erzählt die Geschichte zweier grundverschiedener Menschen, die durch eine ungewöhnliche Challenge lernen, über ihren eigenen Schatten zu springen. Kaira ist der Inbegriff von Perfektionismus – sie jongliert Studium, Job, Ehrenamt und Familie und stellt ihre eigenen Bedürfnisse stets hinten an.

Cooper dagegen ist das komplette Gegenteil: Er lebt in den Tag hinein, hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und lehnt Verpflichtungen kategorisch ab. Als die beiden gezwungen sind, zusammenzuwohnen, geraten sie immer wieder aneinander, bis eine spontane Wette ihr Leben auf den Kopf stellt.

Die Grundidee des Buches ist durchaus interessant, und das Potenzial für eine emotionale und tiefgründige Liebesgeschichte ist vorhanden. Leider konnte mich die Umsetzung aber nicht überzeugen. Die Handlung zieht sich über weite Strecken, sodass es schwerfällt, wirklich mit den Figuren mitzufühlen. Besonders Kairas ständiger Druck und ihr Perfektionismus wurden zwar realistisch dargestellt, doch ihre Entwicklung blieb für mich eher oberflächlich. Auch die Chemie zwischen ihr und Cooper konnte mich nicht richtig packen – die Dialoge wirkten oft gezwungen, und die emotionale Tiefe, die ich mir gewünscht hätte, blieb aus.

Zwar gibt es einige schöne Momente und Ansätze, doch insgesamt fühlte sich das Buch für mich eher anstrengend an. Es fehlte der mitreißende Funke, der mich hätte fesseln können.

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Rezensionen von Peachybookdreams :

Humorvoll,Spicy…aber

Deep End - Die unausweichliche Unanständigkeit von Liebe von Ali Hazelwood

Schreibstil: Das war mein erstes Ali Hazelwood Buch und ihr Schreibstil gefällt mir total, super humorvoll und unterhaltsam. Auch wenn ich noch kein anderes Buch von ihr gelesen habe, konnte ich ein paar Charaktere dank des Booktok Hype von "The Love Hypothesis" gleich erkennen, also Fans der vorherigen Bücher werden sich darüber sicher freuen.

Aber auch ohne Vorkenntnisse lässt sich Deep End gut lesen. 

Leider konnte ich die Story selbst nicht ganz packen. Man hat gemerkt, wie viel Mühe sich die Autorin gemacht hat, sich gut über das Thema Bdsm/Kinks zu informieren, und das ist ihr auch echt gelungen. Aber ich konnte einfach keine Verbindung zu den Protagonisten aufbauen, und auch die Story war bis auf die Spice-Elemente nicht ganz mein Fall. Die deutsche Übersetzung von manchen Spice-Wörtern war auch etwas unangenehm, da hätte mir die englische Version vermutlich besser gefallen. Und auch das Drama zum Schluss empfand ich als etwas vorhersehbar. Es ist definitiv kein schlechtes Buch und es gab viele Momente, wo ich lachen musste, aber der Plot hat mich einfach nicht vom Hocker gehauen. 

Meinung zum Hörbuch: Zum Hörbuch gibt es nichts zu meckern. Viola Müller hat eine sehr angenehme Stimme und es hat mir sehr gefallen, wie unterschiedlich sie die verschiedenen Charaktere vertont hat. 

Fazit: Eine humorvolle Sports Romance mit dem Hauptfokus auf Sexualität und Bdsm. Die Charaktere und die Story waren zwar nicht mein Fall, dennoch hat mich der Schreibstil der Autorin gut unterhalten.3- 3,5Sterne 

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Rezensionen von Franziska Fiske:

Gefangen im Sturm – Ein Thriller mit Höhen und Tiefen

Nachtflut von Stina Westerkamp

Rezension zu Nachtflut von Stina Westerkamp

Nachtflut verspricht von Anfang an eine beklemmende Atmosphäre: Ein herannahender Sturm, eine Evakuierung, ein dunkles Geheimnis und eine steigende Bedrohung. Elisa gerät in einen Albtraum, als sie sich mit ihren Nachbarn im Haus wiederfindet – während draußen das Wasser steigt und entflohene Häftlinge ihr Unwesen treiben.

Die Ausgangslage ist spannend, doch leider konnte mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen. Zwar gelingt es der Autorin, eine gewisse Grundspannung aufrechtzuerhalten, doch die Charaktere und deren Handlungen wirkten stellenweise nicht ganz nachvollziehbar. Einige Wendungen fühlten sich vorhersehbar an, während andere Passagen sich etwas zogen.

Insgesamt ein solider Thriller mit starker Atmosphäre, der jedoch sein volles Potenzial nicht ausschöpft. Wer eine kurzweilige Lektüre mit düsterem Setting sucht, kann dennoch einen Blick wagen.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Erschütternde Tragödie und mitreißender Thriller

Allein gegen die Lüge von Alex Finlay

Der 21-jährige Matt will einmal Filmemacher werden und studiert gerade in NYC, als er erfährt, dass seine Eltern und seine beiden jüngeren Geschwister in Mexiko ums Leben gekommen sind. Es ist eine tragische Ausgangslage, die viele Fragen aufwirft, als Hinweise auf Fremdeinwirkung auftauchen. Matts großer Bruder Danny sitzt seit sieben Jahren im Gefängnis und beteuert seine Unschuld und sein Vater Evan ist daran zerbrochen, die Unschuld seines Sohnes zu beweisen - doch er gibt nicht auf.

Matt hat Zweifel und glaubt an die Schuld seines Bruders. Die erschienene True-Crime-Doku hat der Familie zu trauriger Berühmtheit verholfen und Evan wie einen Verrückten dargestellt. Im Buch finden sich auch ein paar Ausschnitte aus der Doku. Die Kapitel der verstorbenen Familienmitglieder Maggie, Evan und seiner Frau Liv hinterlaßen dabei immer ein bedrückendes Gefühl, denn wenige Zeit später waren sie tot. Durch diese Erzählweise nähert man sich auf Gegenwarts- und Vergangenheitsebene der Wahrheit an und das entfaltet eine starke Sogkraft. Umso mehr man die Familien Pine kennenlernt, um so herzzerreißender ist ihr Schicksal. Die Ermittlungen von Special Agent Sarah Keller haben mir besonders gefallen. Sie ist sehr beeindruckt von der verstorbenen 16-jährigen Maggie und lässt ihr Gerechtigkeit zukommen, was mich sehr gefreut hat. Keller und Mett versuchen herauszufinden, was seiner Familie wirklich zugestoßen war. Das zu verfolgen ist sehr spannend, auch wenn mich der Thriller nicht überraschen konnte, weil sich meine frühe Vermutung bestätigt hat. Jedes Detail ist jedoch nicht vorherzusehen und insgesamt hat mir der Thriller eine mitreißende und berührende Lesezeit beschert.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Jeder Anfang braucht ein Ende

Für immer von Maja Lunde

«Für immer» ist ein interessantes Gedankenexperiment. Maja Lunde führt einen erzwungene Stillstand herbei und lässt ihre Figuren in diesem Szenario verweilen. Als Beobachter ist es spannend zu sehen, wie sie damit umgehen. Die 21-jährige Ellen, die in einem Bestattungsunternehmen arbeitet und sich als Adrenalinjunkie bezeichnet, verliert Stabilität in ihrem Leben.

Ebenso die Krankenschwester Eva, für die sich mit der neuen Situation auch im Krankenhaus alles ändert - nur körperliches Verharren. Die menschliche Entwicklung ist nicht länger Teil des Kreislaufs, während sich alles andere weiterdreht. Es ist ein „Zustand von Nichtsterben und Nichtwachsen, einem Stillstand, einer Art Ewigkeit.“ Für niemanden ist eine Änderung der Lage absehbar. Diese Ungewissheit geht nicht spurlos an den Menschen vorbei. Die Protagonisten reagieren sehr unterschiedlich. Sie sind angehalten den Alltag beizubehalten.
Einige freuen sich über die gewonnene Zeit, sehen es als Geschenk, wie die Fotografin Jenny, die eine Krebsdiagnose erhalten hat und der nur ein halbes Jahr mit ihrer Familie geblieben wäre. Andere wittern eine Verschwörung oder sehnen sich nach Endlichkeit, wie Ellens Freund Philip, der eine extreme Entwicklung durchmacht. Das Rentner-Ehepaar Margo und Otto haben von Beginn an unterschiedliche Lebensvorstellungen und es hätte mir sehr gefallen, wenn auch Margo einige Kapitel bekommen hätte, da man nur Ottos Sichtweise kennenlernt. Es ist ein Roman mit dystopischem Charakter, der an die Pandemie erinnert und auch Bezüge zur Klimakrise und KI aufgreift, mit einem Ende, das nachdenklich macht.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Sport, Freundschaft und beste Unterhaltung

Die Football-Freunde - Touchdown für die Grasdorf Rebels von Andreas Hüging

Jimmy King träumt davon, einmal den Super Bowl zu gewinnen. Football spielen bei den Grasdorf Rebels ist seine Leidenschaft und er hofft, auf diesem Weg einmal seinen amerikanischen Vater kennenzulernen.

»Rebels sind Gewinner, heute, morgen und für immer!«

Die Mannschaft hat keine profimäßige Ausrüstung, aber sie hält zusammen und zeichnet sich gerade durch die vielen verschiedenen Charaktere aus.

Die Ich-Perspektive von Jimmy konzentriert sich vor allem auf seine Sicht und das ist sehr unterhaltsam, sprachlich passend und witzig geschrieben.
»Warum werden nicht alle für das gemocht, was sie am besten können, statt für ihre Schwächen ausgelacht? Das werde ich wohl nie verstehen.«

Die dreißig Kapitel haben eine gut lesbare Länge und angenehme Übergänge. Manchmal wird alles ein wenig gerafft. Das Ende ist packend geschrieben, mit der Aussicht auf eine Fortsetzung, die schon in den Startlöchern steht. Insgesamt ein gelungener Auftakt über sportlichen Teamgeist, Freundschaft und Zusammenhalt, der auch die aktuelle Lebensrealität der lesenden Zielgruppe einfängt und ganz nebenbei für Football begeistert. Für die grau eingefärbten Football-Begriffe findet man übrigens eine Erklärung im Glossar am Ende des Buches. Auch die Namen und Gesichter der Grasdorf Rebels findet man im Vor- und Nachsatzpapier und einige weitere tolle Illustrationen im Buch. Es macht Spaß, lässt sich gut (vor)lesen und hat ein angenehmes Format. Endlich mal eine Alternative zu Fussball! Empfehlenswert!

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Rezensionen von Franziska Fiske:

Zwischen Fragilität und Hoffnung: Ein Roadtrip zu sich selbst

Dancing Queen von Camila Fabbri

Camila Fabbris Dancing Queen beginnt mit einem packenden Einstieg: Paulina erwacht blutend und verwirrt in einem demolierten Auto, neben sich ein fremdes Mädchen. Die Frage, was passiert ist, zieht sich durch die Geschichte und gibt dem Buch eine unterschwellige Spannung, die einen nicht loslässt.

Nach und nach entfaltet sich Paulinas Leben, ihr tristes Dasein in Buenos Aires mit ihrem farblosen Exfreund Felipe, das Abenteuer eines Roadtrips mit der temperamentvollen Kollegin Maite und schließlich die Begegnung mit Lara, die mehr als nur eine Beifahrerin wird.

Fabbri beschreibt dabei die inneren Konflikte, Hoffnungen und Desillusionierungen einer Generation, die zwischen Fragilität und Selbstbewusstsein balanciert.

Besonders beeindruckend ist Fabbris Schreibstil: lakonisch, rotzig und dabei poetisch, schafft sie es, die Sorgen und Sehnsüchte junger Frauen in einer oft gnadenlosen Gesellschaft einzufangen. Paulina wird zu einer faszinierenden Protagonistin, deren Suche nach Identität und Zugehörigkeit den Leser tief berührt.

Obwohl das Buch eher kurz ist, hinterlässt es einen bleibenden Eindruck. Die Mischung aus Melancholie und leiser Hoffnung macht Dancing Queen zu einem besonderen Leseerlebnis. Es ist eine kluge, relevante und feinfühlige Geschichte über Einsamkeit, Selbstfindung und den Mut, das eigene Leben in neue Bahnen zu lenken.

Fazit: Eine großartige, überraschende Lektüre. Trotz seiner Kürze ist das Buch inhaltlich bedeutend und emotional packend. Absolut empfehlenswert!

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Die einzige Zeugin

Mord im Himmelreich von Andreas Winkelmann

»Mord im Himmelreich« ist der erste Cozy-Krimi aus der Feder von Autor Andreas Winkelmann, und ist der Auftakt einer humorvollen Verbrechens-Reihe auf dem bestens organisiertem Campingplatz Himmelreich in Potsdam. Möchtegern-Tatort-Kommissar, Poet, Camper und pensionierter Schauspieler Björn Kupernikus gerät zufällig in die Verstrickungen eines Mordes, als er einen kleinen Hund, später getauft auf den Namen Pinguin, rettet.

Die wasserscheue Hündin sitzt auf einem SUP und darunter befindet sich eine Leiche. Von Anfang an dabei ist die freiwillige Gehilfin Annabelle Schäfer, begnadete Köchin, pensionierte Lehrerin mit Besserwissergarantie und schillernde Künstlerin, ist mit ihrer offenen und zugewandten Art alle Sympathien gewinnt. Abgesehen von Pinguin, die alle Hundefreunde für sich gewinnen wird.

Kopernikus schafft es, mit Beobachtungsgabe und „Secondhand-Erfahrung“ aus Filmen und Büchern, den Fall zu lösen. Hier steht aber definitiv der Spaß im Vordergrund, denn der Fall ist nicht knifflig, trotz zahlreicher schräger verdächtiger Personen. Es ist eben ein Wohlfühlkrimi zum Abschalten, der gelungene Unterhaltung bietet. Es gibt einige kulturelle Anspielungen, auch viel zum Thema Campen. Ich mochte diese kleinen poetischen Sprüche, die Kopernikus einstreut hat und die Sehenswürdigigkeiten, die in dem schönen Caputh erwähnt werden.Wer humorvoll überzeichnete Charakter mag, ein bisschen miträtseln möchte und dazu in einem Setting mit Urlaubsfeeling verweilen will, könnte eine vergnügliche Lesezeit im Himmelreich haben. Ich freue mich jedenfalls auf die Fortsetzung.

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Düster, vielschichtig und fesselnd

Sing mir vom Tod von Ivy Pochoda

Ivy Pochoda legt mit Sing mir vom Tod einen intensiven und düsteren Roman vor, der die Leser:innen in die Abgründe menschlicher Psyche und zwischenmenschlicher Beziehungen eintauchen lässt. Im Zentrum stehen Florence »Florida« Baum und ihre ehemalige Zellengenossin Diosmary »Dios« Sandoval, zwei Frauen, die sich den Schatten ihrer Vergangenheit stellen müssen – oder von diesen eingeholt werden.

Die Geschichte lebt von ihren vielschichtigen Charakteren. Besonders faszinierend ist die Dynamik zwischen Florida und Dios: Während Florida sich als Opfer ihrer Umstände sieht, enthüllt Dios eine dunklere, unbequeme Wahrheit über ihre Zellengenossin. Die zentrale Frage, wie viel Dunkelheit auch in vermeintlichen Opfern schlummert, zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung und verleiht ihr Tiefe.

Ein großes Plus des Romans ist die Perspektive der Ermittlerin Lobos, die ebenfalls mit Gewalt und inneren Konflikten zu kämpfen hat. Ihre Kapitel sind besonders packend und geben dem Buch zusätzliche Spannung. Die trostlosen Straßen von Los Angeles, in denen die Handlung ihren Höhepunkt findet, werden lebendig und schaffen eine düstere, fast filmische Atmosphäre.

Zu Beginn braucht die Geschichte etwas Zeit, um in Fahrt zu kommen, aber sobald man in die komplexen Verstrickungen der Figuren eintaucht, ist das Buch ein echter Pageturner. Pochoda versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen, und hält die Leser:innen bis zum packenden Showdown in Atem.

Fazit: Sing mir vom Tod ist ein fesselnder Roman über Obsession, Schuld und das Dunkle in uns allen. Obwohl der Einstieg etwas zäh ist, entschädigen die tiefgründigen Charaktere und die mitreißende Handlung dafür voll und ganz. Absolut lesenswert für Fans von psychologisch anspruchsvollen Thrillern!

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Mitreißend, atmosphärisch und mystisch

Das Haus der Bücher und Schatten von Kai Meyer

1913, kurz von Beginn des zweiten Weltkriegs, reisen die Lektorin Paula und ihr Verlobter und Autor Jonathan ins Baltikum zu einem schauerlichen Herrenhaus, um dort die Abgabe des Manuskripts des Schriftstellers Aschenbrand zu beschleunigen und mitzunehmen. Jonathan ist glühender Verehrer seiner Arbeit und Paula hatte einen regen Kontakt mit dem Autor, den sie nun zum ersten Mal persönlich trifft.

Dieser Erzählstrang wird aus der Ich-Perspektive von Paula erzählt, während die andere Perspektive zwanzig Jahre in die Zukunft springt, in der Kommissar Cornelius in Leipzig einen Mord aufklären will. Bei seinen Ermittlungen sind es vor allem die Begegnungen, die Verhöre, die er führt, um Informationen zu sammeln, und die Dialoge, die sich daraus ergeben, die die Handlung formen. Dabei angelt er sich von einem Hinweis zum nächsten. Hier begegnen Cornelis kuriose Dinge, wie Geisterbeschwörung und erotische Darstellung sowie gefährliche Personen. Seine Freundin und Musiklehrerin Felicie bildet dabei eine wichtige Konstante.
Erst ungefähr ab der Mitte des Buches ergab sich für mich ein Zusammenhang zwischen den zwei Perspektiven und es wurde immer spannender. Ich fragte mich stets, was mit Paula passiert ist und mochte vor allem die atmosphärische Handlung in dem schaurigen Haus und Paulas Mut, ihrem Gespür zu vertrauen und der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Die Geschichte war für mich nicht vorhersehbar und ich mochte die zahlreichen historischen Fakten, die mühelos einfließen, die verträumt schönen Sätze und das dunkle Mysterium. Trotz der hohen Seitenanzahl waren keine Längen spürbar und ich wurde grandios unterhalten.

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