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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Marw76:

Spannend und mit fulminanten Ideen

Inkbound - Metty Jones und das Schicksalstattoo von Philippa Leathley

Cover: Das Cover passt gut zu dieser fantasievollen und auch etwas düsteren Geschichte. Auf dem Cover finden sich auch einige Elemente, die sich in der Handlung finden wie die goldenen Vögel, Metty und Pumpkin, und unten ist die magische Stadt New London angedeutet.

Karte und Zeichnungen: In der Buchklappe findet sich eine Karte auf der New London zu sehen ist, die verschiedenen Viertel, Bahnhöfe und Gebäude sind eingezeichnet und man kann Mettys Reise durch die Stadt so noch besser miterleben.

Die Karte ist sehr schön in schwarz- weiss gezeichnet. Auch vor jedem Kapitelanfang finden sich verschiedene kleine schwarz- weiss Zeichnungen, die gut zum jeweiligen Kapitel passen und schön ausgewählt wurden.

Inhalt: In Mettys leben dreht sich alles um den ganz bestmmten Geburtstag, an dem sie ihr zukünftiges Schicksal in Form eines Tattoos erfährt. Doch als der große Tag endlich da ist, sind ihre Eltern und sie selber bestürzt, denn ihr Tatoo ist ein Totenkopf, den eine Hand hält und dies deutet daraufhin, dass sie einen Menschen durch Magie töten wird. Metty möchte alles tun um dieses Schicksal zu ändern doch dann verschwindet auch noch eines Tages ihr Vater! Mit ihrer Tante macht sich Metty auf in die magische Stadt New London doch hier wird sie von finststeren Organisationen verfolgt. Wird sich Mettys vorausgesagtes Schicksal bewahrheiten oder kommt alles doch ganz anders?

Meine Meinung: Der Schreibstil ist gut lesbar und auch Kindern dürfte er keine Probleme bereiten. Besonders schön an diesem Buch fand ich die Beschreibungen der Stadt New London und das man sie sich, auch durch die tolle Karte, sehr gut vorstellen konnte. Metty hat mit ihrem Schicksal große Probleme und will dieses nicht hinnehmen, das macht sie sehr menschlich und ich habe ihr während des Lesens immer die Daumen gedrückt, dass alles noch gut endet. Super fand ich auch die fulminanten Ideen dieses Buches wie die Bahn mit der Metty anfangs fährt, die fliegenden Fahrräder oder auch der Sinners Oak Baum der sehr besonders seine Süssigkeiten verteilt. Ich hatte sehr viel Spaß mit dieser Geschichte und denke, dass Kinder das Buch lieben könnten. Allerdings ist die Geschichte schon auch mal düster und beänstigend, so dass ich das Buch Kinder ab 10 Jahren empfehlen würde, die auch nicht zu ängstlich sind.

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Rezensionen von Harakiri:

sehr aktuell

Kreidemord von Katharina Peters

Was hat Jan Riechter mit dem Mord an seiner ehemaligen Kollegin zu tun? Nichts, wenn es nach seiner Aussage und dem Glauben seiner Frau Romy Beccare gibt. Alles, wenn man den auftauchenden Beweisen glaubt. Doch wer hat einen Grund, Jan einen Mord unterschieben zu wollen?
Ein sehr turbulentes Buch. Denn eine Tat entpuppt sich als vielschichtige Handlung.

Normalerweise führen in einem Krimi alle Fäden zusammen – bei Peters neuestem Werk ist das eher umgekehrt: ein Mord fächert sich auf in mehrere Stränge.
Die Spannung wird durch die geschickt eingeführten Enthüllungen von Verdächtigen immer weiter aufgebaut. Die Ermittlung ist dabei nie einfach und geradlinig, was die Geschichte umso packender macht. Peters' Stil ist angenehm und flüssig zu lesen, mit einem guten Gleichgewicht zwischen Dialogen und beschreibenden Passagen. Die Ermittlungen sind gut abgestimmt und interessant zu lesen.
Unterschiedliche Ermittlungsansätze, ein aktuelles Thema
und viele Charaktere halten die Spannung zusätzlich hoch. Besonders schön fand ich Romys Umgang mit dem neuen Kollegen. Aus anfänglichem Hass entwickelt sich gegenseitiger Respekt. Und was der Kollege durchgemacht hat, erfahren wir hoffentlich im nächsten Band.
Fazit: zwar eher ein ruhiger Krimi, der es aber in sich hat.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Anita Berber - Ikone und Enfant Terrible

Der ewige Tanz von Steffen Schroeder

Autor Steffen Schröder lässt Anita Berber (1899-1928) in ihrem Bett der Tuberkulosestation im Berliner Bethanienspital ihr Leben Revue passieren.

Die Berber, wie man sie nennt, ist eine Tänzerin, die ähnlich wie Isadora Duncan (1877-1927) und Josephine Baker (1906-1975) den Bühnentanz revolutioniert und mit ihrem schillernden Privatleben für Skandale sorgt.

Auf ihrer letzten Tournee durch den Nahen Osten im Sommer 1928 bricht bei Anita Berber die Tuberkulose aus. Ihr durch jahrelangen Alkohol- und Drogenmissbrauch geschwächter Körper hat der Krankheit nichts entgegenzusetzen.

Meine Meinung:

Diese Romanbiografie ist für manche Leser vielleicht nicht einfach zu lesen. Die Lebensgeschichte der Anita Berber wird nicht chronologisch erzählt, sondern springt durch Zeit und Raum. Wir folgen dem durch Suchtmittel verbrauchten Geist der Tänzerin, der kaleidoskopartig gute und schlechte Episoden durcheinanderbringt. Wir erfahren einiges über die zahlreichen Skandale, ihr unstetes Leben sowie über einige Exzesse und die wechselnden Liebschaften. Eine so schillernde Persönlichkeit zieht natürlich auch Erbschleicher und Heiratsschwindler an. So macht sich Ehemann Nr. 2, Sebastian Droste (eigentlich Willy Knobloch, schwarzes Schaf einer reichen Familie), mit dem gesamten Vermögen inklusive des Schmucks davon und lässt die Berber nahezu mittellos zurück. Ihr dritter Ehemann ist Sänger „Henri“ Heinrich Châtin-Hofmann mit dem sie zahlreiche Auftritte hat. Doch Henri interessiert sich hauptsächlich für ihre Gage und das Kokain bzw. Morphium, das er dafür kaufen kann.

Wir begegnen auch anderen Persönlichkeiten dieser Zeit. Hier ist vor allem der Maler Otto Dix zu nennen, der sie in seine eigenwilligen Art porträtiert. Oder Filmschaffende wie Willi Forst und Fritz Lang. Interessant auch der kurze Einblick ins damalige Filmbusiness mit den besonderen Schminktipps für schwarzweiß Filme.

Eine Assoziation, die mich zum Schmunzeln gebracht hat, hatte ich beim Titel, denn „ewige Tanz“ bedeutet im Wiener Dialekt ständige Querelen. Daran hat Autor Steffen Schröder bestimmt nicht gedacht, oder vielleicht doch? Er war ja einige Zeit Ensemblemitglied im Wiener Burgtheater.

Es scheint, als hätte Anita Berber gewusst, dass ihr kein langes Leben vergönnt war, denn sie lebte ihr kurzes, immer auf der Überholspur. Das Cover ist in der Farbgebung an das bekannte Bild von Otto Dix angelehnt, das eine ganz andere Anita Berber darstellt - eine verbrauchte Frau, die doppelt so alt wirkt, als sie tatsächlich war.

Fazit:

Dieser Romanbiografie des Enfant Terrible der Weimarer Republik gebe ich gerne 5 Sterne.

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Rezensionen von nishi93:

Gutes Konzept, Luft nach oben

Timelock, Band 1 - Zeitrebellen von Michael Peinkofer

Timelock wird als Mystery Thriller bezeichnet, für mich hat es sich ziemlich nach Dystopie angefühlt.
Eine Welt, die im Grunde eine andere Zeitlinie darstellt, in der verschiedene, wichtige historische Ereignisse nicht oder verändert stattgefunden haben. Mammuts im Zoo, eine Sprache für die ganze Welt, ein Autokrat, der eben diese Welt beherrscht.

Finde ich wirklich sehr spannend, spielt toll mit der Idee von Zeitreisen und berücksichtigt dabei auch die Physik und so manches Paradoxon, das mit Zeitreisen einher kommen kann.
Die Personen und Schauplätze haben mir grundsätzlich gut gefallen, es blieb jedoch recht oberflächlich. Der Schreibstil wirkte auf mich manchmal fast infantil oder comichaft, viele beschriebene Sachverhalte enden mit einem Ausrufezeichen, das ich in Romanen eigentlich nur in der direkten Rede kenne.
Nichtsdestotrotz ein solides Buch.
Ich hätte lieber ein dickes Buch statt 3 geplanter eher dünner Bücher gehabt.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Lesen lernen mit den Avengers

SUPERLESER! Marvel Avengers Das sind die Avengers von DK Verlag - Kids

Unser Enkel ist ein großer Marvel Fan. Da er seit vergangenem Jahr zur Schule geht und fleißig Lesen übt, kommt dieses Buch gerade recht. „Das sind die Avengers“ von Thomas Macri aus dem DK Verlag–Kids ist ein Buch aus der Superleser-Reihe, die die Kinder ab 6 Jahren anhand der Silbentrennung beim Lesen lernen sehr gut unterstützen kann.

Da macht das Lesen lernen nicht nur Spaß, sondern wird zu einem richtigen Abenteuer.

In diesem SUPERLESER!-Erstlesebuch erfahren neugierige Leseanfänger*innen ab 6 Jahren in kindgerechter, einfacher Sprache alles über das legendäre Superhelden-Team der Marvel Avengers. Genau so, dass die jungen Leser der Geschichte gut folgen und in sie eintauchen können. Wir lernen die Superhelden Captain America, Black Widow, Shang-Chi, Wasp, Black Panther, Captain Marvel und Iron Man kennen. Alle haben ganz spezielle Kräft und im Team sind sie unschlagbar.

Bei der Silbenmethode, die hier zum Lesen lernen angewandt wird, erleichtern farbig markierte Silben das erkennen und lesen von Wörtern. Durch diese viel bessere Übersichtlichkeit wird das Lesen schnell zu einem positiven Erlebnis und kann so auch das Selbstbewusstsein der Kinder fördern. Dazu tragen auch die große Schrift und die kurzen Sätze bei.
Die glänzenden teils seitengroßen Bilder gehen auf das Gelesene ein und tragen so dazu bei, dass die Kinder die Star Wars Welt noch besser aufnehmen und verstehen.
Im Anschluss an die Vorstellung werden verschiedene Begriffe noch mal ausführlicher erklärt. Durch ein Star Wars Quiz mit 10 Fragen kann man heraus finden, ob das Gelesene auch richtig aufgenommen wurde. Die Antworten dazu werden (auf den Kopf gestellt) auch mitgeliefert. Und für Eltern bekommt man noch einige Tipps zur Leseförderung.
Durch die etwas verstärkten Seiten und das Lesebändchen vermittelt das Buch einen hochwertigen Eindruck und lässt sich mit seinem humanen Preis sehr gut verschenken.

Mit diesem tollen Mix aus Erzählung & Sachwissen, wunderbaren detailreichen Bildern und dem kniffligen Star Wars Quiz macht das Lesen üben gleich richtig viel Spaß. Ein empfehlenswertes Buch - nicht nur für kleine Marvel Fans.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Wohl der letzte Fall für OK Katharina von Hagemann

Heide-Novela von Kathrin Hanke

Während das Team um Hauptkommissar Benjamin „Ben“ Rehder auf der Suche nach der seit über 3 Monaten verschwundenen 20-jährigen Studentin Greta Kemper ist, geht in der Lüneburger Partyszene jemand mit einer Spritze auf Tour. Auch ihre Kollegin Viviane Rimkus ist gerade erst mit Needle Sparking in Berührung gekommen.

Als ein junger Mann nach einer solchen Attacke stirbt, setzen die sympathischen und taffen Kommissare alles daran, denjenigen zu finden, der mit einer Spritze K.o.-Tropfen verteilt. Erste Ermittlungen führen sie ans Set der Lüneburger TV-Soap „Gelbe Tulpen“.

Autorin Kathrin Hanke macht mich in ihrem neuesten Fall mit dem Needle Sparking bekannt. Einer neuen Art K.o.-Tropfen zu verabreichen, die ich bisher nicht kannte. Die aber bei jungen Leuten wohl immer öfter vorkommt. Es ist erschreckend, was sich hier ein geistig kranker und in sich zerrissener Mensch ausdenkt um seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.
Auch das Privatleben der Ermittler spielt hier wieder eine größere Rolle. Der Lebensgefährte von Katharina und Zwillingsbruder von Benjamin Rehder, Benedikt „Bene“ wird in der JVA Uelzen, wo er eine Haftstrafe verbüßt, zusammengeschlagen und schwer verletzt. Katharina ist sich absolut nicht mehr sicher, ob sie diesen Mann, der zwar der Vater ihrer kleinen Tochter ist, noch heiraten will. Außerdem scheint eine andere Frau aus ihrem engeren Kreis großes Interesse an ihm zu haben. Und ich erfahre, was Viviane Rimkus mit 16 Jahren passiert ist und sie im Gesicht so entstellt hat. Schön finde ich, dass sie mit Philippa Hennel-Gruber eine so gute Freundin gefunden hat. Auch Kriminalrat Stephan Mausner, der kurz vor seiner Pensionierung steht, spielt hier eine größere Rolle. Er hat sich der Schauspielerei verschrieben und will nun unbedingt auch eine Statistenrolle bei „Gelbe Rosen“ spielen.
Mich haben die Taten des Menschen, der hier andere entführt und für sich gebraucht, dermaßen entsetzt. Als ich dann ganz langsam dahinter gestiegen bin, warum er das tut, hätte ich fast ein bisserl Mitleid bekommen. Es ist so schändlich, wie mit manchen Menschen gleich nach ihrer Geburt umgegangen wird und die dann ihr ganzes Leben darunter leiden. Und sich vielleicht wie hier eine neue Identität wünschen. Das Nachwort der Autorin hierzu finde ich sehr interessant.
Mich hat Kathrin Hanke auch mit diesem 12. Fall für die Kripo Lüneburg wieder voll in ihren Bann gezogen. Locker und leicht nimmt sie mich bei den Ermittlungen, die nicht immer einfach sind mit. Besonders die Kapitel in denen es um den Täter geht und in denen das Opfer zu Wort kommt, haben mich immer wieder schlucken lassen.

Ein weiterer spannender und sehr interessanter, manchmal auch verstörender Krimi einer Autorin, die leider viel zu früh von uns gegangen ist. Ich hätte den Lebensweg von Katharina von Hagemann und Benjamin Rehder sehr gerne noch weiter verfolgt.

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Rezensionen von Lulu24:

Fantasie und Magie

Andersgasse 7 1: Ein Fall für den fantastischen Flusenwutz von Christiane Schreiber

Schüler Karl und seine beste Freundin Elsa leben in der Andersgasse 7, die buchstäblich etwas anders ist, denn es wohnen eigentümliche Bewohner dort: Herr Müller scheint unsichtbar, Esmeralda ist eine echte Hexe und Matties ist eine alter Seemann, der eine ganze Kiste Seemannsgarn von einer seiner abenteuerlichen Reisen mitgebracht hat.

Genauso magisch und fantasievoll ist das ganze Abenteuer, in welchem es nur so wimmelt von kuriosen Gestalten und magischen Figuren. Auch die fantasievolle bildreiche Sprache und die witzigen Namensgebungen haben uns gut gefallen: vom Vertreter mit dem passenden Namen Aufschwatz über die wenig charmante und völlig mimikfreie Frau Stein bis zu den Flusenhunden auf der Jagd nach Wollmäusen. Auch die von der Autorin selbst gezeichneten Illustrationen sind voller liebenswerter witziger Details.

Manchmal wurde ich allerdings das Gefühl nicht los, dass mir das Buch fast besser gefiel als meinem kleinen Lesepartner, denn Kinder die sich noch per Walkie-Talkie verständigen und auf der Suche nach Spielpartnern einfach vor die Wohnungstür gehen sind, inzwischen ja ebenso beinahe ausgestorben wie Geschäfte mit bunten Tüten zum Selbstbefüllen. Also genoss ich die Reise zurück in eine mir so vertraute Vergangenheit, und mein Mitleser hat sich gut amüsiert, aber sich manchmal nicht nur über die magischen Ereignisse etwas gewundert.

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Rezensionen von Lulu24:

Liebeserklärung an einen Garten

Mein wunderbarer Cottage-Garten von Isabelle van Groeningen

Isabelle von Groeningen beschreibt in ihrem Buch die Umgestaltung eines langweiligen Nutzgartens in einen romantischen blumenreichen Cottage Garten. Nach einem kurzen Exkurs über die Geschichte englischer Gärten lädt sie uns ein zu einem Spaziergang durch die verschiedenen Bereiche ihres Gartens.

Diesem Ordnungsprinzip folgt auch die Gliederung des Buches: vom traditionellen Vorgarten über die Küchenterrasse, die Farbrabatten, den Nutzgarten bis hin zum Staudengarten, inspiriert durch die nordamerikanische Prärie.

Das Buch ist insgesamt sehr durch den eigenen Garten und dessen schrittweise Entwicklung geprägt. Man könnte auch von einer rückblickenden Liebeserklärung an den inzwischen wieder veräußerten Garten sprechen. Manches erscheint etwas verklärt, mit persönlichen Anekdoten ausgeschmückt, entbehrt aber aber einer konkreteren Schilderung. Dadurch entsteht eine ansprechende Gartenlektüre, die zum Träumen einlädt, den Leser aber wenig in die Umsetzung begleitet.

Trotz des anfangs auf der Buchdeckelinnenseite skizzierten Lageplans hatte ich auch manchmal Schwierigkeiten, mir diesen Garten vorzustellen. Die Fotos geben eher wenig Einblick in die räumlichen Strukturen und konzentrieren sich mehr auf Aufnahmen liebevoller Details, etwa gelungener Blumenkompositionen. Ihre Qualität hat mich als Hobby-Fotografin auch nicht überzeugt: Die Fotos sind etwas unscharf, schlecht ausgeleuchtet und nicht besonders liebevoll gestaltet. Dies ist vielleicht der Tatsache geschuldet, dass die Autorin das Buch erst nachträglich geschrieben hat und auf vorhandene private Schnappschüsse angewiesen war.

Da ich gerade einen Garten umgestalten möchte, der vom Vorbesitzer in den 70er Jahren praktisch aber wenig einladend angelegt wurde, hatte ich mir von diesem Buch konkretere Schilderungen erhofft, wie man vorgehen sollte, den Garten umzugestalten, was vordringlich ist, wie Planung und Spontaneität ineinandergreifen können etc. Dementsprechend gefiel mir das letzte Kapitel am besten, welches viele konkrete Tipps zum naturnahen Gärtnern präsentiert. So soll ein besonders schöner Satz hieraus auch den Schlusssatz bilden: Wenn man so gärtnert, dass man im Garten eine große Vielfalt an Mitbewohnern hat, ist die Chance groß, dass jemand dabei ist, der einem zu Hilfe eilt. (S.228)

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Rezensionen von lesen=liebe:

Wie gewonnen, so zerronnen!

Hase, Hund, Birnen - UND? von Melanie Laibl

Die Geschichte von Hoppelhase Schnifis und dem Spitz Ludovic erinnert mich tatsächlich ein bisschen an meine zwei Streithähne zu Hause. Es geht rund, es geht zur Sache, aber wenn sich jemand einmischt, dann werden aus ihnen ganz schnell Verbündete.
Ich finde die Idee eines streitschlichtenden Birnenbaums sehr nett und auch das was sich Schnifis und Ludovic am Ende ausgedacht haben.

Die Reime waren beim ersten Durchlesen teilweise etwas holprig, aber beim zweiten Mal gingen sie mir schon gut von der Lippe. Die Stelle mit „Gewonnen“ und „Zerronnen“ habe ich erst beim dritten Mal kapiert. Die Illustrationen sind sehr künstlerisch. Mir gefallen sie sehr gut, aber sie sind für jüngere Kinder möglicherweise etwas schwierig zu erfassen. Dennoch haben die Bilder Wiedererkennungswert. Für mich war es – bezogen auf Text und Zeichnungen – Liebe auf den zweiten Blick, aber ich finde dieses Buch durchaus gelungen. Jüngeren Kindern, darf man ruhig anspruchsvollere Bücher präsentieren.

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Rezensionen von Lealein1906:

Geheimnisse auf der Insel

Die blaue Stunde von Paula Hawkins

"Die blaue Stunde" hat mir sehr gut gefallen, wenn man ihn als Roman betrachtet. Es gab bis zum Ende eine unterschwellige Spannung, die sich auch erst dann auflöst. Die Geschichte davor fand ich gut konstruiert, deswegen gebe ich sehr gute vier Sterne.
Zunächst einmal: das Buch ist als Roman deklariert, wird aber gerne in die Kategorie Krimi/Thriller gepackt.

Wenn man mit letztere Erwartungshaltung dran geht, fehlt auf jeden Fall ein richtiger Spannungsfaktor. Als Roman fand ich das Spannungsniveau völlig okay, deswegen würde ich raten, das so zu betrachten :)
Becker reist auf die Gezeiteninsel Eris Island um sich um den Nachlass der berühmten Künstlerin Vanessa Chapman zu kümmern. Dabei muss einiges aufgearbeitet werden. Wir erfahren in Rückblicken viel über ihre Geschichte und die ihrer Freundin, die nun in ihrem Haus wohnt. In der Gegenwart geht es auch viel um Becker. Mir hat gefallen, wie die Geschichte hin- und herspringt, wie sich nach und nach alles aufdröselt, aber am Anfang viele Fragen aufgeworfen werden.
Der Schreibstil war sehr schön zu lesen, der ganze Roman hat eine recht düstere Atmosphäre, gerade wenn sich der Leser auf Eris Island befindet.
Ich war sehr zufrieden mit dem Buch und empfehle es deswegen herzlich weiter.

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