Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gaby 2707:
Wie man sich manchmal täuschen kann...
Strandkorbbriefe von Marie Merburg
..., das erfährt hier auch die junge Polizistin Merle Muschelknautz. Alle wollen ihr einreden, sie sei die Adressatin des Liebesbriefes, der bei dem Aufruf des Krummhörner Wochenblattes den ersten Platz belegt hat. Aber Merle hat keinen blassen Schimmer, wer ihr diesen Liebesbrief geschickt haben könnte.
Sie weiß nur, sie muss denjenigen schon mal geküsst haben. Zusammen mit dem Redakteur des Wochenblattes Bastian Everts macht sie sich auf die Suche nach ihrem geheimnisvollen Verehrer. Nur, dass der gar nicht sie verehrt.
Mehr wird aber nicht verraten. Diese wundervolle Geschichte solltet ihr selbst lesen und euch damit an die Nordseeküste träumen.
"Strandkorbbriefe" ist nach "Nordseesterne" der 2. Teil der Nordsee-Reihe aus der Feder von Marie Merburg. Obwohl ich Bd. 1 (noch) nicht kenne, hatte ich beim Lesen nicht das Gefühl, dass mir relevante Fakten fehlen um hier gut mitzukommen.
Die Autorin entführt mich mit ihrem leichten und lockeren Erzählstil, der mich sofort mitgerissen hat, an die ostfriesische Nordseeküste nach Greetsiel. Da ich dort vor Jahren schon mal zwei Urlaubstage verbracht habe, hatte ich bei den bildhaften Beschreibungen der verschiedenen Örtlichkeiten schnell Bilder im Kopf und auch den Wunsch, dort nochmal hin zu fahren.
Merle ist eine so sympathische, aber auch verschlossene junge Frau, die neben den Auswirkungen ihrer Schussverletzung auch mit starken Bindungsängsten zu kämpfen hat. Daher wohl auch die vielen Verflossenen, die sie hier aufsucht. Diese beiden Komponenten, zusammen mit den Geschichten von Cousine Louisa, und von Marlene auf der Insel Wangerooge, geben dem Roman neben der vordergründigen Wohlfühlatmosphäre eine gewisse Ernsthaftigkeit und Tiefe, was mir sehr gut gefallen hat. Genau so klasse finde ich die unterhalsamen Wortwechsel und Diskussionen von Merle und Bastian, die mich auch immer wieder zum schmunzeln gebracht haben.
Die Menschen, die ich hier kennenlerne sind mit ihren verschiedenen Charakteren sehr gut vorstellbar ausgearbeitet, so dass ich auch sie schnell in mein Kopfkino einpflegen konnte. Mein absoluter Liebling neben den beiden Hauptakteuren ist Maltheser Mischling Kalle, der in Stresssituatinen von denen es hier einge gibt, immer sein Beinchen hebt. Einfach zuckersüß.
Mir hat das Thema Liebesbriefeschreibersuche in Zusammenhang mit eingen ernsteren Aspekten sehr gut gefallen. Die perfekte Wohlfühllektüre um sich mal wieder an die Nordsee zu träumen.
Rezensionen von Caroline :
Rasant und spannend. Ich habe jede Seite geliebt!
The Favourites von Layne Fargo
WOW, einfach nur WOW.
Ich kann mich nicht erinnern, wann mir ein "gewöhnlicher" Roman so spannend vorgekommen ist, dass ich fast schon das Gefühl hatte, es wäre ein Thriller.
Ich bin ein absoluter Fan vom Eiskunstlauf und ganz besonders vom Eistanzen. Seit den 80ern als Torvill und Dean diese Sportart revolutioniert haben, schaue ich sehr gerne Europameisterschaften und natürlich auch Weltmeisterschaften.
Als nun dieses Buch angekündigt wurde, war mir klar, dass ich es lesen will und ich habe jede Seite so genossen.
Katarina und Heath stammen aus ganz ärmlichen Verhältnissen und dass sie es überhaupt in internationale Bewerbe schaffen, grenzt an ein Wunder.
Was sich nun über die Jahre rund um die zwei so abspielt, gleicht einem rasanten Spiel. Gespickt mit so unterschiedlichen Figuren, die nie eindeutig einzuordnen sind, lässt man sich beim Lesen auf eine Geschichte ein, die einen packt und nicht mehr loslässt.
Die Entwicklung vor allem von Katarina und Heath ist so gut ausgearbeitet. Es geht um so viele Themen in diesem Buch und nie wird es langweilig. Ich bin durch die Seiten einfach nur so geflogen und wollte das Buch nicht aus der Hand legen und selbst als nur noch 50 Seiten übrig waren, wusste ich, dass noch etwas kommen wird, das mich aus den Socken hauen wird.
Eine absoluter Lesetipp von dem ich glaube, dass er auch auf meinen Jahreshighlights zu finden sein wird.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Penibel recherchiert und gekonnt erzählt
Die Anatomie einer neuen Zeit von Leon Morell
Man schreibt das Jahr 1540. Die kräuterkundige Verena von Pfäffikon wartet wie Karin im Kerker auf ihre Hinrichtung. Die beiden wurden als Hexen denunziert. Nachdem seit Wochen der Regen ausgeblieben ist, kommt es zu einem großflächigen Waldbrand, in dessen Chaos Verena die Flucht aus dem Turm gelingt.
Allerdings nicht ohne ihrem ärgsten Widersacher Hämmerli, der schon ihre Mutter als Hexe auf den Scheiterhaufen geschickt hat, zu niederzuschlagen und sich seiner Kleidung zu bemächtigen.
Als Johann Lederer überwindet sie die Alpen und trifft nach einer mehrwöchigen Wanderung in Padua ein. Dort lernt sie Andreas Versalius (1514-1564) kennen, der öffentliche Sektionen vornimmt und dafür bekannt ist, seine Erkenntnisse lautstark zu verkünden, vor allem dann, wenn sie von der offiziellen Lehrmeinung der Kirche und dem Medicus Galen abweichen.
Als während einer Vorlesung ein deutscher Student vor den Toren der Universität zusammenbricht und in Verenas Armen stirbt, sind sich die beiden einig, dass der Mann vergiftet worden ist. Nur welches Gift? Und von wem und vor allem WARUM?
Die Suche nach Motiv, Täter und Gift führt Verena/Johann und Vesalius in höchste Kirchenkreise und beweist Johann, dass man auch in Padua nicht vor der Inquisition sicher sein kann.
Meine Meinung:
Dieser historische Roman ist kein Krimi im engeren Sinn, sondern ein Einblick in die Medizingeschichte des 16. Jahrhunderts. Padua ist damals der Nabel der (medizinischen) Welt. Obwohl die katholische Kirche Obduktionen streng verbietet, ausgenommen sind nur Körper von verurteilten Verbrechern, nimmt Andreas Vesalius heimlich Sektionen vor. Sein Drang nach Wissen, wie der menschliche Körper innen aussieht bzw. wie man Krankheiten erkennen und möglicherweise heilen kann, lässt ihn das Verbot der Kirche missachten. Diese Erkenntnisse notiert es akribisch, zeichnet, was er sieht und verfasst letztlich sein Lebenswerk, die sieben Bücher „De humani corporis fabrica“ („Über den Bau des menschlichen Körpers“). Um diese Bücher geht es letztendlich auch, denn der schwerkranke Vesalius muss letztlich auch Padua verlassen, nachdem er sich im Netz der geistlichen Intrigen verfangen hat. Eigenständig denken, die Bibel in deutscher Sprache lesen - das alles „bedroht“ die katholische Kirche, die nun die Inquisition auf Frauen und Wissenschaftler loslassen.
Geschickt werden Fakten und Fiktion miteinander verquickt. So begegnen wir anderen Geistesgrößen dieser Zeit wie Tizian, Jan van Kalkar und – indirekt - der Basler Drucker Oporinus). Ich hätte mir neben einem Personenverzeichnis zu diesen Persönlichkeiten auch ein historisches Nachwort gewünscht. Aber, das ist Jammer auf hohem NIveau.
Einzig über den Namen Karin bin ich anfangs gestolpert. Ich glaube nicht, dass er in der Schweiz des 16. Jahrhunderts gebräuchlich war, da er die schwedische Form von Katharina ist. Lokale Namensheilige sind eher Elisabeth, Anna oder Johanna. Verena hingegen, auch wenn der Name modern klingt, ist ein gängiger „alter“ Name in der Schweiz, auch wenn seine Herkunft nicht zur Gänze geklärt ist.
Der Schreibstil ist ansprechend. Hin und wieder sind die Dialoge zwischen Verena/Johann und Andreas Versalius ein wenig zu modern geraten.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem sehr gut recherchierten und opulent erzählten historischen Roman 5 Sterne.
Rezensionen von Anjulia :
Der letzte Hüter der Zeit
Timelock, Band 1 - Zeitrebellen von Michael Peinkofer
Jason hat unheimliche Tagträume. Dazu kommt manchmal das Gefühl, das mit der Realität etwas nicht stimmt: wie z.B. die Mammuts im Zoo oder die riesige Pyramide, die dem Despoten Nimrod als Herrschersitz dient. Bald stellt sich heraus, dass Nimrod mithilfe von Zeitreisen die Vergangenheit geändert hat.
Jason scheint der einzige zu sein, der dies rückgängig machen kann.
Timelock, Band 1 - Zeitrebellen von Michael Peinkofer ist der Auftaktband zu einer Jugendbuch Reihe mit dem Thema Zeitreisen. Ich lese tatsächlich gerne Jugendbücher, wenn mir das Thema wie hier zusagt. Das Setting des Buches ist sehr dystopisch angelegt. Das Thema Zeitreisen, hier möglich durch eine vererbliche genetische Fähigkeit, finde ich spannend. Das Konzept des Autors, das sich Körper und Seele trennen, fand ich etwas gewöhnungsbedürftig, ist wohl aber dem Verlauf der Handlung geschuldet. Es gibt zwei Handlungsstränge die zumindest in diesem Band noch nicht zueinander finden. Man begleitet die Jugendliche Jason und Namira in die Vergangenheit und Otaku, der sich im Untergrund eines dystopisch anmutenden Japans um die kleine Hana kümmert. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, die Geschichte gerade in der zweiten Hälfte actionreich. Referenzen zu Star Wars und die Zeitmaschine haben mir gut gefallen. Trotzdem war Timelock leider ein Buch, das mich nicht hundertprozentig überzeugt hat. Das Buch konnte mich nicht wirklich fesselnd, vielleicht weil es bei den Charakteren zu oberflächlich bleibt. Bleibt daher abzuwarten, wie sich die Serie in Band 2 und 3 entwickelt. Großes Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden.
Rezensionen von Harakiri:
eine Hasenliebe
Hase und ich von Chloe Dalton
Was – schon zu Ende das Buch? Schade, ich hätte gerne noch weitergelesen.
Während der Corona-Pandemie zieht sich die Autorin aufs Land zurück. In der kalten Jahreszeit findet sie ein Häschen, ganz alleine, keine Mutter weit und breit. Sie beschließt, den Hasen aufzuziehen. Es entwickelt sich fast so etwas wie eine Freundschaft zwischen den beiden.
Beide vertrauen sich und respektieren das Anderssein des Anderen.
Die Geschichte folgt der Autorin, die sich liebevoll um den kleinen Hasen kümmert, die Zeit mit ihm genießt und sogar seine Jungen kennenlernen darf. Es zeigt auch, wie diese Begegnungen ihr Leben verändern.
Auch wenn teilweise viel Wissen in das Buch gepackt ist, spürt man die Begeisterung, die die Autorin entwickelt.
Hase und ich – ein berührendes Buch. Es stellt eine besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier dar, die es in dieser Weise nicht oft gibt. Auch die Schwierigkeiten, die mit der Pflege und Aufzucht eines Wildtiers verbunden sind, schildert die Autorin authentisch und eindrucksvoll.
Fazit: Hase und ich ist eine sehr liebevolle, aber auch nachdenklich machende Lektüre.
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Romantische Komödie mit Tiefgang
Ein Nachmittag im Mai von Siân James
Als Anna dem Schauspieler Charlie nach langer Zeit an einem Nachmittag im Mai in der Innenstadt wieder über den Weg läuft, nimmt er sie in den Arm und küsst sie an Ort und Stelle. Schließlich geht er mit ihr nach Hause und zieht dort ein. Einige Jahre zuvor hatten sich die beiden kennengelernt, sich dann aber aus den Augen verloren.
Anna ist Mitte dreißig, verwitwet und Mutter von drei Töchtern, die sich noch im Schulalter befinden. Sie lebt zurückgezogen im Haus ihres verstorbenen Mannes. Anna ist schwer verliebt in Charlie. Sie erlebt Gefühle, die sie bis dato nicht kannte und noch nie hatte, auch nicht für ihren verstorbenen Mann. Charlie bringt Leben und Leichtigkeit in Annas Alltag. Durch die Beziehung mit Charlie denkt sie zurück an ihre Ehe und sieht diese nun mit anderen Augen.
Anna ist eine wahnsinnig selbstbewusste Frau, die auf Konformitäten der Zeit (1970er Jahre) nichts gibt, sondern ihre Interessen durchsetzen möchte – egal was andere davon halten, dazu sagen oder hinter ihrem Rücken reden.
Tiefsinnig und total reflektiert wird Anna in dieser Geschichte dargestellt. Gerade die Affäre mit Charlie lässt sie zu einer sehr überlegten Frau reifen, die sich zu nichts drängen lässt.
Diesen atmosphärischen Roman möchte ich gerne jeder*n ans Herz legen, weil er einerseits eine gewisse Leichtigkeit vermittelt, andererseits eine sehr kluge, abwägende und reflektierende Frau beschreibt.
Rezensionen von Lisoka:
Macht Spaß!
Disney - Malen nach Zahlen: Micky, Donald & Co. von
In meiner Kindheit habe ich Malen nach Zahlen geliebt! Diese Freude konnte ich jetzt mit dem Malbuch wieder neu aufleben lassen. Denn das Malen macht total Spaß! Dank der vorgegebenen Farbcodes kann man ganz bequem mit Farben/Stiften arbeiten, die man sowieso besitzt.
Die Ausgabe "Micky, Donald & Co.
" hat echt klasse Motive. Diese sind alle am Ende des Buches aufgelistet. Besonders gefallen hat mir wie vielfältig diese sind. Man findet Motive aus jeder Zeit! Fast immer ist genau aufgelistet, aus welchem Film und aus welchem Jahr es stammt. So gibt es unter anderem Motive aus "Campingfreuden" (1934), "Mickys Weihnachtserzählung" (1983) und "Micky, Donald, Goofy - Die Drei Musketiere" (2004). Aber es gibt noch viel mehr. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass auch "Ducktales" vertreten ist.
Ein kleiner Kritikpunkt meinerseits ist, dass mir persönlich die inneren Seitenränder zu kurz ausgefallen sind. Etwas mehr wäre zum Ausmalen besser gewesen. Oder alternativ hätte es mir auch gefallen, wenn man die Seiten hätte heraustrennen können. Deswegen gibt es einen Stern Abzug, aber ansonsten fand ich das Malbuch echt toll und empfehle es auch weiter!
Rezensionen von Petra Sch.:
Fünf Freunde, ein Krimidinner. Wer ist ein Mörder?
Das Dinner - Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder? von Emily Rudolf
Fünf (ehemalige) Freunde treffen sich zu einem Krimidinner in einem abgelegenen Restaurant: Jonathan und Lotta, die mittlerweile ein Paar sind und denen das Restaurant gehört; diese haben auch zum Krimidinner eingeladen. Dann ist natürlich noch Hanna da, Jonathans Schwester. Tristan, Hannas Ex-Freund.
Und Kiano, der sich vor 5 Jahren von allen abgewendet hat, aber zu dieser Einladung zugesagt hat. Einen Platz hat Lotta in Gedenken an Maria frei gehalten. Maria ist vor 5 Jahren bei einem Festival, das die Sechs damals gemeinsam besucht hatten, verschwunden.
Die Geschichte beginnt ruhig und baut sich langsam auf; man lernt die Charaktere kennen und es gibt auch immer wieder Rückblenden zu den Geschehnissen am Festival vor 5 Jahren. Und zwar aus Sicht unterschiedlicher Personen; es gibt somit verschiedene Erzählstimmen.
Und das Krimidinnerspiel erinnert mehr und mehr an die damaligen Ereignisse, was alle aus dem Konzept bringt. Es war interessant zu sehen, wie die einzelnen Personen unter diesem Stress reagieren.
Doch wer hat das Spiel erstellt und warum?
Man fiebert mit den Charakteren mit, denn man möchte selbst auch unbedingt herausfinden, warum Maria damals verschwunden ist. Und lebt sie noch, oder ist sie tot? Wer von den Freunden lügt? Und warum erscheint Kiano plötzlich zum Dinner, obwohl er die anderen seit damals gemieden hat? Man kann also super miträtseln.
Die handelnden Personen sind detailliert ausgearbeitet und sehr unterschiedlich; ich fand sofort zwei davon total unsympathisch. Man fragt sich jedoch immer wieder: ist das nur ein Ablenkungsmanöver? Und mit dem immer besseren Kennenlernen hatte ich nur mehr eine Person, die ich mochte und wo ich mir ganz sicher war, dass diese nicht der Täter ist, auch wenn die Autorin die Leser immer wieder an der Nase herumführen möchte.
Mit den Spielernamen des Krimidinners und den echten Namen bin ich anfangs durcheinander gekommen, doch es gibt in der vorderen Klappe eine hilfreiche Übersicht.
Leider gerät das Escape Room Spiel nach der Hälfte in den Hintergrund bzw. hat überhaupt keine Priorität mehr.
Ich hätte nur gerne ein paar Kürzungen gehabt, um die Spannung hoch zu halten, denn die Überlegungen der einzelnen Personen haben sich sehr oft wiederholt.
Es gibt auch einige unlogische Stellen bzw. Dinge, die nicht genau genug ausgearbeitet sind. Und etliche derbe Sexszenen, die ich hätte ich nicht gebraucht.
Es war zwar raffiniert, dass durch die ganzen Geheimnisse, die aufgedeckt wurden, eigentlich wirklich jeder ein Motiv gehabt hätte, Maria loszuwerden. Trotzdem hatte ich eine Person recht schnell im Visier. Die Begründung war mir allerdings etwas zu unglaubwürdig bzw. konnte ich es nicht wirklich nachvollziehen und ich war dann enttäuscht.
Doch dann kommt nochmal so ein richtiges BUMM und diese Wendung war so überraschend, dass ich wieder versöhnt war.
Fazit:
Ein langsamer Beginn, der Spannung aufbaut; ein etwas langatmiger Mittelteil und eine Auflösung, bei der man zuerst enttäuscht ist, dann aber nochmal überrascht wird. Leider bleibt das Krimidinner-Feeling eher im Hintergrund.
Rezensionen von Cxicken:
Entromantisierung von Drogen
bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann von Oliver Lovrenski
Zunächst will ich auf das Cover eingehen: Ich persönlich finde, dass das knallige Rot Aggressionen und Verruchtheit ausstrahlt. Als ich jedoch mit einer Freundin gesprochen habe, meinte sie, dass es nicht verrucht wirkt, sondern eher warnend. Der oberkörperfreie Mann im Hintergrund hat meine Wahrnehmung noch verstärkt und stellt den Inhalt des Buches ziemlich gut dar: Gewalt, Drogen und Sex.
Mir fiel es ziemlich schwer, einem wirklichen Plot zu folgen. Es gibt keinen wirklichen Spannungsaufbau und es eher eine Anreihung von Geschehnissen. Daraus kann man sich natürlich eine Geschichte ableiten, jedoch ist es sehr unkonventionell.
Mit der Sprache und dem Schreibstil wird auch sehr viel Inhalt herübergebracht. Es werden keine Satzzeichen oder Großschreibung verwendet. Dies wirkt so wie ein Tagebuch oder als ob die Sätze in einem Drogenrausch verfasst wurden. Dies passt sehr gut zu dem Inhalt, da die Protagonisten nahezu dauerhaft auf irgendwelchen Drogen sind. Außerdem wird sehr viel Jugendsprache und somalische und arabische Fremdwörter verwendet, da die verschiedenen Personen aus unterschiedlichen Ländern sind. Dazu gibt es auf den letzten Seiten ein kleines Glossar für das bessere Verständnis, welches ich zum Glück direkt am Anfang gefunden habe. Des Weiteren gibt es keine Dialoge, was mir jedoch ehrlich gesagt nicht aufgefallen ist und daher auch nicht weiter störend war.
Nun zu den Figuren: obwohl der gesamte Roman aus der Sicht Ivors geschrieben wurde, wissen wir eigentlich relativ wenig über ihn. Es wirkt so, als ob alle im Hier und Jetzt leben würden. Auch über einen anderen Protagonisten weiß ich im Nachhinein eigentlich nichts. Das ist etwas schade, passt aber sehr gut zu dem Inhalt.
Fazit: Der Roman ist für die Menschen zu empfehlen, die einen alternativen Schreibstil nicht per se ablehnen und schon etwas Kontakt mit der Jugendsprache haben. Ich habe durch den Roman eine neue Welt entdeckt, empfand es jedoch als schade, dass es keinen richtigen Plot gibt.
Rezensionen von Tara:
Über Freundschaft und Verrat
Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen von Herman van de Wijdeven
„Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen“ des in Belgien lebenden Autors Herman van de Wijdeven.
Juri und Bent gehen in die gleiche Klasse und sind beste Freunde. Sie machen auch in ihrer Freizeit alles gemeinsam, bis Finn in die Klasse kommt. Juri unternimmt immer mehr mit Finn.
Bent ist eifersüchtig und fühlt sich überflüssig. Er beginnt Juri herauszufordern und das hat gefährliche Konsequenzen.
Die Handlung wird aus der Perspektive von Bent erzählt. Seine Gedanken und Gefühle sind nachvollziehbar.
Wir befinden uns mal in der Gegenwart und mal in der nahen Vergangenheit. Durch diese Wechsel und die kurzen Kapitel einsteht schnell eine unglaubliche Spannung.
Der Schreibstil ist sehr lebendig und leicht zu lesen. Dabei wird die Stimmung gelungen eingefangen.
Insgesamt ist es ein fesselnder und sehr berührender Jugendroman über Freundschaft, Verrat, Angst, Wut, Eifersucht und Mutproben, der zum Nachdenken anregt.











