Kunden em pfehlungen
Rezensionen von begine:
Frau Yeom, die Zweite
Wenn es Nacht wird in Frau Yeoms kleinem Laden von Ho-yeon Kim
Der koreanische Schriftsteller Kim Ho – yeon konnte mich schon mit seinem ersten Roman über Frau Yeoms Laden packen.
Der Zweite mit dem Titel, Wenn es Nacht wird in Frau Yeoms kleinem Laden, ist wieder ein gutes Werk.
Der Autor versteht es gut, die verschiedenen Personen, aus dem Laden ins Bild zu rücken.
Das Leben der Angestellten und der Kunden können wir bis in die Familien verfolgen. Es ist die Zeit der Koreakrise.
Da geht die Angst um die eigene Existenz um.
Am Ende wird auch die Familie der Frau Yeom eingebunden und man erfährt von dem Weitergehen des Vierundzwanzigstunden - Laden.
Ich habe diesen Roman wieder genossen.
Der koreanische Schriftsteller Kim Ho – yeon konnte mich schon mit seinem ersten Roman über Frau Yeoms Laden packen.
Der Zweite mit dem Titel, Wenn es Nacht wird in Frau Yeoms kleinem Laden, ist wieder ein gutes Werk.
Der Autor versteht es gut, die verschiedenen Personen, aus dem Laden ins Bild zu rücken.
Das Leben der Angestellten und der Kunden können wir bis in die Familien verfolgen. Es ist die Zeit der Koreakrise.
Da geht die Angst um die eigene Existenz um.
Am Ende wird auch die Familie der Frau Yeom eingebunden und man erfährt von dem Weitergehen des Vierundzwanzigstunden - Laden.
Ich habe diesen Roman wieder genossen.
Rezensionen von Melitta:
Mittelalter für Genießer
Steinerne Wacht von Charles von Rafenstain
Wie wir wissen, beinhaltet jede Legende, jede Sage auch einen Funken Wahrheit. Charles von Rafenstain ist es gelungen, eine Legende aus unserem Land meisterhaft in einen Mittelalter Roman einzubauen, mysteriöse Geschichten mit realer Vergangenheit verschmelzen zu lassen. Man kann sich in seinem neuen Werk wieder von akkurat recherchierten historischen Fakten überfluten lassen, Emotionen werden erweckt und viele Gänsehaut Momente kommen auf – kurzum: man möchte, die Geschichte möge niemals enden.
Und dazu noch wird man von einem brillanten Finale überrascht – mehr verlangt das Leserherz wirklich nicht!
Rezensionen von ReiShimura:
Teilweise langatmig, aber ich erkenne großes Potential
Der Sternenstaubdieb von Chelsea Abdullah
Hafsah Faizals Dilogie "Die Reiche von Arawiya" hat mich auf den Geschmack gebracht, was Fantasy Bücher mit einem arabischen Setting betrifft. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich mit diesem Buch wieder in eine arabische Welt eintauchen kann. Wobei ich hier die Werke der beiden Autorinnen nicht vergleichen möchte.
Sie spielen in völlig unterschiedlichen Welten und haben eine völlig andere Vorstellung von Magie.
Das Eintauchen in die Geschichte und die Welt, die sich dahinter verbirgt, ist mir eigentlich recht leichtgefallen. Die wichtigsten handelnden Personen werden vorgestellt und man bekommt bereits einen guten ersten Eindruck, auch wenn ich sagen muss, dass ich mir bezüglicher der Sympathie noch unsicher war. Das bunte Treiben des Basars, die exotischen Gerüche und fantastischen Geschichten haben mich gleich in den Bann gezogen. Leider hat sich dieser Zauber dann aber auch wieder recht schnell verflüchtigt. Dies lag vor allem an den teilweise doch sehr langatmigen und ausufernden Beschreibungen. Wobei ich das vielleicht anders formulieren muss. Es war die Langatmigkeit zum falschen Zeitpunkt die mich gestört hat und mich persönlich immer wieder im Lesefluss gestört hat. Dieser abrupte Wechsel zwischen ganz viel Action und dann wieder quälende Langweile. Dazu kamen noch Einschübe, also Geschichten oder Träume, die zwar wichtig für das Buch sind, aber nicht wirklich mit der derzeitigen Handlung in Verbindung stehen. Dies führt dazu, dass ich mehrmals den Faden verlor und nicht mehr genau wusste, wo in der Geschichte ich mich befinde und wo ich eigentlich hinmöchte.
Positiv hervorheben möchte ich die Idee mit der Dschinn Magie. Vor allem da sich von meiner Vorstellung unterschied. Denn in diesem Buch geht es nicht um den Disney Dschinn aus der Lampe mit den 3 Wünschen. Dieser Teil, die Dschinn und die magischen Relikte sind es auch die mich salopp gesagt bei der Stange gehalten haben. Und das wunderschöne und exotische Setting. Interessanterweise waren es dieses Mal nicht die handelnden Personen. Denn weder die Mitternachtshändlerin Loulie al-Nazari noch Prinz Mazen oder die Räuberin Aisha konnten mich wirklich begeistern.
Besonders spannend fand ich, dass Autorin Chelsea Abdullah vor allem in Bezug auf die Dschinn eine genderneutrale Sprache verwendet hat. Für mich war es das erste Buch mit genderneutraler Sprache und beim ersten Vorkommen in der Geschichte war ich ein wenig irritiert und fühlte mich beim Lesen gestört. Nach einem kurzen Nachdenken musste ich über mich selbst den Kopf schütteln. Ich lese Fantasy Bücher, die teilweise frei erfundene Sprachen enthalten, habe kein Problem mit den arabischen Begriffen in dem Buch, aber genderneutrale Pronomen stören mich? Das kann doch eigentlich nicht sein. Also ja, am Anfang war ich irritiert, danach war das für mich aber ein Teil der Geschichte und keinesfalls störend. Ich bin gespannt, ob ich in Zukunft noch mehr Bücher mit genderneutraler Sprache entdecken werde.
Meine Erwartungen an das Buch wurden nicht ganz erfüllt. Dies liegt vor allem daran, dass die Fantasy Elemente und die magischen Komponenten eher ein wenig kurz gekommen sind. Dafür gab es viel mehr Action, Verfolgungsjagden und Kämpfe.
Das Ende des ersten Bandes macht aber Hoffnung, dass der magische Anteil im zweiten Teil deutlich höher ist. Ich denke daher schon, dass ich der Autorin und der Reihe treu bleiben werde, auch wenn ich dieses Buch nur durchschnittlich unterhaltsam fand.
Rezensionen von Bibibabby:
Einzigartiges Wimmelbuch
Detektiv Samson - Auf den Inseln (Der Hundedetektiv ermittelt 2) von Katerina Gorelik
Der Zeichenstil von Katerina Gorelik ist unverwechselbar. Die Autorin malt eine surreale Welt, die Realität und Fantasie verwebt. Das Ergebnis sind wundervolle Welten, die man immer wieder neu erkunden kann. Es gibt unter anderem die Lecker-Insel mit Kuchen und Eis, die Pilz-Insel mit riesigen Pilzen, der Eis-Insel mit Pinguinen und Yetis, und die Insel, wo alles hinter Glas ist.
Die "Detektiv Samson" sind Wimmel-/Suchbücher. In diesem Buch muss Detektiv Samson sechs Klienten dabei helfen, ihre verlorenen Gegenstände oder Leute (Tiere) zu finden. Diese sind in den folgenden zehn Doppelseiten zu finden. In jeder Doppelseite gibt es eine zusätzliche Suchaufgabe und am Ende gibt es weitere Suchbilder, falls der Leser noch spielen möchte. Die Lösungen befinden sich ganz am Ende des Buches.
Ich finde dieses Buch wirklich schön und Kinder können damit sehr lang beschäftigt werden.
Rezensionen von Arambol:
Konnte mich nicht fesseln
Die Kammer von Will Dean
"In dieser hermetischen Kapsel verflüchtigt sich der Sinn für Verhältnisse. Für Perspektiven."
Eine Gruppe von Tauchern soll in der Nordsee Wartungsarbeiten an einer Ölpipeline durchführen. Vor ihrem ersten Tauchgang müssen sie mehrere Tage in einer Druckkammer verbringen, um sich an den hohen Druck in der Tiefe anzupassen.
Unerwartet kommt einer der sechs Taucher unter mysteriösen Umständen ums Leben. Da das vorzeitige Öffnen der Kammer für alle Insassen tödlich wäre, sind sie gezwungen, in der beengten Umgebung auszuharren. Es bleibt nicht bei diesem einen Todesfall und deshalb beginnt ein Überlebenskampf, bei dem niemand dem anderen trauen kann.
Die Ausgangslage verspricht Spannung und psychologischen Nervenkitzel – doch leider bleibt der Thriller in vielen Punkten hinter den Erwartungen zurück.
Die beklemmende Atmosphäre der Druckkammer, die intensive Platzangst und Enge, ist eines der zentralen Elemente des Buches. Die Handlung dreht sich immer wieder im Kreis, ohne wirklich voranzukommen, was besonders im Mittelteil zu spüren ist.
Viele recht kurze Kapitel reihen sich aneinander, ohne dass wirklich etwas geschieht. Statt Spannung aufzubauen, werden zahlreiche Anekdoten und Erinnerungen der Protagonisten eingeflochten, die oft nur wenig zur eigentlichen Handlung beitragen.
Ein Thriller sollte fesseln, doch "Die Kammer" schafft es über weite Strecken nicht, echte Spannung zu erzeugen. Das Gefühl der Bedrohung ist zwar allzeit vorhanden, aber oft zu subtil, um wirklich mitzureißen. Als schließlich das Finale naht, bleibt dieses dann überraschend unspektakulär. Wer auf eine unerwartete Wendung oder einen packenden Showdown hofft, wird eher enttäuscht.
Auch die Figuren bleiben deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Keine der Figuren wirkt tiefgründig oder wirklich fesselnd. Da sich die Geschichte fast ausschließlich auf eine kleine Gruppe von Menschen fokussiert, wäre es entscheidend gewesen, dass ihre Dynamik und ihre Persönlichkeiten überzeugen. Das gelingt hier nur bedingt.
Wer sich generell für das Thema Tauchen interessiert oder ein Faible für klaustrophobische Szenarien hat, kann Gefallen an diesem Buch finden.
Für mich war "Die Kammer" inhaltlich einfach nicht mein Thema – und auch als Thriller hat mich das Buch nicht wirklich überzeugt.
Rezensionen von nil_liest:
Ouroboros hoch drei!
Die Fletchers von Long Island von Taffy Brodesser-Akner
Ein Roman, der es in sich hat. Wer leicht besaitet ist, lieber liegen lassen. Hier wird im wahrsten Sinne des Wortes keiner mit Samthandschuhen angefasst.
“Unsere Großmütter hatten uns oft gesagt, egal, wie glühend wir andere beneideten, würden wir alle das Bündel unserer Sorgen auf einen Haufen werfen, und jeder dürfte sich ein beliebiges Bündel aussuchen, dann würden wir am Ende doch zu unserem eigenen Sorgenbündel greifen, garantiert.
Wir waren uns nie sicher, ob unsere Großmütter recht hatten” (S. 22)
Wir lernen eine reiche Familie kennen, die in einem wohlsituierten Ort auf Long Island leben. Reich, überheblich, jüdisch und alle mit Dachschaden. Und diesen Dachschäden geht das Buch nach. Der Auslöser allen Übels ist eine Entführung des Vaters, Carl, im Jahr 1980. Prägt alle, keiner spricht drüber.
Ein Sprung in die Gegenwart. Nach und nach lernen wir alle drei Kinder kennen und was sie umtreibt, wie sie ticken und was ihre dunkelsten Geheimnisse sind. Da ist der große Bruder Nathan, sehr ängstlich, immer auf der Hut, dass etwas passieren könnte. Arbeitet in einer großen Kanzlei in Manhattan, aber ist eigentlich menschenscheu. Dann der aufmüpfige mittlere Bruder, der nur Beamer genannt wird. Sunnyboy, Drehbuchschreiber in Hollywood, mittlerweile weit weg von seiner Mischpocke und versucht sich selbst auf irritierende Weise zu kontrollieren…lest selbst. Und dann die jüngste im Bunde, die schlaue Jenny. Sie geht an die Uni, kommt aus dem Studieren nicht raus, weil sie nicht so recht weiß wohin mit sich und wird am Ende noch Gewerkschaftsvertreterin. Beziehungsunfähig und trotz hohem IQ nicht in der Lage ihre eigenen Traumata zu bearbeiten.
Alles beginnt mit Müttern und endet mit ihnen und so hat der „wrap up“ am Ende einen fulminanten Schlusspunkt. Filmreif und gelungen.
“Sie alle setzten den Umwelt-zerstörenden, Klima-verändernden, die-Wirtschaft-in-den-Abgrund-treibenden, Seelen-vernichtenden amerikanischen Lebensstil fort, zu dem sie von Anfang an erzogen worden waren.” (S. 407)
Insgesamt findet die Autorin Taffy Broadesser Akner eine leichte Sprache für ihre Kritik an der unbedarften Art der Reichen wie sie sich selbst ins Verderben treiben lassen und sich auch noch der Opferrolle bedienen. Sozial sehr kritisch und doch unheimlich unterhaltsam und witzig. Ich habe sehr oft laut gelacht bei diesem Roman.
Spannend fand ich auch die interessanten alltäglichen Elemente, die durch das Jüdische hinzukommen, wenn dort eine Bar Mizwa vorbereitet wird.
Nicht zu vergessen die sehr gute Übersetzungleistung von Sophie Zeitz!
In dem Sinne: „Aber was willst du machen? So sind die Reichen.” (S 44 und noch mal weiter hinten…)
Rezensionen von LeserinLu :
Interessantes Setting
Schweben von Amira Ben Saoud
„Schweben“ von Amira Ben Saoud hat mich mit seinem dystopischen (oder doch realistischen?) Setting sofort in den Bann gezogen. Die namenlose Protagonistin des Romans wohnt in Zeiten des voranschreitenden Klimawandels in einer abgeschotteten, autokratisch reagierten Siedlung – all das wird mit einer faszinierenden, fast unheimlichen Gelassenheit beschrieben.
Die Protagonistin arbeitet als Ersatz für abwesende Partnerinnen, Töchter und Schwestern, indem sie in die Rolle der Frauen schlüpft und ihre Identitäten nachahmt. Bald nimmt sie jedoch einen Auftrag an, der ihr bisheriges Leben infrage stellt und sie aus ihren Routinen reißt.
Die Idee des Settings des Romans, dass die Menschheit sich nach einem großen Klimacrash insgesamt mit weniger Luxus arrangieren muss, während die Regierungsstrukturen autokratisch geworden sind, fand ich sehr passend und spannend erzählt, deshalb hat mir insbesondere der Anfang des Romans auch so gut gefallen. Dies stand als Thema aber gar nicht im Zentrum des Romans, denn es ging eigentlich um toxische Beziehungen und Identitätsverlust in diesen. Bei diesem Thema blieben mir allerdings am Ende des Romans zu viele Fragen offen. Trotz der starken Atmosphäre und des eindringlichen Schreibstils hat mich der Roman also letztlich nicht völlig überzeugt. Während ich offene Enden oft schätze, blieben mir hier zu viele lose Enden. Es fühlte sich an, als hätte das großartige Setting noch viel mehr hergegeben, als tatsächlich erzählt wurde. Trotzdem ein außergewöhnlicher Roman, der durchaus zum Nachdenken über die verschiedenen Leerstellen anregt.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Leidenschaftliches persönliches Plädoyer für einen freundlicheren Umgang miteinander
Radikale Freundlichkeit von Nora Blum
Nora Blum ist eine bewundernswerte, mutige, junge Frau, die im Alter von 24 Jahren gemeinsam mit Katrin Bermbach und Farina Schurzfeld das Unternehmen "Selfapy" gegründet hat, bei dem Menschen, die lange auf einen Therapieplatz warten müssen, die Zwischenzeit mit therapeutischen Übungen, die ihnen eine App vermittelt, überbrücken können.
Mittlerweile gibt es erste Studien zur Effektivität dieser App.
Als junge Gründerin auf der Suche nach Kapital, aber auch davor in ihrem Arbeits- und Privatleben hat Frau Blum immer wieder die erschütternde Erfahrung machen müssen, dass unsere Gesellschaft tendenziell unfreundlicher wird und Freundlichkeit insbesondere beruflich kein Wert ist, der hoch geschätzt ist. Einmal bekam sie sogar von potentiellen Investoren das Feedback, dass sie nicht in ihr Unternehmen investieren würden, weil sie bei der Präsentation zu freundlich gewesen sei und sie ihr die erforderliche Ellbogenmentalität nicht zutrauen würden.
Nun hat Nora Blum, die sich vor einiger Zeit aus dem operativen Geschäft bei Selfapy zurückgezogen hat, mit diesem Buch ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Freundlichkeit im Umgang miteinander geschrieben. Persönlich und nahbar leitet sie jedes Kapitel mit einer Geschichte aus ihrem Leben ein, die sie dann analysiert. Darauf folgen die Verbindung mit psychologischen Konzepten und wissenschaftlichen Studien dazu, wie sehr Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Spenden auch unserer körperlichen und psychischen Gesundheit und unserem Lebensglück zuträglich sind, und praktische Ideen und Beispiele, wie man durch kleine, leicht umsetzbare Handlungen im persönlichen Umfeld Freundlichkeit leben und damit zu einer lebenswerteren, angenehmeren Welt für alle beitragen kann.
Besonders eingegangen wird auf aktuelle Themen wie den Umgang mit dem Smartphone, das uns oft durch seine intensive Nutzung von unseren Mitmenschen distanziert, oder die sogenannte "Königsdisziplin", auch unter Stress - unter dem viele Menschen heutzutage leiden - freundlich zu bleiben, genauso wie in herausfordernden politischen Diskussionen mit Menschen, die eine ganz andere Weltanschauung haben, die wir nicht teilen können.
Was trägt zu Freundlichkeit im Alltag bei? Da finden sich im Buch viele Beispiele, von Blickkontakt und Anlächeln der Kassierin im Supermarkt, über kleine Gesten der Hilfsbereitschaft gegenüber Fremden (z.B. jemandem helfen, den Kinderwagen in die Straßenbahn zu heben) über Spenden bis zu regelmäßigem freiwilligem Engagement. Deutlich wird aber auch klar, dass hinter diesen nach außen sichtbaren Zeichen eine menschenfreundliche Haltung steht.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, es ist unterhaltsam, gut verständlich, persönlich und nahbar geschrieben. Besonders die Geschichten aus dem Lebensalltag der Autorin haben mir sehr gut gefallen, auch, weil sie als so junge Unternehmensgründerin so eine spannende Persönlichkeit ist und ich mich gefreut habe, auf diesem Weg nicht nur über das Thema des Buches, sondern auch über sie und ihren Lebensweg ein bisschen etwas zu erfahren. Ich kann das Buch allen empfehlen, denen das Thema "Freundlichkeit" ein Anliegen ist oder sein sollte - also uns allen.
Rezensionen von barbara.liest:
märchenhaft
Valdombra (Bd. 1) von Martina Folena
Isa lebt mit ihrem Bruder Teo und ihrem Vater, dem Kerzenmacher im Finstertal. Dort gibt es nur wenige Stunden Sonne und viel zu erleben. Als Erdbeben den Ort Talsend und andere Ortschaften von Valdombra heimsuchen haben viele Menschen plötzlich kein Dach mehr über dem Kopf und alle sprechen von einer Katastrophe, die es ja wirklich ist.
Ob ein mystischer Drache damit zu tun hat wie es die Erzählung besagt?
Isa und Teo machen sich gemeinsam mit dem Postboten Anselmo auf den Weg diesen Drachen zu finden. Dabei erleben sie einige Abenteuer, die sie gemeinsam bewältigen müssen.
Das Buch kann als modernes Märchen bezeichnet werden finde ich, denn es beinhaltet nicht nur eine mystische Geschichte voller unglaublicher Ereignisse sondern beschäftigt sich auch mit dem Geschwisterverhältnis, Zusammenhalt, Neugier (vorallem Teo der allen Löcher in den Bauch fragt) und mit der Verbindung zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart.
Das "Reisetagebuch von Isadora Lucerna" in der Mitte fand ich sehr hilfreich, da man so die Route gut nachvollziehen konnte.
Rezensionen von Ryria:
Beginn eines neuen Lebens
Lyneham von Nils Westerboer
Die Suche nach einer neuen Heimat für die Menschheit führt die Familie von Henry nach Perm, einem fernen Mond. Erzählt wird die Geschichte dieser Kolonie aus der Sicht von Henrys Mutter, die zu den ersten Siedlern zählt, und Henry, der erst Jahrtausende später mit dem Rest der Familie ankommt.
Zusammen mit ihnen stürzt man am Anfang wortwörtlich in die Geschichte und in die neue Welt hinein, es geht direkt spannend los.
Dem Leser zur Seite stehen eine Karte der Umgebung sowie ein Glossar mit vielen Fachbegriffen und beides ist auch wirklich hilfreich und notwendig.
Der Autor schafft hier eine wirklich sehr ausführliche und kreative Science Fiction Welt, inklusive vieler technischer Hintergründe. Dies ist nicht immer einfach zu verstehen, wirkt aber durchaus authentisch.
Manche Beschreibungen der Umgebung oder Tiere waren zwar vorhanden, jedoch fiel es mir irgendwie trotzdem schwer, sie mir richtig vorzustellen.
Spannender für mich waren da eher die gesellschaftlichen Strukturen, so braucht eine neue Welt z.B. natürlich auch ein neues Grundgesetz.
Auch Ideologien und moralische Vorstellungen stimmen nicht immer bei allen Siedlern überein, was zu interessanten Konflikten führt, während man gleichzeitig noch gegen die Gefahren der Welt ankämpfen muss.
Bei der Technik wird der Leser von vielen coolen Erfindungen überrascht, manches davon wirkt regelrecht skurril und verleiht der Geschichte ein wenig Leichtigkeit.
Generell mochte ich den Kontrast zwischen den sachlichen, wissenschaftlichen und mit ein wenig trockenem Humor versehenen Schilderungen der Mutter und der kindlichen Perspektive von Henry. Manchmal wirkten die Kinder auch ein wenig zu weise für ihr Alter, an anderer Stelle wurde ihre kindliche Seite jedoch wieder gut getroffen.
Insgesamt kann ich dieses Buch allen empfehlen, die eine völlig neue Welt und die (technischen) Prozesse dahinter erkunden möchten.











