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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von qq:

Sachbuch mit grandioser Erzählung aus dem 16.Jhd

Die Gerüche der Kathedrale von Wendy Wauters

Sachbuch mit grandioser Erzählung aus dem 16.Jhd

Wow, für ein Sachbuch wird hier wirklich toll erzählt.
Man wird recht schnell auf eine Zeitreise geschickt - zurück ins 16. Jahrhundert, eine Mischung aus historischer Erzählung und gesellschaftlicher Beobachtung. Toll gelungen ist die präzise und lebendige Darstellung von Alltagsleben und Kultur im mittelalterlichen Europa.

Das Buch macht auch häufig sehr nachdenklich, auch das finde ich außergewöhnlich für ein Sachbuch.

„Die Gerüche der Kathedrale“ ist ein faszinierendes und tiefgründiges Werk.
Insgesamt ist „Die Gerüche der Kathedrale“ ein tiefgehendes, vielschichtiges Werk, das sich durch seine poetische Sprache und seine komplexen Charaktere auszeichnet. Die Kathedrale wird nicht nur als kirchliches, sondern auch soziales Zentrum beschrieben - ihr kommt eine große Bedeutung zu.
Absolut zu empfehlen für Geschichtsliebhaber:innen.

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Rezensionen von Heike:

Gelungene Fortsetzung mit neuen Rätseln

Sepia 2: Sepia und die Verschwörung von Flohall von Theresa Bell

Nach den Ereignissen in Band 1 erwartet die Protagonistin mit "Sepia und die Verschwörung von Flohall" das nächste Abenteuer. Erneut tauchen wir in die Welt der Tintenmagie ein und erfahren mehr über die Geschichte von Flohall und den Tintenkrieg.

Ich bin ein großer Fan vom Schreibstil der Autorin.

Sie versteht es sehr gut, eine stimmige Welt und einnehmende Atmosphäre zu schaffen. Dabei gelingen ihr immer wieder schöne, buchige Wortkreationen. Die Geschichte lief auch diesmal wieder vor meinem inneren Auge wie ein Film ab. Die magischen Tintenwesen konnte ich mir sehr gut vorstellen und die Form der Magie ist einzigartig. Einen neuen Schwerpunkt bilden in diesem Band auch die alchemistischen Zauber und damit verbundene Alchefakte.

Das Tempo dieses Zwischenbands der Trilogie ist gemächlicher als der erste Teil. Es passieren weniger storyrelevante Dinge, dafür wird mehr Wert auf den Ausbau der Charaktere und ihren Beziehungen zueinander gelegt. Wir lernen etwas mehr darüber, wie die Welt funktioniert und warum Sepia in dieser Welt so etwas besonderes ist. Dazu gibt es noch einen gruseligen Gegenspieler und mehrere zwielichtige Charaktere, die es düster und geheimnisvoll machen.

In diesem Band geht es etwas weniger um Bücher und die Druckerei als noch in Band 1. Dafür stehen Themen wie Maskenhandwerk, Schneiderei und Schauspielerei im Vordergrund. Das Theatersetting fand ich faszinierend. Ich würde gerne einmal zum "Glimm" und eine Vorstellung der Kompanie Feuervögel besuchen.

Der Showdown zum Ende hin ist wieder sehr gelungen. Auch das kann die Autorin richtig gut. Mich hat sie überrascht und in den letzten 120 Seiten mitgerissen. Einiges war zwar auch vorhersehbar, aber ein spezieller Plot-Twist am Schluss hat mich wieder extrem neugierig auf den letzten Teil der Reihe gemacht.

Insgesamt finde ich den ersten Band der Reihe etwas stärker, da dort alles noch so neu ist und deshalb auch spannender. Aber ich mag es einfach, in Sepias Tintenwelt einzutauchen und mich von den Buchseiten davontragen zu lassen. Dazu tragen auch die wunderschönen kleinen Zeichnungen der Illustratorin vor jedem Kapitel bei. Die Ausstattung mit Lesebändchen und glänzenden Elementen auf dem Cover macht das Buch auf jeden Fall zu einem Schmuckstück im Regal.

Die Fortsetzung der Reihe ist für mich auf jeden Fall gelungen. Es sind noch einige Rätsel rund um Flohall und Sepia offen und ich bin gespannt auf die Auflösung. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Story im letzten Teil wieder anzieht und uns ein großartiges Finale bescheren wird.

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Rezensionen von Cellissima:

Mein Leben war ein ruhiger, stiller Fluss ...

Verheiratete Frauen von Cristina Campos

Drei Frauen in ihren Vierzigern in Barcelona: Gabriela, Silvia und Cósima sind gute Freundinnen. Jede von ihnen ist verheiratet - und keine von ihnen ist wirklich glücklich:
Gabriela ist schon lange verheiratet, hat eine leidenschaftliche Affäre mit einem anderen Mann. Silvia hat zwei kleine Kinder, liebt und begehrt aber nicht ihren Mann, sondern Frauen.

Cósima ist frisch verheiratet - und schon begehrt ihr Mann sie nicht mehr ...
Von diesen drei Frauen erzählt Cristina Campos in ihrem Roman "Verheiratete Frauen". Im Mittelpunkt steht Gabriela, doch wir bekommen auch tiefe Einblicke in das Leben ihrer Freundinnen.
In Rückblenden erfahren wir, wie ihr Leben früher aussah und sich entwickelte, wie sie zu den Frauen wurden, die sie heute sind.
Gerade bezüglich Gabriela sind Licht und Schatten, ihre innere Zerrissenheit, der Reiz und Genuss der Verbotenen, dieser Affäre, des Begehrtwerdens, der Verliebtheit einerseits sowie das Problem, zwischen zwei Männern zu stehen, ein Doppelleben zu führen, das Problem, Sex und Liebe zu trennen, der Wunsch danach, die einzige Frau zu sein, hervorragend herausgearbeitet.
Cristina Campos schafft gerade bezüglich Gabriela den Spagat zwischen Atmosphäre, Leichtigkeit und Tiefe, dem Moment und der langfristigen Perspektive.
Gabriela war dann auch die Figur, die mich als Leserin am meisten gefesselt hat, die für die größte Sogwirkung und Spannung gesorgt hat; ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie das alles für sie und ihren Mann bzw. ihre Männer weitergeht und endet.
Es ist ein gut geschriebener, stets sehr angenehm zu lesender Roman über Frauen in ihren Vierzigern, Freundschaft, Ehe, Liebe, Lust und Leidenschaft, Affären, Frauen und Männer ... das Ganze vor der Kulisse Barcelonas.
Liebe in all ihren Facetten nimmt einen ebenso großen Raum ein wie die Freundschaft dieser Frauen. Sie stehen einander bei, sind immer füreinander da, begleiten einander durch die Höhen und Tiefen des Lebens - auch in Sachen Liebe. Auch in Zeiten des Wachstums und der Veränderung.
Es sind drei gewöhnliche Frauen, und ich glaube, dass jede Leserin sich zumindest mit einer dieser drei Frauen, mit ihren Situationen, Gedanken, Sorgen und Nöten, Wünschen und Träumen sehr gut identifizieren können wird.
Sie sind sehr nahbar. Cristina Campos hat es geschafft, dass man zu jeder dieser Frauen eine Verbindung aufbauen kann, gerade dann, wenn man im selben Alter ist. Keine von ihnen bleibt distanziert, ganz im Gegenteil.
Diese drei Frauen sind nicht nur Freundinnen füreinander, sondern sie werden auch schnell zu Freundinnen für die Leserin. Schnell hat man das Gefühl, über Freundinnen zu lesen, lebt und fühlt mit ihnen.
Fazit: Ein intensiver, offener, ehrlicher, ebenso leichter wie tiefgründiger Roman über Frauen in der Mitte ihres Lebens mit all ihren Gedanken, Gefühlen, Ängsten, Wünschen und Träumen, auch über ihre Männer, auch über ihre Kinder, der in Barcelona spielt.
Für mich ist es in erster Linie ein Roman für Frauen.
Ich bin noch unschlüssig, ob es ein absolutes Jahreshighlight sein könnte ... doch selbst wenn nicht - es ist ein unglaublich wichtiger und fesselnder Roman, und ich habe "Verheiratete Frauen" sehr gerne gelesen.
Klare Leseempfehlung!

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Rezensionen von Nele33:

nicht ganz rund

Schweben von Amira Ben Saoud

Amira Ben Saoud hat mit "Schweben" eine Dystopie veröffentlicht, in der es augenscheinlich keine Gewalt, und nach einer Klimakatastrophe nur einzelne Siedlungen auf der Welt existieren, welche nur den Zweck haben, Waren zu tauschen, um ein Überleben zu sichern.

In den Siedlungen herrscht scheinbar keine Gewalt, es gibt starre Regeln und verlassen kann man die Siedlung nicht.

Auf Menschen, die den Versuch unternehmen, die Grenze zu übertreten, wird ohne Pardon geschossen. Die schlimmste Strafe, die in der Siedlung bekannt ist, ist die Ausstoßung aus der Gemeinschaft. Auch wenn das System keine Gewalt auf ihre Bürger ausübt, so verprügeln sich Jugendliche aufs Äußerste und es gibt Tote, welche dann im Abgrund entsorgt werden.

Die Protagonistin des Buches, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, hat für sich den Beruf der Begegnung kreiert. Durch dieses hineinfinden in fremde Personen und diese für andere zu repräsentieren, hat sie sich und ihre eigene Identität verloren. Ihr neuer Auftrag lässt sie jedoch an ihre persönlichen Grenzen kommen. Emma, die Frau, die sie für Gil verkörpert, ist für sie ein Rätsel und ist sie wirklich aus der Siedlung geflüchtet?

Mich lässt die Dystopie etwas zwiegespalten zurück. Die Thematik und auch der Klappentext haben mich sehr angesprochen, doch mit der Umsetzung hadere ich. Der Einstieg war spannend, doch aufgrund des distanzierten Schreibstils konnte ich mit der Protagonistin ohne Namen nicht warm werden. Das Ende lässt mich mit zu vielen Fragezeichen zurück, auch wenn sich das Buch insgesamt gut und flüssig lesen lässt.

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Rezensionen von Cxicken:

Guggenheims Geschichte

Peggy von Rebecca Godfrey; Leslie Jamison

Der Roman „Peggy“, verfasst von Rebecca Godfrey und Leslie Jamison bildet das Leben Peggy Guggenheims von ihren Kindheitsjahren bis hin zu ihren 60er-Jahren.
Das Cover bildet mit seinen bunten Farben in gewisser Weise auch Peggys Lebenseinstellung ab. Sie hat, wie es in dem Roman sehr deutlich wird, in der Tat außergewöhnlich bunt und feministisch gelebt.

Jedoch finde ich die Farbe des tatsächlichen Buchrückens nicht sehr ansehnlich. Dies hat nämlich ein sehr grelles Grün als Farbe. Da kann ich mir auch den Zusammenhang zu dem Inhalt nicht wirklich erklären.
Die Themen sind hier auch relativ vielfältig: das Leben der Juden im 20. Jahrhundert, Feminismus, der Umgang mit revolutionären Frauen, Sexualität und die wohlhabende Schicht. Jedoch fand ich vieles nicht passend umgesetzt. Mir fehlte stark der Kontrast zu dem Leben von „normalen“ Personen. Es ging sehr viel um Probleme Peggys, welche aber häufig nicht in ein Verhältnis zu der Mittel- und Arbeiterschicht gesetzt wurden. Es müsste deutlicher werden, mit welchen Privilegien sie lebt. Dies kann auch auf andere Beispiele angewandt werden, wie die Sexualität. Die Repressionen, die ärmere Frauen erleben mussten, wurden nicht angesprochen, obwohl die, meines Erachtens, auch sehr relevant für den Kontext sind. Außerdem gab es für mich keinen wirklichen Spannungsbogen, was dazu geführt hat, dass ich ziemlich lange gebraucht habe dieses Buch zu lesen.
Auch an dem Schreibstil habe ich etwas Kritik zu äußern. Die wörtliche Rede wird manchmal mit Anführungszeichen eingeleitet und manchmal nicht. Dies ist sehr verwirrend. Manchmal sind die Sätze auch in kursiv geschrieben, was ich nicht wirklich zuordnen kann. Von diesem Aspekt abgesehen, lies sich der Roman aber ziemlich flüssig lesen.
Nun zu den Figuren: Peggy ist die Protagonistin und ist sehr authentisch. Obwohl ich in vielen Punkten nicht mir ihr mitfühlen kann, ist ihre Situation durchaus nachvollziehbar. Ziemlich alle anderen Figuren sind nicht authentisch. Sehr viele Charaktere werden nur sehr kurz angeschnitten und in einem Nebensatz vorgestellt. Dann kommen diese Personen aber noch einmal vor und ich kann jene gar nicht zuordnen. Es wirkt so, als ob sich die Autorinnen etwas übernommen haben.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Roman leider nicht wirklich mein Fall war. Es gab für mich zu wenig Spannung und eine leichte Überforderung mit dem Sachverhalt. Wer sich jedoch wirklich für die Kunstsammlerin Peggy interessiert, ist bestimmt auch an diesem Roman interessiert.

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Rezensionen von carola1475:

Wer solche Freunde hat...

Du hast mich zuerst getötet von John Marrs

Margot und Anna sind Freundinnen und leben in einer ruhigen Vorortsiedlung. Als Liv und ihre Familie in die Nachbarschaft ziehen, wird sie die Dritte im Bund. Aber keine der Frauen ist aufrichtig, jede lügt und hat Geheimnisse.

Nach einem schockierenden Prolog beginnt die Handlung 11 Monate zuvor mit Livs Ankunft in ihrem neuen Haus.

Erzählt wird im Präsens abwechselnd aus den Ich-Perspektiven der drei Frauen, so dass ich ihre Gedanken und Gefühle unmittelbar teile und mal amüsiert, mal erstaunt, erschrocken oder auch schockiert bin. Margot, früher ein TV-Star, ist egozentrisch, boshaft und gehässig und ich frage mich wie Liv anfangs, wieso die unscheinbar und unbedarft erscheinende Anna mit ihr befreundet ist.
Die Figurenzeichnung ist gelungen, auch Nebencharaktere erscheinen glaubwürdig, die Protagonistinnen sind vielschichtig und faszinieren durch ihr Auftreten und Handeln, für mich ist es fast so wie bei einem Unfall, bei dem man nicht wegschauen kann.

Neben den Perspektiven der drei Frauen lese ich, in kursiv gesetzten Einschüben, von einer zunächst rätselhaften Figur und ihren psychischen Problemen.
Nicht nur diese Einschübe und die aktuelle Entwicklung, sondern auch Enthüllungen aus der Vergangenheit der Frauen machen den Thriller immer spannender, wozu auch Cliffhanger am Ende der Kapitel beitragen, und erst zum Ende hin ergibt sich ein vollständiges Bild der komplex und clever konstruierten Geschichte.

Das düstere Cover mit der Frauensilhouette vor einem lodernden Feuer passt gut zum Buch. John Marrs schreibt bildhaft, lebendig und fesselnd und hat mich mit diesem Thriller voller unerwarteter Wendungen überrascht und bestens unterhalten.

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Rezensionen von Natalie:

Dunkles Geheimnis der Vergangenheit

Das Geheimnis der toten Mädchen: Thriller von Catherine Shepherd

Zons, in der Gegenwart: Im Stadtarchiv wird eine junge Frau ermordet. Kriminalkommissar Oliver Bergmann und seine KollegInnen übernehmen den Fall, der Fahrt aufnimmt, als kurz darauf sich ein zweiter Todesfall ereignet. Bei den Ermittlungen stoßen sie auf ein mysteriöses Buch, welches scheinbar ein dunkles Geheimnis in sich trägt…
Zons, 1506: Stadtsoldat Bastian Mühlenberg entdeckt bei der Suche nach Wilderern im Wald eine tote Frau, dass die Wilderer damit zu tun haben müssen, scheint zunächst logisch.

Doch bevor sie beerdigt werden kann, verschwindet ihr Leichnam…nur um kurz danach wieder aufzutauchen. Während Bastian noch damit beschäftigt ist, geschieht ein weiterer Mord…

Nicht nur die Zons-Reihe der Autorin begeistert und auch der aktuelle Band hat mir wieder spannende Lesestunden gebracht. Gefühlt wiederhole ich mich bei jeder Rezi zu einem der Thriller von Catherine Shepherd, aber es ist einfach so, dass mich bisher keines ihrer Bücher enttäuscht hat. Bei dieser Reihe wird allein durch den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit Spannung erzeugt, vor allem auch deshalb, weil die Kapitel gekonnt mit einer spannenden Szene aufhören. So gehts gar nicht anders, als dass man weiterlesen muss. Das Wiedersehen mit den Hauptcharakteren ist immer schön, auch wenn es die Umstände weniger sind. Vor allem auch Emily, Olivers Freundin, bringt wieder Impulse und Ansätze in die Ermittlungen rein, welche sich schlussendlich als wertvoll, aber auch für sie selbst als durchaus gefährlich erweisen. Bis zum Schluss hat man in beiden Erzählsträngen den Täter nicht am Schirm, alle Vermutungen erweisen sich als falsche Fährte. Genau das macht beim Lesen auch so viel Spaß, das Miträtseln, um dann erst recht wieder zu merken, dass es sich doch ganz anders zuträgt. Die Auflösung ist schlüssig und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Thriller der Autorin. Leseempfehlung.

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Rezensionen von Camilla :

geniAAL

Egal, sagt Aal von Julia Regett

Dieses Bilderbuch hat die ganze Familie überzeugt. Es ist einfach perfekt. Es deckt eine große Bandbreite des Alters ab für das sich die Kinder interessieren: Kind 1: Kindergartenkind - wird vorgelesen, Kind 2: Anfang Grundschule - perfekt angenehme nicht zu kleine, gut lesbare Schrift , Kind 3: Ende Grundschule - liest selber, aber ist ein Lesemuffel und somit sehr angetan von vielen guten Bildern.

Wo wir beim Thema wären: Die Illustrationen sind wunderschön und sehr ansprechend. Der Stil ist angenehm zu betrachten, alle Tiere erkennt man sehr gut und sofort. Es ist nicht zu überladen.
Der Aal dem alles Egaal ist ist eine total nette Figur, es erinnert einen vom Wortspiel ein bisschen an das Neinhorn. Die Kinder haben sich sehr amüsiert über immer wieder seine gleichbleibende Antwort.

Alles in allem ein super Buch das sich haptisch auch sehr angenehmen anfühlt vom Umschlag her.

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Rezensionen von Claudia H.:

Das Leben ist kein Film

Perlschnureffekt von Elena Reitinger

Worum es geht:
Ama war immer eine Draufgängerin und Partygängerin und nie die Tochter, die ihre Eltern sich gewünscht haben. Doch seit sie mit der Anwältin Miranda zusammen ist, mit der sie mittlerweile sogar verlobt ist, wird sie von ihnen akzeptiert. Miranda hat Ama gebändigt. Bevor sie heiraten arbeitet Ama noch einmal auf einer Zitronenplantage.

Dort lernt sie die Bäckerin Teri kennen und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Teri mäkelt nicht an ihr herum, sie nimmt Ama so, wie sie ist. Da verschwindet Ama plötzlich. In ihrem Liebeskummer lernt sie Yale kennen, die nach Frankreich gehen möchte. Da bricht Teri alle ihre Zelte ab und geht mit Yale nach Frankreich. Doch Ama kann sie nicht vergessen.

Mein Fazit:
Elena Reitinger hat ihren ganz eigenen Erzählstil, in den man zunächst hineinfinden muss. Schnell merkt man allerdings, dass er entschleunigt. Es wird viel erzählt, was so um die Geschichte herum ist, wie z.B. die Gegend. Es hat eine ganz zarte Art und legt sich um einen herum, wie eine Decke. Man muss sich schon darauf einlassen und man sollte Lust auf ein Buch haben, dass ganz langsam und seicht ist. Die drei Freundinnen Ama, Teri und Yale haben alle ein Päckchen zu tragen. Sie müssen sich zunächst selber finden und machen hier eine tolle Entwicklung durch. Die drei haben eine Dreierbeziehung zueinander. Ich habe schon einige Bücher mit dem Thema gelesen, aber dieses hier ist das erste Buch, dem ich die Beziehung wirklich abnehme. Auch wenn mir das Buch stellenweise etwas langatmig wurde, hat es mir sehr gut gefallen, weil es mich entschleunigt hat. Außerdem gibt es ein paar sehr schöne Sätze. Das Buch ist auf alle Fälle was für Leserinnen, die sehr empathisch sind. Ich empfehle euch die Leseprobe um festzustellen, ob euch der Erzählstil gefällt.

Von mir gibt es daher eine Leseempfehlung für alle, die mal entschleunigen wollen und 4 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hier ist wenig, wie es scheint

Lautlose Feinde von Gil Ribeiro

Leander Lost und Soraia haben endlich geheiratet. Doch aus der Hochzeitsreise wird wegen Schlechtwetters zunächst einmal nichts, weshalb sich Leander gemeinsam mit seine Kollegen Graciana Rosado und Carlos Esteves dem Mord an André Bento und der Entführung dessen kleinen Enkelin Marie widmen kann.

Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand weiß, ist die Verwicklung des Mordopfers in einen veritablen Spionagefall, der weite Kreise ziehen und weitere Opfer fordern wird.

Meine Meinung:

Dieser 7. Fall ist durch seine internationale Dimension ein wenig anders als die bisherigen, die sich eher mit dem portugiesischen Verbrechen beschäftigt haben. Wenn sich russische und amerikanische Geheimdienstmitarbeiter in einem dritten Land treffen, ist naturgemäß etwas im Busch, das meist nicht ohne (fast) unschuldige Opfer abläuft. So auch hier. Wer in die sprichwörtliche Schusslinie gerät, überlebt häufig nicht.

Der Krimi spielt innerhalb von vier Tagen in mehreren Handlungssträngen, die jeweils unterschiedliche Perspektiven darstellen.

Eine nach wie vor undurchsichtige Rolle spielt Miguel Duarte, der sich Graciana überlegen fühlt und die Leitung der Polizeidienststelle in Fuseta für an sich reißen will. Dabei agiert er nicht immer mit fairen Mitteln. Wie dieser Konflikt ausgehen wird, wird man bestimmt in einem der nächsten Krimis lesen. Einmal war es ja schon beinahe soweit, dass Duarte keine Rolle mehr spielen hätte können ...

Leanders Umgebung hat sich mit dessen Asperger-Autismus arrangiert, helfen seine unorthodoxen Methoden und Meinungsäußerungen doch regelmäßig, Verbrecher dingfest zu machen. Diesmal kommen seine Fähigkeiten ein wenig zu kurz.

Fazit:

Ein etwas anderer Krimi rund um Leander Lost, dem ich aber trotzdem 5 Sterne gebe.

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