Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anjulia :
Nachtfalter und Zerstörung
The Last One - Schicksalsberührt (Band 1) von Rachel Howzell Hall
Kai erwacht ohne jede Erinnerung, als sie bestohlen wird. Sie folgt der Diebin in ein heruntergekommenes, elendes Dorf, das wie sovieles im Reich Vallendor dem Untergang geweiht zu seien scheint. Schnell stellt Kai fest, dass sie über besondere Fähigkeiten verfügt. Gemeinsam mit dem attraktiven Schmied Jadon macht sich Kai auf die Suche nach ihrer Vergangenheit.
The Last One, Schicksalsberührt von Rachel Howzell Hall ist der erste Band einer Romantasy-Dilogie. Die ersten Kapitel haben mir auch noch gut gefallen. Gemeinsam mit der Protagonistin lernt man die doch ziemlich trostlose Welt von Vallendor kennen und merkt schnell, dass Kai etwas besonderes ist. Dabei wird die Geschichte aus Kais Ich-Perspektive erzählt. Natürlich ist Kai eine starke Person. Allerdings wirkt sie auf mich manchmal ziemlich arrogant. Einige ihrer gedanklichen Monologe sind recht pathetisch. Von Selbstreflektion ist wenig zu erkennen. Die Handlung ist durchgehend sehr kampflastig, trotz einer eindringlichen Wahrnung an Kai, Gnade walten zu lassen. Manchmal erinnerte mich die Handlung an Computer-Rollenspiele ( was per se nicht schlecht sein muss). Gerade im mittleren Teil und zum Ende zieht sich die Geschichte zu sehr in die Länge, ohne dabei wirklich interessant zu sein. Ein ganz großes Manko ist die Liebesgeschichte zwischen Kai und Jadon. Schnell wird klar, dass die beiden einander heiß finden. Es gibt etliche eindeutig zweideutige Plänkelein, ein paar unterbrochene Momente, Streitigkeiten und schließlich ein großes Geheimnis. Mitfiebern konnte ich hier insgesamt nicht. Auch der große Hintergrund der Handlung wird am Ende in wenigen Seiten abgearbeitet. Vieles bleibt zu unverständlich. Die Autorin erschafft ein großes Worldbulding, konnte dies mir aber nicht ausreichend näherbringen.
Ich lese eigentlich sehr gerne Fantasy und Romantasy doch dieses Buch hat mich leider gar nicht erreicht, daher auch keine Leseempfehlung
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Familiengeschichte
Bis die Sonne scheint von Christian Schünemann
"Bis die Sonne scheint" von Christian Schünemann hat mich vor allem durch den Klappentext - eine Familiengeschichte mit Hindernissen - neugierig gemacht. Der Klappentext verspricht eine ernste, aber auch humorvolle und ironische Erzählung.
Im Endeffekt war die Geschichte dann nicht ganz, was ich erwartet habe, aber dennoch eine angenehme, die mich nicht gelangweilt hat.
Erst zum Ende des Buches ist mir durch das Nachwort bewusst geworden, dass sie zumindest in Teilen autobiografisch ist.
Mich hat am ehsten der angenehme und flüssige Schreibstil durch das Buch getragen und auch die facettenreiche Betrachtung der Familie. Dabei waren für mich tatsächlich inbesondere die Rückblenden in das Leben der Großeltern des Protagonisten spannend.
Die Haupt-Story war etwas träge und ging gemächlich voran, war jedoch nicht einschläfernd oder langweilig. An vielen Punkten habe ich mit dem Kopf geschüttelt, habe Entscheidungen nicht nachvollziehen können und mich gewundert. Somit war ich emotional auf jeden Fall in die Handlung verstrickt.
Insgesamt habe ich das Buch gern gelesen, vor allem wegen des angenehmen Schreibstils des Autors und den Rückblicken in die Vergangenheit. Die eigentliche Handlung konnte mich nur bedingt überzeugen, war aber auch angenehm zu lesen...
Rezensionen von Tara:
Eine emotionale Familiengeschichte
Beeren pflücken von Amanda Peters
„Beeren pflücken“ ist ein kraftvoller Debütroman der in der kanadischen Provinz Nova Scotia lebenden Autorin Amanda Peters.
Der Roman beginnt im Sommer 1962. Eine indigene Familie mit fünf Kindern - Joe, Ben, Mae, Charlie und Ruthie - begibt sich aus Nova Scotia nach Maine, um dort Blaubeeren zu pflücken.
50 Jahre später erinnert sich Joe an den Tag als seine vierjährige Schwester Ruthie verschwand. Aus seiner Perspektive als Sechsjähriger erfahren wir mehr über die Ereignisse vor Ort. Nach sechs Wochen der vergeblichen Suche kehrt die Familie nach Nova Scotia zurück.
In einem weiteren Handlungsstrang geht es um Norma, die sich an einen Traum zurückerinnert, in dem sie gerade einmal vier oder fünf Jahre alt war. Sie ahnt, dass ihre Eltern ihr etwas verheimlichen und will herausbekommen, was dahintersteckt.
Die beiden Erzählebenen zwischen Joe und Norma wechseln sich ab. Obwohl diese keinen direkten Zusammenhang haben, bekommt man beim Lesen recht schnell eine Idee, worauf die Geschichte hinauslaufen könnte. Das macht das Lesen allerdings keineswegs weniger interessant, da die Story von Joes Emotionen, der sich große Vorwürfe macht, da er seine kleine Schwester als letztes gesehen hat, getragen wird. Auch Normas Strang ist interessant. Es mangelt ihr an nichts Materiellem, aber liebevolle Familienverhältnisse sehen anders aus.
Der Schreibstil von Amanda Peters ist besonders, sehr emotional, bewegend und herzzerreißend. Wir begleiten Joe und Norma ganze 50 Jahre bevor es ein Ende gibt, das ich mir anders gewünscht hätte, das aber dennoch absolut stimmig ist und mich zutiefst berührt hat.
Rezensionen von Lori:
Auf der Suche nach dem Ritter.
Die geheime Drachenschule - Der goldene Ritter von Emily Skye
Hier wartet ein aufregendes und witziges Abenteuer auf kleine und große Drachenfans! Eine liebevoll gestaltete Geschichte, über Freundschaft und Zusammenhalt.
Es handelt sich um den zweiten Band der Vorgeschichte über die geheime Drachenschule.
Jeremias ist mit dem Drachen Feuerschatten auf der Suche nach einer neuen Bleibe.
Auf dem Weg dahin treffen sie auf Ash und Buckel.
Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, in ihrer Art und ihrem Aussehen.
Alle Figuren haben eine liebenswerte Art, ergeben ein perfektes Team und man folgt ihren gern.
Gemeinsam machen sich alle vier auf die Suche nach dem Goldenen Ritter Gilbert, der sich einen Namen als Drachenbekämpfer gemacht hat.
Allerdings aus anderen Gründen als die Clans...
Das Buch ist sehr einladend gestaltet. Dank der festen Buchdeckel und etwas dickeren Seiten wirkt es sehr hochwertig. Diverse farbige Illustrationen, ein paar Comics und die unterschiedlichen Schriftarten, sorgen neben der aufregenden Geschichte für viel Lesespaß!
Rezensionen von Linelovesreading :
Genial
Die Skaland-Saga, Band 1 - A Fate Inked in Blood von Danielle L. Jensen
Dieses Buch zählt für mich bisher zu den besten Büchern des Jahres.
Die Thematik rund um die nordische Mythologie hat mich direkt in ihren Bann gezogen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil einfach alles für mich gepasst hat.
Die Handlung ist sehr spannend und hat mich sofort mitgerissen und mitfiebern lassen.
Ich war so gespannt, wie es weitergeht, dass ich das Buch innerhalb eines Tages durchgelesen habe.
Die Protagonistin Freya mochte ich sehr, sie war mir auf Anhieb sympathisch und ich bin begeistert von der Entwicklung, die sie im Lauf der Handlung durchgemacht hat. Auch Bjorn mochte ich sehr gerne, für mich ist er der perfekte Book-Boyfriend, sowohl anhand der optischen Beschreibung als auch anhand seiner Eigenschaften.
Der Schreibstil ist gut lesbar und passt perfekt zur Geschichte.
Insgesamt ein absolutes Highlight und ich kann es kaum erwarten, bis der zweite Band endlich erscheint und ich weiterlesen kann.
Rezensionen von nessabo:
Temporeicher Racheroman, der feministischer hätte sein können
Männer töten von Eva Reisinger
Der doppeldeutige Titel ist großartig gewählt und ich mochte auch die Grundidee. Schon vorweg möchte ich aber anmerken, dass hier das auf dem Klappentext versprochene Matriarchat meiner Meinung nach zu kurz gedacht ist. Das ist sicherlich eine Definitionssache, aber für mich bedeutet ein solches System vorrangig Gleichberechtigung und Solidarität - nicht die Umkehrung des Patriarchats.
Wenn ich das mal beiseite lasse, haben mir Schreibstil und Tempo des Romans extrem gut gefallen. Ich habe ihn fast in einem Rutsch durchgelesen, weil er aufgrund der nüchternen Sprache mit kurzen Sätzen einfach auch leicht zu inhalieren ist. Nachteil einer solchen Sprache ist natürlich, dass es hier emotional weniger nahbar wird - auch, weil die dritte Person als Perspektive gewählt wurde. Oft stört mich das, aber hier irgendwie nicht. Vielleicht, weil es sowieso schon harter Stoff ist, der gleichzeitig durch die Männermorde ins Absurde gedreht wird. Zusätzliche Emotionen hätten mich an der Stelle wohl eher überfrachtet.
Die Figuren gehen mit den Geschichten im Ort, den eigenen Taten und den „verschwundenen“ Männern auf eine schwarzhumorige Art um, die mir gut gefallen hat. Das konnte die schweren Passagen rund um 6ualisierte und häusliche Gewalt doch hinreichend auflockern. Die Charaktere fand ich interessant, wenn auch nicht sonderlich vielschichtig, und überwiegend angenehm in ihrem Umgang untereinander. Die Autorin bringt zudem immer wieder die ernüchternde Realität rund um Femizide und Täterschutz zur Sprache, auch eine grundlegende Gesellschaftskritik in Bezug auf menschenfeindliche Ideologien blitzt am Rande auf.
Nicht gefallen hat mir die Romantisierung der Tierhaltung auf dem Land. Wenn Tiere ermordet und ausgebeutet werden, ist es moralisch reichlich egal, ob sie dann wenigstens viel Platz und frische Luft hatten. Auch der völlig normalisierte Alkoholkonsum nervt mich doch immer wieder auf’s Neue. Und schließlich fand ich das Ende ziemlich unbefriedigend. Leerstellen wurden auch schon vorher wiederholt gelassen, doch konnte ich sie da noch gut füllen. Vielleicht soll der Schluss den Kontrollverlust darstellen, aber gefallen hat er mir dennoch nicht.
Weil ich den Roman aber thematisch spannend und schriftstellerisch schlicht mitreißend fand, empfehle ich ihn gern. Er wagt den Versuch, grundlegend gewaltvolle Strukturen zu dekonstruieren und gibt dabei nur ansatzweise Emotionen vor. Mittels der Umkehrung kommt mensch nicht umhin zu fragen, wie Hunderte von (versuchten) Femiziden pro Jahr gesellschaftlich als Einzelfälle normalisiert werden können. Es lohnt sich sicherlich, ein kritisches Auge beim Lesen zu bewahren und das Gelesene logischerweise nicht als Utopie zu verstehen, aber abstrahiert steckt doch auch viel Gutes in diesem Buch.
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[TW: Vergew@ltigung, physische/patriarchale Gewalt, M0rd]
Rezensionen von Harakiri:
Magisch
Der Baum der verborgenen Erinnerungen von Keigo Higashino
Reito hat es nicht leicht im Leben. Bis auf einmal seine Tante auftaucht und ihn zum Wärter eines Schreins mit einem geheimnisvollen Baum macht. Besonders in Vollmondnächten scheint dieser Baum eine geheime Kraft zu haben. Reito will herausfinden, was es damit auf sich hat und findet einen Sinn in seinem Leben.
Zugegeben: die japanischen Namen sind anfangs etwas schwierig zu lesen, aber irgendwann läuft es. Alles andere liest sich flüssig und locker und die Charaktere sind sehr authentisch geschildert, man kann sich gut in sie hineinversetzen.
Gerade Reitos Arbeit und das Geheimnis, das darum gemacht wird, macht auch das Lesen spannend und ich war sehr neugierig, was es wohl mit den Andachten auf sich hat. Die Auflösung hat mich dann überrascht, wenngleich ich etwas Ähnliches irgendwann vermutet habe.
„jeder einzelne Mensch ist aus einem besonderen Grund zur Welt gekommen“ (S. 428) – dieses Zitat macht nachdenklich und ist so schön, dass ich es hier einfach aufschreiben musste.
Das Buch ist eine Mischung aus Realität und einer gewissen Magie und regt zum Nachdenken und Wohlfühlen an.
Fazit: Higashinos neues Werk ist ein bezaubernder Roman, der Einblicke in die japanische Kultur bietet, die in eine bewegende Geschichte über Familie und Traditionen eingebettet ist.
Rezensionen von Harakiri:
berührend
Night Road - Der Sommer unseres Lebens von Kristin Hannah
Mia, Zach und Lexi – ein unzertrennliches Trio. Und doch werden sie auf eine tragische Weise getrennt. Der Roman beleuchtet sämtliche Facetten der Schuld. Lexi, die alles tut, um zu sühnen, Mias und Zachs Mutter Jude, die an ihrer Trauer zerbricht. Erst ein kleines Mädchen kann die Welt der Charaktere wieder geraderücken.
Night Road ist ein sehr berührender Roman. Ein Roman, der sich mit Liebe und Verlust auseinandersetzt.
Im ersten Teil beleuchtet Hannah die Charaktere. Lässt sie lebendig werden. Leben und lieben, bis die Tragödie passiert. Der zweite Teil begleitet, jeweils abwechselnd, Lexi und Jude, die damit lernen müssen, einen geliebten Menschen verloren zu haben. Und Lexi büßt zudem auf ihre Art. Diesen Gedankengang konnte ich teilweise leider nicht nachvollziehen. Ich kann aber auch nicht nachvollziehen, wie es ist, wenn man solch eine Kindheit hatte, die Lexi erleben musste.
Hannahs Erzählweise ist wie immer fesselnd, mitreißend, einfühlsam und tiefgründig. Man kann sich sehr gut in die Gefühle der Charaktere hineinversetzen und lebt mit den Protagonisten mit.
Das Buch hat über 500 Seiten, was man aber beim Lesen kaum merkt, weil einen die Story einfach mitnimmt.
Fazit: eine sehr gefühlvolle Geschichte, die tief bewegt.
Achtung: Das Buch ist eine Neuauflage von „Wie Blüten im Wind“ aus dem Jahr 2013
Rezensionen von Sophie H.:
Andachten für Kinder
Gott, du bist großartig! von Jessica Doebler
In diesem Buch findet sich 50 Ideen für kreative Andachten für Kinder im Alter von 6 bis 8 Jahren. Alle Andachten beschäftigen sich mit Gottes wunderbarer Schöpfung. Das Buch ist in verschiedene Kapitel unterteilt: Felder, Wiesen und Parks; Flüsse, Seen und Meere; Wüsten; Wälder und Berge und Das Weltall.
Jedes Kapitel wird mit einer wunderschönen plakativen Illustration eingeleitet, die auf das Wesentliche reduziert ist.
Jede Andacht beginnt mit einem Bibelvers, gefolgt von der eigentlichen Andacht. Abgeschlossen wird das Ganze mit einem dazu passenden Gebet. Und schließlich gibt es noch eine Aktion oder einen Auftrag zum Forschen und Entdecken. Die eigentliche Andacht ist recht kurz und knapp, genau richtig für die Aufmerksamkeitsspanne in dem Zielgruppenalter. Alle Andachten knüpfen an das Thema Natur an und holen somit die Kinder in ihrer Lebenswirklichkeit ab. Das gilt sowohl für Kinder, die in der Stadt oder auf dem Land aufwachsen.
Richtig gut gefallen haben mir die Aktionen oder die Aufträge zum Forschen und Entdecken. Hiermit kann man das Gehörte noch einmal vertiefen. Wird z.B. die Andacht in einem Kindergottesdienst gehalten, bieten diese Aktionen eine tolle Möglichkeit, das Thema in der Familie noch einmal zu besprechen.
Ein wirklich tolles Andachtsbuch, das ich nur wärmstens empfehlen kann, nicht nur für den Kindergottesdienst, sondern auch für den Hausgebrauch!
Rezensionen von M:
Tolles Buch über ein besonderes Mädchen
Fischtage von Charlotte Brandi
Das Cover des Buchs Fischtage gefällt mir ausgesprochen gut und zeigt direkt, worum es in dem Buch geht. Es geht um Ella, die 16 jährige mit Agressionsproblemen, deren Eltern sich gerade trennen und für die ihre Kinder eine Nebenrolle spielen. Als Ellas Bruder plötzlich verschwindet und das die Eltern kaum interessiert, macht sie sich auf die Suche.
Ella trifft unterschiedlichste Menschen, Situationen und unerwartete Freundschaften. Das Buch ist aus Sicht der Jugendlichen in ihrer Sprache geschrieben und wirkt so authentisch. Die Personen sind gut beschrieben, so dass man sie fast vor sich sehen konnte und trotz ihrer Schwierigkeiten habe ich Ella direkt ins Herz geschlossen. Die Kapitel sind relativ kurz und waren schnell weggelesen. Erwartet hatte ich, dass es im Buch mehr um Ellas Verhalten geht, ähnlich Systemsprenger, aber ihr Verhaltensproblem wird im Verlauf der Handlung immer unwichtiger.











