Kunden em pfehlungen
Rezensionen von div:
toll
Fischtage von Charlotte Brandi
toll
Die Geschichte eines jungen Mädchen, die auf der Suche nach ihrem verschwundenen Bruder, langsam aus der Pubertät entwächst, und ein Stück erwachsen wird. Mit Hilfe eines Plastikfisches und neuen Bekanntschaften erlebt sie allerhand Abenteuer während ihrer Suche.
Das Buch liest sich so weg.
Es ist witzig, detailreich und so locker lässig geschrieben, wie ein junges Mädchen so spricht. Mit einer sehr bildreichen Sprache ist so ein amüsantes, sehr witziges Buch entstanden. Die Personen in Ellas Umfeld, allen voran ihre Familie, sind sehr deutlich gezeichnet worden; man hat sie direkt vor Augen gesehen. Es sind alles liebenswerte Charaktere, mit allen ihren Schrullen und Eigenheiten.
Das Buch wirkt ein bisschen wie ein modernes Märchen.
Ella, die 16 jährige Protagonistin wirkt so echt, so authentisch und auf eine seltsame Art schutzbedürftig! Ich hätte sie so gern an die Hand genommen und gezeigt, wie Freundschaft und Familie auch sein kann!
Ein gelungener Debütroman, der sich zu lesen lohnt.
Rezensionen von div:
tolle Fantasy Erzählung
Mystery Eye von Susann Blum
tolle Fantasy Erzählung
Das Cover ist toll gestaltet - und es trifft auch den Kern der Geschichte und passt somit perfekt authentisch zum Buch.
Die 14 jährige Tammy und fünf andere Personen ihrer Altersgruppe lernen sich kennen und finden sehr schnell heraus, dass alle telepathisch miteinander kommunizieren können.
Es gibt immer mehr mysteriöse Gemeinsamkeiten bzw. Verbindungen und schnell wird klar, dass sie zusammen ein einzigartiges Team bilden.
Ich hätte nicht gedacht, dass mich diese Erzählung so in den Bann ziehen wird. Der Spannungsaufbau ist absolut gelungen. Die Autorin versteht es, die Leser:innen sofort in die Geschichte hineinzuziehen. Interessant habe ich auch die einzelnen Hintergrundgeschichten der Figuren gefunden, die nach und nach preis gegeben werden.
Den Cliffhänger zum Ende des Buches finde ich persönlich gar nicht toll - ich denke, man würde auch zu einer Fortsetzung greifen, ohne dieser überraschenden und offenen Wendung zum Ende hin. So etwas gefällt mir gar nicht, daher ein Stern Abzug.
Rezensionen von buecherfan.wit:
Das ganze grüne, seltsame, schöne Land
Wo wir uns treffen von Anna Hope
Der Patriarch Philip Brooke stirbt, und seine drei Kinder Frannie, Milo und Isa kommen auf dem riesigen Anwesen der Familie in Sussex zusammen, um ihn zu beerdigen und um zu entscheiden, wie es mit dem Erbe weitergehen soll. Die Geschwister stehen einander nicht besonders nahe, auch ihrer Mutter nicht, und keiner trauert wirklich um den Egomanen, der seine Frau Grace immer wieder betrogen, sogar für Jahre mit seiner Geliebten in den USA gelebt und sich nie wirklich um seine Kinder gekümmert hat.
In den vergangenen 10 Jahren hat Haupterbin Frannie die Ländereien bewirtschaftet und ist ihrem Vater durch ihr Projekt der Renaturierung erstmals nähergekommen. Sein Sohn Milo hat dagegen andere Pläne. Er will ein luxuriöses Therapiezentrum zur Behandlung mit Psilocybin, das aus psychedelischen Pilzen gewonnen wird, ausgerechnet auf dem Teil des Grundstücks errichten, wo Ned, ein Freund und Helfer, seit fast fünfzig Jahren in seinem Bus wohnt. Milo hat im Übrigen nie verwunden, dass sein Vater ihn als Kind zwang, jahrelang im Internat zu leben, wo er gemobbt und misshandelt wurde, und seine Mutter es nicht verhinderte. Isa, die jüngste der drei Geschwister, führt eine schwierige Ehe mit zwei Kindern und sorgt bei dem Familientreffen für Probleme, weil sie Clara Nelson, die Tochter von Philips damaliger Geliebter, zur Beerdigung eingeladen hat. Clara hat vor ihrer Reise recherchiert und konfrontiert die Familie mit den problematischen Quellen des ungeheuren Reichtums, den der Urahn Oliver Brooke 200 Jahre zuvor erworben hatte.
Auf der Ebene der Erzählgegenwart – also rund um die Beerdigung – erstreckt sich die Handlung über fünf Tage. Jedoch taucht der Leser immer wieder tief in die Geschichte der einzelnen Personen ein und begreift, dass hier jeder auf seine ganz eigene Weise unglücklich ist. Es geht um Schuld und Vergebung und ganz speziell auch darum, ob eine Wiedergutmachung für die historische Schuld der Brookes möglich ist. Werden Philips Kinder, seine Witwe und Ned eine Chance auf einen Neuanfang bekommen?
Mir hat der interessante Roman mit seinen eindrucksvollen Beschreibungen menschlicher Beziehungen und überwältigend schöner Landschaften trotz deutlicher Längen gut gefallen.
Rezensionen von div:
zum Schulstart
Leserabe Sonderausgaben - Juhu, jetzt bin ich Schulkind! von Doris Arend; Tanja Bürgermeister; Anja Kiel; Henriette Wich
zum Schulstart
Wow - das ist ja ein wirklich gelungenes Buch zum Schulstart und eignet sich hervorragend als Geschenk für die Schulanfänger:innen zur Einschulung.
Bei Ravensburger Bücher sind meine Erwartungen ja immer sehr hoch, und auch dieses Mal werden die Erwartungen wieder rundum erfüllt.
Das Buch bietet eine Kombination aus Lesen, und selber aktiv werden - zahlreiche Seiten animieren zum Eintragen und Erfassen, Einkleben von Fotos, Malen von Bildern. Hervorragend, um die Erinnerungen zum Schulstart festzuhalten.
Die Umsetzung des Buches ist altersgerecht. Einfache Texte, die sich im Laufe des Buches im Schwierigkeitsgrad steigern. Toll gelungen sind auch die zahlreichen Illustrationen. Der Schreibstil ist humorvoll, aber auch klar und verständlich.
Wir können das Buch empfehlen, und freuen uns schon darauf, wenn wir es selber befüllen können.
Rezensionen von buecherfan.wit:
Harte Zeiten für Frauen
Coast Road von Alan Murrin
Alan Murrins Debütroman spielt in der Kleinstadt Ardglas im County Donegal an der irischen Küste. Die Handlung erstreckt sich über einen Zeitraum von wenigen Monaten – von Oktober 1994 - März 1995. Es waren die letzten Monate vor dem Scheidungsreferendum, das es endlich ermöglichte, unglückliche Ehen zu beenden.
Genau darum geht es vor allem in diesem Roman. Colette Crowley, eine Dichterin, kehrt in die Stadt zurück und wird nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Sie hatte wenige Monate zuvor ihren Mann und ihre Kinder verlassen und war zu ihrem Liebhaber nach Dublin gezogen. Sie mietet das heruntergekommene, leerstehende Cottage des Ehepaars Mullen. Colettes Mann verwehrt ihr den Kontakt zu Carl, ihrem jüngsten Sohn. Sie bittet Izzy Keaveney, ihr zu einem geheimen Treffen mit Carl zu verhelfen. Doch die Sache kommt heraus, und die Schwierigkeiten werden für beide Frauen noch größer. Auch Izzy ist seit zwanzig Jahren unglücklich in ihrer Ehe. Es wird nur noch entweder gestritten oder geschwiegen. Ihrem Mann geht es einzig und allein um sein Ansehen in der Öffentlichkeit und seine politische Karriere. Die dritte unglückliche Ehefrau ist Dolores Mullen, deren Mann als notorischer Schürzenjäger bekannt ist. Murrin zeigt, wie verletzlich Frauen in dieser Gemeinschaft sind, wo jeder jeden kennt und viel getratscht wird. So reicht es, dass der örtliche Fleischer betrunken vor Colettes Cottage gesehen wird, um ihren Ruf vollends zu ruinieren. Ähnliches passiert Izzy Keaveney, weil sie mit dem Pfarrer befreundet ist. Die Männer haben das Sagen, und die Frauen erleben nicht nur Einschränkungen aller Art, sondern auch Geringschätzung und viel häusliche Gewalt.
Erstaunlicherweise ist es ein Mann, der den Blick auf Frauenleben im Irland der 90er Jahre richtet. Mir hat Murrins Debütroman gut gefallen – mit der Einschränkung, dass die sprachliche Qualität durch ein gründliches Lektorat noch verbessert werden sollte.
Harte Zeiten für Frauen
Alan Murrins Debütroman spielt in der Kleinstadt Ardglas im County Donegal an der irischen Küste. Die Handlung erstreckt sich über einen Zeitraum von wenigen Monaten – von Oktober 1994 - März 1995. Es waren die letzten Monate vor dem Scheidungsreferendum, das es endlich ermöglichte, unglückliche Ehen zu beenden. Genau darum geht es vor allem in diesem Roman. Colette Crowley, eine Dichterin, kehrt in die Stadt zurück und wird nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Sie hatte wenige Monate zuvor ihren Mann und ihre Kinder verlassen und war zu ihrem Liebhaber nach Dublin gezogen. Sie mietet das heruntergekommene, leerstehende Cottage des Ehepaars Mullen. Colettes Mann verwehrt ihr den Kontakt zu Carl, ihrem jüngsten Sohn. Sie bittet Izzy Keaveney, ihr zu einem geheimen Treffen mit Carl zu verhelfen. Doch die Sache kommt heraus, und die Schwierigkeiten werden für beide Frauen noch größer. Auch Izzy ist seit zwanzig Jahren unglücklich in ihrer Ehe. Es wird nur noch entweder gestritten oder geschwiegen. Ihrem Mann geht es einzig und allein um sein Ansehen in der Öffentlichkeit und seine politische Karriere. Die dritte unglückliche Ehefrau ist Dolores Mullen, deren Mann als notorischer Schürzenjäger bekannt ist. Murrin zeigt, wie verletzlich Frauen in dieser Gemeinschaft sind, wo jeder jeden kennt und viel getratscht wird. So reicht es, dass der örtliche Fleischer betrunken vor Colettes Cottage gesehen wird, um ihren Ruf vollends zu ruinieren. Ähnliches passiert Izzy Keaveney, weil sie mit dem Pfarrer befreundet ist. Die Männer haben das Sagen, und die Frauen erleben nicht nur Einschränkungen aller Art, sondern auch Geringschätzung und viel häusliche Gewalt.
Erstaunlicherweise ist es ein Mann, der den Blick auf Frauenleben im Irland der 90er Jahre richtet. Mir hat Murrins Debütroman gut gefallen – mit der Einschränkung, dass die sprachliche Qualität durch ein gründliches Lektorat noch verbessert werden sollte.
Harte Zeiten für Frauen
Alan Murrins Debütroman spielt in der Kleinstadt Ardglas im County Donegal an der irischen Küste. Die Handlung erstreckt sich über einen Zeitraum von wenigen Monaten – von Oktober 1994 - März 1995. Es waren die letzten Monate vor dem Scheidungsreferendum, das es endlich ermöglichte, unglückliche Ehen zu beenden. Genau darum geht es vor allem in diesem Roman. Colette Crowley, eine Dichterin, kehrt in die Stadt zurück und wird nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Sie hatte wenige Monate zuvor ihren Mann und ihre Kinder verlassen und war zu ihrem Liebhaber nach Dublin gezogen. Sie mietet das heruntergekommene, leerstehende Cottage des Ehepaars Mullen. Colettes Mann verwehrt ihr den Kontakt zu Carl, ihrem jüngsten Sohn. Sie bittet Izzy Keaveney, ihr zu einem geheimen Treffen mit Carl zu verhelfen. Doch die Sache kommt heraus, und die Schwierigkeiten werden für beide Frauen noch größer. Auch Izzy ist seit zwanzig Jahren unglücklich in ihrer Ehe. Es wird nur noch entweder gestritten oder geschwiegen. Ihrem Mann geht es einzig und allein um sein Ansehen in der Öffentlichkeit und seine politische Karriere. Die dritte unglückliche Ehefrau ist Dolores Mullen, deren Mann als notorischer Schürzenjäger bekannt ist. Murrin zeigt, wie verletzlich Frauen in dieser Gemeinschaft sind, wo jeder jeden kennt und viel getratscht wird. So reicht es, dass der örtliche Fleischer betrunken vor Colettes Cottage gesehen wird, um ihren Ruf vollends zu ruinieren. Ähnliches passiert Izzy Keaveney, weil sie mit dem Pfarrer befreundet ist. Die Männer haben das Sagen, und die Frauen erleben nicht nur Einschränkungen aller Art, sondern auch Geringschätzung und viel häusliche Gewalt.
Erstaunlicherweise ist es ein Mann, der den Blick auf Frauenleben im Irland der 90er Jahre richtet. Mir hat Murrins Debütroman gut gefallen – mit der Einschränkung, dass die sprachliche Qualität durch ein gründliches Lektorat noch verbessert werden sollte.
Rezensionen von buecherfan.wit:
Das Privileg einer außergewöhnlichen Erfahrung
Hase und ich von Chloe Dalton
Die Polit-Beraterin und Autorin Chloe Dalton hat sich zur Coronazeit in ihre Scheune auf dem Land zurückgezogen. Eines Tages findet sie ein mutterloses Feldhasenjunges. Sie transportiert es schließlich vorsichtig in ihr Haus und füttert Spezialnahrung mit der Pipette. In der Folgezeit liest sie Fachliteratur, um nichts falsch zu machen.
Die versucht nie, das Wildtier zu vermenschlichen oder zu zähmen, gibt ihm nicht einmal einen Namen. Ihr neuer Mitbewohner bekommt so viel Freiraum, wie er oder sie benötigt. Das Tier wächst schnell und seine Retterin schafft bald die Möglichkeit, dass Hase ungehindert kommen und gehen kann. Der Leser verfolgt mit Erstaunen, in welchem Umfang Dalton bereit ist, sich auf Hases Bedürfnisse einzustellen und ihre eigenen als zweitrangig zu betrachten.
Die Geschichte zeichnet circa drei Jahre im Leben von Dalton und Hase nach. Das Tier wird nicht nur erwachsen, sondern bekommt in der Folge auch dreimal Nachwuchs, beim zweiten Mal im Haus. Die Autorin hat sich nicht nur sehr gründlich in der Fachliteratur informiert, sondern auch Poesie und Prosa aus fernen Jahrhunderten gelesen, wie die umfangreiche Auswahlbibliographie am Ende des Buches zeigt. Ihre Erfahrungen widersprechen häufig den dort dargelegten Aussagen.
Was das Buch so besonders macht, ist Chloes Weg der Selbstfindung und veränderten Einstellung zu Natur und Tierwelt. Sie stellt ihre eigene frühere Lebensweise total in Frage und weiß nun, was ein gutes Leben ausmacht. Sie sieht, wie der Mensch den natürlichen Lebensraum der Tiere immer weiter zerstört und riesige Erntemaschinen Wildtiere töten, dass Tiere wie der Feldhase nicht nur natürliche Feinde wie Fuchs, Dachs, Wiesel und große Vögel haben. Berührend ist auch, dass Dalton angesichts der geringen Lebenserwartung der Feldhasen jetzt schon weiß, dass Hase in naher Zukunft nicht mehr da sein wird und sie über den Verlust ihrer stillen und würdevollen Gefährtin große Trauer empfinden wird. Mir hat diese herzerwärmende, zum Nachdenken anregende Geschichte sehr gut gefallen. Sie hat mich auch sprachlich vollkommen überzeugt.
Rezensionen von buecherfan.wit:
Seltsame Frauenmorde
Die Brandung – Leichenfischer von Karen Kliewe
In Karen Kliewes Ostsee-Krimi “Die Brandung – Leichenfischer“ wird im deutsch-dänischen Grenzgebiet eine Frauenleiche gefunden, kurze Zeit später eine zweite. Beide Frauen wurden nach einem uralten Wikinger-Ritual mit nachgemachten Grabbeigaben bestattet. Die Gräber liegen in öffentlich zugänglichem Gebiet.
Dennoch gibt es keine Zeugen für die aufwändigen Grabungsarbeiten. Die deutschen und dänischen Ermittler arbeiten zusammen, finden aber lange keine brauchbare Spur. Es gibt im Laufe der Geschichte verschiedene Verdächtige, aber es handelt sich immer wieder um falsche Fährten. Die Ermittler stehen auch deshalb stark unter Druck, weil weitere junge Frauen vermisst werden und nicht klar ist, ob sie irgendwo gefangen gehalten und dann ebenfalls ermordet werden. Ein weiteres ausgehobenes Grab hat man immerhin schon gefunden.
Die Geschichte wird mit ständig wechselnden Perspektiven an verschiedenen Orten erzählt, wobei der Leser auch wegen der kaum überschaubaren Personenvielfalt etwas den Überblick verliert. Am besten gefällt mir dabei die Figur der dänischen Archäologin Fria Svensson, die zeitweise mit dem deutschen Kommissar Ohlsen zusammenarbeitet. Erst eine Zeugenaussage von einem Schrottsammler, der ein Auto im Wald fotografiert hat und das von einer Kriminalpsychologin erstellte Täterprofil bringt die Ermittlungen schließlich voran. Besonders spannend fand ich diesen Krimi nicht. Die Geschichte ist etwas wirr und wirkt sehr konstruiert und realitätsfern. Warum ist der Täter/ die Täterin solche Risiken eingegangen? Besonders überzeugend wirkt auch sein/ ihr Motiv nicht.
Mich hat der Ostsee-Krimi, in dem die Ostsee weiter keine Rolle spielt, enttäuscht, und ich sehe keine Veranlassung, weitere Titel dieser Reihe zu lesen.
Rezensionen von cosmea:
Seltsame Frauenmorde
Die Brandung – Leichenfischer von Karen Kliewe
In Karen Kliewes Ostsee-Krimi “Die Brandung – Leichenfischer“ wird im deutsch-dänischen Grenzgebiet eine Frauenleiche gefunden, kurze Zeit später eine zweite. Beide Frauen wurden nach einem uralten Wikinger-Ritual mit nachgemachten Grabbeigaben bestattet. Die Gräber liegen in öffentlich zugänglichem Gebiet.
Dennoch gibt es keine Zeugen für die aufwändigen Grabungsarbeiten. Die deutschen und dänischen Ermittler arbeiten zusammen, finden aber lange keine brauchbare Spur. Es gibt im Laufe der Geschichte verschiedene Verdächtige, aber es handelt sich immer wieder um falsche Fährten. Die Ermittler stehen auch deshalb stark unter Druck, weil weitere junge Frauen vermisst werden und nicht klar ist, ob sie irgendwo gefangen gehalten und dann ebenfalls ermordet werden. Ein weiteres ausgehobenes Grab hat man immerhin schon gefunden.
Die Geschichte wird mit ständig wechselnden Perspektiven an verschiedenen Orten erzählt, wobei der Leser auch wegen der kaum überschaubaren Personenvielfalt etwas den Überblick verliert. Am besten gefällt mir dabei die Figur der dänischen Archäologin Fria Svensson, die zeitweise mit dem deutschen Kommissar Ohlsen zusammenarbeitet. Erst eine Zeugenaussage von einem Schrottsammler, der ein Auto im Wald fotografiert hat und das von einer Kriminalpsychologin erstellte Täterprofil bringt die Ermittlungen schließlich voran. Besonders spannend fand ich diesen Krimi nicht. Die Geschichte ist etwas wirr und wirkt sehr konstruiert und realitätsfern. Warum ist der Täter/ die Täterin solche Risiken eingegangen? Besonders überzeugend wirkt auch sein/ ihr Motiv nicht.
Mich hat der Ostsee-Krimi, in dem die Ostsee weiter keine Rolle spielt, enttäuscht, und ich sehe keine Veranlassung, weitere Titel dieser Reihe zu lesen.
Rezensionen von Lesestern:
Der stumme Schrei
Melody of Silence von Vanessa Siemens
"Melody of Silence" ist der erste Roman von Vanessa Siemens, den sie in Eigenregie ohne ihre Co- Autorin Dorothea Balzer herausgebracht hat.
Wer die bereits erschienenen Jugendromane dieses Autoren- Duos kennt, wird hier bezüglich Spannung und Aktualität nicht enttäuscht.
Mit den hier in Szene gesetzten Protagonisten werden Mobbing, Mutismus, Trauer, Kriminalität Drogenmissbrauch und einiges mehr in eine thrillerhafte Romanhandlung verpackt.
Im Brennpunkt des Geschehens steht die siebzehnjährige Keana, die durch den unverschuldeten Unfalltod ihrer Mutter und die darauffolgende Selbstjustiz ihres Vaters in ein tiefes Loch stürzt, das sie zur Sprachlosigkeit traumatisiert.
Zusammen mit ihrem achtjährigen Bruder Ronan zieht sie zu ihrem Onkel Phil, der während des Gefängnisaufenthaltes ihres Vaters das Sorgerecht übernimmt.
Der Orts - und vor allem Schulwechsel entwickelt sich für Keana zu einem neuen Problemfeld. Dass sie in ihrem schulischen Umfeld nur mit Papier und Bleistift kommuniziert wird ihr als Arroganz ausgelegt und ihr Verhalten falsch interpretiert.
So werden teuflische Pläne geschmiedet, um sie zum Sprechen zu zwingen...
Doch es gibt einen, der sich dem Gruppenzwang entzieht und die böswilligen Spielchen nicht mitmacht - Luca, ein sympathisch-selbstbewusster Mitschüler, der seine christliche Überzeugung lebt und Keana freundlich und hilfsbereit begegnet.
Doch auch er hat Probleme. Sein Bruder hat sich unwissend mit Kriminellen eingelassen und mitschuldig gemacht und das Netz zieht sich langsam zu...
Mein Leseeindruck:
Durch ihren fließend- fesselnden Schreibstil gelingt es Vanessa, dass die Seiten des Buches geradezu vorbeirauschen. Man taucht ein in die Story und ist gepackt.
Die Hauptcharaktere und ihre Nebenfiguren sind gut herausgearbeitet und man kann ihre Handlungsweisen und Gefühle weitgehend nachvollziehen. Bei manchen Situationen hätte ich mir mehr Verstand statt Emotion gewünscht, sodass ich öfters mal innerlich aufgeschrien, den Kopf geschüttelt und dann wieder atemlos verfolgt habe, was als nächstes passiert...
Mein Fazit:
Ein spannungsgeladenes Jugendbuch, das aktuelle Themen aufbereitet, den christlichen Glauben damit verbindet und mit einem thrillerhaften Finale endet.
Rezensionen von LesenIstLeben:
Ergreifende Geschichte zweier Frauen
Halbe Leben von Susanne Gregor
„Halbe Leben“ von Susanne Gregor ist ein sehr ergreifender, wortgewaltiger Roman über den Umgang mit Pflege und den Folgen für das eigenen Leben.
Der Roman erzählt auf der einen Seite von Frust, Erschöpfung und den Umgang mit Angehörigen von Pflegenden, aber auch von der Hingabe und Lebensaufgabe sich um seine Nächsten zu kümmern, selbst bis zur völligen Selbstaufgabe.
Paulína kommt alle zwei Wochen für vierzehn Tage nach Österreich, um sich dort um Irene zu kümmern. Irene, die nach ihrem Schlaganfall im Haus ihrer Tochter Klara und ihrer Familie lebt und dort versorgt wird. Klara und ihr Mann Jacob nehmen Paulína immer mehr in Anspruch, ziehen sie in ihr eigenes Leben, was ohne „ihren slowakischen Engel“ nicht mehr zu funktionieren scheint. Wir steigen immer tiefen in die Lebens- und Gefühlswelt von Paulína ein und nehmen an ihren Ängsten, Zweifeln und Gedanken teil. Besonders ihre beiden Söhne, die in ihrer Abwesenheit von der Schwiegermutter versorgt werden, bereiten ihr Kummer. Paulínas Zerrissenheit zwischen der pflegerischen Arbeit in einer österreichischen Familie und ihrer eigenen Familie in der Slowakei wird sehr deutlich und bedrückend erzählt.
Der Roman beginnt mit Klaras Tod, die Erzählungen beginnen am Ende. Besonders diese Erzählweise hat mich sehr berührt, mich regelrecht aufgewühlt. Der Roman entwickelt eine Wucht, die die Leserschaft in die Gefühlswelt, besonders in Paulínas Welt hineinzieht. Auch Tage nach Beendigung des Buches wirkt dieses in mir nach.
Der klare, detaillierte Schreibstil lässt die Leserschaft dicht an den Protagonisten bleiben und zeichnet die Geschichte sehr gut.
Das Buchcover zeigt ein eher verschwommenes Bild zweier Frauen in der Natur. Mit dem Cover wird bereits die Zerrissenheit der beiden Frauen deutlich. Das Cover ist farblich sehr ansprechend gestaltet, auch die Innenseiten überzeugen.
„Halbe Leben“ von Susanne Gregor ist ein wortgewaltiger, wirklich besonderer Roman über die Pflege eines Menschen und deren Auswirkungen auf so viele Leben. Dieses Buch bekommt von mir fünf Sterne und ist eine klare Kaufempfehlung.










