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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Skanus:

Thriller ohne Thrill

The Island - Auf der Flucht von Nicola Martin

In diesem Thriller passiert unfassbar viel, doch bleibt meiner Meinung nach der Thrill etwas auf der Strecke. Es war für mich weder packend noch mitreißend, sondern 'nur' spannend. Eine Geschichte einer Flucht, die nicht wirklich die Flucht beschreibt, sondern eine Station während der Flucht vor einer ungeklärten Situation weit weit weg.

Was der Autorin sehr gut gelungen ist, sind die zum Teil sperrigen und widersprüchlich handelnden Personen, mit denen die Heldin es zu tun bekommt. Nicht wirklich einordbar, ob nun Freund oder Feind, hängt die Heldin in der Luft und muss sich immer wieder neu orientieren und ihre Handlungen danach ausrichten.
Das Ambiente auf einer abgelegenen Karibik Insel ist zwar als Setting sehr schön, doch kommen Landschaftsbeschreibungen und stimmungsbildende Atmosphärenschilderungen zu kurz. Das Wetter ist zwar handlungsbestimmend, aber nicht wirklich bedrohlich, so wie es auch nicht wirklich paradiesisch ist. Sand und Wasser, mal eine Palme. Kein Seele baumeln lassen an diesem klassischen Sehnsuchtsort.
Auch die ultrareichen Gäste mit ihren schrulligen Macken finden anfangs eine Schilderung, doch es reicht nicht aus, um dem Personal wirklich den letzten Nerv zu rauben. Diese Gäste werden rausgeworfen und das war es dann. Schade. Es wäre schön gewesen, hätte es noch mehr solch schräger Vögel gegeben, die das Geschehen beeinflusst hätten. So konnte sich die Heldin ganz auf die sonderbaren Todesfälle konzentrieren und sehen, wie sie aus dem Plot wieder herauskommt.
Letztlich etwas unspektakulär und der Höhepunkt der Geschichte ist schon vorbei, kaum das er begonnen hat.
Insgesamt eine spannende Geschichte. Allerdings kein Pageturner.

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Rezensionen von Rolf Fox:

Berührende Geschichte

Das Licht in den Wellen von Janne Mommsen

Hinter dem schönen Cover versteckt sich die Geschichte der hundertjährigen Inge, die einst von ihrer Heimatinsel Föhr nach New York geht um dort bei ihrem Cousin in seinem Feinkostladen zu arbeiten. Warum sie nach New York geht erfährt der Leser erst ganz zum Schluss. Wider erarten lebt sich Inge schnell in New York ein, lernt die Sprache schnell, aber durch des Nordriesenvereines wo alle friesisch sprechen, geben ihr ein Stück Heimat zurück.

Immer will sie aber zurück nach Föhr zu ihrer Familie, doch es kommt immer etwas dazwischen und letztendlich auch die Liebe zu Hauke einen Friesen den sie heiratet und mit dem sie sogar ein gutgehendes Esslokal aufmacht.Irgendwann läuft alles aus dem Ruder durch eine harten Schicksal schlag, der sie auch nach Föhr zurückgehen lässt. Doch innerlich ist sie immer zerrissen zwischen Föhr und New York, das sie mit ihren hundert Jahren mit ihrer Enkelin eine Schiffsreise nach Amerika macht.
Fazit:
Eine berührende Geschichte über eine Frau die mit ihrer Vergangenheit abschließen will und deshalb nochmal nach New reist. Was da passiert, erfährt man erst in der Fortsetzung. Schöner berührende Schreibstil der überzeugt

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Rezensionen von Micki:

Toller Roman mit kleinen Schwächen

Die Fletchers von Long Island von Taffy Brodesser-Akner

In Die Fletchers von Long Island​ entführt uns der Autor in die wohlhabende Welt von Long Island in den 1980er Jahren, wo der Alltag der Familie Fletcher durch das dramatische Ereignis der Entführung von Carl Fletcher auf den Kopf gestellt wird. Nach der Zahlung eines hohen Lösegeldes kehrt Carl zwar zurück, doch die Schatten dieser Erfahrung ziehen sich durch die Jahrzehnte und beeinflussen die Dynamik der Familie auf unerwartete Weise.

Vierzig Jahre später, bei einem Familientreffen, wird deutlich, wie tief die Narben der Vergangenheit sitzen und wie sie sowohl verstörende als auch amüsante Auswirkungen auf das Leben der Fletchers haben.
Der Humor des Buches ist ein herausragendes Merkmal. Der Autor schafft es, selbst in den schockierendsten Momenten eine Leichtigkeit und Witzigkeit zu bewahren, die das Lesen zu einem kurzweiligen Vergnügen machen. Die Dialoge sind spritzig und oft voller Ironie, was die Charaktere lebendig und greifbar erscheinen lässt. Die Mischung aus Tragik und Komik wird meisterhaft balanciert, sodass der Leser immer wieder zum Schmunzeln gebracht wird, selbst wenn die Themen schwerwiegender sind.
Trotz der vielen Stärken hat das Buch auch seine Längen. Einige Passagen ziehen sich in die Länge und könnten straffer gefasst werden, was den Lesefluss gelegentlich hemmt. Dennoch gelingt es dem Autor, die Leser durch seine sprachliche Virtuosität und feine Beobachtungsgabe zu fesseln. Die detaillierten Beschreibungen der Charaktere und ihrer Beziehungen machen die Geschichte reichhaltig und einfühlsam.
Insgesamt ist der Roman wirklich eine große jüdisch-amerikanische Familiengeschichte, die sowohl schockierende Einblicke in die Auswirkungen von Trauma als auch humorvolle Momente bietet. Es ist ein Buch, das sich wie ein Klassiker anfühlt und sowohl zum Nachdenken anregt als auch zum Lachen bringt. Trotz kleinerer Schwächen ist es eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die an komplexen Familiengeschichten interessiert sind.

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Rezensionen von C.P.:

Endlich mal wieder Hexen

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1 von Ciccarelli Kristen; Heidelberger Sarah

Ich bin sowas von bereit für gute Hexengeschichten und finde es so schön, dass diese langsam mehr und mehr den Fantasy/Romantasy-Bereich erobern. Vampire und Fae gab es in den letzten Jahren wirklich genug. Und dann auch noch Hexe versus Hexenjäger!

Es gibt die leider inzwischen sehr typischen Schwächen aus dem Romantasy-Genre auch hier: kaum vorhandenes Worldbuilding, sehr farblose Nebencharaktere und teils echt kopflose Entscheidungen.

Aber es wird auch vieles richtig gemacht. Das künstliche Drama hält sich echt in Grenzen und vor allem die Zerrissenheit, Zweifel und Gefühle von beiden sind wirklich zu spüren.
Rune als Protagonistin fand ich phasenweise wirklich toll. Ich mochte ihre Art, die Einblicke in ihre Gefühlswelt, die Mischung aus Schuld, Trauer und irgendwo auch Hoffnung. Aber Himmel, manchmal war sie echt unheimlich naiv und gedankenlos.
Gideon fand ich in Ordnung. Seine Hintergrundgeschichte fand ich gut ausgebaut, dadurch rutschte er nicht gleich in dieselbe Schublade wie alle anderen, austauschbaren männlichen Protagonisten in Romantasy-Büchern. Ich hoffe, dass es dabei auch im zweiten Band bleiben wird. Aber auch hier waren ein paar Situationen dabei, die man einfach hätte lösen können, wenn mal miteinander gesprochen werden würde. Ernsthaft, was ist das nur immer mit der fehlenden Kommunikation? Und hier meine ich noch nicht mal die zwischen weiblichem und männlichem Hauptcharakter, sondern zwischen den Geschwistern.
Aber die Beziehung zwischen Gideon und Rune fand ich echt gut geschrieben, vor allem, da das Buch in wechselnder Perspektive geschrieben wurde und man so als Leser:in tiefe Einblicke in die Gedanken von beiden bekam.
Was mir aber für ein wirklich rundes Buch fehlte, waren echte Situationen in denen Runes großes Geheimnis mal präsenter ist. An sich war es viel zu viel Telling und kaum Showing. Es wurde immer nur über vergangene Rettungsaktionen gesprochen, für den Plot aber ein für mich nicht triftiger Grund genutzt, damit nicht mehr solcher Aktionen geschrieben werden mussten. Das Verhalten von Rune und ihren Freunden passt einfach überhaupt nicht zu dem von ihr gezeichneten Bild. Für die Hexenjäger ist sie DAS große Mysterium, der es auf wundersame Weise seit Jahren gelingt ihnen zu entkommen. Der rote Nachtfalter wird so als professionell und präzise agierende Figur aufgebaut. Rune hingegen ist unglaublich stümperhaft, naiv, ohne nennenswerte Raffinesse. Die Diskrepanz wäre ja ganz cool, sozusagen im Stile kleines Individuum gegen großes System, aber leider fehlt die Verknüpfung. Es wird nicht richtig damit gespielt, dass Rune genau dies weiß und nutzt. Dafür war sie einfach viel zu sehr von sich selber überzeugt. Viele Worte für einen kleinen Teilaspekt, der störte mich aber im gesamten Verlauf des Buches sehr.
Weniger klein war dabei der doch sehr vorhersehbare Plot. Bereits nach kurzer Zeit wusste ich, wie das Buch ausgehen wird und die große Enthüllung war schon Meilen im Voraus klar. Schade, echte Plottwists und Überraschungen wären mal wieder schön.

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Rezensionen von Marw76:

Perfekte Urlaubslektüre

Küstenrauschen von Marieke Hansen

Cover: Das Cover ist sehr schön passend zum Inhalt gewählt und macht zudem sehr viel Lust ans Meer zu fahren und selbst einen so schönen Sonnenuntergang zu sehen. Wenn man das Buch gelesen hat, fallen einem noch ein paar Details auf dem Cover auf die besonders gut zur Geschichte passen wie der kleine Anker.

Inhalt: Für Kleintierärztin Lea könnte es kaum schlimmer laufen: Job verloren, Freund weg und das alles auf einmal. Eine Auszeit muss her. Da passt die Bitte ihres Opas, ihn in seiner Praxis an der Nordsee zu unterstützen, perfekt. Zurück in ihrer Heimat Krummhörn findet Lea das idyllische Leben wieder, das sie einst so liebte: freundliche Menschen, klare Seeluft und eine beruhigende Bodenständigkeit. Doch nicht alles ist so harmonisch, wie es scheint - vor allem nicht mit Großtierarzt Bajo, der gemeinsam mit ihrem Opa die Praxis führt und Lea mit seiner Sturheit regelmäßig den letzten Nerv raubt

Meine Meinung: Ich finde, dass sich dieses Buch besonders gut als Urlaubslektüre zum abschalten eignet. Der Schreibtil ist flussig und leicht zu lesen und man fliegt deshalb förmlich durch das Buch. Die Küstenorte werden wirklich sehr schön bildhaft beschrieben, sodass ich richtig Lust bekommen habe selbst einmal an die Nordsee zu fahren und den Wellen zu lauschen und dem Sonnenuntergang zuzusehen. Immer mal wieder hat die Autorin auch den "Dialekt" der dort lebenden Menschen ins Buch eingebaut, ich hatte da teilweise meine Probeme aber andererseits hat es das Buch auch sehr authentisch gemacht. Die Hauptperson Lea war mir sehr schnell sympathisch und ich habe mit ihr mitgelitten und für sie gehofft, dass es ein Happy End gibt. Es gab die ein- oder andere unterwartete Wendung im Buch die mir gefallen hat, denn ich werde gerne überrascht, aber größtenteils war die Handlung in vielen Dingen vorhersehbar, was mich aber bei einer Urlaubslektüre nicht sehr stört. Da mir die Geschichte insgesamt sehr gut gefallen hat empfehle ich das Buch gerne weiter, besonders für einen Tag im Strandkorb oder in der Hängematte im Garten.

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Rezensionen von Diego:

Unglaublich einfühlsam

Ich glaub ich hasse mich von Christiane Rechenmacher

Ich bin wirklich extrem beeindruckt von der Feinfühligkeit der Autorin

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Rezensionen von Bianca:

Spannender Psychothriller mit Gänsehauteffekt

Der Totenarzt (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 13) von Chris Carter

Chris Carter ist für mich einer der besten Thriller-Autoren dieser Zeit. Seine Bücher sind so unglaublich spannend und detailliert geschrieben. Das Ermittlerteam macht einen sympathischen und seriösen Eindruck, ein fixer Bestandteil der Chris Carter Bücher. Auch mit Totenarzt ist dem Autor erneut ein unglaublich spannendes und nervenzerreißendes Buch gelungen.

Man möchte nicht mehr aufhören zu lesen, die andauernde Spannung ist kaum zu beschreiben.

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Rezensionen von Petra:

Theater in Zeiten des Grauens

Die Liebe sucht ein Zimmer von David Safier

Theater in Zeiten des Grauens im Warschauer Ghetto. Eine junge Truppe Schauspieler spielen für dei Bewohner ein lustiges Theaterstück um zwei Paare denen ein Zimmer doppelt vermietet wurde. Es wirkt wie eine leichte Komödie über die man vielleicht auch heute noch lachen könnte. Wenn einem dann nicht das Lachen im Hals stecken bleibt wenn man daran denkt wo es geschrieben und aufgeführt wurde und was mit den Menschen geschah die darin involviert waren.

Lachen in Zeiten des Grauens, etwas anderes sehen, hören und erleben, einmal weit weg vom Alltag.
Der Autor beschreibt in seinem Roman eine Mischung aus Fiktion und tatsächlicher Geschichte. Es gab dieses Theater und seine Aufführungen auch dieses Stück gehörte dazu und die Menschen haben es geliebt. Die Geschichte um Sara und Michael und die anderen ist Fiktion aber so hätte es gewesen sein können.
David Safier ist bekannt für seine lustigen Romane und gleichzeitig kann er auch Bücher schreiben die den Holocaust verdeutlichen. Anhand von erfundenen Einzelschicksalen eingebettet in die historische Wirklichkeit wird die Ungeheuerlichkeit, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das Grauen und der Überlebenswillen ein klein wenig begreifbar, wir müssen verstehen lernen das ist nicht nur Geschichte sondern es kann wieder passieren.
Wir erleben als Leser das Theaterstück und die Situation darum herum. Das Ankommen der Schauspielerin Sara auf ihrem Weg durch das Ghetto, der Zuschauerraum in dem Juden und SS nebeneinander sitzen oder stehen..
Am Ende der Abschied vom Publikum und Freunden. Ein paar Stunden im Ausnahmezustand.

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Rezensionen von Bianca:

Tod auf der Donau - spannend wie immer

Tod auf der Donau von Beate Maxian

Beate Maxian weiß einfach, wie man die Leser fesselt. Auch der aktuelle Wien-Krimi ist mehr als gelungen. Spannend, unterhaltsam und man möchte das Buch bis zum Schluss nicht aus der Hand legen. Kurzum ein toller Krimi!

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Silvia Grutze:

„Getrennt geboren, gemeinsam verletzt“

Mickey und Arlo von Morgan Dick

Mickey und Arlo ist eine schonungslos ehrliche und zugleich skurrile Geschichte über zwei Frauen, die ein dunkles Band miteinander verbindet: ihr gemeinsamer Vater – ein alkoholkranker, egozentrischer Mann, der in beiden Familien Zerstörung hinterlässt. Der Roman beleuchtet zwei unterschiedliche Lebensrealitäten, die dennoch von demselben Schmerz durchdrungen sind.

Während Mickey und ihre Mutter in Armut und ohne jede Unterstützung zurückgelassen werden, lebt Arlo in materieller Sicherheit – doch auch sie leidet unter den Exzessen ihres Vaters.

Nach dem Tod dieses Mannes spitzt sich die Geschichte zu: Ausgerechnet Mickey, das verstoßene Kind der ersten Familie, soll eine erhebliche Erbschaft antreten. Doch nichts ist umsonst – und das Erbe hat seinen Preis. Die Handlung entfaltet sich mit einer Mischung aus schwarzem Humor, Tragik und überraschender Tiefe. Die Frage, ob Mickey und Arlo einander ähnlicher sind, als sie glauben, zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman und findet ein spannendes und nachdenklich stimmendes Ende.

Morgen Dick gelingt mit diesem Buch ein ungewöhnlicher, teils grotesker Familienroman, der die Abgründe menschlicher Beziehungen ungeschönt darstellt. Die Charaktere sind kaputt, widersprüchlich und genau deshalb faszinierend. Mickey und Arlo ist nichts für zarte Gemüter, aber ein echter Lesetipp für alle, die literarisch gern dorthin blicken, wo es weh tut.

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