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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bibibabby:

Ein Buch, das ich immer wieder lesen werde

Fae Isles - Der Henker der Königin von Lisette Marshall

Ich bin Nicht-Muttersprachlerin und habe trotzdem die 550 Seiten in drei Tagen verschlungen. Der Schreibstil ist floskellos und lässt sich schnell und einfach lesen.

Die Handlung ist durchaus spannend, aber ab der Mitte nimmt sie wirklich Fahrt auf. 

Die Beziehung zwischen Emelin und Creon finde ich sehr schön: Partner, die sich gegenseitig aufheben.

Creon ist ein typischer "tortured soul"/"damaged hero" und Emelin, eine starke Heldin, klug und selbstsicher. Die Dynamik ist hervorragend umgesetzt und die Protagonisten erleben herzzerreißende Zweifel, die es nur in Liebesromanen geben kann. 

Als Erwachsene im mittleren Alter finde ich die Höhe und Tiefe zwar ein bisschen übertrieben, doch auf dieser Achterbahn der Gefühle bin ich trotzdem geblieben und werde sie gerne wieder fahren. Darüber hinaus passen die Reaktionen absolut zur zwanzigjährigen Protagonistin.  

Das Storytelling ist solide umgesetzt und die Entwicklung der Handlung wirkt realistisch und nicht erzwungen. Es gibt nur zwei Stellen, die mich gestört haben, wo Gegenstände, die wichtig für die Handlung sein können, plötzlich nicht mehr erwähnt werden. Da fragt man sich immer wieder, ob sie irgendwann wieder relevant werden.

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Rezensionen von Lilli33:

Drei einzelne Fragezeichen

Die Auferstehung von Andreas Eschbach

Drei einzelne Fragezeichen

Inhalt:
Vor sieben Jahren ist im brasilianischen Regenwald die Hälfte einer Filmcrew verschollen, darunter auch Tracy, die Tochter des Millionärs Alec Hitfield, mit dem auch die drei ??? Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews bekannt waren. Nun taucht eine Frau auf und behauptet, Tracy Hitfield zu sein.

Während Alec sie freudestrahlend mit offenen Armen willkommen heißt, hegt seine Schwester Mary Zweifel an Tracys Identität. Sie beauftragt Justus, dem nachzugehen. Auch Bob und Peter werden in den Fall verwickelt - jeder für sich.

Meine Meinung:
Ich habe die Kriminalgeschichten um die drei ??? früher geliebt und sie auch mit meinen Kindern gelesen und gehört. So freute ich mich unbändig auf „Die Auferstehung“ - quasi auch eine Auferstehung der alten drei ???. Doch leider konnte mich das Buch nicht abholen. Ich fürchte, ich habe mich in den vergangenen Jahren schneller weiterentwickelt als Justus, Peter und Bob, obwohl auch sie älter und reifer geworden sind und Andreas Eschbach ihnen einen passenden Background verpasst hat. Aber in vielem blitzen einfach noch die damaligen Jugendlichen durch, was auch am Schreibstil liegen mag, der dem früheren recht ähnlich ist. Das wirkt einerseits nostalgisch, andererseits für mich aber nicht hundertprozentig glaubwürdig. Zudem hat es mich gestört, dass die drei eine lange Zeit jeder für sich im Fall Tracy wursteln und sich erst spät zusammentun. Die drei ??? waren für mich einfach immer ein super Trio, das sich toll ergänzt hat und nur zu dritt stark war.

Gegen ein bisschen mehr Spannung hätte ich auch nichts einzuwenden gehabt. Ab und an zieht es sich doch ein wenig, und große Teile der Lösung sind schon früh vorherzusehen. Die Story ist aber trotzdem einigermaßen verzwickt und gut konstruiert.

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Rezensionen von Ryria:

Bevor und danach

Eden von Jan Costin Wagner

2017 erschütterte die Nachricht über den Anschlag beim Ariana Grande Konzert die Welt. In "Eden" greift der Autor dies auf und verfolgt das Leben der Familie eines der fiktiven Opfer. Der Tatort ist hier Stuttgart statt Manchester, die Sängerin hat einen anderen Nachnamen, aber ansonsten ist alles fast gleich zum realen Vorbild - und dadurch keine leichte Kost und umso bedrückender.

Über mehrere Monate hinweg erfährt man das Geschehen kurz vor dem Anschlag und danach aus den Perspektiven der Eltern des Opfers, Sofie selbst, einem Klassenkameraden und auch dem Täter selbst. Die Gliederung fand ich schön übersichtlich und während beispielsweise die Perspektive des Mitschülers zunächst eher überraschend war, hat es doch gut gepasst.
Ob der Täter tatsächlich ähnliche Gedanken hatte ist wohl schwer zu sagen, die Interpretation des Autors kam mir persönlich teilweise schlüssig, teilweise aber auch ein wenig klischeehaft vor.

Gelungen empfand ich hingegen die Abschnitte, die sich Sofie und Freund Tobias widmen. Bei beiden hat man schön rauslesen können, dass sie noch Kinder sind, aber sich gleichzeitig auch langsam auf den Weg zum Erwachsensein machen und dabei manchmal weiser sind als die richtigen Erwachsenen. Umso heftiger war es dann auch zu verfolgen, wie Sofie ihre letzten Momente erlebt.
Generell sehe ich die Stärke des Buches in den Familienbeziehungen und der Trauerbewältigung, hier konnte man die Gefühle durch bewegende Beschreibungen und Metaphern sehr spüren. Von unsinnigen Handlungen über Verdrängung und Schuldzuweisungen, vieles lässt die Familie authentisch erscheinen.

Nicht so ganz überzeugt haben mich hingegen die Nebenthemen: Hier wurde versucht, die Auswirkungen auf die politische Lage darzustellen, jedoch wurde sich auch nicht wirklich darauf fokussiert, sodass es eher immer wieder mal kurz erwähnt wurde, ohne jedoch wirklich Eindruck zu hinterlassen. Von der AfD über Coronaleugner, Rassismus und Verschwörungstheorien wurde hier einiges angesprochen, ohne irgendwo mal mehr in die Tiefe zu gehen.

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Rezensionen von Jenny:

Grandioser Auftakt

Fae Isles - Der Henker der Königin von Lisette Marshall

Emelin lebt mit ihren Eltern auf der Insel Cathra. Diese wird vom Silent Death, dem Henker der Königin der Fae vernichtet und er nimmt Emelin mit auf die Insel der Fae. Der Grund? Emelin ist eine Halb-Fae und die Einzige, die die Mutter, die Königin der Fae besiegen kann. Denn Emelin ist die Einzige, die ihre Magie frei benutzen kann.

Soweit so gut. Doch um auf der Insel überleben zu können, muss Emelin das verliebte und dumme Mädchen spielen. Wie es weiter geht? Lest das Buch.

Emelin ist die Protagonistin der Geschichte. Sie ist taff, reaktionsschnell und ein schlaues Köpfchen. Obwohl sie absolut nicht damit einverstanden ist, dass sie auf der Fae-Isles landet, arrangiert sie sich damit und will dem Silent Death dabei helfen, die Mutter zu töten. Ich mag ihre Art. Sie hat keine Angst, sich mit dem stärksten Fae-Krieger anzulegen und behält auch in schwierigen Situationen einen ruhigen Kopf. Hat sie sich Scheiße verhalten, sieht sie es ein und entschuldigt sich auch. Daduch ist sie mal eine ganz andere Art als Protagonistin.
Der Silent Death, oder auch Creon, ist der männliche Protagonist. Er ist stumm und ziemlich eigenbröcklerisch, wie es seine Geschichte auch fast nicht anders zulässt. Er entführt eine fremde junge Frau, damit sie ihm hilft, die Mutter zu töten. Allein, dass er stumm ist, ist mal ein ganz neuer Ansatz, den ich so noch nirgends gelesen habe. Dazu kommt, natürlich das typische bei den männlichen Protagonisten: er beschützt Emelin so gut wie möglich. Creon hat eine lange und schwere Vergangenheit, für die man ihn einfach nur knuddeln möchte.

Die Verbindung zwischen den beiden hat von Anfang an etwas magisches. Obwohl Emelin sehr aufbrausend sein kann und Creon mehr als nur einmal harte Worte um die Ohren wirft, bleibt er verständnisvoll und tut ihr niemals weh. Wie die beiden sich vom Fake-Liebespaar zum echten entwickeln ist einfach cute.

Mein Fazit: Wer dieses Buch wegen fehlenden Farbschnitt nicht lesen will, dem ist nicht zu helfen, dass er eines der besten Bücher des Jahres verpasst. Ich kann kaum die nächsten Teile erwarten.

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Rezensionen von brauneye29:

Ganz nett

Die Frau des Farmers von Helen Rebanks

Zum Inhalt:
Nie wollte Helen ein Leben wie Mutter und Großmutter als Bäuerin führen. Sie studiert Kunst und arbeitet daran ihr eigenes Leben zu führen. Doch dann kommmtces doch anders. Mit Mann und vier Kindern lebt sie nun auf dem eigenen Hof. Und sie lebt dann doch die traditionelle Rolle, immer da und doch im Hintergrund.

Meine Meinung:
Ja, wir erfahren viel von Helens Leben und das ist sicherlich interessant, aber hat mir das Buch irgendeinen Mehrwert gebracht? Im Grunde nicht, denn ich werde das Buch sehr schnell wieder vergessen haben. Zwischendurch hatte ich auch mehr das Gefühl ein Kochbuch zu lesen mit kurzen Zwischenepisoden. Mir war das einfach zu viel, vorallem wenn dann auch noch erklärt wird wie Pudding mit Puddingpulver gemacht wird. Also ehrlich, das steht auf der Packung und muss nicht wirklich Eingang in ein Buch finden. Insgesamt ein Buch, dass ich als ganz nett bezeichnen würde, aber sicher nicht mehr.
Fazit:
Ganz nett

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Rezensionen von M:

Witzige Sommerlektüre

Red Flags von Sophie Jo

Das Buch Red flags von Sophie Jo ist eine absolute Sommer Roman Romanze für Jugendliche und junge Erwachsene. Die beiden Hauptpersonen Poppy und Cam kann man sich sehr gut vorstellen und auch das schön gestaltete Cover zeigt die Unterschiedlichkeit der beiden. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und leicht zu lesen, so dass ich das Buch förmlich in einem Rutsch durchgelesen habe.

Neben der Liebesgeschichte, die natürlich ein Happy End haben musste werden auch andere Themen angeschnitten, die die Jugendlichen beschäftigen, Selbsteinschätzung, Familien, muß ich perfekt sein. Auch wenn ich altersmäßig nicht zur Zielgruppe des Romans gehöre, hat es mir Freude gemacht dieses leichte, humorvolle, wenn auch vorhersehbare Buch zu lesen und ich kann es für die entsprechende Altersgruppe nur wärmstens empfehlen.

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Rezensionen von stina23:

(Auf-) Wachsen

Himmel ohne Ende von Julia Engelmann

Dieses Buch hat mich einfach restlos begeistert! Ich konnte von den ersten Sätzen an eine starke Verbindung zur Protagonistin Charlie aufbauen und mit der 15-Jährigen mitfühlen, weil sie mir oder auch dem Teenager in mir so nahe war.
Charlie kommt sich komisch vor. Sie hat das Gefühl nicht zu ihren MitschülerInnen zu passen, hat deshalb Probleme in der Klasse, verliert ihre beste und einzige Freundin und zieht sich mehr und mehr zurück.

Mit ihrer Mutter lief es auch schon mal besser und als diese einen neuen Mann kennenlernt, an dem laut Charlie alles zum Vergessen ist, fühlt sich noch mehr aufs Abstellgleis geschoben. Sie ist einfach tieftraurig und versinkt hoffnungslos in einem schwarzen Loch, in dem sie fühlt, ihr Leben, ihre Zeit zu vergeuden. Kornelius, der neu in die Klasse kommt und schnell nur mehr Pommes genannt wird, scheint ein ganz anderes Leben zu führen, alles leichter zu nehmen und er bringt langsam mehr und mehr Licht in Charlies Leben zurück. Doch so einfach und vor allem endgültig ist eine Veränderung nie, aber Charlie lernt innerhalb eines Jahres viel über sich, über ihre Umwelt und über das Leben an sich.
Julia Engelmann schreibt so angenehm, aussagekräftig und einfühlsam, dass es für mich nur eines gab: weiterlesen! Sie findet passende und wahre Worte für so viele Situationen, die in einem (Teenager- ) Leben auftauchen. Es war fast erschütternd, wie einfühlsam und klar sie Charlies Gefühle, Gedanken und ihr Erleben beschreibt und mich damit in einen schon länger zurückliegenden Lebensabschnitt zurückführen konnte. Sie ließ mich lachen, weinen, verzweifeln, hoffen, mich hautnah an Charlie dran sein. Kornelius erinnerte mich immer wieder an einen Leuchtturm, der seine Freundin mit seinem Licht aus der Finsternis zieht, jedoch auch nicht ganz unbeeindruckt vom Leben, ab und an jemanden braucht, der ihm hilft, sein Licht wieder zu entfachen.
Für mich ist „Himmel ohne Ende“ eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe und ich kann es aus ganzem Herzen weiterempfehlen, um sich selbst darin wiederzufinden oder durch das Eintauchen in eine Teenagerseele Neues zu entdecken und vielleicht einiges besser verstehen zu lernen.

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Rezensionen von @lust_auf_literatur:

Klang ohne Echo

Die Geschichte des Klangs von Ben Shattuck

Dieser schmale Roman hat nur 104 Seiten und ist großzügig gesetzt. Ich konnte ihn also ziemlich zügig durchlesen.
Jetzt ist es natürlich so, dass die Länge oder die Lesedauer eines Buches nichts über dessen Qalität für mich aussagt. Gerade kurze Romane bestechen oft mit einer starken Verdichtung und Intensität.

„Die Geschichte des Klangs“ gehörte für mich leider nicht in diese Kategorie.
Der Roman selbst ist in zwei Teile gegliedert. Der ersten Teil hat eine Rahmenhandlung im Jahr 1984, in der Lionel Worthing die Geschichte seiner Jugendliebe erzählt. Mit dem Musikstudenten David hatte er 1916 einen Sommer verbracht und diese Zeit hat sein weiteres Leben beeinflusst. Jetzt als alter Mann denkt er an diese einzigartigen Freundschaft und Liebe zurück und ordnet sie ihm Rückblick auf sein Leben ein.

“Ich hatte nicht die Schuldgefühle, die manche Männer in meiner Generation gehabt hätten. Ich liebte David und dachte nicht weit darüber hinaus. Mein Irrtum war die Annahme, David sei der erste von vielen. Eine erste Kostprobe der Liebe.“

Im zweiten Teil erzählt Shattuck die Geschichte von Annie, die in einer langweiligen Leben und einer lieblosen Ehe feststeckt. Sie findet in ihrem Haus die versteckten Wachszylinder, die im Sommer 1916 von Lionel und David während ihrer Forschungsreise im Maine von ländlicher Folkmusik gemacht hatten.
So gelangen die musikalischen Aufzeichnungen nach Jahrzehnten wieder zu Lionel, bei dem sie viele Erinnerungen freisetzen.

Diese Geschichte birgt einiges an melancholischem Potential, das aber bei mir nur teilweise freigesetzt wird. Es ist eine Geschichte über verpasste Chancen und nicht gelebten Möglichkeiten, aber die Tragik, die dahinter steckt, kommt für mich nicht wirkungsvoll zur Geltung. Das liegt meiner Meinung nach auch daran, dass Shattuck nicht wirklich atmosphärisch erzählt, was dann zusammen mit der Kürze des Romans bei mir keine echte Stimmung aufkommen lässt.

Um damit, wie im Klappentext beschrieben „die Rätsel der menschlichen Seele zu erkunden“, war mir nicht so wirklich möglich.

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Rezensionen von @lust_auf_literatur:

Toller Debütroman!

Proben von Tara C. Meister

Eine Schwangerschaft kann mit komplizierten Gefühlen verbunden sein. Eine ungeplante Schwangerschaft vielleicht sogar noch mehr.
Wird eine schwangere Frau automatisch eine Mutter? Und wird eine Frau, die nicht schwanger werden will, niemals eine Mutter?

Wenn du auf diese Fragen bereits alle Antworten kennst, brauchst du nicht weiterzulesen - dann ist „Proben“ vielleicht kein Buch für dich.

Wenn du dich aber für einen zeitgenössischen und modernen Roman zum Thema Schwangerschaft und Freundinnenschaft interessierst, dann wird dir „Proben“ bestimmt gefallen.

Es ist der Debütroman der jungen Autorin und Poetry Slammerin Tara C. Meister, die gerade erst zum Bachmannwettbewerb eingeladen wurde und dort mit dem Stipendium Festivalschreiber:in ausgezeichnet wurde.

Meister erzählt die Geschichte der Freundinnen Johanna und Caro, beide Ende 20 und bemüht, in ihrem gewählten Metier voranzukommen. Caro möchte als Biochemikerin in der Forschung etwas erreichen, sieht aber in einer von Männern dominierten Berufswelt schon die gläserne Decke über sich.
Johanna arbeitet prekär als Regisseurin und bewirbt sich für Stipendien, um ihre Stücke zu realisieren.
Beide spüren den Erwartungsdruck unserer Leistungsgesellschaft

“Dem Druck standzuhalten bedeutete etwas wert zu sein. Unter Druck konnte sie sich selbst spüren.”

Als Johanna ganz unerwartet Caro erzählt, dass sie von einer Spontanbegegnung schwanger ist, ist plötzlich alles ganz anders. Johanna möchte das Kind behalten.

Für Caro passt diese Entscheidung nicht mit ihrem Selbstbild von sich und Johanna als absolut freiheitsliebende und unabhängige Frauen überein.
Sie hat Angst um ihrer Freundinnenschaft mit Johanna, die ihr unglaublich wichtig ist. Und so beschließt Caro, dass Familie heute auch ganz unkonventionell aussehen kann.
Die beiden Frauen möchten das Kind gemeinsam bekommen und großziehen, nicht als Liebespaar, sondern als Freundinnen.

Doch schon in der Schwangerschaft werden die Frauen mit den unendlichen tief verankerten Glaubenssätzen konfrontiert, die rund um das Thema Schwangerschaft und Mutterschaft kreisen.
Glaubenssätze, die vorschreiben, wie genau eine Mutter sein muss und was sie nicht sein darf.

“Eine Mutter darf nicht davonlaufen. Aber unsichtbar werden, das durfte sie.”

Das Zusammenleben von Johanna und Caro ist nicht die reibungslose matriarchle Utopie, wie ich das vielleicht gerne hätte, sondern knirscht unter der Individualität zweier Menschen, ihrer Vergangenheit und Prägung.
Ich finde es großartig, wie subtil und komplex Meister die Dynamik zwischen den beiden Frauen anlegt. Wie viele verborgene und unterdrückte Sehnsüchte sie andeutet ohne zu konkret zu werden.
Gleichzeitig liest sich der Roman so unglaublich flüssig, dass ich ihn in einer Session weginhaliert habe. Und gerade am Schluss finde ich ihn emotional sehr mitreißend.

Ich bin sehr darauf gespannt, in welche Richtung Tara C. Meister literarisch weiter gehen wird und hoffe sehr auf einen neuen Roman!

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Rezensionen von Katja:

Highlight

Rise and Fall // Shatter and Shine // Dream and Dare von Sarah Stankewitz

Eine unglaublich tolle Reihe und das nun in einem Bundle. Lange habe ich mir überlegt diese Reihe zu lesen und was soll ich sagen? Ich habe keine einzelne Zeile davon bereut.


In "Rise and Fall" geht es um Skylar, die einen OneNight Stand mit ihrem besten Freund hat und nun aus der Wohnung flieht, auf dem Rückweg hat sie einen Unfall, der sie in den Rollstuhl befördert.

Da Carter nach ihrer gemeinsamen Nacht das Land verlässt, verheimlicht sie ihm den Unfall. Doch nun ist die Zeit gekommen in der er wieder nach Hause kommt und sie muss ihm nun alles erzählen....

Hier erfährt man viel über das Leben im Rollstuhl und seine Hürden, das fand ich gut, denn davon hatte ich bisher keine Ahnung.
Hier ist nicht immer alles schön, diese Geschichte zeigt auch mal eine düstere Seite des Lebens und nicht immer nur die guten Momente. Es ist eine schöne, traurige, aber auch herzerwärmende Liebesgeschichte mit tollen Haupt- sowie auch Nebencharaktere. Skylar hat einen unglaublich starken Willen, den sie auch braucht nach ihrem Unfall. Sie ist eine bewundernswerte, liebevolle Frau. Sie ist eine bewundernswerte, liebevolle Frau, die sich nicht so schnell unterkriegen lässt. Sie hat im Laufe der Geschichte einen unglaublichen Entwicklungschritt hingelegt. Carter hingegen trägt viel Wut in sich, manchmal kann er sie nicht gut kompensieren, aber in Sachen liebe ist er einmalig, denn das kann er und zwar bedingungslos und unendlich – wie sich im Laufe der Geschichte zeigt.
Sarah Stankewitz setzt in diesem Buch den Fokus stets auf die beiden Hauptprotagonisten, was ich sehr befürwortet hatte. Alles in allem eine super Geschichte, die Lust auf die weiteren Bände der Reihe machte.




In “Shatter und Shine” erhält Hezel die Nachricht, dass ihr Ex in Afghanistan gestoben ist, für sie bricht eine Welt zusammen und sie verkriecht sich auf der Farm ihres Großvaters. Da taucht plötzlich der Kriegsveteran Cameron auf, der nach einem Bombenanschlag sein Gehör verlor. Hazel soll ihm nun Gebärdensprache beibringen und muss sich eingestehen, dass ihr Herz in seiner Gegenwart höher schlägt.

Die Geschichte wird mit so viel feingefühlt erzählt, dass man sie einfach lieben muss. Sie wird mit vielen Emotionen erzählt, ist mitreisend und man fliegt durch die Seiten, da man es kaum schafft mit dem Lesen aufzuhören. Die Umsetzung mit dem Thema Gehörlosigkeit ist Sarah Stankewitz hier sehr gut gelungen.
Beide Charaktere haben im Laufe der Geschichte einen unglaublichen Entwicklungsschritt hingelegt, sie sind sozusagen mit dem Buch mitgewachsen. Hazel hat anfangs getrauert und sich hinter ihrem Job und ihren Freunden versteckt, um ihre Gefühle nicht ganz so aufkeimen zu lassen. Erst als sie den im Unterricht teilnahmslos wirkenden Cameron kennen lernt, weiß sie was zu tun ist. Cameron wirkte anfangs fehl am Platz, so als wüsste er nicht recht was er mit sich anfangen soll und als hätte er keine allzu große Lust mehr auf dieses Leben, doch dies ändert sich im Laufe der Geschichte.
So ist auch der zweite Band genauso lesenswert wie der erste und ich mochte beide sehr gern.




In “Dream and Dare” erobert Isaacs Band die Charts, seine Schwester wird allerdings plötzlich zur Zielscheibe der Presse und etwas in ihm zerbricht, Er verliert seine Leidenschaft für die Musik und die Band steckt deshalb nun in einer tiefen Krise. Also freuen sie sich als die talentierte Straßenmusikerin Hope ins Studio kommt und einwilligt einen Sommer in der Band zu bleiben, auch wenn Isaac das gar nicht will. Doch dieser eine Sommer verändert alles.

Isaac und Hope sind so verschieden und doch haben sie ähnliche Geschichten, voller Einsamkeit, Verlust und innerer Stärke. Die beiden haben mich so sehr berührt. Wer hätte gedacht, dass hinter dem taffen Rockstar ein so verletzlicher Kerl steckt.
Allerdings muss ich sagen, dass mir diese Buch nicht ganz so gefallen hat wie die vorigen Bände, denn hier fehlt es an diese harte Realität, die mir zuvor so gut gefallen hatte. Denoch habe ich auch den letzten Band dieser Reihe gerne gelesen und er hat mir ein paar schöne Stunden beschert. Es war ein würdiger Abschluss der Reihe.




Mein abschließendes Fazit: Sarah Stankewitz hat einen flüssigen authentischen Schreibstil, der das Lesen der Bücher so angenehm macht. Sie verwendet keine komplizierten Worte und recherchiert die jeweiligen Themen gut, sodass sie einen teils auch ganz schön unter die Haut gehen konnten
Allen Charakteren hauchte sie leben ein und sie waren mir allesamt sympathisch.
Insgesamt eine gute Reihe, wo ich den dritten Band, wie erwähnt, am schwächsten fand und alle Bücher inhaliert habe. Die Reihe ist zu einem Highlight von diesem Jahr geworden.

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