Kunden em pfehlungen
Rezensionen von brauneye29:
Ganz nett
Die Frau des Farmers von Helen Rebanks
Zum Inhalt:
Nie wollte Helen ein Leben wie Mutter und Großmutter als Bäuerin führen. Sie studiert Kunst und arbeitet daran ihr eigenes Leben zu führen. Doch dann kommmtces doch anders. Mit Mann und vier Kindern lebt sie nun auf dem eigenen Hof. Und sie lebt dann doch die traditionelle Rolle, immer da und doch im Hintergrund.
Meine Meinung:
Ja, wir erfahren viel von Helens Leben und das ist sicherlich interessant, aber hat mir das Buch irgendeinen Mehrwert gebracht? Im Grunde nicht, denn ich werde das Buch sehr schnell wieder vergessen haben. Zwischendurch hatte ich auch mehr das Gefühl ein Kochbuch zu lesen mit kurzen Zwischenepisoden. Mir war das einfach zu viel, vorallem wenn dann auch noch erklärt wird wie Pudding mit Puddingpulver gemacht wird. Also ehrlich, das steht auf der Packung und muss nicht wirklich Eingang in ein Buch finden. Insgesamt ein Buch, dass ich als ganz nett bezeichnen würde, aber sicher nicht mehr.
Fazit:
Ganz nett
Rezensionen von M:
Witzige Sommerlektüre
Red Flags von Sophie Jo
Das Buch Red flags von Sophie Jo ist eine absolute Sommer Roman Romanze für Jugendliche und junge Erwachsene. Die beiden Hauptpersonen Poppy und Cam kann man sich sehr gut vorstellen und auch das schön gestaltete Cover zeigt die Unterschiedlichkeit der beiden. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und leicht zu lesen, so dass ich das Buch förmlich in einem Rutsch durchgelesen habe.
Neben der Liebesgeschichte, die natürlich ein Happy End haben musste werden auch andere Themen angeschnitten, die die Jugendlichen beschäftigen, Selbsteinschätzung, Familien, muß ich perfekt sein. Auch wenn ich altersmäßig nicht zur Zielgruppe des Romans gehöre, hat es mir Freude gemacht dieses leichte, humorvolle, wenn auch vorhersehbare Buch zu lesen und ich kann es für die entsprechende Altersgruppe nur wärmstens empfehlen.
Rezensionen von stina23:
(Auf-) Wachsen
Himmel ohne Ende von Julia Engelmann
Dieses Buch hat mich einfach restlos begeistert! Ich konnte von den ersten Sätzen an eine starke Verbindung zur Protagonistin Charlie aufbauen und mit der 15-Jährigen mitfühlen, weil sie mir oder auch dem Teenager in mir so nahe war.
Charlie kommt sich komisch vor. Sie hat das Gefühl nicht zu ihren MitschülerInnen zu passen, hat deshalb Probleme in der Klasse, verliert ihre beste und einzige Freundin und zieht sich mehr und mehr zurück.
Mit ihrer Mutter lief es auch schon mal besser und als diese einen neuen Mann kennenlernt, an dem laut Charlie alles zum Vergessen ist, fühlt sich noch mehr aufs Abstellgleis geschoben. Sie ist einfach tieftraurig und versinkt hoffnungslos in einem schwarzen Loch, in dem sie fühlt, ihr Leben, ihre Zeit zu vergeuden. Kornelius, der neu in die Klasse kommt und schnell nur mehr Pommes genannt wird, scheint ein ganz anderes Leben zu führen, alles leichter zu nehmen und er bringt langsam mehr und mehr Licht in Charlies Leben zurück. Doch so einfach und vor allem endgültig ist eine Veränderung nie, aber Charlie lernt innerhalb eines Jahres viel über sich, über ihre Umwelt und über das Leben an sich.
Julia Engelmann schreibt so angenehm, aussagekräftig und einfühlsam, dass es für mich nur eines gab: weiterlesen! Sie findet passende und wahre Worte für so viele Situationen, die in einem (Teenager- ) Leben auftauchen. Es war fast erschütternd, wie einfühlsam und klar sie Charlies Gefühle, Gedanken und ihr Erleben beschreibt und mich damit in einen schon länger zurückliegenden Lebensabschnitt zurückführen konnte. Sie ließ mich lachen, weinen, verzweifeln, hoffen, mich hautnah an Charlie dran sein. Kornelius erinnerte mich immer wieder an einen Leuchtturm, der seine Freundin mit seinem Licht aus der Finsternis zieht, jedoch auch nicht ganz unbeeindruckt vom Leben, ab und an jemanden braucht, der ihm hilft, sein Licht wieder zu entfachen.
Für mich ist „Himmel ohne Ende“ eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe und ich kann es aus ganzem Herzen weiterempfehlen, um sich selbst darin wiederzufinden oder durch das Eintauchen in eine Teenagerseele Neues zu entdecken und vielleicht einiges besser verstehen zu lernen.
Rezensionen von @lust_auf_literatur:
Klang ohne Echo
Die Geschichte des Klangs von Ben Shattuck
Dieser schmale Roman hat nur 104 Seiten und ist großzügig gesetzt. Ich konnte ihn also ziemlich zügig durchlesen.
Jetzt ist es natürlich so, dass die Länge oder die Lesedauer eines Buches nichts über dessen Qalität für mich aussagt. Gerade kurze Romane bestechen oft mit einer starken Verdichtung und Intensität.
„Die Geschichte des Klangs“ gehörte für mich leider nicht in diese Kategorie.
Der Roman selbst ist in zwei Teile gegliedert. Der ersten Teil hat eine Rahmenhandlung im Jahr 1984, in der Lionel Worthing die Geschichte seiner Jugendliebe erzählt. Mit dem Musikstudenten David hatte er 1916 einen Sommer verbracht und diese Zeit hat sein weiteres Leben beeinflusst. Jetzt als alter Mann denkt er an diese einzigartigen Freundschaft und Liebe zurück und ordnet sie ihm Rückblick auf sein Leben ein.
“Ich hatte nicht die Schuldgefühle, die manche Männer in meiner Generation gehabt hätten. Ich liebte David und dachte nicht weit darüber hinaus. Mein Irrtum war die Annahme, David sei der erste von vielen. Eine erste Kostprobe der Liebe.“
Im zweiten Teil erzählt Shattuck die Geschichte von Annie, die in einer langweiligen Leben und einer lieblosen Ehe feststeckt. Sie findet in ihrem Haus die versteckten Wachszylinder, die im Sommer 1916 von Lionel und David während ihrer Forschungsreise im Maine von ländlicher Folkmusik gemacht hatten.
So gelangen die musikalischen Aufzeichnungen nach Jahrzehnten wieder zu Lionel, bei dem sie viele Erinnerungen freisetzen.
Diese Geschichte birgt einiges an melancholischem Potential, das aber bei mir nur teilweise freigesetzt wird. Es ist eine Geschichte über verpasste Chancen und nicht gelebten Möglichkeiten, aber die Tragik, die dahinter steckt, kommt für mich nicht wirkungsvoll zur Geltung. Das liegt meiner Meinung nach auch daran, dass Shattuck nicht wirklich atmosphärisch erzählt, was dann zusammen mit der Kürze des Romans bei mir keine echte Stimmung aufkommen lässt.
Um damit, wie im Klappentext beschrieben „die Rätsel der menschlichen Seele zu erkunden“, war mir nicht so wirklich möglich.
Rezensionen von @lust_auf_literatur:
Toller Debütroman!
Proben von Tara C. Meister
Eine Schwangerschaft kann mit komplizierten Gefühlen verbunden sein. Eine ungeplante Schwangerschaft vielleicht sogar noch mehr.
Wird eine schwangere Frau automatisch eine Mutter? Und wird eine Frau, die nicht schwanger werden will, niemals eine Mutter?
Wenn du auf diese Fragen bereits alle Antworten kennst, brauchst du nicht weiterzulesen - dann ist „Proben“ vielleicht kein Buch für dich.
Wenn du dich aber für einen zeitgenössischen und modernen Roman zum Thema Schwangerschaft und Freundinnenschaft interessierst, dann wird dir „Proben“ bestimmt gefallen.
Es ist der Debütroman der jungen Autorin und Poetry Slammerin Tara C. Meister, die gerade erst zum Bachmannwettbewerb eingeladen wurde und dort mit dem Stipendium Festivalschreiber:in ausgezeichnet wurde.
Meister erzählt die Geschichte der Freundinnen Johanna und Caro, beide Ende 20 und bemüht, in ihrem gewählten Metier voranzukommen. Caro möchte als Biochemikerin in der Forschung etwas erreichen, sieht aber in einer von Männern dominierten Berufswelt schon die gläserne Decke über sich.
Johanna arbeitet prekär als Regisseurin und bewirbt sich für Stipendien, um ihre Stücke zu realisieren.
Beide spüren den Erwartungsdruck unserer Leistungsgesellschaft
“Dem Druck standzuhalten bedeutete etwas wert zu sein. Unter Druck konnte sie sich selbst spüren.”
Als Johanna ganz unerwartet Caro erzählt, dass sie von einer Spontanbegegnung schwanger ist, ist plötzlich alles ganz anders. Johanna möchte das Kind behalten.
Für Caro passt diese Entscheidung nicht mit ihrem Selbstbild von sich und Johanna als absolut freiheitsliebende und unabhängige Frauen überein.
Sie hat Angst um ihrer Freundinnenschaft mit Johanna, die ihr unglaublich wichtig ist. Und so beschließt Caro, dass Familie heute auch ganz unkonventionell aussehen kann.
Die beiden Frauen möchten das Kind gemeinsam bekommen und großziehen, nicht als Liebespaar, sondern als Freundinnen.
Doch schon in der Schwangerschaft werden die Frauen mit den unendlichen tief verankerten Glaubenssätzen konfrontiert, die rund um das Thema Schwangerschaft und Mutterschaft kreisen.
Glaubenssätze, die vorschreiben, wie genau eine Mutter sein muss und was sie nicht sein darf.
“Eine Mutter darf nicht davonlaufen. Aber unsichtbar werden, das durfte sie.”
Das Zusammenleben von Johanna und Caro ist nicht die reibungslose matriarchle Utopie, wie ich das vielleicht gerne hätte, sondern knirscht unter der Individualität zweier Menschen, ihrer Vergangenheit und Prägung.
Ich finde es großartig, wie subtil und komplex Meister die Dynamik zwischen den beiden Frauen anlegt. Wie viele verborgene und unterdrückte Sehnsüchte sie andeutet ohne zu konkret zu werden.
Gleichzeitig liest sich der Roman so unglaublich flüssig, dass ich ihn in einer Session weginhaliert habe. Und gerade am Schluss finde ich ihn emotional sehr mitreißend.
Ich bin sehr darauf gespannt, in welche Richtung Tara C. Meister literarisch weiter gehen wird und hoffe sehr auf einen neuen Roman!
Rezensionen von Katja:
Highlight
Rise and Fall // Shatter and Shine // Dream and Dare von Sarah Stankewitz
Eine unglaublich tolle Reihe und das nun in einem Bundle. Lange habe ich mir überlegt diese Reihe zu lesen und was soll ich sagen? Ich habe keine einzelne Zeile davon bereut.
In "Rise and Fall" geht es um Skylar, die einen OneNight Stand mit ihrem besten Freund hat und nun aus der Wohnung flieht, auf dem Rückweg hat sie einen Unfall, der sie in den Rollstuhl befördert.
Da Carter nach ihrer gemeinsamen Nacht das Land verlässt, verheimlicht sie ihm den Unfall. Doch nun ist die Zeit gekommen in der er wieder nach Hause kommt und sie muss ihm nun alles erzählen....
Hier erfährt man viel über das Leben im Rollstuhl und seine Hürden, das fand ich gut, denn davon hatte ich bisher keine Ahnung.
Hier ist nicht immer alles schön, diese Geschichte zeigt auch mal eine düstere Seite des Lebens und nicht immer nur die guten Momente. Es ist eine schöne, traurige, aber auch herzerwärmende Liebesgeschichte mit tollen Haupt- sowie auch Nebencharaktere. Skylar hat einen unglaublich starken Willen, den sie auch braucht nach ihrem Unfall. Sie ist eine bewundernswerte, liebevolle Frau. Sie ist eine bewundernswerte, liebevolle Frau, die sich nicht so schnell unterkriegen lässt. Sie hat im Laufe der Geschichte einen unglaublichen Entwicklungschritt hingelegt. Carter hingegen trägt viel Wut in sich, manchmal kann er sie nicht gut kompensieren, aber in Sachen liebe ist er einmalig, denn das kann er und zwar bedingungslos und unendlich – wie sich im Laufe der Geschichte zeigt.
Sarah Stankewitz setzt in diesem Buch den Fokus stets auf die beiden Hauptprotagonisten, was ich sehr befürwortet hatte. Alles in allem eine super Geschichte, die Lust auf die weiteren Bände der Reihe machte.
In “Shatter und Shine” erhält Hezel die Nachricht, dass ihr Ex in Afghanistan gestoben ist, für sie bricht eine Welt zusammen und sie verkriecht sich auf der Farm ihres Großvaters. Da taucht plötzlich der Kriegsveteran Cameron auf, der nach einem Bombenanschlag sein Gehör verlor. Hazel soll ihm nun Gebärdensprache beibringen und muss sich eingestehen, dass ihr Herz in seiner Gegenwart höher schlägt.
Die Geschichte wird mit so viel feingefühlt erzählt, dass man sie einfach lieben muss. Sie wird mit vielen Emotionen erzählt, ist mitreisend und man fliegt durch die Seiten, da man es kaum schafft mit dem Lesen aufzuhören. Die Umsetzung mit dem Thema Gehörlosigkeit ist Sarah Stankewitz hier sehr gut gelungen.
Beide Charaktere haben im Laufe der Geschichte einen unglaublichen Entwicklungsschritt hingelegt, sie sind sozusagen mit dem Buch mitgewachsen. Hazel hat anfangs getrauert und sich hinter ihrem Job und ihren Freunden versteckt, um ihre Gefühle nicht ganz so aufkeimen zu lassen. Erst als sie den im Unterricht teilnahmslos wirkenden Cameron kennen lernt, weiß sie was zu tun ist. Cameron wirkte anfangs fehl am Platz, so als wüsste er nicht recht was er mit sich anfangen soll und als hätte er keine allzu große Lust mehr auf dieses Leben, doch dies ändert sich im Laufe der Geschichte.
So ist auch der zweite Band genauso lesenswert wie der erste und ich mochte beide sehr gern.
In “Dream and Dare” erobert Isaacs Band die Charts, seine Schwester wird allerdings plötzlich zur Zielscheibe der Presse und etwas in ihm zerbricht, Er verliert seine Leidenschaft für die Musik und die Band steckt deshalb nun in einer tiefen Krise. Also freuen sie sich als die talentierte Straßenmusikerin Hope ins Studio kommt und einwilligt einen Sommer in der Band zu bleiben, auch wenn Isaac das gar nicht will. Doch dieser eine Sommer verändert alles.
Isaac und Hope sind so verschieden und doch haben sie ähnliche Geschichten, voller Einsamkeit, Verlust und innerer Stärke. Die beiden haben mich so sehr berührt. Wer hätte gedacht, dass hinter dem taffen Rockstar ein so verletzlicher Kerl steckt.
Allerdings muss ich sagen, dass mir diese Buch nicht ganz so gefallen hat wie die vorigen Bände, denn hier fehlt es an diese harte Realität, die mir zuvor so gut gefallen hatte. Denoch habe ich auch den letzten Band dieser Reihe gerne gelesen und er hat mir ein paar schöne Stunden beschert. Es war ein würdiger Abschluss der Reihe.
Mein abschließendes Fazit: Sarah Stankewitz hat einen flüssigen authentischen Schreibstil, der das Lesen der Bücher so angenehm macht. Sie verwendet keine komplizierten Worte und recherchiert die jeweiligen Themen gut, sodass sie einen teils auch ganz schön unter die Haut gehen konnten
Allen Charakteren hauchte sie leben ein und sie waren mir allesamt sympathisch.
Insgesamt eine gute Reihe, wo ich den dritten Band, wie erwähnt, am schwächsten fand und alle Bücher inhaliert habe. Die Reihe ist zu einem Highlight von diesem Jahr geworden.
Rezensionen von Kwinsu:
Aufarbeitung eines fast vergessenen Lebens
Anna oder: Was von einem Leben bleibt von Henning Sußebach
"Jeder Mensch stirbt zweimal": so eröffnet Henning Sußebach sein Buch. Er meint damit einerseits das körperliche Dahinscheiden, andererseits aber auch das soziale Sterben: das Vergessen einer Person. Während in der Menschheitsgeschichte nur sehr wenige Personen - dabei handelt es sich nach wie vor größtenteils um Männer - in Erinnerung bleiben, werden all die "kleinen Leute", die den Alltag ausmachen und die Geschichte vorantreiben, ohne viele Spuren zu hinterlassen, spätestens nach zwei Generationen vergessen.
Dagegen kämpft Sußebach in "Anna oder: was von einem Leben bleibt" an.
Seine Urgroßmutter Anna war einst Lehrerin, musste sich dem Lehrerinnenzölibat unterwerfen, konnte anfangs ihre große Liebe Clemens nicht heiraten, weil sie laut Familienverband nicht den richtigen Stand hatte. Als ihr Glück doch noch in Erfüllung geht, verliert sie es umgehend wieder, denn nach nur wenigen Wochen Ehe verunglückt Clemens. Doch Anna gibt nicht auf, übernimmt die vererbten Familiengeschäfte und heiratet zu späterer Zeit erneut. Soviel ist nachzuvollziehen, anhand von einigen noch vorhandenen Quellen, vieles ist aber Spekulation und kann nur im Rahmen des Zeitgeschehens rekonstruiert werden.
Immer wieder spannt Sußebach den großen Bogen zum Weltgeschehen, lässt die Leser*innen wissen, was zur Zeit, in der Anna wirkte, an Weltgeschichtlichem vonstatten ging, setzt ihr Leben so immer wieder in den großen Kontext. Er phantasiert, wie es Anna wohl mit den verschiedenen Schicksalsschlägen ergangen sein mag, weißt aber explizit darauf hin, dass manches nur erdacht ist, da konkrete Spuren darüber fehlen. Immer wieder lässt er Quellen sprechen, zeigt und interpretiert die wenigen Fotos, die von Anna und ihrer Familie übrig geblieben sind, gibt Auszüge von Schulmaterial zum Besten, um den Leser*innen einen Eindruck vom Zeitgeist des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts zu geben. Kritisch anzumerken ist, dass besonders letzterwähnte leider nicht groß kommentiert werden, obwohl sie an vielen Stellen rassistische Aussagen enthalten. Auch wenn man davon ausgeht, dass die Leser*innenschaft historienkundig ist, wäre es angebracht gewesen, diese Zitate in einen Kontext zu setzen.
Dem Autor gelingt es hervorragend aufzuzeigen, wie schwierig es ist, ein längst vergangenes Frauenleben zu halten, da mit jedem Tag, an dem die Geschichte voranschreitet, Erinnerungen und Spuren verblassen. Anna kann als Charakter so nicht mehr greifbar gemacht werden, trotzdem schafft er es, sie vorm endgültigen, nachhaltigen Vergessen zu bewahren, indem er ihr mit diesem Buch ein Denkmal setzt.
Mein Fazit: "Anna oder: was von einem Leben bleibt" ist ein berührender Versuch, ein Leben einer Vorfahrin für die Nachwelt zu konservieren, mit nur spärlich vorhandenen Quellen und wenigen familiären Erzählungen einen Charakter, der um die Jahrhundertwende in Deutschland lebte und wirkte, nachzubilden. Er zeigt die Schwierigkeit eine historische Persönlichkeit ohne jeglichen Bekanntheitsgrad, vor allem wenn es sich um eine Frau handelt, einzuordnen und nachzuvollziehen, was sie bewegte. Trotz kleinerer Unterlassungen an Erklärungen kann ich das Buch nur wärmstens an alle empfehlen, die sich nicht nur für die Großen in der Geschichte interessieren, sondern offen sind für Menschen wie du und ich.
Rezensionen von Lesehamster12:
Wendepunkt
Der Trailer von Linus Geschke
Der erste Teil der Thriller-Trilogie mit "Der Trailer" von Linus Geschke ist ein mega Auftakt. Ich freue mich jetzt schon, auf die nächsten beiden Teile und hoffe, sie sind genauso stark und überraschend.
Der Schreibstil ist klasse, flüssig, fesselnd und keineswegs langweilig.
Für mich persönlich sind immer überschaubare Kapitel sehr wichtig, was hier
absolut gegeben ist.
Das Buchcover in seinem überwiegend düsteren schwarz, darauf ein Stückchen eines Trailers - klasse gemacht.
Wenn man dann schon das Buch in den Händen hält und am Ende des Buches noch sehen kann, welch tolle Wahl für die nächsten beiden Teile als Cover geplant sind, dann kann man nur applaudieren zu dieser tollen Idee!
Eine seit 15 Jahren vermisste junge Frau, namens Lisa Martin, lässt der Kommissarin Frieda Stahnke keine Ruhe.
Da Frieda und Lisa sich aus ihrer Heimat her kannten, wird durch eine Begegnung ihre Neugierde auf Antworten entfacht.
Lisa´s letzter Aufenthaltsort war damals ein Campingplatz in den Ardennen, der Campingplatz Donkerbloem.
Und schon nimmt die Geschichte ihren Lauf...
Rezensionen von Lesehamster12:
Psychiatrien in den 80ern?
Eisenblume von Frida Skybäck
Das Buch "Eisenblume" ist mein erstes Buch von Frida Skybäck. Als Bestseller in Schweden war ich sehr neugierig auf die Story.
Das Cover ist mega und perfekt für den Inhalt gewählt. Schon die düstere Stimmung lässt sich einfangen.
An manchen Stellen ist es etwas zäh, in anderen Bereichen hätte ich mir etwas mehr Details gewünscht.
Alles in allem finde ich es ein gutes Buch, was sich zu lesen lohnt.
Fredrika Storm und ihr Kollege Henry Calment bekommen einen neuen Fall.
In einer ehemaligen Psychiatrie wird eine Leiche gefunden. Diese wurde in
einer Wand versteckt und kam nun durch Zufall zu Tage.
Wer ist die Leiche?
Die beiden ermitteln nun, ob es sich bei der Leiche um eine der beiden vermissten Patienten handeln könnte, die in den Achtzigerjahren spurlos verschwunden sind.
Während dieser Ermittlungen kommen einige verwirrende Dinge zum Vorschein und machen den Fall immer mysteriöser.
Schaffen es die beiden herauszufinden, was damals passiert ist?
Rezensionen von Streiflicht:
Skurril und lustig
Napoli am Ostseestrand von Leo Hansen
Wer Geschichten mag, die nicht ganz so ernst zu nehmen sind, aber nicht völlig im Klamauk enden, der ist bei diesem Krimi von Autor Leo Hansen genau richtig. Ich mochte seine Krimis um das Hamburger Ermittlertrio sehr, daher war ich natürlich auch neugierig, was er sonst noch so schreibt. Die Kurzbeschreibung ist ganz schön lang für einen Klappentext, beschreibt aber schon richtig gut, wie komplex und verrückt es werden wird.
Die Figuren sind schillernd und ein bisschen skurril, aber gleichzeitig sehr liebenswert und unterhaltsm. Geraubte Diamanten, eine Musiker mit hochsensiblem Gehör und ein Koch, der Gerüche übermäßig stark wahrnimmt - na, das kann ja heiter werden! Stimmt, das wird es auch. Man muss gleichzeitig aber immer auch aufpassen, denn die Handlung ist schon recht komplex und es spielen auch viele Protagonisten mit. Das macht die Geschichte spannend und man bleibt immer neugierig, wie es weitergeht!
Eine schöne Idee fand ich die Strandzeichnungen am jeweiligen Kapitelanfang. Das sorgt für extra Flair und gute Laune! Genauso wie das Cover, das mir ebenfalls sehr gefällt und das bestens zum Buchinhalt passt. Insgesamt eine gelungene Urlaubslektüre, die auch zu Hause Spaß macht!











