Kunden em pfehlungen
Rezensionen von brauneye29:
Unterhaltsam
Ja, nein, vielleicht von Doris Knecht
Zum Inhalt:
Das Buch wird aus der Ich-Perspektive erzählt und die Protagonistin fühlt sich seit Jahren erstmals wieder frei. Kinder mittlerweile ausgezogen, breitet sich eine Ruhe in ihrem Leben aus, bis ihre Schwester sich bei ihr einnistet, ihr ein Zahn ausfällt und plötzlich auch ihre eigene Endlichkeit spürt.
Dann trifft sie im Supermarkt einen Mann von früher wieder und damit werfen sich Fragen aus, mit denen sie sich gar nicht beschäftigen wollte.
Meine Meinung:
Durch die vielen plötzlich auftretenden Veränderungen wie die Begegnung mit Friedrich, gerät das Leben der Ich-Erzählerin schwer durch einander, scheint er ihr doch Avancen zu machen. Aber will sie das überhaupt nochmal? Die Protagonistin wird urplötzlich aus ihrem eher ruhigen Leben, dass zwischen Stadt und Land hin und her pendelt, mit Fragen konfrontiert, denen sie sich stellen muss. Eigentlich passiert in dem Buch nicht wirklich viel, aber weil es eben so das normale Leben zeigt, ist es so lesenswert, denn wer hat sich nicht schon mal die ein oder andere existenzielle Frage gestellt? Ich hatte das Vergnügen sowohl Buch als auch Hörbuch zu genießen und mir haben beide gefallen.
Fazit:
Unterhaltsam
Rezensionen von brauneye29:
Guter Ansatz
Onigiri von Yuko Kuhn
Zum Inhalt:
Akis Großmutter ist gestorben und da wächst in Aki die Idee ihre Mutter noch ein letztes Mal in die Heimat zur Familie nach Japan zu bringen, auch wenn sie weiß, dass es riskant ist, einen dementen Menschen aus der gewohnten Umgebung zu reißen. Zunächst völlig verwirrt blüht Akis Mutter in der alten Heimat auf und Aki erkennt erst jetzt, was für eine mutige Frau ihre Mutter in jungen Jahren eigentlich war.
Meine Meinung:
Ja, die Erkrankung Demenz macht aus einem Menschen etwas anderes als er vorher war und das ist schwer zu ertragen. Dass Akis Mutter auf der Reise aufblüht, war schön zu lesen bzw. zu hören, aber war für mich, die selbst mit einem dementen Menschen zu tun hat, wenig realistisch. Insgesamt hatte das Buch berührende Momente, die auch schön zu lesen waren, aber es war auch schon etwas zäh und langatmig. Zudem fand ich es auch schwierig zu erkennen, ob wir gerade in der Gegenwart oder in der Vergangenheit unterwegs sind. Vielleicht war auch meine Erwartungshaltung bei dem Buch einfach zu hoch, da mich natürlich das Thema Demenz aufgrund persönlicher Erfahrung interessiert.
Fazit:
Guter Ansatz
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Zusammenfassung eines langen Lebens
Wer bin ich? von Paul Lendvai
Paul Lendvai, gebürtiger Ungar, verfolgter Jude, Flüchtling, Journalist, Osteuropa-Experte und glühender Europäer, fasst in diesem kleinen Buch sein nunmehr 96 Jahre langes Leben und seine Gedanken zur aktuellen Politik zusammen.
Paul Lendvai begleitet mich, seit ich denken kann. Gemeinsam mit Hugo Portisch (1927-2021) hat er mir und vielen anderen die Geschichte Europas erklärt.
Ich kenne einige seiner Bücher wie „Die Ungarn“ oder „Orbáns Ungarn“. Als gebürtiger Ungar, der wie viel andere auch nach dem Ungarn-Aufstand von 1956 das Land verlassen hat, beobachtet er Ungarn mit großem Interesse.
Das Buch enthält für mich nichts wirklich essentiell Neues, ist aber eine gelungene Zusammenfassung, weshalb ich ihm 4 Sterne gebe.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Hat mich leider nicht gepackt
Onigiri von Yuko Kuhn
„Onigiri“ ist der Debütroman der studierten Kulturwissenschaftlerin Yuko Kuhn. Zuletzt war sie an der Hochschule für Film und Fernsehen München tätig und arbeitet seit diesem Jahr als freiberufliche Autorin.
Die Idee, das Leben einer dementen Mutter, die in einem, auch nach Jahrzehnten ihr fremdem Kulturkreis lebt, darzustellen habe ich sehr interessant gefunden.
Doch irgendwie hat mich das Buch nicht wirklich berührt. Obwohl es die Zerrissenheit von Keiko, der Japanerin, die ihren Mann Ernst auf einer Europareise kennengelernt hat und von seiner Familie nie wirklich als Schwiegertochter angenommen worden ist, ziemlich glaubhaft darstellt, ist dies Spannung für mich nicht erlebbar.
Keikos Tochter Aki, aus deren Sicht der Roman geschrieben ist, steht der Krankheit ihrer Mutter hilflos gegenüber und wirkt streckenweise ziemlich ungeduldig, ja geradezu unwirsch im Umgang mit ihr. Umso erstaunter ist Aki, als Keiko, in ihrer alten japanischen Welt, in die Aki sie nach dem Tod ihrer Großmutter mitgenommen hat, geradezu aufblüht. Keiko, die seit Jahren nahezu verstummt ist, wird wieder gesprächig.
Nun, wenn sich Aki ein wenig mit Demenz beschäftigt hätte, wäre ihr das vielleicht nicht gar so erstaunlich vorgekommen. Es ja bekannt, dass das Langzeitgedächtnis von Demenzkranken besser funktioniert, als das Kurzzeitgedächtnis. Gleichwohl ist es natürlich sehr belastend, wenn ein Familienmitglied von Woche zu Woche mehr verlöscht.
Zunächst hat es mich ein wenig überrascht, dass Aki ihre Mutter aus dem gewohnten deutschen Umfeld herausgerissen hat, um nach Japan zu ihrer mütterlichen Familie zu fliegen. Doch dann ist mir aufgegangen, dass Keiko gar nicht richtig in Deutschland verwurzelt ist.
Zum Thema an Demenz habe ich schon einige andere Bücher gelesen bzw. Vorträge gehört, da mein Schwiegervater an Demenz erkrankt ist und wir sein Verlöschen hautnah miterlebt haben.
Fazit:
Leider hat mich dieses Buch nicht wirklich gepackt, weshalb es nur 3 Sterne erhält.
Rezensionen von yellowdog:
Die Erwartungen an ein Paar
Die Ferien von Weike Wang
Die Ferien, im Original Rental house, ist ein ruhiges, unspektakuläres Buch, das aber genau das Leben eines Paars zeigt. Keru und Nate sind zusammen, zwar ein ungleiches Paar, aber sie passen zusammen. Nate ist eher ruhig, nachdenklich und verlässlich. Keru ist chinesischstämmig und oft brodelt es in ihr.
Die Autorin zeigt, wie sie den Erwartungen der Gesellschaft und Familie entsprechen müssen und doch auch ihren eigenen Weg finden.
Es ist ein lesenswertes Buch
Rezensionen von yellowdog:
Die Wachszylinder
Die Geschichte des Klangs von Ben Shattuck
Ben Schattucks Die Geschichte des Klangs besteht aus zwei Teilen, die zeitlich versetzt sind und sich doch aufeinander beziehen.
Der erste Teil erzählt die Begegnung zweier Männer, Lionel und David. Es ist die Zeit von 1917 bis 1919 und eine große erste Liebe.
Das große Thema ist Musik. David ist Komponist, Lionel Sänger.
Er hat das absolute Gehör, knn Töne wie Farben oder Gerüche wahrnehmen.
Gemeinsam ziehen sie los und nehmen Lieder der Bevölkerung auf.
Dieser Abschnitt wurde dieses Jahr auch verfilmt.
Im zweiten Text ,Jahrzehnte später findet eine Frau, Annie, diese Aufnahmen. Sie hat ihre erste große Liebe Henry geheiratet. Doch wo David und Lionels Liebe durch Davids Tod viel zu früh endete, scheint ihre Liebe am Endpunkt.
Ein sehr sensibel und einfühlsam erzähltes Buch.
Rezensionen von yellowdog:
Elefanten in der Großstadt
Das Geschenk von Gaea Schoeters
Nach Die Trophäe mit dem Nashorn kommt jetzt das Geschenk mit weiteren majestätischen Tieren, den Elefanten. Man liest diesen kurzen Roman thematisch ein wenig im Zusammenhang.
Es ist ein Ideenroman, wobei die Autorin diese Idee wirklich konsequent durchspielt. Ein humoristischer Ansatz klingt dabei mit.
Das Geschenk von 20.000 Elefanten verändert das Leben in Deutschland. Viel wird auf einer politischen Ebene abgehandelt. Dabei wäre es auch interessant gewesen, die Empfindungen normaler Menschen zu erfahren, z.B. die alte Frau, die ein verwaistes Elefantenbaby mit der Flasche aufzieht und sich zuletzt nicht mehr von dem Tier trennen mag. Aber das wird nur ein wenig angerissen.
Das Geschenk kommt daher nicht an Die Trophäe heran, obwohl es auch ein tolles Buch ist. Doch ich denke, das nächste Buch von Gaea Schoeters wird wieder mehr bieten.
Rezensionen von Petra:
Ganz unten
Pinguine fliegen nur im Wasser von Henriette Krohn
Vincent ist ganz unten als er auf Greta trifft. Arbeitslos, wohnungslos, ohne Freundin und vor allem weiß er nciht warum. Greta hilft, allen, jeden, sie hat ein großes Herz und ist in allem das genaue Gegenteil von Vincent. Eines haben sie gemeinsam: eine lieblose Kindheit die sie geprägt hat. Greta bietet ihm eine Unterkunft dafür hilft er ihr bei der Renovierung.
Eine Win Win Situation.
Die Art wie die Situation und die Menschen in diesem Buch beschrieben werden, hat man das Gefühl die Autorin ist wie Greta. Auffälligkeiten an anderen Menschen werden als deren persönliche Besonderheit akzeptiert und nicht hinterfragt oder kommentiert. Du bist wie du bist und das ist gut sol. Dieser rote Faden zieht sich durch das ganze Buch und macht es besonders lesenswert. Vincent hat sich als eine Figur erschaffen und als seine Welt zusammenbricht muss er sich neu erfinden. Wir Leser begleiten ihn auf seinen Weg, nehmen seine Ängste war und freuen uns über jeden kleinen Erfolg. Wie aus einem der Angst vor Hunden hat ein Dackelversteher wird zum Beispiel.
Nein sagen und sich selber mal wichtig nehmen, ist für viele eine fast unlösbare Aufgabe. Greta schafft es nach langem Kampf mit sich selbst. Ihre Persönlichkeit versteckt sie unter schrillen Farben. Gleichzeitig wird sie als schön im Innern und interessant in den Äußerlichkeiten beschrieben. Man möchte die beiden und die Menschen bis auf eine Ausnahme gern persönlcih kennenlerne. Einschließlich aller wichtigen Tiere. Es wäre ein Fest voller Freude, Gemütlichkeit und viel Gesprächsstoff.
Rezensionen von froschman:
Churchill am Gardasee
Was am Ufer lauert von Lenz Koppelstätter
Gianna Pitti, Journalistin der kleinen Provinzzeitung Messagero, wird von ihrem Vater, einem Investigativ-Journalisten, gebeten, einen Informanten zu treffen, um von diesem geheime Unterlagen zu erhalten. Doch beim vereinbarten Treffpunkt kann sie niemanden sehen, ein schwarzer Jeep steht am anderen Ende des Parkplatzes.
Im Wasser des Gardasees entdeckt sie dann eine Frauenleiche, sie zieht diese Leiche an das Ufer. Unterlagen findet sie keine, allerdings eine leere CD-ROM-Hülle. Mit Mühe kann sie den Text entziffern: Churchills Geheimnis. Gianna sieht sich um, der Jeep verlässt den Parkplatz. Sie flüchtet, ohne dass sie die Polizei verständigt, da sie hofft, eine weitere große Geschichte für den Messagero schreiben zu können. Gemeinsam mit der Chefredakteurin Elvira Sondrini, ihrem Vater und dessen Bruder versuchen sie herauszufinden, was die Informantin ihrem Vater übermitteln wollte. Von der Polizei wurde keine Meldung über den Fund einer Toten veröffentlicht, allerdings über eine Schießerei in Malcesine. Die Polizei vermutet einen verhinderten Banküberfall, allerdings flüchtete ein britischer Historiker, der einen Vortrag über Churchill und seine Zeit am Gardasee und seine Verbindungen zu Mussolini halten wollte, vom Tatort. Gibt es Zusammenhänge zwischen den beiden Vorfällen?
Koppelstätter beschreibt die Gegend rund um den Gardasee sehr bildhaft, sein Schreibstil ist unterhaltend, aber es kommt nur wenig Spannung auf. Da es sich bei diesem Krimi um den zweiten Teil einer Serie handelt, wäre es von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich, auch das Buch Was der See birgt zu lesen. Einige Fragen bleiben am Ende offen, sodass man auf den nächsten Teil hoffen kann.
Rezensionen von froschman:
Churchill am Gardasee
Was am Ufer lauert von Lenz Koppelstätter
Gianna Pitti, Journalistin der kleinen Provinzzeitung Messagero, wird von ihrem Vater, einem Investigativ-Journalisten, gebeten, einen Informanten zu treffen, um von diesem geheime Unterlagen zu erhalten. Doch beim vereinbarten Treffpunkt kann sie niemanden sehen, ein schwarzer Jeep steht am anderen Ende des Parkplatzes.
Im Wasser des Gardasees entdeckt sie dann eine Frauenleiche, sie zieht diese Leiche an das Ufer. Unterlagen findet sie keine, allerdings eine leere CD-ROM-Hülle. Mit Mühe kann sie den Text entziffern: Churchills Geheimnis. Gianna sieht sich um, der Jeep verlässt den Parkplatz. Sie flüchtet, ohne dass sie die Polizei verständigt, da sie hofft, eine weitere große Geschichte für den Messagero schreiben zu können. Gemeinsam mit der Chefredakteurin Elvira Sondrini, ihrem Vater und dessen Bruder versuchen sie herauszufinden, was die Informantin ihrem Vater übermitteln wollte. Von der Polizei wurde keine Meldung über den Fund einer Toten veröffentlicht, allerdings über eine Schießerei in Malcesine. Die Polizei vermutet einen verhinderten Banküberfall, allerdings flüchtete ein britischer Historiker, der einen Vortrag über Churchill und seine Zeit am Gardasee und seine Verbindungen zu Mussolini halten wollte, vom Tatort. Gibt es Zusammenhänge zwischen den beiden Vorfällen?
Koppelstätter beschreibt die Gegend rund um den Gardasee sehr bildhaft, sein Schreibstil ist unterhaltend, aber es kommt nur wenig Spannung auf. Da es sich bei diesem Krimi um den zweiten Teil einer Serie handelt, wäre es von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich, auch das Buch Was der See birgt zu lesen. Einige Fragen bleiben am Ende offen, sodass man auf den nächsten Teil hoffen kann.










