Kunden em pfehlungen
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Pumpkin Spice Latte
The Pumpkin Spice Latte Disaster (Lower Whilby 1) Lower Whilby von Kyra Groh
"The Pumpkin Spice Latte Disaster" von Kyra Groh ist in der Hörbuchfassung von Sarah Dorsel und Leonard Hohm gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen.
Die Stimme der Sprecherin und des Sprechers kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit waren diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt. Beide Sprechpersonen schätze ich sehr und vor allem Hohm hat in der Vertonung von James einen hervorragenden Job gemacht!
Jude und James sind zwei spannende Charaktere, aus derer beider Perspektive die Handlung erzählt wird. Diese Perspektivenwechsel mag ich sehr und auch hier haben sie mir geholfen mich in beide Protas hineinversetzen zu können. Grundsätzlich ist die Handlung als solche nicht weltbewegend, aber sehr nett anzuhören und mitzuverfolgen. Für mich ist es eine schöne, cozy Herbstlektüre mit einer tollen Dynamik zwischen den Charakteren.
Die Charakterdarstellung hat mir grundlegend gut gefallen, schön fand ich, dass bei Jude und auch James Entwicklung im Rahmen des Handlungsverlaufes bemerkbar waren. Die Nebencharaktere fand ich ein kleines bisschen zu eindimensional. Die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren wurde aber gut eingefangen, auch wenn der Fokus logischer- und korrekterweise auf Jude und James liegt.
Tatsächlich habe ich dieses Buch an einem freien Tag in einem Rutsch durchgehört, denn die Handlung ist doch mitreißend und ich wollte stets wissen, wie es weiter geht.
Rezensionen von rosetheline :
Coming of Age in Stockholm
Beste Zeiten von Jenny Mustard
Jenny Mustard war mir schon vorher durch ihren gleichnamigen YouTube Kanal bekannt und obwohl ich ihren ersten Roman "Okaye Tage" nicht gelesen habe,, sprach mich die Thematik von "Beste Zeiten" an.
Hier geht es um Sickan, eigentlich Siv, die aus einem kleinen Dorf in Skåne, in Südschweden, zum Studieren nach Stockholm zieht.
Weg aus der Provinz, versucht sie sich hier neu zu erfinden, Freundschaften zu knüpfen und vor allem alles Alte zurückzulassen.
Man könnte meinen, dass es sich um einen seichten Coming of Age Roman handelt und zu einem gewissen Punkt stimmt das auch. Doch anders als erwartet, schwingen in dem Buch auch schwierige Themen mit rein. Sickan hat als Jugendliche Mobbingerfahrung gesammelt, darüber hinaus auch sexuellen Missbrauch und hat außerdem ein schwieriges Verhältnis zu ihren Eltern, die viel mehr an ihrem eigenen Leben interessiert zu sein scheinen, als an Sickans. Obwohl ihre Eltern promovierte Wissenschaftler*innen sind, sind sie nicht wohlhabend und so ist Sickan später auch auf die Hilfe ihrer Großmutter angewiesen, um studieren zu können.
In Stockholm fängt Sickan an ein typisches Student*innenleben zu führen und lernt neue Freund*innen kennen. Bei Hanna zieht sie letztendlich auch ein und die beiden führen ein WG Leben, das nicht ganz auf Augenhöhe stattfindet. Und auch die Liebesbeziehung, die sie zu Abbe aufbaut, kommt mit Hindernissen. Und so muss Sickan lernen Grenzen zu setzen, ihre Muster zu hinterfragen und vor allem auch ihre Vergangenheit aufzuarbeiten.
Mir hat "Beste Zeiten" gut gefallen. Neben den leichteren Themen, gab es auch schwere Themen und ich denke es ist hier auch wichtig sich die Triggerwarnungen anzuschauen. Mir haben die Beschreibungen rund um Schweden mit ihren kulturellen Eigenheiten gefallen und ich habe mich sofort nach Stockholm versetzt gefühlt. Alles in Allem ein gutes Buch, das zwar nicht herausragend war, ich aber gerne gelesen habe. Daher vergebe ich 3,75 Sterne.
Rezensionen von rosetheline :
Junge Frau mit sehr vielen Leiden
Junge Frau mit Katze von Daniela Dröscher
Im Jahr 2022 erschien Daniela Dröschers Roman "Lügen über meine Mutter". Ein autofiktionales Werk, das es sogar auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises geschafft hat und mich definitiv begeistert hat. Umso erfreuter war ich zu hören, dass Dröscher nun, drei Jahre später, mit "Junge Frau mit Katze" eine Art Fortsetzung veröffentlicht hat.
Ging es in "Lügen über meine Mutter", wie der Titel schon sagt, vor allem um die Mutter der Protagonistin Ela, geht es in "Junge Frau mit Katze" um Ela selbst. Sie ist gerade dabei zu promovieren und ist einem immensen Druck ausgesetzt, da sie in ihrem Tätigkeitsfeld ohne ein "summa cum laude" geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat. Doch neben diesem Problem, geht es vor allem auch um die schwierige Beziehung zu ihrer Mutter und vor allem um die vielen Krankheiten, die Ela entwickelt.
Leider gefiel mir "Junge Frau mit Katze" nicht annähernd so gut wie "Lügen über meine Mutter". Obwohl Themen wie Leistungsdruck, schwierige Mutter-Tochter-Beziehung und undiagnostizierte Krankheiten im zweiten Roman wichtig sind, konnten sie mich nicht ganz abholen. Vor allem das Thema über die Krankheiten wurde mir irgendwann zu viel und nervte mich. Generell empfand ich das Buch an vielen Ecken als eine Art Schwall von Jammerei.
Ich kann das Buch nur eingeschränkt empfehlen, denke aber, dass andere Personen positiver auf die Themen reagieren würden und es somit vor allem an mir selber liegt. An Dröschers Art und Weise zu schreiben habe ich dennoch nichts zu bemängeln und kann mir somit vorstellen ein weiteres Werk von ihr zu lesen. Daher vergebe ich 2,5 Sterne.
Rezensionen von Anndlich:
Auf den Spuren des Weihnachtsmanns
OTTO fährt los - Weihnachten in Finnland von Madlen Ottenschläger
Der Zauberbus OTTO fährt wieder in den Urlaub, diesmal mit Anton und seinen Eltern Rieke und Jakob. Doch bevor OTTO losfahren kann, geht es erstmal auf eine Fähre und mit dieser in das kalte, weihnachtliche Finnland. Dort wartet nicht nur der Weihnachtsmann, sondern auch eine verschneite Landschaft, Polarlichter und ganz viele Tiere auf OTTO und seine Ferienfamilie.
Otto fährt los - Weihnachten in Finnland von Madlen Ottenschläger für Kinder ab vier Jahren ist ein wunderschönes Vorlesebuch, das durch liebevolle Zeichnungen von Stefanie Reich vieles zum Entdecken bietet und das Leser:innen zum aktiven Mitmachen animiert. Die Illustrationen sind einzigartig und durch die Farbgebung nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch ein weihnachtliches Vergnügen, das Fernweh weckt. Jede Seite bietet viel zu bestaunen und lädt zum Verweilen ein.
Spielerisch wird mit diesem Buch auch noch einiges über das Land gelernt und finnische Wörter in den Text eingebaut, die Authentizität wecken und die Neugier für andere Sprachen und Kulturen weckt. Habe ich bei einem vorherigen Band noch fantastische Elemente kritisiert, so passen diese perfekt nach Finnland, in die Weihnachtswelt und versprühen den Weihnachtszauber.
Eine Kritik bleibt für mich jedoch die häufige Verwendung des Wortes ‚Und‘ zu Beginn eines Satzes.
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Erato & Flame
Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse von Sabine Schoder
"Palace of Ink & Illusions - Der Kuss der Muse'" ist das erste Buch, das ich von Autorin Sabine Schoder gelesen habe. Es wird definitiv nicht das letzte sein!
Als erstes haben mich an dem Buch die schöne Aufmachung mit Farbschnitt angesprochen. Auch wenn ich es eher nicht so mag, wenn Charaktere auf dem Cover abgebildet sind, war es hier in der Gesamtbetrachtung stimmig - vor allem, weil eine mystische Stimmung transportiert wird und sich die Covergestaltung auf den Inhalt des Buches bezieht.
Ab der ersten Seite hat mich der Schreibstil der Autorin begeistern können. Er liest sich leicht und angenehm, die Sprache passt zu den Charakteren. Vor allem hat mir auch der durchweg präsente Humor von Protagonistin Liv gefallen. Da die Geschehnisse aus Livs Sicht geschildert sind, kommt dieser Humor sehr gut zum tragen und macht sie als Prota unfassbar sympathisch.
Grundsätzlich finde ich die Charakterdarstellungen insgesamt sehr gelungen. Nicht nur Liv als Protagonistin, auch alle weiteren Charaktere sind gut gestaltet und nicht zu oberflächlich. Flame und Erato als konukurrierende Love-Interests haben mich beide für sich gewonnen.
Der Twist um die neun Musen, die aus der griechischen Mythologie bekannt sind, hat mir ebenso gut gefallen. Dass einige Musen hier nun männlich sind, ist eine nette Änderung zur bekannten Mythologie und bringt etwas mehr Fahrt in die Geschichte. Grundsätzlich aber ein tolles mythologisches Setting! Dazu der Wettkampf, dessen magische Regeln undurchsichtig sind - ein spannendes Konzept, das hier im ersten Teil der Dilogie sehr gut aufgeht.
Insgesamt hat mir dieses Buch wirklich wahnsinnig gut gefallen und am liebsten würde ich es noch einmal zum ersten Mal lesen können. Da das nicht geht, warte ich nun ungeduldig auf den zweiten Band, um endlich zu wissen, wie es weiter geht!
Rezensionen von Petra:
Ruth und Israel
Adama - Thriller (Maror-Trilogie 2) von Lavie Tidhar
Das Buch beginnt mit dem Sterben von Esther, ihre Tochter Hannah begleitet sie dabei. Die beiden Frauen hatten ein schwieriges Verhältnis, nach dem Tod findet Hannah viele Fotos von Menschen die ihr nichts sagen aber ihrer Mutter anscheinend viel bedeutet haben. Die Nachforschungen führen sie nach Israel in eine Zeit die sie nicht verstehen kann.
1946 kommt Ruth nach Israel in einem Kibbutz am Rande der Wüste. Harte Arbeit und die Bedrohungen durch die Araber machen sie zu einer harten Frau. Eine Frau die weiß was Überleben für eine Last sein kann, eine Frau die weiß wie verletzlich Liebe jemanden macht, sie weiß was der Tod bedeutet, für sie und für andere.
Der Autor verfolgt dieses Erbe von Ruth in ihren Kindern, Enkelkinder und den Freunden und anderen Angehörigen. Die Last hat sich vererbt, ohne das je darüber geredet wurde.
Das Buch fängt alle Facetten der außergewöhnlichen Leben dieser Personen ein. Es ist auch ein Kriminalroman, es ist Zeitgeschichte, es ist ein Familienroman, es ist soviel mehr. Es ist nicht nur Geschichte, es ist auch Gegenwart.
Der Autor erzählt nicht nur, auf der einen Seite wirbt er um Verständnis, auf der anderen vermittelt er Objektivität in dem er urteilt.
Keinen Tag ohne Nachrichten aus Israel, vergleicht man es mit dem Teil der in Palästina spielt, hat sich nicht viel geändert.
Überleben macht hart, gegenüber sich und andere.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Psychogramm eines Opportunisten
Chamäleon von Yishai Sarid
Shai scheint als Journalist in Israel die besten Berufsjahre hinter sich zu haben: nach einem kurzen Ausflug in die Fernsehwelt war er als uncharismatisch abgestempelt worden und auch seine politischen Kommentare sind nicht mehr so gefragt wie früher. Beruflich und einkommensmäßig sieht er sich am Abstellgleis.
Auch mit seiner Ehe steht es nicht zum Besten: seine Frau wird von einem anderen Mann umgarnt, die beiden gemeinsamen Kinder sind nahezu erwachsen, das Verhältnis zu ihnen ist eher distanziert. In der Wohnung würden diverse Instandhaltungsarbeiten anstehen, die sich das Paar nicht so recht leisten kann. Es ist zwar insgesamt noch immer kein schlechtes Leben, das Shai da führt, und vieles ist immer noch angenehm und in Ordnung... doch der mangelnde Erfolg kratzt sehr am Ego des Mannes mittleren Alters.
Eines Tages schreitet er in einem Akt der Zivilcourage in Jaffa spontan ein, wird dafür von drei jungen arabisch wirkenden Männern bedroht und von deren Hund gebissen, kommt ins Krankenhaus und setzt einen wütenden Social-Media-Post ab, der ihn interessant für ein Interview in einem rechtspopulistischen Sender macht.
Schnell realisiert Shai seine Chance: wenn er, der sich bisher als politisch eher linksstehend eingeschätzt, die Dinge differenziert von verschiedenen Seiten aus betrachtet, vorsichtig formuliert und dementsprechende journalistische Kommentare verfasst hat, die Seiten wechselt und seine Botschaften zuspitzt, dann besteht die Chance, wieder gefragt zu sein. Dann darf er regelmäßig im Fernsehen auftreten, wieder viel besser verdienen, wird zu Abendessen mit wichtigen Politikern eingeladen und kommt sogar in die engeren Kreise des Premierministers. Mit so viel mehr Geld und Status könnte er auch für seine Frau wieder attraktiver werden, meint er. Was macht es schon, dafür seine bisherigen politischen Einstellungen und moralischen Prinzipien über Bord zu werfen und sich den Rechtspopulisten anzubiedern, wenn es dort so viel für ihn zu gewinnen gibt?
Wir erleben das ganze Buch aus Shais Perspektive. Dieser ist ein nicht besonders interessanter Charakter, der über keine sonderlich bemerkenswerten Eigenschaften oder Talente verfügt, selbstbezogen ist und zum Opportunismus neigt. Es ist also ein Buch über die Psyche eines eher nicht so sympathischen Menschen. Das Erzähltempo ist eher gemächlich, der Autor nimmt sich viel Zeit dafür, die langsame Zuspitzung der Ereignisse in vielen kleinen Detailszenen darzustellen. Das ist nicht unbedingt langweilig, aber man muss sich die Zeit und Ruhe dafür nehmen.
Wenn man das kann und will, ist es ein durchaus empfehlenswertes Psychogramm eines Opportunisten, das die vielen kleinen Schritte auf dem Weg zum öffentlichen Vertreten immer radikalerer Positionen und zum Verrat an den eigenen ursprünglichen Werten gut darstellt und dabei nachdenklich über die aktuelle politische Landschaft in Israel, aber auch über die Verflechtungen zwischen Medien, Kultur und Politik in diesem und in anderen Ländern macht.
Rezensionen von Shilo:
Im Strudel der Zeit – Entscheidungen, die alles verändern
Sturmtage von Sibel Daniel
Ich habe das Buch fast in einem Rutsch gelesen, weil mich die Geschichte um Johanna und ihren Bruder Karl-Georg sofort gepackt hat. Der politische Druck in Berlin und schließlich ihre Flucht nach Norwegen zeigen eindrucksvoll, wie sehr Mut und Angst in dieser Zeit dicht beieinanderlagen. Ich merkte, dass die Autorin sich von einem wahren Schicksal inspirieren ließ, und gerade das verleiht der Handlung Glaubwürdigkeit und Tiefe.
Besonders gelungen fand ich die Darstellung der historischen Ereignisse. Sie wirken authentisch, sind geschickt mit dem persönlichen Schicksal der Figuren verwoben und lassen die damalige Atmosphäre lebendig werden. Dadurch hatte ich stets das Gefühl, mitten in dieser bewegten Zeit zu stehen, ohne dass es sich nach einem trockenen Geschichtsbuch anfühlte.
Etwas gefehlt hat mir allerdings die zwischenmenschliche Nähe. Zwar konnte ich den Weg der Protagonisten nachvollziehen und auch Johannas innere Zerrissenheit verstehen, doch an Emotionen und feinen Zwischentönen hätte ich mir mehr gewünscht. Gerade bei ihrer Beziehung zu Sven blieb für mich eine gewisse Distanz, die mich daran hinderte, noch tiefer mitzufühlen.
Trotzdem hat mich das Buch gefesselt und bewegt zurückgelassen. Es zeigt, wie schwer es sein musste, unter solchen Bedingungen Entscheidungen zu treffen und ein neues Leben in einem fremden Land zu wagen. Dieser Gedanke ist bei mir geblieben, auch nachdem ich die letzte Seite gelesen hatte.
Für mich ist es eine historisch eindrucksvolle Geschichte mit viel Authentizität, die ich mit vier Sternen bewerte – spannend, bewegend, aber in den Gefühlen etwas zurückhaltend.
Rezensionen von begine:
Geschichte der Samen
Die Rückkehr der Rentiere von Ann-Helén Laestadius
Die Rückkehr der Rentiere, ist der letzte Teil einer Trilogie der Schriftstellerin Ann Helén Laestadius.Die Trilogie gehe über drei Generationen.
Jetzt erfährt man von dem Trauma, die durch die Unterdrückung durch Politik und Kirchen der samischen Bevölkerung ausgesetzt sind.
Da sind dann die Kinder, die kein samisch mehr sprechen.
Dieser Teil spielt von 1982 b9w 1999.
Marina ist ein schüchternes Kind. Ihre Mutter kann ihre Liebe zu den Töchtern nicht zeigen. Sie kommt aus Stockholm zurück da sie ihre Familie braucht.
Sie fängt an ihre Großmutter auszufragen, was mit ihrer Mutter als Kind geschehen ist.
Die Autorin kennt die Situation der Samen, da sie einen samischen Vater hat. So kann sie alles besonders gut erzählen.
Ich habe alle drei Bände gerne gelesen. Jedes Buch lässt sich auch allein lesen. Die Geschichte ergibt sich aus den Erinnerungen.
Rezensionen von ReiShimura:
Wenn Freundschaft nicht auf Anhieb klappt
Löwe sucht einen Freund - oder: Ich hab dich zum Fressen gern von Lucy Astner
Das bunte Cover mit dem lustigen und interessanten Löwen auf dem Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen. Als ich dann den Titel gelesen und bemerkt habe, dass es in diesem Buch um das Thema Freundschaften schließen geht, wusste ich sofort, dass dieses Buch in unserem Bücherregal einziehen muss. Ein weiterer Pluspunkt des Buches ist auch noch, dass Pina Gertenbach für die Illustrationen zuständig war.
Ihr Buch "Schokotorte für alle" durfte bereits früher in diesem Jahr bei uns einziehen und hat sowohl den kleinen Leser wie auch uns Erwachsene begeistert.
Pina Gertenbachs Illustrationsstil ist unglaublich farbenfroh, strahlend und leuchtend. Die Bilder strahlen viel Wärme aus und bestechen durch kleine liebevolle Details. Besonders hervorheben möchte ich, dass die Bilder auch ohne Worte bereits die Geschichte erzählen. Die Gesichtsausdrücke der Tiere sind ausdrucksstark und auch für kleinere Kinder gut verständlich. Sehr interessant finde ich, dass die Tiere einerseits sehr realistisch dargestellt sind, so dass man, im Gegensatz zu anderen Büchern, nie raten muss um welches Tier es sich handelt. Andererseits nimmt Pina sich ein wenig künstlerische Freiheit heraus. In diesem Fall kommt der Löwe, der Hauptcharakter des Buches, mit einer pinken Mähne daher.
Doch nicht nur die Illustrationen sind in diesem Buch ein absoluter Volltreffer, sondern auch die Geschichte. Der Löwe ist gerade in eine neue Wohnung gezogen und muss feststellen, dass er sich einsam fühlt. Deswegen macht er sich auf die Suche nach Freunden. Mit den besten Absichten im Gepäck stürzt er sich im wahrsten Sinne des Wortes auf jedes Tier, das ihm begegnet. Das dabei auch das eine oder andere schief geht, ist fast selbstverständlich. Es ist wirklich äußerst lustig den Löwen dabei zu beobachten, wie er versucht Freunde zu finden, aber auch ein wenig traurig, wenn man merkt, dass er trotz seiner guten Vorsätze viele Probleme damit hat. Der kleine Leser war von Anfang an mit Feuereifer bei der Geschichte dabei und hat an vielen Stellen herzhaft lachen müssen.
Das empfohlene Lesealter des Buches wird vom Baumhaus Verlag mit 4 Jahren angegeben. Meiner Meinung nach kann dieses Buch aber auch mit jüngeren Kindern gelesen werden, vor allem wenn das Kind bereits Bücher mit einer etwas größeren Textmenge gewohnt ist. Hier wurde das Buch mit dem 2,5-jährigen kleinen Leser gelesen. Dieser hatte weder Schwierigkeiten mit der Länge der Geschichte noch mit dem Verständnis.
Dieses Buch zeigt auf charmante und liebevolle Weise, dass es nicht immer leicht ist, auf andere zuzugehen und Freundschaften zu schließen. Auch wenn man die besten Absichten hat und es eigentlich nur gut meint, kann dies beim Gegenüber anders ankommen. Missverständnisse und Fehler gehören einfach zum Leben dazu. Die Frage ist immer nur wie man mit diesen Dingen umgeht. Autorin Lucy Astner gibt kindgerechte Antworten auf diese Fragen, ohne dabei den erhobenen Zeigefinger auszupacken.
Der Baumhaus Verlag hat es wieder einmal geschafft, ein Kinderbuch auf den Markt zu bringen, bei dem das Gesamtkonzept einfach stimmig ist. Grandiose Illustrationen, eine unterhaltsame Geschichte und eine wertvolle Botschaft. Es macht einfach unglaublich viel Spaß dieses Buch vorzulesen, wie auch dieses Buch vorgelesen zu bekommen.
Obwohl der kleine Leser ein sehr gut gefülltes Bücherregal hat, wird regelmäßig dieses Buch ausgesucht. Dies sagt meiner Meinung nach bereits am meisten aus. Daher möchte ich abschließend nur noch einmal sagen, dass ich dieses Buch wirklich von ganzem Herzen weiterempfehlen kann.











