Kunden em pfehlungen
Rezensionen von MariasBooks:
Jahreshighlight über eine junge Göttin, die ihren Platz in der Welt sucht
Wild Reverence von Rebecca Ross
Zum Buch
Wild Reverence ist ein Standalone und erzählt die Vorgeschichte der auf Booktok beliebten Divine Rivals Dilogie. Das Buch stammt aus der Feder von Rebecca Ross und ist im LYX Verlag erschienen.
Erwartung
Mir hat der Schreibstil der Divine Rivals Reihe bereits sehr gut gefallen weshalb ich sehr gespannt auf dieses Buch war.
Gestaltung
Ich habe das Buch als eBook gelesen, weshalb ich hier keine Angaben zu Buchsatz und Schriftart machen kann. Aber das Cover ist wunderschön in ähnlichem Stil der Divine Rivals Reihe gehalten und gefällt mir persönlich sehr gut, da mir dieser Kunststil sehr gut gefällt.
Das Buch hat viele und dafür kurze Kapitel die aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben wurden. Der Fokus lag aber großteils auf der Protagonistin Mathilda und ihrer Geschichte.
Wehalb wir dann auch schon zum Punkt Charactere kommen.
Ich persönlich habe Mathilda sehr ins Herz geschlossen. Sie ist eine junge Göttin, umringt von alten Gottheiten und einer Menschenwelt, die alle nur auf ihre eigenen Vorteil bedacht sind. Und obowhl diese Welt es ihr nicht immer leicht macht, ist sie ein herzensguter Character, der immer nur versucht, anderen zu helfen, während sie selbst das Spiel der Gottheiten aber nicht aus den Augen verlieren darf. Sie gerät immer wieder zwischen die Fronten und bleibt sich und ihrem sanften Herzen dabei dennoch immer treu. Das hat mir an ihr besonders gut gefallen. Sicher, ich liebe auch badass fantasy protagonistinnen, aber Marthilda ist einer dieser Charactere, die sich in deinem Kopf einnisten und impact hinterlassen, weil sie eben nicht immer Kämpfen will und auf Rache aus ist, sondern Konflikte auf ihre persönliche Art lösen will und dabei an die Grenzen der Magie stößt.
Neben der wundervoll geschriebenen Protagonistin, war der Schreibstil eines der Highlights dieses Buches für mich. Das Buch behandelt so viel inhalt und da ist die große Seitenzahl auch kein Wunder. Aber jedes Wort hat seinen Platz in diesem Buch verdient. Jedes Wort wirkt klug plaziert. Wenn ich den Schreibstil beschreiben müsste, dann würde ich ihn magisch, weich und gefühlvoll nennen, was aber nicht heißt, dass nicht einige epische Szenen oder Kampfszenen im Buch vorkommen. Die Autorin beschreibt die Welt in Farben, Gerüchen und immer in Vergleich mit anderen Dingen. Sie bezieht sich auf die Zuständigkeiten der Gottheiten und nimmt diese als Referenz für die Zuordnungen. Die Welt fühlt sich deshalb sehr real an, als ob man wirklich mitten im Geschehen wäre. Selbst wenn man das Buch mal für ein paar Tage auf die Seite legt, ist man sofort wieder im Buch drin, was für mich persönlich eine sehr wichtige Eigenschaft ist.
Was mir weniger gut gefallen hat war an manchen Lesetagen die Länge des Buches. Wie oben geschrieben, war der Inhalt notwendig und hätte nicht groß gekürzt werden können, aber ich glaube es wäre klüger gewesen das Buch in 2 Teile aufzuspalten.
Fazit:
Für mich ist dieses Buch ein willkommenes Jahresabschluss-Highlight geworden. Die Protagonistin und der Schreibstil haben mich direkts ins Herz getroffen und das Buch war seit längerem wieder eines, dass wir wirklich Freude beim Lesen gemacht hat. Es hat mich auf so vielen Ebenen berührt und würde es deswegen auf alle Fälle weiterempfehlen.
Rezensionen von tonton:
Sanft, einfühlsam, wunderschön
Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge von Oßkar; Malte Zierden; Amia von Arenberg
"Malte & Oscar und der Lauf der Dinge" ist eine wunderschöne, poetische Geschichte über Freundschaft und die Angst vor dem Verlust. Ganz konkret geht es um die Sorge, dass es einem beliebten Haustier nicht gut geht.
Nach einem Unfall mit einem Kaktus bekommt die Taube Oskar einige Stacheln im Flügel.
Sein Freund Malte wird von Angst überwältigt und fühlt sich plötzlich ganz klein. Gemeinsam betreten sie eine fantastische Welt, wo sie den Trost finden.
Die Geschichte ist einfühlsam, mit viel Herz und Tiefe. Das Buch greift ein sensibles Thema auf, ohne erdrückend zu wirken. Die Texte sind für Kinder gut verständlich und lassen sich leicht vorlesen. Der poetische Schreibstil schafft eine sanfte, stimmungsvolle Atmosphäre, die sich wie eine behutsame Umarmung anfühlt.
Auch optisch ist das Buch sehr gelungen. Die zarten Rosatöne erinnern an die Abenddämmerung und passen gut zum Thema der Geschichte.
Fazit: ein wunderschönes Kinderbuch über Angst, Verlust, und die Mut, Trost zu suchen.
Rezensionen von Sternzauber:
Außergewöhnlich intensiv und bewegend
Der Morgen nach dem Regen von Melanie Levensohn
„Der Morgen nach dem Regen“ wird von einem Cover geschmückt, das mich gleich auf den ersten Blick fasziniert hat. Ich glaube, dass das vor allem an der Lichtstimmung liegt, doch auch das Bild an sich, mit der Frau, die am Fenster steht und ins üppige Grün hinaus schaut sowie von reifen Äpfeln umgeben ist, gefällt mir einfach sehr.
Die Farben wirken lebendig und fröhlich, trotzdem nicht aufdringlich und es zieht mich wirklich in die Betrachtung des Bildes hinein.
Die Geschichte hat mich jedoch noch mehr begeistert und sehr tief berührt. Ich habe das Buch bereits vor einigen Wochen gelesen und denke nach wie vor immer wieder an die Geschehnisse, die intensiv in mir nachwirken.
Johanna und ihre Tochter Elsa stehen sich überhaupt nicht nah und haben so gut wie gar keinen Kontakt, denn Elsa hadert sehr mit der Tatsache, dass ihre Mutter früher beruflich ständig unterwegs war und kaum Zeit für sie und die Familie hatte. Als Johanna viele Jahre später das Haus ihrer verstorbenen Tante am Rhein erbt, das immer ihr Sehnsuchtsort war, besucht Elsa sie unverhofft. Der Kontakt der beiden Frauen ist schwierig und problembehaftet, doch nach und nach stellen sie sich ihrer Vergangenheit…
Für mich war dies das erste Buch der Autorin, doch es wird bestimmt nicht das letzte sein, denn ich mag ihren Schreibstil sehr. Sie schafft meiner Meinung nach eine sehr dichte Atmosphäre und erzeugt einen Sog, der mich einfach mitgenommen hat. Ich hatte oft Schwierigkeiten das Lesen zu unterbrechen, da mich die Handlung so gefesselt hat, dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte.
Melanie Levensohn erzählt so intensiv, so nahbar und so authentisch, dass ich mich wunderbar einfinden und mit den ProtagonistInnen fühlen konnte. Sowohl Johanna als auch Elsa sind mir im Laufe der Geschichte immer mehr ans Herz gewachsen und obwohl, oder gerade weil, sie zwei sehr verschiedene Persönlichkeiten sind und mit unterschiedlichen Problemen kämpfen, waren beide Charaktere für mich sehr stimmig und toll ausgearbeitet. Mit einem feinen Gespür für die kleinen Zwischentöne und Details hat die Autorin wirklich lebendige und authentische Persönlichkeiten geschaffen, die mich in ihre Gefühlswelt, ihre Abgründe, Sehnsüchte und Wünsche haben eintauchen lassen – es passiert nicht so oft, dass ich mich bei der Lektüre so intensiv mit den Figuren verbunden fühle.
Die Geschichte ist definitiv kein Wohlfühlbuch, sondern ein sehr gelungenes und tiefgreifendes Portrait einer schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung. Es kommen äußerst sensible Themen zur Sprache (persönliche und allgemeine), es wird gerungen und zerstört, aber gerade daher ist es auch so wunderschön, wenn wir als LeserInnen dann die Entwicklung von Johanna und Elsa erleben dürfen.
Ich kann mich nur wiederholen und versichern, dass dieses Buch einen festen Platz in meinem Herzen gefunden und mich sehr begeistert hat. Ich wünsche ihm viele weitere glückliche LeserInnen und euch viel Freude beim Kennenlernen dieser außergewöhnlichen Geschichte!
Rezensionen von Nicole (Abby1810):
Eine wunderbare, romantische und tiefgründige Geschichte
Wo der Himmel uns berührt von Tracie Peterson
Nachdem ich bereits den ersten Teil der "New-Mexico-Reihe: "Eine Rose, die im Sand erblüht", gelesen habe, musste ich dieses Buch natürlich auch unbedingt haben. Auch der zweite Teil hat ein wunderschönes Cover, welches neugierig auf das Buch macht. Ich möchte noch erwähnen, dass die Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können.
Im zweiten Teil geht es um Cassandra, genannt Cassie. Sie lebt nach dem Tod ihrer Eltern alleine in New Mexico und verdient sich den Lebensunterhalt als Schneiderin. Meistens macht sie Verbesserungsarbeiten für ihre Nachbarn. Cassie besucht regelmäßig eine Kirchengemeinde und hat ein sehr gutes Verhältnis zu ihren Nachbarn. Ihre Schwester Melissa hat reich geheiratet und lebt weit weg. Allgemein haben die Schwestern ein kaltes Verhältnis zueinander.
Eines Tages stürzt Cassie wegen spielenden jungen Männern auf der Straße, und bricht sich den Arm. Plötzlich kann sie nicht mehr nähen und ist nun arbeitslos. Da kommt Brandon, ein guter junger Freund ihres verstorbenen Vaters, und unterstützt sie. Brandon ist hilfsbereit und ein guter Mann, aber etwas ist mit ihm. Da Cassie mittlerweile auch schon 30 Jahre alt und noch immer unverheiratet ist, wird über eine mögliche Beziehung der beiden gemunkelt. Doch kann Brandon sich öffnen und Cassie vertrauen? Da Cassie nun keine Näharbeiten mehr verrichten kann, entscheidet sie sich die Geschichten der Männer, welche für die ansässige Eisenbahngesellschaft arbeiten, aufzuschreiben. Doch plötzlich gibt es Intrigen und Schwierigkeiten mit denen nicht nur Cassie, sondern auch Brandon zurecht kommen müssen. Werden sie es schaffen einander zu helfen und zu vertrauen?
Der Glaube zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Er wird authentisch und sehr ehrlich dargestellt. Bereits zu Beginn des Buches, hat man das Gefühl mitten im Leben von Cassie zu sein. Durch die angenehme Atmosphäre während des Lesens, begegnet man den Protagonisten mit einer guten Portion Neugier und fiebert sofort mit ihnen.
Tracie Peterson schreibt bildlich, fesselnd und mit Tiefgang. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen und freue mich bereits jetzt schon auf den dritten Teil dieser Serie.
Rezensionen von Ryria:
Rückkehr der Dystopien
To Cage a Wild Bird von Brooke Fast
To Cage a Wild Bird ist eine schöne Rückkehr zu den modernen Dystopien wie Tribute von Panem und ein gelungener Vorbote für das Revival dieses Genres.
Wir begleiten Raven, die als Kopfgeldjägerin im ärmeren Wohnviertel den Lebensunterhalt für sich und ihren jüngeren Bruder verdient. Als dieser jedoch verhaftet wird, folgt sie ihm in das berüchtigte Gefängnis, in dem die Reichen dieser Welt gegen Bezahlung Jagd auf die Insassen machen dürfen.
Das Setting ist jetzt nichts bahnbrechend Neues, auch findet man regelmäßig kleine Elemente aus diversen Dystopien wieder. Davon abgesehen konnte mich das Gefängnis als Handlungsort doch durchaus überzeugen. Verschiedene Details, Systeme und Personal des Gefängnisses wurden gut ausgearbeitet, ohne dabei jedoch den Leser mit zu vielen Informationen zu erschlagen. Man kommt recht ahnungslos mit Raven dort an und findet sich nach und nach besser zurecht, was ich ansprechend fand.
Dafür ist mir die Welt außerhalb des Gefängnisses jedoch etwas zu kurz geraten. Es gibt immer wieder mal kleine Informationshappen über die Geschichte und aktuelle Politik, allerdings nicht in dem Umfang, dass man sich irgendwie involviert fühlt. Hierbei hoffe ich auf den nächsten Band, der dies hoffentlich stärker in den Fokus nimmt.
Die Geschichte war eigentlich durchweg spannend, hatte zwischendurch allerdings auch manchmal Passagen, die mir gefühlt zu schnell oder teilweise auch zu langsam gingen.
Dies hatte auch Auswirkungen auf die Charaktere: In manchen Situationen hätte ich mir mehr Tiefe und eine authentischere Gefühlsbeschreibung gewünscht. Im Laufe der Geschichte wurde es besser, ist bei den Nebencharakteren jedoch immer noch etwas kurz geraten, weshalb ich zu ihnen auch eher nur eine oberflächliche Bindung aufbauen konnte. Auch hier sehe ich allerdings Potential für die Fortsetzung, vor allem wenn man diese Charaktere jetzt schon etwas besser kennt.
Insgesamt eine spannende Einführung in eine interessante dystopische Welt, die aber auch noch gut Luft nach oben für Band 2 lässt.
Rezensionen von Sonne89:
Spannendes Buch - Abruptes Ende
Ruf der Leere von Daniel Alvarenga
„Ruf der Leere“ ist ein psychologischer Roman, der den Hauptprotagonisten Felix begleitet, während dieser sich mit den vergangenen Monaten seines Lebens auseinandersetzt. Felix lädt die relevanten Personen seines Lebens auf eine Hütte ein um eine Party zu feiern, bis scheinbar ein alter Mann die Party zu unterbrechen scheint, mit der Verkündung, dass nur einer von sieben überleben wird.
Das Buch beschreibt sehr spannend die Beziehungen der Protagonisten untereinander, deren Geheimnisse, Ängste und Sorgen und deckt auch so einiges auf.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Als Leser möchte man unbedingt dran bleiben und das Buch nimmt zusehends an Fahrt auf, auch wenn die Kernfrage, wer überleben wird, nur am Rande diskutiert wird.
Auch viele Wendungen sind dabei und man kann durchaus zu den Charakteren Sympathien aufbauen.
Allerdings ist der Schluss sehr abrupt und hinterließ bei mir einige Fragen.
Da ich derartige offene Enden und die damit einhergehenden Spekulationen nicht mag, muss ich zwei Sterne abziehen.
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Wer Kaffee mag, wird diese Serie lieben
The Pumpkin Spice Latte Disaster von Kyra Groh
Schon nach wenigen Seiten zieht dieses Buch einen hinein in ein herbstliches Kleinstadtchaos, das nach Zimt, Kaffeedampf und unausgesprochenen Gefühlen riecht. Jude ist eine wunderbar rastlose Protagonistin, die mit scharfem Humor und inneren Fluchten überzeugt, während Lower Whilby genau jene Gemütlichkeit verkörpert, vor der sie ihr Leben lang davonläuft.
Dass ausgerechnet die Hochzeit ihrer Schwester sie zurück an diesen Ort zwingt, wirkt wie der perfekte narrative Zünder für alles, was folgt.
James ist der Inbegriff des grummeligen Wohlfühl-Baristas: wortkarg, charmant widerwillig und mit einer Vergangenheit, die weit größer ist als das kleine Café, in dem er arbeitet. Die Enemies-to-Lovers-Dynamik zwischen ihm und Jude ist pointiert, lebendig und voller Dialoge, die knistern, ohne je aufgesetzt zu wirken. Ihre Wortgefechte machen süchtig, ihre Annäherung fühlt sich ehrlich an, und ihre gemeinsamen Szenen sind getragen von genau jener emotionalen Wärme, die man sich von einem Cozy Fall Read erhofft.
Die Gilmore-Girls-Vibes sind spürbar, aber nie bloße Kopie. Wer jedes Jahr im Herbst Stars Hollow besucht und die Energie zwischen Lorelai und Luke liebt, wird hier fündig – und vielleicht sogar noch mehr abgeholt. Die Figuren wirken moderner, nahbarer und emotional vielschichtig. Besonders Jude und James wachsen einem schnell ans Herz, weil sie Ecken und Kanten haben, weil sie Fehler machen und weil ihre Entwicklung glaubwürdig erzählt wird.
Das Kleinstadtsetting glänzt mit liebevollen Details, Nebenfiguren mit Potenzial und einer Offenheit, die Raum für queere Geschichten schafft, ohne sie zu problematisieren. Die leise Hoffnung auf weitere Bände macht dieses Universum umso reizvoller, zumal einige Figuren bereits jetzt nach mehr Bühne verlangen.
Am Ende bleibt ein wohliges Gefühl zurück, wie nach einem langen Spaziergang durch buntes Laub mit einem heißen Getränk in der Hand. Ein Herbstbuch, das nicht nur perfekt in die Pumpkin-Spice-Saison passt, sondern überraschend gut auch unter dem Weihnachtsbaum funktioniert. Warmherzig, witzig und emotional genau auf den Punkt. 5/5 Sterne.
Rezensionen von tonton:
Unterhaltsam, actionreich und lustig
Robin the Hood - Wie klaut man eine Stadt? von Rüdiger Bertram
Robin the Hood" ist ein lustiger Kinderroman mit Comicelementen, ideal für jüngere Leser.
Der Schreibstil ist witzig und locker. Schon der Titel ist ein Wortwitz ("robbing the hood"). Der Robin aus der Geschichte ist ein Nachfahre vom berühmten Robin Hood. Robin möchte Meisterdieb werden, und lernt von seiner inhaftierten Großmutter das Motto der Familie: Primum furare, deinde dare -- Was von den Reichen weggenommen wird, wird den Armen gegeben.
In diesem Buch muss Robin eine Mission erfüllen, die Welt retten, und seine Oma aus dem Gefängnis befreien.
Die Handlung ist actionreich, absurd und chaotisch. Die Geschichte bleibt relativ oberflächlich, und genauso ist der Humor, der eher an jüngere Leser gerichtet ist.
Die Figuren sind sympathisch und liebenswert, und die Beziehung zwischen Robin und seiner Oma ist richtig schön.
Fazit: Eine leichte, unterhaltsame Lektüre für junge Leser.
Rezensionen von nessabo:
Ein hartes, aber wichtiges Buch
Klimaungerechtigkeit von Friederike Otto
Friederike Otto hat hier ein Werk geschrieben, das es auf gerade einmal 300 Seiten schafft, die Komplexität des Klimawandels sowie der Wirkweise des ihm zugrundeliegenden kolonialfossilen Narrativs abzubilden. Ich war sehr beeindruckt, inhaltlich aber phasenweise auch wirklich ganz schön überfrachtet.
Dabei möchte ich das nur in geringem Maß der Autorin selbst anlasten, denn sie schreibt überwiegend gut verständlich. Aufgrund des Themas und seiner inhärenten Schwere wirkt der Text jedoch immer wieder auch niederschmetternd. Der Fokus auf die Betroffenen verschiedener Extremwetterereignisse und die ihnen gegenüberstehenden Ausschlüsse bei internationalen politischen Entscheidungsprozessen ist absolut richtig gesetzt und hat mich gleichzeitig belastet.
Ich durfte aber auch wirklich Grundlegendes lernen. Die Autorin lenkt das Zentrum unserer Bemühungen sehr eindringlich auf die Beseitigung des kolonialfossilen Narratives, das den Klimawandel in seiner aktuellen Form erst verursacht hat. Nur ein Abwenden davon wird uns den Raum für gerechte Lösungen eröffnen - viel mehr, als wenn wir uns nur auf den konkreten Klimawandel konzentrieren. „Es [reicht] längst nicht, die globale Erwärmung aufzuhalten.“ - die Erkenntnis hat mich sehr bereichert, zeigt sie doch, dass der Klimawandel weniger ein physikalisches als ein Gerechtigkeitsproblem ist. Für diesen Systemwandel brauchen wir neue Erzählungen, die das kolonialfossile Narrativ eben nicht als einen Heilsbringer sehen, wodurch ein Abwenden davon mit Verzicht und Rückschritt einhergehen würde. Stattdessen könnte es ja sein, dass wir gerade in einer Welt voller Verzicht leben und der eigentliche Wohlstand erst noch kommt - wenn es mehr um Gemeinschaft und Mitgefühl mit allen/allem geht als um neoliberalen Erfolg. Und an der Stelle sind vor allem wir gefragt, die das Gespräch shiften und damit Politik, Justiz sowie Medien beeinflussen können.
Auch lehrreich fand ich den Fakt, dass sich neben der politisch ziemlich präsenten Vermeidung neuer Treibhausgasemissionen vor allem auch auf die Anpassung an neue klimatische Bedingungen sowie die finanzielle Abgeltung seitens des globalen Nordens für Schäden und Verluste im globalen Süden fokussiert werden sollte. Besonders beim zweiten Punkt trägt zwar auch die Lokalpolitik des jeweiligen Landes eine Verantwortung, doch die darf von den Hauptverursachern des Klimawandels nicht allein gelassen werden.
Trotz der guten Strukturierung in vier verschiedene übergeordnete Wetterereignisse, fand ich die untergeordneten Absätze nicht immer schlüssig. Ein wenig mehr logische Struktur hätte mir hier besser gefallen. Dass vor allem diejenigen betroffen sind, die am wenigsten zum menschengemachten Klimawandel beigetragen haben, dürfte den meisten bekannt sein. Und Otto geht immer wieder auf die zugrundeliegende, (post-)koloniale sowie patriarchale Ungerechtigkeit ein, aber das hätte für mich noch deutlicher sein dürfen.
Vielleicht verlange ich da aber bei diesem komplexen Thema auch zu viel, denn die Autorin bildet hier auf beeindruckende Art die Vielschichtigkeit der wirkenden Narrative ab. Und ich bewundere sie sehr dafür, dass sie besonders im letzten Viertel des Buches hoffnungsvoll auf die Zukunft blicken kann, ohne vereinfachte Handlungsanweisungen zu geben. Aber sie sieht eben sehr wohl unsere gesellschaftlichen Möglichkeiten bei all den multiplen Krisen aktuell - weil wir in der Vergangenheit auch scheinbar unumstößliche Narrative pulverisiert haben.
Wer tiefer und sehr konkret in die dem Klimawandel zugrundeliegende Ungerechtigkeit eintauchen will, ist hier an der richtigen Adresse. Wissenschaftliches Vorwissen bietet sich schon an, denn ich empfand einige Formulierungen als eher akademisch. Und auch, wenn mensch beim Lesen die Schwere des Themas aushalten muss, hatte ich am Ende richtig Gänsehaut, weil die Autorin mir wirklich Mut gemacht hat - das hätte ich nach den Kapiteln davor nicht erwartet.
4,5 Sterne
Rezensionen von Claudia R.:
Psychothriller, der nachhallt
REBECCA - Schatten über Buchan Manor von Astrid Korten
Klappentext / Inhalt:
ERSTE STIMMEN:
- Düster, atmosphärisch & fesselnd
- Dunkle Stimmen, die nicht mehr schweigen wollen
- Rebecca bürgt für Qualität
- Äußerst atmosphärisch, tiefgründig, fesselnd - Psychothrill vom Allerfeinsten
- Ich spüre jetzt noch den Hauch des Flüsterns in Buchan Manor
- Ein Meisterwerk des psychologischen Grauens.
Atmosphärisch, düster, absolut fesselnd
- Düster, mit Gänsehautfeeling
Ein altes Anwesen an der tosenden See.
Die Wände flüstern. Die Schatten sind geduldig.
Bis unter dem Staub vergangene Schreie erwachen.
An der rauen Küste Schottlands liegt Buchan Manor, ein einsames Anwesen, dessen Mauern den Wind festhalten – und die Schatten derer, die darin verloren gingen. Als die Psychologin Fiona Ross mit ihrem Mann in das Schloss zieht, ahnt sie nicht, dass in den nächtlichen Gängen ein Flüstern lauert, das nur sie zu hören scheint.
Zwischen vergilbten Briefen, verborgenen Kammern und Träumen, die zu real werden, tritt eine Gestalt aus der Vergangenheit hervor: Maisie, ein Dienstmädchen im Jahr 1917, das um das Leben ihrer Schwester kämpft und in die Gewalt des charismatischen, gefährlichen Baron Campbell gerät. Was als Hoffnung beginnt, wird zu einem finsteren Spiel aus Besitz, Obsession und Schweigen.
Ein alter Zeitungsausschnitt über Rebecca, Campbells erste Frau, entfacht Fionas Misstrauen. Je tiefer sie in das Netz aus Lügen und verschwundenen Frauen eintaucht, desto stärker verwischen die Grenzen zwischen damals und heute.
Schon bald fragt sie sich: Wer waren Maisie und Rebecca? Warum ruft Buchan Manor ihre Namen? Je näher Fiona der Wahrheit kommt, desto unheilvoller nimmt das Anwesen Gestalt an und zeigt sein wahres Gesicht: Unter dem Staub liegt Blut, die Farbe vergangener Schreie.
Ein atmosphärisch dichter Psychothriller voller Dunkelheit, Geheimnisse und einem Flüstern, das nicht verstummt.
Cover:
Eine edle Dame steht vor einem Anwesen, welches düster umhüllt erscheint und durch die teils recht dunklen Farbe wirkt das Ganze einerseits geheimnisvoll, anderseits aber auch ein wenig gruselig und düster. Optisch und farblich ist es spannend und interessant umgesetzt.
Meinung:
Eine Geschichte, die einen nicht loslässt. Fiona Ross zieht mit ihrem Mann Callum nach Buchan Manor. Das geerbte Schloss gehört zu Callums Familie und was anfangs nach einem Neuanfang aussieht, entwickelt sich schnell zu etwas Unheimlichen, denn Geräusche und ein Flüstern lassen sie nicht los.
Parallel wird die Geschichte einer jungen Frau im Jahre 1917 erzählt, die in einer Zeit gefangen ist ohne Wahlmöglichkeiten und getrieben von Angst und beklemmenden Begegnungen mit dem Schlossherrn. Maisie Simon wollte eigentlich nur ihrer Schwester helfen und gerät dabei in dunklen Abgrund aus Obsession, Kälte und Schweigen.
Die Geschichten werden abwechselnd erzählt, jeweils aus Sicht der entsprechenden Protagonistin in der Ich-Perspektive. So findet man sich besonders in diese und deren Gedanken sehr gut hinein. Sowohl Fiona, wie auch Maisie sind sehr vielschichtige und bemerkenswerte Charaktere und Persönlichkeiten. Mehr und mehr findet man in die Stränge und Zusammenhänge hinein. Düsternis und Geheinisse verbergen sich mehr und mehr um einen herum. man merkt die Anspannung und diesen Thrill der sich mehr und mehr durch die Geschichte und Stortyline zieht und einen als Leser mehr und mehr einnimmt.
Der Schreibstil ist bildgewaltig und einnehmend. Der Geschichte kann man gut folgen. Die zahlreichen Wendungen sorgen für Spannung und fesselnde Momente. Langweilig wird einem hier keineswegs.
Die einzelnen Kapitel sind recht kurz und bringen so zusätzlich Tempo und Spannung hinein. Die Anfänge sind sehr gut erkennbar und die Kapitel werden einfach durchnummeriert. Darunter ist die Person benannt, aus welcher Sicht erzählt wird und zum Teil auch entsprechende Zeitangaben, was sehr hilfreich ist.
Gliderung und Gestaltung haben mir gut gefallen.
Die Geschichte ist düster, ergreifend und keineswegs für Zartbesaitete. Nervlich wird hier schon der Leser sehr mitgenommen und so manche Wendung hat einen durchaus sprachlos zurückgelassen. Es ist schon heftig, was hier so alles ans Tageslicht kommt und zeigt, was schweigen so alles in sich birgt.
Ein Psychothriller voller Düsternis, Abgründe, Geheimnisse und einem Schweigen, das gehört werden sollte. Mich hat das Ganze gefesselt, bewegt, mitgenommen und nicht losgelassen. Ein Psychothriller, der nachhallt und nicht leicht abzutun ist.
Fazit:
Ein Psychothriller voller Düsternis, Abgründe, Geheimnisse und einem Schweigen, das gehört werden sollte.











