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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von brauneye29:

Tolle Story

Blutwild von Saskia te Marveld

Zum Inhalt:
Eine seltsame SMS mit GPS-Daten und dem Wort Hilfe lässt die ehemalige Polizistin Anka nicht los und sie sucht den Ort auf. Dort stößt sie auf eine Art Galerie von Körperteilen eingelegt in Formaldehyd. Es erinnert sie sofort an ihre eigene Entführung vor Jahren, die nicht nur körperliche Spuren hinterlassen hat, denn es ist die Handschrift ihres Peinigers.

Doch der sitzt doch noch in Haft, oder?
Meine Meinung:
Dieses Buch ist das Erstlingswerk der Autorin, was schon bemerkenswert ist. Das Buch ist wahnsinnig spannend, hat Wendungen, die man nicht erwartet und eine Brutalität, die man so auch nicht erwartet. Zudem wird das Buch in unterschiedlichen Zeitebenen erzählt, was einem stückweise immer mehr eröffnet, was damals mit Anka passierte, aber auch was die anderen Protagonisten machten und auch dachten. Vermeintlich gute Personen stellen sich plötzlich als böse raus und nichts ist am Ende so, wie es am Anfang den Anschein hat. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung für dieses Buch, ich habe es förmlich verschlungen.
Fazit:
Tolle Story

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Rezensionen von PMelittaM:

Leben und Werk einer beeindruckenden Frau

Die Entdeckerin der Welt von Alexander Schwarz

1691 zieht Maria Sibylla Merian mit ihren beiden Töchtern nach Amsterdam. Sie ist da schon keine Unbekannte mehr, hat mehrere Bücher veröffentlicht und sich mit der Metamorphose der Schmetterlinge beschäftigt. Ihre künstlerische Tätigkeit und ihre naturkundlichen Arbeiten will sie nun wieder aufnehmen und vertiefen, vor allem aber will sie sich endlich ihren größten Wunsch erfüllen und eine Forschungsreise nach Suriname machen.

Die letzten Jahre hat sie, nach der Trennung von ihrem Ehemann, bei der Labadistensekte verbracht, doch nun will sie endlich wieder auf eigenen Beinen stehen und ihre Profession und Berufung nachgehen. Ein bisschen Angst, ob sie alles schaffen wird, ob man sie und ihr Können auch in Amsterdam zu schätzen weiß, ob sie das eigene Leben und das ihrer Kinder sicherstellen kann, ist natürlich auch da. Doch bald zeigt sich, dass Amsterdam eine gute Wahl war.

Der Roman setzt ein als die Protagonistin schon eine gestandene Frau ist, die weiß, was sie will, und die vor allem ein großes künstlerisches Können und ein fast ebenso großes Faible für die Erforschung der Natur mitbringt. Beides zu verbinden, und der Welt zu zeigen, wie zum Beispiel eine Raupe mit einem Schmetterling zusammenhängt, und das im tatsächlichen Umfeld, in dem beide leben, ist das Einzigartige, das sie nicht nur ihren Zeitgenossen, sondern auch der Nachwelt gegeben hat, sie war auch die erste, die die Natur Surinames in Wort und Bild erfasst hat. Neben der Protagonistin und ihrer Familie trifft man hier eine ganze Reihe weiterer historischer Persönlichkeiten.

Maria Sibylla Merians Leben vor ihrem Umzug nach Amsterdam wird immer wieder rückblickend aufgegriffen. Der Roman endet zwei Jahre vor ihrem Tod, als sie schon von Krankheit gezeichnet ist, so dass man am Ende einen guten Eindruck ihres gesamten Lebens erhalten hat.

Dem Roman gelingt es gut, den Leser:innen diese faszinierende Frau nahezubringen. Ihre Sorgen und Nöte, aber auch ihr Wissen und ihr Wollen kann man fühlen, der Autor hat dazu noch die verschiedenen Techniken, die sie nutzte, um ihre Bücher zu gestalten und zu veröffentlichen, recherchiert und lässt sie mit in den Roman einfließen, das Sammeln und Züchten der Exponate, das Präparieren, das naturnahe Zeichnen, das Kupferstechen, das Drucken. Das las sich für mich alles sehr interessant, und die Protagonistin und ihr Umfeld kamen mir dabei sehr nahe. Im Nachwort erläutert der Autor einiges zur Datenlage und zu Fakten und Fiktion.

Der Roman hat mir eine interessante und beeindruckende Frau und ihr Werk nahe gebracht, und mir zugleich eine spannende Geschichte erzählt.

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Rezensionen von Sichtbarer Benutzername:

interessante Wandlung

Half His Age von Jennette McCurdy

Mich haben sowohl das Coverbild als auch der Titel des Buches gleich angesprochen. Die Kurzbeschreibung hat mich neugierig auf die Protagonistin gemacht und beim Lesen der Leseprobe wurde ich gleich mitten in die Geschichte katapultiert. Es geht um Waldo, ein 17jähriges Mädchen, welches seinen Platz in der Gesellschaft sucht und hilflose Versuche startet, ihren Platz zu finden.

Ihre innere Leere füllt sie mit exzessivem Online-Shopping von Bekleidung und Kosmetika. Sie flüchtet sich in eine obsessive Romanze mit dem Lehrer eines ihrer Kurse in der Schule und ihre Gefühlsspirale dreht sich immer weiter abwärts. Man durchlebt mit ihr ihre Ängste, Zweifel und Enttäuschungen, bis sie zum Schluss des Buches sich selbst findet. Auch ihre Mutter macht in dem Roman eine regelrechte Gefühls-Achterbahn mit ihren wechselnden Partnern durch, welche sie auf Waldo projiziert. Es ist ein sehr interessanter Roman über das Fehlen eines Platzes in der Gesellschaft und das Finden zu sich selbst. Ich habe ihn in einem durchgelesen. Der Schreibstil ist zum Teil schonungslos, aber auch sehr gefühlvoll. Ich mag den Schreibstil sehr gerne und habe mit der Protagonistin mitgelitten, weil sie trotz ihrer Wirrungen absolut menschlich und sympathisch rüberkommt.

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Rezensionen von Philiene :

Kleopatra

Kleopatra von Saara El-Arifi

Der Roman Kleopatra erzählt nicht ihre Geschichte, sondern sie erzählt uns ihre Geschichte. Kleopatra erzählt uns ihre Geschichte und zwar so, als würde sie sie uns heute erzählen. Sie geht also auch auf das ein, was wir heute alle über sie wissen.



Die Geschichte beginnt mit dem Tod ihres Vaters und somit mit ihrer Thronbesteigung.

Sie erzählt von ihren Geschwistern, Ratgebern und den Bräuchen im alten Ägypten. Aber natürlich auch von Cesar und ihrer Liebe zu ihm. Von Politik und Intriegen, von Menschen denen sie vertauen k8nnte und von großen Verlusten. Kurz gesagt von ihrem ganzen Leben. Der Roman läßt uns hinter die Fassade der Königon blicken und den Menschen dahinter kennenlernen.



Mir hat es sehr gut gefallen das der Roman in der Ich Perspektive geschrieben ist. Für mich eirkt die Geschichte dadurch echter ud lebendiger. Mir hst auch die Mischung aus der privaten Kleopatra und der Königin gut gefallen.

Mein einziger Kritikpunkt ist das fehlende Personenregister. Es kommen sehr viele Personen vor unx da hätte mir ein kleiner Überblick sehr gut gefallen.



Alles in allem aber ein sehr guter historischer Ronan, der mich tief in das alte Ägypten zur Zeit Kleopatras geführt hat.

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Rezensionen von clematis:

Schneewittchen

Die weiße Nacht von Anne Stern

Berlin, Hungerwinter 1946/47: Lou Faber streift wie so oft frühmorgens durch die bitterkalte Stadt, um Fotomotive zu finden und dann Abzüge ihrer Bilder an ein Magazin zu verkaufen. Als sie sich einer schneebedeckten Ruine nähert, entdeckt sie einen starren Körper – eine weibliche Leiche, die friedlich aufgebahrt im unschuldigen Weiß liegt und mit ihren schwarzen Haaren an Schneewittchen erinnert.

Der eilig hinzugezogene Kommissar Alfred König sieht sich alsbald mit einer schwierigen Ermittlung konfrontiert, denn im unter den Besatzungsmächten viergeteilten Berlin und der Scheinheiligkeit nach dem verlorenen Krieg steht er vor einer Wand des Schweigens.

Aufregend und mit der großartigen Atmosphäre einer beklemmenden Vorweihnachtszeit zieht mich dieser Kriminalroman schon nach wenigen Sätzen in seinen Bann. Bis zum letzten Glockenschlag der Neujahrsnacht, welche das Ende dieses fesselnden Serienstarts markiert, kann ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und bin auch danach noch völlig überwältigt von den Schlag auf Schlag folgenden Geschehnissen und den verschiedensten Blickwinkeln, welche Anne Stern auf eloquente Art und Weise beleuchtet. Die furchtbare Zeit im zerbombten Berlin ist auf großartige Weise eingefangen, die Not an Essbarem und an Heizmaterial ist greifbar, die Überlebensstrategie eines jeden so individuell wie der einzelne Mensch selbst. Mittendrein in diese spannende Kulisse fügt sich alsbald ein höchst bemerkenswerter Mordfall, der schwer aufzuklären scheint, mangelt es doch der Polizei nicht nur an personellen, sondern auch an materiellen Ressourcen jeglicher Art. So ist es nicht zuletzt Lous Fotos zu verdanken, dass die Ermittlungen neue Anstöße bekommen, welche die Nachforschungen auf geschickt verdeckte Missstände während der Kriegsjahre lenken.

Überzeugende Figuren und penible Recherchearbeit lassen diesen Krimi zu einem überaus realistischen Zeitbild werden, das offene Ende schürt Ungeduld beim Warten auf die Fortsetzung. Klare Leseempfehlung für Freunde des Historischen Kriminalromans mit fundierten geschichtlichen Details!

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Rezensionen von buchina:

Unterhaltsam mit ein paar Längen

Das Ganymed-Fragment von David Reimer

Der Roman ist eine Mischung aus Science-Fiction und Krimi. Die Handlung setzt im Jahr 2225 ein. Das Sonnensystem wurde kolonialisiert, aber ansonsten hat sich die Menschheit nicht weiterentwickelt. Die Gesellschaft wird immer noch von Gier und Machtgefällen dominiert. Große Industriefirmen kämpfen um die Rohstoffe der Monde im Sonnensystem.

Protagonist des Romans ist Alan Bishop, ein desillusionierter Ermittler, der auf dem Mond Ceres arbeitet. Mit einem neuen Auftrag wird sich sein Leben ändern. Er soll den Tod eines Bergingenieurs auf dem Jupitermond Ganymed aufklären. Damit wird eine Lawine losgetreten, die alles verändern kann.
Der Einstieg des Romans ist gelungen, die Beschreibung der Trostlosigkeit auf Ceres und die Industrieanlagen auf Ganymed wirkten sehr realistisch und ich konnte mich gut in die Welt hineinversetzen. Der Beginn der Ermittlung des Todesfalls ist ähnlich wie ein klassischer Krimi mit Täuschungen und immer wieder der Frage wen kann man trauen. Ab Mitte des Buches fiel die Spannung etwas für mich, auch wirkten die Handlungsstränge nicht mehr logisch auf mich. Mir fiel auch zunehmend schwerer die Handlungsmotive der einzelnen Charaktere nachzuvollziehen. Am Ende gibt es dann nochmal einen spannenden Showdown, der aber einige Fragen offenließ. Aber vielleicht erfährt man im Folgeroman mehr, denn der Roman endet mit den Worten „Fortsetzung folgt“, was mir am Anfang nicht klar war. Aber zum Glück gibt es keinen richtigen Cliffhanger.
Der Roman ist ein unterhaltsamer Krimi im Science-Fiction Gewand mit einem sympathischen Protagonisten, über den ich gerne mehr erfahren hätte. Gelungen ist es dem Autor vor allem eine dunkle Atmosphäre zu schaffen mit realitätsnaher Zukunft.

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Rezensionen von nessabo:

Ein herzzerreißend gutes Jahreshighlight

Da, wo ich dich sehen kann von Jasmin Schreiber

Das ist das im besten Sinne schlimmste Buch, welches ich 2025 gelesen habe. Dass Jasmin Schreiber, die ich schon als meine Lieblingsautorin bezeichnen würde, großartig schreiben kann und meine Emotionen kitzelt, war mir völlig klar. Aber dieser Roman hat all meine Vorstellungen und Erwartungen zu Sternenstaub werden lassen.

Keiner anderen Person würde ich beim Romanthema „Femizid“ auch nur annähernd so vertrauen wie Schreiber. Denn sie schreibt gleichermaßen messerscharf wie streichelnd zärtlich und geht damit genau dahin, wo es wehtun muss, damit sich etwas verändert. Und das allerwichtigste: Sie gibt dem Täter entgegen so vielen Berichten, Podcasts oder Dokus KEINE Bühne und fokussiert sich auf die, die in den Schatten der Tat rutschen: die Hinterbliebenen.

Schreiber legt den Finger wieder und wieder und wieder in die Wunde, findet dann weitere wunde Stellen und legt ihren Finger auch auf diese. Doch gleichzeitig nimmt sie ihre Lesenden durch die Solidarität sowie das Mitgefühl ihrer Figuren in den Arm und schafft es so, dass es beim Lesen zwar so so weh tut, aber gleichzeitig eben nicht zu sehr. Ich habe mich beim Lesen in so vielen Facetten gespürt: Wut, Trauer, Zuneigung, Verzweiflung, Freude - alles war da und hat mich lebendig fühlen lassen. Keine andere Autor*in schafft das bei mir so zuverlässig wie Schreiber.

Doch auch stilistisch und literarisch ist das Werk makellos, es hat ein gutes Tempo mit Entschleunigung an den richtigen Stellen. Manchmal brauchte ich eine kurze Pause, um alles sacken zu lassen und auch das ging problemlos. Außerdem sind die Figuren so vielschichtig, dass wir dadurch automatisch jegliches Schwarz-Weiß-Denken links liegen lassen und Menschen in der Fülle ihrer Menschlichkeit sehen müssen. Der Hass auf den Täter steht neben der Zuneigung zu ihm, gemeine Gedanken den Eltern des Täters gegenüber neben eigenen Schuldgefühlen als Elternteil der Verstorbenen. Alle Hinterbliebenen sind mehr als ihre Trauer, auch wenn diese viel und vielschichtig Raum einnimmt.

Deren Leben sind durch die Tat von verschiedenen Folgebelastungen geprägt: Zwangs- und Angststörungen, Depressionen, Erschöpfungszustände. Schreiber beschreibt feinfühlig, dass kein Mensch Schuld hat außer dem Täter und dass es leider sehr wahrscheinlich ist, dass die Betroffene nicht gerettet werden kann. Denn „Männer töten Frauen, weil sie es wollen und weil sie es können“. Damit beschreibt sie einen Verlust des Vertrauens gegenüber Männern und damit auch eines Sicherheitsgefühls - denn woher willst du schon wissen, wie er wirklich ist und ob er Frauen nicht doch genug hasst, um sie auch zu töten?! Bestimmt kennen viele Menschen diese Gedanken und es ist zu schrecklich, dass sich diese wohl auch nicht so bald in Luft auflösen werden.

Die Auseinandersetzung mit Schuldgefühlen kann hier auch auf alle möglichen anderen Szenarien übertragen werden, sodass mich das emotional wirklich zerstört hat. Schreiber ist einfach abgrundtief ehrlich, auch in Bezug auf Therapie. Die spielt eine zentrale Rolle im Trauerprozess verschiedener Figuren, was ich unglaublich wichtig finde. Es geht aber auch um männliche Nebenfiguren, die Therapie aus anderen Gründen in Anspruch genommen haben und um Figuren, die ihre eigenen Vorurteile gegenüber Therapie hinterfragen. Gleichzeitig ist sie eben auch kein Allheilmittel, vieles bleibt schlimm, aber doch oft die beste Chance von Menschen in schwierigen Lebenslagen.

Sie findet ebenso klare Worte für True Crime Podcasts und Thriller (oft von Männern geschrieben), in denen Gewalt an Frauen nur der Unterhaltung dient oder auch gern die Charakterentwicklung des männlichen Protagonisten untermauert. Ich möchte, dass einfach alle Menschen mit entsprechenden Kapazitäten dieses Buch lesen. Es ist unglaublich hart, aber mindestens dreimal so wichtig. Natürlich werden es wieder vor allem Menschen lesen, die sich mit den Themen Femizid oder patriarchale Gewalt schon auseinandergesetzt haben - also wahrscheinlich wieder mehrheitlich Betroffene. Doch auch als Person, die in diesem Bereich schon sensibilisiert ist, habe ich noch mal einiges dazugelernt und meine Sichtweise festigen können. Vor allem aber ist es eines dieser Bücher, die uns ins Fühlen zwingen und trotzdem auch sanft wieder heraus führen.

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Rezensionen von Katrin:

Flirten mal anders

Botanic Hearts von Melanie Sweeney

Das Cover sprach mich bei diesem Buch besonders an, da ich grün einfach liebe und der Titel zog mich einfach in den Bann.

Story:

Tansy ist eine alleinerziehende Bibliothekarin, die während eines schweren Hurrikans nicht nur ihr Haus sondern auch ihren geliebten Arbeitsplatz - die Bibliothek verliert.

Als der Sturm noch tobte und eine Überflutung drohte, rettete sie Wellensittiche und stieß dabei schon mit dem mürrischen Jack aneinander. Tansy ist eine selbstbewusste und unabhängige Frau, ihr war es peinlich als sie schlussendlich auch noch aus ihrem Haus gerettet werden musste. Natürlich ebenfalls von Jack. Als sich der Sturm legte, ging es ans aufräumen.
Tansys Fördermittel waren nicht sicher, also wurde die Bibliothek und die noch vorhandenen Bücher ausquartiert. In den Botanischen Garten und dessen Leiter war natürlich Jack.

Tansy und er arbeiteten zunächst gegeneinander und jeder in eigener Sache, doch das zwischen ihnen ein Feuer lodert erkennt man schnell. Als dann auch noch der mürrische Grießkram gut mit ihrer Tochter auskommt und diese endlich ihre Ängste überwinden kann, kommen sich Tansy und Jacke endlich näher.
Das Feuer lodert nur so, als sie in einem kleinen Gewächshaus zu Zweit sind.
Als Tansys Tochter dann bei ihrem Vater war wurde das ganze noch intensiver, doch dann - die dringend gebrauchte Förderung die Tansy wollte, wurde ihr abgelehnt und Jack war ein Finalist. War das alles ein Plan?

Jeder der nun neugierig ist, ob die Beiden sich finden und wie es mit der Bibliothek und dem Botanischen Garten weitergeht, muss nun zu diesem Buch greifen und es lesen.

Fazit:

Man ist sofort mitten im Geschehen, das gefällt mir immer sehr gut. Allerdings fand ich die ersten Kapitel dennoch etwas zäh. Die Beziehung zwischen Tansy und Jack war anfangs sehr kalt, dann loderte das Feuer als sich endlich was anbahnte. Die Szene im Gewächshaus war toll, sehr detailliert, als es dann aber endlich tiefgründiger wurde, war das in wenigen Sätzen abgetan, was ich echt schade finde.
Generell war vieles im Buch in den ersten Kapiteln schon sehr eingelenkt und vorhersehbar.
Der Schreibstil gefiel mir allerdings sehr gut und es war angenehm zu lesen.

Für mich eine klare mittelmäßige Bewertung mit 3 von 5 Sternen.

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Rezensionen von nessabo:

Eindrücklich, lehrreich und ermutigend

Chile ist aufgewacht von Su Rivas

Ich habe die erste Auflage des Sachcomics gelesen, also ohne die aktuellen Entwicklungen. Die erste Auflage endet nämlich ziemlich hoffnungsvoll und der Gedanke daran, was aus dem neuen Verfassungsentwurfs dann geworden ist, hat mir echt das Herz gebrochen.

Nichtsdestotrotz finde ich das Buch wirklich ganz toll und optimal, um niedrigschwellig etwas über Chile und seine jüngste Vergangenheit sowie Gegenwart zu lernen.

Durch ein gutes Verhältnis von Text zu Bild ist das Buch weder zu überladen noch zu vereinfachend. Natürlich dient dieses Format eher einem ersten Eintauchen, aber das hätte nicht besser gemacht werden können.

Ich bewundere die Menschen Chiles sehr für ihren Mut, sich dem diktatorischen Regime und seiner Verfassung entgegenzustellen. Der paritätische Verfassungskonvent und der von ihm entwickelte Verfassungsentwurf zeigen trotz ihres Scheiterns, dass Menschen viel erreichen können, wenn sie mit- statt gegeneinander arbeiten.

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Die Entzauberung eines Dichters

Das Flimmern der Raubtierfelle. Rilke und der Faschismus von Hans-Peter Kunisch

Was nehme ich aus diesem Buch mit? Rainer Maria Rilke hatte, für mich persönlich wenig überraschend, auch seine Schattenseiten, und das waren keine kleinen. So ist das ja bei vielen berühmten Menschen: wo viel Licht ist, ist oft auch so einiges an Schatten. Wer seine Gedichte bewundert, projiziert gerne so einiges in ihn hinein und meint etwa, so ein Mensch, der so feinfühlige Gedichte über die tiefsten Facetten der menschlichen Psyche und so schöne Naturbeobachtungen schreiben könne, der müsse immer empathisch sein, und politisch sowieso auf der richtigen Seite.

Nun, wie der Autor dieses Buches aufgrund von überlieferten Briefwechseln des Dichters mit einer italienischen Bekannten, aber auch weiteren Briefwechsel und Quellen klug analysiert, war Rilke keinesfalls immer sonderlich empathisch gegenüber realen Menschen, mit denen er in Austausch stand. Im Gegenteil, auf deren Sorgen und Nöte ging er teilweise kaum ein und idealisierte stattdessen den italienischen Faschismus und Mussolini. Einen großen Teil des Buches nimmt die Analyse dieser Briefwechsel zwischen Rilke und seiner italienischen Bekannten Lella ein. Diese erlebt, in Italien lebend, die Schattenseiten des aufziehenden Faschismus hautnah mit und weist Rilke darauf hin, doch seine Meinung ändert er nicht unbedingt, zu "groß und unbedingt ist mein Verlangen nach Ordnung", so schreibt er selbst in einem Brief an die Italienerin.

Auch sonst findet sich so einiges Fragwürdiges zur Persönlichkeit des großen Dichters, wenn man seinen Nachlass genauer analysiert: an sozialen Veränderungen scheint er nicht interessiert und spricht sogar dafür aus, dass die "Varietäten" der Natur, einschließlich der Bettler, bestehen bleiben, schon "um der Freude des Dichters an dieser leidenden Vielfalt" willen, denn sonst gäbe es ja weniger Material für seine Werke. In einem weiteren Austausch mit einer jungen Jüdin zu deren Volk und Religion zeigt er auch Ansichten, die heute als antisemitisch gewertet werden würden. Aufgrund seines Todes im Jahr 1926 ist zu seiner weiteren Entwicklung zu diesem Thema nicht mehr viel bekannt geworden.

Ich finde es eine wichtige Aufgabe, auch jene, die großartige und beeindruckende Werke hinterlassen haben, nicht blind zu idealisieren. Insofern sei dem Autor und dem Verlag für dieses wichtige Buch gedankt, das das Bild des Dichters Rainer Maria Rilke vervollständigt.

Stilistisch ist es ein eher anspruchsvoll zu lesendes Werk, das schon aufgrund seiner Thematik voll von Referenzen auf Rilke-Gedichte ist. Daneben erfährt man aber auch viel Interessantes über die ersten Jahre des italienischen Faschismus unter Mussolini in Italien. Es ist ein interessantes Buch, für das man Zeit braucht und am besten einiges an Rilke-spezifischem Vorwissen mitbringt, um insbesondere von den Bezügen auf sein Werk voll profitieren zu können. Ich kann es jenen, die sich sehr für diesen Dichter interessieren und auch seine problematischen Aspekte kennen lernen möchten, auf jeden Fall empfehlen.

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