Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Poetische Annäherung mit passenden Illustrationen
Da ist besetzt! von Antje Damm
Auf dem Cover sehen wir ein Schwein im Anzug auf einer Bank sitzen an der Leine hält er einen kleinen grauen Hund und hinter der Birke schaut ein Krokodil hervor.
Noch ist die Bank leer der kleine Park an den Hochhäusern wirkt verlassen und kahl. Dann sitzt das Schwein mit dem Hund auf der Bank und über den Weg naht das Krokodil mit einem großen gelben Rucksack.
Es grüßt freundlich und fragt „Ist da noch frei?“ Das Schwein schaut böse und antwortet „Da ist besetzt!“ obwohl niemand zu sehen ist. Dem Krokodil macht das nicht aus, es setzt sich auf den Boden, packt einen Rucksack aus und biete Himbeertee an. Auf die Frage, was er wohl da mache, antwortet das Krokodil „Ich träume!“
Ja und genau von diesem Traum handelt dieses Buch und auch Herr Schröder wie sich das Schwein vorstellt, erzählt von einem seiner Träume.
Es ist sehr schön zu erleben, wie sich die beiden durch die nette Art von Flux dem Krokodil, das sich nicht von der negativen Art abschrecken lässt, annähern und zum Schluss gemeinsam etwas unternehmen.
In den gezeichneten Gesichtern der beiden konnte ich genau jede Regung erkennen und mir vorstellen, wie die kurzen Sätze gelesen werden wollen. Eine poetische Geschichte über den Beginn einer Freundschaft, die mit der Erfüllung eines Traums beginnt.
Rezensionen von Daggy:
Die Menz hat Opa erwischt
Opa Bär und die Schuhe im Kühlschrank von Paul Maar; Anne Maar
Wie Immer geht Benny mittwochs nach der Schule zum Opa, den er sehr mag. Die beiden spielen Karten oder machen ein Süßigkeiten-Wettessen. Doch als Benny die Milch aus dem Kühlschrank nehmen will, liegen dort ein Paar Schuhe. Opa verwundert das nicht und er weiß wohl auch nicht, wo die Schuhe eigentlich hingehören.
Dann sucht er in der Küchenschubladen nach Gummibärchen, die er schon aufgegessen hat. Als er Hunger bekommt, wünscht Opa „Honigkuschen“ zu essen. Benny verbessert ihn und sagt Honigkuchen. Im Laufe der Geschichte verbessert er Opa noch einige Male, was dem nicht gefällt. So kommt es, dass Benny erklärt, was Demenz ist. Opa macht aus dem Wort „die Menz“ und nennt sie wütend „Blöde und doofe Menz!“
Schon das Titelbild lässt mich die Liebe, die die beiden verbindet, fühlen. In der Geschichte spürte ich genau, dass Benny seinem Opa nicht weh tun möchte und so verspricht er ihm „Ich werde immer für dich da sei und mich um dich kümmern“ und die beiden umarmen sich liebevoll.
Drei Generationen der Familie Maar haben an diesem wundervollen Bilderbuch über Demenz gearbeitet und man merkt dem Buch an, dass es mit viel Liebe und Sachkenntnis erstellt wurde.
Die Illustrationen sind zart gehalten und bis ins Detail voller Liebe, der Text zeigt die Probleme, die Senioren mit Demenz sich und andern bereiten, aber es schwingt immer Verständnis und ein wenig Humor mit.
Rezensionen von PMelittaM:
Erster Band einer Comicreihe
BRZRKR 1 von Matt Kindt; Keanu Reeves
Ein Protagonist, der unsterblich und übermenschlich stark ist, und töten muss, eine Regierung, die ihm ein Versprechen gibt, auch ihren Nutzen aus ihm ziehen möchte …
Das ergibt einen sehr blutigen Comicband, der erst der erste einer Reihe ist, wirft aber auch viele Fragen auf, und erzeugt nach einiger Zeit auch ein gewisses Mitgefühl für den Protagonisten.
Dieser lebt schon tausende von Jahren und hat bereits in sehr jungen Jahren Ausbeutung erlebt. Wer ist er, woher kommt er, und warum er nicht sterben kann, das sind nur ein paar der Fragen, die man sich stellt.
Interessiert hat mich diese Reihe, weil der Schauspieler Keanu Reeves, der mir in seinen Rollen meist gefällt, und der auch abseits von Hollywood mein Interesse geweckt hat, als einer der Autoren gelistet wird. Der Protagonist erinnert im Aussehen sehr an ihn.
In den Zeichnungen, wie schon auf dem Cover, findet sich oft die Farbe Rot, wen wundert es, bei diesem Thema, und sie sind sehr explizit. Ganz klar ist diese Reihe nur für erwachsene Leser:innen geeignet. Im Anhang findet sich eine Covergalerie. Wer sich über den Titel wundert, sollte an Berserker denken.
Mich hat der erste Band der Comicreihe neugierig gemacht, ich möchte nun gerne wissen, welche Geheimnisse es um den Protagonisten gibt, die aufgeworfenen Fragen und seine Herkunft geben der sehr blutigen Geschichte eine gewisse Tiefe und wecken Mitgefühl.
Rezensionen von peedee:
Viel zu viel Erotik
Book Boyfriend von Claire Kingsley
Book Boyfriends, Band 1: Mia liebt Bücher, und dabei vor allem Romance. Im wahren Leben sieht es in Sachen Liebe bei ihr eher dunkelgrau als rosarot aus, gar nicht so wie in den Liebesromanen. Bis sie Alex kennenlernt: charmant, zuvorkommend, humorvoll. Sie weiss jedoch noch nicht, dass er seit kurzem Bestsellerautor ist: Als Lexi Logan schreibt er Liebesromane.
Und er chattet mit „Book Babe“, kurz „BB“, die einen Bücherblog betreibt. Als Alex herausfindet, dass sich hinter „BB“ ausgerechnet Mia verbirgt, ist das Dilemma gross, denn er will nicht, dass sein eigenes Pseudonym auffliegt, aber andererseits will er Mia nicht verlieren…
Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir; aktuell scheint es jedoch in zu sein, deutsche Bücher mit englischen Titeln zu versehen – das mag ich nicht.
Mir fällt die Bewertung dieses Buches etwas schwer: Es gab einige Punkte, die mir sehr gut gefallen haben, aber andere, die meinen Leseeindruck sehr getrübt haben.
Mia ist ein Riesentollpatsch – sie stolpert förmlich von einem Missgeschick zum nächsten. Zudem ist sie sehr unsicher, entschuldigt sich fortlaufend. Das fand ich übertrieben. Sie chattet mit ihrer „besten Freundin“ Lexi, nichtahnend, dass diese „Freundin“ in Wahrheit ein Mann ist. Wie kann sie jemanden, den sie noch nie gesehen oder persönlich gesprochen haben, als beste Freundin bezeichnen? Und warum schimpft sie immer über ihren Kater?
Alex verbringt Jahre damit, an einem Science-Fiction-Roman zu basteln, ohne ihn zu Ende zu bringen, vollbringt aber dann in Turbogeschwindigkeit einen Liebesroman, der so erfolgreich ist, dass er zum Bestsellerautor wird. Nun ja, vielleicht ist das eben das richtige Genre für ihn. Mir hat sehr gefallen, dass er sich so um seinen Vater kümmert – auch finanziell.
Wie Mia und Alex sich im richtigen Leben kennengelernt haben, fand ich süss (tja, eben wie in einem Liebesroman *laut-lach*). Dann folgen in Nullkommanichts zu viele und zu ausführliche „heisse“ Szenen – für einen Liebesroman zu explizit. Und man könnte meinen, dass es sich um ganz andere Menschen als die vorher beschriebenen beiden handelt. Das Buch hat sich wohl flüssig lesen lassen, aber ich kann leider nur 2 Sterne vergeben, schade.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Willkommen auf Idlewood!
Eisnebel von Kate Alice Marshall
Es war nicht nur die schneebedeckte Berglandschaft und das luxuriöse und vor allem abgelegene Winterdomizil, was mir atmosphärisch gut gefallen hat. Theodora hat mich als starke Figur überrascht, nachdem ich sie anders eingeschätzt hätte. Ihr Verlobter Connor ist für sie unerlässlich wie Sauerstoff, sagt sie.
„Erschreckend, wie rasch wir uns ineinander verflochten.“ Liebe, die nach wenigen Monaten mit einer Verlobung gefeiert wird, was bei der reichen Familie für Skepsis sorgt. Das Zusammentreffen bleibt nicht ohne Hürden, aber was sich dann auftut ist düster und gefährlich. Doch Theodora wurde gewarnt. Irgendjemand aus der Familie will sie nicht dort haben und bald ist sie überzeugt, dass sie wohlmöglich gezielt an diesen Ort geführt wurde. Es ist eine einfache Erzählweise, denn fast ausschließlich Theodoras Sichtweise wird erzählt. Dass macht es teilweise besonders spannend, aber an der ein oder anderen Stelle hätte ich eine neue Perspektive gebraucht.
Es geht um dunkle Geheimnisse und eine Wahrheit, die nur mithilfe der Vergangenheit aufgedeckt werden kann. Familiäre Verstrickungen, Reichtum und Gehorsam. Wendungsreich, sprunghafte Verdächtigungen und ein Kern, der berühren kann. So ganz ohne Konstruktionen und verschenktes Potenzial geht es aber leider nicht. Insgesamt zwar spannend, aber nicht so packend, wie gehofft. In jedem Fall war es ein Thriller, der unter den Nägel brennt und sich gut zusammen (Buddyread, Lesezirkel etc.) lesen lässt.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Große Hörbuch-Empfehlung!
Joshua Jackelby,1 Audio-CD, 1 MP3 von Benedict Mirow
Es gibt mehrere faszinierende Aspekte an dieser Geschichte: Die Handlung, die in London (1851) spielt und der Zusammenhalt der «Waterloo Boys», die ein gemeinsames Schicksal eint und Freundschaft und Zusammenhalt gegen die «Kings» verbindet. Außerdem ist es ein mitreißendes Abenteuer in die Vergangenheit mit mutigen Helden, ausgewogen temporeicher Spannung und emotionalen Momenten.
Ich habe von Anfang an mitgefiebert, als der Zeitungsjunge Joshua an einem Dienstag im März, in einer todesmutigen Rettungsaktion, Hazel das Leben rettete. Autor Benedict Mirow beweist schon in diesem ersten Kapitel, dass er es versteht, packende Spannung und Emotionen zu verbinden. Dabei erzeugt er stimmungsvolle Bilder und lebendige Figuren, sodass das Hörerlebnis auf mehreren Ebenen funktioniert, während mir die kreativen Ideen und die Vielseitigkeit besonders gefallen hat. Kindgerecht wird auch die Härte der Zeit abgebildet und ein Eindruck davon vermittelt, wie die Menschen damals gelebt haben, denn für Joshua und seine Freunde ist das Geld stets knapp und das Überleben hängt von ihrer Arbeit ab. Dadurch ist das Angebot, den Fall des gestohlenen Himmelseglers aufzuklären, aufgrund der hohen Belohnung, sehr verlockend. Gemeinsam mit dem diebischen Leroy und der cleveren Charly sowie weiteren sympathischen Figuren begibt man sich gern in dieses Abenteuer und fiebert mit den Figuren mit, die brenzlige Momente durchzustehen haben.
Ich fand die Hörbuch- bzw. Hörspiel-Inszenierung spektakulär. Untermalt mit einem stimmungsvollen Soundtrack werden gefühlvolle Momente intensiver und da die zahlreichen Figuren ihre eigene Stimme bekamen, war es noch lebendiger und ein unterscheiden der Charaktere keine Schwierigkeit. Dazu gab es Geräusche, die einen direkt ins 19. Jahrhundert befördern und der Schrei des Prinzen Ilavarasan verursacht eine angenehme Gänsehaut. Ich fand es grandios. Absolute Empfehlung, ganz besonders für das gelungen (ungekürzte) Hörspiel.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Heute nehmen wir Reißaus!
Ins hohe Gras von Trevor Noah
Wer möchte nicht die lästigen Pflichten für einen Tag hinter sich lassen, um stattdessen die Freiheiten eines Samstags zu genießen, der mit großen Abenteuern lockt? Nicht nur aus Kindersicht macht das absolut Sinn.
Ein Junge hat ganz eigene Pläne für diesen Tag, während sein Teddy namens Walter ihm ins Gewissen redet.
Doch der Junge will „dahin, wo wir noch nie waren“ und nimmt Reißaus. „Mit aller Macht wollte er den Haushaltspflichten entkommen, die seinen perfekten Tag zu verderben drohten.“
„Mach dich darauf gefasst, seltsame Dinge zu erleben.“ Ingesamt drei fantasievolle Begegnung im hohen Gras hinterlassen einen bleibenden Eindruck bei den zwei Gefährten und lehren sie eine neue Sicht auf die Welt, in der wir versuchen, einander zu verstehen und aufeinander zuzugehen.
Eine unterhaltsame Geschichte, farbig illustriert und
nicht zu überladen, regt mit Fantasie zum Nachdenken über unser Miteinander an. Gleichzeitig wird die Abenteuerlust geweckt, aus der Perspektive eines Kindes, das nicht versteht, warum es all die Regel immer befolgen muss.
Das offene Ende gefällt mir gut, weil ich mir selber ausmalen kann, wie der Junge mit Walter nach Hause zurückkehrt und was ihn dort erwartet. Angesichts des Themas finde ich auch nachvollziehbar, warum die Suche nach Antworten ebenso viel Seitenumfang hat, wie die Idee zum Aufbruch. Dieser Teil gehört bereits zum Abenteuer dazu.
Die hochwertigen Materialien und gestalterischen Details des Buches, machen es zu einem edlen Geschenk. Die besondere Buchgestaltung unterstreich den Zauber und die Tiefe der Geschichte um einen Jungen und seinen Teddybären. Es ist eine Einladung an Kinder und Erwachsene diese bebilderte Geschichte zu entdecken, wirken zu lassen und sich darüber zu unterhalten. Ein wunderbares Beispiel dafür, wie ein Buch durch seine Aufmachung und Gestaltung zu einem besonderen Erlebnis wird.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Eine positive Haltung zum Winter entwickeln
Wintern von Kari Leibowitz
Der Winter bringt Kälte, Dunkelheit, Müdigkeit und vermindert das Interesse an sozialen Kontakten. Was soll daran gut sein? Was macht man, wenn man sich permanent nach der Sonne sehnt und nur will, dass der Winter schnell vorüber geht? Winterdepression vorprogrammiert.
Autorin Kari Leibowitz lenkt die Aufmerksam weg von den unangenehmen Seiten des Winters, die nun mal unabänderlich sind, und etabliert eine positivere Einstellung zur Winterzeit.
Das tut sie ausführlich und wechselt, wenig stimmungsvoll, zwischen ihren Reisen, Erfahrungen und durchgeführten Studien und deren Erkenntnisse.
Die „Aufwärtsspirale von Akzeptanz und Anpassung“ und der Winter als ruhige Pausentaste, als Gelegenheit, sich mehr auszuruhen. Beim Lesen kommen direkt Ideen und ich wurde angeregt, meine innere Einstellung zu hinterfragen. Viele Sätze werden in anderer Form wiederholt, um sich allmählich im Kopf festzusetzen, immer mit der Botschaft: den Winter annehmen. Letztlich nichts Neues, aber ein zusammengefasst wertvoller Reminder und Impulsgeber.
„Und indem wir die Einstellung einnehmen, dass Ruhe von Natur aus wertvoll ist, dass sie ein Teil des Menschseins ist, bekommt die Ruhe eine andere Bedeutung.“
Wer schnelle Impulse sucht, findet in den zahlreichen „Praxistipps für den Winter“ die wichtigsten Umsetzungstipps. Es lässt sich nicht für jeden alles umsetzten, besonders, wenn die Lebensrealität eine andere als die der privilegierten Autorin ist, aber letztlich kann jeder etwas für sich mitnehmen und positive Aspekte am Winter finden.
Kari Leibowitz geht auf positiv ausgerichtete Strategien ein, sowie achtsame Entschleunigung, etablierte Rituale der Gemütlichkeit und Bewegung in der Natur. Dabei geht es im gesamten auch darum, wie sich schwierige Lebensphasen besser überstehen lassen und wie sich ein anderer Blickwinkel auf das eigenen Wohlbefinden auswirkt.
Ich empfand es als Liebeserklärung an den Winter und einige Aspekte haben meine Sichtweise verändert und meine Bewältigungsstrategien bereichert. Viele Maßnahmen zusammengenommen, helfen mir bereits.
Daher ist das Buch aus meiner Sicht gut geeignet für alle, die Schwierigkeiten haben, sich auf den Winter einzulassen, unter Winterdepressionen oder starker Wintermüdigkeit leiden, und deren Lichtlampe ungenutzt in der Ecke steht. Wer «Überwintern. Wenn das Leben innehält» von Katherine May mochte, dem wird dieses Buch auch gefallen. Besonders sinnvoll, wenn man im Einklang mit den Jahreszeiten leben möchte, aber bisher gescheitert ist.
Rezensionen von Ruth:
Wissensvermittlung in Verbindung mit Lesenlernen
Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 17 - Im Wald von Sandra Noa
Seit 2021 gibt es in der bewährten Reihe „Wieso Weshalb Warum?“ Bücher, die sich speziell an Erstleser richten. Hier wird Sachwissen mit Lesetraining verbunden, Zielgruppe sind Kinder ab der zweiten Lesestufe.
„Im Wald“ ist bereits der 17. Band und auch dieser kann wieder voll überzeugen.
Kurze Kapitel in großer Fibelschrift gehalten vermitteln auf kind - und sachgerechte Art Wesentliches zum Thema Wald. Da werden unterschiedliche Waldarten porträtiert, die Bedeutung des Waldes im Hinblick auf Fauna und Flora vermittelt, die Funktionsweise von Bäumen erklärt usw. Ausführlich wird dargelegt, wie im Wald alles miteinander zusammenhängt, wie Bäume miteinander kommunizieren und wie sich der Wald im Jahresverlauf verändert. Natürlich muss heutzutage auch der Klimaschutz thematisiert werden. Bäume bzw. ein gesunder Wald spielen in diesem Bereich eine wesentliche Rolle. Und Kinder können aktiv zum Schutz der Wälder beitragen.
Zahlreiche bunte Illustrationen und Photos ergänzen den Text.
Zusätzliche Elemente wie Kreuzworträtsel, Lückentexte, Silbenrätsel und ein Lesequiz dienen dem Lesetraining. Sticker und ein Leselotto sorgen für zusätzlichen Spaß.
So ist dieses Buch ein gelungenes Beispiel für Wissensvermittlung und spielerisches Lesenlernen. Meine Enkelkinder werden ihre Freude haben an dem Buch.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Prägnant und wirkungsvoll erzählt
Der Fluss der Zeit von Pascal Mercier
Wie ist das, wenn man in die Vergangenheit eintaucht und noch einmal ganz lebendig in Erinnerungen schwelgen will? Wenn man die Vergangenheit nicht loslassen kann und der Abschied einen Neuanfang überschattet? Wenn Dankbarkeit zur Last wird oder der Fluss der Zeit sich in einem angstvollem Moment des Wartens ewig hinzieht? Diese fünf Kurzgeschichten vereinen sprachliche Präzision und erzählen mit philosophischer Tiefe von eindrücklichen Momenten.
Dabei endet jede Geschichte mit einem gefühlten Paukenschlag, manchmal laut und manchmal leise. Wobei «Tödlicher Lärm» mich in seiner Drastik am meisten überrascht hat und das Konzept umzukehren scheint.
Unverkennbar betrachtet Pascal Mercier nicht nur die direkte Erfahrung seiner männlichen Figuren, sonder zeigt auch außenstehende Personen und ihre Eindrücke, wie in «Die Übergabe», in der der Vorbesitzer den Käufern sein Haus übergibt, wobei seine Gefühlswelt sich nur durch seine skurrilen Handlungen erahnen lässt: „…kaum auszuhalten…Wir gehen auf dünnem Eis.“ Oder Jan Winter, der sich mit seinem Sohn unterhält und unerwarteten Halt bei seiner Familie findet. Im Fluss der Zeit stehen wir nie allein und begeben uns in Momente der Nostalgie, Angst, Vorfreude, Dankbarkeit und ihren Schattenseiten.
„Wir hatten es nicht in der Hand, wie wir empfanden, und das Empfinden war mächtiger als unser Wunsch, es möge ein anderes Empfinden sein.“
Wenn man kurze Geschichten, besondere Momentaufnahmen, eine fokussierte und doch tiefgründige Handlung mit wenigen Charakteren mag und Lust hat, auf unterschiedliche Ausgänge, die zum Nachdenken anregen und sprachlich überzeugen, dann ist «Der Fluss der Zeit» wunderbar für Zwischendurch und alle Kurgeschichten-Fans geeignet.











