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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Silvia Grutze:

Die stille Wirkung der Vergangenheit

Im ersten Licht von Norbert Gstrein

Im ersten Licht von Norbert Gstrein lässt sich gut und flüssig lesen, auch wenn das Thema kein leichtes ist. Obwohl ich eigentlich nicht auf Kriegsgeschichten eingestellt war, hat mich das Buch dennoch erreicht – vielleicht gerade wegen seiner ruhigen, fast zeitreisenden Erzählweise. Gstrein erzählt Geschichte nicht laut oder dramatisch, sondern leise, nachdenklich und sehr lebendig, fast so, als würde man durch vergangene Zeiten wandern.

Im Mittelpunkt steht Adrian, eine Figur, die sich dem Leser nicht sofort erschließt. Er bleibt oft verschlossen, beobachtend und innerlich zerrissen – jemand, der vieles mit sich selbst ausmacht. Genau das hat es mir manchmal nicht leicht gemacht, ihm näherzukommen. Gleichzeitig passt diese Distanz gut zur Zeit und zur Stimmung des Buches. Man ist beim Lesen oft nah am Geschehen und fühlt sich trotzdem ein Stück davon entfernt. Gerade diese Distanz macht den Roman stellenweise anspruchsvoll.

Der Roman entfaltet seine Stärke vor allem dort, wo persönliche Schicksale mit historischer Realität verwoben werden. Gstrein zeigt, wie der Krieg auch nach seinem Ende nachwirkt – nicht nur körperlich, sondern vor allem seelisch: in Gedanken, in Beziehungen und im Alltag. Dabei verlangt das Buch Vorwissen und Aufmerksamkeit. Ohne geschichtlichen Hintergrund hätte ich manche Passagen wahrscheinlich als nüchtern oder sogar langatmig empfunden. Mit diesem Wissen wirken sie jedoch nach und verleihen dem Text Tiefe und Bedeutung.

Alles fühlt sich beim Lesen etwas verlangsamt an. Das Buch ist nicht anstrengend, aber auch keines, das man einfach so „verschlingt“. Man liest langsamer, denkt mehr nach, manchmal fühlt man sich sogar ein wenig beklemmt. Ich konnte nicht immer sagen, ob mich die Geschichte eher angezogen oder abgestoßen hat – genau das macht sie aber auch besonders.

Am Ende bleiben vor allem leise, menschliche Momente im Gedächtnis. Im ersten Licht ist kein typischer Roman, sondern ein stilles, etwas schräges Buch: nicht schwer zu lesen, aber auch nicht nebenbei konsumierbar – eines, das man auf sich wirken lassen muss.

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Rezensionen von rewareni:

Emotionaler Hunger

Hungergesang von Nicola Quaß

In dem Debütroman ,, Hungergesang“ entführt die Autorin Nicola Quaß den Leser in eine Welt der märchenhaften Fantasie, die schon so nahe an der Wirklichkeit nagt, dass es einem beim Lesen oftmals seelische Schmerzen bereitet.
Die Geschichte erzählt von den dreizehnjährigen Drillingen Mara, Lara und Sara deren Eltern von einem Tag auf den anderen plötzlich verschwinden.

Von diesem Moment an beginnt das Buch des Lebens für die Mädchen eine neue Geschichte zu schreiben.
In ihrer heruntergekommenen Villa entdecken sie jeden Tag etwas Neues und sie dringen an Orte vor, die ihnen zuvor verschlossen geblieben sind. Dazu gehört das Zimmer ihrer Mutter, das sie nie betreten durften. Die Autorin schafft es dabei in nahezu jeder Szene eine Symbolkraft hinein zubringen, die sie bewusst in bildhaften Beschreibungen ausdrückt und dem Leser im Gedächtnis bleiben.
Wie fühlt es sich an, wenn man als Kind nie gesehen wird, wenn die emotionale Kälte der Mutter in jedem Satz und in jedem Blick zu spüren ist?
Die Drillinge verspüren einen ,,Hunger“ der nie gestillt wird und so können sie nur überleben, wenn sie als Symbiose auftreten, wo sie sich Liebe, Wärme und Geborgenheit gegenseitig geben, damit sie spüren, dass sie noch am Leben sind.
Ihr Mangel an Zuwendung und beachtet werden lässt sie Dinge tun, die für andere ,,verrückt“ erscheinen. So entwickeln sie eine eigene Geheimsprache, wo sich die Mutter ausgeschlossen fühlt und wütend darüber ist, aber wenigstens eine Reaktion zeigt, wenn auch eine negative.
Ihre Einsamkeit zeigt sich auch nach dem Wunsch immer wieder ihre Streifzüge durch den Friedhof zu machen, wo scheinbar das Leben ausgelöscht ist und nicht mehr existiert, für sie aber ein Ort ist wo man soviel noch sehen, hören und spüren kann.
Ihr Vater ist zwar körperlich anwesend, lebt aber in seiner eigenen Traumwelt wo er immer wieder versucht für sich etwas zu finden, was ihn glücklich macht, auch wenn er am Ende wieder merkt, dass es ihn nicht erfüllt oder er wieder gescheitert ist. Seine unsichtbare Grenze für eine Veränderung hindert ihn immer wieder einen Schritt aus seiner selbstgewählten Isolation heraus zu machen, wo es für ihn leichter ist immer wieder weg zu sehen als hinzusehen und bewusst zu erkennen, dass gerade seine Mädchen Hilfe brauchen.
Im übertragenen Sinne ist sogar auch die Mutter ein Opfer, die sich ihr Leben ganz anders vorgestellt hat. Überfordert mit drei Mädchen, wo sie eigentlich nur ein Kind wollte, im Dorf nie wirklich akzeptiert worden, wo sie immer eine von Außerhalb geblieben ist und so ist ihre Stimmung stets ,, Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“. Da sie selbst nie wirklich zufrieden und glücklich war, konnte sie schöne Gefühle und emotionale Nähe auch nie ihren Mädchen vermitteln
So bleibt den Drillingen nichts anderes übrig als eine Überlebensstrategie zu entwickeln, die sie oft an ihre körperlichen und psychischen Grenzen bringt. Ihre Erinnerungen an ihre frühe Jugend, wo sie sogar mediale Aufmerksamkeit erfahren haben und ihre ehemalige Haushälterin, die durch ihre Güte und Wärme gezeigt was, wie eine Mutter sein sollte, helfen ihnen schließlich zu erkennen, dass sich ihre Eltern wohl nie ändern werden. Da sie in ihren Fantasien, wo sie sogar in einem Buch mit leeren Seiten plötzlich ihre Lebensgeschichte lesen können, ihre Eltern und ihr Verhalten nicht ändern können wissen sie am Ende, dass die Vergangenheit für immer vorbei ist, dass die Gegenwart gezeigt hat, dass nun der richtige Moment ist für die Zukunft zu leben und so sein zu dürfen, wie sie sind. Selbst wenn es mit radikalen Mitteln passiert die teilweise erschüttern, aber zeigen wie verzweifelt die Drillinge sind. Ab nun sind sie keine Opfer mehr, da sie ein selbst bestimmtes Leben führen wollen.
,,Hungergesang“ ist ein literarisches Kleinod, wo man als Leser tief in die menschliche Seele eintauchen kann. Wo sich Fantasie und Realität gespenstisch miteinander verbinden und kafkaeske Züge den Roman noch lesenswerter und spannender machen.

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Rezensionen von Wolfgang Suschnig:

Selten peinlich

Viper's Dream von Jake Lamar

Am Beginn des Buches freut man sich als Jazzhörer, wenn ein Teil der Handlung in Nica de Koenigswarters "CatHouse" spielt und Musiker wie Count Basie, Miles Davis oder Thelonius Monk Kurzauftritte haben. Die Hauptfigur sinniert während der Handlung über ihr bisheriges Leben nach der Bitte der "Jazzbaroness" Koenigswarter, dieser ihre drei Wünsche zu nennen (ein solches Buch existiert ja tatsächlich - "Die Jazzmusiker und ihre drei Wünsche").

Clyde 'Viper' Norton war aus Alabama ins New York der 30er Jahre gekommen, um Karriere als Jazztrompeter zu machen, konnte diesen Traum allerdings auf Grund zu geringen Talents nicht realisieren. Stattdessen wurde er ein einflussreicher Drogenhändler im Harlem der 40er und 50er Jahre, gleichzeitg ein erklärter Gegner des von der Mafia dominierten Heroin-Handels. Als Leser fragt man sich immer wieder, warum dieses Buch als Kriminalroman bezeichnet wird. Spannung kommt selten auf: dafür trieft es seitenweise von Kitsch. Eine gefährdete, unglückliche Liebe taucht immer wieder auf, deren sprachlicher Umsetzung Herr Lamar schlicht nicht gewachsen ist. Zu guter Letzt wird auch noch ein verkehrtes Ödipus-Motiv bemüht (wie im Hildebrandslied, wo Hildebrand seinen Sohn erschlägt). Passagenweise ist dieser sog. "Kriminalroman" richtig peinlich, bes. das Ende, das hier klarerweise nicht verraten werden soll (aber echt weh tut).
Fazit: Abzuraten!!!

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Rezensionen von Gute_Laune:

Mit Zahlen Spaß haben im Comic-Stil

Rechnen NERVT! - Mathe? Ohne mich! (Rechnen NERVT! 1) von Jens Schumacher

Die Idee mit NERVT funktioniert offensichtlich prima. Nach bisher bereits vier Büchern ums Lesen ist nun hier das erste Buch ums Rechnen. Die Namen der Tierchen und Personen für Erwachsene schon lustig, für Kinder dürften die Wortwitze ein bisschen schwerer zu erkennen sein.

Die Zeichnungen sind witzig, die Aufgaben abwechslungsreich und in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, sodass das Kind immer wieder mal ein Erfolgserlebnis hat und nicht nur drückend schwere Aufgaben lösen muss.

Dabei werden auch unterschiedliche Fähigkeiten geschult. Beispielsweise beim Zählen der Geräusche, die unterschiedlichen Dingen zugeordnet werden müssen. Hier ist Konzentration wichtiger, als Rechenkunst. Oder die Frage zu den Öffnungszeiten. Hier ist das Verstehen der Frage und der Angaben im Mittelpunkt. Alle einzelnen Aufgaben sind dem Rechnen insgesamt förderlich und sehr bunt gemischt. Das kommt der kindlichen Spielfreude sehr entgegen.

Die Aufgaben mit einer durchgehenden Geschichte zu verbinden, finde ich sehr schön. Das fördert automatisch den Drang des Kindes, weiter dran zu bleiben und zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht. Für Fans der Vorgänger-Bücher zum Thema Lesen findet sich ein ganz besonderer kleiner Leckerbissen, denn unsere Karoline Kneberwecht ist Kundin im ALLES-MARKT.

Ich finde das Buch sehr gelungen und hoffe, die Kinder merken wie Konstantin, dass Zahlen immer und überall um uns herum sind und richtig Spaß machen können. Wer weiß, vielleicht folgen ebenfalls noch weitere Bände, wie bei Karoline? Fände ich gut! Fünf Sterne von mir!

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Rezensionen von peedee:

Gut, aber nicht mehr

Herzenszauber in Thunder Point von Robyn Carr

Thunder Point, Band 3: Devon McAllister hat es geschafft! Sie konnte mit ihrer 3-jährigen Tochter Mercy aus der Kommune „The Fellowship“ fliehen. Hoffentlich kann sie endlich ein „normales“ Leben führen. Rawley Goode hat sie unterwegs aufgelesen und ihnen vorübergehend einen Unterschlupf gewährt.

In Thunder Point wird sie mit offenen Armen aufgenommen, insbesondere von Spencer Lawson, einem frisch verwitweten Mann und alleinerziehenden Vater. Kann sie ihm ihr Herz öffnen?

Erster Eindruck: Wie immer ein stimmungsvolles Cover – gefällt mir.

Dies ist Band 3 der Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden (die Anzahl Protagonisten könnte dabei aber eventuell etwas verwirrend sein).

Die Flucht aus der Kommune, die Devon einst als ihr Zuhause ansah, ist dank einer „Schwester“ geglückt. Aber in Sicherheit fühlt sich Devon dennoch nicht. Jederzeit könnte der Gründer der Kommune, der zugleich Vater ihrer kleinen Tochter Mercy ist, sie zurückholen. Selbstverständlich nicht er selbst, dafür hat er seine Männer. Aber Devon musste einfach weg, sie fürchtete um die Sicherheit von Mercy. Der Hilfe von Rawley steht sie skeptisch gegenüber: Warum hilft er ihr, obwohl er sie gar nicht kennt?
Spencer, der unlängst den Job als Trainer an der High School angenommen hat, fühlt gleich eine gewisse Anziehung zu Devon. Aber das darf nicht sein, denn es ist noch nicht lange her, dass seine Frau verstorben ist. Und es würde auch seinen Sohn Austin verwirren. Doch Gefühle tun nicht zwingend das, was der Kopf sagt…
Rawley, der von Cooper – einer der Hauptfiguren der Reihe – eine „alte Auster“ genannt wurde, die von Devon aus seinem Versteck geholt wurde, hat mir gut gefallen. Schön, wie er sich für Devon einsetzte.

Was mir an Kleinstadtromanen immer so gefällt, ist der Zusammenhalt. Selbstverständlich mischen sich die Bewohner auch mal ein, aber wenn es hart auf hart kommt, halten sie zusammen. Der vorliegende Band hatte für mich ein paar Längen, war aber dennoch gut. Am Ende kam kurz etwas Spannung auf und dann stand auch schon „Ende“. Interessant war der Schluss, wo sich ankündigt, wer zu den neusten Bewohner in Thunder Point gehören wird. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Rezensionen von Streiflicht:

Entblättert sich erst nach und nach

The Business Trip von Jessie Garcia

Nachdem ich mehrfach von diesem Buch gehört und gelesen hatte, fand ich die Kurzbeschreibung immer spannender und wollte das Buch unbedingt gerne lesen. Kurzerhand kaufte ich es und hab es ziemlich schnell durchgelesen. Quasi fast in einem Rutsch.
Das Buch liest sich gut, erzählt interessant und spannend und ist sehr unterhaltsam.

Mich hat ein bisschen gestört, dass es trotz einiger interessanter Wendungen doch irgendwie vorhersehbar war und gleichzeitig auch einige Klischees bedient. Daher gibt es einen Stern Abzug, auch wenn ich das Buch gerne gelesen habe.

Die Story ist gut durchdacht, hat einen guten roten Faden und war umso interssanter, weil sie aus der Perspektive von verschiedenen Figuren erzählt ist. Jede bringt neue Aspekte und anderes Wissen mit rein und bringt den Leser so wieder auf neue Spuren und andere Fährten. Das war wirklich gut gemacht und hat mir gefallen. Ohne die Klischees und das von mir doch ziemlich so erwartete Ende wäre es perfekt gewesen.

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Rezensionen von Streiflicht:

Kurz und knackig

Arosa - wo auch Gauner Urlaub machen von Andreas Russenberger

Normalerweise bin ich kein großer Fan von Kurzgeschichten, aber ich habe schon einige Romane von Autor Andreas Russenberger mit großer Begeisterung gelesen, sodass ich doch trotzdem neugierig war. Arosa kenne ich leider gar nicht, aber die Welt des Skifahrens und der Berge schon. Das schöne Cover zeigt die winterliche Landschaft und lädt ein auf diese unterhaltsame Krimireise.

36 kurze Geschichten machen gute Laune und unterhalten bestens! Das Buch ist perfekt, wenn man einfach nur mal kurz etwas lesen möchte und abtauchen möchte aus dem Alltag oder verschiedene Geschichten nacheinander lesen möchte. Man merkt jeder einzelnen Geschichte an, dass sie mit großer Begeisterung geschrieben wurde, dass Herzblut darin steckt. Andreas Russenberger beherrscht das Spiel mit der Sprache ganz wunderbar und lässt einen auch immer wieder schmunzeln. Jede der Geschichten ist kurz und knackig, gleichzeitig aber auch ein kleines Kunstwerk für sich. Und macht trotz aller Gaunereien und Verbrechen auch Lust auf Arosa!

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Rezensionen von nanu?!:

Ärger im Weihnachtswunderland

Schneemanntod von Susanne Oswald

Im Weihnachtswunderland, einer Art Erlebniskaufhaus rund zum Thema Weihnachten, treibt ein Unhold fiese Streiche. Bisher hielten sich die Vorfälle in Grenzen, doch nach einem besonders gemein-gefährlichen Zwischenfall, kann der Hausdetektiv Poldi nicht anders, als seinen alten Kumpel Schorsch um Hilfe zu bitten.

Schon früher haben Poldi und Schorsch knifflige Fälle bei der Polizei gelöst.
Ob sie den Übeltäter des Winterwunderlands das Handwerk legen können, muss sich aber erst noch zeigen.

Das "cozy" im "cozy crime" nimmt die Autorin Susanne Oswald ziemlich genau, denn es dauert nicht lange, bis die winterliche Stimmung des Weihnachtswunderlands einen komplett einlullt. Das Buch bereitet den Leser also perfekt auf die Adventszeit vor.
Gleichzeitig kommt aber auch der "crime" nicht zu kurz. Zu brutal oder blutrünstig wird es aber trotzdem nie. Die Gemütlichkeit bleibt dem Leser stehts erhalten.

Die Vorfälle beginnen sich zu häufen, es geschieht natürlich auch ein Mord, einige Verdächtige gibt es auch. Für meinen Geschmack hätten es aber ruhig ein paar mehr mögliche Täter sein können. Ab einen gewissen Punkt kommt man ein wenig zu leicht auf die Lösung.
Etwas kniffliger hätte es also ruhig sein können, was aber trotzdem okay ist, denn meiner Meinung nach macht das die Geschichte mit seiner Weihnachtsstimmung die es verbreitet, wieder wett.
Ganz zum Schluss gibt es als Dreingabe noch Rezepte und Strickanleitungen, die im Buch schon Erwähnung finden und zusätzlich für Stimmung sorgen sollen.

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Rezensionen von begine:

Terese weiß nicht was sie will

Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt von Bodo Kirchhoff



Bodo Kirchhoff Roman, Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt, eine gute Geschichte erzählt.
Mich wundert immer wieder, warum Autoren ihre Frauen in Ichform erzählen lassen. Da bin ich skeptisch, ob sie das so objektiv sehen.
Das Ehepaar Vigo und Terese sind seit 50 Jahren zusammen.
Vigo geht auf Recherchereise nach Indien.

Als er sich nicht mehr meldet, meint Terese, sie will ihn mit einer Liebschaft erwischen und reist ihm nach.
Da ist schon eigenartig, denn sie geht doch selber andauernd fremd.
Für mich zog sich die Geschichte ein wenig. Vielleicht, weil ich mich in Tereses Sicht hineindenken konnte. Gut, am Ende scheint sie doch noch richtig zu ticken.
An und für sich liest es sich ganz gut.

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Rezensionen von clematis:

Funkeltage

Winterglück und Inselzauber: Ein Weihnachtsfest auf Borkum von Claudia Schirdewan

Oma Thea hat mit ihrem Enkelsohn Leon stets Funkeltage verbracht in der Vorweihnachtszeit, mit ihm gebacken und gebastelt. Nun ist die Großmutter tot, die Freude auf das zauberhafte Fest getrübt und aufgrund eines Schneesturms auch noch die Reise ins Allgäu zu den Verwandten abgesagt, denn der Fährverkehr ist eingestellt und die Nordseeinsel Borkum vom Festland abgeschnitten.

Umgekehrt sind auch die Feriengäste der Pension Meereszauber, welche Leons Mutter Julia führt, auf der Insel gefangen. Notgedrungen richten sich Julia und ihre vier Gäste darauf ein, die Feiertage gemeinsam auf dem eingeschneiten Eiland zu verbringen.

Eine zauberhafte Geschichte mit tiefwinterlichem Flair eröffnet sich hier dem Leser, besonders der sechsjährige Leon wächst einem gleich ans Herz. Aber auch alle anderen Figuren überzeugen durch ihre realitätsnahe Zeichnung, selbst wenn sie auf den ersten Blick unnahbar wirken. Das Schicksal zwingt ein pensioniertes Ehepaar, eine aufstrebende Sängerin und einen gestressten Managertypen dazu, auf Borkum zu bleiben, da will Julia wenigstens das Beste herausholen aus der misslichen Lage. Das ist aber gar nicht so einfach, wenn der Sohn um die geliebte Oma trauert und zwei von den Pensionsgästen alle naselang nervös die Internetverbindung überprüfen, weil sie daheim wichtigen Plänen nachgehen wollen. Der herzliche Schreibstil, das erzwungene Innehalten im allzu flotten Lebensfluss, die vorweihnachtliche Stimmung und das Blitzeis sorgen für ausreichend Abwechslung, jede einzelne Person muss danach trachten, etwas aus der angespannten Situation für sich mitzunehmen. Dies darzustellen gelingt Claudia Schirdewan auf unterhaltsame Weise, sodass der Roman rasch gelesen ist. Die Länge mit knapp 300 Seiten ist perfekt gewählt, weder kommt Langeweile auf, noch bleiben Fragen offen. Ob zu Weihnachten tatsächlich wieder alles funkelt?

Wie Notlagen das Leben verändern können und wie eine Geschichte mit Romantik und Tiefgang gleichzeitig punkten kann, das erleben wir hier auf Borkum. Leseempfehlung!

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