Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bockonia:
Eine Frau, ohne Worte, das Nachwirken des Krieges und ein leiser Neuanfang
Moosland von Katrin Zipse
Wirklich wahr, dass Island 1949 auf der Suche nach Arbeitskräften für ihrer Landwirtschaft, in Deutschland junge Frauen aufrief, sich für ein Jahr zu verpflichten. 300 folgten diesem Aufruf, sich in der rauen Naturlandschaft der Insel nützlich zu machen. Und dann beginnt diese fiktive Geschichte.
Elsa, eine von den Erlebnissen des vergangenen Krieges immer noch zutiefst verletzte Seele, geht diesen Schritt. Sie kommt auf einem einsam gelegenen Hof unter. Die Sprache und die von der weiten Landschaft geprägten Menschen sind ihr fremd. Und diese Fremdheit, sie ist so greifbar, unheimlich, kalt, auf beiden Seiten. Die junge Frau spricht nicht, schweigt, ob der grauenhaften Erinnerungen, mit seinen bitteren Verlusten, die der zurückliegende Krieg ihr beschert hat. Und die Bauernfamilie, auch hier hält ein Geheimnis sie geradezu gefangen. Doch die gemeinsame harte Arbeit, die Zeit an sich und auch die eine Person, die mit ihrem doch zugewandtes Wesen Elsa einlädt, das gleiche zu tun, langsam vollzieht sich ein Wandel. Und es wird tatsächlich der Neuanfang, den sich die junge Frau, bewusst oder unbewusst, ersehnt.
Diese leise zarte Geschichte, von der Naturlandschaft Islands umhüllt, fast schon getragen, sie bewegt die Leser auf sehr berührende Weise. Und vieles von den wunderbaren Naturbeschreibungen spiegeln so ergreifend das eigene Erleben der Protagonistin wieder, man 'fühlt' ganz tief in sie hinein. Denn nach außen hin bleibt vieles unausgesprochen. Und trotzdem ist man ganz nahe dran, wenn die anfängliche Sprachlosigkeit, wenn in mehr wie einer Weise einfach die Worte fehlen, sich langsam wandelt und diese Wandlung auch möglich macht, in einem gewissen Umfang selbst zu heilen.
Ein wunderschönes kleines Buch, mit viel Seele.
Rezensionen von clematis:
35 Jahre retour
You and Me - Die zweite erste Liebe von Josie Lloyd; Emlyn Rees
Nach 35 Jahren hat sich die Liebe zwischen Adam und Jules schon abgenützt, Kleinigkeiten lösen Reibereien aus, der Alltagstrott wird zum zermürbenden Hamsterrad. Als Jules endlich den Schuppen ausmistet und alte Musikkassetten zum Sperrmüll bringen möchte, entdeckt Adam zahlreiche selbst bespielte Tapes mit ihrer Lieblingsmusik und persönlichen Botschaften.
Durch das neuerliche Abspielen und Anhören begeben sich Adam und Jules auf eine Zeitreise zurück zum Beginn ihrer Liebe im Jahre 1989.
Abwechselnd erzählt das Autorenduo aus Adams und Jules Sicht den Stand der Dinge. Jules erwacht aus einem Traum, der mit ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert, so lebendig und bildhaft geht es hier zu. Nach einer Bestandsaufnahme über die nunmehr 35jährige Beziehung kommen auch schon die eingangs erwähnten Mixtapes zur Sprache und wir reisen mehrfach in der Zeit zurück, um zu erfahren, wie Jules und Adam einander kennengelernt haben und auf welche Weise sich ihre Persönlichkeiten entwickelt haben. Was, wenn nicht alles so gekommen wäre, sondern das Leben andere Abzweigungen genommen hätte? Hätte man einen Schicksalsschlag abwenden können, eine andere berufliche Laufbahn einschlagen oder besser auf seine Gesundheit achten können? Was, wenn man im Nachhinein noch das ein oder andere Rädchen verstellen und der Geschichte einen positiveren Verlauf geben könnte? Die Handlung springt also munter zwischen den Figuren und verschiedensten Zeitpunkten hin und her und bietet allerlei Möglichkeiten, den Plan des gelebten Lebens neu zu denken. Was dabei herauskommt und wie die beiden Hauptfiguren damit umgehen, das erzählt dieser Roman, dessen Idee mir gut gefällt. Leider ist aber der Funke nicht wie erwartet übergesprungen, weder das Ehepaar selbst noch die weiteren Personen haben mich emotional berührt und die doch oft recht phantasiehaften Szenen lesen sich nicht unbedingt glaubwürdig und überzeugend. Die Erkenntnisse am Ende wiederum passen gut als Anregung zum Nachdenken und Nachahmen. Ebenso sind die flüssige Schreibweise und die umfangreiche Playlist positiv hervorzuheben.
Dieser teilweise sciencefictionähnliche Roman beleuchtet die ganz alltäglichen Schwierigkeiten einer langjährigen Ehe und bietet unterhaltsame Auswegmöglichkeiten aus dem Routinegeschehen. Der Humor trifft zwar nicht ganz meinen Geschmack, wird aber bestimmt eine größere Leserschar ansprechen.
Rezensionen von Petra:
Im Sturm
Fünf Fremde von Romy Fölck
Auf Neuwerk sind vor 30 Jahren zwei Jugendliche verschwunden. Dieses Unglück hat für alle Nachwirkungen. Freunde, Verwandte, Inselbewohner, Lehrer und Besucher. Jeder hat davon erfahren, keiner weiß was passiert ist. Nun im Jahr 2025 treffen verschiendene Personen auf die Insel ein, aus verschiedenen Gründen alle stehen irgendwie im Zusammenhang mit dem damaligen Ereignis.
Ganz langsam führt uns die Autorin an die Ereignisse damals und heute heran. Wir erleben mehr von dem nahendne Sturm als von den Gedanken und Gefühlen der Protagonisten. Die kleine Insel mitten im Orkan, dieses klaustropobische Setting überträgt sich beim Lesen. Der laute unheimliche Wind, das Knarren der Bäume und Dächer, die Wucht der Böen, es ist als ob man es spürt. Über allem liegen die Unsicherheiten, warum sind diese Personen auf der Insel, die eine weil sie eine Auszeit vom Job braucht und sich um ihre Mutter kümmern will, die andere um eine alte Freundin zu besuchen, Das sind ganz allgemeine Themen aber unterschwellig ist da mehr. Darüber erfahren wir nach und nach. Auch was vor dreißig Jahren passiert ist. Ganz langsam erleben wir Teenager im Schullandheim, harmlose Streiche, erste Liebeleien usw. Die Steigerung der Erwartung wann kommt es zum Verbrechen oder einem anderem Ereignis ist kaum auszuhalten. Immer mehr Hinweise, Indizien, begonnene Gespräche. Allmählich reimt man sich als Leser etwas zusammen. Dann das fulminante Ende. Mit allem war zu rechnen, aber das was dann kam nicht. Soviel verqueres Denken kann man sich kaum ausdenken, aber nach dem Sacken lassen, erscheint es auf eine absonderliche Art logisch. Schrecklich, abartig, Rache eben.
Rezensionen von clematis:
Generationen
Das gute Leben von Nadine Schneider
Anni ist tot und Christina, ihre Enkelin, steht vor dem Erbe, einem Haus in der Nähe von Nürnberg. Aber anstatt dass sie rasch alles ausräumt und Ordnung schafft für den Verkauf, schweifen ihre Gedanken zur Oma, bei der sie aufgewachsen ist und lässt deren Leben Revue passieren – Annis Neuanfang in Deutschland, nachdem sie Rumänien verlassen hat, ein fordernder Job bei der Quelle und ein kleines Kind, das sie alleine aufziehen hat müssen.
Voller Poesie und doch so nah an der harten Realität schreibt Nadine Schneider, bildhaft und gefühlvoll fließen die Szenen aus ihrer Feder und verschwimmen fern jeglicher Chronologie zu diesem wunderbaren Roman. Vier Generationen haben teil am Geschehen, manche nur am Rande, Anni deutlicher und Christina als Ich-Figur muss schlussendlich die Scherben aufsammeln und aus der Geschichte ihrer Vorfahren ihr eigenes Leben zurechtzimmern. Aus den unterschiedlichen Blickwinkeln von Anni und Christina wird das Leben von vier Frauengenerationen betrachtet und besonders der Einfluss der Altvorderen auf ihre Nachkommen dargestellt. Was erwarten die Älteren, wie fühlen die Jüngeren, hat jemand Schuld am Lebensfluss der anderen in der Familie? Wer darf Vorhaltungen aussprechen und wer hält sich für zu minder? Warum flieht man aus der aktuellen Konstellation und was gibt man an seine Kinder und Enkel weiter? Ein schier unendliches Kaleidoskop aus unterschiedlichsten Gefühlen dreht sich im Kreis und reißt den Leser mit, lässt in der Rückschau erkennen, dass alle ihre berechtigten Perspektiven und Vorstellungen vom Leben haben und dass es so viel mehr gibt als Schwarz und Weiß.
Ein großartiger Roman mit viel Realitätssinn und Blick auf die Wahrheit, die für jeden eine andere ist – absolut lesenswert!
Rezensionen von peedee:
Knappe 4 Sterne
Schattenmädchen von Frida Skybäck
Fredrika Storm, Band 3: Die Studentin Isabelle Karlsson verschwindet von einer Party des erfolgreichen Tech-Unternehmens „BubbleBuy“. Erste Recherchen ergeben, dass sie wohl anwesend war, aber scheinbar niemand sie bemerkt hat. Wie kann das sein? Die Polizisten Fredrika Storm und Henry Calment stehen vor einem rätselhaften Geflecht von Beziehungen, Geheimbünden und widersprüchlichen Aussagen.
Sie entdecken Parallelen zum Mord an der Studentin Petra Olsen von vor sieben Jahren. Ein Täter wurde seinerzeit verurteilt, aber es gibt mittlerweile grosse Zweifel, ob alles korrekt abgelaufen ist…
Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir sehr gut – passt gut zur Reihe.
Dies ist Band 3 der Reihe, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden. Da mir Band 2 um Fredrika Storm und ihren Kollegen Henry Calment sehr gut gefallen hat, war ich gespannt, wie es weitergeht.
Wenn eine Person vermisst wird, ist dies eine Horror-Vorstellung: Was ist mit dem Menschen passiert? Wo ist er/sie jetzt? Jede Minute ohne Wissen um den Verbleib des geliebten Menschen ist zermürbend. So geht es Isabelles Mutter. Ihr Mann, der Stiefvater von Isabelle, ist beruflich im Ausland und kann ihr nicht beistehen. Warum kommt er nicht umgehend nach Hause, um seiner Frau moralisch beizustehen? Merkwürdig. Aber das ist nicht das einzig Merkwürdige: Denise, dies sich als Freundin von Isabelle bezeichnet, scheint etwas zu verbergen. Und was ist mit diesem Tech-Unternehmen? Hat der CEO, Martin Zenberg, etwas mit Isabelles Verschwinden zu tun oder will ihm jemand etwas anhängen?
Fredrika und Henry sind mittlerweile ein gut eingespieltes Team – trotz aller Unterschiede. Sie ist nach wie vor sehr verschlossen und hat die Tendenz, impulsiv zu handeln. Er ist sehr belesen und teilt sein Wissen gerne mit seinem Umfeld. Beide haben auch dieses Mal im Privatleben einiges zu „sortieren“.
Wenn ein Thriller reine Fiktion gut ist und den Leser:innen unter die Haut geht, ist das das Eine. Aber wenn die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht – so wie die Story hier teilweise auf wahren Verbrechen an der Elite-Universität Lund basiert –, ist es ganz etwas anderes: beängstigend zu sehen, wozu Menschen fähig sind. Der Showdown hat mich überrascht, war unbefriedigend. Dieses Mal nur knappe 4 Sterne.
Rezensionen von Anno:
Kann man vermissen, was man nie gekannt hat?
Pepper von Nils Mohl
Wow, das ist ein richtig starkes Buch- sehr ausdrucksstark und enorm realistisch! Da haben die Charaktere auch mal Ecken und Kanten, was besonders auf Kimme zutrifft. Doch auch Personen, wie Pepper oder August sind so authentisch dargestellt, dass es einem nicht schwer fällt sich in sie hineinzuversetzen.
Pepper erfährt von ihrer Mutter erst nach Jahren den Namen ihres abwesenden Vaters. Und beschließt, um ihn unbefangen kennenzulernen, ohne dessen Wissen um die verwandtschaftlichen Verhältnisse in seine Altmänner-WG zu ziehen. Doch ganz so rosig, wie sie es sich vorgestellt hatte, läuft es dann doch nicht. Warum ist dieser Mann so unzugänglich und abweisen und kann er überhaupt der Vater sein, den sie sie immer gewünscht und vorgestellt hatte?
Trotz Musikerkarriere wirkt die Handlung bodenständig. Sie spielt in Wilhelmsburg/Hamburg und ist durchzogen von Melancholie, aber auch von Tagebucheinträgen Peppers und den Songtexten einer Band namens ‚Kimme und Popkorn‘, die zum Zeitpunkt der Handlung faktisch nicht mehr existent war und auch nie den großen Durchbruch hatte. Trotzdem musste ich sie einfach googeln, weil alles, wirklich alles in diesem Buch so echt wirkt, dass es mich nicht gewundert hätte, wäre ich im Internet auf diese Band gestoßen. Sogar ihre Cover und Titel sind im Buch abgedruckt.
Pepper steht im Zentrum der Handlung. Sie versucht durch ihren Einzug in die WG, DEM Mann näher zu kommen, den sie bereits ihr gesamtes Leben über vermisst hatte, die Handlung hat aber auch noch deutlich mehr zu bieten. Da gibt es z.B. diesen jungen, aufstrebenden Musiker, der mir sehr ans Herz wuchs, ein toller Typ!, das ADE ADE mit ganz besonders herzlichen Leutchen, eine hippe Redakteurin, die Pepper im richtigen Moment unter die Arme greift, eine griesgrämige Vorgesetzte, die irgendwann ihr ‚wahres Ich’ zeigt und zwei, nein eigentlich drei Herren, die irgendwo in ihrem Leben gestrandet zu sein scheinen. Und allesamt scheinen durch Pepper miteinander verbunden. Loslassen kann ich sie aber jetzt, so kurz nach der Beendigung des Buchs, noch nicht. Ich glaube da bleibt mir nur es ein zweites Mal zu lesen.
Rezensionen von Anno:
Vorsicht, hat Suchtpotenzial
Dragonborn (Band 1) - Das Erbe des Feuers von Struan Murray
Alex ist wundervoll! Sie ist ein Mädchen, dass durch seine Empfindungen und Reaktionen sehr real wirkt. Und gleichzeitig schlummert auch etwas in ihr, das sich jahrelang vor ihr verbarg. Sie wusste es selbst nicht und jetzt, jetzt soll sie damit klarkommen ‚anders zu sein‘. Und es auch noch zulassen, aber bitte schnell.
Doch sie hat Angst vor dem fremden. Vielleicht ja auch zu Recht?
Dieses Buch hat mich und auch mein Kind enorm gefesselt. Die Welt, die hier heraufbeschworen wird, könnte wirklich sein. Eingearbeitete historische Begebenheiten und der Umstand, dass auch Alex lange nicht von ihrer Existenz wusste, bezeugen es. Das allein macht diese fantasievolle Geschichte schon sehr faszinierend. Doch auch die Magie und all das was vor Jahren geschah und die heutigen Geschehnisse noch immer beeinflusst, birgt großes Potential. Schon das erste Band dieser Reihe ist dadurch bereits erstaunlich abwechslungsreich, unvorhersehbar und beeindruckend. Das ist kein schlichter Auftakt, der den Leser in die Welt einführt. Das ist mehr!
Wie die Handlung geführt wird und wie Charaktere dazu stossen, sich entwickeln und an Bedeutung gewinnen, hat mich so begeistert. Ich hab vieles nicht kommen sehen, habe mich täuschen und um den Finger wickeln lassen, und war dieser Serie doch bereits von Anfang an verfallen.
Dieses Buch wird ab 12 Jahren empfohlen, doch es hat das Potential auch weitaus ältere Leser zu begeistern. Für Zartbesaitete sei jedoch gesagt, dass auch Kämpfe und Gebeine darin vorkommen. Ich für meinen Teil, finde die Altersangabe aber durchaus als passend. Mein Kind hat es weder verängstigt noch verstört- ganz im Gegenteil.
Rezensionen von tinten_fischchen:
Emotionale Tour-De-Force
Die Namen von Florence Knapp
Das ist glaub ich, das erste Mal, dass ich meinen Leseeindruck mit einer Triggerwarnung versehe. Aber dieses Mal muss es sein. Anders als der Cover-Text vermuten lässt, zeigt das Buch nicht, wie ein Name und seine Erwartungen ein Leben beeinflussen. Sondern wie eine fast alltägliche Handlung eine verhängnisvolle Kettenreaktion in Gang bringen kann.
Hinter der Bezeichnung “herrischer Männer” im Klapptext versteckt sich Sadismus, häusliche Gewalt, psychischer und psychischer Missbrauch. Auch das Thema Femizid kommt vor.
Florence Knappt packt viele Themen ins Buch und die unterschiedlichen Lebensläufe. Für mich das spannendste Buch, das ich in diesem Jahr bisher lesen durfte. Die Geschichten zeigen wie unsere Umgebung, unsere Eltern, ihre Erwartungen an uns, uns prägen. Durch die knapp 350 Seiten ist man schnell durch, da das Buch ein Pageturner ist. Wobei man manchmal auch Pausen braucht, da die Geschichten immer wieder mit emotionaler Wucht zuschlagen.
Dem schnellen Lesefluss hilft es auch, dass die Erzählung und Figuren alles andere als subtil ausgefallen sind. Dinge werden teilweise auch unnötig breit getreten. Unglücklich fand ich auch die Vermischung zwischen Mord und Totschlag. Keine Ahnung, ob diese der Übersetzung geschuldet ist.
Interessant auch der Anhang, in der auf die Kunst und KünstlerInnen die das Buch inspiriert haben eingegangen wurde. Schade, dass die deutsche Ausgabe nicht über die Illustrationen von Sam Scales verfügt.
Trotz einiger Schwächen hat das Buch mir sehr gut gefallen. Neben dem faszinierenden Gedankenexperiment glänzt Florence Knapps Debutroman vor allem durch seine emotionale Dichtheit und den Figuren die einem ans Herz wachsen.
Rezensionen von Anno:
Sei Teil des Clubs
Der Comic-Club von Scott McCloud
Viele Kinder sind fasziniert von Comics und einige wünschen sich vielleicht auch insgeheim selbst welche zeichnen zu können. Wie schwer das ohne Plan ist, habe ich erfahren als mein Kind mal mit genau dieser Aufgabe vom Kunstunterricht nach Hause kam. Hätten wir damals doch bloß schon dieses Buch gehabt, es hätte uns sehr viel Frust erspart.
Der Comic-Club richtet sich explizit an jüngere Leser und führt sie Schritt für Schritt in die Kunst des Comiczeichnens (und natürlich auch Lesens) ein. Dabei geht es aber weniger um den korrekten Zeichenstil, den es auch garnicht gibt, sondern erst einmal darum überhaupt ins Tun zu kommen, die Angst zu verlieren vielleicht zu schlecht dafür zu sein, aber auch um konkretere Dinge, wie den Aufbau von Paneels, den Ausdruck und die Erzählweise. Ich fand das richtig spannend! Man beginnt damit Comics zu ‚verstehen‘ und bekommt auch richtig Lust selbst zum Stift zu greifen.
Ganz toll, und das macht das Buch umso lebendiger, ist auch, wie sich die Figuren irgendwann verselbstständigen und das klassische Format sprengen.
Ich hoffe sehr, dass dieses Buch viele Kinder dazu inspirieren wird ihre eigene Phantasie auszuleben. Es gibt nichts besseres!
Rezensionen von Anno:
Es ist dein Zuhause
National Geographic Kids Weltatlas - Fremde Kulturen, großartige Naturwunder und wilde Tiere entdecken: Kinderatlas für Kids ab 8 Jahren von
Nimmt man dieses Buch zur Hand wird einem rasch klar, das dies kein normaler (Schul-)Atlas ist. Hier reihen sich die Karten nicht kommentarlos aneinander, sondern hier wird auf jede einzeln eingegangen. Die Darstellung mit vielen Fotografien, Infokästen und Angaben zu Basiswissen ist sehr viel ansprechender.
Und dank der Erklärungen ist es eine tolle Ergänzung zum Unterricht und kann auch zur Vorbereitung für Länderreferate hervorragend genutzt werden. Eben auch, weil es nicht trocken ist, sondern den Gebieten und Ländern auch Leben einhaucht. Toll gelöst ist, dass neben den Überschriften immer auch Weltkugeln abgebildet sind, mithilfe derer man den Kartenausschnitt lokalisieren kann. Und auch die Infografiken machen was her! Und die ‚Schon gewusst, dass…‘ Infos wartet mit Wissen auf, das Staunen lässt.
Alles scheint hier sehr durchdacht zu sein. Das zeigt sich schon am ausführlichen Infoteil, der weit mehr ist als eine Erklärung zum Buch.











