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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Kwinsu:

Über das Festhalten an Vergangenem

Tschikago von Alexandra Stahl

Alexandra Stahl gibt uns in diesem Erinnerungswerk nicht nur Einblicke über die Leben ihrer Großeltern, sondern auch über ihre ehrenamtliche Tätigkeit in einem Seniorenheim und ihre Motivation, all dies niederzuschreiben. Sie verbindet ihre persönlichen Erinnerungen zu den Menschen mit einer historischen Rückschau auf die Leben von einer Generation, die so ganz andere Zeiten erlebt hat, wie wir sie heutzutage kennen.

Das Buch beginnt mit Erinnerungen an ihre Großeltern. Während ihre Oma sich vorwiegend um streunende Katzen kümmert, ist der Blick des Großvaters fokussiert auf handwerkliche Tätigkeiten und der für diese Generation zu typischen Nüchternheit. Sehr humorvoll wird immer auch der fränkische Dialekt der Menschen, über die gerade erzählt wird, eingewoben. Die Großeltern waren für die Autorin alles und es ist beeindruckend, wie sie es trotz verschiedener Schicksalsschläge geschafft haben, immer noch nach Vorne zu schauen. Der Tod des Großvaters scheint in der Autorin das Bedürfnis ausgelöst haben, sich nicht nur mit seiner Geschichte, sondern auch jener seiner Generation auseinanderzusetzen.

Im zweiten Teil des Buches steht dann die ehrenamtliche Tätigkeit der Autorin in einem Seniorenheim im Vordergrund. Umfassend erzählt sie von den Begegnungen und Sonderheiten der Personen, die sie regelmäßig und vorwiegend für Gruppenarbeit besuchte. Dabei streift die Autorin Themen wie Demenz, Einsamkeit und Verlust von Ehepartner*innen, aber auch jene, die den Menschen es ermöglichen, ihr Leben im Alter hoffnungsvoll weiterzugestalten, wie Musik, Backen und positive Erinnerungen an ihre gelebte Geschichte.

Im abschließenden dritten Teil fasst die Autorin zusammen, was all diese Begegnungen mit ihrer Motivation, die Erinnerungen aufzuschreiben, zu tun haben.

"Tschikago" ist ein liebevoll niedergeschriebenes Erzählbuch, das Menschen würdigt, die für die Autorin langfristig in Erinnerung blieben. Es besticht mit einem Zeitkolorit, der den Erzählenden überaus wichtig war und der es wert ist, ihn festzuhalten. Alter und Krankheit spielen ebenso eine Rolle wie die Wichtigkeit, Erinnerungen nachhaltig festzuhalten. Der Aufbau des Buches ist zwar nachvollziehbar, trotzdem wirkt er in der Gesamtschau als etwas chaotisch und willkürlich. Manchmal geraten die Beschreibungen der Menschen eher oberflächlich und scheinen unmotiviert. Trotzdem ist "Tschikago" ein kurzweiliges Buch, das all jenen gefallen wird, die sich für persönliche Geschichten aus dem vergangenen Jahrhundert interessieren.

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Rezensionen von yellowdog:

was unausgesprochen blieb

Irgendwann verglüht die Sonne von Andrea Profetto

Andrea Profetto geht in ihrem Roman über eine Familie wirklich in die Tiefe und zeigt, was alles verborgen sein kann.
Monika hat 2 Töchter und ist seit Jahren mit Matthias verheiratet.
Nore, die ältere entzieht sich oft, ihre jüngere Schwester Carla versucht, sich ihrer sexuellen Orientierung bewusst zu werden.

Die Kapitel wechseln in ihren Perspektiven zwischen Monika, Nora und Carla.
Der Text ist so geschrieben, dass man eng an die Figuren ran rückt und ihre Nöte versteht. Manchmal ist es ziemlich bedrückend,
Andrea Profetto macht mit ihrem Buch wichtige Themen auf und sie macht es gekonnt. Es ist ein Buch von Relevanz!

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Rezensionen von saskia13120:

Eine Naive Protagonistin und ein Dämon mit zu vielen Gefühlen

A Witch's Guide to Fake Dating a Demon von Sarah Hawley

"A Witch's Guide to Fake Dating a Demon" ist eine Cosy RomCom mit liebenswürdigen Charakteren in einem gemütlichen Kleinstadtsetting, welches mich leider nicht vollends überzeugen konnte.

Mariel ist eine Hexe, der beim Zaubern leider immer wieder Missgeschicke passieren. Infolge eines solchen Missgeschickes steht plötzlich der Dämon Ozroth vor ihr, den sie ungewollt heraufbeschworen hat und der nun einen Seelenpakt mit ihr schließen will.

Mariel ist eine durchweg liebenswürdige Person, die sich vor allem für ihre Naturmagie interessiert, in welcher sie auch im Gegensatz zur Beschwörungsmagie ausgesprochen gut ist. Man merkt, wie viel Leidenschaft sie in diese Magie steckt und wie frustriert sie über ihre sonstigen Fehlversuche aber auch die Ansprüche ihrer Familie ihr gegenüber ist. Ihre Mutter will das aus Mariel eine mächtige Hexe wird und hält ihr immer wieder vor, dass sie aus ihrer Sicht eine völlige Versagerin ist. Das Verhalten von Mariels Mutter ist absolut toxisch und man leidet bei ihren Begegnungen regelrecht mit Mariel mit und hofft, dass sie sich ihr eines Tages entgegensetzen wird.
Gleichzeitig fand ich ihr Verhalten gegenüber Ozroth doch sehr Naiv und das Vetrauen, welches sie ihm nach kürzester Zeit schenkt sehr unvernünftig.

Ozroth ist ein Dämon. Und weil er von Mariel heraufbeschworen wurde muss er nun einen Seelenpakt mit ihr aushandeln um ihre Seele zu bekommen und damit zurück nach Hause auf die Dämonenebene zu können. Bis zu diesem Pakt ist er gezwungen immer in Mariels Nähe zu bleiben. Aufgrund eines vorangegangenen missglückten Seelenpaktes hat Ozroth allerdings die Seele eines anderen Zauberers bekommen und muss sich nun mit ungewollten Gefühlen herumschlagen, was natürlich zügigst dazu führt, dass er sich in Mariel verliebt.

Das Setting in der Kleinstadt, mit verschiedensten Magischen und nichtmagischen Wesen die in Frieden zusammenleben und die herbstliche Stimmung haben mir sehr gut gefallen und auch das Worldbuilding insgesamt mit der Dämonenebene und den heißen Quellen im Wald ist der Autorin sehr gut gelungen.
Auch die Themen Naturschutz und toxische Eltern wurden gut in die Geschichte eingebaut und glaubwürdig dargestellt. Ich wäre mehrmals gerne in die Geschichte gesprungen und hätte gewissen Personen die Meinung gegeigt. Die Antagonisten haben ihre Rollen deswegen voll und ganz erfüllt.

Insgesamt war die Entwicklung zwischen Mariel und Ozroth zwar schön zu verfolgen, allerdings ging mir da doch alles sehr schnell, vor allem wenn man die eigentlichen Charakterzüge der Dämonen bedenkt, welche auch immer wieder genannt werden. Sie lügen, sind manipulativ und empfinden nur bedingt Gefühle. Trotzdem ist Mariel natürlich schnell überzeugt, dass sie den Dämon abbekommen hat, der die Ausnahme von der Regel darstellt.
Und auch als die beiden dann zusammenfinden ist die Lösung aller ihrer Probleme eigentlich sehr einfach, trotzdem brauchen sie dann wiederum sehr lange um auch auf die Idee zu kommen.
Außerdem wurden sich meiner Meinung nach teilweise zu viele Gedanken um Ozroths Geschlechtsteil gemacht. Ich fand es stellenweise eher unpassend und aus der Luft gegriffen und mir hätten die Expliziten Szenen als Spice definitiv gereicht.

Leider muss ich auch sagen, dass mir noch nie ein Buch mit so vielen Fehlern untergekommen ist. Normalerweise fallen mir in einem Buch maximal 3-4 Rechtschreib-/Grammatikfehler auf. Hier habe ich irgendwann aufgehört zu zählen, aber es waren bestimmt 15-20 Stück. Besonders im Mittelteil gab es eine Passage, in dem alle paar Seiten ein Fehler war. Wen das zu sehr stört und aus dem Konzept bringt, der sollte vielleicht auf eine spätere Auflage warten.
Die Geschichte wird außerdem abwechselnd aus Ozroths und Mariels Perspektive erzählt. Ich hätte es deswegen schön gefunden, wenn aus den Kapitelüberschriften herausgegangen wäre, aus wessen Sicht das nächste Kapitel beschrieben wird.

Insgesamt ist "A Witch's Guide to Fake Dating a Demon" ein Roman mit Stärken und Schwächen. Wer herbstliche Stimmung und eine süße Liebesgeschichte über Mensch und Dämon sucht könnte hier fündig werden und eine gute Zeit haben.

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Rezensionen von libraryoflaura:

Hier gibt es kein Gesetz. Nur den Clan.

Der Clan – Die Straße von Pascal Engman

WORUM GEHT ES?
Stell dir vor, du wirst am selben Tag geboren wie jemand, der nur ein paar Straßen weiter wohnt, und trotzdem lebt ihr in zwei komplett unterschiedlichen Welten. Genau das passiert Josef und Antonia. Während Antonia behütet in einer wohlhabenden Familie aufwächst, sieht Josef mit an, wie der Mansour-Clan seine Fühler immer tiefer in seine Nachbarschaft frisst, bis nicht mehr das Gesetz regiert, sondern nur noch der Clan.

Auf der anderen Seite steht Polizist Hjalmar, der machtlos zusehen muss, wie die Gewalt in seiner Heimatstadt unaufhaltsam eskaliert. Pascal Engman, der jahrelang als Journalist die schwedische Bandenkriminalität hautnah miterlebt hat, zieht uns mitten hinein in einen Strudel aus Hoffnung, Machtlosigkeit und knallharter Realität. Ein Buch, das nicht nur unter die Haut geht, sondern deinen Puls ab Seite eins durch die Decke jagt.

WAS MIR GUT GEFIEL:
- Geniale Gestaltung im Buch: Direkt vorne in den Klappen gibt es eine Figuren- und Beziehungsübersicht zum Clan, zur Polizei und den anderen Beteiligten. Bei so vielen Personen konnte ich immer wieder dahin zurückblättern, um den Überblick zu behalten, wer eigentlich wer ist und wie alle miteinander verbunden sind.
- Gänsehaut-Perspektiven: Durch die ständigen Perspektivwechsel beleuchtet Engman das Geschehen von allen Seiten. Wir blicken direkt in das Herz der Schutzgelderpressung, die Ohnmacht der Anwohner und die Ermittlungsarbeit der Polizei. Das erzeugt einen unfassbaren Erzählsog, bei dem man das Gefühl bekommt, das komplette Bild dieser Welt zu sehen.
- Phänomenal & brandaktuell recherchiert: Man merkt dem Autor seine journalistische Vergangenheit in jedem Kapitel an. Die Darstellung, wie der Clan durch Scheinarbeitsplätze und Clubs Geld wäscht und sich in Behörden einschleicht, wirkt so beängstigend echt, dass man streckenweise vergisst, eine fiktive Geschichte zu lesen.
- Intensive, mitreißende Gefühlswelt: Das Buch hat mich emotional extrem aufgewühlt. Man erlebt beim Lesen eine Achterbahnfahrt aus tiefster Trauer, kochender Wut und wahrer Frustration. Es tut im Herzen weh zu sehen, wie skrupellos der Clan agiert und vor nichts haltmacht, nicht einmal vor unschuldigen Kindern oder Familien, die sowieso schon um ihre Existenz kämpfen. Und dabei vergessen diese Kriminellen völlig, woher sie selbst einmal kamen.
- Authentische Charakterzeichnung: Die Figuren sind Menschen aus Fleisch und Blut, mit echten Widersprüchen, echten Ängsten und echten Beweggründen. Selbst bei Figuren, die man eigentlich nicht mögen sollte, blitzt ab und zu Verständnis auf, und genau das macht das Ganze so eindringlich.

WAS MIR WENIGER GUT GEFIEL:
- Wunsch nach der Ich-Perspektive: Für meinen Geschmack hätte dem Buch die Ich-Perspektive richtig gut getan, um noch näher an den Figuren dran zu sein. Allerdings verstehe ich bei der Brutalität mancher Szenen auch, warum sich der Autor bewusst für etwas mehr erzählerische Distanz entschieden hat.

FAZIT:
Für mich ist dieser Auftakt eine absolute Leseempfehlung. Wer packende, hochaktuelle Gesellschaftsthriller über Bandenkriminalität sucht, die extrem nah an der Realität gebaut sind und keine Angst vor ungeschönter Härte haben, kommt an diesem Buch schlichtweg nicht vorbei. Ich freue mich nach diesem Auftakt schon jetzt riesig auf die Fortsetzung.

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Rezensionen von Aileen:

neuer Mord - alte Bekannte im italienischem Traumdorf

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 10: Falsches Spiel beim Abschlag von Christian Homma; Elisabeth Frank

Ein neues Opfer wird in Fontenaia aufgefunden, doch wer könnte etwas gegen die Sekretärin des ortsansässigen Golfklubs haben? Und warum ist dieser Fall so wichtig, dass der alte Comissario zurückkommt und Vico in seine vermeidliche Schranken verweist?

Auch wenn man noch nicht in Fontenaia war, kommt man wie immer gut zurecht und kann sich perfekt ins Geschehen einfügen.

Auch wenn ich mal wieder absolut nicht sagen konnte, wenn ich wirklich verdächtige soll - da machen die Autoren etwas wirklich richtig, sie können einen immer wieder am Ende überraschen. Wobei diesmal auch die Nebenhandlung rund um die Polizei und wer das Ruder in der Hand hat, richtig spannend wird und man da auf ein Happy End hofft (da rückt der Mord und dessen Auflösung fast in den Hintergrund).

Wieder absolute Leseempfehlung, für alle die den Sommer noch nicht loslassen wollen und noch einen schnellen kurzweiligen Abstecher ins mörderische Toskana machen wollen.

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Rezensionen von clematis:

Lehrerin mit Prinzipien

Föhrer Morgen von Hanna Paulsen

Celine wird von ihrem Kollegen und Partner für eine Jüngere verlassen. Aus Mangel an Stellen für Deutsch- und Kunstlehrer in Hamburg lässt sie sich kurzerhand auf die Insel Föhr versetzen. Doch dort trifft sie auf einen ehemaligen Schüler, der ihr einst seine Liebe gestanden hat. Ihren Prinzipien gemäß hält sie den jungen Mann auch drei Jahre später noch auf Distanz.

Die schöne Insel Föhr, lebendige Beschreibungen und etliche bekannte Figuren aus früheren Erzählungen lassen auch diesen Roman von Hanna Paulsen zu einem vergnüglichen Leseurlaub auf Föhr werden. Stimmungsvoll und lebendig erzählt die Schriftstellerin von zerbrochenen Partnerschaften, neuen Wegen und unumstößlichen Prinzipien, von wahren Freundschaften und heimlichen Liebesbekundungen. Aufgestaute Schuldgefühle und süße Friesentorten leiten über zu frisch gedeckten Reetdächern, das Ende schürt die Neugierde auf eine baldige Fortsetzung.

Warmherzige Worte sowie komplizierte Beziehungsmuster, das Hin und Her zwischen vernünftigen Prinzipien und einem wilden Herzen sorgen für reichlich Abwechslung auf den viel zu schnell gelesenen 240 Seiten. Mir hat’s wie immer sehr gut gefallen! Empfehlung für Freunde der Nordfriesischen Inseln und knisternder Romantik.

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Rezensionen von Snookie:

Taktik, Spannung und jede Menge Spielspaß zu zweit

Scotland Yard Duel - Gesellschaftsspiel & Brettspiel ab 8 Jahre von Matthias Prinz; Thorsten Schlotterbeck

Ich habe Scotland Yard Duel mit meinem Partner gespielt und wir hatten sehr viel Spaß. Ich persönlich mag sehr gerne Strategie- und Detektivspiele, in denen man versucht taktisch zu agieren, daher hat mir das Spiel sehr gut gefallen. Mein Partner ist nicht der größte Spielefan, aber selbst er war begeistert.

Wir wollten das Spiel nur mal ein paar Runden testen, daraus wurde dann ein Spielenachmittag zu zweit, weil es uns so gut gefallen hat.
Es hat mir gut gefallen, dass jede Rolle (Detective, Mr.X) anders agieren und taktisch denken muss, dadurch kann jeder immer mal wieder in eine andere Rolle schlüpfen und es wird nicht so schnell langweilig. Die Runden sind relativ kurz, wir haben pro Runde ca. 5-10 Minuten gebraucht. Also ideal geeignet, wenn man nur wenig Zeit hat.
Die Gestaltung des Spiels finde ich ganz schön, allerdings nicht außergewöhnlich. Besonders die Spieleanleitung hätte für mich besser gestaltet sein können. Diese ist zwar strukturiert, wirkt aber an manchen Stellen für mich unübersichtlich. Die Spielregeln sind schnell und leicht verständlich. Die Beispielbilder der Anleitung waren hilfreich, sodass man die Regeln besser und schneller versteht. Die Spieleanleitung war funktional, aber hätte das Design des Spiels besser aufgreifen können.
Der Spielkarton ist doch recht groß. Ich hätte mir gewünscht, dass er nur etwa halb so groß ist, damit man das Spiel besser mitnehmen kann. Gerade für den Urlaub mit meinem Partner hätte ich mir das Spiel sehr gut vorstellen können, aber zum Mitnehmen ist es für mich in dieser Größe dann aber doch zu unpraktisch.
Insgesamt hat uns das Spiel sehr gut gefallen. Wir hatten eine tolle Zeit und werden das Spiel auf jeden Fall jetzt öfter mal zur Hand nehmen. Das Spiel ist sehr gut für Einsteiger geeignet. Die Runden sind nicht allzu lang und damit sehr kurzweilig.

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Rezensionen von Anjulia :

Ungewollte Nachfolge

Death's Daughter von S. A. Barnes

Jocasta würde eigentlich gerne ein ganz normales Leben als Studentin an der Beecher Universität führen, inklusive einer Affäre mit ihrem Dozenten. Allerdings ist sie die Tochter des Todes. Eine Rolle die sie nicht haben will. Statt von Lebensenergie zehrt sie deshalb von negativen Gefühlen. Ihr Leben wird auf den Kopf gestellt, als Devon, Nachfahre der Lust, auftaucht und mitteilt, dass der Tod sie zu seiner Nachfolgerin erwählt hat.

Dadurch gerät sie in den Mittelpunkt eines Spiels, das die Uralten spielen. Feinde tauchen auf und spätestens nach dem Tod einer Freundin ist das gesamte College in Gefahr.

Zunächst möchte ich feststellen, dass die Buchdeckelgestaltung und auch der Farbschnitt dieses Buches ein Highlight sind. Der finstere Touch passt perfekt zu einer Geschichte über die Tochter des Todes.

Death's Daughter von S. A. Barnes ist düstere Urban Fantasy vor College-Setting, mit Krimi und Horrorelementen. Insgesamt eine moderne Story, auch wenn die Hintergründe zu den Uralten etwas zu blass bleiben. Jocasta ist eine taffe, aber nicht unsympathische Protagonistin. Dass sie Prinzipien hat und Menschen keine Lebensjahre stehlen will bzw. nicht den Tod bringen will, macht einen positiven Eindruck auf mich. Dass ihr das angesichts ihres Hungers und ihres nicht ganz menschlichen Wesens nicht ganz leicht fällt, ist absolut nachvollziehbar. Das Bündnis mit Devon wird mir im Klappentext zu sehr in den Vordergrund gestellt. Tatsächlich gilt Jocastas Interesse eher Dozent Carter. Glücklicherweise läuft das Ganze nicht auf ein Love-Triangle hinaus. Erzähltempo und Spannung sind sehr hoch. Ich wollte unbedingt wissen, wer hinter den Vorfällen steckt und wie Jo mit dieser Herausforderung umgeht, sodass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe. Das Buch ist als erster Band in sich abgeschlossen, bietet zum Ende jedoch Potenzial für eine Fortsetzung.

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Rezensionen von clematis:

Winterwald

Silberküste von Alexander Oetker

Im verschneiten Winterwald findet ein Spaziergänger die Leiche der hiesigen Gemeindekrankenschwester. Schnell stellt sich heraus, dass es sich nicht um einen Unfall, sondern um Mord handeln muss. Kurz vor Weihnachten, im kältesten Dezember, den Luc Verlain kennt, ist er rätselhaften Todesfällen unter den Bewohnern der Silberküste auf der Spur.

Mit viel Atmosphäre, typischen Gerichten und der passenden Portion an Privatem entführt uns Alexander Oetker wieder einmal in den Südwesten Frankreichs, nach Aquitanien, und beschert uns wunderbare Stunden mit seinen charismatischen Ermittlern. Neben der aktuellen Krimihandlung gibt es noch Vergangenes aufzulösen, weshalb Kenntnisse der Vorgängerbände hilfreich, aber nicht zwingend nötig sind. Die bildhaften Beschreibungen des Schriftstellers sind legendär, der Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz, denn zur Lösung des Problems werden umstrittene Wege beschritten. Klirrende Kälte und tief verschneite Felder erschweren einen raschen Abschluss, ob sich alles noch vor dem Weihnachtsfest ausgehen wird?

Spannende Szenen und lieb gewonnene Figuren lassen auch diesen Fall zu einem wahren Lesevergnügen werden! Hier passt einfach alles perfekt zusammen, wird von Alexander Oetker bestens in Worte gegossen, weshalb ich auf noch viele Begegnungen mit Luc Verlain, sein Team und seine Familie hoffe.

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Rezensionen von Aileen:

tiefgründig, magisch und ein bisschen cosy

Ms Atkins und die Bibliothek der Träume von Vanessa Göcking

Ms Atkins liebt ihre Routinen, doch dann sitzt in ihrer geliebten Bibliothek plötzlich ein junger Bursche am Pult und zeigt ihr einen unbekannten Lesesaal. Dieser ist recht komisch, so sind alle Bücher leer und was hat es mit dem Lift auf sich der über 300 Knöpfe hat?

Der Begin ist richtig gemütlich, aber auch etwas verwirrend, da vier ganz unterschiedliche POVs auf einen warten.

Außerdem braucht die Handlung etwas um so richtig ins Rollen zu kommen. Dass manche Dinge nur angedeutet werden (oder erst später zur Sprache kommen) und man beim Lesen wirklich mitdenken und überlegen muss, macht es dem Buch keines fürs schnelle Lesen zwischendurch. Dies sollte man bei der Auswahl bedenken, da dies nicht jeder immer so mag.

Die Charaktere sind liebenswert geschrieben und auch wenn sie sehr unterschiedlich sind, kann man sich in jeden hineinversetzten - umso besser man die Möglichkeit im Laufe der Handlung bekommt sie kennenzulernen. Auch die Interaktionen zwischen ihnen unterstützten den Wohlfühl-Faktor des Buches. So würde man am liebsten ins Buch steigen und sie alle in den Arm nehmen (okay und eventuell in den Lift steigen und schauen was die Träume für einen bereithalten).

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