Kunden em pfehlungen
Rezensionen von marli_04:
Zwischen Vergangenheit und Verantwortung
Frieda von Geraldine Oetken
Schon das schlichte Cover hat mich neugierig gemacht, weil es ruhig wirkt und trotzdem etwas Geheimnisvolles ausstrahlt. Der Klappentext hat sofort deutlich gemacht, dass hier keine erfundene Geschichte erzählt wird, sondern eine persönliche Spurensuche. Besonders spannend fand ich, dass Geraldine Oetken ihre fast vergessene Urgroßtante Frieda Schritt für Schritt aus dem Schweigen ihrer Familie herausholen möchte.
Dabei begleitet man sie durch Archive, Akten und viele Recherchen, die zeigen, wie schwierig es sein kann, nach so langer Zeit Antworten zu finden. Gleichzeitig wird deutlich, wie eng ihre Suche mit der Geschichte des Nationalsozialismus verbunden ist und wie Menschen mit Behinderungen damals behandelt wurden. Das hat mich oft nachdenklich gemacht.
Ich mochte, dass die Autorin nicht nur nach Fakten sucht, sondern sich immer wieder fragt, welche Bedeutung Erinnerung heute noch hat. Gerade dieser persönliche Blick hat das Buch für mich lebendig gemacht. Der Schreibstil wirkt ruhig und sehr sorgfältig, an manchen Stellen hätte ich mir allerdings etwas mehr Straffung gewünscht, weil sich einzelne Recherchewege recht ausführlich anfühlten. Trotzdem hatte ich nie den Eindruck, dass das Thema dadurch an Bedeutung verliert. Frieda bleibt zwar in vielem eine unbekannte Person, doch genau das macht die Suche nach ihr so bewegend.
Ich habe das Buch mit vielen Gedanken beendet und finde es wichtig, dass solche Familiengeschichten erzählt werden. Für mich war es eine eindrucksvolle Lektüre, auch wenn ich mir stellenweise etwas mehr Nähe zu Friedas eigenem Leben gewünscht hätte. Deshalb bleibt für mich ein sehr lesenswertes Buch, das ich mit guten 4 von 5 Sternen bewerte.
Rezensionen von Harakiri:
Wodka-Red Bull
Filmriss auf Immenhof von Karsten Dusse
Nach seinen Erfolgsromanen um Björn Diemel verlegt Karsten Dusse seinen neuen Kriminalfall an einen Ort, den viele noch von früher kennen: Aus dem Immenhof ist inzwischen ein Luxushotel geworden und Kriminalpsychologin Sophia, vom Leben etwas entmutigt, schenkt sich dort einen Aufenthalt zum 45. Geburtstag.
Sie träumt von Pferdehofromantik, Tagen im Spa und einfach nur Ruhe. Sie bekommt: die abgetrennte Hand ihres Ex-Freundes auf dem Kopfkissen. Hat sie etwa ihre Mordfantasien vom Vortag durchgeführt? Ihr Filmriss hilft nicht gerade beim Erinnern.
Und sorgt für gute Unterhaltung beim Leser. Dusse bleibt seiner humorvollen Schreibweise treu. Er spielt mit Worten „… ist Andreas nicht ins Wasser gefallen, sondern der Mordplan wegen der Party ins Wasser gefallen“ und schreibt mit einem Augenzwinkern. Wobei mir diese Wortspielereien im ersten Kapitel schon zu viel waren. Das klang nach erzwungenem Humor.
Zum Glück war damit nach dem ersten Abschnitt Schluss und die Handlung blieb lustig, aber nicht mehr so angestrengt. Sophia will den Mordfall lösen und das ist gar nicht so einfach, wenn man sich mit Wodka-Red Bull abgeschossen hat. Wie sie den Fall dann angeht und auflöst – das ist wieder typisch Karsten Dusse und hat mich begeistert.
Kurze Kapitel und eine lockere Schreibweise sorgen für schnellen Lesefluss, sympathische Charaktere und der ein oder andere Bösewicht für Spannung und die tolle Beschreibung des Gutshofs und des Umfelds dafür, dass man sich auch einen Aufenthalt im Hotel am Kellersee wünscht.
Fazit: nicht nur Fans der Immenhof-Filme kommen hier auf ihre Kosten.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Arnos Innenleben
Doras Licht von Friederike Köpf
Eine junge Frau soll sich an der französischen Atlantikküste das Leben genommen haben, ihre Leiche wurde auf einer Sandbank gefunden. Es handelt sich um die 26-jährige Österreicherin Dora und ein paar von ihr geschriebene Worte weisen auf eine Verbindung zu Arno Andrich hin, ihrem Dozenten und Mentor an einer Wiener Kunstuni, mit dem sie vor eineinhalb Jahren einen One-Night-Stand hatte.
So weit so gut, was Dora angeht.
Viel erfahren wir auch nicht über sie, zwar kommt sie immer wieder in ganz kurzen Passagen am Anfang eines Kapitels vor, doch im Mittelpunkt des Romans steht jemand anderer: der Kunstprofessor Arno Andrich. Ihm sind wir in diesem Roman ganz nahe, erleben sein Denken und Fühlen aus seinem Kopf heraus, die Erinnerungen an die schwierige Kindheit und das Verhältnis zu dem herabwürdigenden Vater, das berufliche Getrieben-Sein, die erotischen Reize, die verschiedene junge Frauen auf ihn ausüben, seine Beziehung zu Ildiko, ohne viel Commitment eingehen zu wollen, denn sie hat ein Kind und Ersatzvater werden will er nicht.
Es ist ein ruhig, in poetischer Sprache und feinsinnig erzähltes Buch und Psychogramm eines Mannes, der neben anderen Dingen auch von Doras Suizid in seinem Leben beeinflusst und berührt wurde und sich rückblickend - wir wissen nun, dass er einige Jahre später mehrere Kinder hat - fragt, was so kommen musste und was wozu geführt hat.
Ich kann das Buch insbesondere jenen empfehlen, die gerne tiefgehende psychologische Charakterstudien von einzelnen Personen und ihren zwischenmenschlichen Beziehungen lesen und die leisen Töne schätzen.
Auch wenn eine Person ums Leben gekommen ist, hat das Buch in Bezug auf seine Erzählweise nichts von der rasanten, handlungsgetriebenen Dynamik eines Kriminalromans, sondern nimmt sich viel Zeit für die kleinen Alltagsmomente, die dabei differenziert und detailliert geschildert sind und es damit ermöglichen, dem Mann im Zentrum dieses Romans sehr nahe zu kommen.
Aus feministischer Perspektive wiederum könnte man sich wünschen, dass tatsächlich die verstorbene junge Frau etwas mehr Raum bekommen hätte, mir persönlich war es etwas zu viel Arno und seine Befindlichkeiten und etwas zu wenig Dora.
Rezensionen von nanu?!:
Female Rage
Honey von Imani Thompson
Yrsa schreibt gerade ihre Doktorarbeit an der Cambridge Universität. Als sie mitbekommt, dass ihre Freundin von einem der Professoren ausgenutzt wurde und dieser als Mann, natürlich keinerlei Konsequenzen befürchten muss, nutzt Yrsa eine günstige Gelegenheit aus, um den Prof sterben zu lassen.
Dieser Tod macht etwas mit Yrsa, so hat sie sich schon lange nicht mehr gefühlt.
Und dieses Geräusch, das er beim Sterben machte, ...
Dieses Cover mit der Honigschrift, finde ich unheimlich passend, obwohl an Yrsa überhaupt nichts süß oder klebrig ist. Im Gegenteil, an ihr perlt alles ab und brav oder angepasst, ist nur ihre Fassade.
Als WOC hat sie schon immer mit Benachteiligung und Ungerechtigkeit zu kämpfen gehabt. Deswegen nimmt sie sich auch, was sie haben will. Nur, driftet sie in ihrem Fall, immer mehr in die Psycho-Ecke ab.
Den Weg dahin, fand ich richtig spannend, denn nachvollziehen kann man ihre Absicht dahinter ja schon, irgendwie. Denn jeder Mord ist anders und wird von ihr auch stets anders begründet. Eine gewisse Moral steht immer dahinter.
Und dann war ich auch ständig gespannt darauf, ob Yrsa mit ihren Taten davonkommt. Ob sie vielleicht irgendwann unvorsichtig wird, oder es knallhart durchzieht.
Gleichzeitig erfährt man auch einiges über Yrsas Doktorarbeit über den Afropessimismus, einem Thema, von dem ich vorher noch nie gehört habe.
Ihre Überlegungen und Ansätze dazu nehmen einiges an Raum ein, die ich auch interessant fand, aber sie bremsen auch ein wenig den Lesefluss.
Zudem wird man als Leser auch mit anderen gesellschaftskritischen Problemen konfrontiert.
Den Erzählstil fand ich meistens flüssig zu lesen, nur in manchen Situationen ändert er sich, wird temporeicher und abgehakter, aber es passt zum Moment. Nur zunächst war ich davon etwas irritiert.
Insgesamt hat mich Yrsa und ihre Kaltschnäuzigkeit fasziniert. Sie ist keine Figur, die man besonders mögen kann, aber ihre eigene Art zu Denken hatte schon was.
Dieses Buch ist speziell, einfach mal etwas anderes.
Rezensionen von kabo16:
Echter Dorfkrimi mit nicht alltäglichen Typen
Septembermord von Chris Chibnall
Das kleine Dörfchen Fleetcombe in England ist ein Ort, den es auch bei uns hier genau so geben könnte. Zumindest vor einiger Zeit, denn da gab es hier auch noch zwei Dorfkneipen.
Jim Tiernan, Pubbesitzer vom "White Hart" wird tot auf einem Stuhl aufgefunden. Das bizarre an der Situation: Der Stuhl steht auf einer Bundesstraße, der Tote ist nackt und hat ein Hirschgeweih auf dem Kopf.
DC Nicola Bridge und DC Harry Ward müssen diesen Fall gemeinsam lösen.
Erstere ist noch nicht lange wieder in ihrer Heimat, Harry ist ein Quereinsteiger und es ist sein erster Mord.
Am Anfang lernt der Leser die wichtigsten Personen dieses Krimis kennen. Hier kennt jeder jeden, viele Geheimnisse, skurille Typen - halt ein ganz normales Dorfleben; das wunderbar und sehr vielschichtig vom Autor beschrieben wird. Menschen die so facettenreich nach und nach daher kommen. Das ist an diesem soliden Krimi das Besondere für mich gewesen. Teilweise gewürzt mit einer Prise englischen Humors.
Hoffentlich ist es nicht der letzte Fall für Bridge und Ward.
Rezensionen von brauneye29:
War nicht schlecht
Gardasee-Gold von Marta Donato
Zum Inhalt:
Kommissar Breitwieser aus Traunstein hatte sich sehr auf ein Wiedersehen mit Stefania gefreut, doch so hatte er sich das nicht vorgestellt. Denn die Winzerin liegt in einer Blutlache am Stand der Fachmesse Vinitaly. Er selbst gerät auch unter Verdacht, hat er sie schließlich aufgefunden.
Und so kommt es wie es kommen muss, er hilft den italienischen Kollegen bei den Ermittlungen.
Meine Meinung:
Ja, so zwischendurch ist man dann auch mal kurz am Gardasee, aber die Hauptstory spielt auch zum großen Teil in Verona oder auch in Soave statt. Dennoch kommt auf jeden Fall trotzdem Italienfeeling auf, aber eben nicht so viel Gardasee Feeling. Die Story ist sehr vielschichtig, man bekommt es mit sehr vielen Protagonisten zu tun und muss schon alle Sinne zusammen halten, damit man nicht den Überblick verliert. Den Schreibstil fand ich ganz angenehm und gut lesbar. Das war mein erster Roman der Autorin, kenne also die anderen Teile der Serie nicht, hatte aber auch nicht wirklich das Gefühl, dass das unbedingt notwendig wäre.
Fazit:
War nicht schlecht
Rezensionen von warda:
Endlich Klartext!
Unshame von Louisa Dellert
In „Unshame“ von Louisa Dellert werden die Themen Schönheitsideale sowie der Einfluss von Social Media darauf kritisch in den Blick genommen. Sie betont, dass ein gesunder Körper im Grunde das wichtigste Gut ist, um ein langes und unbeschwertes Leben zu führen. Vermeintliche Makel und Abweichungen an weiblichen Körpern werden sehr streng bewertet und beeinflussen die eigene Wahrnehmung immens.
Die autobiographischen Elemente machen das Thema nahbarer und gleichzeitig betont die Autorin, dass auch sie das Thema aus einer privilegierten Sichtweise schildert, was zur Authentizität beiträgt.
Insbesondere für die Altersgruppe der jungen Heranwachsenden kann dieses Buch hilfreich sein im Hinblick auf die Identitätsbildung und Selbstakzeptanz.
Die Themen sind nicht immer einfach zu lesen und aktivieren Reflektionsvorgänge, sodass man sich mit gesellschaftlichen Normen sowie eigenen Denkmustern auseinandersetzt.
„Unshame“ ist eine empfehlenswerte Lektüre, um sich mit den Themen Körperbilder und Schönheitsnormen zu befassen!
Rezensionen von St.-Kassiankalender :
Empfehlenswerter Jahresbegleiter
St. Kassian Kalender 2026 von Louisa Dellert
Ein abwechslungsreiches und immer aktuelles Kalenderbuch aus Südtirol, Osttirol und Nordtirol! Eine einmalige Tirolensie und sicherlich der mit über 300 Jahren älteste Kalender Tirols und sicherlich mittlerweile auch weltweit. Wird völlig ehrenamtlich zusammengestellt!
im Shop ansehen weitere Rezensionen von St.-KassiankalenderRezensionen von Francesca :
Wetterchaos, Neckereien & ganz viel Chemie - 4,5 Sterne
In Stormy Weather von Chelsea Curto
In Stormy Weather hat mich ehrlich gesagt ziemlich überrascht und zwar im absolut positiven Sinne. Ich bin ohne riesige Erwartungen reingegangen und hatte am Ende einfach viel Spaß mit dem Buch.
Wir begleiten Quincy und Sebastian abwechselnd aus der Ich-Perspektive. Die Aufteilung wirkt grundsätzlich ziemlich ausgeglichen, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass wir ein kleines bisschen mehr von Quincy erfahren.
Und genau das fand ich super spannend, denn sie ist Meteorologin mit Doktortitel und betreibt einen Social-Media-Kanal rund ums Wetter. Diese täglichen Wetter-Updates und das ganze Content-Creator-Thema haben mich total gecatcht.
Was mich aber wirklich überrascht hat: Das Wetterthema ist hier nicht einfach nur Kulisse. In vielen Büchern wird so ein besonderer Beruf einmal erwähnt und dann nie wieder richtig aufgegriffen. Hier zieht sich das Thema komplett durch die Geschichte. Es gibt viele Szenen, in denen Quincy Unwetter analysiert, über Hoch- und Tiefdruckgebiete spricht und erklärt, wie bestimmte Wetterlagen entstehen. Das ging teilweise sogar richtig ins Detail und genau das hat mir unglaublich gut gefallen. Ich hätte nie gedacht, dass ich ein Romance-Buch lese und dabei plötzlich echtes Interesse an Meteorologie entwickle
Außerdem fand ich es richtig stark, dass auch die Probleme von Frauen in MINT-Berufen thematisiert werden. Quincy muss sich immer wieder anhören, dass ihre Expertise oder sogar ihr Doktortitel infrage gestellt werden. Das wurde nicht nur kurz angerissen, sondern wirklich spürbar in die Geschichte eingebaut.
Kommen wir zu Sebastian: Das Buch wird als Rivals to Lovers vermarktet, aber ehrlich gesagt würde ich es eher als Neckereien mit offensichtlicher Anziehung beschreiben. Sie fauchen sich zwar manchmal an, aber man merkt von Anfang an, dass da etwas zwischen ihnen ist. Die Kosenamen und dieser süße Unterton haben mir total gefallen. Die Chemie zwischen Quincy und Sebastian war für mich ein großer Pluspunkt. Es sind nicht die großen dramatischen Gesten, sondern die vielen kleinen Momente, Blicke, Kommentare und Gewohnheiten zwischen ihnen, die sich mit der Zeit richtig schön aufgebaut haben.
Besonders mochte ich, dass sich ihre Beziehung organisch entwickelt. Sie verbringen wirklich viel Zeit miteinander, und die Geschichte nimmt sich dafür auch Zeit. Es gibt Zeitsprünge von einem Monat, zwei Monaten und später sogar einem Jahr. Dadurch hatte ich nie dieses „Wir hatten drei Dates und sind plötzlich unsterblich verliebt“-Gefühl, das mich in anderen Romance-Büchern oft stört. Ein weiteres großes Plus war die Freundestruppe. Die Dynamik zwischen Quincy, Mia, Sebastian und den anderen wirkte unglaublich natürlich und authentisch. Teilweise hatte ich sogar ein leichtes Found-Family-Gefühl, weil man einfach gemerkt hat, wie lange diese Menschen schon miteinander verbunden sind. Ich würde tatsächlich sofort weitere Bände über die anderen Figuren lesen.
Was ich außerdem interessant fand: Ich hatte am Anfang mit einer etwas anderen Richtung der Geschichte gerechnet und habe lange darauf gewartet, dass etwas Bestimmtes passiert. Es kam dann doch anders als erwartet. Ich kann gar nicht sagen, ob ich meine ursprüngliche Idee besser gefunden hätte aber überrascht wurde ich auf jeden Fall.
Jetzt zu meinen kleinen Kritikpunkten: Es gab leider ein paar Spicy-Szenen, die für mich viel zu lang waren. Wirklich so lang, dass ich irgendwann dachte: Okay, wie lange geht das bitte noch? Im Hörbuch waren das gefühlt über zehn Minuten am Stück, und ich habe die späteren ähnlichen Szenen tatsächlich einfach übersprungen. Ich mag Spicy-Szenen eher kurz und punktuell, und hier haben sie mich eher aus der Geschichte rausgezogen. Genau deshalb ist es für mich am Ende keine volle 5-Sterne-Bewertung, sondern 4,5 Sterne.
Fazit: In Stormy Weather ist für mich eine richtig gelungene Romance mit einem ungewöhnlich starken Wetter-/Meteorologie-Fokus, authentischer Freundesdynamik und einer Beziehung, die sich angenehm natürlich entwickelt. Wären die sehr langen Spicy-Szenen nicht gewesen, hätte das Buch für mich locker die 5 Sterne geknackt. So bleibt es bei 4,5 von 5 Sternen
Rezensionen von C. P.:
Internatsclique besiegt magische Bedrohung
Ashfield Academy - Der Ruf des Wasserspeiers von Sophie Oldenstein
Ein Stipendium ist der Grund, warum Nicky an die Ashfield Academy kommt, ein Internat nahe eines urigen kleinen Ortes und voller reicher Schnösel. Sogar das Mittagessen besteht hier aus Schnösel-Gerichten! Bloß nicht negativ auffallen, den falschen Löffel benutzen oder so. Gemeinam mit ihren neugewonnenen (unschnöseligen) Freunden erfährt sie kurz darauf nicht nur, dass sie magische Fähigkeiten besitzt, sondern auch von einem uralten magischen Geheimnis, verschwundenen Kindern und einer Macht, die sie nur gemeinsam bekämpfen können.
Der Roman lebt stark von Erlebnissen und Interaktionen statt langer Beschreibungen und Grübeleien. Dadurch schreitet die Handlung schnell voran, ohne Langeweile auch nur den Hauch einer Chance zu bieten. Aussergewöhnlich ist die Freundesclique rund um Nicky, alle haben ihr Stärken, Schwächen, Macken oder Handycaps und müssen zunächst als Team zusammenwachsen. Die magischen Fähigkeiten der Magiebegabten sind ebenfalls vielfältig, wobei nur ein Bruchteil der Schülerinnen und Schüler Magie wirken kann. Und die Bedrohung, welche es zu besiegen gilt, fordert einiges an Mut, Vertrauen und Kreativität von den Jugendlichen. Die Gargoyles auf dem Cover bieten hier einen ersten Anhaltspunkt. Vor langweiligen Unterrichtsstunden wird mal beim Lesen verschont, dafür gibt es mit Norvilles Novitäten einen faszinierenden Laden der ganz besonderen Art, welchen die Kinder wiederholt im Ort aufsuchen.
Die Ashfield Academy ist für alle Magie- und Abenteuerfans einen Besuch wert und bietet ausreichend Material für eine ebenso gelungene Fortsetzung.











