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Rezensionen von ReiShimura:

Für Fans und Anfänger – Fortgeschrittene bitte weiterblättern

Hensslers Schnelle Nummer - morgens, mittags, abends von Steffen Henssler

Prinzipiell koche ich sehr gerne und nehme mir auch gerne ausreichend Zeit dafür. Leider lässt der Alltag und die damit einhergehenden Verpflichtungen dies nicht immer zu. In solchen Situationen bleiben drei Möglichkeiten: Man greift zu fertig Produkten, man isst außer Haus bzw. lässt sich außer Haus Essen liefern oder man findet schnelle Rezepte.

Da ich die letzte der drei Varianten bevorzuge und immer wieder auf der Suche nach schmackhaften und schnellen Rezepten bin, habe ich mich für dieses Kochbuch entschieden.
Der erste Eindruck des Buches war auch sehr positiv. Mir gefällt die klare Einteilung in die drei Kategorien morgens, mittags und abends. Auch das jedes Rezept mit einem ansprechenden Bild dargestellt ist vermittelt einen guten Eindruck. Doch beim genaueren Hinschauen und vor allem Nachkochen der Rezepte sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die meine Euphorie ein wenig gedämpft haben.
In dem Großteil der pikanten Frühstücksrezepte werden Eier verwendet. An sich habe ich kein Problem mit Eiern, versuche aber die Eiermenge pro Woche in Grenzen zu halten. Die meisten der vorgestellten Rezepte waren für mich jetzt auch keine besondere Offenbarung oder etwas völlig Neuartiges. Steffen Henssler fühlt sich sogar bemüßigt die Zubereitung von weichgekochten Eiern und Spiegeleier als Rezept aufzuführen. Die meisten Rezepte dieses Kapitels würde ich persönlich als mehr oder weniger bekannte Klassiker titulieren, an der einen oder anderen Stelle wurden sie von dem beliebten Fernsehkoch ein wenig aufgepeppt.
Für die Mittagsrezepte wechselt Steffen Henssler dann seine Lieblingszutat. Hier gibt es weniger Eier, dafür sehr viel Fleisch und Käse. An dieser Stelle muss ich aber auch dazu sagen, dass einige vegetarische Gerichte vorhanden sind und diese auch mit einem Veggie Symbol extra gekennzeichnet sind. Wobei ich denke, dass es für Vegetarier bessere Bücher gibt, die eine größere Auswahl an Rezepten bieten. Was ich persönlich schade finde, ist, dass sich meiner Meinung nach nur sehr wenige der Mittagsrezepte zum Mitnehmen und Aufwärmen eignen. Steffen Henssler schreibt im Mittagswissen zum Thema Kantinen-Food, das in Deutschland täglich rund 14 bis 18 Millionen Menschen in einer Kantine essen. Da hätte es sich meiner Meinung nach angeboten, wenn man mehr mitnehmtaugliche Rezepte als Alternative zum Kantinenessen in das Buch aufgenommen hätte.
Die Rezepte für das Abendessen unterscheiden sich, vor allem, was die Lieblingszutaten betrifft, nur geringfügig vom Mittag. Dafür sind die Rezepte ein wenig aufwändiger, die Zutaten ein wenig teurer und auch für die Bewirtung von Gästen geeignet.
Sehr gut gefällt mir, dass die Mengenangaben immer für zwei Personen sind. Weniger gut finde ich dafür, dass auf eine Nährstoffangabe verzichtet wurde. Die Zeitangaben in Kochbüchern sind meiner Erfahrung nach, eher sportliche Richtwerte und in den wenigstens Fällen wirklich zutreffend. Vor allem ungeübte Köche sollten etwas mehr Zeit einplanen.
Die Zutatenlisten der Rezepte haben bei mir an mancher Stelle für Verwunderung gesorgt. Denn bei den Spinatspätzle zum Beispiel fehlt unter der Zutatenliste zum Beispiel das Mehl. Dieses wird bei den "Außerdem" Zutaten aufgeführt und die Mengenangabe findet man erst, wenn man sich das Rezept komplett durchliest.
Im Vorwort schreibt Steffen Henssler "Es war wieder mal Zeit für ein neues Kochbuch".
Und ich finde, dass sagt bereits alles, was man über dieses Buch wissen muss, es geht ums Geld. Meiner Meinung nach richtet sich dieses Buch vor allem an Fans des Koches oder an Kochneulinge, die noch über keinen großen Fundus an Rezepten und Wissen verfügen.

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Charmante Idee, schwache Umsetzung – und trotzdem neugierig auf mehr

Mirror: Schön wie Rosen von Lucia Herbst

Endlich ist sie da die Fortsetzung der Spieglein, Spieglein Reihe von Lucia Herbst. Gut ein Jahr haben wir jetzt auf dieses Buch warten müssen und ich vermute, wir müssen auch wieder ein weiteres Jahr auf den nächsten Teil warten. Denn so viel sei schon einmal verraten, die Geschichte ist noch nicht zu ende.

Diese Tatsache hat mich ehrlich gesagt ziemlich aus der Bahn geworfen, denn ich war der Meinung, dass es sich hierbei um eine Dilogie handelt, dies scheint aber offensichtlich nicht der Fall gewesen zu sein. Leider erfreut mich dieser Punkt nicht besonders.
Normalerweise bin ich immer sehr glücklich, wenn ich feststellen darf, dass ich mich nicht gleich wieder von meinen liebgewonnenen Charakteren verabschieden muss. In diesem Fall hätte ich aber wahrscheinlich die Finger von dem Buch gelassen, wenn ich davon gewusst hätte. Bereits der erste Teil hat mich nicht wirklich begeistert, da dem Buch ein wenig an Tiefe gefällt hat. Ähnlich ging es mir auch bei Teil zwei. Dennoch hat die Autorin Lucia Herbst es geschafft mich neugierig zu machen, wie sie manch offenen Handlungsstrang aus dem ersten Teil beenden wird. Daher habe ich mich dazu entschieden, auch den zweiten Teil zu lesen. Leider habe ich noch immer keine Antwort auf meine Fragen, da diese scheinbar erst im dritten Teil geliefert werden.
Das Schema des Buches ist ähnlich wie in „Mirror: Weiß wie Schnee“. Wieder darf eine Protagonistin der Märchenwelt mit einer Frau aus unserer Welt den Platz tauschen. Im Gegensatz zum ersten Teil beschränkt sich die Autorin aber darauf nur eine der beiden Geschichten zu erzählen. Im ersten Teil wurde ja sowohl die Geschichte aus der realen Welt als auch aus Sicht der Märchenwelt erzählt. So konnte man Luna und Lena auf ihrem Weg durch neue Welten und unbekannte Dinge begleiten.
Im ersten Augenblick war ich über den unterschiedlichen Aufbau des Buches ein wenig irritiert. Dann ist mir allerdings klargeworden, dass das Buch nur so Sinn ergibt. Hätte Lucia Herbst das gleiche Erzählschema wie im ersten Band angewandt, wäre es nur ein billiger Abklatsch gewesen. So hebt es sich doch vom ersten Teil ab und führt die Geschichte trotzdem weiter.
Wie bereits erwähnt fehlt es mir auch in diesem Teil wieder ein wenig an Tiefe und an Details. Mit ausufernden und detailreichen Beschreibungen geht die Autorin wieder äußerst sparsam um. Dies trägt einerseits zum raschen Fortschreiten der Geschichte bei, führt aber andererseits aber auch dazu, dass alles ein klein wenig flach bleibt.
Mein größtes Problem war aber die Hauptperson Rosalie, bis zum Schluss bin ich mit ihr nicht warm geworden und würde sie sogar als unsympathisch beschreiben. An manchen Stellen der Geschichte kann man zwar erkennen, dass sie das Herz am rechten Fleck hat, Großteils habe ich sie aber einfach nur als eingebildet und egoistisch empfunden.
Positiv hervorheben möchte ich das Einbinden von feministischen Themen. Damit habe ich in diesem Buch nicht wirklich gerechnet und die Art und Weise wie Lucia Herbst ihre Botschaften rüber bringt hat mir gut gefallen. Der Erzählstil der Autorin ist wie gewohnt leicht und locker und das Buch lässt sich gut nebenbei lesen.
Auch bei diesem Buch kann ich wieder sagen, dass ich ein paar vergnügliche Lesestunden hatte, aber auch nicht mehr. Den dritten und hoffentlich dann auch abschließenden Teil werde ich bestimmt auch noch lesen, weil ich erstens endlich eine Auflösung aller Handlungsfäden haben möchte und neugierig bin, welches Märchen als nächstes von Lucia Herbst über den Haufen geworfen und völlig umgekrempelt wird.

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Veronica Mars trifft britischen Kleinstadtmord – Ein Krimi zum Miträtseln

A Good Girl's Guide to Murder von Holly Jackson

Bereits Ende 2019 wurde dieses Buch erstmalig veröffentlicht. Aber erst knapp sechs Jahre später kam ich in den Genuss es lesen zu dürfen und wie man aufgrund meiner Wortwahl bereits merkt, war es ein großer Erfolg.
Wahrscheinlich habe ich die letzten Jahre unter einem Stein gelebt, denn von Holly Jackson hatte ich davor noch nie etwas gehört.

Dabei fällt diese Serie rund um Pippa eigentlich genau in mein Buch-Beuteschema. Auch wenn ich altersmäßig von meiner Jugend bereits etwas weiter entfernt bin, tauche ich gerne immer wieder mal in diese ein. Vor allem wenn mich das Buch sehr an eine meine Lieblingsserien "Veronica Mars" erinnert.
Von der ersten Seite weg hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und ich habe das Buch nur sehr widerwillig aus der Hand gelegt. Pippa ist unglaublich sympathisch, zielstrebig und auch ein klein wenig nerdig. Altersmäßig könnte ich zwar Pippas Mutter sein, trotzdem habe ich sehr viel von ihr in mir wiedergefunden und konnte mich daher sehr gut mit ihr identifizieren. Ihr analytisches Denken, ihre Sturheit und ihr etwas eigenartiger Humor machen sie so einer ganz besonderen Heldin. Doch eine Heldin braucht auch immer einen Assistenten und Pip findet den in der Gestalt des Bruders des angeblichen Mörders. Ravi und Pip ergänzen sich perfekt und sind in Kombination einfach unschlagbar. Obwohl die Geschichte an vielen Stellen eher düster und manchmal auch traurig ist, haben mich die beiden immer wieder erheitert und zum Lachen gebracht.
Für ihr Schulprojekt rollt Pippa einen Mordfall in ihrer Heimatstadt noch einmal auf. Da sie im Gegensatz zu so ziemlich allen der Meinung ist, dass Sal Singh nicht seine damalige Freundin Andie getötet hat. Besonders gelungen fand ich hierbei, dass die Autorin nicht nur einfach die Geschichte erzählt. Sondern man darf zwischendurch auch Pips Notizen zu dem Fall lesen, es geht Tagebucheinträge, Gesprächsprotokolle und sogar fiktive Links zu Zeitungsartikeln. Dies alles macht das Buch umso realistischer und man bekommt wirklich das Gefühl, dass man an der Lösung des Falls beteiligt ist.
Der Spannungsbogen erstreckt sich sehr gut über das gesamte Buch. Natürlich gibt es immer wieder mal Phasen, an denen es etwas ruhiger wird und die Spannung abflacht, aber im Gegensatz zu anderen Büchern, war ich in diesem Fall sehr froh darüber. Denn dies gab mir die Möglichkeit einmal durchzuatmen und den Fall in meinem Kopf Revue passieren zu lassen.
Meiner Meinung nach merkt man dem Buch sehr deutlich an, dass die Autorin sehr gerne Dokumentationen über Kriminalfälle ansieht. Denn das Buch ist durchwegs logisch aufgebaut und man kann den Ermittlungsprozess sehr gut nachvollziehen. Die Geschichte lädt wirklich dazu ein, dass man sich Gedanken macht, wie es denn wirklich gewesen sein könnte und zu versuchen, ob man den Fall vor Pip und Ravi lösen kann. Denn, und dies ist meiner Meinung nach ein weiterer Pluspunkt in der Art und Weise wie das Buch aufgebaut ist, man weiß als Leserin immer genauso viel wie Pip.
Mir ist bewusst, dass es Erwachsene gibt, die aus Prinzip einen großen Bogen um Jugendliteratur machen, da sie ihrer Meinung nach nicht anspruchsvoll genug ist. Dieses Buch ist für mich aber wieder einmal ein Beweis dafür, dass man dieses Genre nicht unterschätzen darf. Denn ich habe genug Krimis gelesen, die sich dezidiert an Erwachsene richten, die nicht so gut konstruiert, nicht so spannend und sprachlich ausgereift waren.
Ich habe mich nur schwer von Pippa Fitz-Amobi verabschieden können und war wirklich ein wenig traurig, als ich das Buch beendet hatte. Zu meiner großen Freude handelt es sich hierbei aber um den Auftakt einer Serie rund um Pip. Theoretisch könnte man dieses Buch aber als Einzelband lesen, da die Geschichte in sich abgeschlossen ist. Wobei ich stark bezweifle, dass dies jemand tun möchte.
Dieses Buch möchte ich allen ans Herz legen, die gerne Kriminalromane lesen und Spaß daran haben mitzuraten und mitzuermitteln. Denn dieses Buch ist einfach eine perfekte Mischung aus Spannung, Nervenkitzel, Tiefgang und humorvoller Unterhaltung.

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Zwischen Kaffeeduft und Lebensfragen – ein stiller Ort zum Innehalten

Die Tage im Café Torunka von Satoshi Yagisawa

Satoshi Yagisawa hat mich bereits mit seiner Buchhandlung Moriasaki verzaubert, daher habe ich sehr gespannt darauf gewartet, endlich sein Café Torunka besuchen zu dürfen.
Ich bin ein großer Liebhaber von asiatischer Literatur, insbesondere den Romanen aus Japan und Korea. Besonders gut gefällt mir der poetische Erzählstil und die leisen Töne.

Die Bücher, die ich bis dato gelesen habe, haben alle nachgewirkt und mir viel Stoff zum Nachdenken gegeben. Gerade im Zusammenhang mit japanischen Romanen wird gerne das Wort Wohlfühlroman verwendet. Auch ich selbst neige dazu dies zu tun. In diesem Fall bin ich mir aber nicht sicher, ob es eine adäquate Beschreibung ist.
Wobei ich nicht sagen möchte, dass mir dieses Buch nicht phasenweise ein gutes Gefühl gegeben hat. Ganz im Gegenteil, ich habe mich in der heimeligen Atmosphäre des Café Torunka unglaublich wohlgefühlt und konnte sogar den Kaffeeduft während des Lesens riechen. Die Charaktere sind sympathisch und am liebsten hätte ich mich auf den Weg nach Tokio gemacht. Dennoch sind die Themen die Yagisawa-san in diesem Buch behandelt keine leichte Kost, wohl aber leicht verpackt. In den drei Geschichten, die mehr oder weniger eigenständig sind, geht es um Liebe, aber auch um Trauer, Verlust, Angst und Reue. Die vage Formulierung mehr oder weniger eigenständig verwende ich deshalb, weil es verbindende Glieder zwischen den Geschichten gibt, wie das Café an sich und die Belegschaft dessen.
Wie so oft in dieser Art von Roman werden nicht alle Fragen beantwortet und es bleibt viel Raum für die eigenen Gedanken. Dadurch wirkt das Gelesene nach und bleibt meiner Meinung nach auch deutlich länger im Gedächtnis. Mir persönlich haben alle drei Geschichten sehr gut gefallen, wobei ich mich mit der einen Episode besser identifizieren konnte als mit einer anderen. Ich denke, dass es (fast) jeden so gehen wird, aber man kann aus allen dreien etwas Wertvolles lernen.
Der Schreib- und Erzählstil von Satoshi Yagisawa gefällt mir sehr gut und lässt sich auch gut lesen. Die japanische Art Geschichten zu erzählen, unterscheidet sich meiner Meinung nach deutlich und entweder man mag diesen Stil oder man sollte besser die Finger davonlassen. Ich persönlich genieße diese ruhigen Töne und die poetische Sprache sehr. Leserinnen und Leser die eher Bücher bevorzugen, die eine komplexe Handlung und viel Action erwarten, werden mit diesem Buch sicher nicht glücklich werden. Denn der Hauptfokus liegt auf Gesprächen, Gefühlen und mehr oder weniger zufälligen Begegnungen.
Das Café, der Besitzer, die Gäste und alle anderen vorkommenden Personen sind so realistisch beschrieben, dass man glauben möchte, dass der Autor wahre Begebenheiten beschreibt. Vielleicht tut er dies ja auch, wer weiß. Ich könnte mir auf jeden Fall vorstellen, dass ich Stammgast im Café Torunka sein könnte. Und eventuell werde ich das auch, wenn uns Autor Satoshi Yagisawa noch einmal die Türen zum Kaffeehaus öffnet. Potential für einen weiteren Band wäre auf jeden Fall vorhanden.
Hierbei handelt es sich wieder einmal um ein Buch, dass ich gerne weiterempfehle und wahrscheinlich auch das eine oder andere Mal verschenken werde. Es eignet sich perfekt für alle, die eingefleischten Fans japanischer Literatur, aber auch für alle die sich erstmalig in dieses Genre vorwagen möchten.

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Pleasant Grove: Ein Hexendorf mit Potenzial, das im Bett verloren ging

Spookily Yours Pleasant Grove von Jennifer Chipman

Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, da der Klappentext nach einer zauberhaften Geschichte klang. Denn versprochen wurde ein Hexenstädtchen, Herbststimmung und eine romantische Liebesgeschichte. In Ansätzen habe ich das alles auch bekommen, aber eben nur in Ansätzen. Denn der Großteil des Buches besteht aus einer fadenscheinigen Handlung und ganz viel schlechter Bettgeschichten.

Doch fangen wir ganz von vorne an. Der Einstieg ins Buch hat mir gut gefallen, man lernt Willow, ihre Schwester Luna und das Hexendorf Pleasant Grove kennen. Die Stimmung hat mir gut gefallen und ich war neugierig, wie es weitergehen würde. Ein wenig irritiert war ich aber bereits an diesem Punkt, weil ich das Gefühl hatte, dass die Autorin ein wenig durch die Handlung hetzt. An vielen Stellen hätte ich gern mehr Details und Beschreibungen der Örtlichkeiten oder der Personen gehabt. Dennoch war ich noch guter Dinge und dachte mir, dass dies später sicher noch kommen würde.
Allerdings musste ich recht schnell feststellen, dass dies nicht der Fall ist. Denn nach ca. einem Drittel des (Hör-)Buches war der Großteil der im Klappentext angekündigten Handlung bereits erledigt. Natürlich gab es noch den einen oder andere Handlungsstrang, der nicht vorangekündigt war. Ich hatte aber nicht damit gerechnet, dass die Verwandlung vom Dämonenkater Damien bereits so früh und vor allem ohne Schwierigkeiten von der Bühne gehen würde.
An diesem Punkt kamen bei mir die ersten Befürchtungen auf in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Und leider habe ich damit genau ins Schwarze getroffen. Denn ungefähr zwei Drittel des Buches geht es nur darum wie heiß sich die beiden finden und wann sie es endlich tun können. Abgesehen von der Tatsache, dass dies über lange Zeit die einzige Handlung in dem Buch war, waren diese Szenen auch noch wirklich grauenvoll. Für mich war da keine Romantik und keine Liebe spürbar und Wortwahl war einfach unterirdisch. Spätestens an dem Punkt, wo Damien seine Körperflüssigkeiten wieder in Willow zurückschiebt, war es dann endgültig vorbei.
Vor dem Lesen hatte ich die Erwartung, dass Willow eine sympathische und lustige Hexe sein würde, die auf der Suche nach sich selbst und ihrer Bestimmung eben auch zufällig noch ihre große Liebe findet. Leider war davon in dem Buch absolut nichts zu spüren. Verwirrend fand ich auch, dass immer wieder thematisiert wurde, dass sich Hexen nicht mit Dämonen einlassen sollen, Willow aber mehr als bereitwillig mit Damien ins Bett geht, ohne einmal weiter darüber nachzudenken. Warum Damien überhaupt in eine Katze verwandelt wurde, ist mir nach Abschluss des Buches auch noch immer nicht klar.
Ich bin von dem Buch besonders enttäuscht, weil in der Geschichte Potenzial gewesen wäre. Die Charaktere hätten interessant sein können, wenn sich Jennifer Chipman die Mühe gemacht hätte, den beiden etwas Tiefe zu geben und eine Charakterentwicklung im Laufe der Geschichte. Auch das Drum herum, mit dem Hexendorf und der Dämonenwelt hätte man stärker in die Handlung einbinden können.
Positiv hervorheben möchte ich an dieser Stelle aber die Stimmen von Marie Langenfeldt und Leon Wander die das Hörbuch gesprochen haben. Auch wenn die mit dem, was sie gesagt haben, nicht glücklich bin, haben mir zumindest ihre Stimmen gefallen. Dafür gibt es auf jeden Fall Pluspunkte und bewahrt das Hörbuch vor einer 1 Sterne Rezension.

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Eierlos glücklich – Vegane Backkunst für alle

Vegan backen! Das Goldene von GU von GU

Vor einigen Jahren war vegane Ernährung für die meisten noch etwas ganz Außergewöhnliches und Exotisches. Zum Einkaufen musste man den meist recht teuren Bioladen aufsuchen und essen gehen im Lokal war fast ein Ding der Unmöglichkeit. In den letzten Jahren hat sich in dem Bereich zum Glück sehr viel zum Positiven verändert und die Bandbreite an so genannten Ersatzprodukten im Supermarkt ist stark gewachsen.

Ich denke dieser Trend ist darauf zurückzuführen, dass sich immer mehr Menschen bewusst mit ihrer Ernährung auseinandersetzen. Für manche ist es eine bewusste Entscheidung komplett auf tierische Produkte zu verzichten, manch einer verzichtet einfach mal hin und wieder und für einige ist es aus gesundheitlichen und medizinischen Gründen eine Notwendigkeit. Meiner Erfahrung nach, ist für die meisten die Umstellung beim Kochen eher weniger ein Problem, denn sehr viele Gerichte sind von Natur aus vegan und braucht nicht auf Ersatzprodukte zurückgreifen.
Anders schaut die Sache aber beim Backen aus. Denn in den meisten Rezepten werden Milchprodukte und Eier verlangt. Ersteres lässt sich noch recht unkompliziert durch Milchersatzprodukte ersetzen, bei Eiern wird es allerdings schon etwas schwieriger. Genau an diesem Punkt kommt dieses Buch ins Spiel.
Das Buch richtet sich an alle, die auf der Suche nach schmackhaften und tierfreien Rezepten sind. Durch eine sehr gut strukturierte und informative Einleitung in das Thema kann jeder die Rezepte leicht nachbacken, sowohl bereits erfahrene Bäckerinnen und Bäcker wie auch Neulinge. Gerade dieser Teil hat mich persönlich besonders angesprochen, da hier Grundrezepte gezeigt und erklärt werden.
Der Verlag hat sich zu meiner großen Freude dafür entschieden, die Gestaltung und den Aufbau im gewohnten Design zu machen. Daher ähnelt dieses Buch sehr stark dem schon länger erhältlichem "Backen - Das goldene von GU". Wer beide Bücher besitzt wird feststellen, dass man auch das eine oder andere Rezept jetzt in zwei verschiedenen Varianten hat, einmal konventionell und einmal vegan.
Die Rezeptauswahl finde ich sehr gelungen und es wird die gesamte Bandbreite abgedeckt. So findet man neben süßen Kleinigkeiten, Torten, Kuchen mit und ohne Obst auch noch pikante Dinge wie Pizza, Brot oder Kleingebäck. Die meisten Zutaten bekommt man in einem gut sortieren Supermarkt oder Discounter. Ein Besuch im Spezialgeschäft oder Bioladen ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Wie bereits erwähnt gibt es viele klassische Rezepte, die man auch aus anderen Backbüchern bereits kennt. Somit muss niemand der sich vegan ernährt auf seinen Lieblingskuchen verzichten. Zusätzlich gibt es aber auch viele moderne und neuartige Rezepte die Lust aufs Nachbacken machen.
Die einzelnen Rezepte sind gewohnt übersichtlich gestaltet und man findet sich schnell zurecht. Die appetitanregenden und sehr ansprechend gemachten Fotos ergänzen das Buch wundervoll.
Dieses Buch ist meiner Meinung nach für all jene geeignet die, so wie ich leidenschaftlich gerne backen oder es gerne lernen wollen.

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Wertvolle Botschaften, leuchtende Bilder – leider ohne erzählerischen Tiefgang

Wir schaffen das, kleines Faultier! von Chris Saunders

Gleich zu Beginn möchte ich die ansprechende Optik und Haptik des Buches hervorheben. Denn das Buch ist in DIN A4 Format gehalten, ist wertig gebunden und Titel und Autor sind mit Goldfolie versehen. Für die Seiten wurde zu meiner großen Freude auch nicht das dünnste Papier verwendet, so dass man auch bei kleinen und noch etwas ungeschickten Händen nicht ständig Angst haben muss, dass sie die Seiten beim Umblättern beschädigen.

Die Illustrationen sind großartig, ausdrucksstark und stimmungsvoll. Es wurde vornehmlich zu kräftigen Farben gegriffen, so dass man das Gefühl hat, dass die Bilder wirklich strahlen und leuchten. Die eine oder andere Szene könnte ich mir auch gut als Poster im Kinderzimmer vorstellen. Der Stil der Zeichnungen ist eine Mischung aus realistisch und verspielt. Damit meine ich, dass die Tiere sehr realistisch dargestellt sind und auch für kleinere Leser klar und deutlich erkennbar sind. Die Hintergründe sind in einem eher verspielten und verwaschenen Stil dargestellt. Dadurch heben sich die vielen kleinen Details auch sehr gut vom Hintergrund ab. Dem kleinen Leser macht es besonders viel Spaß auf jeder Seite Schnecki, die Freundin und Gehilfin vom Faultier zu suchen. Besonders gut gefallen hat dem kleinen Leser, dass auch Schnecki einen Motorradhelm trägt, als Faultier und Schnecki zusammen mit der Vespa unterwegs sind.
Die Kernaussage oder besser Kernaussagen des Buches haben mich auch angesprochen und ich empfinde es auch als sehr wichtige Botschaften. Denn in diesem Buch geht es um Zusammenhalt, Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Alles meiner Meinung nach wichtige Dinge, die man nicht früh genug lernen kann.
Außerdem möchte ich dem Autor Chris Saunders auch noch ein Lob aussprechen, dass er so ungewöhnliche Helden für sein Buch gewählt hat. Denn immerhin geht es in diesem Buch um einen Eilauftrag für eine Überraschungstorte. Und weder die Schnecke noch das Faultier sind für ihr rasantes Tempo berühmt.
Allerdings muss ich leider auch ein wenig Kritik an der Geschichte üben. Denn auch wenn mich das Buch optisch sehr anspricht, muss ich sagen, dass mich die Geschichte nicht wirklich überzeugen konnte. Den kleinen Leser übrigens auch nicht und dessen Meinung ist in diesem Fall sogar noch wichtiger, immerhin gehört er zur eigentlichen Zielgruppe des Buches. Die Geschichte hat einige Schwächen und viele Fragen bleiben leider offen bzw. muss man sich vieles mit Hilfe der Bilder zusammenreimen. Im Vergleich zu anderen Büchern fehlt der Geschichte einfach das gewisse etwas.
Alles in allem kann ich dem Buch leider nur eine mittelmäßige Bewertung geben. Da ich zwar von der Optik und der Aussage des Buches restlos begeistert bin, aber das Gesamtkonzept einfach nicht stimmig ist.

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Von Buns, Bowls & Begeisterung – Ein Kochbuch mit Geschmack

Goldstücke - Die Hans im Glück Burger, Bowls und Drinks von

Bücher und Kochen zählt definitiv zu meinen Leidenschaften. Daher freue ich mich immer, wenn ich ein neues Kochbuch entdecke. Für mich ist ein gutes Kochbuch mehr als eine schnöde Sammlung von Rezepten. Denn ein gutes Kochbuch besticht durch eine ansprechende Optik, interessante Rezepte und appetitanregende Bilder.

Wirklich gut ist es dann, wenn man es nicht nur zur Hand nimmt, wenn man wirklich etwas Kochen möchte, sondern auch wenn man einfach nur ein wenig schmökern möchte.
Der erste Eindruck des Buches war bereits sehr gut. Die Aufteilung der Rezepte war für mich klar, strukturiert und ansprechend. So widmet sich das Buch zuerst einmal den Basics, hier werden verschiedene Buns und eine Standardsauce vorgestellt. Das es nur eine Sauce gibt, hat mich im ersten Augenblick ein wenig irritiert, bis ich festgestellt habe, dass es weiter hinten im Buch noch eine Vielzahl an Saucenrezepten vorhanden sind.
Besonders gut gefällt mir, dass neben den klassischen Rindfleischburgern, von denen ich persönlich kein Fan bin, auch noch eine Vielzahl an alternativen Pattys vorgestellt wird. So findet meiner Meinung nach in diesem Buch jeder etwas nach seinem Geschmack, egal ob mit Fleisch, vegetarisch oder vegan. Die meisten Burgerkochbücher beschränken sich meistens leider auf diverse Fleischvarianten und bieten, wenn man Glück hat eine vegetarische Alternative, meistens das klassische Gemüselaibchen an. Die hier vorgestellten vegetarischen und veganen Alternativen sind allerdings so schmackhaft, dass sich auch eingeschworene Fleischtiger darauf gestürzt haben.
Natürlich gibt es auch ein umfangreiches Kapitel zu den Beilagen, denn meistens möchte man ja auch etwas zu seinem Burger dazu essen. Auch hier gab es neben den klassischen Beilagen wieder einige positive Überraschungen. Und falls man mal keine Lust auf Burger hat, wird man sicher im Kapitel Salate und Bowls fündig.
Abgerundet wird das Buch dann noch durch ein Cocktails & Drinks Kapitel. Hier möchte ich besonders hervorheben, dass es auch eine große Anzahl an alkoholfreien Drinks gibt, die wirklich eine schmackhafte Alternative zu den klassischen Cocktails darstellen.
Die Rezepte sind sehr übersichtlich aufgebaut und jedes Rezept wird auch durch ein Bild gezeigt. Das wirklich jedes Rezept bildlich dargestellt wird, finde ich sehr positiv, leider ist dies ja nicht in jedem Kochbuch der Fall. Die Bilder sind sehr ansprechend und machen Lust darauf, dass Rezept nachzukochen. Auf eine Angabe der Nährstoffzusammensetzung und der Kalorien der Gerichte wird in diesem Buch allerdings verzichtet. Dies nur als kleiner Hinweise für all jene, denen dieser Punkt bei einem Kochbuch wichtig ist.
Durch die kunterbunte Mischung an klassischen und modernen Rezepten und der Vielfalt der Gerichte hat mich dieses Buch wirklich begeistert. Das Nachkochen ist einfach und gelingt gut, wenn man sich an die Hinweise im Buch hält. Ich möchte dieses Buch all jenen ans Herz legen, die mehr als nur den klassischen Rindfleisch Burger machen wollen.

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Energien reinigen statt Schafe zählen

Einschlafrituale für dein Kind von Ksenija Rodos

Ich denke, ich wage mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass für die meisten Eltern das Thema Schlafen ein sehr wichtiges ist. Ein Kind das nicht (ein-) schlafen kann, führt unweigerlich dazu, dass auch die Eltern nicht schlafen können. In den meisten Fällen geht es da auch nicht um nur eine Nacht mit wenig Schlaf, sondern es wird zu einem Dauerzustand.

Und dann versteht man plötzlich auch, warum Schlafentzug als Foltermethode gilt.
Mein kleiner Leser hat bereits seit Geburt an FOMO (Fear of missing out), also die Angst irgendetwas verpassen zu können. Daher wehrt er sich mit Händen und Füssen gegen den Schlaf und das ins Bett bringen ist für alle eine große Herausforderung. Daher habe ich mit großem Interesse dieses Buch gelesen, da ich die Hoffnung hatte, hier etwas Neues zu lernen.
Der erste Eindruck des Buches war durchaus auch sehr gut. Die Aufteilung des Buches klang durchdacht, da die Autorin sich zuerst allgemein dem Thema Schlaf widmet und sich danach intensiver mit den Bedürfnissen und möglichen Ritualen der Kinder in verschiedenen Altersklassen beschäftigt. Obwohl mich manche Altersbereiche nicht mehr oder noch nicht interessieren, habe ich das Buch von vorne bis hinten durchgelesen.
Der erste Teil, also die allgemeinen und meist wissenschaftlich fundierten Informationen zum Thema Schlaf haben mir gut gefallen und ich habe sie interessiert gelesen. Da ich aber bereits einige Literatur zu dem Thema gewälzt habe, war für mich persönlich nicht mehr besonders viel Neues dabei. Jemand der sich zum ersten Mal mit dieser Thematik auseinandersetzt, kann hier allerdings viel lernen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und auch die wissenschaftlichen Fakten werden ansprechend und nicht trocken erklärt. Doch bereits hier merkt man, dass die Autorin ein Faible für Esoterik und Spiritualität hat. Daher möchte ich an dieser Stelle gleich anmerken, wer mit diesen Themen nichts anfangen kann, sollte meiner Meinung nach, die Finger von diesem Buch lassen.
Nach der allgemeinen Einführung geht es gezielt um Einschlafrituale für Kinder zwischen 0 und 10 Jahren. Die Kapitel sind an sich sehr gut gegliedert und zeigen verschiedene Möglichkeiten auf wie man seinem Kind helfen kann, den Tag abzuschließen und leichter in den Schlaf zu finden. Sehr viele der Rituale haben allerdings einen spirituellen oder esoterischen Touch. Nach dem Einführungskapitel habe ich so etwas in der Art schon befürchtet. Es geht sehr viel um den Energieaustausch zwischen Eltern und Kind und darum, wie man als Eltern seine Energie reinigen und zur Ruhe bringen muss, bevor man das Kind ins Bett bringt. Mit gewissen Ansätzen von Autorin Ksenija Rodos kann ich mich auch noch anfreunden, aber alles in allem, war mir das Ganze als wissenschaftlich geprägter Mensch ein wenig zu viel des Guten.
Ich denke, dass dieses Buch sich vor allem an werdende Eltern richtet, die noch wenig Erfahrung mit dem Thema haben. All jene, die sich bereits ein wenig oder intensiver mit dem Thema beschäftigt haben, werden hier kaum etwas Neues erfahren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich diesem Buch eine bessere Bewertung gegeben hätte, wenn ich es gelesen hätte, bevor der kleine Leser auf die Welt gekommen ist.
So muss ich leider eine mittelmäßige Bewertung abgeben, da der Zugewinn an Informationen sich bei mir persönlich in Grenzen hält und ich mich mit den spirituellen Inhalten zur sehr bedingt identifizieren konnte.

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Mit Sauerteig auf Du und Du – dank Christina Bauer

Einfach backen mit Sauerteig von Christina Bauer

Ich bin schon seit vielen Jahren ein großer Fan von Christina Bauer und ihren Rezepten. Daher bin bereits sehr voreingenommen an dieses Buch herangegangen. Denn ich war mir eigentlich sicher, dass mir dieses Buch gefallen wird. Glücklicherweise hat mich mein Gefühl auch nicht getäuscht.
Ich backe leidenschaftliche gerne, wenn ich auch leider in der letzten Zeit nicht mehr so oft dazu komme, wie ich es gerne möchte.

Meistens sind es immer wieder die gleichen Rezepte, bei denen ich weiß, dass sie gelingen und allen gut schmecken. Trotzdem bleibt der Wunsch wieder mal etwas Neues auszuprobieren und vor allem sich mal in unbekannte Gebiete vorzuwagen.
Natürlich habe ich es schon einmal mit einem Sauerteig probiert und gebe ganz ehrlich zu, dass das Ergebnis mich nicht wirklich überzeugen konnte. Nach der Lektüre von Christinas Buch weiß ich zumindest, was ich falsch gemacht habe. Sauerteig ist für mich noch immer der Endgegner, denn auch mit Christinas Buch ist es mir noch nicht gelungen ein wirklich zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Dies liegt aber weder an Christina Bauer noch an ihren Rezepten, sondern ist einzig und allein meine Schuld.
Dieses Buch ist mehr als nur eine weitere Rezeptsammlung. Denn bevor es überhaupt ans Backen geht, gibt es eine sehr umfangreiche und informative Einführung in die Welt des Sauerteigs. Diese richtet sich natürlich eher an Anfänger wie mich, doch ich bin mir relativ sicher, dass auch bereits erfahrene Sauerteig-Bäcker noch das eine oder andere lernen können. Dieser Informationsteil besticht durch klarverständliche und einfache Erklärungen und setzt meiner Meinung nach kein Vorwissen vorraus. Christina Bauer nimmt einen hier wirklich an der Hand und führt Schritt für Schritt durch.
Das gleiche gilt auch für den Rezeptteil. Hierbei hat mir besonders gut gefallen, dass es neben einer großen Fülle an klassischen Sauerteigrezepten, wie Brot und Kleingebäck auch eine weitere Vielzahl an Dingen gibt, die man mit Hilfe von Sauerteig herstellen kann. Ich habe mich sehr gefreut, dass auch Pizza und Focaccia Rezepte enthalten sind, denn beides habe ich auswärts bereits mit großem Genuss verspeist. Sehr überraschend war für mich aber der zwar sehr kleine, aber doch vorhandene Teil mit dem Süßgebäck. Dies war mir bis zu dem Zeitpunkt nämlich völlig unbekannt, dass man auch Süßspeisen mit Sauerteig herstellen kann. Sobald ich ein wenig sicherer im Umgang mit Sauerteig bin, werde ich mich sicher an den Strietzel und die Zimtknoten heranwagen.
Die Rezepte sind ebenfalls sehr übersichtlich dargestellt und man sieht auf den ersten Blick, welche Zutaten für das jeweilige Gebäckstück benötigt werden. Garniert ist das Ganze dann noch mit appetitanregenden und sehr schönen Fotos. Eine Neuheit war für mich, dass Uhrzeiten bei den einzelnen Arbeitsschritten angegeben sind. Dies finde ich sehr hilfreich und erleichtert das Planen der Arbeit. Denn eines darf man nicht vergessen, mit Sauerteig zu arbeiten verlangt deutlich mehr Planung und Zeitmanagement als das Arbeiten mit Germ (Hefe). Wie Christina Bauer selbst in ihrem Buch schreibt: Sauerteig braucht Zeit – wie die besten Dinge im Leben eben auch.
Mich hat Christina Bauer auch mit diesem Backbuch wieder absolut überzeugen können. Auch wenn meine Ergebnisse noch nicht perfekt sind, hat sie es geschafft, mir die Angst vor dem Endgegner Sauerteig zu nehmen und ich bin mir sicher, dass ich es früher oder später schaffen werde, ein Ergebnis zu erzielen, dass auch meinen kritischen Gaumen überzeugen wird.
Dieses Buch verdient auf jeden Fall eine Leseempfehlung und ich möchte es allen Bäckerinnen und Bäckern ans Herz legen, die so wie ich, gerne in die Welt des Sauerteiges eintauchen möchten.

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