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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von peedee:

Gut gebellt, Tarek!

Supernase Tarek von Frank Baumann

Der Airedale Terrier Tarek wusste nicht, dass aus ihm einmal ein Polizeihund werden würde. Hier „erzählt“ er von seiner Ausbildung und den spannenden Einsätzen, unterstützt von seinem Erziehungsberechtigten, dem Feldweibel Fabio „Gandi“ Gandolfi vom Diensthunde-Kompetenz-Zentrum Zürich. Der Autor, Frank Baumann, lässt weitere Diensthunde und Personen am anderen Ende deren Hundeleine zu Wort kommen.

Und erzählt von seinen persönlichen Erfahrungen mit Hunden.

Erster Eindruck: Ein süsser Hund auf dem Cover, ein witziger Buchtitel – sehr gut!

Ich habe zu diesem Buch gegriffen, da ich die Idee, einen Polizeihund zu „interviewen“ und diesen aus seiner Warte „erzählen“ zu lassen, klasse fand. Ich war sehr gespannt. Es war interessant, über die Auswahl der Hunderassen für den Polizeidienst zu lesen. Die Hunde werden ab Welpenalter z.B. für das Suchen von Drogen ausgebildet, für das Mantrailing (Personensuche), für Geld oder für Datenträger. Bei der ersten grossen Prüfung zeigt sich, ob der Hund wirklich für den Polizeidienst geeignet ist. Wenn einer z.B. Angst hat, über unbekannte Flächen zu laufen, wird es leider nicht schaffen. Oder wenn er sich zu sehr ablenken lässt (von anderen Menschen, Tieren, Situationen). Oder zu schreckhaft ist.

„Bleib flauschig.“ (Tarek)

Die Liebe der Hundeführer zu ihrem Tier ist sehr gut spürbar, denn obwohl der Hund Teil ihrer Arbeit ist, ist er zugleich auch Teil der Familie. Es war auch gut zu sehen, mit welcher Leidenschaft die Hundeführer ihre Arbeit ausführen (und die Vierbeiner natürlich auch!). Hundeführer kommen nach einem Arbeitstag übrigens öfters mit etlichen Hämatomen am Körper nach Hause. Wieso? Wenn sie für die Trainings als Schutzdiensthelfer den „Franzosen“ anziehen, d.h. den dick gepolsterten Anzug, und so den bösen Mann markieren und sich beissen lassen. Ups…

Was wusste ich vor dieser Lektüre über die Arbeit eines Hundeführers und dessen Hund? Nichts. Natürlich nichts. Das Buch hat mir daher interessante Einblicke in den Polizeihund-Alltag gegeben und mich zudem auch noch ausgezeichnet unterhalten. Ich fand es schön, dass auch ein paar Fotos abgebildet waren; diese machen einen solchen Bericht immer sehr viel persönlicher. Also: gut gebellt, Tarek! 5 Sterne.

[Eine Randbemerkung zum E-Book: Ich habe das Buck als E-Book gelesen und festgestellt, dass diese Namen der Dialogpartner nicht gut lesbar sind, denn sie lassen sich – auch beim Vergrössern der allgemeinen Schriftgrösse – nicht besser darstellen.]

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Ein sehr schweres Thema

Grappas Treibjagd von Gabriella Wollenhaupt

Grappa, Band 2: Eine schöne Party endet in einer Tragödie. Laura Gutweil, Psychologin und beste Freundin von Maria Grappa, wurde umgebracht! Als Journalistin und Freundin ist sie es Laura schuldig, den Täter zu finden. Aufgrund Lauras Arbeit mit sexuell missbrauchten Mädchen stösst Maria auf einen geheimnisvollen „Onkel Herbert“, der Lolitas mag.

Ein Kinderschänder in Bierstadt?

Erster Eindruck: Das Cover entspricht gestalterisch so gar nicht meinem Geschmack.

Meine Buchausgabe ist von 2013, doch die Erstveröffentlichung des Buches war nochmals 20 Jahre früher. Dies nur als Hintergrundinformation, da noch von D-Mark die Rede ist oder ein Telefax eingesetzt wird. Einleitend gibt es ein Personenregister, was ich immer als hilfreich erachte.

Dies ist Band 2 einer Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden. Da ich erst vor wenigen Tagen Band 1 gelesen habe, war ich noch ganz in dieser Welt drin.

Maria Grappa arbeitet neu beim Bierstädter Tagblatt, nachdem das Lokalradio, wo sie vorher beschäftigt war, aufgelöst wurde. Zusammen mit Peter Jansen, ihrem Chef, feilt sie an ihren Reportagen. Ihr neuster „Fall“ ist sehr persönlich, denn die ermordete Laura war ihre beste Freundin. Und sie war sogar auf der Party dabei und hat nichts bemerkt! Sie beginnt zu recherchieren.
Mir gefällt Maria Grappa: Sie meint selbst, dass die Journalisten doch alle Zyniker seien und ihnen nichts heilig sei, bis die Story im Kasten bzw. in der Zeitung sei. Sie schämte sich. „Mindestens 30 Sekunden lang“. Oh, diese „heftige Phase der Selbsterkenntnis“ dauerte nicht sehr lange. Es war sehr amüsant, als sie sich im Kinderheim als Doktorandin vorstellte und auf die Frage der Leiterin, wer denn ihr Doktorvater sei und wo ihre Forschungsziele lägen, sie wild drauflos parlierte: „Ich hatte mich noch nie so geschwollen reden gehört und verstand kein Wort von meinem Geplapper.“ Nun ja, dann wird es wohl schwierig…

Kindsmissbrauch, Pädophilie, Spielsucht und unerwiderte Liebe sind einige der behandelten Stichworte.

Der erste Band war unterhaltsam und die ermittlerischen Fähigkeiten gingen eher auf das Konto von „Kommissar Zufall“. Der zweite Band hingegen war sehr ernsthaft mit deutlich mehr Spannung. Pädophilie ist ein sehr schwieriges Thema, das von der Autorin aus meiner Sicht jedoch gut verarbeitet wurde. Ein interessanter Showdown – 5 Sterne.

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Auch Pinguine müssen arbeiten

Wo Pinguine arbeiten von Barbara Drobny

Wenn Pinguine erwachsen sind, müssen sie arbeiten, genauso wie auch kleine Mädchen und kleine Jungs später einmal einen Beruf ergreifen werden. Die Autorin zeigt die Pinguine in 27 verschiedenen Berufen, die sie alle mit grosser Begeisterung ausüben. Viele Pinguine, viele Geschichten und viele Bananen.

Bananen? Ja, es sind über 80 Bananen versteckt! Ein witziges Wimmelbuch für Kinder ab 4 Jahren.

Die Autorin lässt die Pinguine an unterschiedlichsten Orten arbeiten, wie z.B. in einem Büro, in der Kita, im Museum, in einer Disco, in einem Bus, im Kino, am Strand, im Botanischen Garten, in einer Backstube oder auf dem Tennisplatz.
Auf jeder Seite gibt es viele Pinguine, die z.B. in einer Arztpraxis darauf warten, dass sie drankommen oder die in einem Museum die vielen Bilder betrachten. Kleiner Fun-Fact für Erwachsene: Im Museum ist die Banane Kunst und klebt mit einem Tape an der Wand. Wer erinnert sich nicht an diese absurde (sorry!) Kunst?

Es gibt sehr wenig Text, so dass viel Raum für eigene Geschichten bleibt. Das Wimmelbuch ist wirklich ausgesprochen detailreich und kann zuweilen fast ein bisschen zu viel sein. Eine grosse Erholung ist daher die Doppelseite mit Pelle, der als Eisfischer arbeitet – viel Eis, ein Pinguin, eine Banane (klar!), zwei Sätze Text. Das wars.

Ein sehr schönes Buch, das von mir 4 Sterne erhält.

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Ein unterhaltsamer Reiheneinstieg

Grappas Versuchung von Gabriella Wollenhaupt

Grappa, Band 1: Die Bierstädter Journalistin Maria Grappa ist mit Leib und Seele Verfechterin der Wahrheit. Diese präsentiert sie auch schnörkellos im Lokalradio, sehr zum Missfallen ihres Chefs. Anstatt brav über irgendwelche Nichtigkeiten des Ortes zu berichten, recherchiert sie den ungeklärten Todesfall von Richie Mansfeld, der als Gigolo gearbeitet hat.

Dabei lernt sie den Gastronomen Michael Muradt kennen und teilt nicht nur den Tisch, sondern auch bald das Bett mit ihm. Doch sagt er ihr die Wahrheit?

Erster Eindruck: Das Cover entspricht gestalterisch so gar nicht meinem Geschmack.

Meine Buchausgabe ist von 2013, doch die Erstveröffentlichung des Buches war nochmals 20 Jahre früher. Dies nur als Hintergrundinformation, da noch von D-Mark die Rede ist. Einleitend gibt es ein Personenregister, was ich immer als hilfreich erachte.

Der Einstieg in die Geschichte war ziemlich brutal – also nix mit cozy crime. Die bildliche Vorstellung des Gelesenen… da schüttelt es mich jetzt noch.

Maria Grappa ist bissig, definitiv nicht auf den Mund gefallen – was für eine Journalistin eh ungünstig wäre –, stets an der Wahrheit interessiert, und liebenswert. Michael Muradt macht bei Maria einen blendenden Eindruck: Sie ist völlig hin und weg von ihm! Der Mann sieht gut aus, weiss sich zu benehmen, ist erfolgreich, hat einen charmanten Sprachfehler, und er will sie. Sehr gut! Er kann ihr sicherlich bei ihren Ermittlungen helfen. Oder doch nicht? Sie neigt übrigens ganz und gar nicht zur Eifersucht – überhaupt nicht. Sie „brannte vor Eifersucht“! Ihre Tendenz zur Melodramatik war sehr amüsant.

Politik, Prostitution, Erpressung, Mord und Totschlag sind einige der behandelten Stichworte im fiktiven Bierstadt.

Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. War der Krimi spannend? Nicht wirklich. Glänzte die Hauptdarstellerin durch ihr ermittlerisches Geschick? Oh nein. Sie verglich ihr Handeln zuweilen mit den Ermittlerinnen aus TV-Krimiserien, merkte aber selbst, dass es da sehr grosse Unterschiede gab. Aber war die Geschichte denn unterhaltsam? Und ob! Von mir gibt es 4 Sterne und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

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Aussergewöhnliche Situationen erfordern aussergewöhnliche Massnahmen

Der Club der Unbeugsamen von Kathryn Stockett

Oxford, Mississippi, 1933: Die Weltwirtschaftskrise ist in vollem Gange. Die unverheiratete Birdie Calhoun kommt aus dem Delta nach Oxford, um ihre Schwester Frances, die in wohlhabendere Kreise eingeheiratet hat, um Geld zu bitten. Frances will ihren Mann Rory fragen. Aber nicht sofort. Im Waisenhaus, wo sie als Freiwillige aushilft – und sodann auch Birdie – lebt die elfjährige Meg.

Ihre Mutter wollte nur etwas einkaufen gehen und kam einfach nicht wieder. Die Leiterin bereitet Meg die Hölle auf Erden. Bei Frances stürzt ihr bisheriges Leben wie ein Kartenhaus ein – war alles eine Lüge? Birdie lernt Charlie kennen, eine Frau, die viel durchgemacht hat und bereit ist, alles zu geben, um ihr Ziel zu erreichen…

Erster Eindruck: Das Buch ist mit seinen 848 Seiten schon ein ziemliches „Monster“ – so dünne und vollgeschriebene Seiten… das gibt richtig viel zu lesen. Das Cover des Schutzumschlages gefällt mir (obwohl ich kein Fan von Schutzumschlägen bin).

Als ich die Tafel über die Aufnahmeregeln im Waisenhaus las, habe ich mich schon das erste Mal mächtig aufgeregt. DAS geht ja gar nicht! Nun ja, es waren eben andere Zeiten im Jahr 1933, das musste ich im Hinterkopf behalten. Die Leiterin des Waisenhauses, Mrs Garnett Pittman, ist eine Heuchlerin. Die Zustände hinter den ach so ehrenwerten Mauern des Waisenhauses sind erbärmlich. Leider gab es schon immer zu viele Menschen, die ihre Machtposition gnadenlos ausüben, um sich überlegen zu fühlen oder ihre Neigungen zu befriedigen. Meg ist eine aufgeweckte Elfjährige, deren Mutter wegging und einfach nicht zurückkehrte. Die Leiterin des Waisenhauses vergällt ihr das Leben. Es sind wirklich unzumutbare Zustände! Birdie ist 24 Jahre und wohnt – als immer noch unverheiratete Frau! – mit ihrer Mutter und Grossmutter zusammen. Als sie in die Stadt fährt, um die Familie ihrer Schwester um Geld zu bitten, fällt ihr das gar nicht leicht. Aber wovon sollen sie auch leben? Birdie ist eine sehr starke Frau. Es hat mich begeistert, wie sie im Waisenhaus auf Geheiss ihrer Schwester die Bücher auf Vordermann bringt und der Leiterin die Stirn bietet. Und sich mit Meg anfreundet – ein Lichtblick für beide. Ich habe mich lange Zeit gefragt, wer denn nun Charlie sein könnte. Da ich nicht spoilern will, sage ich hierzu nichts.

Wie weit kann oder muss man als Frau gehen, um zu überleben? Weshalb war es für viele Frauen früher so schwer? Und ist es zuweilen auch heute noch?

Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Der Einstieg ins Buch fiel mir nicht so leicht, aber ich kann gar nicht genau sagen, woran es lag. Die ersten 200 Seiten haben sich ziemlich gezogen, aber danach habe ich deutlich mehr Freude an der Lektüre bekommen. Meine Favoriten des Buches waren Birdie, eine taffe, mutige Frau, die anpackte, wo es nötig war, und Mrs Tartt, Frances‘ Schwiegermutter, die so gar nicht dem Bild der „Hexe“ entsprach, wie von Frances angetönt. Der Ausgang der Geschichte hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen, aber auch hierzu will ich nichts verraten. Für diesen lesetechnischen Ausflug ins Jahr 1933 vergebe ich 4 Sterne.

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Grossartig

Mani Matter von Wilfried Meichtry

Mani Matter, „dr Bärner Giu”, Jurist, Liedermacher, Schreibender, Philosoph, ist in der Schweiz sehr bekannt, denn viele Menschen sind mit seinen berndeutschen Liedern aufgewachsen, haben diese in der Schule gesungen. Leider ist Mani Matter im Jahr 1972 mit nur 36 Jahren bei einem Autounfall tödlich verunglückt.

Zum 90. Geburtstag wurde seine Biografie erweitert und erstmals als Taschenbuch herausgegeben. Mit vielen Auszügen aus Briefen, Tagebucheinträgen und Stimmen seiner Wegbegleiter.

Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover mit einem Foto des Porträtierten – gefällt mir gut.

Ich gehöre auch zu denen, die Mani Matters Lieder seit frühster Kindheit kennen. Als ich geboren wurde bzw. ihn und seine Musik wahrgenommen habe, war er bereits verstorben. Was haben seine Lieder an sich, dass sie noch heute populär sind? Für mich als Bernerin natürlich sicherlich die Texte auf Berndeutsch, dann die Pointiertheit, mit der er Alltäglichkeiten und Nichtigkeiten festgehalten hat, und die eingängigen, einfachen Melodien. Begleitend zur Lektüre habe ich mir wieder einmal ein paar seiner Lieder zu Gemüte geführt, wie z.B.: „Hemmige“, „I han es Zündhölzli azündt“, „Ds Lotti schilet“, „Dr Ferdinand isch gstorbe“, „Dr Eskimo“, „E Löl, e blöde Siech, e Glünggi un e Sürmel“ oder „Dr Alpeflug“. Ich war überrascht, wie viel vom Text ich noch auswendig wusste!

Ich war sehr gespannt auf Mani Matters Biografie, denn ich wusste zwar ein paar Eckdaten, aber so viel war das dann doch nicht. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass seine Mutter aus den Niederlanden stammte, sie zu Hause Französisch gesprochen haben, und sein Vater Jurist war. Mir war auch nicht bewusst, dass seine Mutter so früh verstorben ist. Oder wie er überhaupt zum Vornamen „Mani“ gekommen ist, denn schliesslich hiess er von Geburt her Hans Peter.

Mani Matter schien mir ein sehr intelligenter Mann zu sein, der stets auf der Suche war. Wonach er gesucht hat, ist wohl nicht einmal ihm selbst bewusst gewesen (dieses Gefühl des Suchens kenne ich nur zu gut). Er war sehr belesen, vielseitig interessiert (Kunst in seinen vielen Formen wie Malerei, Gesang, Gedichte, philosophische Fragen) und engagiert. Manchmal wohl ein bisschen zu aktiv, zu rastlos. Er hatte eine sehr zurückhaltende Art – er war kein Showman –, melancholisch, bescheiden.

Ein grossartiges Buch über Mani Matter, der leider viel zu früh verstarb und seine Frau und drei kleine Kinder hinterliess. Es ist berührend, dass ein Mann so viele Jahre nach seinem Tod nach wie vor so bekannt und ist und seine Lieder immer noch gerne gespielt und gesungen werden. Von mir gibt es 5 Sterne.

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Viele Tote, sehr verwirrend

Zürcher Verschwörung von Michael Moritz

Roger Stahl, Band 1: Albin Studer, einstiger Offizier der Schweizergarde im Vatikan, wurde erschlagen. Mit einer Boule-Kugel am Platzspitz, Zürich. Als Täter wird der Drogenabhängige Demenga bezeichnet. Demenga ist zwar nicht geständig – ein Junkie wie Demenga ist nicht glaubwürdig –, aber der Fall ist für die Polizei Zürich dennoch erledigt.

Für Roger Stahl, Gardist des Papstes mit Spezialaufgaben, aber nicht. Er will Albin die letzte Ehre erweisen und den Fall effektiv klären; dafür muss er mit Demenga sprechen, kommt aber zu spät. Die nachfolgenden Ereignisse werfen ein neues, unerfreuliches Licht auf seinen früheren Mentor…

Erster Eindruck: Das Cover ist gestalterisch nicht so mein Geschmack – davon kriege ich gleich Halluzinationen.

Als Thema den Vatikan und all seine Eigenheiten unterzubringen, ist natürlich sehr spannend. Es gibt enorm viel Raum für Spekulationen, Verschwörungstheorien und Abschottung im kleinsten Staat der Welt. Mitglieder dieses Unternehmens müssen gewiefte Rhetoriker sein. Die „Bösen“ im vorliegenden Krimi sind dies durchaus, und dazu noch Meister der Inszenierung.

„Katholisch getauft, calvinistisch erzogen, jesuitisch umgeschult, global enttäuscht.“

Für mich war es das erste Buch des Autors, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Ich hatte Mühe, die verschiedenen Protagonisten auseinanderzuhalten (Regina, Regula, Fuzzy, Buffy, Albin, Alfred, Palm, Bachler, Summ, u.v.m.). Und auch mit der Rolle, die Roger Stahl innehat, habe ich gehadert. Was ist eigentlich seine Aufgabe? Er ist Diplomat und übernimmt irgendwelche – offensichtlich höchstgeheime und wohl auch illegale – Depeschen? Des Weiteren war ich überrascht über Polizist Hürlimanns Aussage, dass er den Fall an den Vatikan abgeben wolle. Kann er das einfach so, obwohl die Todesfälle in Zürich – also in seinem Zuständigkeitsbereich – passieren? Und Cecilia, die Journalistin? Was weiss sie? Wie weit geht sie für eine Story? Wer gehört zu den Guten? Gibt es überhaupt welche?

Das Buch war ziemlich verwirrend; von mir gibt es knappe 3 Sterne.

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Knappe 3 Sterne

Tödliche Eifelpfade von Carla Capellmann

Ellen Engels, Band 2: Privatdetektivin Ellen Engels will sich mal im Schmuggeln versuchen, selbstverständlich nur aus Spass! Sie hat mit ihrer Nichte Macy ein Abenteuerwochenende in der Eifel gebucht, wo Schmugglerspiele angeboten werden. Aus anfänglichem Spass wird tödlicher Ernst: Die Veranstalterin liegt tot auf der Wiese – und in ihrem Bauch steckt ein Pfeil.

Es ist Ellens Pfeil, die sich kurz vorher im Bogenschiessen geübt hat. Sie avanciert gleich zur Hauptverdächtigen…

Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover – Natur mit tollem Farbspiel; gefällt mir sehr gut.

Dies ist Band 2 einer Reihe, für mich jedoch die erste Begegnung mit Ellen Engels. Als ich mit der Lektüre begonnen habe, war mir noch nicht bewusst, dass es eine Reihe ist, denn das Cover von Band 1 ist völlig anders gestaltet, daher gab es für mich keinen Wiedererkennungswert.

Ellen war einst Personenschützerin und ist nun Privatdetektivin. Macy will offenbar ihrer Lieblingstante nacheifern und beruflich den gleichen Weg einschlagen. Das wiederum findet Ellen nicht so gut. Wieso nicht? Soll sie zuerst etwas „Vernünftiges“ lernen? Es ist schön, dass die Tante und Nichte sich so gut verstehen, dass sie zusammen ein Abenteuerwochenende verbringen. Das Abenteuer wird jedoch schneller Realität als man „Schmugglerspiele“ sagen kann: Die Veranstalterin Vanessa ist tot und Bernd entpuppt sich als Ellens einstiger Schwarm aus gemeinsamer WG-Zeit vor Jahrzehnten. Da das für mich das erste Zusammentreffen mit Ellen und Co. war, war mir der Beziehungsstatus von Ellen und Polizist Max lange unklar: Freunde? Ein Paar? Oder noch etwas dazwischen? Max hat mir sehr gefallen, wenn er auch einen zu kleinen Part in dieser Geschichte hatte. Er will, dass sich Ellen aus diesem „echten“ Fall raushält – das sei der Job für seine Kolleg:innen. Aber hält sich Ellen daran? Selbstverständlich nicht.

Die Geschichte selbst hat mich leider nicht so begeistert: Das Schmugglerspiel konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, trotz aller Beschreibungen. Und dann taucht plötzlich die Polizei auf und ich wusste im ersten Moment nicht, ob das zum Spiel gehört oder ob es real ist. Die Ermittlungen waren verwirrend; aus Sympathie zu Ellen und Co. knappe 3 Sterne.

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Ruhig, aber schön

Himmelsee – Wo der Wind von Liebe erzählt (Himmelsee 2) von Tanja Janz

Himmelsee, Band 2: Astrid ist mit Leib und Seele Buchhändlerin. Sie freut sich jeden Tag, in ihrem „Bücherhimmel“ in Himmelsee das richtige Buch für die Kunden zu finden. So veranstaltet sie auch regelmässig Vorlesestunden für Kinder. Als sie sich erkältet und kaum sprechen kann, springt ihr neuer bester Kunde ein: Thore.

Er nimmt gleich die Herzen von Gross und Klein ein. Zufällig erfährt sie, dass es sich bei ihm um einen Bestsellerautor handelt. Wie er ihr verrät, leidet er unter einer massiven Schreibblockade. Astrid will ihn auf andere Gedanken bringen und ihm die Schönheiten ihrer Heimat zeigen…

Erster Eindruck: Ein Cover mit Urlaubsfeeling – gefällt mir.

Dies ist Band 2 einer Reihe, kann aber unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden.

Astrid liebt ihre Heimat so sehr, dass sie vor ein paar Jahren darauf verzichtete, mit ihrem damaligen Freund nach New York zu ziehen. Selbstverständlich hätte sie auch in den USA einen Job suchen können, aber sie wollte nicht weg, denn an der Ostseeküste ist sie zu Hause. Und das soll auch so bleiben. In den Geschichten ihrer Bücher kann sie immer in die Welt hinausreisen, ohne sich wirklich von daheim zu entfernen. Sie hat viel Stammkundschaft, aber auch viele Touristen. Seit kurzem hat sie einen neuen Kunden, der gleich zum Top-Käufer wurde, da er etwa alle zwei Tage Büchernachschub haben muss. Thore ist ein stiller Typ, was ihn für Astrid sehr anziehend macht. Er hat es auf seine zurückhaltende Art geschafft, dass sie es sich wieder vorstellen könnte, an ein Leben zu zweit zu denken. Gerade als sie sich an diesen Gedanken gewöhnt hat, trifft sie auf Filip, der aus den USA zurückgekommen ist.

Es war eine sehr ruhige Geschichte, die von der Liebe zu Büchern und zur Heimat handelt. Eine klitzekleine Liebesgeschichte wird es dann doch noch, aber wirklich nur einen kurzen Moment lang. Am besten gefallen hat mir die Freundschaft von Astrid und Linna (wer ihre Geschichte lesen will, „muss“ zu Band 1 greifen). Ich habe mich wohlgefühlt und vergebe gerne 3 Sterne.

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Unerwartete Geschenke

Das Glück finden von Danielle Steel

Die Bestsellerautorin Sabrina Brooks verarbeitet in ihren Thrillern ihre eigenen Erfahrungen: schwierige Kindheit, abwesende Mutter, liebloser Vater, zwei gescheiterte Ehen. Ihr zweiter Ehemann entpuppte sich als Soziopath, der ihr lange das Leben schwer machte. Doch nun ist sie glücklich – auch ohne eine Liebesbeziehung.

Als sie erfährt, dass ihr verstorbener Onkel sie als Alleinerbin eines Herrenhauses in England eingesetzt hat, bricht alles auseinander. Neugierig, mehr über die unbekannte Verwandtschaft zu erfahren, aber gleichzeitig mit dem Wissen, das Anwesen zu verkaufen, reist sie hin. Der charmante Anwalt Gray Abbott will sie überzeugen, „Brooks Manor“ zu behalten…

Erster Eindruck: Ein stattliches Herrenhaus auf dem Cover – beeindruckend!

Sabrinas Kindheit wird mitnichten einfach gewesen sein: Die Mutter hat die Familie verlassen, als sie erst sechs Jahre alt war. Und ihr Vater, Alastair Brooks, legte nicht viel Wert auf ihre Anwesenheit. Als sie erwachsen war, hat er darum gebeten, ihn nur einmal jährlich zu besuchen, und zwar zu Weihnachten. Oha! Sabrina hat von ihrem verstorbenen Vater nichts über ihre Herkunft erfahren – derartige Fragen hat er immer sofort zurückgewiesen. Nun ist sein Bruder verstorben und sie erbt ein Herrenhaus und den dazugehörigen Adelstitel. Wow, welch‘ eine Entwicklung! Sabrina will nichts davon: kein Herrenhaus, kein Adelstitel. Sie ist überzeugt, dass das Anwesen in einem schlechten Zustand sein wird. Um den Verkauf abwickeln zu können, muss sie etliche Papiere unterschreiben. Der zuständige Anwalt Gray Abbott hat darum gebeten, dass sie nach England kommt, um sich das Anwesen zumindest einmal anzuschauen.

Mir war Sabrina sympathisch, ebenso Gray. Es ist keine Überraschung, dass zwischen den beiden sofort eine grosse Anziehung besteht. Ein kleiner Flirt in England, warum nicht? Sabrina ist nicht gebunden und Gray wohl auch nicht, denn ansonsten hätte er sicher etwas gesagt. Nun ja… Das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Am besten hat mir Philipp Brooks, der Vater von Gray, gefallen. Er war zudem der beste Freund des verstorbenen Rupert Brooks. Er konnte ihr wichtige Einblicke in das Leben ihres Vaters und ihres Onkels geben. Eine schöne Geschichte – 4 Sterne.

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