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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von peedee:

Die Reisegruppe wird immer kleiner

Grappa fängt Feuer von Gabriella Wollenhaupt

Grappa, Band 5: Journalistin Maria Grappa kommt ziemlich rum – sie begleitet eine Bierstädter Reisegruppe nach Griechenland. Sie soll anschliessend über die Tour „Klassisches Hellas“ berichten. Nichts leichter als das, oder? Nun ja, die Reise steht offensichtlich unter keinem guten Stern: Der Reiseleiter wird des Kunstdiebstahls verdächtigt, eine Frau wird vergewaltigt, ein nervtötender Ehemann wird über die Klippen befördert.

Und das war noch nicht alles! Wo sind die ganzen griechischen Götter, wenn man sie mal braucht?

Erster Eindruck: Das Cover entspricht gestalterisch nicht meinem Geschmack.

Meine Buchausgabe ist von 2013, doch die Erstveröffentlichung des Buches war 1995. Einleitend gibt es ein hilfreiches Personenregister. Dies ist Band 5 einer Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden.

Als ich die Inhaltsbeschreibung las, dachte ich gleich, dass eine solche Reise nichts für mich wäre. Eine so lange Zeit mit mir bis dahin fremden Menschen und einem mir vorgegebenen Tagesprogramm zu verbringen, ist nicht mein Ding. Aber hier geht es schliesslich nicht um mich, sondern um Maria. Von den Mitreisenden war mir niemand auf Anhieb sympathisch, eher im Gegenteil. Waldemar Unbill – die Autorin hat es mit interessanten Nachnamen – war wirklich ein Unbill. Er weiss alles, kann alles. Aber mit seinem Sohn umgehen, das kann er nicht. Alfred Traunich macht die Reise nur deshalb, weil seine ihm 25 Jahre angetraute Ehefrau dies wünschte. Ihm ist alles zuwider. Insbesondere seine Frau. Pater Benedikt ist auch eine interessante Figur: Er kann diese Reise machen, da er gesundheitlich angeschlagen war. Andere gehen zur Reha, er fährt mal eben nach Griechenland. Ich wusste nicht, was ich von Reiseleiter Jason Kondis halten sollte: Ist er ein Opfer der Umstände? Oder stimmen die Gerüchte um ihn? Interessiert er sich wirklich für Maria oder bezweckt er etwas damit? Maria ist auch angetan von ihm. Manchmal. Wie bitte?

Das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Die griechische Mythologie, die sicherlich einen grossen Rechercheaufwand bedeutete und für die vorliegende Geschichte wichtig war, empfand ich leider als etwas ermüdend (sorry!). Von mir gibt es 3 Sterne.

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Ein schöner Abschluss

Cordina's Royal Family 4. Ein königliches Juwel von Nora Roberts

Cordina’s Royal Family, Band 4: Prinzessin Camilla spürt, dass sie kurz vor einem Nervenzusammenbruch steht. Um diesen zu vermeiden, entflieht sie klammheimlich ihren höfischen Pflichten, um einfach nur Camilla zu sein - nicht eine Prinzessin. Bei schlechtem Wetter hat sie eine Autopanne. Der mürrische Archäologe Delaney Caine kümmert sich um sie.

Er weiss nicht, wer sie ist und bietet ihr Kost und Logis für die administrative Unterstützung seiner Forschungsarbeit. Sie sagt ihm nichts über ihre Herkunft. Doch auch Delaney weiss zu schweigen…

Erster Eindruck: Das Cover passt zu einem Liebesroman

Dies ist Band 4 der Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden. Das englische Original erschien 1992.

Ein weiteres Mal habe ich mich auf diese märchenhafte Reihe eingelassen. Nachdem die drei Bände als Hauptdarsteller jeweils eines der drei Geschwister der Fürstenfamilie betrafen, habe ich mich gefragt, was denn nun noch kommen könnte: Es ist Camilla, die Tochter von Gabriella und Reeve, dem Traumpaar aus Band 1. Das heisst, es sind über zwanzig Jahre seit jenem Band vergangen.
Camilla hat mir gleich gut gefallen: Sie ist äusserst pflichtbewusst und geht dafür bis an ihr Limit. Sie wird von den Medien belagert, was ihr immer mehr zusetzt. Daher ist ihre Flucht nur allzu verständlich. Delaney “Del” ist ziemlich unhöflich, richtiggehend ein Rüpel. Aber dass er Camilla hilft, ist ihm hoch anzurechnen. Camilla sieht hinter sein Machogehabe und verliert viel zu schnell ihr Herz. Es war zu erwarten, dass es heiss hochgehen würde, wenn herauskommt, wer Camilla wirklich ist. Und so war es auch.

Das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Am besten haben mir die Mütter von Camilla und Delaney gefallen - einfach herrlich! Ein schöner Abschluss dieses Märchens und somit Zeit, wieder in die Wirklichkeit zurückzukehren. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Himmelsee verzaubert

Himmelsee - Unter den Sternen funkelt die Hoffnung von Tanja Janz

Himmelsee, Band 3: Lieve führt mit grosser Leidenschaft und vielleicht noch grösserer Akribie das Geschäft mit Honigprodukten, das ihre Grosseltern aufgebaut haben. Honigkerzen, -bonbons und -wein gehören zum Programm, das auf dem Lübecker Weihnachtsmarkt präsentiert wird. Grosser Schreck: Lieve hat die Anmeldung verpasst und hat nun keinen Standplatz! Sie sieht ihr Unternehmen vor dem Ruin.

Das kurzfristige Angebot eines Standplatzes auf dem Weihnachtsmarkt in Himmelsee scheint nicht wirklich verlockend. Doch Himmelsee entfaltet seinen Zauber. Wie viel Künstler Falk damit zu tun hat, bleibt offen…

Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover mit dezentem Weihnachtsfeeling - gefällt mir.

Dies ist Band 3 einer Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden. Für mich ist es ein schönes Wiedersehen.

Die Geschichte startet in Lübeck und macht nach dem Prolog einen Zeitsprung von vier Jahren. Es dauert ziemlich lange, bis effektiv Himmelsee ins Spiel kommt.
Lieve ist ein Typ, der Listen liebt (ich auch!) und sich stets gut zu organisieren weiss. Aus diesem Grund trifft es sie sehr, dass sie den so wichtigen Anmeldetermin verpasst hat. Sie hat das Gefühl, komplett versagt zu haben, und sieht nur noch schwarz. Ein klein wenig melodramatisch. Aber durch ihre Eltern, die seit kurzem in Himmelsee leben, bekommt sie einen Standplatz auf dem lokalen Weihnachtsmarkt. Aber Himmelsee? Das kann doch nichts werden, oder? Himmelsee ist definitiv nicht Lübeck. Stimmt.

Das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Es war sehr ruhig, hat mir aber gut gefallen. Ein bisschen Mühe hatte ich mit Lieve, die bei etwas Unvorhergesehenem stets ziemlich panisch reagierte. Mir hat die vermittelte Weihnachtsmarktstimmung gefallen, ebenso die Eltern und Grosseltern von Lieve. Die Liebesgeschichte war sehr dezent, für mich hätte da gerne mehr sein dürfen. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Sehr emotional

Zimtsterne und Pfötchenzauber von Petra Schier

Floristin Kati ist sehr pflichtbewusst. Immer. Sie stellt die Bedürfnisse anderer über die eigenen. Ihre Eltern und ihre jüngere Schwester profitieren davon in jeglicher Weise, wissen es aber nicht zu schätzen. Eine Beziehung hat Kati nicht. Will sie nicht. Kann sie nicht. Arian kennt sie seit Schulzeiten - er war schon lange an ihr interessiert, aber sie offensichtlich nicht an ihm.

Er kommt unverhofft auf den Hund: Kira findet sofort den Weg zu Katis Herzen - und er?

Erster Eindruck: Wie immer ein sehr schönes, weihnachtliches Cover. Dieses Mal mit einem Affenpinscher (diese Rasse war mir bis zu diesem Buch nicht bekannt - wieder etwas gelernt!)

Ich freue mich immer auf August, da dann die neuen Weihnachtsromane erscheinen. Dieses Mal war “Zimtsterne und Pfötchenzauber” unter den ersten Weihnachtsromanen. Ich bin grosser Fan von Santa Claus und seiner Truppe (insbesondere von Santas Frau). Santa benötigt die Hilfe des Christkindes, um den schwierigen Fall zu lösen.
Arian ist Podologe mit eigenem Nagelstudio. Das war mir etwas fremd, dass er als Mann selbst farbig lackierte Nägel hat (ja, sorry, das ist altmodisch). Er ist ein toller Mann - wie er Kira gerettet hat, war famos! Er ist sehr bemüht, Kati seine Zuneigung zu zeigen, ohne sie zu überfordern. Sie hat mir leid getan, wie viel “Gepäck” sie in ihrem Rucksack herumtragen muss und krampfhaft versucht, die Kontrolle zu behalten.

Das Buch hat sich wie gewohnt flüssig lesen lassen, hatte süssen Hunde-Content, war ziemlich emotional (aber mit ernstem Hintergrund), weihnachtlich, mit ein bisschen spice (hier mein obligater Hinweis zu Petra-Schier-Romanen: Sie schreibt Bücher für Erwachsene, da kommt es auch zu ein paar “heissen” Szenen). Von mir gibt es 4 Sterne.

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Das Märchen geht weiter

Cordina's Royal Family 3. Eine königliche Hochzeit von Nora Roberts

Cordina's Royal Family, Band 3: Prinz Bennett gilt als Playboy und wird in den Medien auch gerne als solcher präsentiert. Er ist sehr charmant und weiss, dass er beim weiblichen Geschlecht gut ankommt. Aber er ist nicht ein solcher Lebemann, wie es allgemein heisst. Lady Hannah Rothchild, neue Freundin und Gesellschafterin seiner schwangeren Schwägerin Eve, scheint immun gegen seine Avancen.

Dem Fürstenhaus stehen unsichere Zeiten bevor, da der verhasste François Deboque, der die Familie seit Jahren tyrannisiert, aus dem Gefängnis kommt…

Erster Eindruck: Ein sehr schönes zum Buchtitel passendes Cover – seufz!

Dies ist Band 3 der Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden. Das englische Original erschien 1987.

Diese Reihe ist ein Mix aus Liebes- und Spannungsroman. Bei Lady Rothchild ist zu Beginn nicht klar, ob sie zu den Guten gehört – was man als Leserin natürlich hofft – oder eben doch nicht. Interessiert sich Prinz Bennett nur für sie, weil sie nicht gleich auf seine Avancen anspringt? Nein, das glaube ich nicht, denn auch er ist älter und reifer geworden und hat gesehen, wie seine beiden Geschwister die Liebe ihres Lebens gefunden haben. Das möchte er auch. Und wenn möglich auch eine Familie gründen. Ist das mit Hannah möglich?

Wenn ich wieder einen Band dieser Reihe lese, muss ich mich immer zuerst auf das Märchenhafte einstellen, denn es ist wirklich ein Märchen mit dem holden Prinzen, der seine Angebetete rettet oder mit dem Bürgerlichen, der seine Prinzessin findet. Wenn ich wieder in diese Welt eingetaucht bin, liest sich die Geschichte flüssig, so auch dieses Mal. Abschliessend muss ich noch etwas zum deutschen Buchtitel und -cover sagen: Obwohl mir beide gut gefallen, passen sie leider nicht zur Geschichte. Der deutsche Buchtitel wäre besser am englischen Original „The Playboy Prince“ angelehnt worden – ohne „Hochzeit“. Von mir gibt es 3 Sterne und ich bin gespannt auf Band 4.

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Sehr guter Reihenstart

Cinnamon Spice Love von Harper Graham

Maple Falls, Band 1: Die erfolgreiche Restaurantkritikerin Madison hat einen kryptischen Brief erhalten, der sie auffordert, nach Hause, nach Maple Falls, zu kommen. Ihre Familie und das Cinnamon Spice Inn würden sie brauchen. Sie war lange nicht mehr da, auch wegen Zach, dem Mann, den sie seit jeher liebte und den sie für ihre Karriere in New York verlassen hatte.

Das Wiedersehen war von ihr gefürchtet und zugleich dringend erwünscht. Zach ist Bauunternehmer und hilft ihr, das Inn auf Vordermann zu bringen. Ihre Gefühle fahren Achterbahn, denn sie wird doch bald wieder nach New York zurückkehren… oder?

Erster Eindruck: Ein schönes, herbstliches Cover – gefällt mir. Aktuell scheint es in zu sein, deutsche Bücher mit englischen Titeln zu versehen – das mag ich hingegen nicht (und ich verstehe auch nicht, wieso man dann nicht gleich den Originaltitel „The Cinnamon Spice Inn“ gewählt hat).

Madison hat eine erfolgreiche Karriere in New York und sie ist nur nach Maple Falls gekommen, um nach dem Rechten zu sehen. Und vielleicht auch Zach? Nein, nur wegen ihrer Familie: ihrer Grossmutter und ihrem Vater. Sie hatte Angst davor, was die anderen Bewohner sagen, wenn sie plötzlich wieder da ist. Aber es war gar nicht merkwürdig, sondern einfach normal.
Zach ist als Bauunternehmer sehr mit Maple Falls verbunden. Er ist hier zu Hause. In New York könnte er wohl nicht leben. Aber wer weiss? Wenn Madison ihn seinerzeit gefragt hätte und nicht einfach weggegangen wäre… Und nun ist sie wieder da. Zach versucht, sein Herz so gut zu schützen wie es geht.

Ich bin ein ganz-klein-wenig-fast-gar-nicht-spürbar reihenanfällig, daher war es keine Frage, mich literaturtechnisch nach Maple Falls zu begeben. Mir hat die Kleinstadt sehr gefallen (da ich auch die Reihen „Gilmore Girls“ oder „Virgin River“ sehr mag, ist das nicht weiter verwunderlich). Wie so häufig ist fehlende Kommunikation der Schlüssel für Probleme. Als Leserin, die mehr weiss als die Protagonisten selbst, habe ich häufig gedacht, „sprecht doch endlich miteinander!“. Mysteriöse Briefe und eine berührende Auflösung (aber selbstverständlich verrate ich nichts weiter darüber!). Von mir gibt es für den Reihenstart sehr gute 4 Sterne und ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Alte und neue Liebe

Dünenwinter und Lichterglanz von Tanja Janz

Als Wohnexpertin zeigt Alida in ihrer TV-Sendung, wie Räume gestaltet werden können. Auf die Adventstage freut sie sich besonders, da sie es liebt, weihnächtlich zu dekorieren. Doch dann wird von jetzt auf gleich ihre Sendung eingestellt. Daraufhin stirbt auch noch ihre Grossmutter. In deren Nachlass finden sich Liebesbriefe und ein Foto von ihrer Oma mit einem unbekannten Mann vor einem Pfahlbau in St.

Peter-Ording. Alida will diesen Mann unbedingt ausfindig machen, damit sie Omas letzten, leider unvollendeten Brief übergeben kann…

Erster Eindruck: Ein schönes, stimmungsvolles Cover, das demjenigen der Erstausgabe von 2018 in nichts nachsteht.

Die Geschichte beginnt 1949 in St. Peter-Ording und macht sodann einen Zeitsprung in die Gegenwart in Berlin.

Das Fernsehen ist ein schnelllebiges Geschäft: Gestern gefeiert, heute gefeuert! Die Einschaltquoten waren das Killerkriterium für Alida. Schade, dass die Zuständigen nicht einmal die bereits fertig produzierte Sendung zeigen wollten. Doch die beruflichen Sorgen verblassen, als sie vom Tod ihrer Oma erfährt. Bei deren Sachen findet sie sorgsam gehütete Liebesbriefe und ein Foto mit ihrer Oma als junge Frau mit einem ihr unbekannten Mann von 1949. Sie will diesen Mann unbedingt, wohlwissend, dass dies ein mehr als schwieriges Unterfangen mit ihren wenigen Angaben ist. Die Liebesgeschichte ihrer Oma muss eine ganz besondere gewesen sein, denn sonst hätte sie die Briefe nicht Jahrzehnte aufbewahrt. Aber weshalb kamen die beiden jungen Leute nicht zusammen? Und blieben trotzdem in Kontakt? Auf der Suche nach Omas alter Liebe findet Alida selbst einen Mann, der bei ihr längst verlorengeglaubte Gefühle weckt…

Es war berührend, vom letzten Schreiben an Hans zu lesen (mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten). In St. Peter-Ording findet Alida ein Zimmer bei Femke, die sich mit der Vermietung von Zimmern ein Zubrot zu ihrem Antiquitätengeschäft verdient. Alida sowie Femke und ihre Familie haben mir sehr gefallen. Alles in allem eine runde weihnächtliche Liebesgeschichte – von mir gibt es 3 Sterne.

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Inszenierung der Toten

Der Prätorianer von Tobias Bukkehave

Levin & West, Band 1: Der neuste Fall für Kriminalkommissarin Sara Levin und ihren Partner Janus West ruft sie zu einem besonderen Tatort. Ein junger Mann wurde ermordet und als Leiche auf besondere Weise drapiert: Hunderte von Kerzen brennen, die Augen sind mit zwei antiken Goldmünzen bedeckt, eine lateinische Inschrift auf seiner Haut.

Und noch etwas Schauerliches: Die Leiche war gefroren! Der Killer scheint von der Antike besessen zu sein. Saras Bruder Adam, ein auf Serienverbrechen spezialisierter Psychologe, wird aufgeboten. Als sich herausstellt, dass die Münzen ihrem Vater Christian, der wegen Mordes einsitzt, gehören sollen, spitzt sich die Angelegenheit zu. Und der Killer schlägt erneut zu…

Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir; ein aussergewöhnlicher Buchtitel.

Sara Levin und ihr Partner Janus West sind ein gutes Team – sie arbeiten gut zusammen und ergänzen sich. Eine wichtige Voraussetzung für die schwierige Arbeit, die vor ihnen liegt. In den eigenen Reihen ist nicht jeder Kollege damit einverstanden, dass Sara die Einsatzleitung übertragen wurde.
Die Beziehung unter den Levins ist zerrüttet. Ist das erst seit dem Tod der Mutter so? Oder seit dem Gerichtsprozess um Saras und Adams Vater? Was ist Adams Problem? Wieso sind Sara und Adam so entfremdet? Schon früh gab es zig Fragen bei mir – und das hier waren „nur“ die um die Familie Levin. Dazu kommen noch die Fragen um den möglichen Serienkiller: Weshalb inszeniert er seine Leichen? Warum scheint er einem noch im Tod die Ehre zu erweisen (so schräg das auch klingen mag), aber den anderen vernichtet er doppelt? Was hat es mit den Inschriften auf den Leichen auf sich? Immer wieder kommen Einspieler um Christian Levin – hat er etwas mit dem aktuellen Fall zu tun? Wenn ja, wie kann er aus dem Gefängnis die Strippen ziehen?

Für mich war es das erste Buch des Autors, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Das Buch hatte etwas an sich, dass ich immer weiter lesen wollte; ich musste einfach wissen, wie die Geschichte ausgeht. Es gab viele Einblicke in die römische Geschichte und Mythologie; zudem ein paar Eindrücke aus dem Musikbusiness rund um die Sängerin Juventas. Die Bilder, die der Autor von den Tatorten und Taten malte, gingen (leider) ziemlich unter die Haut. Die Spannung spitzte sich gegen Ende nochmals zu – 5 Sterne. Bei der Fortsetzung bin ich gerne wieder mit dabei.

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Genug ist genug!

Grappa dreht durch von Gabriella Wollenhaupt

Grappa, Band 4: Bei Maria Grappa kommt es zu einem unliebsamen Wiedersehen mit einer früheren Schulkollegin. Rita Masul beklagt den Tod ihres Mannes, der von dem Hochhaus gestürzt ist, in dem er gearbeitet hat. Sie ist überzeugt, dass es kein Selbstmord war, doch die Versicherung will nicht zahlen.

Maria soll ermitteln. Sie schleust sich geschickt bei Masuls früherem Arbeitgeber ein – sie erhält den nun freien Job des TV-Journalisten bei „Teleboss“. Das Betriebsklima ist unterirdisch…

Erster Eindruck: Das Cover entspricht gestalterisch nicht meinem Geschmack.

Meine Buchausgabe ist von 2013, doch die Erstveröffentlichung des Buches war 1994. Einleitend gibt es ein hilfreiches Personenregister (die zuweilen kryptischen Anspielungen versteht man erst am Schluss). Dies ist Band 4 einer Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden.

Maria Grappa hat einen veritablen Alptraum: Ein Mann stürzt vom 18-stöckigen Hochhaus zu Tode, sie sieht und riecht Hyazinthen, der Tote sagt ihr, dass sie den Mörder finden müsse – puh, welch‘ Erleichterung, als sie aus dem Traum erwacht. Aber war es wirklich nur ein Traum? Oder ist sie reif für den Psychiater? Sie ist eine vielseitig interessierte Frau: Sie arbeitet fürs Bierstädter Tagblatt, aber auch für Radio und Fernsehen, schreibt Kochbücher und gibt Kochkurse. Dass sie kurzum für „Teleboss“ arbeiten würde, kam für sie auch überraschend. Die Atmosphäre beim Sender ist grottenschlecht – ich würde dort wohl keine Woche aushalten. Doch Marias journalistischer Ehrgeiz ist geweckt; sie will herausfinden, wer für den Tod des Journalisten-Kollegen verantwortlich ist. Ihre Ermittlungen – zusammen mit ihrer Freundin Bertha, die gerne „einkauft“, ohne zu bezahlen – führen sie in dunkle Ecken der Stadt. Und es kommt zur Bekanntschaft mit Alfons Brokkoli, der auf junges Gemüse steht und es auch vermarktet, und einen auf Bierstädter-Mafia macht.

Der Buchtitel besagt, dass Grappa durchdreht. Ich habe mich lange gefragt, wann und wie das erfolgen wird. Ja, sie ist eskaliert, und wie! Mehr verrate ich nicht. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und hat mich sehr gut unterhalten – 4 Sterne.

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Eine hoffnungsvolle Geschichte

Wo die Liebe ein Zuhause findet von Kerstin Sonntag

Karolina arbeitet hart, um bei ihrem TV-Sender weiterzukommen; die Übernahme der Sendung „Am Puls“ scheint in Greifnähe. Doch ihr Chef gibt die Sendung einer noch relativ unerfahrenen Kollegin. Erschöpft und voller Zweifel reist sie in den Schwarzwald, wo sie in der Kindheit bei ihrer Grossmutter Geborgenheit verspürte.

Da es die einstige Pension nicht mehr gibt, landet sie auf Hennys Gnadenhof, wo ihr Unterschlupf gewährt wird. Ihr Glaube beeindruckt Karolina; die Arbeit mit den Tieren lässt sie zur Ruhe kommen. Den wortkargen Holzschnitzer Simon kann sie noch nicht so recht einschätzen. Aber wieso macht sie sich überhaupt Gedanken? Sie geht doch bald wieder zurück nach Köln, in ihr altes Leben…

Erster Eindruck: Ein sehr gut zum Thema Schwarzwald passendes Cover; der Buchtitel hat etwas Anrührendes.

Die Geschichte wird abwechselnd aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt: Karolina, Simon, Henny. Der Wechsel ist gut angegeben.

Karolina verlor früh ihre Eltern und hatte deshalb eine besonders innige Beziehung zu ihrer Grossmutter, die mittlerweile leider auch verstorben ist. Sie will das Grab ihrer Grossmutter besuchen und überlegen, wie es für sie weitergehen soll. Seit Jahren ist sie auf der Suche – nach sich selbst, dem Sinn des Lebens, Liebe und Geborgenheit. Immer wieder ist sie von Selbstzweifeln geplagt; die berufliche Krise scheint erneut zu bestätigen, dass sie niemals gut genug ist. Meint sie zumindest. Ich konnte Karolina gut verstehen.
Simon ist ein alleinerziehender Vater, der seinen kleinen Sohn über alles liebt. Er macht sich aber auch ständig Sorgen um ihn, da er herzkrank ist. Einem schwerkranken Kind eine möglichst „normale“ Kindheit zu schenken, aber es trotzdem nicht zu überfordern, ist eine grosse Herausforderung.
Henny, die Besitzerin des Gnadenhofes, hat mir sehr gefallen. Sie ist – trotz der schweren Verluste, die sie hinnehmen musste – nicht verbittert; sie liebt die Arbeit mit den Tieren, auch wenn es finanziell schwierig ist. Es beeindruckt mich, wenn Menschen einen Gnadenhof führen oder auf einem solchen mitarbeiten.

„Der Frühling erinnert mich daran, dass nichts verloren ist. Es ist eine Zeit des Neubeginns, eine Zeit der Hoffnung.“

Der Glaube ist ein wichtiges Thema – zuweilen ist es auch der verlorengeglaubte Glaube; das Unvermögen, Dinge zu akzeptieren, auch wenn sich einem der Sinn dahinter nicht erschliesst; die Angst vor erneuten Verlusten; Hoffnung; Freundschaft; Liebe. Die Liebesgeschichte in diesem Buch ist so zart und rein (klingt kitschig, ich weiss), dass sie mir ein bisschen unwirklich erschien. Ich hatte bei dieser Geschichte und der Schwarzwaldkulisse des Öftern das Gefühl, in einem Volkstheaterstück zu sitzen. Von mir gibt es 5 Sterne.

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