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Rezensionen von peedee:

Für mich ein prima Einstieg in die Reihe

Tannenduft im kleinen Strickladen in den Highlands von Susanne Oswald

Der kleine Strickladen, Band 6: Die Hochzeitsfeier von Maighread und Joshua auf Callwell Castle steht kurz bevor. Amely freut sich sehr darauf, mit ihren Freunden zu feiern. Kurzfristig sagt jedoch der gebuchte Fotograf ab – was nun? Amely ruft ihren besten Freund Paul an, der ein berühmter Fotograf ist.

Glücklicherweise hat er Zeit und sagt zu. Kurz nach der Zeremonie wird ein Brand auf Amelys Alpakafarm gemeldet! Von den Ereignissen erschüttert, hinterfragt Amely ihre Entscheidung, Edinburgh verlassen zu haben. Und Peter zweifelt an der Liebe von Amely, da dieser schnieke Paul andauernd um sie herumscharwenzelt…

Erster Eindruck: Ein sehr schönes Cover mit einer für Winter-/Weihnachtsromane ungewohnten Farbe – mir gefällt es.

Dies ist Band 6 der Reihe, für mich jedoch der Reiheneinstieg.

Der Weg zum Ja-Wort ist für Maighread und Joshua wirklich nicht leicht: Beim ersten Mal wurde die Feier durch Joshuas Unfall verhindert. Nach seiner Genesung haben sie in aller Stille geheiratet. Und nun sollte die grosse Hochzeitsfeier mit all ihren Freunden stattfinden. Aber auch dieses Mal läuft es nicht wie geplant. Als Amelys Haus brennt, will sie unbedingt dorthin, doch sie könnte ja eh nicht helfen. Als sie die Zerstörung sieht, ist sie zutiefst deprimiert. Sie fragt sich, was aus ihr und den Tieren werden soll. Und ob es nicht doch besser wäre, wieder nach Edinburgh zurückzugehen. Aber hier ist noch Peter, ihre grosse Liebe. Nun gut, er könnte ja vielleicht pendeln, oder? Sie ist froh, dass ihr bester Freund Paul da ist und sie zu ihm auf dessen Hausboot flüchten kann. Peter versteht die Welt nicht mehr und hat Angst, Amely zu verlieren.

Die Bewohner von Callwell Castle und deren Freunde haben mir sehr gefallen. Ich habe ihnen die Leidenschaft für ihre jeweilige Beschäftigung absolut abgenommen. Des Weiteren hat mich die Strickleidenschaft der Autorin begeistert. Aus meiner Sicht ist spürbar, dass sie nicht einfach nur Fakten zum Thema Stricken niedergeschrieben hat, sondern selbst vom Strickvirus befallen ist. Ich mag Kleinstadt-Geschichten wie die „Gilmore Girls“ oder „Virgin River“, daher habe ich mich hier sehr wohlgefühlt. Da ich erst mit Band 6 eingestiegen bin und ein ganz-klein-wenig-fast-nicht-spürbar reihenanfällig bin, werde ich die anderen Bände wohl auch mal genauer anschauen „müssen“ *grins*. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Hach, das war schön

Die schottische Bäckerei zum Glück von Emma Bishop

Isle of Mull, Band 2: Hailey liebt ihre Bäckerei mit angeschlossenem Café. Bei einem Sturm steht ein Mann mit zerrissener Kleidung vor ihr – sie kann nicht anders als zu helfen. Sie gibt ihm Essen, trockene Kleidung und eine Unterkunft. Der Unbekannte nennt sich Arran – er hat sich den Kopf angeschlagen und erinnert sich nicht, was passiert ist.

Er hat vergessen, dass er ein prominenter Schauspieler ist…

Erster Eindruck: Ein idyllisch wirkendes Cover – gefällt mir.

Dies ist Band 2 einer Reihe, kann jedoch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden. Wer aber darauf verzichtet, verpasst schöne Lesestunden! Da ich von Band 1 begeistert war, habe ich mich natürlich auf die Fortsetzung, dieses Mal mit Hailey in der Hauptrolle, sehr gefreut.

Hailey und ihre Freundinnen Ally und Lin sind Unternehmerinnen: Hailey führt ihr Café, Ally hat einen Buchladen und Lin nennt einen Blumenladen ihr Eigen. Sie sind seit vielen Jahren befreundet und wissen fast alles voneinander. Aber gewisse Dinge aus Haileys Vergangenheit wissen sie nicht, da sie eine dicke und hohe Mauer um diese Kindheitserinnerungen gebaut hat.
Hailey ist Single, und das auch gerne. Sie kann das Risiko einer Beziehung nicht eingehen, denn sie fürchtet, dass sie es nicht überwinden würde, verlassen zu werden.
Arran und Hailey verstehen sich prima, nur kann Hailey nicht verstehen, wieso er weder zur Polizei noch zum Arzt will. Aber sie respektiert seine Entscheidung. Vielleicht braucht er einfach eine Pause von seinem Alltag. Wer wünscht sich nicht zuweilen eine Pause?
Als Inselbewohner Hailey sagen, dass Arran einem berühmten Schauspieler ähnelt, wehrt sie nur lachend ab. Wieso sollte auch ausgerechnet ein berühmter Schauspieler bei ihr auftauchen? Den aufmerksamen Leser:innen ist selbstverständlich klar, was sodann passieren muss…

Das Beeindruckendste an dieser Reihe ist für mich die Freundschaft: Freundinnen, die zusammen durch dick und dünn gehen, gemeinsam lachen, aber auch gemeinsam schweigen – wunderbar! Das Buch war wieder im Nu ausgelesen und ich habe mich erneut sehr gut unterhalten gefühlt. Nun habe ich das „Problem“, dass ich ein paar Monate auf die Fortsetzung warten muss! Von mir gibt es 5 Sterne.

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Sehr guter Einstieg

Staub im Feuer von Ernst Solèr

Fred Staub, Band 1: Ein Brandanschlag auf eine Zürcher S-Bahn führt zu panischem Entsetzen. Fred Staub, Chef der Zürcher Kapo-Abteilung Besondere Verfahren, war selbst in der betroffenen Bahn. Er übernimmt mit seinem Team den Fall. Erpresser fordern sodann acht Millionen Franken, ansonsten werde es weitere Anschläge geben.

Die Geldübergabe scheitert, drei Menschen sterben. Dabei wird Staub bewusst, dass dieser Fall ihn sehr persönlich trifft…

Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover mit der allseits bekannten Bahnhofsuhr, die den Wettlauf gegen die Zeit symbolisiert – gefällt mir.

Eine Horrorvorstellung: Brandanschlag im öffentlichen Verkehr! Eine Mammutaufgabe, die vor sämtlichen polizeilichen Stellen liegt. Ein bevorstehendes Desaster in einem Gebiet, das nicht einfach mal eben abgesperrt werden kann, fast keine Ansatzpunkte, schwindende Zeit. Kurz gesagt: eine Katastrophe!
Fred Staub und seine Kollegen – Kantonspolizei, Kriminalpolizei, Bahnpolizei, Bundespolizei – arbeiten rund um die Uhr. Frustrierend, dass sie so gar nicht weiterkommen. Der erste Versuch, das Geld zu übergeben, scheitert grandios. Die Erpresser fordern sodann, dass Staubs Tochter Anna das Geld übergeben soll. Warum ausgerechnet Anna? Hier schreitet nun das Papa-Herz ein und bringt das Polizisten-Herz in Staub zum Schweigen.

Ich hätte niemals Polizistin werden können, dafür hätte ich viel zu viel Angst. Und Angst darf einen Polizisten nicht beherrschen, denn dann ist er nicht im vollen Umfang einsetzbar. Für mich wäre zudem die Sorge um die eigene Familie lähmend. Nun ja, zum Glück gibt es genügend Menschen, die sich gut für diesen Job eignen. Fred Staub hat mir gefallen – ein Typ mit Ecken und Kanten, der jedoch mal seine Beziehung zu seiner Frau überdenken sollte. Die 219 Seiten waren im Nu ausgelesen. Die Geschichte hatte Tempo, war spannend und die Auflösung überraschend. Von mir gibt es 4 Sterne und ich freue mich auf die weiteren drei Bände.

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Guter Reihenstart

Weihnachten im Himmelfjell Hotel von Kjersti Herland Johnsen

Himmelfjell Hotel, Band 1: Ingrid Berg hat ihre Karriere als Bergsteigerin und Expeditionsleiterin nach einem Lawinenunglück beendet. Sie kehrt in ihre norwegische Heimat zurück, um das Familienunternehmen, das Himmelfjell Hotel, zu leiten. Sie will ihre Grossmutter entlasten, die bis anhin die Leitung innehatte.

Um das Hotel und die Finanzen steht es jedoch nicht gut. Ihre Bemühungen, zu Weihnachten möglichst viele Gäste zu haben, werden torpediert. Wer hat etwas gegen sie? Dann kommt sie auch noch einem Geheimnis auf die Spur…

Erster Eindruck: Das Cover und der Titel gefallen mir sehr gut – richtig winterlich-weihnächtlich!

Die Geschichte wird in der Gegenwart und mit Rückblicken ins Jahr 1962 erzählt.

Ingrid hat das Unglück, das einen Wendepunkt in ihrem Leben darstellt, noch nicht verarbeitet. Sie lässt die Trauer nicht zu. Bei dem Lawinenunglück hat sie einen guten Freund verloren – und die Liebe zu Preben, ihrem Bergsteigerkollegen und damaligen Lebenspartner. Sie kann ihm seine Entscheidung nicht verzeihen. Ihre Grossmutter Borghild freut sich, dass Ingrid wieder da ist. Sie ist schliesslich bereits Anfang achtzig, aber noch täglich im Dienste des Hotels auf den Beinen. Als Gäste aus Amerika kommen, ist Borghild äusserst wortkarg, fast abweisend, was so gar nicht zu ihr passt. Was steckt dahinter? Ingrid ist frustriert, dass es finanziell so schlecht um das Hotel steht. Überall gäbe es etwas zu erneuern, doch fehlen dafür zahlende Gäste. Hotelketten machen ihr immer wieder Übernahmegebote. Aber noch will sie darauf nicht eingehen. Noch nicht.

Die Geschichte war sehr ruhig. Es fliessen immer wieder Erinnerungen ans Bergsteigen ein – eine Faszination, die, wenn sie einen einst gepackt hat, meist ein Leben lang nicht wieder verschwindet. Auch wenn Ingrid im Moment alles tut, um die Erinnerungen zu verdrängen. Das Geheimnis, das Borghild all die Jahre hütete, war schwer und schmerzvoll. Mir hat Borghild sehr leid getan.
Üblicherweise erwähne ich Schreibfehler in einer Rezension nicht, ausser sie sind sehr zahlreich. Bei der mir vorliegenden E-Book-Version hat es etliche Fehler (z.B. Wilkens bzw. Wilkins) – eventuell sind es technische Fehler bei der Aufbereitung des E-Books: immer wieder fehlen Wortteile. Das ist sehr schade, hat es doch meinen Gesamteindruck stark getrübt.
Nichtsdestotrotz, da ich ein ganz klein-wenig-fast-nicht-spürbar reihenanfällig bin, freue ich mich auf die Fortsetzung. Von mir gibt es 3 Sterne für diesen Reihenstart.

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Viele Blicke zurück

Gebt mir etwas Zeit von Hape Kerkeling

Hape Kerkeling hat sich auf Spurensuche begeben. Nein, er ist nicht auf die Jagd gegangen, sondern hat nach seinen Vorfahren gesucht. Die heutigen DNA-Analysen und Datenbanken erlauben es, ihn tief in die Vergangenheit eintauchen zu lassen, unter anderem bis ins 17. Jahrhundert. Hape erzählt Privates sowie Berufliches aus seinem Leben.

Dazu präsentiert er seine Recherchen, die zuweilen auch mit dichterischer Freiheit ergänzt werden.

Erster Eindruck: Hape Kerkeling im Historienkostüm auf dem Cover, ein interessanter Buchtitel – mir gefällts.

Hape Kerkeling hatte eine sehr besondere Beziehung zu seiner Oma Bertha. Im Laufe seiner Ahnenforschung, die den Anfang in der Corona-Zeit hatte, fand er etwas sehr Interessantes über sie heraus (selbstverständlich werde ich dies hier nicht verraten). Seine Oma hat ihm beigebracht, „die schwersten Dinge im Leben mit einer Prise Humor und tiefem Gottvertrauen zu nehmen“. Das ist ein guter Rat.
Die Anfänge von Hape im Showbusiness waren nicht einfach. Es war sehr unterhaltsam, mehr darüber und auch über Diven sowie echte Showgrössen zu erfahren. Seine Idole waren Rudi Carrell und Willy Millowitsch, die er beide früh kennenlernen durfte.
Es gab etliche berührende, aber auch sehr traurige Momente in seinem Privatleben.
Ich kenne mich mit Ahnenforschung nicht aus und hatte persönlich bisher auch nie den Wunsch, mittels DNA-Analysen mehr herausfinden zu wollen. Aber ich finde es eine spannende und sehr komplexe Sache. Die Ergebnisse seiner Forschung ergab ein Potpourri von Menschen aus den Niederlanden, Grossbritannien und anderen Ländern. Ich muss zugeben, dass ich zuweilen den Überblick verloren habe.

Als ich gesehen habe, dass Hape Kerkeling ein neues Buch herausgibt, kam dieses selbstverständlich gleich auf meine Wunschliste und sodann auf meinen E-Reader. Nun, was habe ich von dem Buch erwartet? Gute Unterhaltung. Und habe ich das erhalten? Aber ja. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und hat mir gut gefallen – den Teil über Hapes Leben empfand ich unterhaltsamer als den über die Ahnenforschung. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Ein schöner Ausflug nach Busby

Winterzauber in der kleinen Teestube zum Glück von Anne Labus

Kleeblatt-Träume, Band 5: Jessies Tante Maura, die sie aufgezogen hat, ist verstorben. Sie hinterlässt Jessie ihre Teestube, die sie jahrzehntelang voller Stolz geführt hat. Jessie kündigt ihren Job und will fortan die Teestube für Maura weiterführen. Und für Busby. Und für sich selbst. Sie steht vor grossen Herausforderungen, die noch zunehmen, als der mysteriösere Bauunternehmer Trevor auftaucht.

Was will er in Busby? Und wieso verhält sich Edward, der örtliche Tierarzt, zuweilen so merkwürdig?

Erster Eindruck: Ein winterliches Cover – gefällt mir.

Dies ist Band 5 einer Reihe, kann jedoch unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden. Wer jedoch einmal Busby-Luft geschnuppert hat, will mehr davon.

Jessie hat mit Maura das letzte Stück Familie verloren, das sie noch hatte. Nun ist sie ganz allein. Nein, doch nicht ganz, denn Claire, Mauras beste Freundin, und deren Familie sind weiterhin für sie da. Das war sehr schön mitanzusehen. Wie soll Jessie alles managen? Sie hat sich immer dagegen gesträubt, wenn Maura ihr zeigen wollte, wie sie die verschiedenen Kuchen und Torten zubereitet. Sie macht sich Vorwürfe. Aber dann rafft sie sich auf und macht ihre ersten Backversuche. Jetzt muss sie nur sich selbst überzeugen, dass sie das schaffen kann, denn die Unterstützung der Stadt ist ihr sicher. Trevor, ein attraktiver und sehr selbstbewusster Bauunternehmer, weiss, wie er etwas erreichen kann. Er kennt die Knöpfe, die er drücken muss – auch bei Frauen. Jessie wird von seinem persönlichen Interesse an ihr überrumpelt. Er ist ganz anders als Edward. Edward ist ruhig, zurückhaltend und macht eher zwei Schritte vor und drei zurück. Aber er gefällt ihr sehr…

Die Geschichte hat sich wiederum flüssig lesen lassen. Mir gefallen Kleinstadt-Romane sehr gut, zudem bin ich ja ein klitzeklein-wenig-fast-nicht-spürbar reihenanfällig, daher habe ich mich in Busby sehr wohl gefühlt. Mir gefällt insbesondere der Zusammenhalt der Bewohner. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Winterlich-romantisch

Vier Wochen im Dezember von Laura Jane Williams

Bestseller-Autorin Evie Bird wurde vertraglich verpflichtet, bei der Verfilmung ihres neusten Buches in Deutschland dabei zu sein. Das gefällt ihr gar nicht, denn sie lebt und arbeitet sehr zurückgezogen. Die Romantische Strasse und das bevorstehende Weihnachtsfest sollten doch positive Gefühle hervorrufen, oder? Als sie auf Duke Carlisle, der die Hauptrolle übernimmt, trifft, ist nur eine Sache sicher: Sie können sich nicht leiden.

Die Streitereien sorgen für negative Schlagzeilen, daher werden sie von den Produzenten dazu verknurrt, eine Fake-Beziehung für die Dauer des Drehs zu führen. Die erzwungene Nähe sorgt aber für zarte Gefühle…

Erster Eindruck: Das gezeichnete Cover vermittelt romantisch-winterliche Emotionen – gefällt mir.

Evie ist berühmt, aber trotzdem kennt man sie nicht. Sie schreibt wohl viele Bestsellers, aber sie gibt keine Lesungen oder macht Autogrammstunden. Sie ist nicht einmal selbst auf Social Media aktiv. Sie will einfach nur in Ruhe schreiben, Geld verdienen, das Pflegeheim für ihre Mutter bezahlen und sich schöne Dinge kaufen können. Von Männern hat sie die Nase voll – sie enttäuschen einfach immer. Ja, immer. Ihr Vater, ein in Hollywood bekannter Mann, hat die Familie früh verlassen. Und Evies letzter Freund hat sich ebenfalls verabschiedet.
Duke ist Fan von Evie, obwohl er sie noch nie persönlich getroffen hat. Er liebt ihre Bücher und hat darum dafür gesorgt, dass sie beim Filmdreh anwesend sein muss. Evies Ablehnung macht ihm sehr zu schaffen, denn er will anderen immer gefallen. Er will geliebt werden – allen voran hätte er die Liebe seiner Mutter gebraucht.
Die Dreharbeiten gestalten sich schwierig, wenn die Stimmung zwischen Autorin und männlichem Hauptdarsteller explosiv ist. Und man kann nicht einfach der Laune ihren Lauf lassen, denn es hat zu viele Paparazzi, die für möglichst unvorteilhafte Fotos im Netz sorgen…

Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Mir haben die Beschreibungen von Orten und Stimmungen sehr gut gefallen. Interessant fand ich, dass die männliche Seite hier sehr empfindsam – und das meine ich nicht abwertend – beschrieben wurde. Besonders hervorheben möchte ich Evies Freundin Magda: Es ist ein grosses Geschenk, eine solche Freundin zu haben! Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und mir winterlich-weihnächtliche Momente beschert. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Zu viele Nebensächlichkeiten, grosse Distanziertheit

Intermezzo von Sally Rooney

Die Brüder Peter und Ivan haben ihren Vater verloren. Peter, Anfang dreissig, ist desillusionierter Anwalt, Ivan, zehn Jahre jünger, Schachspieler. Seit sie erwachsen sind, haben sie sich nicht mehr viel zu sagen. Ihre unterschiedlichen Lebensansichten trennen sie. Ivan lernt Margaret kennen – eine vierzehn Jahre ältere Frau, die noch verheiratet ist.

Peter ist mit Naomi, einer jungen Studentin, zusammen. Aber er kann Sylvia, seine frühere Freundin, nicht vergessen…

Erster Eindruck: Das Cover des Schutzumschlages (ich mag keine Schutzumschläge!) ist einfach sehr blau – ein Mann und die Beine eines zweiten Mannes sowie eine am Boden liegende Schachfigur sind abgebildet.

Ich musste die ersten paar Seiten dreifach lesen, in der Hoffnung, den Einstieg in die Geschichte zu schaffen. Ein schwieriger Start für mich.
Ivan ist ein Schachgenie, aber ansonsten sehr unsicher. Margaret hat mir gefallen. Sie ist noch verheiratet, aber getrennt lebend. Warum ist sie nicht geschieden? Ihr Noch-Ehemann möchte sie gerne zurück? Wurde die Scheidung eingereicht? Margaret und Ivan tun einander gut, auch wenn der Altersunterschied wie ein Elefant mitten im Raum steht. Er ist 22, sie 36. Das kann doch nicht gutgehen, oder? Ich verstehe das Verhältnis von Peter und Naomi bzw. Peter und Sylvia einfach nicht. Peter und Sylvia haben sich vor Jahren getrennt, jedoch kommt Peter nicht von ihr los. Und was will er von Naomi bzw. was will sie von ihm? Aus meiner Sicht verhält sich Peter gegenüber Ivan arrogant. Er bezeichnet Margaret als nicht normal, da sie sich mit einem viel jüngeren Mann abgibt. Das war schwach, Peter, sehr schwach!
Die Autorin macht kurze Sätze. Sehr viele kurze Sätze. Sie verwendet abgehackte Sätze, wie z.B. „Wahrscheinlich wäre es für alle das Beste, wenn ich.“ Wie bitte? Zudem gibt es sehr viele Belanglosigkeiten wie z.B. der Kauf eines Geschirrspülers, der Akkustand eines Mobiltelefons und die Begründung, warum es aufgeladen wird, die Farbe des Bacons in der Pfanne – es wollen ja fast 500 Seiten gefüllt werden… Alle Figuren blieben für mich distanziert.

Was soll ich sagen? Ich kann die positiven Voten, die die Autorin für dieses Werk erhalten hat, leider nicht nachvollziehen. Ich habe mich förmlich durch das Buch gequält – am liebsten hätte ich das Buch abgebrochen –, aber meine Neugier, ob mich die Geschichte doch noch packen könnte, hielt mich bei der Stange. Fazit: keine Leseempfehlung von mir, nur 2 Sterne.

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Zeit zum Philosophieren

Zeit für Freundschaft?! von Horst Lichter

Was ist Freundschaft? Habe ich Zeit für Freundschaft? Hält eine Freundschaft für immer? Bin ich ein guter Freund? Diesen und weiteren Fragen geht Horst Lichter, Fernsehstar, Koch und Privatmensch, nach. Dabei gibt es viele Einblicke in sein Leben. Die Geschichte wurde mit Unterstützung von Till Hoheneder aufgeschrieben.

Erster Eindruck: Horst Lichter gibt auch bei diesem Buch das Covermodel – nun mit Vollbart. Ein aufgrund der Interpunktion interessanter Buchtitel; gefällt mir.

Horst Lichter „kenne“ ich aus dem Fernsehen, das heisst, ich kenne ihn eigentlich gar nicht. Er ist sehr sympathisch, bodenständig und humorvoll. Ich habe das Gefühl, dass ich mich gut mit ihm unterhalten könnte. Er sagt einleitend, dass er sich das Thema Freundschaft gar nicht so komplex und vielschichtig vorgestellt hatte. Aber ist es nicht immer so? Wenn man sich vertieft mit einem Thema auseinandersetzt, zeigt sich erst, „wie viel Fleisch am Knochen steckt“. Für dieses Buch hat er unter anderem mit Spitzenkoch Nelson Müller, Hundetrainer Martin Rütter oder auch seinem Sohn Christopher gesprochen. Ist es Zufall, dass keine Frauen darunter sind/waren?
Als ich das Stichwort „Freundschaft“ las, poppten in meinem Kopf bereits viele Fragen auf: Was ist eigentlich Freundschaft für mich? Wie halte ich es mit Freundschaft? Schliesse ich schnell Freundschaften? Warum haben einige Freundschaften nicht gehalten? Freundschaft – so sagt es der Autor – verlangt nichts, rechnet nicht auf. Das sehe ich genauso. Es ist ein grosses Geschenk, wenn man eine Freundschaft hat, bei der beide „Parteien“ gleich viel in den „Freundetopf“ hineingeben. Ohne eine Aufrechnung machen zu wollen, merkt man doch bald einmal, wenn das Gewicht der Freundschaft nicht auf beiden Seiten gleich ist. So bitter es ist, muss man dann einsehen, dass diese Freundschaft wohl den Namen nicht (mehr) verdient, vielleicht auch, weil sich beide in unterschiedliche Richtungen weiterentwickelt haben.

Für mich war es das zweite Buch des Autorenduos Lichter & Hoheneder und das dritte Buch über Horst Lichter („Und plötzlich guckst Du bis zum lieben Gott – Die zwei Leben des Horst Lichter“). Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und mir viele Denkanstösse gegeben – 4 Sterne.

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Liebe ist auch Risiko

Winterzauber im Château von Vivien Gilland

Livia ist ein Workaholic. Nebst ihrer Arbeit als Juristin, wo sie wöchentlich sechzig bis achtzig Stunden arbeitet, führt sie so gut wie kein Privatleben. Das bevorstehende Weihnachtsfest ist ihr verhasst und ausgerechnet jetzt hat die Kanzlei sie zwangsweise in den Urlaub geschickt, somit kann sie die Feiertage nicht mit Arbeit verbringen.

Ihre beste Freundin Nane bittet sie, ihren Bruder Marco zu unterstützen, das Lieblingshotel der Familie in der Schweiz vor dem Ruin zu retten. Marco hat ein neues Konzept erstellt, das viele Romantikangebote beinhält, die aber vorgängig getestet werden müssen. Weder Livia noch Marco sind vom jeweiligen Gegenüber begeistert – keine Spur von romantischen Vibes, stattdessen fliegen die Fetzen…

Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir sehr gut, hat aber wenig von einem Château.

Livia reist gezwungenermassen ins Wallis, da sie ihrer besten Freundin Nane nichts abschlagen kann. Und – seien wir ehrlich – sie hat auch keine besseren Pläne vorzuschieben. Aber Marco und sie… das ist einfach sehr schwierig. Sie kriegen sich immer wieder in die Haare. Doch wenn es nicht funktioniert, kann sie jederzeit wieder abreisen. Hannes und Rosie, die Schweizer Hoteliers, haben mir sehr gefallen. Sie sind Gastgeber aus Leidenschaft, herzlich, sehr dankbar für jegliche Unterstützung in Sachen Hotelrettung. Ihre Hündin Minnie ist gleich von Livia begeistert. Marco hingegen eher weniger. Aber er will seiner Schwester zuliebe mitmachen. Er ist gutaussehend – das muss Livia zugeben –, aber er will keine Beziehung. Nun gut, Livia will das auch nicht, denn sie hat der Liebe nach dem Betrug ihres Ex-Freundes abgeschworen. Somit sollte doch eigentlich alles prima laufen, oder? Wenn es nur so einfach wäre…

Es hat mir sehr gefallen, lesetechnisch ins Wallis zu reisen und bei der Neukonzipierung des Hotels, das neu ein Romantikhotel wird, dabei zu sein. Livia und Marco haben beide hohe Mauern um ihre Herzen gebaut, die sie jedoch negieren. Eine Gemeinsamkeit haben sie also doch! Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und mich sehr gut unterhalten. Von mir gibt es 5 Sterne.

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