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Rezensionen von peedee:
Eine magische Geschichte
Silva Akademie - Die Stimme des Waldes von Lilly Oakley; Marie Juniper
Die Zwillinge Ves und Ella streiten sich viel. Wo ist ihre Verbundenheit von früher? Ein merkwürdiger Zwischenfall sorgt dafür, dass sie an die Silva Akademie müssen – das ist eine Schule, an der die Magie der Bäume gelehrt wird. Warum müssen sie jetzt in diese Schule, wo sie niemanden kennen? Und warum sprechen die anderen immer von Essenzen? Aber am schlimmsten: Wieso hören die Zwillinge ein Stimme in ihrem Kopf, die um Hilfe ruft?
Erster Eindruck: Ein schönes Hardcover mit matten und glänzenden Elementen, schwarz-weisse Illustrationen sowie ein Übersichtsplan der Silva Akademie im Innern des Buches – gefällt mir.
Die Zwillinge haben sich nicht viel zu sagen: Ves gehört zu den Coolen, der auch Anführer seiner Gang ist, Ella zu den Aussenseitern, dabei möchte sie so gerne Freunde haben. Aber an der Silva Akademie ist es plötzlich anders. Ella hat sich schon immer in der Natur wohlgefühlt, aber hier fühlt sie sich zum ersten Mal angenommen, wie sie ist. Und: Sie findet gleich Freunde! Die Schule gefällt ihr sehr und sie hofft, für immer hier bleiben zu können. Ves sieht das ganz anders: Er mag die Natur auch, aber hier kennt er niemanden und es scheint auch niemand daran interessiert zu sein, ihn kennenzulernen. Das Gefühl, nicht dazuzugehören, ist ihm fremd und zum ersten Mal kann er nachvollziehen, wie sich seine Schwester fühlt, wenn seine Jungs sie ausschliessen. Aber das würde er natürlich niemals zugeben.
Die Silva Akademie ist eine ganz besondere Schule mit aussergewöhnlichen Lehrpersonen und Schulfächern. Die Kinder, die hier zur Schule gehen, gehören zu den Talissa. Ella und Ves wollen herausfinden, was es mit der Stimme auf sich hat, die um Hilfe ruft. Warum können nur sie beide diese hören? Mit Hilfe ihrer neuen Freunde wollen sie das Rätsel lösen.
Das Buch ist für Kinder ab 10 Jahren ausgeschrieben. Aus meiner Sicht hat es dafür sehr viel Text und zu wenig Illustrationen. Fantasy, Magie, Märchen, Natur, Zwillinge, Freundschaft – von allem ein bisschen. Wer sich gerne verzaubern lässt, liegt mit diesem Buch richtig.
Sehr guter Einstieg
Ein kleines Stückchen Seligkeit von Pam Rhodes
The Dunbridge Chronicles, Band 1: Neil Fisher tritt seine erste Stelle als Vikar in der Kleinstadt Dunbridge an. Dort wird er bei Pastorin Margaret seine Vikariatszeit absolvieren. Er freut sich sehr, die Menschen in ihrem Glaubensleben und auch ihrem Alltag zu begleiten. Die Bewohner der Kleinstadt wachsen ihm gleich ans Herz, so unterschiedlich sie auch sein mögen: Linda wurde von ihrem Mann betrogen und jetzt kann sie ihn nicht verlassen, da er erkrankt ist.
Weiter wären da Lehrer Graham, der endlich seine Frau fürs Leben finden will; die alleinerziehende Nachbarin Claire, die es nicht so mit dem Glauben hat; Wendy, die Neil als ihren Zukünftigen auserkoren hat…
Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir mit seiner Dreiteilung (Dorf, Buchtitel, Augenpartie) leider nicht so gut.
Ich habe mich in Dunbridge gleich wohlgefühlt. Ein kleines Dorf, wo sich die Bewohner kennen und auch über alles gleich Bescheid wissen. Aber: Sie stehen auch füreinander ein. Die Kleinstadt erinnert mich an Stars Hollows aus „Gilmore Girls“ oder auch Virgin River aus der gleichnamigen TV-Serie.
Pastorin Margaret und ihr Mann Frank haben mir sehr gefallen: Sie ist forsch, chaotisch und immer hektisch, aber geht völlig in ihrem Job auf. Ihr Mann, der pensioniert ist und sich selbst als „Pfarrersfrau“ sieht, unterstützt sie nach Kräften. So gegensätzlich sie scheinen, so gut harmonieren die zwei.
Neil hat mir ebenfalls gefallen. Er ist schüchtern und spricht nicht gerne vor Menschen. Eigentlich erstaunlich, dass er dann diese Ausbildung gewählt hat, wie er selbst sagt. Aber er wächst an seinen Aufgaben, schliesslich ist dies seine Berufung, und nicht nur irgendein 9-to-5-Job. Dass er Theologie studieren wollte, hat seiner Mutter gar nicht gefallen. Sie hatte „Höheres“ für ihn im Sinn. Ein Besuch in Dunbridge erscheint Neil besorgniserregend, aber dann ist er überrascht – von der Gemeinde und seiner Mutter…
Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und mich sehr gut unterhalten (mit Emotionen aller Art) – einzig das offene Ende war für mich nicht überzeugend. Dies ist Band 1 der Reihe, wovon die Folgebände leider nicht auf Deutsch übersetzt wurden. Mal schauen, ob ich mir die englischen Versionen zulegen werde. Von mir gibt es 4 Sterne.
Ein sehr gelungener Kindernaturführer
Welche essbare Pflanze ist das? Kindernaturführer von Katrin Hecker; Frank Hecker
Der Kindernaturführer zeigt 27 heimische essbare Wildpflanzen. Sie werden in Wort und Bild (Zeichnungen, Fotos) vorgestellt. Des Weiteren gibt es viele Rezepte, so z.B. für „Wilde Chips“, Sirup aus Wildpflanzen, einen Krümelkuchen oder das Feuerstellenbrot Bannock. Ein handliches Buch für kleine Naturkundler ab 8 Jahren.
Erster Eindruck: Ein kleines Buch (13.5 x 19.5 cm), durchgehend farbig gestaltet – perfekt zum Mitnehmen.
Das Buch ist in folgende Abschnitte eingeteilt: Frühling, Sommer, Herbst und – nein, nicht Winter, denn da haben die Wildpflanzen Pause – Rezepte. Jede Pflanze wird auf einer Doppelseite vorgestellt. Dazu gibt es weitere Erläuterungen, z.B. wie der Löwenzahn verwendet werden kann, wie gross die Pflanze wird oder mit welcher anderen Pflanze sie häufig verwechselt wird. Der Löwenzahn wird häufig mit dem Wiesen-Pippau verwechselt.
Jedes Kind kennt Brennnesseln und hat sich schon daran verbrannt. Schon gewusst, dass diese getrocknet, gebraten oder gekocht nicht mehr brennen? Da Brennnesseln sehr gesund sind, folgt der Rezeptvorschlag, Brennnessel-Chips zu machen. Es gibt lustige Pflanzennamen, so z.B. der Wilde Dost oder die Knoblauchsrauke.
Sehr wichtig ist auch eine Übersicht über Giftpflanzen – wenn man nicht weiss, ob eine Pflanze giftig ist oder nicht: Finger weg!
Dieses Buch ist für Kinder ab 8 Jahren, aber auch die Erwachsenen werden hier viel Neues (oder längst Vergessenes) lesen. Das Buch ist sehr schön gestaltet, lehrreich und unterhaltsam. Eine klare Leseempfehlung – 5 Sterne.
Viel Wissenswertes für kleine Naturentdecker
Was lebt im Wald? Kindernaturführer von Holger Haag
Der Kindernaturführer zeigt 85 heimische Tiere und Pflanzen. Sie werden in Wort und Bild (Zeichnungen, Fotos) vorgestellt, zudem gibt es Zugang zu einer kostenlosen App, bei der begleitend zum Buch Tierstimmen abgerufen werden können. Ein handliches Buch für kleine Naturentdecker ab 8 Jahren.
Erster Eindruck: Ein kleines Buch (13.
5 x 19.5 cm), durchgehend farbig gestaltet – perfekt zum Mitnehmen.
Das Buch ist in folgende Abschnitte eingeteilt: Insekten, Spinnen, Tausendfüsser; Schnecken, Amphibien; Säugetiere; Vögel; Moose, Flechten, Pilze; Farne, Blumen; Sträucher, Bäume; Expeditionen in die Natur. Jedes Tier bzw. jede Pflanze wird auf einer Seite vorgestellt. Dazu gibt es weitere Erläuterungen, wie z.B. wann diese Tiere in der Natur zu sehen ist, wie gross die Pflanze wird oder auch ob sie giftig für Mensch oder Tier sind.
Es gibt auch Erstaunliches zu lesen, so z.B., dass die Rot-Buche erst nach 40 – 80 Jahren zum ersten Mal Früchte trägt. Oder dass die Gelbhalsmaus, deren gelber Fleck gar nicht so gut zu sehen ist, zwei- bis viermal im Jahr Nachwuchs kriegt – zum ersten Mal bereits nach zwei Monaten! Und dass Pilze weder Pflanzen noch Tiere sind, sondern eine eigene Gruppe bilden. Es gibt lustige Tiernamen, so z.B. die Gefleckte Schnirkelschnecke, der Grosse Abendsegler oder das Landkärtchen. Alles schon gewusst?
Dieses Buch ist für Kinder ab 8 Jahren, aber auch die Erwachsenen werden hier viel Neues (oder längst Vergessenes) lesen. Das Buch ist sehr schön gestaltet, lehrreich und unterhaltsam. Eine klare Leseempfehlung – 5 Sterne.
Etwas fürs Herz
Inselküsse auf Sylt von Julia K. Rodeit
Inselträume auf Sylt, Band 4: Tierärztin Enna hat ihre grosse Liebe verloren und damit auch den Glauben an eine neue grosse Liebe. Ihre Freundin Heike, die selbst unlängst einen neuen Partner gefunden hat, versucht, sie aus dem Schneckenloch der Gefühle zu locken. Sie soll dem nächsten Mann eine echte Chance geben.
Bei einem Zwischenfall auf der Strasse leistet sie erste Hilfe – die Sanitäter nehmen die alte Dame mit, zurück bleiben Pudeldame Rosi und der Radfahrer Paul, den sie anschliessend in ihrer Praxis verarztet. Ein sehr sympathischer Mann, der ihr quasi vor die Füsse gefallen ist…
Erster Eindruck: Das Cover vermittelt Urlaubsfeeling. Das einzige Manko für mich sind die Muschel und der Seestern im Vordergrund, die auf das Foto „draufmontiert“ wurden – die hätte es für mich nicht gebraucht.
Dies ist Band 4 der Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden. Für mich war es die erste Begegnung damit und daher kannte ich die Protagonisten noch nicht. Und das waren – zumindest für den Einstieg – ziemlich viele Protas.
Enna hat nette Freunde, Familie, liebt ihren Job. Ihr fehlt ein Mann an ihrer Seite, dem sie ihr Herz ausschütten oder mit dem sie gemeinsam den Feierabend geniessen kann. Es ist kein Wunder, dass ihr ein Partner fehlt, bei dieser Pärchenbildung in ihrem Freundeskreis.
Der Zwischenfall mit der alten Dame war beängstigend – in einem Moment ist alles gut und im anderen Moment liegt sie am Boden! Und Hundedame Rosi bringt den Radfahrer Paul zu Fall. Er ist verletzt, will aber keinesfalls ins Krankenhaus? Wieso nicht? Enna nimmt ihn mit in ihre Praxis – für die nächsten Tage wird er nicht surfen können, wofür er mit seinen Freunden nach Sylt gekommen ist…
Eine der tierischen Protagonisten ist übrigens Huhn Helga (die gibt es in Echt – sie lebt bei der Autorin!). Dominik ist in grosser Not ob Helgas Legenot – ja, Wortspiel beabsichtigt (es ist heiss, da reicht es nicht für Besseres). Ich konnte mir diesen Mann sehr gut im Hühnerstall sitzend vorstellen – mit einer Wärmeflasche auf dem Schoss, auf dem die Hühnerdame zufrieden thront und ihr Ei legt. Herrlich!
Das Buch war im Nu ausgelesen. Es gab Wind und Wellen – nicht nur wetter-, sondern auch beziehungstechnisch. Mein Romantikerherz ist damit sehr zufrieden und deshalb gibt es von mir auch verdiente 5 Sterne. Und eins ist sicher: ich werde mit den ersten drei Bänden noch nachsitzen „müssen“ bzw. wollen. Aber da ich nur ein ganz-klein-wenig-fast-nicht-spürbar reihenanfällig bin, sollte das machbar sein!
Sehr spannend – mit etlichen Twists
Murder in the Family von Cara Hunter
Im Dezember 2003 wird Luke Ryder ermordet im Familienhaus in London aufgefunden; er hinterlässt seine ältere, wohlhabende Frau sowie drei Stiefkinder. Der Fall konnte nicht gelöst werden. Zwanzig Jahre später untersucht die True-Crime-TV-Show „Infamous“ den Cold Case: Sechs Experten ermitteln live vor der Kamera.
Können Sie den Fall nun lösen? Gibt es neue Beweise?
Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir sehr gut, sowohl die Farbgebung als auch der geprägte Fingerabdruck.
Dieses Buch ist nicht einfach „nur“ Fliesstext, wie es die meisten Bücher halt eben so sind, nein, hier gibt es Skripte, Zeitungsartikel, Whatsapp- und E-Mail-Messages, Kommentare auf Websites, forensische Berichte, Lebensläufe, Regieanweisungen usw. Dies ist ungewöhnlich, hat aber seinen eigenen Reiz. Mir hat dieser originelle Schreibstil sehr gefallen.
Wer sind diese Experten, die den alten Fall neu aufrollen wollen? Zum Team gehören Alan Canning, leitender Polizeibeamter i.R.; Mitchell Clarke, Journalist; Hugo Fraser, Anwalt; Laila Furness, forensische Psychologin; J.J. Norton, forensischer Ermittler; Bill Serafini, Ermittler aus New York. Geballtes Expertenwissen, das vom Filmemacher Guy Howard, dem Stiefsohn des Ermordeten, in der Sendung „Infamous“ präsentiert wird. Warum will Guy unbedingt diesen persönlichen Fall aufrollen? Zur Tatzeit war er zehn Jahre alt, seine beiden Schwestern nur wenig älter. Er will einfach die Wahrheit erfahren, damit sie alle endlich damit abschliessen können. Guy macht in der Sendung die Einleitung, hält sich aber sodann im Hintergrund.
Zwanzig Jahre sind eine lange Zeit, insbesondere wenn Zeugen sich an Details erinnern sollen. Die Technik hat in diesen zwei Dekaden jedoch enorme Fortschritte gemacht, so dass heute gewisse Untersuchungen möglich sind, die es früher noch nicht gab. Kann dieser Fortschritt den entscheidenden Hinweis zur Täterschaft geben?
Das Buch war sehr spannend. Ich rätselte fortlaufend eifrig mit, und hatte – selbstverständlich! – auch gewisse Tatverdächtige im Blick, aber dann, ein paar Seiten weiter, ist meine „Beweisführung“ schon wieder in sich zusammengebrochen. Täuschung, Gier und Arglist sind nur einige der behandelten Stichworte. Von mir gibt es wohlverdiente 5 Sterne.
Ach, die „lieben“ Sorgen
Moment, ich lebe gerade! von Bernd R. Hock
Wenn Sie auch die Tendenz kennen, Situationen zu „katastrophisieren“, könnte dieses Buch das Richtige für Sie sein. Katastrophisieren? Das heisst, eine abwärtsführende Spirale von Sorgen macht aus einem dumpfen Schmerz gleich eine bedrohliche Krankheit. Ein Knacken im Knie? Eine künstliches Kniegelenk ist der nächste Schritt.
Nein, falsch! Bernd R. Hock, Heilpraktiker für Psychotherapie mit eigener Praxis, Bühnenkünstler, Vortragsredner, will in diesem Buch aufzeigen, wieder mehr Dankbarkeit und Zufriedenheit zu spüren, im Moment zu leben, einfach jetzt – mit Gottes Hilfe.
Erster Eindruck: Ein witziges Cover, ein auffordernder Titel – gefällt mir.
Ich habe von Bernd Hock vor ein paar Jahren sein Buch „Immer im Rampenlicht – Mit Gott auf der Bühne und hinter den Kulissen“ gelesen, was mich sehr gut unterhalten, mich aber auch zum Nachdenken gebracht hat. Als ich nun dieses Buch (bzw. Büchlein) sah, war ich sehr darauf gespannt. Ich erlaube mir, den Autor wie schon im vorgenannten Buch mit Vornamen anzusprechen.
Es ist vermutlich jedem klar, dass bei einem solchen Buchtitel und dem witzigen Cover kein „knochentrockenes“ Sachbuch zu erwarten ist, oder? Mir hat der Mix von Bibeltexten, (seinen) Erlebnissen aus dem Alltag und vor allem auch dem Humor sehr gefallen („der humorvoll-satirische Moment“ lockert die Kapitel nochmals auf).
Bernd kennt das Sorgenkarussell gut – ich im Privaten leider auch. Immer wieder arbeitet er daran, sich auf den Moment zu besinnen und sich nicht Tage, Wochen, Monate im Voraus zu sorgen.
„Deshalb sorgt euch nicht um morgen – der nächste Tag wird für sich selber sorgen! Es ist doch genug, wenn jeder Tag seine eigenen Schwierigkeiten mit sich bringt.“ Matthäus 6,34 (HFA)
Ich weiss das sehr gut. Mein Kopf weiss das. Aber trotzdem tappe ich immer wieder in die Sorgenspirale. Aber genau solche Texte (wie die vorliegenden) helfen mir, mir dessen bewusst zu werden. Und zu sagen: „Stopp“. Wenn es nur so einfach wäre „Sorgen raus, Freude rein“…
Es hat mir gefallen, als Bernd erwähnte, einmal den Wachstumsprozess der Lilien zu beobachten. Kurz mal innezuhalten, hinzuschauen, zu sinnieren. In der Schule hatten wir mal die Aufgabe, eine Blumenwiese über ein paar Wochen zu beobachten und zu dokumentieren. Fleissig besuchte ich „meine“ Wiese neben dem Pfarrhaus, notierte das Wachstum der Pflanzen, vermerkte die Insekten, die ich zu sehen bekam, presste Blumen für den abzuliefernden Aufsatz, machte Fotos. Ich lebte völlig für diesen Moment auf meiner Wiese. Danke, Bernd, für diese Erinnerung!
Auch in diesem Buch wurde ich sehr gut unterhalten, habe aber auch einige Denkanstösse erhalten. Von mir gibt es 5 Sterne.
Mein Romantikerherz bedankt sich
Moment, ich lebe gerade! von Bernd R. Hock
Irland – von Cider bis Liebe, Band 3: Aeryn ist Profitänzerin – Irish Dance ist ihr Leben. Doch dann macht ihr Freund und Tanzpartner öffentlich mit ihr Schluss, räumt ihr Konto ab und verschwindet. Als wäre das nicht genug, wird sie von der Dance Academy suspendiert. Auf der Flucht vor Dublin und den Paparazzi rettet sie dem fünfjährigen Liam das Leben.
Seit dem Tod seiner Mutter hat er nicht mehr gesprochen, aber nun findet er in Aeryn gleich eine Bezugsperson. Doch nicht nur Liam hat sich gleich in Aeryns Herz geschlichen, sondern auch dessen Vater Cillian – und die ganze Familie O’Sullivan…
Erster Eindruck: Ein zum Buchtitel sehr gut passendes Cover – gefällt mir.
Dies ist Band 3 der Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden.
Welch‘ ein Alptraum: Der Lebens- und Tanzpartner posaunt in einem Interview mal eben frisch-fröhlich in die Welt hinein, dass er Aeryn in die Wüste geschickt hat! Sie sei ja so langweilig! Und dann räumt er einfach noch das gemeinsame Bankkonto leer (tja, Aeryn wird wohl nie mehr einem gemeinsamen Konto zustimmen, wo all ihr Geld hingeht). Der „Gipfel“ der Katastrophe war dann, dass sie von ihrem Job suspendiert wurde, obwohl sie gar nichts gemacht hat. Aber diese Neuigkeiten haben der Dance Academy geschadet – und das darf eben nicht sein!
Ich habe mit Aeryn mitgelitten, als sie, mit ihrem Auto aus Dublin flüchtete, ohne Ziel, aber auch fast ohne Bargeld. Was sollte sie nun tun? Wohin? Auf einer Raststätte rettet sie Liam, der seinem davonfliegenden Luftballon hinterherstolperte, vor einem herannahenden Fahrzeug – zum Glück ist Liam unverletzt, nur Aeryn wird etliche blaue Flecken davontragen. Die Begegnung mit der Familie O’Sullivan war sehr herzlich. Aeryn versteht nicht, wieso sie so stark darauf reagieren, dass Liam mit ihr spricht. Cillian hat vor zwei Jahren seine Frau verloren – seit diesem Zeitpunkt hat Liam mit niemandem mehr gesprochen… Das bricht einem doch fast das Herz, oder?
Meine Lieblingsfiguren in diesem Buch waren – nebst dem fünfjährigen Liam – Cillians Zwillingsschwester Clare und deren Ehemann James. Ach was, eigentlich bin ich Fan der ganzen O’Sullivan-Sippe! Tanz, Einsamkeit, Verlust, Apfelplantage, Honig, Familie – dies sind nur einige der behandelten Stichworte. Das Buch war sehr schnell ausgelesen; mein Romantikerherz ist vollumfänglich zufrieden und daher vergebe ich 5 Sterne.
Wie immer im Nu ausgelesen
Highland Happiness - Die Schmiede von Kirkby von Charlotte McGregor
Highland Happiness, Band 5: Charly MacRae ist Hufschmiedin und liebt die Arbeit mit dem Feuer. Das Element Wasser hingegen ist gar nicht ihres, sehr zum Missfallen ihrer Familie, einer Seefahrerdynastie. Nach Jahren des Herumreisens will sie nun sesshaft werden. Brodie Henderson ist Zahnarzt, immer sehr adrett gekleidet, ein Typ, dem offenbar alles gelingt.
Die erste Begegnung der beiden läuft suboptimal, denn Brodie beschuldigt Charly, als Obdachlose die Halsbänder seiner Whippets stehlen zu wollen…
Erster Eindruck: Das Cover mit beeindruckender Landschaft und einem Esel im Vordergrund passt sehr gut zu den anderen Bänden der Reihe – gefällt mir.
Dies ist Band 5 der zweiten Reihe um Kirkby, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden (ein hilfreiches Personenregister für Neueinsteiger ist vorhanden).
Endlich hiess es wieder: einmal aussteigen in Kirkby, bitte! Der neuste Band ist da! Charly reist mit dem Auto zu ihrer neuen Arbeitsstelle an; im Anhänger hat sie nicht nur Notfallwerkzeuge für das Beschlagen von Pferden unterwegs, sondern auch ihre vierbeinige Begleiterin Penny, eine Eselsdame. Der Start im dem Reittrainingscenter Fraser, das von Hailey und ihrem Vater Rupert betrieben wird, ist mehr als merkwürdig: Rupert und sein Bruder Marlin, der frühere Schmied, haben nämlich einen Mann erwartet! Beim Zoom-Meeting, das die beiden Herren mit Charly gemacht hatten, gab es Bildübertragungsprobleme und bei der hellen Stimme dachten sie, dass es offenbar auch Ton-Probleme gab. Herrlich! Brodie ist seit knapp einem Jahr in Kirkby, zusammen mit seinen Whippets Kate und Moss. Ich musste erst mal googeln, was genau Whippets sind (für alle die es auch nicht wissen: es sind kleine Windhunde). Er ist geschieden und wartet darauf, dass seine Teenagertochter in für die Ferien besuchen kommt. Er fühlt sich hilflos, da er nicht genau weiss, wie er mit Emma umgehen soll…
Wie gewohnt waren die 500 Seiten im Nu ausgelesen. Es war wieder eine Menge los in Kirkby – wer schon einmal dabei war, weiss, dass die Bewohner sehr mitteilsam und feierwütig sind. Es ist echt ein Jammer, dass Kirkby nur fiktiv ist, denn ansonsten „müsste“ ich dringend mal das Städtchen besuchen! Die Liebesgeschichte kam für mich erst sehr spät und wurde zu knapp abgehandelt. Von mir gibt es 4 Sterne und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Weihnachten – die Zeit der Besinnung?
Winterzauber in Maple Creek von Olivia Anderson
Maple Creek, Band 5: Molly und Nat kommen glücklich und ganz beseelt von den Erlebnissen ihrer Hochzeitsreise nach Maple Creek zurück. Weihnachten steht kurz bevor, aber es herrscht noch nicht wirklich weihnächtliche Stimmung, ganz im Gegenteil: bei allen Freunden herrscht Unruhe. Molly macht sich insbesondere Sorgen um Franklin, den Chefredakteur der Maple Creek News Time.
Und dann vergisst sie, ein Geschenk für Nat zu besorgen – was nun? Lilly und Pam sind völlig gestresst, da beide beruflich unter Druck stehen und sie neuerdings die achtjährigen Zwillinge bei sich haben…
Erster Eindruck: Ein winterlich-weihnächtliches Cover – sehr schön.
Dies ist Band 5 der Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden (schöner ist es natürlich, die Protagonisten von Anfang an zu begleiten). Den vorletzten Band habe ich erst gestern ausgelesen, daher war ich in Sachen Maple Creek up to date.
Ich konnte mir die Rückkehr von Molly und Nat nach Maple Creek sehr gut vorstellen: noch ganz im Honeymoon drin, zehren sie von den schönen Erlebnissen und dann – peng! – herzlich willkommen zurück im kalten Kanada mit zig Problemen am Start. Die Freunde haben während ihrer Abwesenheit gar nichts verlauten lassen. Lauries Küchenchef Fred hat sich den Arm gebrochen und fällt aus. Die Zwillinge von Lilly und Pam sind traurig, dass Dorothy nicht wie versprochen schon vor Weihnachten anreist. Franklin, Levi und Jim hadern ein wenig mit der bevorstehenden Pensionierung. Jim hat auch noch Probleme mit Nora, die sich – aus seiner Sicht – viel zu viel auflädt. Nora fühlt sich bevormundet. Es ist also wirklich so gar nicht weihnächtlich. Aber die Bewohner von Maple Creek wären nicht die, die sie sind, wenn sie nicht alles noch zum Guten drehen, oder?
Dieser Band mit seinen 198 Seiten war im Nu ausgelesen (und von den 5 Bänden für mich leider auch der schwächste). Es fällt mir schwer, die liebgewonnenen Protagonisten nun ziehen zu lassen. Von mir gibt es zum Abschluss 3 Sterne.










