Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra:

Wer wagt gewinnt

Die Queen von Mayfair von Alex Hay

Quinta hat den Ehrgeiz einen Duke zu heiraten. Sie hat ihn ausgespäht und auch seine Familie unter die Lupe genommen. Sie hat viel Geld investiert für das nötige Aussehen in der feinen Gesellschaft und für die Informationen hat sie auch an verschiedenen Mittelsmännern Geld verteilt.
Beim ersten Band des Autors haben wir einen Raub begleitet von der Planung bis zur Ausführung.

Hier ist es anders herum, die Geschichte ist fertig geplant und mitten in der Ausführung. Nach und nach erfahren wir Leser wer welche Rolle spielt und wer welche Aufgaben in diesem Verwirrspiel hat.
Vor allem nach und nach entsteht das Gefühl jeder integriert gegen jeden. Da sind der Herzog und seine Schwester, die Stiefmutter, der Vermögensverwalter. Dann Quinta, ihre Hausdame, ihr Mann für alles, verschiedene Kleinganoven. Die Liste der Protagonisten ist ellenlang. Die verschiedenen Twists noch länger.
Ganz einfach ist es nicht da durch zu steigen. Am Ende ist alles klar aber bis dahin. Es gab viel zu Rätseln und Vermutungen anzustellen und wieder zu verwerfen. Manchmal etwas anstrengend, dann der Gedanke: Fünf Tage sind zu wenig für so einen Coup 5*5 Jahre sind zu viel.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra

Die Natur heilt Wunden

Der Einsiedlersommer von Anne Sverdrup-Thygeson

Eva soll einen seltenen Käfer in einem bestimmten Gebiet nachweisen. Als Wissenschaftlerin lebt sie für mehrere Monate in einem Waldgebiet in Norwegen und kartografiert die Gegend und stellt Insektenfallen auf um die heimische Insektenweilt zu erforschen. Sie lebt wie eine Einsiedlerin, genau wie Olga ihre einzige Nachbarin und der Käfer den sie sucht ist ein Einsiedlerkäfer.

Der Titel beschreibt drei Lebewesen die sich selbst genug sind und andere Menschen oder Tiere nur bedingt brauchen. Die beiden Frauen haben persönliche Gründe warum sie allein sein wollen, sie teilen auch ein gemeinsames Schicksal. Dem Käfer liegt es in seiner Natur.
Es geht auch und vor allem um den Schutz der Natur im Gegensatz zur wirtschaftlichen Entwicklung des Ortes.
Die Autorin hat ihre verschiedenen Themen sehr gut vernetzt. Das die Arbeit in und mit der Natur tiefe Wunden heilen kann, erscheint nach dem Lesen logisch. Das Wissen wie lange es gebraucht hat um solche majestätischen Bäume wachsen zu lassen wie sie in diesem Buch beschrieben werden, lässt uns Menschen klein dagegen erscheinen. Das Wissen was diese Bäume "erlebt und gesehen" haben lässt unsere Verletzungen klein dagegen aussehen. Vor allem wenn wir nicht allein mit unseren Gedanken und Gefühlen sind.
Einfühlsam beschreibt die Autorin die Erlebnisse der Frauen wie sie sich aufeinander einstellen und trotz des Altersunterschieds Freundinnen werden. Sie plädiert auch für das miteinander reden als ein Heilmittel nicht nur bei persönlichen Problemen und Schicksalsschlägen auch und vor allem bei gegensätzlichen Ansichten und Erwartungen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra

Eine Maklerin auf Abwegen

Ab durch die Mitte von Kristina Günak

Paula ist als Immobilienmaklerin nicht glücklich, aber sie will diesen Job auch nicht aufgeben, zu viel hat sie darin gesteckt. Durch besondere Umstände landet sie in einem kleinen Ort nicht weit von Hamburg. Der örtliche Tierarzt braucht Unterstützung und das sie gerade gekündigt wurde macht sie jetzt dort die Büroarbeiten.

Hunde und Katze mögen sie ziemlich schnell und das beruht auf Gegenseitigkeit. Auch der Tierarzt ist nicht ohne. Wäre da nicht die vielen Gedanken und Erwartungen die Paula mit sich herumschleppt. Die beginnende Romanze bekommt dadurch Schlagseite denn Luca kann nicht Gedanken lesen, Lippen lesen kann er denn er ist sehr schwerhörig. Ein Element das sehr gut eingearbeitet in dem ansonsten sehr humorvollen Roman.
Die Autorin kenne ich schon von anderen Büchern, ihr humorvoller Schreibstil ist ein Garant für gute Unterhaltung die nicht zu seicht geschrieben ist. Ob ihre Protagonisten ein körperliches, soziales oder emotionales Handicap oder Probleme haben, sie bringt es immer in einem passenden Zusammenhang ohne erhobenen Zeigefinger oder in einer anderen Art über griffig zu wirken.
Es macht Spaß sich das Buch zu nehmen und einige Stunden abzutauchen, auch wenn man selber keine Haustiere hat, lernt man hier welche kennen und die Probleme und Sorgen die sie verursachen können. Meistens sind nicht die Tiere und ihre Leiden oder Vorstellungen wie ihr Leben aussehen sollte das Problem sondern die Herrchen und Frauchen die entweder überfordert oder wenig empathisch sind. Das wird hier erwähnt in der Hoffnung das wir es besser machen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra

Anderer Inhalt als erwartet

Das kleine Handbuch einer Vorstadt-Killerin von Mark Mupotsa-Russell

Der Klappentext und das Cover täuschen uns Leser. Es ist kein Cozy Crime sondern ein in meinen Augen knallharter Thriller.
Olivia lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in einer australischen Kleinstadt, ihr altes Leben hat sie komplett hinter sich gelassen. Niemand hat eine Ahnung welchem Beruf sie früher in Spanien nach ging.

Dann geschieht eine Tragödie und die sorgfältige Inszenierung löst sich in Luft auf. Sie kommt zurück zu ihren Anfängen. Sie war Auftragskillerin, eine sehr gute sogar.
Mit ihren Fähigkeiten will sie Rache nehmen. Dadurch tauchen auch Figuren aus ihrer Vergangenheit wieder auf.
Olivia ist eine Figur die man nicht mögen will, trotzdem kann man sich in sie hinein fühlen und bringt sogar Verständnis auf. Eine perfekte Figur die man hassen sollte aber liebt.
Der Krimi ist nicht ohne. Stellenweise brutal und dann wenn es um die Familie geht, liebevoll und sorgsam-
Die Sprache war teilweise grenzwertig und dann wieder mit Humor gewürzt.
Die Autorin hat einfach nichts ausgelassen um uns Leser nicht von der Leine zu lassen. Die Wendungen hatten so ein Tempo das man manchmal nur mit Mühe mitkam.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra

Nicht nur Gräber

Violette von Valérie Perrin

Violette ist Friedhofswärterin, alleinstehend, mit Hund eine Menge zugelaufener Katzen. Sie scheint mit ihrem Leben zufrieden, sieht täglich den Pfarrer, die Totengräber und den Bestatter. Zu dem hilft sie den Besuchern das jeweilige Grab zu finden, verkauft Blumen und pflegt Gräber die kein Besuch mehr bekommen.

Der Anfang ist sehr beschaulich, wir lernen Violette die eine schwere Kindheit hatte und einen schrecklichen Ehemann. Je näher man sie kennenlernt. desto intensiver werden auch die Gefühle die diese Figur hervor ruft.
Als eine Tages Julien vor ihrer Tür steht, mit einem eigenwilligen Anliegen kommt Fahrt in die Geschichte. Jetzt erfahren wir mehr über die jeweiligen Besucher des Friedhofs. Nicht nur Jugendliche die Blödsinn machen. Violette führt über jede Beerdigung Buch, dadurch erfahren wir mehr über die Toten, klingt makaber aber es ist nur folgerichtig.
Der zurückhaltende Schreibstil, teilweise melancholisch und dann wieder mit feinem Humor gewürzt, würde ich als Markenzeichen der Autorin bezeichnen. Auch in einem anderen Buch das ich vor diesem gelesen habe, war es so. Es ist beeindruckend wie schnell einem diese fiktiven Menschen nahe kommen..
Diese Autorin muss man sich merken.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra

Feuer

Heller als Feuer von Alice Doublier

Feuer ist das beherschende Element. Es macht Angst, es wird angebetet und es beinhaltet Magie. Alyshia ist eine von den Frauen die diese verbotene Magie in sich trägt. Dieses Geheimnis wird gut gehütet. Als der Kronprinz eine Braut sucht, müssen sich alle Prinzessinnen an seinen Hof kommen, damit er sich eine aussucht.

Alyshia ist diejenige die im Gegensatz zu den anderen gar nicht heiraten will. Ihr Geheimnis ist zu gefährlich. Aber da die anderen es nicht wissen entsteht ein Kampf um den begehrten Mann, Intrigen sind an der Tagesordnung.
Ich lese nur ab und zu Fantasy daher bin ich nicht ganz gut informiert über die verschiedenen Genres und Welten.
Hier orientiert es sich eng an einer normalen Welt irgendwo im Mittelalter.
Das Gefühl Ähnliches schon mal gelesen zu haben hat mich ab der Mitte nicht mehr los gelassen. Ich kann es nicht auf den Punkt bringen., aber einige Elemente meine ich schon mal gelesen zu haben.
Der Schreibstil war in der Ich Form gehalten, nicht schlecht aber ie Autorin wechselte immer zwischen den Protagonistinnen hin und her. Mal erzählt die eine dann die andere. Das empfand ich als anstrengend weil dadurch immer wieder ein Bruch entstanden ist.
Ein fulminantes Ende mit allem was dazu gehört.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra

Aufstehen und Krönchen richten

Freundschaft ist wie Liebe mit Verstand von Alexandra Potter

Maggie ist einem Heiratsschwindler aufgessen. Sie hat alles verloren und lebt nun in einem alten Wohnwagen am Ende der Welt. Flick ist eine junge Journalistin die auf Maggies Geschichte gestossen ist. Sie will eine Reportage darüber schreiben und damit ihre Karriere beginnen. Maggie ist skeptisch der Mann ist verschwunden und sie will nicht darüber reden.

Doch in Sozial Media hinterlässt jeder seine Spuren. Flick hat einen Anhaltspunkt und überzeugt Maggie der Spur zu folgen. Es wird eine auregende Reise durch Europa,
Das Thema ist gut, vor allem weil immer wieder heraus gestellt wird, wer der Schuldige ist, das es jedem passieren kann auf schöne Worte und schöne Taten herein zufallen. Die beiden Frauen halten zusammen und erreichen viel. Wie das wird über Umwege erzählt und die haben ab und zu den Lesefluss und die Spannung gestört. Jedesmal wenn ich dachte sie haben den Mann und es geht um Recht und Gerechtigkeit wird ein Sprung in die Vergangenheit gemacht, nicht das die auch interessant war aber ich wurde jedesmal aus meinem Flow gerissen.
Die Art und Weise wie die Autorin ihre Protagonisten dargestellt hat fand ich gelungen.. Sie waren Menschen mit einer Botschaft, sei es Ehrgeiz, sei es sie lagen am Boden und haben sich wieder aufgerichtet, sei es einfach jemanden den Rücken zu stärken.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra

Bruno ist ein Vorbild

Hahn Bruno traut sich was von Janina Wanek

Ich habe selten so ein emphatisches Kinderbuch gelesen. Es geht auf subtile Art auf alle drängenden Fragen im sozialen Miteinander ein ohne das es belehrend wirkt. Bruno ein kleiner Hahn wird mit seinen drei Hennen vom Bauernhof auf dem er bisher lebt zu einer Familie mit Garten gebracht. Da ist schon die erste Aussage, die Tiere sind aufgeregt haben keine Ahnung wohin,, malen sich das Schlimmste aus.

Bruno hat Angst will aber gleichzeitig seine liebste Henne beschützen. So geht es Kindern auch wenn etwsa Unvorhergesehenes passiert.

Im neuen Zuhause ist alles schön, die Aufregung legt sich. Dann verschwindet Lilly und Bruno macht sich auf die Suche. Eigentlich hat er Angst vor dem da Draußen aber er konzentriert sich und findet Unterstützung. Dieses gemeinsam sind wir stark und wir können unsere Schwächen ausgleichen, wird auf unterhaltsame Weise erklärt. Denn der Falke den er kennenlernt mag Regenwürmer kann aber nicht im Boden scharren. Bruno kann das, aber er kann nicht fliegen. Beide ergänzen sich also. Die Angst ist weg, ein neuer Freund da.

Im Wald ist es zum Fürchten dunkel, da treffen sie auf ein Albino Kaninchen. Aussehen ist für die beiden egal, das es Angst hat auch, lein paar freundliche Worte und sie sind zu dritt.

Sie finden Lilly und sind auf dem Weg nach Haus. Auch hier wieder das Kaninchen kann etwas was die anderen nicht können. Sie nehmen das Kaninchen mit und das bekommt auch dort bei der Familie ein Zuhause.

Wie Bruno seine Angst überwindet ist sehr sorgfältig dargestellt. Nicht einfach drauf los, sonder nachdenken, abwägen, Hilfe annehmen, in kleinen Schritten und dazu sehr spannend wird das geklärt. Auch das kleine Kaninchen zeigt was es drauf hat, es muss nicht immer körperliche Überlegenheit sein, ab und zu nützt der Verstand mehr.

Zu einer spannenden auch für mich als Vorleserin unterhaltsamen Geschichte kommen einfach wunderschöne erzählende Bilder.

Egal welches Tier Hühner, Katzen, Wildschwein oder Kaninchen, sie wirken freundlich und trotzdem natürlich. Keine Walt Disney Tiere. Die Umgebung wirkt echt. In die Brombeer Hecke würde ich mich sofort stürzen und die Beeren pflücken. Die vielen leuchtenden Farben haben uns sofort angesprochen. Als ging ein Ruf davon aus, betrachte mich ausführlich. Das haben wir getan und viele Einzelheiten auf den Bildern entdeckt.

Wir wünschen uns noch mehr Bücher von der Autorin und der Illustratorin die beiden sine ein großartiges Gespann.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra

Enttäuschend

Crown of War and Shadow von J. R. Ward

Eine junge Frau die in ihrem Ort verachtet wird, deren Hilfe aber immer wieder in Anspruch genommen wird. Ein Söldner der für Geld tötet. Beide sind Ausgestossene in ihrer Gesellschaft. Gemeinsam sind sie auf der Flucht. Der Name der Autorin verspricht eine Spicy Geschichte mit viel Fantasy und Abenteuer.

Genaus so liest sich der Klappentext und die Leseprobe.
Meine Erwartungen wurden schwer enttäuscht. Das Grundgerüst ist konfus, ich hatte Schwierigkeiten zu verstehen wo das Setting hin führen sollte. Dazu ist alles sehr langatmig erzählt. Die Wünsche und Gedanken der beiden wiederholen sich auf jeder zweiten Seite. Auch die Gefahren und Abenteuer wirken simpel. Krokodile sind nun mal Krokodile wenn man sie schon so genau beschreibt, auch wenn man sie anders benennt.
Es muss an der Übersetzung liegen, weil auch sehr viele Rechtschreibfehler und eine eigenartige Grammatik vorhanden sind. Vielleicht ist das Buch in der Originalsprache besser, das werde ich nicht beurteilen können.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra

Zauberhafte Katzen

Agnes Auberts zauberhafte Katzenzuflucht von Heather Fawcett

Agnes will alle Katzen in der Stadt Montreal retten. Gemeinsam mit ihrer Schwester betreibt sie eine Katzenzuflucht, das funktioniert mehr schlecht als recht durch Spenden und der Vermittlung von Katzen an neue Menschen. Der Gedanke mehr wie 70 Katzen zu versorgen mit Futter, Medikamenten und sauberen Käfigen stelle ich mir als Mammutaufgabe vor.

Wie gut das da der Vermeiter ihrer neuen Behausung ein Magier ist. Agnes hat es zwar nicht so mit Magiern aber in der Not frisst der Teufel Fliegen. Dieser Magier ist aber auch besonders, etwas zerstreut, ungewollt hilfsbereit und nicht so gefährlich wie angenommen.
Es ist eine magische Geschichte in der es nicht nur von Katzen wimmelt.
Die ordentliche Agnes und der chaotische Magier sind ein eigenartiges Team. Kein Wunder das zwischen ihnen kribbett.
Die Geschichte wird als Cozy Fantasy beschrieben, mir gefällt die Umschreibung weil sie gut passt. Mit Magiern auch wenn sie Unheil anrichten kann man gut leben, denn Zauberkünstler sind etwas 'Ähnliches. Eine Katzenliebhaberin ist auch nicht so ungewöhnlich. Die Streitgespräche oder wie man ihre Unterhaltungen sonst nennen will, sind spannend und zum schmunzeln. Im Ganzen ein spannendes Abenteuer im Winter.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra