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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra:

Wettlauf mit der Zeit

Red Star Rebels von Amie Kaufman

Hunter und Cleo sind die beiden Einzigen die auf einer Marsstation zufällig zurück geblieben sind. Sie eine illegale Einwanderin, er der Spross der Gründerfamilie. Die Evakuation war nicht auf Grund eines Unfalls sondern von Terroristen herbei geführt. Nun haben die beiden ca. 8 Stunden Zeit die Situation zu retten.

Die Science Fiction Geschichte ist spannend und erinnert an Raumschiff Enterprise und ähnliches. Das Tempo ist genauso rasant wie man es aus Filmen kennt, wenn man schon mit Lichtgeschwindigkeit reist ( obwohl hier an einer Stelle von 25 km/h die Rede ist ) dann muss man sein Lesetempo anpassen. Abwechselnd denken und handeln Cleo und Hunter, bei beiden scheint es Liebe auf dem ersten Blick zu sein, trotz der großen Unterschiede in der Herkunft.
Die Geschichte ist von allem etwas. Science Fiktion, Liebesgeschichte, Abenteuer, Thriller. Jedoch in jedem Bereich eher zahm sodass sich alle Fans der einzelnen Themen entweder nicht ganz abgeholt oder neugierig gemacht auf andere Genres fühlen.
Der Schreibstil hat Witz und ist locker, flockig vom Hocker. Meiner Meinung nach eine unterhaltsame Geschichte für zwischendurch.

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Vielfältig

Wieso? Weshalb? Warum? - Meine große Tiere-Box von Susanne Gernhäuser

Eine vielseitige Box mit Wissen über Tiere.
Darin enthalten ein großes Buch mit verschiedenen Tieren und ihren besonderen Eigenschaften. Viel Text für Kleinere ein Problem aber man kann sich heran tasten und erstmal nur die spannenden Klappen nutzen hinter denen kleine Portionen Information stecken.

Ein Insektenbestimmungsbuch in einem Format das es sich zum Mitnehmen in die Natur eignet.
Ein Mitmachbuch mit Stickern, Ausmalbildern, Rätseln und anderes.
Ein Dschungelposter zum Ausmalen.
Ein Memory mit 28 Karten bei dem man den Tieren ihre Spuren zu ordnen soll.
Ein 35teiliges Puzzle.
Bei einigen Teilen ist das Alter von 4 Jahren schwierig, ich würde gern Vorschulalter bis zur dritten Klasse angeben. Ansonsten muss sich immer eine erwachsene Person daran beteiligen.
Aber für die Älteren ist es eine Box die lange Zeit für Interesse sorgt und auch viel Wissen vermittelt. Wir haben schon einige Bücher aus der Reihe die grundsätzlich gelungen ist.

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Eine Kindheitserinnerung wird zur Gegenwart

Adalina und die Liebe zu den Büchern von Tessa Hansen

Adelina war lange weg aus ihrer Heimatregion, jetzt ist sie zurück um in Ruhe ein neues Buch zu schreiben. Alte Kindheitserinnerungen flammen auf als sie das Büchermobil ohne den Maestro findet. Was ist geschehen? Auf der Suche nach dem Maestro der so vielen Kindern damals mit Büchern Freude schenkte, findet sie neue Freunde und eine neue Aufgabe.

Es ist eine ungewöhnliche Geschichte. Denn der Teil um Adelina ist eine gelungene Fiktion. Den Maestro La Cava und sein Büchermobil gibt es wirklich. Der Herr ist mittlerweile über 80 aber er versucht immer noch Kindern das Lesen und die Bücher nahe zu bringen. In einer Region die zu den ärmeren In Italien zählt und Bücher sind nun einmal teuer. Auch für Gemeinden die Schwierigkeiten haben Bibliotheken aufrecht zu erhalten, da ist sein Bibliomotocarro eine glückliche Ergänzung. Durch ihn hat Adelina die Liebe zu den Büchern gefunden, durch die Bücher den Mut ihren eigenen Lebensweg zu gehen. Nun ist sie wieder da und kann dem Maestro und seiner selbst gewählten Aufgabe Unterstützung geben.

Adelina ist eine zupackende Person, sie wirkt manchmal in ihrem Elan über griffig, aber sie meint es gut, daher nimmt es ihr niemand krumm, nur sie muss ab und zu etwas gebremst werden.

Die Teilung des Buchs wird sehr gut dargestellt. Die wahre Geschichte des Maestros ist in Tagebuchform geschrieben und Adelinas Teil als normaler Roman. So ist es leicht zu folgen vor allem wie der Maestro es schafft die Kinder zu mobilisieren, etwas das in der heutigen Zeit von Handy und Social Media nicht ganz einfach ist. Denn Bücher sind nun mal nicht schnell, schnell und kurz.

Bücher haben die Gabe langfristig zu fesseln und ein gutes Buch lässt einen nie mehr los.

Genau das vermittelt dieser Roman aber nur wenn man das vergessen haben sollte, sonst ist er eine spannende gute Unterhaltung.

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Eine Drachenperle

The Rainshadow Orphans von Naomi Ishiguro

Eine Drachenperle kann in jedem Menschen seine besonderen Fähigkeiten verstärken. Voraus gesetzt er oder sie hat welche. In einer Welt die von einer Kaiserin regiert wird, die von einem Verbrecherring Unterstützung bekommt, ist die Kluft zwischen Arm und Reich riesengroß. Es gibt Unerwünschte Menschen, Geduldete und solche die mit den Crowns und der kaiserlichen Entourage auf Du und Du sind.

Toshiko, Mei und Jun sind Wahlgeschwister und kämpfen gegen die Unterdrückung im Land. Mit der gestohlenen Drachenperle bekommen sie wundersame Unterstützung.
Es ist eine Fantasy Geschichte die auch dystopische Züge hat.
Das World Building wirkte etwas durcheinander, so richtig kam ich damit nicht zurecht. Aber das hat nicht gestört weil die Geschichte sehr spannend war. Die Hauptfiguren waren sehr schön mit Ecken und Kanten ausgestattet. Interessante Nebenfiguren waren teilweise nicht nur schlecht sondern hatten auch ihre angenehmen Züge.
Die Wendungen kamen teilweise überraschend, was das Geschehen noch interessanter machte.
Ich hatte den Eindruck das es noch nicht das Ende ist, denn es gab noch einen winzigen Hinweis das die Geschichte noch nicht aus erzählt ist.

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Mein Zuhause das Meer

Der Ozean so wild und weit von Malachy Tallack

Jack lebt allein auf den Shetlandinseln im Grunde mitten im Meer, mit all seinen Gefahren und Schönheit. Seine Eltern haben schon vor ihm dieses Leben gelebt. Sonny sein Vater war Walfänger gewesen, das hat seine Persönlichkeit geprägt und vielleicht auch die seines Sohnes.
Wenn man das Buch anfängt, fällt mir als Erstes Vergleiche mit Hermann Melvilles Moby Dick ein.

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Die Grausamkeit des Walfangs und ihre Auswirkungen auf die Menschen werden zwar mit anderen Worten und Emotionen beschrieben aber ich glaube beide Autoren meinen das Gleiche.

Für mich war es ein ruhiges Buch mit einer ungeheuren Tiefe. Das die Vergangenheit soviel Einfluss auf die Gegenwart hat wird hier eindrucksvoll beschrieben. Ein Mann der in sich ruht, sein Handicap im sozialen Umgang ist ihm bewusst, er gibt sich Mühe. Eine Figur die mir gefällt.

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Streiche

How to Lose a Lord in 10 Days von Sophie Irwin

Lydia hat von Lord Ashwood einen Heiratsantrag bekommen, gemäß der Konventionen kann sie ihn nicht ablehnen. Außerdem würde ihre Familie im Dreieck springen. Also beschließt sie sich in seiner Gegenwart unmöglich zu benehmen, schlecht gekleidet auftreten und auch sonst in jeder Hinsicht unangenehm auf zu fallen, damit er seinen Antrag zurück nimmt, denn Stolz und Arroganz sind seine ( nach Lydias Ansicht ) herausragende Eigenschaften.

Man kann sich nicht vorstellen, was sie alles unternimmt, manchmal ist es einfach nur zum Lachen, dann wieder Kopfschütteln oder fremdschämen, denn nachdem er hinter ihr Verhalten gekommen ist, verhält er sich nicht anders. Man muss sagen einige ihrer Streiche sind raffinierter, während er sich an seine Schuljungenstreiche erinnert.
Der locker-leichte Schreibstil war sehr unterhaltsam. Aber er hatte auch leise Kritik an der Gesellschaftsnorm in petto. Der Anspruch an Toleranz und Mitgefühl wird groß geschrieben. Man könnte das manchmal auch in die heutige Zeit übertragen.
Dies ist meiner Meinung nach bisher das beste Buch von der Autorin das ich gelesen habe. Es darf gern mehr geben.

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Eine Alltagsgeschichte

Fehlerhaft und wunderbar von Antoine Laurain

Eine sechs im Diktat ist kein Weltuntergang, aber eine Tatsache gegen die man angehen muss. Und das heißt üben, üben, üben. Im realen Leben hier in Deutschland wäre das so. Im Frankreich wo der Autor lebt, ist es für ihn ein Anlass es dem Kind vor zu machen. So etwas kann nach hinten los gehen.

Die Eltern, eigentlich schon in der Trennung, kümmern sich. Sie erinnern sich, Sprache ist etwas Wunderbares man muss sie nur anwenden.
Nicht nur um etwas zu sagen, sondern mit dem Gesagten auch Unausgesprochenes transportieren.
Wie man sagt ich liebe dich und meint ich kann ohne dich nicht leben, du bis das Größte für mich auf der Welt.
Ich muss zugeben da hat die französische Sprache der unseren viel voraus. Sie hat eine andere Melodie, ein anderes Tempo und auch manchmal die schöneren Formulierungen. Manches klingt auch auf Französisch viel schöner.
Alles das versucht der Autor zu vermitteln, in seiner eigentlich kleinen Alltagsgeschichte. Es ist angekommen, ein kleiner Junge, mit einer schrecklichen Note, wird abgeholt genau da wo er steht. Seine Eltern sehen mehr in diesem Diktat, sie sehen ihr eigenes Leben wir müssen nur hinschauen.
Die Romane des Autors sind eigentlich immer Alltagsgeschichten, diese nur etwas alltäglicher wie die anderen.

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Die Welt von oben

Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska

Wie sähe die unser kleiner Ausschnitt der Welt von oben aus? Eine Frage die immer wieder für die Kastaniensiedlung auf eine besondere Art beantwortet wird. Es ist eine kleine Welt mit mehreren Hochhäusern. In denen Menschen wie Frau Kaiser, älter mit Demenz, Ina mit Henry fast 18 alleinerziehend, Herr Bello, verwitwet, sehr zurückhaltend, Familie Arslan betreuen einen kleinen Lebensmittelladen und wirken unglücklich, Samy, der Koch mit besonderen Herzenswünschen und Pedro, der Baggerfahrer der eine Bombe ausgräbt.

Sie alle haben ihre Wünsche, Träume, Ängste und Hoffnungen. Wir dürfen daran teilhaben.
Selten ist mir ein Buch untergekommen das solche Emotionen bei mir geweckt hat, dabei kam ich mir nicht wie ein Voyeur vor, denn diese Protagonisten haben mich ein Stück weit eingeladen an ihrem Leben teil zu haben. Ich durfte sie eine Zeitlang begleiten und sie kennenlernen, ihnen zustimmen, mit ihnen lachen und auch traurig sein.
Ich habe erfahren das man Bilder oder Geräusche nicht mehr aus dem Kopf bekommt auch wenn sie schon Jahrzehnte darin wohnen, ich glaube das es stimmt denn sowas denkt sich keine Autorin aus, aber man kann sie mit einem anderen zudecken.
Vor allem haben es mir aber die passenden Ausschnitte aus den Rilke Gedichten angetan. Wir haben sie vor Ewigkeiten in der Schule gelesen. Als sie hier angesprochen wurden, welche Wirkung sie auf die Menschen haben, kamen gute Erinnerungen daran hoch. Ich glaube kein Dichter kann Gefühle und Hoffnungen so schön beschreiben.
Sie passten wunderschön in die Situation und haben am Ende Gutes bewirkt.
Ein Buch das nachhält, weiter empfohlen wird und auch mehrmals gelesen.
Danke an die Autorin.

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Unterschätz ihn nicht

Ein unglücklicher Tod von Peter Grainger

DC Smith ist ein älterer Ermittler der noch nicht in den Ruhestand will. Unwillig wird für ihn eine Aufgabe gesucht. Er scheint wenig anpassungsfähig an den Gegebenheiten innerhalb der Polizeiführung zu sein. Auch hat er wohl wenig Interesse an den Karrieren seiner Kollegen. Er möchte nur das die Opfer und ihre Angehörigen Genugtuung erfahren.

Also führt er Routineuntersuchungen an bereits als erledigt erklärte Fälle durch. Bei einem gibt es kleine Ungereimtheiten, mit Unterstützung eines Praktikanten geht er ihnen nach und stößt nach und nach auf immer andere Kleinigkeiten die nicht passen. Diese Beschreibung liest sich wie Pfennigfuchserei oder ähnliches. Ganz im Gegenteil es ist dermaßen spannend und einfühlsam beschrieben. Das Team besticht durch einen feinen Humor, kleine Anspielungen und eine emotionale Sichtweise. Der Schreibstil regt zum Nachdenken, habe ich davon vorher schon gelesen oder gehört. Hätte ich das auch gewusst, wäre mir das auch aufgefallen? Es ist kein blutiger oder gar brutaler Krimi, er ist auch nicht Cozy Crime. Es ist eine sehr detaillierte Beschreibung von Ermittlungen, mit wenig Privatleben, dafür aber eine subtile Beschreibung von Intrigen am Arbeitsplatz oder Kompetenzgerangel innerhalb der Behörden.
Für mich ein neuer Autor, den ich unbedingt weiter empfehlen möchte.

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Wer wagt gewinnt

Die Queen von Mayfair von Alex Hay

Quinta hat den Ehrgeiz einen Duke zu heiraten. Sie hat ihn ausgespäht und auch seine Familie unter die Lupe genommen. Sie hat viel Geld investiert für das nötige Aussehen in der feinen Gesellschaft und für die Informationen hat sie auch an verschiedenen Mittelsmännern Geld verteilt.
Beim ersten Band des Autors haben wir einen Raub begleitet von der Planung bis zur Ausführung.

Hier ist es anders herum, die Geschichte ist fertig geplant und mitten in der Ausführung. Nach und nach erfahren wir Leser wer welche Rolle spielt und wer welche Aufgaben in diesem Verwirrspiel hat.
Vor allem nach und nach entsteht das Gefühl jeder integriert gegen jeden. Da sind der Herzog und seine Schwester, die Stiefmutter, der Vermögensverwalter. Dann Quinta, ihre Hausdame, ihr Mann für alles, verschiedene Kleinganoven. Die Liste der Protagonisten ist ellenlang. Die verschiedenen Twists noch länger.
Ganz einfach ist es nicht da durch zu steigen. Am Ende ist alles klar aber bis dahin. Es gab viel zu Rätseln und Vermutungen anzustellen und wieder zu verwerfen. Manchmal etwas anstrengend, dann der Gedanke: Fünf Tage sind zu wenig für so einen Coup 5*5 Jahre sind zu viel.

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