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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra:

Mehr als tausend Jahre

Die Bernsteinfischerin von Lisa Quentin

Julika forscht am Bernstein. Sie begutachtet die Einschlüsse wie Fliegen, Pflanzenteile und ähnliches. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf die Zeit und die Umgebung und das Klima gewinnen. Als ihr ein Bernstein unter kommt der eine Wespe enthält, gibt es neue Erkenntnisse. Die Finderin Ebba hat ihn im Baltikum während des Krieges gefunden.

Beide Frauen haben schwere Verluste hinter sich und sich darum ein Stück vom realen Leben entfernt. Als sie aufeinander treffen erkennen sie sich unbewusst als Leidensgefährtinnen.
In diesem Roman erfährt man sehr viel über das Sammeln ( fischen ), die Forschung und die Erkenntnisse zum Thema Bernstein. Auch die Bearbeitung als Schmuck oder das berühmte Bernsteinzimmer ist ein Thema. Gefühlt hat für mich darunter der Roman etwas gelitten. Ich hätte gern tiefer in die Geschichte von Ebba und vor allem von Julika tiefer eingetaucht.
Ebba als Flüchtling aus dem Osten und ihr Neuanfang hier an der Ostsee Küste und als Künstlerin wird thematisiert. Julika als Forscherin die früh ihre Schwester verloren hat bleibt dagegen blass. Auch die tragischen Folgen des Unfalls für ihre Familie sind eher klischeehaft beschrieben.
Der Schluss und damit ein Happy End kam zu schnell und aus meiner Sicht unpassend. Da wäre mehr besser gewesen.

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Zwischen Kaiser und Familie

Das Buch der gefallenen Blätter von A. S. Tamaki

Einst war Sens Familie mächtig und reich. Nun ist er ein Mündel abseits der Zentren und weiß das sein Vater ein Verräter war. Aber ein Verräter ist nur wenn man die Rebellion verliert, wenn nicht dann ist man der Gewinner.
Das Reich steht wieder am Rand einer Krise, es fehlt nur noch an einem charismatischen Anführer oder Anführerin.

Kann das Sens Schwester sein oder seine Freundin aus Kindertagen die mehr ist als es scheint.
Das ganze Buch ist mehr als der erste Eindruck vermittelt. Die Geschichte ist aufgrund der vielen Namen und Personen die alle bis ins Detail beschrieben sind anspruchsvoll, da hilft auch das Personenregister am Ende des Buchs nicht viel. Es ist eine Mischung, ich zitiere: Aus Shogun und Games of Thrones. So habe ich es auch empfunden. Wobei ich beide Bücher bzw. Serie als leichter verständlich empfunden habe.
Es waren für mich teilweise zu viele überflüssige Informationen die einen Teil der Spannung weg genommen haben.
Das eine Frau zwanzig Lagen Kleidung trägt und sie mehrmals korrigiert, ihr Make Up andauernd überprüft und dann im entscheidenden Gespräch die Kontrolle über sich verliert, das Gespräch ging fast in der Kleidung unter.
Ähnliche Szenen gab es mehrere, wenn Kürzungen statt gefunden hätten, brauchten wir jetzt nicht auf den zweiten Band zu warten.

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Es geht spannend weiter

Dragons in Secret - Das Siegel von Andreas Suchanek

Der dritte Band um den Kampf zwischen Drachen und Jägern ist durch, aber noch lange nicht zu Ende. Im April kommenden Jahres erscheint der 4. Band. Wie soll ich das nur aushalten? Auf alle Fälle die ersten Bücher jetzt an einem Stück lesen.
Es ist extrem viel passiert in diesem Band. Immer wenn ich beim lesen gedacht habe, jetzt ist die Drachengemeinschaft auf der Siegerstraße passiert wieder etwas Neues.

Wie schafft es ein einzelner Autor soviel Magie zu weben, das man sich in der Geschichte wieder findet, mit kämpft, mit zittert und einmal Hoffnung und dann wieder Mutlosigkeit verspürt, eine Mütze voll Schlaft,. einen Kaffee und eine Handvoll Pistazien, dann geht es weiter mit dem Abenteuer.
Es sind viele Stränge gleichzeitig die erst nebenher, dann sich kreuzen und dann wieder getrennt verlaufen. Immer wieder Andeutungen bis hin zu einem fiesen Cliffhanger aber das ist schon Gewöhnung von den vorherigen Bänden.
Die Natürlichkeit der Figuren ist genial, sie könnten direkt der realen Welt entnommen sein. Nur für die Rolle des Lazarus müsste man zwei Personen einen, damit man soviel Machthunger, Bösartigkeit und Menschenverachtung zusammen bekommt.
Man muss folgerichtig lesen, die Bände bauen zu sehr aufeinander auf.

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Fortune 2.0

Klatsch, Tratsch und Mord von Jana DeLeon

Fortune ist zurück in Sinfull. Jetzt unter ihrem richtigen Namen und als EX CIA Agentin. Wenn man jetzt denkt es folgt ein ruhiges Leben an der Seite vom Sheriff, der hat sich geirrt. Denn es geschieht ein Mord mit dem Fortune und ihre Freundinnen gar nicht gerechnet hatten. Eigentlich wollten sie sich auch nicht einmischen, erst mal ankommen und dann weiter sehen war die Devise.

Leider wird eine gute Freundin unter Mordverdacht verhaftet, da kann das Trio nicht weiter zusehen, es muss handeln.
Es ist alles wie gehabt, die drei gut ausgebildeten Frauen ( sie können z.B.: Fallschirmspringen ) mischen wieder einmal die Gemeinde auf. Mit Dynamit, Krokodilen, und schweren SUVs kennen sie sich aus. Diesmal ist auch ihre Menschenkenntnis gefragt und da sie immer erstmal das Schlimmste annehmen, außer bei ihren Freunden, kommt einiges zutage.
Es ist wieder einmal ein gelungener Cozy Crime mit sehr viel Wortwitz und Situationskomik.
Ich freue mich sehr das gegen meiner Erwartung die Serie fortgesetzt wird. Es geht doch nichts über einen Sommerabend am Bayou.

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17. Juni

Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg

Tilla sucht ihre beste Freundin, Rena war diejenige mit der sie ohne Vorbehalte über alles reden konnte. Über den Vater, Roman den Jungen der sie beschützt, der sie mag aber den sie nicht küssen möchte, über die Schule, über das Leben in der jungen DDR. Je mehr Tilla über Rena erfährt, bzw.

nicht erfährt. Denn alles was sie bisher wusste war eine Lüge, aber warum? Mit jeder Frage zu Rena, hinterfragt Tilla auch ihr eigenes Leben, ihre Ansichten stehen auf dem Prüfstand. Das Bild was sie bis jetzt von Halle der Stadt, dem Sozialismus, dem Staat und sein Personenkult, alles gerät in Zweifel.
Ich habe den 17. Juni noch als Feiertag als den "Tag der deutschen Einheit" erlebt. Daher war für mich das Thema nicht fremd.
Die Menschen des 17. Juni wurden wieder lebendig. Das Wissen um ihre Hoffnungen und dann die Enttäuschungen waren für mich sehr gut dargestellt. Vor allem die Tiefe der Gefühle und Gedanken waren beeindruckend. Das haben wir anscheinend dem beruflichen Werdegang der Autorin zu verdanken. Es wurden nicht nur die Geschehnisse von damals erzählt. Thema waren die Gefühle, Gedanken eines jungen Mädchens das verhältnismäßig behütet aufwächst und dessen Vater trotz seiner Vergangenheit, für die Tochter immer ein offenes Ohr hat. Vielleicht ein zu offenes, denn sein aktueller Beruf als Stasioffizier zeigt zwei Seiten seiner Persönlichkeit.
Die Autorin beschreibt das Erwachen eines jungen kritischen Verstands, durch die Umstände etwas schneller als normal. Die Geschichte springt in den Monaten vor und während des Aufstands hin und her. Daher erleben wir Leser diese Entwicklung bis zu ihrem Höhepunkt sehr dicht am Geschehen mit.
Ich hätte mir einen kleinen Ausblick auf die Jahre danach gewünscht. Denn so wie die Autorin kann ich die Geschichte in meinem Kopf nicht weiterspinnen.
Beim Fall der Mauer wären die Protagonisten Anfang 50 gewesen. Was hätten sie empfunden oder was haben Zeitzeugen von beiden Ereignissen empfunden wenn sie die Ereignisse miteinander vergleichen würden.

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Drei Frauen

Ist doch schön hier von Miriam Burdelski

Emmi, Melanie und Liesl, drei Generationen alle Frauen sind mit massiven Problemen belastet. Emmi hat Demenz, Melanie ist antriebslos und hat als Mutter von Liesl versagt. Liesl ist gerade 19, ohne Schulabschluss und jobbt in einer Waschanlage. Sie will auf den Spuren ihrer Oma nach Polen, denn die Geschichten die Emmi erzählt sind wunderschön, über eine glückliche Kindheit mit Pferden, Wald und Freundinnen, alles was Liesl nicht kennt.

Überraschend fährt sie nicht allein, Emmi und Jascha ein Altenpfleger fahren mit. Ein Roadtrip in die Vergangenheit, die doch nicht so schön ist wie die Demenz erzählen lässt.
Es sind einige belastende Elemente in diesen Buch zur Sprache gekommen. Eigentlich hoch emotionale Themen aber die Autorin erzählt so zurückhaltend in ihrem Schreibstil, das man sich mehr wie ein Beobachter vorkommt und nicht ins Geschehen hinein gezogen wird. Einerseits ist das gut, denn sonst wäre es teilweise sehr belastend gewesen. Auf der anderen Seite hat mich das Buch nicht ganz abgeholt, weil da diese Distanz war.
Ich hatte schnell ein Urteil über die einzelnen Figuren bei der Hand und musste dann dank Jascha umdenken. Er ist derjenige der die drei Freuen aufs Neue mit einander verbindet. Er hinterfragt oder nimmt es als gegeben hin wenn es die Situation erfordert. Ein enormes Feingefühl ist ihm gegeben und das überträgt sich beim Lesen und dadurch hat sich auch die Meinung vor allem über Melanie geändert.

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Musik oder die See

Hinaus in den Wind von Trude Teige

Kristiana ist den Traditionen gefolgt, von ihrem Sohn erwartet sie das gleiche. Er liebt aber die Musik mehr als die See. Sie erinnert sich nicht mehr daran, das sie auch mal etwas mehr als die vorgegebenen Richtlinien geliebt hat.
Man sollte den Vorgängerband um Kristiana und ihre Familie kennen, denn es fehlt sonst an einigen Stellen der Zusammenhang.

Kristiana ist eine starke Frau, Arbeit ist für sie kein Fremdwort, sie tut alles damit es ihrer Familie gut geht und sie mehr als nur ihr Auskommen haben. Für eine Frau ihrer Zeit, in einer Welt die von Männern dominiert wird ist es sehr ungewöhnlich. Aber die Männer und Frauen ihrer Umgebung akzeptieren sie, vor allem weil sie durch ihre Weitsicht auch in den Genuss von mehr als nur das Nötige kommen.
Die Figuren werden wie die Umgebung fast hart, karg an Emotionen beschrieben. Trotzdem lernt man sie kennen, kann ihre Verhaltensweisen nachvollziehen. Ans Herz wachsen sie einem während des Lesens nicht so unbedingt dafür haben sie nicht viel Liebenswertes an sich. Selbst die Kinder wirken fern, an anderer Stelle hätte ich blass geschrieben. Aber hier ist der ganze Roman mit wenig Farbe ausgestattet. Es passt einfach alles zueinander. Ein Küstenstrich am Meerm voller Felsen, Wind und Wasser.

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Was wären wir ohne Glitzer

Die Perlschweinchen - Ein glitzerndes Geheimnis von Kira Gembri


wiechmann8052vor 32 Minuten
Flo und seine Eltern stehen unter Dauerstress, Schule Arbeit, Haushalt und Freizeit. Pausen gibt es nicht. Alle rotieren von morgens bis abends. Da taucht auf einmal ein winzig kleines Glitzerschweinchen in Flos Tasche auf. Auf einmal ist das Leben voller Überraschungen und eben Glitzer.

Mir haben in diesem Buch die sehr realistischen und humorvollen Beschreibungen eines Familien beziehungsweise Schulalltags gefallen. Die Mutter die nicht Nein zu ihrer Chefin sagen kann. Der Vater der zusätzliche Aufgaben annimmt. Flo der außer Schule, noch Sport, Musik und Englisch an den Nachmittagen hat. Es wird geputzt und aufgeräumt wenn Besuch kommt, als ob es in der Regel nicht alles in Ordnung ist.

Es wird angesprochen das auch Lehrer Angst vor Noten haben, vor der Schulleitung und Mut dazu gehört vom vorgegebenen Lehrplan etwas abzuweichen.

Den jungen Lesern wird Verständnis für die Erwachsenen vermittelt. Sie bekommen einen Eindruck davon das nicht nur Kinder überfordert sein können.

Das Glitzerschwein ist für mich eine Metapher, kommt raus aus der Tretmühle. wehrt euch gegen die Überforderung, die unangenehmen Umgangsweisen in diesem Buch die des Trainers.

Das Ganze wird auf eine sehr humorvolle überspitzte Art und Weise beschrieben so das selbst kleine Zuhörer erkennen das ist lustig, das dürfen nur Glitzerschweine und niemand anders.

Dazu die passenden Illustrationen. Ich habe sehr über die dahin gegossenen Eltern auf dem Sofa gelacht. So deutlich habe ich noch nie Erschöpfung nach einem Arbeitstag mit Haushalt und Familie gesehen. Da kann jeder mit empfinden wie K. O. die Eltern sind.

Knurps das Glitzerschweinchen mit seiner Vorliebe für Glitzer und Alufolie ist eine sehr gelungene Figur um die wichtigen Nebnsächlichkeiten im Leben darzustellen.

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Weinberge vs. Atomkraftwerk

Sonnenberg von Brigitte Glaser

Johanna und Luzie waren trotz aller Gegensätze allerbeste Freundinnen. Bis Johanna schwanger wurde und den väterlichen Weinanbau übernehmen musste. Luzie fuhr allein auf die geplante Reise nach Marokko. Nun ist sie ein Jahr später wieder da und beide versuchen an die Vergangenheit anzuknüpfen trotz aller Geschehnisse die sie von einander entfernt haben.

Im Hintergrund ist der Protest gegen den Bau eines Atomkraftwerk in Wyhl am Kaiserstuhl an dem die Frauen teilnehmen.
Johanna ist die rationalere der Beiden, sie denkt erst und handelt dann, nimmt viel hin auch wenn sie damit nicht glücklich ist. Bei ihr geht die Pflicht vor. Luzie hat das gegenteilige Wesen. Erst handeln und wenn überhaupt dann denken. Was sie nicht will das macht sie auch nicht. Ihr persönliches Empfinden geht über alles. Damit bekommt sie oft Ärger. Das Gefühl es liegt an der Erziehung der jungen Frauen ist schnell da. Während Johanna trotz aller Arbeit in einem liebevollen respektvollen Elternhaus aufgewachsen ist, war es bei Luzie sehr autoritär, voller Erwartungsdruck bis hin zur Misshandlung des kleinen Kindes.
Diese Beschreibung der Figuren geschieht mit wenig Emotionen, eher nebenher. Es ist wie es ist. Gerade daher berühren die beiden mich, denn wir sind fast ein Alter. Sie sind Mitte der siebziger Jahre junge Frauen und wollen mehr als die gesellschaftlichen Konventionen hergeben. Der Protest gegen das AKW ermöglicht auf einmal auch Frauen den Mund aufzumachen. Denn nun wird ihre Stimme gebraucht. Emanzipation erfolgt schleichend gegen das Althergebrachte.
Die Autorin stellt Frauen in den Vordergrund die keine Lust mehr haben sich alles gefallen zu lassen, die sich auf Augenhöhe mit den Männern sehen. Durch die Veränderungen im Umfeld soll sich auch ihre Lebenssituation ändern.
Nicht laut und mit allen Mitteln, sondern mit aller Kraft und Wut geduldig eine Veränderung herbei führen.
Wenn die andere Seite mit unlauteren Mitteln arbeitet, nicht mit gleichem kontern sondern mit Überlegenheit und leisen Widerstand erreicht frau mehr.

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Ein neuer Leonardo

Das Meisterwerk von Daniel Silva

Gabriel Allon darf mal wieder ein Bild suchen, es restaurieren und Verbrecher jagen, plus ein Attentat auf dem Papst verhindern.
Ich mag diese Serie sehr. Die Mischung aus Kunst und Erklärungen dazu, sowie die Aufregung der Verbrecherjagd plus eines gutaussehenden Mann mit einer netten Familie.
Es ist schon der 25.

Fall aber die Serie hat noch nichts an Spannung eingebüßt.
Denn der EX Spion und jetzige -Restaurator hat immer spannende Aufgaben. Sie es hier einen unbekannten Leonardo zu schützen und der Öffentlichkeit am Ende vorzustellen.
Der Autor bleibt seinen Stil treu. Wenn man denkt der Fall ist gelöst, die Verbrecher sind hinters Licht geführt oder ins Gefängnis, dann gibt es eine Wendung und es fängt unter neuen Vorzeichen noch einmal von vorn an.

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