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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra:

Mamma ermittelt

Abfahrt ins Jenseits von Salvatore Simonetti

Mamma Marcella ist nach Jahren in der Fremde zurück in ihren italienischen Heimatort, es ist als ob sie nie weg gewesen ist. Die Nachbarn, die Freundinnen alles wie früher. Nur es wird viel gestorben in diesem Ort. Vor allen sehr überraschend von heute auf morgen. Als ihr Sohn ihr seine neue Freundin vorstellt, hat sie ein komisches Gefühl.

Beides passt im ersten Moment nicht zueinander genau so wenig ein altes Hotel. Aber was nicht passt wird passend gemacht.
In diesem Cozy Crime steht das italienische Lebensgefühl an erster Stelle. Essen, Liebe, schöne Landschaften man kann sich auch aufgrund der Beschreibungen in Italien verlieben.
Der Fall wird weniger durch spannende Aktionen aufregend, als viel mehr durch die Beobachtungen und die daraus resultierenden Schlussfolgerungen. Winzige Details sind auf einmal ungeheuer wichtig.
Alle Figuren haben ihren eigenen Charme. Vor allem, es spielen eine Menge mit, auch die kleinste Rolle ist herausragend besetzt. Selbst Hunde und Katzen sind involviert und wickeln uns um den kleinen Finger.

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Ermittlungen in der Seniorenresidenz

Three Willows: Mord und Häkeldeckchen von Katie Kento

Miss Peel kann nach Einschätzung ihres Großneffen nicht mehr allein leben. Der zieht die 83jährige ungewollt in ein Seniorenheim, in der Handtasche ihren genauso betagten Rauhaardackel.. Das Gespann mischt von Anfang an den Laden auf. Mit ihrer griesgrämigen Art und gleichzeitig auch auf ordentliches Benehmen bei anderen bedacht stößt sie überall an.

Dann geschieht ihrer Meinung nach ein Mord. Für die passionierte Krimileserin ist klar, hier muss sie ermitteln, denn die Polizei in Person ihres Großneffen taugt nicht viel. Am Ende von vielen fehlgeleiteten Ermittlungsansätzen kommt sie dem Richtigen auf die Spur und in Gefahr.
Mittlerweile gibt es viele Cozy Crimes die in Seniorenheimen spielen und oder deren ermittelnden Figuren Miss Marple und andere Krimihelden als Vorbild bzw. als Inspiration betrachten. Andererseits scheint dieses Buch schon vor einigen Jahren unter einem anderen Titel und Autorennamen veröffentlicht worden sein. Daher die eher unwichtige Frage wer folgt wem.
Miss Adelaide Peel ist eine nervige Person, diese winzige Rosine wechselt ihre Ansichten wie andere Leute ihre Unterwäsche. Auch die teilweise sehr schrulligen Mitbewohner leisten ihren Beitrag bei der Einschätzung ist das zu viel, kann das weg, oder nur lachen und weiter lesen.

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Klimawandel

Tage am Fluss von Jochen Mariss

Sara betreibt eine Fähre über den Fluss, der kürzeste Weg um in den nächstgelegenen größeren Ort zu kommen, aber nur mit Fahrrad oder zu Fuß.
Die Politik plant an dieser Stelle eine Brücke, obwohl dadurch die Natur nachhaltig geschädigt würde. Sara wehrt sich, sie will keinen Zentimeter ihres Grundstücks verkaufen.

Sie trifft auf Leon, er hat mit anderen sich bemüht einen Wald vor dem Abholzen zu schützen. Die beiden verstehen sich trotz des Altersunterschieds und obwohl beide tiefgreifende Geheimnisse haben. Grundsätzlich geht es um zwei Themen: Wie gehen wir mit dem Klimawandel um, auch wenn es für uns zu spät ist, müssen wir nicht etwas für unsere Kinder, Enkel und Urenkel machen. Die andere Frage wie lernt man Vertrauen, wie geht man mit dem eigenen Misstrauen um, wann teilt man seine persönlichen Geheimnisse?
Der Autor hat es auf eine spannende Art und Weise geschafft alles miteinander zu kombinieren.
Alles wird in einem spannenden unterhaltsamen Stil erzählt, die grantige Sara, eher immer auf irgendeine Art wütend lebt sehr zurück gezogen allein. Leon ein noch unsicherer junger Mann kommt gerade aus einem Protestcamp, wo er mit vielen anderen unter erschwerten Bedingungen gelebt hat.
Es dreht sich hauptsächlich um die beiden. Alle anderen sind wie Farbklekse im Hintergrund. Die wichtigen Themen werden angerissen und nicht diskutiert.
Die beiden sind ja einer Meinung. Nur um das Wie und ob man anderen Menschen trotz anderer Verhaltensweisen und Meinungen vertrauen kann, da sind sie unterschiedlicher Meinung. Auch hier bleibt es uns Lesern überlassen uns eine eigene Meinung zu bilden. Sie wird fast gefordert vom Autor. Er beschreibt eine Szene mit allen wichtigen Einzelheiten und dann verlässt er sie und wir sitzen da mit dem Buch und fragen uns, was geschieht weiter oder wie möchten wir wie es weiter geht.
Anregungen en Mass für den eigenen Kopf.

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Der Herbst des Lebens

Fünf, sechs, sieben, acht von Ewald Arenz

Anton ist Tänzer, nicht mehr ganz jung, aber alt fühlt er sich auch noch nicht. Als er seinen Job als Choreograph für jemand Jüngeren aufgeben muss. Bricht für ihn eine Welt zusammen. Weder seine EX Frau, noch seine Tochter können ihn aufrichten. Er hadert mit allem, nimmt alles persönlich und kann sich kaum beruhigen.

Erst als er sich auf die Suche nach einer Jugendfreundin macht, kommen ihm auch andere Gedanken, weg von sich, den anderen zugewandt. Wieder ein einschneidendes Ereignis, aber der Tanz heilt alle Wunden.
Anton ist in meinen Augen ein Egozentriker, egal was passiert, er bezieht alles als erstes auf sich. Obwohl er die Hauptfigur ist stechen die Nebenfiguren viel mehr heraus. Sie reflektieren das Geschehen und ihn, Der Tanz ist genauso wichtig. Auch wenn man sich nicht unbedingt für Ballett oder andere Tanzformen interessiert, ist es hier ein Element das man fast Hören, Sehen ja Fühlen kann. Die Beschreibung der Umwelt Geräusche und wie der Tänzer Anton daraus Schrittfolgen kombiniert ist faszinierend. Klar höre ich den Wind heulen, die Blättern rascheln, aber das man das in einem Tanz ausdrücken kann habe ich nicht gewusst, Gefühle, Geschehnisse ja, alles andere war für mich neu.
Der Autor gehört schon lange zu meinen Meist Gelesenen. Seine Art die Menschen zu beschreiben, ihre Lebensumstände, ihre Verhaltensweisen, ist nahe am alltäglichen Leben. Sie haben keine großartige Vergangenheit, keine spannenden Geheimnisse oder sind besonderen Ereignissen ausgesetzt. Sie sind Menschen die man kennen könnte. Trotzdem sind sie interessant, denn ihre Gefühle könnten unsere eigenen sein. Es ist wie ein Spiegelbild unseres Seins.

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Miss Marple würde ...

Mord ohne Vorwort von Freya Sampson

Nora leitet einen Buchclub im Gemeindehaus einer kleinen Gemeinde in Cornwall. Wie immer an solchen Orten ist das Geld knapp und muss mühsam über Spenden eingeworben werden. Nun ist die Anzahlung für den Dachdecker gestohlen. Der Verdacht reicht von Mitgliedern des Clubs bis hin zu Nora Die sowieso schon ein eher kompliziertes Privatleben hat.

Da der Buchclub von der Unschuld aller ihrer Mitglieder überzeugt ist, geht nun die Suche nach dem Geld und dem Räuber los. Das Alter der Damen und Herren reicht von Jugendlich bis Senior dementsprechend sind die Fähigkeiten auch.
Es ist kein richtiger Krimi. Es werden Verdächtigungen in den Raum geworfen und alle kauen darauf rum wie auf einen Knochen.
Der eine liebt Liebesromane und sieht darin die Ursache, die andere ist ein Miss Marple Fan und wirft mit Zitaten um sich.
Ein bisschen Star Wars darf es auch noch sein.
Die Figuren sind sehr speziell aber liebenswert und wenn man dann noch Einzelheiten aus ihrem Leben erfährt, möchte man sie sogar in den Arm nehmen. Aber das ging mir mit jeder Figur dieser Autorin bisher so.
Der Krimiplot endet dann schon fast banal. Das könnte in jeder Gemeinde passieren und hat eher etwas mit falschen Verständnis als mit einen Verbrehen zu tun. Trotzdem man muss sich ja mit irgendetwas beschäftigen. Daher danke ich dem Buchclub für gute Unterhaltung.

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Eine Hexe, viele Vampire

The Flamebearer Trilogy 1: The Witch in the Dead of Night von Charlotte Buckley

Finn ist eine der letzten Hexen und versteckt sich mehr oder weniger am Hof des Vampirkönigs. Als der ihre Identität aufdeckt, gerät sie nicht in Gefahr, im Gegenteil er wünscht sich ihre Hilfe. Eine neue Erfahrung denn bisher wurde sie wegen ihrer Fähigkeiten verfolgt und nicht bewundert.

Wir tauchen als Leser nicht in eine neue Welt ein, Vampire und Hexen sind hinreichend bekannt und das Umfeld ist eine düstere kleine Stadt mit einem Schloss und den entsprechenden verschiedenen Bewohnern. Nur geht zusätzlich in dieser Stadt ein Mädchenmörder um.
Finn muss lernen ihre Fähigkeiten nicht mehr zu verbergen, sondern sie auch gezielt abzurufen, dazu bekommt sie Unterricht vom Bruder des Königs.
In diesem ersten Band dreht sich alles um Finn, ihre Gedanken, ihre Gefühle, ihr Umgang mit anderen Personen. Sie ist eine spannende Persönlichkeit der man gut folgen kann, ihre Entwicklung von einem Dienstmädchen das gestern noch Böden geschrubbt hat, zu einem Lehrmädchen eines Magiers wird sehr überzeugend dargestellt.
Die Intrigen am Hof und die Missgunst der anderen wirken eher stärkend als demoralisierend auf sie.
Eine Figur der man gerne bei ihrer Entwicklung zu sieht, dazu die Rätsel um die beiden Vampire und den Mörder. Alles zusammen ergibt eine spannende Geschichte auf deren Fortsetzung ich mich schon freue.

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Besondere Freundaschaften

Der Betrachter von Judith Fanto

Herman kommt nach dem Tod seiner Mutter nach Wien, vorher in Harlem NL hatte er eine schöne behütete Kindheit. Bei seiner Tante ist er nur geduldet und ist einsam. Durch seinen Lehrer findet er Freunde gemeinsam gehen die Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft durch dick und dünn. Sie sind echte Freunde.

Sie erleben die politischen Zustände in Wien nach dem 1, Weltkrieg, den Straßenkampf Sozialisten gegen die aufkommenden Nazis.
Hermann ist der Beobachter des Geschehens, er sieht und hört alles, kommentiert es nur in seinen Gedanken, selten mal gegenüber seinen Freunden. Diese Freundschaften ersetzen ihm die Familie, ist ist für ihn über lebenswichtig. Auch seine Freunde fühlen ähnlich.
Gleichzeitig sind sie Juden, Sozialisten, zukünftige Fabrikbesitzer, Anhänger der Nationalsozialisten, homosexuell, das alles ist für ihre Beziehung nicht wichtig., . Trotzdem ändert sich mit dem Anschluss auch für diese Gruppe alles.
Dieses Betrachten zeigt sich auch in dem ruhigen Schreibstil. Schreckliche Ereignisse werden durch die Augen des Protagonisten fast intensiver wahrgenommen als wenn es aus dem Geschehen heraus erzählt wird. Die Intensität nimmt zu, weil der Betrachter immer die Gefahr für die anderen sieht, mehr als sie selbst. Er sorgt sich, ist aber so dicht am Geschehen das er auch eine Art Scheuklappen trägt. Als er sie verliert, verliert auch seine Welt einen wichtigen Halt.
Wir Leser erleben durch Hermanns Augen eine schreckliche Zeit und gleichzeitig auch eine besondere Freundschaft.
Gleichzeitig haben wir durch unser Wissen eine eigene Sichtweise, ein teilweise anderes Verständnis, dadurch entstehen während des Lesens spannende Vergleiche.
Eine gelungene Aufforderung sich mal wieder mit dem Thema "Wie konnte es dazu kommen" zu beschäftigen.

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Lord oder Prinz

Scandal in the Moonlight von Laura Wood

Iris ist vor Jahren von Zuhause weggelaufen, sie versteckt sich als Näherin in London. Ihre Erinnerungen gleichen Albträumen, eine Stiefmutter zwei Stiefschwestern alles erinnert an Aschenputtel. Aber es ist ein Regency Roman. Mit den dazu gehörigen Prinzen und Lords, schönen Kleidern und aus heutiger Sicht eigenartigen gesellschaftlichen Ansichten und Konventionen.

Es soll ein Einstieg in die Serie sein, von der es bereits drei sehr unterhaltsame spannende Bücher gibt. Dieses passt nicht zu der Serie, es hat nichts mit dem Finkennest zu tun. Außer das der Beginn in einem Modesalon spielt.
Auch der Stil ist anders. Daher hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt. Es ist gut geschrieben, aber es fehlt der Humor und die unerwarteten Twists. Hier geschieht alles was man sich im Voraus denken kann. Es ist wie die anderen eine Mischung aus Detektiv und Liebesgeschichte, wobei hierbeides etwas bieder ist. Im Vergleich waren die anderen Geschichten spritziger, vergleichbar mit stillen Wasser und solchen mit Kohlensäure.
Wenn man die anderen Bücher noch nicht kennt, ist es gut.. Daher erst dieses lesen und dann die anderen Scandal Bände. Dann hat man den Lesegenuss den man sich wünscht.

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Wettlauf mit der Zeit

Red Star Rebels von Amie Kaufman

Hunter und Cleo sind die beiden Einzigen die auf einer Marsstation zufällig zurück geblieben sind. Sie eine illegale Einwanderin, er der Spross der Gründerfamilie. Die Evakuation war nicht auf Grund eines Unfalls sondern von Terroristen herbei geführt. Nun haben die beiden ca. 8 Stunden Zeit die Situation zu retten.

Die Science Fiction Geschichte ist spannend und erinnert an Raumschiff Enterprise und ähnliches. Das Tempo ist genauso rasant wie man es aus Filmen kennt, wenn man schon mit Lichtgeschwindigkeit reist ( obwohl hier an einer Stelle von 25 km/h die Rede ist ) dann muss man sein Lesetempo anpassen. Abwechselnd denken und handeln Cleo und Hunter, bei beiden scheint es Liebe auf dem ersten Blick zu sein, trotz der großen Unterschiede in der Herkunft.
Die Geschichte ist von allem etwas. Science Fiktion, Liebesgeschichte, Abenteuer, Thriller. Jedoch in jedem Bereich eher zahm sodass sich alle Fans der einzelnen Themen entweder nicht ganz abgeholt oder neugierig gemacht auf andere Genres fühlen.
Der Schreibstil hat Witz und ist locker, flockig vom Hocker. Meiner Meinung nach eine unterhaltsame Geschichte für zwischendurch.

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Vielfältig

Wieso? Weshalb? Warum? - Meine große Tiere-Box von Susanne Gernhäuser

Eine vielseitige Box mit Wissen über Tiere.
Darin enthalten ein großes Buch mit verschiedenen Tieren und ihren besonderen Eigenschaften. Viel Text für Kleinere ein Problem aber man kann sich heran tasten und erstmal nur die spannenden Klappen nutzen hinter denen kleine Portionen Information stecken.

Ein Insektenbestimmungsbuch in einem Format das es sich zum Mitnehmen in die Natur eignet.
Ein Mitmachbuch mit Stickern, Ausmalbildern, Rätseln und anderes.
Ein Dschungelposter zum Ausmalen.
Ein Memory mit 28 Karten bei dem man den Tieren ihre Spuren zu ordnen soll.
Ein 35teiliges Puzzle.
Bei einigen Teilen ist das Alter von 4 Jahren schwierig, ich würde gern Vorschulalter bis zur dritten Klasse angeben. Ansonsten muss sich immer eine erwachsene Person daran beteiligen.
Aber für die Älteren ist es eine Box die lange Zeit für Interesse sorgt und auch viel Wissen vermittelt. Wir haben schon einige Bücher aus der Reihe die grundsätzlich gelungen ist.

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