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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Pusteblümchen:

Dicht und spannend

Das Haus der Bücher und Schatten von Kai Meyer

Die Handlung beginnt 1933. Nachdem der 42jährige ehemaligen Polizeikommissar Cornelius Frey von den Nazis aus dem Dienst entlassen wurde, bewacht er als Nachtwächter die Bücher der Deutschen Bücherei. Bei einem seiner Rundgänge kann er verhindern, dass eine junge Frau sich vor einen Zug in den Tod stürzt.

Beim Abschied flüstert sie ihm mysteriöse Wörter zu.
Einen Abend später findet er sie neben einem Kriminalkommissar, beide wurden erschossen und es ist unklar was passiert ist.
In einem zweiten Handlungsstrang, der 20 Jahre zuvor angesiedelt ist, geht es um Paula und Jonathan.

Für mich war zunächst vollkommen unklar in welchem Zusammenhang die beiden Handlungsstränge stehen, gefesselt war ich dennoch.
Kai Meyer beschreibt die Umgebung sehr detailliert und ich konnte die düstere Atmosphäre der Zeit regelrecht spüren. Es geht um Fanatiker, Okkultisten, Freimaurer und Verschwörungen. Durch diese Mischung ist schnell eine unheimliche Spannung entstanden, die durch die historischen Ereignisse noch gefördert wird.

Das Buch ist genauso lesenswert wie die vorherigen Werke des Autors, allerdings ist es sehr düster und nichts für schwache Nerven.

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Rätselhaft und ein wenig mystisch

Nach uns der Himmel von Simone Buchholz

In dem Buch gibt es zwei Handlungsstränge.
In dem einen stranden acht Menschen nach einem turbulenten Flug auf einer griechischen Insel. Diese dürfen wir nun nach und nach näher kennenlernen. Was auf der Insel selbst vorgeht, ist allerdings ein wenig merkwürdig und verwirrend.
Der andere Erzählstrang ist ein Dialog, der aus der Ich-Perspektive geschrieben ist und in Los Angeles in einem Büro spielt.

Für mich blieb lange Zeit vollkommen unklar wie die beiden Handlungsstränge zusammenhängen und ich fühlte mich ein wenig verloren. Vermutlich fühlten sich die acht sehr unterschiedlichen Protagonisten ähnlich, da sie scheinbar nicht wahrgenommen werden.

Für meinen Geschmack dauerte es ein wenig zulange, bis sich die ersten Zusammenhänge auftun. Letztendlich hat Simone Buchholz die beiden Handlungsstränge gelungen verbunden und dabei eine gute Portion griechischen Mythologie mit der Handlung verwoben.

Mich hat das Buch während des Lesens mehr verwirrt als begeistert, aber im Nachhinein freue ich mich doch, dass ich es gelesen habe. Dranbleiben lohnt sich hier wirklich.

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Berühmte Schwestern

Die Mitford Schwestern von Marie Benedict

Auch wenn ich schon mal von den Mitford-Schwestern gehört habe, war mir nichts Näheres über diese bekannt. Da ich zuvor schon interessante Romanbiografien von Marie Benedict gelesen habe, war ich sehr gespannt auf dieses Buch.

Die Mitford-Schwestern waren zu sechst und hier stehen Nancy, Diana und Unity im Vordergrund.

Die Schwestern haben Kontakt zu bekannten Persönlichkeiten wie Politikern, dem Königshaus und Schriftstellern, mit denen sie sympathisierten oder sich ihnen entgegenstellen. In ihrer Haltung waren sie keineswegs immer einer Meinung.
Wie auch die bisherigen Bücher von Marie Benedict ist auch dies wieder ein gut recherchierter Roman über starke, intelligente und einflussreiche Frauen. Leider bleiben dabei die Männer der Frauen sehr blass und die wären hier sicherlich auch noch einmal sehr interessant gewesen.
Mir hat dieser biografische Roman über die Mitford-Schwestern gut gefallen und ich kann diese hervorragende Lektüre nur empfehlen.

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Sehr spannend und emotional, aber auch ein wenig vorhersehbar

Everything We Never Said - Liebe lässt uns böse Dinge tun von Sloan Harlow

Ella hat ihre beste Freundin Hayley durch einen Unfall verloren. Sie ist voller Schuldgefühle. Sawyer, der Freund von Hayley, leidet ebenfalls unter dem Verlust, versucht aber Ella zur Seite zu stehen. Dadurch nähern sich die beiden aneinander an. Als Hayleys Tagebuch auftaucht und Ella beginnt darin zu lesen, kommt Unfassbares ans Tageslicht….

Ich habe schon lange kein Buch mehr so schnell durchgelesen wie dieses, da der Schreibstil der Autorin einfach genial ist.

Ella und Sawyer berichten im Wechsel. Ein Kapitel ist auch aus Hayleys Perspektive geschrieben, ansonsten wird sie durch ihre Tagebucheinträge lebendig.

Obwohl ich die Handlung ein wenig vorhersehbar fand, hat mich diese Mischung aus Spannung und Romantik total gepackt.

Die Story steckt voller Emotionen, fesselt durch seine authentische Protagonisten, Geheimnisse, Liebe und Abgründe, über die ich einfach mehr erfahren musste.

Für mich war es das perfekte Buch für einen düsteren Herbsttag.

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Ein magischer Reihenauftakt

Birds of Paris – Das magische Pendel von Kathrin Tordasi

Die zwölfjährige Léa ist gerade mit ihren Eltern in eine Dachgeschosswohnung in Paris gezogen. Sie erkundet die Umgebung und entdeckt dabei ein Mädchen namens Alex, dass sich mit einer Taube zu unterhalten scheint. Durch sie lernt Léa auch die Straßenkinder Ari, Coralie und Roux kennen. Mit ihnen taucht sie in eine magische Welt ein und wir haben eine vollkommen neue Seite von Paris kennengelernt.

Die Geschichte ist spannend und steckt voller Magie. Die meisten Kapitel werden aus Léas Perspektive geschildert.
Jeder, der schon einmal in Paris war, wird die Schauplätze wiedererkennen. Die Übergänge zwischen der realen und der magischen Welt sind fließend und genau das macht beim Lesen wirklich großen Spaß. Es gibt sehr viele Details, dass wir uns alles gut vorstellen konnten.

Die Charaktere sind jeder für sich einzigartig und durch sie erfahren wir, was Freundschaft und Zusammenhalt bedeutet.

Da es sich um den ersten Band einer neuen Reihe handelt, sind einige Fragen offen geblieben, die uns nun gespannt auf die Fortsetzung warten lassen.

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Eine vielschichtige Story

Das Comeback von Ella Berman

Das Buch beginnt ein wenig verwirrend. Teeniestar Grace Turner taucht ein Jahr nachdem sie verschwunden ist einfach wieder auf. Zunächst gibt es keine weiteren Erklärungen und ich musste mich erst einmal innerhalb der schwierigen Familienverhältnissen zurechtfinden.
In Grace Familie gibt es keine Nähe und keine Herzlichkeit, sondern Distanz und Kälte.

Jeder ist irgendwie mit sich beschäftigt und die Spannungen zwischen ihr und ihrer Mutter sind groß.
Die Handlung wechselt zwischen der Gegenwart und Rückblicken in Grace Kindheit bzw. Jugend. Dadurch ergibt sich langsam ein etwas runderes Bild.
Es gibt interessante Einblicke in die Welt eines Kinderstars und in die der High-Society.
Durch die zerrütteten Familienverhältnisse, Alkohol, Drogen und fehlenden Halt wird hier eine düstere Stimmung gezeichnet, die sich durch die Handlung durchzieht.

Auch wenn sich das Buch leicht lesen lässt, thematisch ist es dies nicht.
Es ist eine tiefgründige und vielschichtige Story, die erschreckend aktuell ist.

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Amüsant und lebensnah

Wohnverwandtschaften von Isabel Bogdan

Das Buch beginnt mit dem Einzug von Constanze in die WG von Jörg, Murat und Anke. Dabei handelt es sich um eine Zweckgemeinschaft und für Constanze ist dies nach der Trennung von ihrem Freund nur eine Übergangslösung bis sie etwas eigenes gefunden hat.
Die Geschichte wird im Wechsel aus der Perspektive der vier WG-Bewohner geschildert.

Mal ist es einer alleine, mal ein Dialog von Zweien oder auch Situationen, in denen sich alle vier gemeinsam austauschen. Durch diese Perspektivwechsel ergibt sich schnell ein gutes Bild von jedem Einzelnem, da Isabel Bogdan ihren Schreibstil entsprechend anpasst. Unterschiedlicher könnten die vier kaum sein und genau das macht dieses Buch aus.
Die Charaktere werden facettenreich beschrieben, sie wirken sympathisch, haben ihre Eigenarten und verändern sich im Laufe der Handlung.

Ich habe Constanze, Jörg, Murat und Anke gerne ein Stück durch ihr Leben begleitet, in denen es um Fragen des Lebens geht, aber auch eine Menge gelacht wird.

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Ein wenig verrückt

School of Beastly Island Band 1 - Gestrandet von Christian Tielmann

Das ist der ungewöhnlichste Manga, den ich bisher gelesen habe.

Zunächst werden die wichtigsten Charaktere kurz vorgestellt. Die Protagonisten sind Tapio und seine große Schwester Aina.
Aina hat eine Besonderheit, sie kann Dinge zum Leben erwecken und wird deswegen gemobbt. Um dem zu entgehen, soll sie aus ihrer Umgebung heraus.

Deswegen eschließt die Familie ein Jahr auf Hohe See zu gehen. Tapios Aufgabe ist es das Logbuch zu führen. Sie geraten in ein Unwetter und stranden auf einer Insel. Damit beginnt für die Geschwister ein ziemlich verrücktes Abenteuer.


Die Story beginnt im Mangastil und im Anschluß erzählt Tapio die Ereignisse durch sein Logbuch. Auch dieses beinhaltet zahlreiche schwarz-weiß-Zeichnungen im Mangastil, wodurch sich das Buch schnell und leicht liest.
Der Einfallsreichtum in dieser Story ist genial. Ich habe über die unterschiedlichen magischen Kräfte und deren Auswirkungen eine Menge gelacht. Vieles ist einfach schräg, macht aber Spaß.

Die Mischung aus Manga und Fließtest macht das Buch auch für Kinder die weniger gerne lesen zu einem leichten Leseerlebnis.

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Britischer Humor und spannende Unterhaltung

Mrs Potts' Mordclub und der tote Bürgermeister von Robert Thorogood

Während einer Stadtsratsitzung wird der Bürgermeister von Marlow vergiftet. Die Umstände sind unklar und Suzie, die bei der Sitzung dabei ist, informiert direkt ihre Freundinnen Judith und Becks. Damit haben die drei einen neuen Fall.

Ich liebe Cosy-Crime und britischen Humor, deswegen habe ich mich nur zu gerne erneut mit Mrs.

Potts und ihren Freundinnen Becks Starling, der Ehefrau des Pfarrers und Suzie Harris, einer Hundesitterin, in das britische Marlow begeben. Das kleine idyllische Städtchen an der Themse hat einen ganz besonderen Charme und eignet sich damit perfekt für den Schauplatz eines Cosy-Crime-Falls.

Mir hat es Spaß gemacht herumzurätseln, was sich ereignet hat. Obwohl alles äußerst amüsant dargestellt wird, mangelt es nicht an Spannung. Judith, Suzie und Becks sind ein ganz wunderbares Team, jede hat so ihre Eigenheiten, die sie irgendwie liebenswert machen.

Eigentlich wünsche ich den Einwohnern von Marlow auch mal ruhigere Zeiten wünsche, aber gleichzeitig hoffe ich natürlich auch, dass es bald wieder Arbeit für den Mordclub gibt.

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Beeindruckend

Als wir Schwäne waren von Behzad Karim Khani

Reza ist zehn Jahre , als er mit seinen Eltern aus dem Iran in das Ruhrgebiet geflüchtet ist. Seine Eltern sind Akademiker und legen Wert auf Bildung, aber hier kommt die Familie in einem Viertel in Bochum unter, in dem die vorherrschende Sprache Gewalt lautet. Trotz guter Voraussetzungen ist Integration ein schwieriges Thema.

In kurzen Kapitel erzählt der Autor in einer schnörkellosen Sprache über seinen Alltag.
Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und gefüllt mit Kontrasten aus Poesie und Gewalt.
Behzad Karim Khani beschreibt eine Zeit, die ich wiedererkenne, allerdings aus einer anderen Perspektive, aber er nimmt seine Leser mit und zeigt ihnen die andere Seite.
Dabei werden viele Emotionen spürbar, wie Wut und Hoffnungslosigkeit, aus der dann wieder Gewalt resultiert.
Es werden viele gesellschaftspolitische Themen angesprochen, die heute noch ebenso aktuell sind wie damals.
Die Probleme der Integration und die Schwächen unserer Gesellschaft werden hier in Worte gefasst und präzise aufgezeigt. Für mich ist es eines der besten Bücher, das ich bisher über das Thema gelesen habe.

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